search the site
 daily menu » rate the banner | guess the city | one on oneforums map | privacy policy | DMCA | news magazine | posting guidelines

Go Back   SkyscraperCity > European Forums > Deutschsprachiges Wolkenkratzer Forum > Deutschland - Urbane Zentren > Hannover > ÖPNV & Verkehr



Global Announcement

As a general reminder, please respect others and respect copyrights. Go here to familiarize yourself with our posting policy.


Reply

 
Thread Tools
Old September 7th, 2017, 04:43 PM   #761
Pianissimo
Registered User
 
Join Date: Jul 2014
Posts: 1,004
Likes (Received): 19

Quote:
Originally Posted by Amarok View Post
Ui, das würde ich aber schnell mal wieder löschen. Ich glaube kaum, dass die Üstra gerne hören würde, dass sie betrügt. Soll ich das mal weiterleiten? Die Üstra muss sich schon lange genug mit Ihren aufgestachelten Halbwahrheiten in -zig Foren und mit -zig Accounts herumschlagen, da wäre so ein Aufhänger doch passend.
Der Üstra-Vorstand hat derzeit genug damit zu tun, sich gegen Vorwürfe (betreff Unregelmäßigkeiten bei Vergabeverfahren und möglicherweise zu Unrecht ausgezahlte Mitarbeiterboni) zu wehren.

Die Spekulationen darüber, dass ein angeblich preiswerterer Tunnelbetrieb doch eigentlich zu Kostensenkungen führen müsste, der dann doch eigentlich auch an die Kunden in Form niedrigerer Fahrpreise weitergebenen werden müsste, steht auf einem anderen Papier. Da musst du deinen "Säulenheiligen" vor nichts und niemand schützen. (Oder müsste es heißen, da kommt's dann auch nicht mehr drauf an?)

M. E. führt ein Tunnelbetrieb nicht zu Kostenersparnissen. Denn der Tunnelbetrieb ist mit hohen Betriebskosten verbunden, die zum Teil bei einem oberirdischen Betrieb, bei dem auf Sicht gefahren wird, nicht anfallen. Aber spätestens, wenn die immensen Investitionskosten und Bauerhaltungskosten für Tunnelstrecken und Stationen mit gerechnet werden, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Es ergibt sich also so oder so keinen Spielraum für Fahrpreissenkungen.

Hinter dem U-Bahn/Stadtbahntunnelbau steht eine andere Rechnung: Ein wesentlicher Grund für den U-Bahn/Stadtbahntunnelbau ist es oberirdisch Platz zu schaffen für mehr Autoverkehr, weil sich die Politik daraus großartige Impulse für das "Autoland Nummer Eins" (Zitat Merkel, Weil, Kretschmer) verspricht. Und wie sehr sich die Politik den Autoproduzenten verpflichtet fühlt, kann man doch von einem zum nächsten Dieselgipfel beobachten.

Inzwischen geht der Bund her und stellt so eine Art Schmiergeldzahlung dafür in Aussicht, dass sich die Stadtoberen schön ruhig verhalten, wenn der angeblich "segensreiche" MIV den Bürgern weiter die tägliche Atemgiftdosis verabreicht. Bleibt wohl wirklich nur noch die Hoffnung darauf, dass Gerichte dieses schmutzige Spiel abbrechen!

Aber die Partei, die laut Wahlplakat verspricht, dass "Wirtschaftspolitik endlich wieder verfügbar" sein wird, wenn man sie wählt, baut ja auch in diese Richtung schon vor und will ganz einfach die NOx-Grenzwerte nach oben korrigieren. Das wird freilich dem verunsicherten Diesel-PKW-Fahrer sehr angenehm im Ohr klingen.
Pianissimo no está en línea   Reply With Quote

Sponsored Links
Old September 7th, 2017, 07:07 PM   #762
Amarok
Netter Wadenbeißer
 
Amarok's Avatar
 
Join Date: Mar 2009
Posts: 3,759
Likes (Received): 1280

Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Da musst du deinen "Säulenheiligen" vor nichts und niemand schützen.
Meine Herrn, hast Du einen Sockenschuss. Ich habe mit der Üstra nichts am Hut. Und ewig dieselbe Leier vom "Tunnel schafft nur Platz für Autos" , das ist schon pathologisch.
Amarok no está en línea   Reply With Quote
Old September 8th, 2017, 09:07 AM   #763
Oststädter
Registered User
 
Join Date: Jan 2012
Posts: 1,319
Likes (Received): 214

Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Der Üstra-Vorstand hat derzeit genug damit zu tun, sich gegen Vorwürfe (betreff Unregelmäßigkeiten bei Vergabeverfahren und möglicherweise zu Unrecht ausgezahlte Mitarbeiterboni) zu wehren.
Zusammenfassung: Wenn ich keine Argumente habe, werfe ich einfach Nebelkerzen und diffamiere die Menschen die ich nicht mag.
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Die Spekulationen darüber, dass ein angeblich preiswerterer Tunnelbetrieb doch eigentlich zu Kostensenkungen führen müsste, der dann doch eigentlich auch an die Kunden in Form niedrigerer Fahrpreise weitergebenen werden müsste, steht auf einem anderen Papier. Da musst du deinen "Säulenheiligen" vor nichts und niemand schützen. (Oder müsste es heißen, da kommt's dann auch nicht mehr drauf an?)
Die implizierst hier eine Kausalität die so einfach nicht gegeben ist.

Selbst wenn sich die Stadt durch die Ersparnisse durch den Tunnelbetrieb nur die Taschen vollstopfen will wäre der Betrieb günstiger. Es gibt keinen zwingenden Grund dies an den Fahrpreisen zu sehen.
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
M. E. führt ein Tunnelbetrieb nicht zu Kostenersparnissen. Denn der Tunnelbetrieb ist mit hohen Betriebskosten verbunden, die zum Teil bei einem oberirdischen Betrieb, bei dem auf Sicht gefahren wird, nicht anfallen.
Durch die kürzere Fahrzeit sind weniger Umläufe notwendig.

Dies spart Fahrzeuge und Personalkosten.

Durch die Möglichkeit in engen Bereichen unterirdische Stationen anzulegen ist es möglich längere Züge einzusetzten. Nur aus diesem Grund wird ja 10/17 nicht für 3-Wagen-Züge ausgebaut.

Längere Züge ermöglichen noch einmal niedrigere Personalkosten bei gleicher Transportkapazität.
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Aber spätestens, wenn die immensen Investitionskosten und Bauerhaltungskosten für Tunnelstrecken und Stationen mit gerechnet werden, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Es ergibt sich also so oder so keinen Spielraum für Fahrpreissenkungen.
Wie gesagt sind Fahrpreissenkungen gar nicht das Ziel.

Aber das diese Rechnung aufgeht belegt das Intraplangutachten zu Projekt 10/17 eindeutig. Nicht ohne Grund ist der Reamortisierungszeitraum für die Oberflächenvariante länger als sie es für den Tunnel gewesen wäre.
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Hinter dem U-Bahn/Stadtbahntunnelbau steht eine andere Rechnung: Ein wesentlicher Grund für den U-Bahn/Stadtbahntunnelbau ist es oberirdisch Platz zu schaffen für mehr Autoverkehr...
Die gebauten Tunnel sprechen eine grundsätzlich andere Sprache, aber hier hat deine Platte halt einen Sprung den man nicht mehr weg bekommt.
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
...weil sich die Politik daraus großartige Impulse für das "Autoland Nummer Eins" (Zitat Merkel, Weil, Kretschmer) verspricht.
Reine Spekulation und dazu noch offensichtlich falsch.
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Und wie sehr sich die Politik den Autoproduzenten verpflichtet fühlt, kann man doch von einem zum nächsten Dieselgipfel beobachten.
Das ist zwar richtig, hat aber nichts mit der Stadtbahn zu tun.
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Inzwischen geht der Bund her und stellt so eine Art Schmiergeldzahlung dafür in Aussicht, dass sich die Stadtoberen schön ruhig verhalten, wenn der angeblich "segensreiche" MIV den Bürgern weiter die tägliche Atemgiftdosis verabreicht. Bleibt wohl wirklich nur noch die Hoffnung darauf, dass Gerichte dieses schmutzige Spiel abbrechen!
Billige Polemik!
Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Aber die Partei, die laut Wahlplakat verspricht, dass "Wirtschaftspolitik endlich wieder verfügbar" sein wird, wenn man sie wählt, baut ja auch in diese Richtung schon vor und will ganz einfach die NOx-Grenzwerte nach oben korrigieren. Das wird freilich dem verunsicherten Diesel-PKW-Fahrer sehr angenehm im Ohr klingen.
Was auch mal so gar nichts mit dem Thema zu tun hat.

Ich finde diesen Lösungsvorschlag auch ein bisschen schlicht, allerdings muss man auch feststellen, dass die Grenzwerte in Büroräumen (in denen man sich ja viel länger aufhält als im Straßenraum) um ein Vielfaches höher ist. Das hat schon ein bisschen ein Geschmäckle.
__________________

Amarok, Vahrenheidener liked this post
Oststädter no está en línea   Reply With Quote
Old September 10th, 2017, 07:45 PM   #764
IPimpYourFahrrad
Schnellfahrer
 
IPimpYourFahrrad's Avatar
 
Join Date: Feb 2012
Location: 52° 22´ N / 9° 43´ O
Posts: 4,334
Likes (Received): 581

Studie: Menschen wollen im Auto lieber selbst die Kontrolle haben

Quote:
Studie: Menschen wollen im Auto lieber selbst die Kontrolle haben


Das Auto der Zukunft soll ganz alleine fahren können – am Steuer müsste dann niemand mehr sitzen. Besonders begeistert sind die Menschen in Deutschland von dieser Vorstellung aber nicht, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Mehr hier:
https://www.heise.de/newsticker/meld...n-3826003.html
IPimpYourFahrrad está en línea ahora   Reply With Quote
Old September 11th, 2017, 07:07 AM   #765
Oststädter
Registered User
 
Join Date: Jan 2012
Posts: 1,319
Likes (Received): 214

Die Zahlen verwundern mich nicht wirklich.

Die Leute stehen revolutionären neuen Konzepten gegenüber immer erstmal skeptisch gegenüber.

Das gibt sich allerdings immer schnell wenn sich zeigt, dass es funktioniert.

Es ist eigentlich egal wo man da hin schaut.

Die Eisenbahn, das Auto, das Smartphone, sogar das Fahrrad.

Am Ende hat sich alles durchgesetzt. Ich denke die Verkehrswende lässt sich auch von den lautesten Bewahrern des Status Quo nicht mehr aufhalten. Ich denke die Situation ist vom Effekt her mit der Einführung der Eisenbahn oder des Autos vergleichbar. In 20 Jahren wird man den Straßenverkehr nicht mehr wiedererkennen.
Oststädter no está en línea   Reply With Quote
Old September 11th, 2017, 08:32 AM   #766
IPimpYourFahrrad
Schnellfahrer
 
IPimpYourFahrrad's Avatar
 
Join Date: Feb 2012
Location: 52° 22´ N / 9° 43´ O
Posts: 4,334
Likes (Received): 581

Na dann will ich mal hoffen das es bei den Autonomen Autos auch einen Raser&Drängler Modus gibt.
Und ja, ich warte auch schon auf das erste Autonome Zweirad!
IPimpYourFahrrad está en línea ahora   Reply With Quote
Old September 13th, 2017, 03:45 PM   #767
stadtfeld
Registered User
 
Join Date: Jun 2017
Posts: 282
Likes (Received): 22

Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Ich hatte dir doch klar gesagt, was du den Vertetern der Parteien an den Wahlkamfständen sagen musst, um ihnen eine blümerante Zukunftsperspektive vom autonom fahrenden Elektroauto abzuringen.
Interessant, wie Leute immer wieder glauben, der technische Fortschritt unterliegt dem Wohlwollen von politischen Parteien. Es ist ein wenig so, als würde Trump beschließen wollen, dass der Hurricane IRMA nicht über Florida zieht.

Egal, wie wir es finden, autonomes Fahren wird die Mobilität nachhaltig verändern, schneller und nachhaltiger, als es sich die meisten heute vorstellen mögen.

Das wird auch den ÖPNV drastisch verändern und vollkommen neue Formen hervorbringen. Leider dürfte dabei wohl der klassische ÖPNV eher zu den Verlierern zählen und Fragen wie der Bau des D-Tunnels würden sich in Hannover dann nicht mehr stellen.

Und um es nochmal deutlich zu sagen, dies wird keine Frage sein, ob es Politikern oder uns gefällt. Es wird passieren.
stadtfeld no está en línea   Reply With Quote
Old September 13th, 2017, 04:12 PM   #768
Pianissimo
Registered User
 
Join Date: Jul 2014
Posts: 1,004
Likes (Received): 19

Quote:
Originally Posted by stadtfeld View Post
Interessant, wie Leute immer wieder glauben, der technische Fortschritt unterliegt dem Wohlwollen von politischen Parteien. Es ist ein wenig so, als würde Trump beschließen wollen, dass der Hurricane IRMA nicht über Florida zieht.

Egal, wie wir es finden, autonomes Fahren wird die Mobilität nachhaltig verändern, schneller und nachhaltiger, als es sich die meisten heute vorstellen mögen.

Das wird auch den ÖPNV drastisch verändern und vollkommen neue Formen hervorbringen. Leider dürfte dabei wohl der klassische ÖPNV eher zu den Verlierern zählen und Fragen wie der Bau des D-Tunnels würden sich in Hannover dann nicht mehr stellen.

Und um es nochmal deutlich zu sagen, dies wird keine Frage sein, ob es Politikern oder uns gefällt. Es wird passieren.
Es gibt Länder, die immer noch auf Atomkraft setzen, um Strom zu produzieren. Und es gibt Länder, die dabei sind, sich davon zu verabschieden oder schon verabschiedet haben oder noch nie auf Atomkraft gesetzt haben. Und das soll nichts mit Politik zu tun haben???

Das sehe ich anders!

Auch bei den Autos gibt es durchaus unterschiedliche Herangehensweisen, wie damit umgegangen wird. Siehe Dieselskandal. In Deutschland vertrat die Politik lange Zeit die Strategie, der Dieselmotor in PKW ist eine wichtige Brückentechnik auf die wir noch lange angewiesen sein werden.
Hintergrund ist, dass besonders schwere und antriebsstarke Fahrzeuge (Stichwort SUV) mit Dieselmotoren niedrigere CO2-Werte haben als gleichschwere und gleichstarke Fahrzeuge mit Dieselmotoren. Und niedrige CO2-Grenzwerte sollten den CO2-Ausstoß begrenzen.

Hätte ja auch fast funktioniert, wenn nicht gleichzeitig die Hersteller so massiv betrogen hätten und die Politik ihnen so viel Spielraum dafür gelassen hätte. Und wenn der ganze Schwindel nicht ausgerechnet im Autoland Nummer Eins der Welt, in den USA zuerst aufgeflogen wäre.

Aber vielleicht kannst du mir ja das Ganze erklären, ohne dem Faktor Politik dabei irgendeinen Einfluss zuzugestehen?
Pianissimo no está en línea   Reply With Quote
Old September 13th, 2017, 04:31 PM   #769
Pianissimo
Registered User
 
Join Date: Jul 2014
Posts: 1,004
Likes (Received): 19

Quote:
Originally Posted by IPimpYourFahrrad View Post
Studie: Menschen wollen im Auto lieber selbst die Kontrolle haben
Das Auto der Zukunft soll ganz alleine fahren können – am Steuer müsste dann niemand mehr sitzen. Besonders begeistert sind die Menschen in Deutschland von dieser Vorstellung aber nicht, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Mehr hier:
https://www.heise.de/newsticker/meld...n-3826003.html
Wie ich bereits weiter oben schrieb, erkenne ich in autonom fahrenden Fahrzeugen durchaus eine Chance, die Verkehrs- und Umweltbelastung in den Städten zu senken. Allerdings gleube ich nicht, dass diese Chance tatsächlich genutzt werden wird.

Die Chance, die ich sehe, ist, dass Fahrgäste mit einer Handyapp ein autonom fahrendes Auto zu ihrem Standpunkt bestellen können und dabei das Fahrtziel angeben. Das nächste Fahrzeuge mit freien Sitzplätzen und einem ähnlichen oder demselben Ziel holt dann den Fahrgast dort ab wo er steht.

Genau das wird ab Oktober in Hannover getestet werden. Allerdings (noch) nicht mit autonom fahrenden Fahrzeugen sondern mit Fahrzeugen, die von einem Fahrer gelenkt werden: "In Hannover wird sich eine Weltpremiere abspielen: Ab Oktober können 3500 ausgewählte Nutzer VW-Busse per App bestellen und sich von der Volkswagen-Tochter Moia zum gewünschten Ziel in der Stadt fahren lassen. Ein Computer berechnet die Route."
Quelle: "VW-Tochter testet modernes Sammeltaxi in Hannover" in HAZ vom 11.9.2017, http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...xi-in-Hannover

Meines Erachtens könnte das rein technisch funktionieren und würde mit autonom fahrenden Fahrzeugen und einer Beteiligungsmöglichkeit aller Stadtbewohner auch betriebswirtschaftlich darstellbar sein mit Preisen, die über den ÖPNV- aber unter den Taxipreisen liegen. So heißt es auch im Artikel. Aber ich glaube nicht, dass die Menschen davon wirklich so regen Gebrauch machen werden, dass sich das Modell tatsächlich einmal rechnen wird, so dass zu befürchten ist, dass zusätzlich zum ÖPNV für ein ÖPNV-ähnliches Angebot Subventionen bezahlt werden. Und wozu das Ganze?
Na klar, damit die Straßen entlastet werden für die "richtigen" Autofahrer.

Interessant wird auf längere Sicht betrachtet auch die Antwort auf die Frage sein, wer gegenüber wem in der Verkehrsabwicklung bevorzugt sein wird. Es ist ja leider längst nicht so, dass völliges Einvernehmen dahingehend herrscht, dass die Ampelvorrangschaltung für den ÖPNV und die vorrangige Verkehrsabwicklung der ÖPNV-Fahrzeuge von allen Seiten die volle Zustimmung hat. Besonders rechtspopulitische Parteien, wie die AfD oder die Hannoveraner haben im letzten Kommunalwahlkampf sehr energisch damit für sich geworben, dass sie die ÖPNV-Vorrangschaltung abschalten wollen. Und auch aus CDU- und FDP-Kreisen kommen immer wieder mal dem entsprechende Forderungen. (Man will ja diese Wahlkampfversprechen nicht alleine den Rechtspopulisten überlassen.) Selbst die SPD tut sich bisweilen schwer mit einem klaren Bekenntnis zur Ampelvorrangschaltung für den ÖPNV.

Last edited by Pianissimo; September 13th, 2017 at 04:40 PM.
Pianissimo no está en línea   Reply With Quote
Old September 13th, 2017, 05:24 PM   #770
stadtfeld
Registered User
 
Join Date: Jun 2017
Posts: 282
Likes (Received): 22

Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Es gibt Länder, die immer noch auf Atomkraft setzen, um Strom zu produzieren. Und es gibt Länder, die dabei sind, sich davon zu verabschieden oder schon verabschiedet haben oder noch nie auf Atomkraft gesetzt haben. Und das soll nichts mit Politik zu tun haben???

Das sehe ich anders!

Auch bei den Autos gibt es durchaus unterschiedliche Herangehensweisen, wie damit umgegangen wird. Siehe Dieselskandal. In Deutschland vertrat die Politik lange Zeit die Strategie, der Dieselmotor in PKW ist eine wichtige Brückentechnik auf die wir noch lange angewiesen sein werden.
Hintergrund ist, dass besonders schwere und antriebsstarke Fahrzeuge (Stichwort SUV) mit Dieselmotoren niedrigere CO2-Werte haben als gleichschwere und gleichstarke Fahrzeuge mit Dieselmotoren. Und niedrige CO2-Grenzwerte sollten den CO2-Ausstoß begrenzen.

Hätte ja auch fast funktioniert, wenn nicht gleichzeitig die Hersteller so massiv betrogen hätten und die Politik ihnen so viel Spielraum dafür gelassen hätte. Und wenn der ganze Schwindel nicht ausgerechnet im Autoland Nummer Eins der Welt, in den USA zuerst aufgeflogen wäre.

Aber vielleicht kannst du mir ja das Ganze erklären, ohne dem Faktor Politik dabei irgendeinen Einfluss zuzugestehen?
Ich habe nicht gesagt, die Politik hat keinen Einfluss. Ich habe gesagt, sie wird es nicht verhindern können. Wenn sie das akzeptiert, wird sie sich einen gewissen Einfluss erhalten können.

Der Unterschied zur Atomkraft ist, dass es dabei um eine grundsätzliche politische Frage geht, nicht um eine Frage von Komfort und persönlichem Nutzen. Letztlich ist der Strom aus der Steckdose erstmal gleich, egal woher er kommt. Würde es aber zum Atomstrom keine Alternativen geben, wäre den Leuten das Risiko wahrscheinlich ziemlich egal.

Mobilität ist wie Kommunikation ein Grundbedürfnis. Mit dem autonomen Fahren wird es eine deutliche Steigerung des Komforts geben, eine technische Revolution. Diese wird sich nicht aufhalten lassen und im Ergebnis auch nicht die damit verbundenen drastischen Veränderungen.

Das ist vergleichbar mit Internet, Mobilfunk usw.

Für den klassischen ÖPNV dürften dann harte Zeiten anbrechen. Aber das ist halt so, schließlich fährt ja heute auch keiner mehr mit der Pferdekutsche herum, außer zum Spaß.
stadtfeld no está en línea   Reply With Quote
Old September 13th, 2017, 05:32 PM   #771
stadtfeld
Registered User
 
Join Date: Jun 2017
Posts: 282
Likes (Received): 22

Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Na klar, damit die Straßen entlastet werden für die "richtigen" Autofahrer.
Mit Ideologie kommst du hier nicht weiter. "Richtige Autofahrer" wird es in ca. 30 Jahren Jahren nur noch irgendwo auf Spaßstrecken geben. Für alle anderen dürfte sich nur noch die Frage stellen, mit wie vielen Menschen sie sich das autonom fahrende Transportmittel teilen und wie weit sie zum einsteigen laufen müssen bzw. wie nah es sie an das gewünschte Ziel bringt.

Und das wiederum wird leider wie so oft eine reine Frage des Geldes sein.
stadtfeld no está en línea   Reply With Quote
Old September 20th, 2017, 07:07 PM   #772
IPimpYourFahrrad
Schnellfahrer
 
IPimpYourFahrrad's Avatar
 
Join Date: Feb 2012
Location: 52° 22´ N / 9° 43´ O
Posts: 4,334
Likes (Received): 581

Verkehr: Das sind die neuen Tempo-30-Zonen in Hannover

Quote:
Verkehr
Das sind die neuen Tempo-30-Zonen in Hannover

Die Hannoveraner werden künftig auf vielen neuen Straßenabschnitten vom Gas gehen müssen. An 130 Standorten von Schulen, Kindergärten, Kliniken und Altenheimen richtet die Stadtverwaltung künftig eine Tempo-30-Zone ein. 750 Einrichtungen seien überprüft worden, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann.
Mehr hier:
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...en-Altenheimen
IPimpYourFahrrad está en línea ahora   Reply With Quote
Old September 21st, 2017, 04:40 PM   #773
IPimpYourFahrrad
Schnellfahrer
 
IPimpYourFahrrad's Avatar
 
Join Date: Feb 2012
Location: 52° 22´ N / 9° 43´ O
Posts: 4,334
Likes (Received): 581

Modellregion: So will Hannover wachsenden Lieferverkehr bewältigen

Quote:
Modellregion
So will Hannover wachsenden Lieferverkehr bewältigen

Weil Onlinehandel und Anlieferverkehr eine wachsende Verkehrsbelastung in den Städten mit sich bringen, sind neue Konzepte gefragt. Hannover soll in den kommenden drei Jahren wegweisende Ideen entwickeln.
Mehr hier, vorübergehend hinter dem €:
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...-Lieferverkehr
IPimpYourFahrrad está en línea ahora   Reply With Quote
Old Today, 11:12 AM   #774
Pianissimo
Registered User
 
Join Date: Jul 2014
Posts: 1,004
Likes (Received): 19

Quote:
Originally Posted by stadtfeld View Post
Mobilität ist wie Kommunikation ein Grundbedürfnis. Mit dem autonomen Fahren wird es eine deutliche Steigerung des Komforts geben, eine technische Revolution. Diese wird sich nicht aufhalten lassen und im Ergebnis auch nicht die damit verbundenen drastischen Veränderungen.

Das ist vergleichbar mit Internet, Mobilfunk usw.

Für den klassischen ÖPNV dürften dann harte Zeiten anbrechen. Aber das ist halt so, schließlich fährt ja heute auch keiner mehr mit der Pferdekutsche herum, außer zum Spaß.

Das hört sich jetzt so an wie das hier. "Weil der Smart nach Überzeugung der Entwickler bis dorthin (Ende des nächsten Jahrzehnts) nicht nur elektrisch, sondern auch autonom fahren kann, haben die Designer zum ersten Mal bei einem Modell aus dem Daimler-Konzern ganz auf Lenkrad und Pedale verzichtet und auch alle anderen Bedienelemente weggelassen. Stattdessen steuert man den kugelrunden Zweisitzer mit seinen 2,69 Metern komplett mit einer App auf dem Smartphone: "Über sie wird der Wagen bestellt und das Fahrziel eingegeben", sagt Produktmanager Rouven Remp." SZ vom 30.8.2017 http://www.sueddeutsche.de/news/wirt...0830-99-844439
Aber wo genau ist da der Raumgewinn im Verkehr, oder anders rum gefragt, wie soll damit Verkehrsfläche eingespart werden oder Verkehr "verflüssigt" werden?
Es fallen vermutlich einige Auto-Stellplätze weg, aber in den Verkehrsspitzen, wenn eine große Nachfrage besteht, dann brauchst du viele dieser Fahrzeuge, in den verkehrsschwächeren Zeiten nur wenige, wo stehen dann die anderen herum, die nicht gebraucht werden oder sollen die einfach leer durch die Gegend fahren?
Und im Fahrverkehr kann ich keine Flächenersparnis erkennen, da auch diese autonomen Fahrzeuge Platz zum Fahren bräuchten. Und zwar deutlich vielmehr Platz, bei deutlich geringerer Personentransportkapazität als der ÖPNV.

Last edited by Pianissimo; Today at 04:02 PM.
Pianissimo no está en línea   Reply With Quote
Old Today, 03:22 PM   #775
Nixblicker
Big Polster is watching u
 
Nixblicker's Avatar
 
Join Date: Feb 2012
Posts: 5,629
Likes (Received): 411

Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Aber wo genau ist da der Raumgewinn im Verkehr, oder anders rum gefragt, wie soll damit Verkehrsfläche eingespart werden oder Verkehr "verflüssigt" werden?
Durch einen geringeren Abstand, der bei "nicht-autonomem Fahren" nicht möglich wäre. Wenn die Fahrzeuge des ÖPNV das irgendwann auch können, dann kann der ÖPNV vermutlich auch wieder mehr als der MIV, wenn es denn genug Fahrzeuge gäbe.
__________________
Super S-Bahn,
super Stadtbahn,
super Bus,
supergeil!
Nixblicker no está en línea   Reply With Quote
Old Today, 03:55 PM   #776
Pianissimo
Registered User
 
Join Date: Jul 2014
Posts: 1,004
Likes (Received): 19

Quote:
Originally Posted by Nixblicker View Post
Durch einen geringeren Abstand, der bei "nicht-autonomem Fahren" nicht möglich wäre. Wenn die Fahrzeuge des ÖPNV das irgendwann auch können, dann kann der ÖPNV vermutlich auch wieder mehr als der MIV, wenn es denn genug Fahrzeuge gäbe.

Diese Verringerung des Abstandes wird im Stadtverkehr nicht funktionieren. Zumindest solange sich noch konventionelle Fahrzeuge zwischen den autonom fahrenden Fahrzeugen befinden. (Du schreibst ja selbst, "wenn es genug Fahrzeuge gäbe.) Wenn sich das nach einer Übergangsphase ändern soll, dann reicht es vermutlich nicht aus, auf Freiwilligkeit bei der Umstellung zu setzen. Wenn ich mir anschaue, wie schwer sich Politik damit tut, die vermeintlichen Freiheiten der Autofahrer anzutasten, dann muss wohl damit gerechnet werden, dass eine Umstellung auf autonom fahrende Fahrzeuge misslingen wird. Das Automobil würde zum Automaten und der leidet dann an mangelnder Akzeptanz.


Aber auch wenn irgendwann alle im Stadtverkehr sich befindlichen Fahrzeuge vernetzt sein sollten, die Reaktions- und Bremswege bei niedrigen Stadtverkehr-Geschwindigkeiten sind ohnehin schon gering im Vergleich zu den relativ hohen Geschwindigkeiten auf Schnellstraßen. Und Stoßstange an Stoßstange fahren auch autonom fahrende Fahrzeuge nicht. Der Zugewinn an Verkehrsfläche rechnet sich vermutlich erst bei höheren Geschwindigkeiten. Also in dem Bereich, in dem heute leider zu oft mit zu geringen Abständen gefahren wird. Zumindest könnten durch weit verbreitete autonom fahrende Autos die Unfallzahlen zurückgehen.


Gibt's dazu eigentlich bereits seriöse Berechnungen?
Pianissimo no está en línea   Reply With Quote
Old Today, 05:43 PM   #777
Nixblicker
Big Polster is watching u
 
Nixblicker's Avatar
 
Join Date: Feb 2012
Posts: 5,629
Likes (Received): 411

Quote:
Originally Posted by Pianissimo View Post
Diese Verringerung des Abstandes wird im Stadtverkehr nicht funktionieren. Zumindest solange sich noch konventionelle Fahrzeuge zwischen den autonom fahrenden Fahrzeugen befinden. (Du schreibst ja selbst, "wenn es genug Fahrzeuge gäbe.)
Das war auf den ÖPNV bezogen, nicht auf den MIV. Wobei ich mich da geirrt habe, denn der Abstand zwischen den ÖPNV-Fahrzeugen ist maßgeblich von der Zeit des Haltestellenaufenthalts bestimmt. Von daher werden wohl zumindest Bahnen immer mindestens so 30sec Abstand haben.

Ja, die vorhandenen nicht-autonom fahrenden Fahrzeuge schmälern die enormen möglichen Effekte. Aber ein Effekt wird ab einem gewissen Anteil autonomer Fahrzeuge messbar und spürbar sein. Wenn jedes 100ste Fahrzeug autonom fährt, dann kann jeder 10.000ste Fahrzeugabstand deutlich verringert werden, was auf den Verkehrsfluss keine messbare Auswirkung hat. Wenn jedes 10te Fahrzeug autonom fährt, dann kann jeder 100ste Fahrzeugabstand deutlich verringert werden, was auch noch keinen wirklichen Effekt hat, was im Berufsverkehr aber immerhin schon hier und da sichtbar wird. Wenn aber jedes dritte Fahrzeug autonom fährt, dann kann jeder neunte Fahrzeugabstand deutlich verringert werden, da wird's dann allmählich messbar. Wenn jedes zweite Fahrzeug autonom fährt, dann kann jeder vierte Fahrzeugabstand deutlich verringert werden,das ist dann deutlich spürbar. Da kommen dann schon mehr Fahrzeuge in einer Grünphase über die Kreuzung.
__________________
Super S-Bahn,
super Stadtbahn,
super Bus,
supergeil!
Nixblicker no está en línea   Reply With Quote


Reply

Thread Tools

Posting Rules
You may not post new threads
You may not post replies
You may not post attachments
You may not edit your posts

BB code is On
Smilies are On
[IMG] code is On
HTML code is Off

Related topics on SkyscraperCity


All times are GMT +2. The time now is 08:44 PM.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 Beta 4
Copyright ©2000 - 2017, vBulletin Solutions Inc.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.

vBulletin Optimisation provided by vB Optimise (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.

SkyscraperCity ☆ In Urbanity We trust ☆ about us | privacy policy | DMCA policy

Hosted by Blacksun, dedicated to this site too!
Forum server management by DaiTengu