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Old September 7th, 2017, 04:43 PM   #761
Pianissimo
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Originally Posted by Amarok View Post
Ui, das würde ich aber schnell mal wieder löschen. Ich glaube kaum, dass die Üstra gerne hören würde, dass sie betrügt. Soll ich das mal weiterleiten? Die Üstra muss sich schon lange genug mit Ihren aufgestachelten Halbwahrheiten in -zig Foren und mit -zig Accounts herumschlagen, da wäre so ein Aufhänger doch passend.
Der Üstra-Vorstand hat derzeit genug damit zu tun, sich gegen Vorwürfe (betreff Unregelmäßigkeiten bei Vergabeverfahren und möglicherweise zu Unrecht ausgezahlte Mitarbeiterboni) zu wehren.

Die Spekulationen darüber, dass ein angeblich preiswerterer Tunnelbetrieb doch eigentlich zu Kostensenkungen führen müsste, der dann doch eigentlich auch an die Kunden in Form niedrigerer Fahrpreise weitergebenen werden müsste, steht auf einem anderen Papier. Da musst du deinen "Säulenheiligen" vor nichts und niemand schützen. (Oder müsste es heißen, da kommt's dann auch nicht mehr drauf an?)

M. E. führt ein Tunnelbetrieb nicht zu Kostenersparnissen. Denn der Tunnelbetrieb ist mit hohen Betriebskosten verbunden, die zum Teil bei einem oberirdischen Betrieb, bei dem auf Sicht gefahren wird, nicht anfallen. Aber spätestens, wenn die immensen Investitionskosten und Bauerhaltungskosten für Tunnelstrecken und Stationen mit gerechnet werden, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Es ergibt sich also so oder so keinen Spielraum für Fahrpreissenkungen.

Hinter dem U-Bahn/Stadtbahntunnelbau steht eine andere Rechnung: Ein wesentlicher Grund für den U-Bahn/Stadtbahntunnelbau ist es oberirdisch Platz zu schaffen für mehr Autoverkehr, weil sich die Politik daraus großartige Impulse für das "Autoland Nummer Eins" (Zitat Merkel, Weil, Kretschmer) verspricht. Und wie sehr sich die Politik den Autoproduzenten verpflichtet fühlt, kann man doch von einem zum nächsten Dieselgipfel beobachten.

Inzwischen geht der Bund her und stellt so eine Art Schmiergeldzahlung dafür in Aussicht, dass sich die Stadtoberen schön ruhig verhalten, wenn der angeblich "segensreiche" MIV den Bürgern weiter die tägliche Atemgiftdosis verabreicht. Bleibt wohl wirklich nur noch die Hoffnung darauf, dass Gerichte dieses schmutzige Spiel abbrechen!

Aber die Partei, die laut Wahlplakat verspricht, dass "Wirtschaftspolitik endlich wieder verfügbar" sein wird, wenn man sie wählt, baut ja auch in diese Richtung schon vor und will ganz einfach die NOx-Grenzwerte nach oben korrigieren. Das wird freilich dem verunsicherten Diesel-PKW-Fahrer sehr angenehm im Ohr klingen.
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Old September 7th, 2017, 07:07 PM   #762
Amarok
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Da musst du deinen "Säulenheiligen" vor nichts und niemand schützen.
Meine Herrn, hast Du einen Sockenschuss. Ich habe mit der Üstra nichts am Hut. Und ewig dieselbe Leier vom "Tunnel schafft nur Platz für Autos" , das ist schon pathologisch.
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Old September 8th, 2017, 09:07 AM   #763
Oststädter
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Der Üstra-Vorstand hat derzeit genug damit zu tun, sich gegen Vorwürfe (betreff Unregelmäßigkeiten bei Vergabeverfahren und möglicherweise zu Unrecht ausgezahlte Mitarbeiterboni) zu wehren.
Zusammenfassung: Wenn ich keine Argumente habe, werfe ich einfach Nebelkerzen und diffamiere die Menschen die ich nicht mag.
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Die Spekulationen darüber, dass ein angeblich preiswerterer Tunnelbetrieb doch eigentlich zu Kostensenkungen führen müsste, der dann doch eigentlich auch an die Kunden in Form niedrigerer Fahrpreise weitergebenen werden müsste, steht auf einem anderen Papier. Da musst du deinen "Säulenheiligen" vor nichts und niemand schützen. (Oder müsste es heißen, da kommt's dann auch nicht mehr drauf an?)
Die implizierst hier eine Kausalität die so einfach nicht gegeben ist.

Selbst wenn sich die Stadt durch die Ersparnisse durch den Tunnelbetrieb nur die Taschen vollstopfen will wäre der Betrieb günstiger. Es gibt keinen zwingenden Grund dies an den Fahrpreisen zu sehen.
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Originally Posted by Pianissimo View Post
M. E. führt ein Tunnelbetrieb nicht zu Kostenersparnissen. Denn der Tunnelbetrieb ist mit hohen Betriebskosten verbunden, die zum Teil bei einem oberirdischen Betrieb, bei dem auf Sicht gefahren wird, nicht anfallen.
Durch die kürzere Fahrzeit sind weniger Umläufe notwendig.

Dies spart Fahrzeuge und Personalkosten.

Durch die Möglichkeit in engen Bereichen unterirdische Stationen anzulegen ist es möglich längere Züge einzusetzten. Nur aus diesem Grund wird ja 10/17 nicht für 3-Wagen-Züge ausgebaut.

Längere Züge ermöglichen noch einmal niedrigere Personalkosten bei gleicher Transportkapazität.
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Aber spätestens, wenn die immensen Investitionskosten und Bauerhaltungskosten für Tunnelstrecken und Stationen mit gerechnet werden, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Es ergibt sich also so oder so keinen Spielraum für Fahrpreissenkungen.
Wie gesagt sind Fahrpreissenkungen gar nicht das Ziel.

Aber das diese Rechnung aufgeht belegt das Intraplangutachten zu Projekt 10/17 eindeutig. Nicht ohne Grund ist der Reamortisierungszeitraum für die Oberflächenvariante länger als sie es für den Tunnel gewesen wäre.
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Hinter dem U-Bahn/Stadtbahntunnelbau steht eine andere Rechnung: Ein wesentlicher Grund für den U-Bahn/Stadtbahntunnelbau ist es oberirdisch Platz zu schaffen für mehr Autoverkehr...
Die gebauten Tunnel sprechen eine grundsätzlich andere Sprache, aber hier hat deine Platte halt einen Sprung den man nicht mehr weg bekommt.
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Originally Posted by Pianissimo View Post
...weil sich die Politik daraus großartige Impulse für das "Autoland Nummer Eins" (Zitat Merkel, Weil, Kretschmer) verspricht.
Reine Spekulation und dazu noch offensichtlich falsch.
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Und wie sehr sich die Politik den Autoproduzenten verpflichtet fühlt, kann man doch von einem zum nächsten Dieselgipfel beobachten.
Das ist zwar richtig, hat aber nichts mit der Stadtbahn zu tun.
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Inzwischen geht der Bund her und stellt so eine Art Schmiergeldzahlung dafür in Aussicht, dass sich die Stadtoberen schön ruhig verhalten, wenn der angeblich "segensreiche" MIV den Bürgern weiter die tägliche Atemgiftdosis verabreicht. Bleibt wohl wirklich nur noch die Hoffnung darauf, dass Gerichte dieses schmutzige Spiel abbrechen!
Billige Polemik!
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Aber die Partei, die laut Wahlplakat verspricht, dass "Wirtschaftspolitik endlich wieder verfügbar" sein wird, wenn man sie wählt, baut ja auch in diese Richtung schon vor und will ganz einfach die NOx-Grenzwerte nach oben korrigieren. Das wird freilich dem verunsicherten Diesel-PKW-Fahrer sehr angenehm im Ohr klingen.
Was auch mal so gar nichts mit dem Thema zu tun hat.

Ich finde diesen Lösungsvorschlag auch ein bisschen schlicht, allerdings muss man auch feststellen, dass die Grenzwerte in Büroräumen (in denen man sich ja viel länger aufhält als im Straßenraum) um ein Vielfaches höher ist. Das hat schon ein bisschen ein Geschmäckle.
__________________

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Old September 10th, 2017, 07:45 PM   #764
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Studie: Menschen wollen im Auto lieber selbst die Kontrolle haben

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Studie: Menschen wollen im Auto lieber selbst die Kontrolle haben


Das Auto der Zukunft soll ganz alleine fahren können – am Steuer müsste dann niemand mehr sitzen. Besonders begeistert sind die Menschen in Deutschland von dieser Vorstellung aber nicht, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Mehr hier:
https://www.heise.de/newsticker/meld...n-3826003.html
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Old September 11th, 2017, 07:07 AM   #765
Oststädter
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Die Zahlen verwundern mich nicht wirklich.

Die Leute stehen revolutionären neuen Konzepten gegenüber immer erstmal skeptisch gegenüber.

Das gibt sich allerdings immer schnell wenn sich zeigt, dass es funktioniert.

Es ist eigentlich egal wo man da hin schaut.

Die Eisenbahn, das Auto, das Smartphone, sogar das Fahrrad.

Am Ende hat sich alles durchgesetzt. Ich denke die Verkehrswende lässt sich auch von den lautesten Bewahrern des Status Quo nicht mehr aufhalten. Ich denke die Situation ist vom Effekt her mit der Einführung der Eisenbahn oder des Autos vergleichbar. In 20 Jahren wird man den Straßenverkehr nicht mehr wiedererkennen.
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Old September 11th, 2017, 08:32 AM   #766
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Na dann will ich mal hoffen das es bei den Autonomen Autos auch einen Raser&Drängler Modus gibt.
Und ja, ich warte auch schon auf das erste Autonome Zweirad!
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Old September 13th, 2017, 03:45 PM   #767
stadtfeld
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Ich hatte dir doch klar gesagt, was du den Vertetern der Parteien an den Wahlkamfständen sagen musst, um ihnen eine blümerante Zukunftsperspektive vom autonom fahrenden Elektroauto abzuringen.
Interessant, wie Leute immer wieder glauben, der technische Fortschritt unterliegt dem Wohlwollen von politischen Parteien. Es ist ein wenig so, als würde Trump beschließen wollen, dass der Hurricane IRMA nicht über Florida zieht.

Egal, wie wir es finden, autonomes Fahren wird die Mobilität nachhaltig verändern, schneller und nachhaltiger, als es sich die meisten heute vorstellen mögen.

Das wird auch den ÖPNV drastisch verändern und vollkommen neue Formen hervorbringen. Leider dürfte dabei wohl der klassische ÖPNV eher zu den Verlierern zählen und Fragen wie der Bau des D-Tunnels würden sich in Hannover dann nicht mehr stellen.

Und um es nochmal deutlich zu sagen, dies wird keine Frage sein, ob es Politikern oder uns gefällt. Es wird passieren.
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Old September 13th, 2017, 04:12 PM   #768
Pianissimo
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Originally Posted by stadtfeld View Post
Interessant, wie Leute immer wieder glauben, der technische Fortschritt unterliegt dem Wohlwollen von politischen Parteien. Es ist ein wenig so, als würde Trump beschließen wollen, dass der Hurricane IRMA nicht über Florida zieht.

Egal, wie wir es finden, autonomes Fahren wird die Mobilität nachhaltig verändern, schneller und nachhaltiger, als es sich die meisten heute vorstellen mögen.

Das wird auch den ÖPNV drastisch verändern und vollkommen neue Formen hervorbringen. Leider dürfte dabei wohl der klassische ÖPNV eher zu den Verlierern zählen und Fragen wie der Bau des D-Tunnels würden sich in Hannover dann nicht mehr stellen.

Und um es nochmal deutlich zu sagen, dies wird keine Frage sein, ob es Politikern oder uns gefällt. Es wird passieren.
Es gibt Länder, die immer noch auf Atomkraft setzen, um Strom zu produzieren. Und es gibt Länder, die dabei sind, sich davon zu verabschieden oder schon verabschiedet haben oder noch nie auf Atomkraft gesetzt haben. Und das soll nichts mit Politik zu tun haben???

Das sehe ich anders!

Auch bei den Autos gibt es durchaus unterschiedliche Herangehensweisen, wie damit umgegangen wird. Siehe Dieselskandal. In Deutschland vertrat die Politik lange Zeit die Strategie, der Dieselmotor in PKW ist eine wichtige Brückentechnik auf die wir noch lange angewiesen sein werden.
Hintergrund ist, dass besonders schwere und antriebsstarke Fahrzeuge (Stichwort SUV) mit Dieselmotoren niedrigere CO2-Werte haben als gleichschwere und gleichstarke Fahrzeuge mit Dieselmotoren. Und niedrige CO2-Grenzwerte sollten den CO2-Ausstoß begrenzen.

Hätte ja auch fast funktioniert, wenn nicht gleichzeitig die Hersteller so massiv betrogen hätten und die Politik ihnen so viel Spielraum dafür gelassen hätte. Und wenn der ganze Schwindel nicht ausgerechnet im Autoland Nummer Eins der Welt, in den USA zuerst aufgeflogen wäre.

Aber vielleicht kannst du mir ja das Ganze erklären, ohne dem Faktor Politik dabei irgendeinen Einfluss zuzugestehen?
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Old September 13th, 2017, 04:31 PM   #769
Pianissimo
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Originally Posted by IPimpYourFahrrad View Post
Studie: Menschen wollen im Auto lieber selbst die Kontrolle haben
Das Auto der Zukunft soll ganz alleine fahren können – am Steuer müsste dann niemand mehr sitzen. Besonders begeistert sind die Menschen in Deutschland von dieser Vorstellung aber nicht, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Mehr hier:
https://www.heise.de/newsticker/meld...n-3826003.html
Wie ich bereits weiter oben schrieb, erkenne ich in autonom fahrenden Fahrzeugen durchaus eine Chance, die Verkehrs- und Umweltbelastung in den Städten zu senken. Allerdings gleube ich nicht, dass diese Chance tatsächlich genutzt werden wird.

Die Chance, die ich sehe, ist, dass Fahrgäste mit einer Handyapp ein autonom fahrendes Auto zu ihrem Standpunkt bestellen können und dabei das Fahrtziel angeben. Das nächste Fahrzeuge mit freien Sitzplätzen und einem ähnlichen oder demselben Ziel holt dann den Fahrgast dort ab wo er steht.

Genau das wird ab Oktober in Hannover getestet werden. Allerdings (noch) nicht mit autonom fahrenden Fahrzeugen sondern mit Fahrzeugen, die von einem Fahrer gelenkt werden: "In Hannover wird sich eine Weltpremiere abspielen: Ab Oktober können 3500 ausgewählte Nutzer VW-Busse per App bestellen und sich von der Volkswagen-Tochter Moia zum gewünschten Ziel in der Stadt fahren lassen. Ein Computer berechnet die Route."
Quelle: "VW-Tochter testet modernes Sammeltaxi in Hannover" in HAZ vom 11.9.2017, http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...xi-in-Hannover

Meines Erachtens könnte das rein technisch funktionieren und würde mit autonom fahrenden Fahrzeugen und einer Beteiligungsmöglichkeit aller Stadtbewohner auch betriebswirtschaftlich darstellbar sein mit Preisen, die über den ÖPNV- aber unter den Taxipreisen liegen. So heißt es auch im Artikel. Aber ich glaube nicht, dass die Menschen davon wirklich so regen Gebrauch machen werden, dass sich das Modell tatsächlich einmal rechnen wird, so dass zu befürchten ist, dass zusätzlich zum ÖPNV für ein ÖPNV-ähnliches Angebot Subventionen bezahlt werden. Und wozu das Ganze?
Na klar, damit die Straßen entlastet werden für die "richtigen" Autofahrer.

Interessant wird auf längere Sicht betrachtet auch die Antwort auf die Frage sein, wer gegenüber wem in der Verkehrsabwicklung bevorzugt sein wird. Es ist ja leider längst nicht so, dass völliges Einvernehmen dahingehend herrscht, dass die Ampelvorrangschaltung für den ÖPNV und die vorrangige Verkehrsabwicklung der ÖPNV-Fahrzeuge von allen Seiten die volle Zustimmung hat. Besonders rechtspopulitische Parteien, wie die AfD oder die Hannoveraner haben im letzten Kommunalwahlkampf sehr energisch damit für sich geworben, dass sie die ÖPNV-Vorrangschaltung abschalten wollen. Und auch aus CDU- und FDP-Kreisen kommen immer wieder mal dem entsprechende Forderungen. (Man will ja diese Wahlkampfversprechen nicht alleine den Rechtspopulisten überlassen.) Selbst die SPD tut sich bisweilen schwer mit einem klaren Bekenntnis zur Ampelvorrangschaltung für den ÖPNV.

Last edited by Pianissimo; September 13th, 2017 at 04:40 PM.
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Old September 13th, 2017, 05:24 PM   #770
stadtfeld
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Es gibt Länder, die immer noch auf Atomkraft setzen, um Strom zu produzieren. Und es gibt Länder, die dabei sind, sich davon zu verabschieden oder schon verabschiedet haben oder noch nie auf Atomkraft gesetzt haben. Und das soll nichts mit Politik zu tun haben???

Das sehe ich anders!

Auch bei den Autos gibt es durchaus unterschiedliche Herangehensweisen, wie damit umgegangen wird. Siehe Dieselskandal. In Deutschland vertrat die Politik lange Zeit die Strategie, der Dieselmotor in PKW ist eine wichtige Brückentechnik auf die wir noch lange angewiesen sein werden.
Hintergrund ist, dass besonders schwere und antriebsstarke Fahrzeuge (Stichwort SUV) mit Dieselmotoren niedrigere CO2-Werte haben als gleichschwere und gleichstarke Fahrzeuge mit Dieselmotoren. Und niedrige CO2-Grenzwerte sollten den CO2-Ausstoß begrenzen.

Hätte ja auch fast funktioniert, wenn nicht gleichzeitig die Hersteller so massiv betrogen hätten und die Politik ihnen so viel Spielraum dafür gelassen hätte. Und wenn der ganze Schwindel nicht ausgerechnet im Autoland Nummer Eins der Welt, in den USA zuerst aufgeflogen wäre.

Aber vielleicht kannst du mir ja das Ganze erklären, ohne dem Faktor Politik dabei irgendeinen Einfluss zuzugestehen?
Ich habe nicht gesagt, die Politik hat keinen Einfluss. Ich habe gesagt, sie wird es nicht verhindern können. Wenn sie das akzeptiert, wird sie sich einen gewissen Einfluss erhalten können.

Der Unterschied zur Atomkraft ist, dass es dabei um eine grundsätzliche politische Frage geht, nicht um eine Frage von Komfort und persönlichem Nutzen. Letztlich ist der Strom aus der Steckdose erstmal gleich, egal woher er kommt. Würde es aber zum Atomstrom keine Alternativen geben, wäre den Leuten das Risiko wahrscheinlich ziemlich egal.

Mobilität ist wie Kommunikation ein Grundbedürfnis. Mit dem autonomen Fahren wird es eine deutliche Steigerung des Komforts geben, eine technische Revolution. Diese wird sich nicht aufhalten lassen und im Ergebnis auch nicht die damit verbundenen drastischen Veränderungen.

Das ist vergleichbar mit Internet, Mobilfunk usw.

Für den klassischen ÖPNV dürften dann harte Zeiten anbrechen. Aber das ist halt so, schließlich fährt ja heute auch keiner mehr mit der Pferdekutsche herum, außer zum Spaß.
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Old September 13th, 2017, 05:32 PM   #771
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Originally Posted by Pianissimo View Post
Na klar, damit die Straßen entlastet werden für die "richtigen" Autofahrer.
Mit Ideologie kommst du hier nicht weiter. "Richtige Autofahrer" wird es in ca. 30 Jahren Jahren nur noch irgendwo auf Spaßstrecken geben. Für alle anderen dürfte sich nur noch die Frage stellen, mit wie vielen Menschen sie sich das autonom fahrende Transportmittel teilen und wie weit sie zum einsteigen laufen müssen bzw. wie nah es sie an das gewünschte Ziel bringt.

Und das wiederum wird leider wie so oft eine reine Frage des Geldes sein.
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Old Yesterday, 07:07 PM   #772
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Verkehr: Das sind die neuen Tempo-30-Zonen in Hannover

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Verkehr
Das sind die neuen Tempo-30-Zonen in Hannover

Die Hannoveraner werden künftig auf vielen neuen Straßenabschnitten vom Gas gehen müssen. An 130 Standorten von Schulen, Kindergärten, Kliniken und Altenheimen richtet die Stadtverwaltung künftig eine Tempo-30-Zone ein. 750 Einrichtungen seien überprüft worden, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann.
Mehr hier:
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...en-Altenheimen
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