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Old June 24th, 2009, 10:36 AM   #1
Dakir@DD
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So soll es im neuen Kulturpalast aussehen

Der neue Konzertsaal soll die Form eines Weinbergs haben. Die Bibliothek erhält ein großzügiges Foyer, der Kulturpalast wird äußerlich nur wenig verändert

Das Votum der Jury war einstimmig. „Wir empfehlen der Stadt, den Entwurf des Berliner Büros von Gerkan Marg und Partner zu realisieren“, sagt Jury-Vorsitzender Professor Jörg Friedrich aus Hamburg. Zwei Tage und Nächte hätten die 15 Jury-Mitglieder und etwa 35 weitere Berater die Entwürfe begutachtet. Sieben von ursprünglich 28 Büros hatten in der zweiten Wettbewerbsstufe ihre Arbeiten vertieft und vorgestellt.

Der Siegerentwurf

Das Büro von Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg sei besonders behutsam mit dem denkmalgeschützten Kulturpalast umgegangen, lobt der Juryvorsitzende. So soll die Form des Gebäudes einschließlich des Daches unverändert bleiben. Auch im Inneren werden die Doppeltreppen nicht verändert. Die Struktur der Fassade bleibe erhalten, allerdings würden die braunen Glasscheiben gegen durchsichtige ausgetauscht und der Wärmeschutz verbessert. und einige zusätzliche Glasteile eingesetzt.

Der Konzertsaal

Völlig ausgebaut wird der große Saal im Kulturpalast. In sein symmetrisches, sechseckiges Betonsystem soll gewissermaßen ein neuer Saal eingebaut werden. Dieser erhält die Form eines Weinberges. Das bedeutet, das Orchester sitzt in der Mitte und die Zuschauer ringsum auf terrassenförmigen Rängen aus Holz in warmen Tönen. Das soll mehr Nähe und eine hervorragende Akustik bewirken. Der Konzertsaal fasst 1 800 bis 1 900 Zuschauer.

Die Akustik

Die Wände gehen in die Decke über. Sie haben eine völlig unregelmäßige Struktur und bestehen aus besonders bearbeiteten Rigips-Platten und Lichtelementen. „Wir freuen uns auf den Saal. Die akustischen Daten sind hervorragend“, sagt Anselm Rose, Intendant der Dresdner Philharmonie.

Das Architekturbüro hat seinen Entwurf gemeinsam mit dem Büro ADA Acoustic Design Ahnert erarbeitet. Wolfgang Ahnert hat an der TU Dresden Akustik studiert und 1975 auf dem Gebiet promoviert. Anschließend war er für Kulturbauten in Ostberlin zuständig. 1990 gründete er sein eigenes Büro. Ein von ihm erarbeitetes Simulationsverfahren ermöglicht selbst noch in der Bauphase die Akustik immer weiter zu vervollkommnen.

Das Foyer

Der Konzertsaal wird etwas angehoben, sodass darunter Platz für ein großes Foyer gewonnen wird. So können die Besucher vom Haupteingang direkt in die Bibliothek gelangen. Der Raum eignet sich gleichzeitig für Veranstaltungen und Lesungen.

Die Bibliothek

Die städtische Zentralbibliothek entsteht in verglasten Türmen links und rechts vom Saal sowie darüber. Links sollen die Leser Belletristik und Kinderliteratur finden, rechts werden die naturwissenschaftlichen Werke konzentriert. Die Stadt rechnet mit 3 000 bis 4 000 Besuchern in der Bibliothek täglich. „So ist in dem Kulturpalast immer Leben und nicht nur abends“, hofft Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), die von den Ergebnissen überzeugt sei.

Die Herkuleskeule

Das Kabarett „Die Herkuleskeule“ soll an der Seite zur Galeriestraße über dem Besucherzentrum für die Frauenkirche seine neue Spielstätte erhalten. Der Saal mit 350 Plätzen könne auch ebenerdig genutzt werden, sodass darin auch Varieté-Veranstaltungen und Ähnliches möglich werden, schätzt Matthias Horst ein. Sein Büro Schubert + Horst Architekten war für die Organisation des Wettbewerbs verantwortlich.

Restaurants

An der Schloßstraßenseite sollen ebenerdig Restaurants entstehen, mit Tischen und Stühlen in der wärmeren Jahreszeit davor.

Der Zeitplan

Der neue Stadtrat muss nun über den Wettbewerbssieger entscheiden. Die Oberbürgermeisterin geht davon aus, dass die geschätzten Kosten von 65 Millionen Euro annähernd eingehalten werden können. Baubeginn soll 2012 und Einweihung 2014 sein.

Sächsische Zeitung vom 19. Juni 2009

Bilder/Planungen

Der Saal des neuen Kulturpalastes soll 1 900 Zuschauern Platz bieten. Der Siegerentwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Gerkan Marg und Partner. Fotos: GMP Generalpartner GmbH, SZ/M. Gröning


Er sieht vor, das Gebäude äußerlich nur behutsam zu modernisieren.


Alle Wettbewerbsarbeiten sind ab Mittwoch im Stadtmuseum zu sehen.


So stellen sich die Architekten den Blick in die künftige Bibliothek vor. Visualisierungen: GMP Architekten von Gerkan, Marg und Partner


Der Entwurf setzte sich gegen mehr als 30 Mitbewerber durch. Mit den Bauarbeiten soll 2012 begonnen werden.


Entwurf für einen neuen Saal der Philharmonie Dresden im Kulturpalast. Sieger-Model Kulturpalast Architektengruppe der gmp Generalplanungsgesellschaft mbH Berlin Meinhard v. Gerkan, Stephan Schütz und Nicolas Pomränke. Foto: SZ / Marion Gröning
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Old July 29th, 2009, 11:25 PM   #2
erbse
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Der Kulturpalastumbau hat jetzt diesen eigenen Thread spendiert bekommen.



Städtebaulicher Zusammenhang - weiss in der Mitte, der Kulturpalast:


Quelle: von Gerkan, Marg und Partner (gmp) - Internetseite


Aktuelle Gestalt des Kulturpalastes:


Quelle: Wiki


Wiki


Wiki

Wandbild "Der Weg der Roten Fahne"

Wiki


Wiki

Alter Großer Festsaal

Wiki / Bundesarchiv
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Old July 29th, 2009, 11:57 PM   #3
erbse
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Render Kulturpalast

Hier noch einige größere Visualisierungen:


Der neue Konzertsaal im Kulturpalast

Quelle: von Gerkan, Marg und Partner (gmp) - Internetseite


Quelle: gmp



Außenansicht im Modell - hier wird nur leicht modifiziert, so soll u.a. das Braunglas durch luftigeres, zeitgemäßeres blaues Glas ersetzt

Quelle: GHND - neumarkt-dresden.de


Kleine Visualisierung

Quelle: Baunetz
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Old July 30th, 2009, 12:43 AM   #4
Bauer-Ewald
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Sollte der Bau nicht anders eingefasst werden
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Oh Bauer, nimm mich mit auf die Felder
mit dem Glauben an den Tag
und den Säcken voller Saat
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Old July 30th, 2009, 01:12 AM   #5
erbse
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Was meinst du damit? Tiefgreifende Fassadenänderungen wie beim Kollhoff-Entwurf (damals ein Projekt der Sachsenbau Chemnitz)?
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Old July 30th, 2009, 12:15 PM   #6
ABRob
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Wah... Die wollen diesen Klotz wirklich so erhalten?

Wenn der Welterbetitel nicht schon wegen der popeligen Brücke weg wäre, wär das erhalten dieses Klotzes ein triftiger Grund für die Aberkennung.

Quote:
Originally Posted by erbse View Post
Was meinst du damit? Tiefgreifende Fassadenänderungen wie beim Kollhoff-Entwurf (damals ein Projekt der Sachsenbau Chemnitz)?
Ja! Alles im Stile der ganzen Neubauten rund um die Frauenkirche.
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Old July 31st, 2009, 10:05 AM   #7
Dakir@DD
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Die Idee bzw. Planungen sind schon seit Jahren Tod, leider!

Der Grund ist auch einfach und schnell erzählt, als die Chemnitzer "Sachsenbau AG" den Plan vorgestellt hat, war Dresden im eigentlichen Sinne Pleite. Sprich, die 15 Millionen Euro von damals, die die Stadt Dresden dazugeben sollte, waren einfach nicht da und mit dem Haushaltsplan nicht vereinbar.
Jetzt, Jahre danach und nach dem Woba-Verkauf, ist Dresden praktisch Schuldenfrei und kann besser wirtschaften und investieren. Leider gibt die Stadt jetzt 60 Millionen für den Kulturpalast aus, anstatt die alten Pläne mit der Sachsenbau neu zu Planen. Traurig, aber leider ist es so.
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Old October 1st, 2009, 12:28 PM   #8
Dakir@DD
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SPD und Linke wollen Beschluss zum Kulturpalast kippen

Zur Stadtratssitzung heute fordern beide Parteien konkrete Zahlen zu den Kosten für den Umbau.

„Wir wollen wissen, was der Umbau des Kulturpalastes wirklich kostet und wie das Ganze finanziert werden soll“, sagt SPD-Stadtrat Wilm Heinrich. Die Pläne zum Umbau des Heizkraftwerks Mitte für die Operette geben ihm Grund zur Sorge. Dort ist die Stadt ursprünglich von 48 Millionen Euro ausgegangen, jetzt sind es schon 82 Millionen Euro. „Das gleiche Amt hat auch die Vorgaben für den Kulturpalast berechnet – und damals noch ohne Denkmalschutz“, sagt Heinrich. Nun nutzen seine Fraktion und die Linke eigentlich eine unstrittige Vergabe an das Akustik-Planungsbüro Peutz Consult, um das Thema erneut auf die Tagesordnung zu bringen. Allerdings verschiebt die Oberbürgermeisterin die Diskussion heute auf die nächste Sitzung am 29. Oktober.

Wie ist der aktuelle Stand?

Der Stadtrat hat am 4. Juli 2008 mit großer Mehrheit den Umbau des Kulturpalastes zum Konzertsaal und Standort für die Städtischen Bibliotheken beschlossen. Nach einem Wettbewerb wurde im Juni dieses Jahres das Berliner Büro von Gerkan Marg und Partner zum Sieger gekürt. Es sieht einen Konzertsaal in Form eines „Weinbergs“ vor, der in das bisherige sechseckige Betonssystem des Kulturpalastes eingebaut werden soll.

Welche Kosten sind geplant?

Die Stadt geht von Kosten in Höhe von 65 Millionen Euro aus. 29,24 Millionen Euro davon erwartet sie als Fördermittel. Für dieses Jahr sind 2,6 und für das Folgejahr 4,9 Millionen Euro geplant. Der eigentliche Umbau soll 2012 beginnen.

Was wollen SPD und Linke?

Beide Fraktionen treten für eine behutsame Sanierung des Kulturpalastes ein und für den Erhalt der bisherigen Nutzung für vielfältige Veranstaltungen. Sie haben dazu auch Unterschriften gesammelt. Parallel soll ein neues Konzerthaus gebaut werden.

Wie sind die Chancen im Rat?

SPD und Linke kommen auf 21 der 70 Stadtratssitze. CDU, Grüne und Bürgerfraktion bleiben bei dem ursprünglichen Beschluss. „Wir wollen, dass die Betroffenen zu Wort kommen“, sagt CDU-Chefin Christa Müller. Auch FDP-Fraktions-Chef Jan Mücke plädiert für eine Vertagung, um Für und Wider nochmals abzuwägen.

Sächsische Zeitung vom 1. Oktober 2009

Bild

So könnte der neue Konzertsaal im Kulturpalast nach den Plänen von Gerkan Marg und Partner einmal aussehen. Foto: Architekten von Gerkan Marg und Partner
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Old October 13th, 2009, 05:20 PM   #9
tectura
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Noch vor 5 Jahren hätte ich die Sache anders gesehen, aber heute frage ich mich, warum ein Bauwerk überhaupt denkmalgeschützt wird, damit es dann von übereifrigen Architekten völlig verändert wird. Ähnlich sehe ich es mit der Prager Straße, die ihren DDR-Zustand weitestgehend eingebüßt hat, und trotzdem tut man so, als wäre alles beim Alten: komplette Verunstaltung der Brunnen, Aufnahme von Aluwaben an der Centrum-Galerie, Veränderung der Prager Zeile. In Dresden herrscht ein merkwürdiges Traditionsbewusstsein, das vielleicht unsere chronisch unterbelichtete Frau OB treffend ausgedrückt hat: "Herr Kulka ist der Pöppelmann unserer Zeit". Auch die VW-Manufaktur als "Zwinger der Moderne" oder die barocke Lust am Ornament an verschiedenen zum Glück niemals verwirklichten Entwürfen für ein neues Gewandhaus. Am deutlichsten, aber auch am archaischsten äußert sich dieses Traditionsbewusstsein darin, dass gebürtige Dresdner ein Vorrecht zur Verunstaltung der Stadt haben, weil sie ja per Geburt die Erben von Klengel, Pöppelmann, Knöffel und co. sind.
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Old October 14th, 2009, 02:13 PM   #10
Dakir@DD
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Lieber tectura, hier denke ich das du leicht über's Ziel hinaus schießt. Die Prager Straße war vor gut 5 Jahren noch Potthäßlich.

Ich finde, dass die neue Zeile mit Brunnen, Bänken und Lampen super gelungen ist. Die Neubauten zwischen den Ibis-Hotels sind modern und gut gelungen. Die neuen Geschäftshäuser (McDonalds) finde ich spitze und die kleinen Imbiss-Hütten passen auch. Und mit den Ibis-Hotels, Pullman-Hotel und dem langen Wohnblock hat die Prager Straße noch genügend Charmè aus DDR-Zeiten.

Ich wäre dafür, die Ibis-Häuser abzureißen und den langen Wohnblock auch, aber leider hat den die Gagfah aufwendig saniert, leider!

Und hier verspüre ich einen extremen Wiederspruch, auf der einen Seite beschwerst du dich, dass die Prager Straße Ihren DDR-Charmè verloren hat und bei dem Anbau der Polizei bist du dafür...hä, was nun?
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Old October 14th, 2009, 08:49 PM   #11
tectura
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Nun ja, dabir, du magst die jetzige Form der Prager Straße gut finden, wie sie ist. Und ich sehe in der Straße eine Gesamtanlage, die nur in ihrer damaligen Form ihre Wirkung ganz entfalten konnte. Was z.B. nützt heute noch das Rundkino, wenn es nicht mehr zur Wirkung kommen darf hinter dem Kaufhausbau. Hier bin ich für den Erhalt des ursprünglichen Ensembles. Noch besser wäre natürlich gewesen, wenn man nach dem Krieg die erhaltenen Gebäude nicht abgerisse hätte und die ursprünglichen Parzellen wieder bebaut hätte.
Am Neumarkt ist aufgrund der Frauenkirchenreko zur Steigerung ihrer Wirkung das maßstabsbildende Umfeld unbedingt nötig. Also musste der Polizeianbau weg.

Was ist daran so "hä"?
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Old October 14th, 2009, 10:43 PM   #12
Dakir@DD
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Erstens, ich bestehe auf meinen richtigen Namen

Zweitens, du magst recht haben was den Neumarkt betrifft, da bin ich voll deiner Meinung, aber gerade die Prager Straße mit Ihrem Sozialismus-Charmè sah zum brechen aus und jetzt geht es wenigstens. Ein bissl modernes zwischen die ganzen Betonklopper und es lässt sich halbwegs aushalten.

Na ja, dass "hä" meinte ich so, dass es für mich eine zweigeteilte Einstellung ist oder war, aber ist egal!
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Old October 16th, 2009, 10:08 AM   #13
Dakir@DD
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Stadtrat entscheidet über Planungen für Kulturpalast-Umbau

Im Streit um die weiteren Vorbereitungen zum Umbau des Kulturpalastes muss erneut der Stadtrat entscheiden. Gestern Abend hat der Wirtschaftsförderungs-Ausschuss entschieden, die Tragwerksplanung für das 65 Millionen Euro teure Projekt an das Ingenieurbüro Professor Pfeifer und Partner zu vergeben. Der Auftrag hat ein Volumen von über 1,8 Millionen Euro.

Einen bindenden Beschluss soll auf Betreiben der Linken erst der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung fassen. Dies setzte Fraktions-Chef André Schollbach durch. Kritik für diesen Vorstoß kam von der CDU. Das Kommunalparlament habe bereits einen Grundsatzbeschluss zur Instandsetzung und Modernisierung des Kulturpalasts gefasst, so Steffen Kaden. Hier gehe es wohl darum, „so lange abstimmen zu lassen, bis einem das Ergebnis passt.“

Das von der Stadt favorisierte Büro hatte sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren gegen 17 Bewerber durchgesetzt. Zu seinen Referenzen gehören Projekte für das Deutsche Hygienemuseum und die Stadtbibliothek Nürnberg.

Sächsische Zeitung vom 16. Oktober 2009
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Old October 20th, 2009, 08:20 PM   #14
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Künstler fordern Bau eines neuen Konzerthauses

Im Streit um einen neuen Konzertsaal für Dresden fordern jetzt Dresdner Künstler ein Gipfeltreffen zwischen Stadt und Land. Daran sollen neben der Oberbürgermeisterin und der Kunstministerin auch die Orchestervorstände der Staatskapelle und der Dresdner Philharmonie teilnehmen.

Die Akademie der Künste biete sich als Plattform für diese Gespräche an. Deren 141 Mitglieder hatten sich wiederholt zum Fürsprecher eines neuen Konzerthauses gemacht.

Sie fordern zugleich den Stadtrat auf, ihre Entscheidung für den Umbau des Kulturpalastes zurückzunehmen. Die Räte seien falsch informiert worden.

Sie hatten im Juli 2008 beschlossen, den Palast für 65 Millionen Euro umzubauen. Sowohl die Zahlen als auch der Sinn werden angezweifelt.

Sächsische Zeitung vom 17. Oktober 2009
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Old October 20th, 2009, 08:24 PM   #15
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Es ist zwar nur eine Idee, aber das geplante Konzerthaus sieht nach wie vor zum brechen aus

Welcher "Architekt" verzapft so eine Scheiße, ich kann es echt nicht nachvollziehen
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Old October 20th, 2009, 08:26 PM   #16
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Aufstand Dresdner Künstler

Der Stadtrat soll seinen Beschluss zum Umbau des Kulturpalastes kippen. Das fordern jetzt prominente Dresdner Künstler.

Ein neues Konzerthaus für die Dresdner Philharmonie und die Sächsische Staatskapelle fordern jetzt in einer neuen Petition die Mitglieder der Sächsischen Akademie der Künste. Mit der Forderung verbunden ist die dringende Bitte an den Dresdner Stadtrat, ihren Beschluss zum Umbau des Kulturpalastes zu einem klassischen Konzertsaal zurückzunehmen.

Gipfeltreffen für Konzerthaus

Gefordert haben dies bei einer großen Diskussionsrunde in der Akademie der Künste am späten Donnerstagabend prominente Dresdner Künstler. Die Forderung unterstützen der Dirigent Hartmut Haenchen, der Komponist und frühere Rektor der Musikhochschule Wilfried Krätschmar, der Trompeter Ludwig Güttler, der Pianist Peter Rösel, die Sänger Peter Schreier, Theo Adam und Gunther Emmerlich sowie der Musiker und Konzertveranstalter Bernd Aust.

Der Komponist und Präsident der Akademie, Udo Zimmermann, sagte: „Mit dem ganzen Gewicht der 141 Mitglieder sprechen wir uns für den Bau eines eigenständigen Konzerthauses an prominenter Stelle aus.“ Es müsse jetzt ein Gipfeltreffen zwischen Stadt und Land geben. Daran sollen auch die Orchestervorstände der Sächsischen Staatskapelle und der Dresdner Philharmonie teilnehmen.

Hintergrund der Forderung ist der Streit um den Umbau des Kulturpalastes. Im Juli 2008 hatte der Stadtrat beschlossen, den 1969 eröffneten Kulturpalast für 65Millionen Euro umzubauen. Allerdings gibt es Zweifel, ob diese Summe reicht. Denn die Philharmonie und die auch im Palast angesiedelte „heitere Muse“ benötigen eine Ausweichspielstätte. Ein aktuelles Gutachten beziffert die zu erwartenden Gesamtkosten auf 118Millionen Euro. Ein neues Konzerthaus schlägt in dem Gutachten mit 143Millionen Euro zu Buche - der Anteil der Stadt soll bei 87Millionen Euro, der des Landes bei 56Millionen Euro liegen.

Philharmonie für Kulti-Umbau

Konzertveranstalter Bernd Aust wies an dem Abend darauf hin, dass die Stadträte ihren Beschluss unter völlig falschen Voraussetzungen gefasst hätten. Die Verwaltung habe das Parlament falsch informiert. Deshalb müsse der Rat seinen Beschluss überdenken und neu fassen. Der Komponist und frühere Rektor der Dresdner Musikhochschule, Wilfried Krätzschmar, sprach von einer Grundsatzentscheidung. Es gehe auch um die Frage, ob Dresden als Musikstadt künftig in der ersten Liga mitspielen könne. Deshalb gebe es zu einem neuen Konzerthaus keine Alternative. Die Konzertmeister der Philharmonie hatten dagegen unlängst nachdrücklich für die Umbau-Variante plädiert. Aus der Erfahrung der letzten 20 Jahre könne man sehr wohl zwischen utopischen und realistischen Wünschen unterscheiden.

Der Stadtrat wird in einer seiner nächsten Sitzungen noch einmal Experten zum Kulturpalast-Umbau und zum Konzerthaus anhören. Dies war eine Forderung der FDP. Zugleich sind bisher Bau-Ausschreibungen noch nicht auf den Weg gebracht. Erst soll es das Gipfeltreffen geben.

Sächsische Zeitung vom 17. Oktober 2009

Bild/Planung

So soll der klassische Konzertsaal für die Philharmonie im Kulturpalast aussehen. Für bisher geplante 65 Millionen Euro möchte die Stadt den alten Saal umbauen. Zudem sollen im Kulti die Herkuleskeule und die Stadtbibliothek Platz finden. Für die heitere Muse soll es eine Konzerthalle in der Messe geben. Alles zusammen soll 118 Millionen Euro kosten.
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Old October 20th, 2009, 08:28 PM   #17
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In diesem Falle Scheiß ich auf die sogenannten "Dresdner" Künstler. Wie sehr kann man an Geschmacksverirrung leiden, umso einen häßlichen Neubau zu befürworten?
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Old October 20th, 2009, 08:35 PM   #18
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Bitte etwas die Fäkalsprache zurückhalten, danke


Eigentlich bin ich da ganz bei den Künstlern. Der Kulturpalast darf nicht mehr subventioniert werden, er ist der größte städtebauliche Mißstand Dresdens. Und ein Konzerthaus auf Neustädter Seite wird nicht kommen, da wird der Gegenwind mindestens ebenso heftig wie beim Gewandhaus wehen. Außerdem bieten sich doch eine Reihe von Standorten an, Ostragehege, Heizkraftwerk Mitte, Wiener Loch... Genug Platz hat Dresden.
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Old October 20th, 2009, 08:51 PM   #19
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Originally Posted by erbse View Post
Bitte etwas die Fäkalsprache zurückhalten, danke .
Och nö erbse, dass geplante Konzerthaus ist aber einfach zum bre***

Eigentlich müsste man die Sachsenbau in Chemnitz mal anschreiben, ob sie das Projekt "Kulturpalast" nicht wieder aufleben lassen können *Träum*!

Das Heizkraftwerk ist ja aber schon für die Staatsoperette und das TJG verplant, da kannst du nicht noch mehr reinknallen. Das Ostragehege wird in den nächsten Jahren mit vielen Milliönchen zur Sportstadt ausgebaut und das Problem "Wiener Loch" werden wir wohl bald zuschütten. Außerdem reichen die Parkplätze in der Tiefgarage nicht aus und es kann dort keine weitere gebaut werden.
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Old October 20th, 2009, 08:57 PM   #20
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Stadt hält an "Kulti-Umbau" fest

Im Streit um die Zukunft des Kulturpalastes in Dresden hält die Verwaltung an den bisherigen Umbauplänen fest. Im November soll der Stadtrat über mehrere Vorlagen zu dem 65-Millionen-Euro-Projekt befinden, teilte die Verwaltung am Montag mit. Im Kern geht es um einen akustisch guten Saal für die Philharmonie.

Außerdem soll der 1969 eröffnete Kulturpalast künftig das Kabarett Herkuleskeule und die städtische Bibliothek aufnehmen. Das Projekt ist umstritten. Viele Musikfans und Veranstalter wünschen sich stattdessen ein neues Konzerthaus für die Philharmonie und die landeseigene Staatskapelle Dresden. Dazu müsste es allerdings eine Einigung zwischen Stadt und Land geben.

Linke legt Fünf-Punkte-Plan vor

Kritik am Umbau kommt auch von den Linken im Stadtrat, die jetzt einen Fünf-Punkte-Plan für den Neubau eines Konzerthauses vorgelegt haben. „Unser Ziel ist der Erhalt des Kulturpalastes mit multifunktionalem Saal sowie der Neubau eines eigenständigen Konzerthauses“, sagte Fraktionschef André Schollbach nach einer Klausur am Wochenende.

Die Linke fordert eine breite Debatte zwischen Rat, Verwaltung und Einwohnern. Die Spaltung der Dresdner wie bei der Waldschlößchenbrücke müsse vermieden werden. Die Fraktion warf der Verwaltung vor, den Umbau – der auf rund 65 Millionen Euro veranschlagt wird – schönzurechnen. Vertreter von Stadt und Land müssten an einen Tisch, um über die Finanzierung eines gemeinsamen Konzerthauses zu verhandeln. Dazu benötige es einer neuen Grundsatzentscheidung des Rates.

Die Stadt dagegen verweist darauf, dass der Umbau im Grundsatz beschlossen ist um im Gegensatz zu einem Neubau förderfähig sei. Zudem müsse saniert werden, da sonst die Betriebsgenehmigung nicht mehr erteilt werde.

Sächsische Zeitung vom 19. Oktober 2009
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