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Old June 6th, 2010, 12:56 AM   #1
steve5
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Andermatt Swiss Alps



Über das Projekt

Andermatt – ein etablierter Wintersportort am Fusse des Gotthardmassivs in der Schweiz – wird durch die Erweiterung mit Andermatt Swiss Alps eine exklusive Ganzjahres-Feriendestination, die massgeschneiderte Immobilien-, Hotel- und Freizeitangebote für vielfältigste Bedürfnisse bietet.

Andermatt Swiss Alps umfasst sechs neue Hotels im 4- und 5-Sterne-Segment, rund 500 grosszügige Wohnungen in 42 Häusern sowie 25 Villen. Andermatt Swiss Alps fügt sich unmittelbar an den bestehenden Ort an. Der historische Kern von Andermatt ist zu Fuss erreichbar. „Alt“ und „Neu“ bilden ein harmonisches Ganzes.

Ergänzt wird das breite Immobilien-Angebot durch modernste Sport- und Freizeitanlagen für alle Bedürfnisse.

Der erste Spatenstich erfolgte am 26. September 2009. Der Hauptteil der Bauarbeiten wird im Frühling 2010 beginnen. Der Golfplatz soll 2013 eröffnet werden, Hotel The Chedi Andermatt in der Wintersaison 2013/14 in Betrieb gehen, und die ersten Wohnungen werden ihren Besitzern voraussichtlich 2013/2014 übergeben.

Website: www.andermatt-swissalps.ch

Übersicht:





Projekte:









Video:

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Old August 17th, 2010, 08:29 PM   #2
steve5
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SF DOK vom 16.08.2010: Das Wunder von Andermatt
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Old August 31st, 2010, 09:22 PM   #3
steve5
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Medienmitteilung

Altdorf, 31. August 2010:

Andermatt Swiss Alps feiert Grundsteinlegung

In Anwesenheit der Bevölkerung des Urserntals und zahlreicher Gäste betonierte Samih Sawiris am Dienstag, 31. August 2010, auf dem Gelände des künftigen Hotel The Chedi Andermatt den Grundstein für Andermatt Swiss Alps ein. Damit wurde die Basis für die grösste, integrierte Feriendestination im Alpenraum gelegt.

„Planung ist wichtig, aber erst, wenn betoniert wird, ist ein Projekt für mich so richtig spannend!“, sagte Samih Sawiris, Chairman und CEO von Orascom Development, im Frühling, als die ersten Baumaschinen in Andermatt auffuhren. (Orascom Development ist die Muttergesellschaft der Andermatt Swiss Alps AG, die im Schweizer Alpendorf Andermatt die grösste, integrierte Feriendestination im Alpenraum realisiert). Am Dienstagabend, 31. August 2010, war Samih Sawiris persönlich für die Einbetonierung des Grundsteins von Andermatt Swiss Alps besorgt und versenkte im Rahmen eines feierlichen Aktes eine mit Zeitdokumenten gefüllte Plexiglaskiste im Baugrund. Glückwünsche für ein gutes Gelingen von Andermatt Swiss Alps überbrachten die Urner Regierungsrätin Dr. Heidi Z‘graggen, Andermatts Gemeindepräsident Karl Poletti und Akira Moreno, Vizepräsident Development & Pre‐Opening Services der General Hotel Management Ltd., der künftigen Betriebsgesellschaft des Hotel The Chedi Andermatt. Im Anschluss an den offiziellen Akt wurde die Grundsteinlegung bei einem gemütlichen Grillfest mit der Bevölkerung des Urserntals gefeiert.

Alte Hoteltradition wird auf höchstem Niveau fortgeführt

Mit dieser Grundsteinlegung erfährt die auf dem Bellevue‐Areal gewachsene Tradition der hochstehenden Hotellerie eine Fortsetzung. Wo heute mitten in Andermatt eine riesige Baugrube beeindruckt, stand (bevor es 1986 abgerissen wurde) das ehemalige, zu den Musterhotels der Schweiz gehörende Hotel Bellevue. Nun entsteht bis zur Eröffnung im Winter 2013/14 auf einem Grundstück von 28‘800m2 das einzigartige und einzige alpine, europäische 5‐Stern Superior Hotel ‐ The Chedi Andermatt. Damit erhält die Zentralschweiz ein Prestige‐Hotel, das Schweiz weit seinesgleichen sucht.

Andermatt Swiss Alps

Andermatt Swiss Alps ist die grösste, integrierte Ganzjahresferiendestination, die derzeit im Alpenraum entsteht. Das Projekt umfasst im Endausbau sechs Hotels im 4*‐ und 5*‐Bereich, 490 Apartments in 42 Gebäuden, rund 20 Villen, 1970 Parkplätze, 35’000 m2 Gewerbefläche, ein Sport‐ und Freizeitzentrum, eine Kongress‐ und Konzerthalle für 600 Personen sowie einen 18‐Loch Golfplatz. Im Rahmen der Erstellung von Andermatt Swiss Alps wird auch das Skigebiet Andermatt/Sedrun modernisiert und zusammengeschlossen.

gesamte Mitteilung
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Old October 21st, 2010, 09:34 AM   #4
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Old February 9th, 2011, 06:03 PM   #5
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Medienmitteilung

Andermatt Swiss Alps AG, 26.01.2011:

Andermatt Swiss Alps:
  • Entwicklung verläuft planmässig
  • Kauf‐ und Reservationsverträge per Ende 2010 für CHF 102 Millionen, seit Anfang 2011 für weitere CHF 9 Millionen
  • 41% der Kunden stammen aus der Schweiz
  • 2011 Ausweitung der Bautätigkeiten
  • Internationaler Gestaltungswettbewerb für das Freizeitgebiet zwischen Resort und Dorf
  • 2011 Ausgaben für weitere rund CHF 100 Millionen geplant
Andermatt Swiss Alps entwickelt sich planmässig: Zwischen April und Dezember 2010 wurden für Eigentumswohnungen und Villen im Umfang von CHF 102 Millionen Kauf‐ und Reservationsverträge abgeschlossen, seit Jahresbeginn für weitere CHF 9 Millionen. 41% der Kunden stammen aus der Schweiz, 42% aus dem restlichen Europa. Die im vergangenen Jahr angelaufenen Bautätigkeiten für das erste von sechs Hotels, für die unterirdische Gebäudeplattform „Podium“, für Infrastrukturanlagen sowie für den Golfplatz werden im Frühjahr ausgeweitet. Lanciert wird auch ein internationaler Wettbewerb für die Gestaltung des Freizeitgebietes zwischen dem Resort und dem Dorf. 2011 sind Ausgaben für rund CHF 100 Millionen geplant. Insgesamt wurden bislang CHF 136 Millionen für das Andermatt‐Projekt ausgegeben.

Der Immobilienverkauf erfolgt bei Andermatt Swiss Alps gemäss der in der Schweiz gebräuchlichen drei Schritte: Zuerst wird eine Reservationsvereinbarung mit einer Anzahlung von 2.5 Prozent des Kaufpreises, mindestens jedoch CHF 50‘000.‐ abgeschlossen. Anschliessend wird der Kaufvertrag notariell beurkundet. Die Eintragung in das Grundbuch (Eigentumsübertragung) erfolgt schliesslich bei Fertigstellung bzw. Schlüsselübergabe. Die notariellen Beurkundungen der Kaufverträge werden laufend vorgenommen und erfolgen in der Regel zwei bis acht Wochen nach Unterzeichnung der Reservationsvereinbarung.

Im April 2010 lancierte Andermatt Swiss Alps den Verkauf von Eigentumswohnungen in den beiden Wohnhäusern „Hirsch“ und „Steinadler“ und im Hotel „The Chedi Andermatt“ sowie von Villen ausschliesslich im Schweizer Markt. Im Herbst 2010 wurde das Angebot um zwei auf heute vier Wohnhäuser erhöht und mit der Verkaufstätigkeit im Ausland begonnen. Für die momentan im Verkauf stehenden vier Wohnhäuser und Villen sowie für Apartments im Hotel „The Chedi Andermatt“ wurden bis Ende 2010 Reservations‐ und Kaufverträge im Umfang von insgesamt CHF 102 Millionen abgeschlossen, seit Jahresbeginn 2011 für weitere CHF 9 Millionen. Bis Ende 2010 wurden Kaufverträge im Umfang von CHF 62 Millionen und seit Jahresbeginn für weitere CHF 13 Millionen notariell beurkundet. Reservationsvereinbarungen mit entsprechenden Anzahlungen bestanden per Ende 2010 im Umfang von CHF 40 Millionen, aktuell sind es CHF 36 Millionen. Die Kunden stammen zu 41% aus der Schweiz, 42% aus Grossbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, Niederlande und Polen. Einzelne Kunden haben Wohnsitz in Kanada und Ägypten.

Erste Bausaison erfolgreich abgeschlossen

Mitte Dezember wurden die im Mai 2010 begonnenen Bauarbeiten auf den drei räumlich getrennten Baustellen Hotel „The Chedi Andermatt“, Gebäudeplattform „Podium“ sowie Golfplatz winterbedingt unterbrochen. Alle Bauarbeiten erfolgten 2010 plangemäss, insbesondere:
  • Beim Hotel „The Chedi Andermatt“ wurden 60‘000m3 Erdmaterial ausgehoben, Teile der Bodenplatte gegossen und das Untergeschoss des Hotelteils inklusive Decke erstellt.
  • In der Kernzone mit fünf Hotels und 42 Wohnhäusern standen Sanierungs‐ und Vorbereitungsarbeiten im Vordergrund: Das Gelände des einstigen Waffenplatzes wurde saniert und rekultiviert sowie die ehemalige Kehrichtdeponie Eiboden zurückgebaut und entsorgt.
  • Für die Verbindung zwischen dem Resort und dem Bahnhofareal wurde die Nationalstrasse untertunnelt. Zur Erschliessung der Baustelle wurden Baustellenrampen erstellt sowie Radwaschanlagen in Betrieb genommen.
  • Im Bereich der unterirdisch angelegten Gebäudeplattform „Podium“ (mit integrierter Infrastruktur, Ver‐ und Entsorgung sowie Parkplätzen) wurden der Oberboden abgetragen und die Betonierung von 900 Pfählen zur Stabilisierung des Baugrundes und zur Fundation des Podiums sowie der Bau des Kreisels begonnen.
  • Beim künftigen Golfplatz wurden die Erdarbeiten zur Geländemodulierung sowie die Arbeiten für die Bewässerungsanlangen durchgeführt.
  • Im Gebiet der Unteralpreuss wurden die Hochwasserschutzmassnahmen abgeschlossen.
Im Frühling 2011 werden diese Bautätigkeiten wieder aufgenommen. Aufgrund des Baufortschritts muss der Baubetrieb im Winter 2011/12 nicht mehr vollständig unterbrochen werden, weil dann bereits Innenausbauarbeiten erfolgen können.

Nebst den Bautätigkeiten hat die Andermatt Swiss Alps AG im vergangenen Jahr
  • den Betreibervertrag mit Rezidor („Radisson Blu Andermatt“) für ein Hotel mit rund 470 Betten und einer Kongress‐/Konzerthalle abgeschlossen,
  • mit der Wasserversorgung Andermatt eine Vereinbarung für die Trinkwasserversorgung ausgehandelt,
  • mit den Vertretern der Werke (Wasser, Abwasser, Strom) die Regelung für die Realisierung der Erschliessung festgelegt.
gesamte Mitteilung | Präsentation Medienkonferenz 26.01.2011
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Old February 15th, 2011, 08:29 PM   #6
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Andermatt Swiss Alps AG, 08.02.2011:

Andermatt Swiss Alps AG lädt zu einem internationalen Planungs‐ und Architekturwettbewerb ein.

Planungs‐ und Architekturwettbewerb

Bis am 14. März 2011 können sich Teams aus aller Welt für den Planungs‐ und Architekturwettbewerb in Andermatt anmelden. Der anonyme Wettbewerb hat das Ziel, das Gebiet Umfahrungsstrasse ‐ Gleisfeld ‐ Kantonsstrasse in Andermatt aufzuwerten. Teams von Stadtplanern, Architekten, Landschaftsarchitekten, Verkehrsplanern, Lichtdesignern und Nutzungsplanern können in einer ersten Phase ihre Konzepte bis zum 18. April 2011 einreichen.

Zwischen dem traditionell gewachsenen Dorf und dem neuen Resort befindet sich ein tiefliegendes, dreieckförmiges Gelände, das von Verkehrsträgern wie Umfahrungsstrasse, Gleisfeld des Bahnhofs und der Kantonsstrasse begrenzt ist. Diesem Gebiet kommt eine wichtige Funktion zu: Es verbindet das bestehende Dorf und das Resort von Andermatt Swiss Alps und ist somit von zentraler Bedeutung. Die sich darin befindenden Objekte: neuer Bahnhof, Sportzentrum und Talstation der Zubringerbahn des Skigebiets bilden Brennpunkte und zugleich Publikumsmagnete. Dieses Gelände wird sich zur eigentlichen Begegnungszone von Andermatt entwickeln.

Attraktive Flaniermeile, Plätze und Erlebnisräume

Ein internationaler Planungs‐ und Architekturwettbewerb soll städtebauliche Konzepte hervorbringen, die durch einen attraktiven Nutzungsmix und eine interessante räumliche Gestaltung aufzeigen, wie sich dieses Gebiet als Verbindungselement und zugleich als Drehscheibe und Begegnungszone für Andermatt entwickeln wird. Die beiden Dorfteile sollen auf lebendige Weise miteinander verbunden werden.

Von den internationalen Teams werden vielfältige öffentliche Nutzungen erwartet, wie Freizeitanlagen, attraktive Flaniermeilen, Plätze und Erlebnisräume sowie Dienstleistungsangebote, welche das Gelände städtebaulich aufwerten und wo sich Einheimische, Residenzgäste und Tagestouristen treffen. Das können beispielsweise Cafés, Restaurants, Shops, Institutionen des Gesundheitswesens, Beherbergungsbauten, aber auch Bauten für das Alter und Wohnungen sein. Neben Gebäuden, Strassen und Plätzen sollen auch Grünbereiche eingeplant werden.

Wettbewerb in zwei Phasen

Der Planungs‐ und Architekturwettbewerb wird anonym abgehalten. Der Wettbewerb erfolgt in zwei Phasen. Phase 1 besteht aus einer Präqualifikation auf Konzeptbasis. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählt die Jury 5 bis 15 Projekte aus, die in der anschliessenden Wettbewerbsphase 2 auf Projektstufe weiterbearbeitet werden. Erst die Ergebnisse der Phase 1 führen zum definitiven Programm für die Phase 2, die im Sommer startet. Neben der Andermatt Swiss Alps AG, die als Auftraggeberin zeichnet, sind auch die massgebenden Landbesitzer und Interessenvertreter in das Verfahren involviert. Dazu gehören: Kanton Uri; Gemeinde Andermatt; Matterhorn Gotthard‐Bahn MGB; Andermatt‐Gotthard Sportbahnen AGS; Schweizerische Eidgenossenschaft, Armasuisse, Immobilien; ASTRA, Bundesamt für Strassen; Andermatt Tourismus AG. Mit den finalen Ergebnissen wird im Winter 2011 gerechnet.

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Old December 4th, 2011, 03:29 PM   #7
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Ägyptische Finsternis
Sawiris' Immo-Gruppe Orascom hat seit dem Börsengang 90 Prozent an Wert verloren

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtsc....13506377.html

Der Name Sawiris wird in der Schweiz meist in einem Atemzug mit Andermatt genannt. Für sein Unternehmen bildet das Bauprojekt am Gotthard das Eintrittsbillett nach Europa. Kommerziell ist es aber von untergeordneter Bedeutung. Drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet Orascom in Ägypten, dem Heimatland von Samih Sawiris. Durch die Unruhen dort brach das Geschäft ein. Von Januar bis September hat sich der Umsatz halbiert. Ausländische Touristen machen lieber woanders Ferien. Und vom Kauf von Immobilien lassen sie erst recht die Finger.

Frühestens Mitte nächsten Jahres wird das neue ägyptische Parlament feststehen und eine Regierung gebildet sein. Die Rechtsunsicherheit vergällt internationale Investoren. Klagen gegen Immobiliengruppen häufen sich. Die Vorwürfe lauten immer gleich: Zu günstig seien sie an Land gekommen, das vormals dem Staat gehört hatte. Bisher endeten alle Fälle mit Freisprüchen. Samih Sawiris entging nach Vorwürfen um eine falsch ausgewiesene Beteiligung einer zweijährigen Haftstrafe, indem Orascom der ägyptischen Finanzaufsicht eine Bankgarantie über 2,7 Mio. Fr. hinterlegte. Die Anleger realisieren, mit welchen Risiken das Geschäftsmodell verbunden ist – und stossen scharenweise Orascom-Aktien ab. Seit Jahresbeginn gab der Kurs 70% nach, seit dem Börsengang gar 90%. Nicht dass die Firma versäumt hätte, auf die Risiken hinzuweisen. Auf elf Seiten des Kotierungsprospekts listet Orascom potenzielle Unwägbarkeiten fein säuberlich auf. Schauerlich klingen diese, sie reichen von willkürlichen staatlichen Eingriffen bis zu Enteignungen oder der Aberkennung vertraglicher Vereinbarungen.

Nach neun Monaten schrieb Orascom einen Verlust von 19 Mio. Fr. Nur jedes zweite Hotelzimmer war belegt. Noch dramatischer ist die Lage bei den Immobilienverkäufen. Hier brach der Umsatz um 76% ein. Als Folge davon will die Firma 2012 nur 188 Mio. Fr. in den Ausbau stecken – halb so viel, wie ursprünglich vorgesehen war. In Ägypten wird die Expansion auf Eis gelegt. «Wir wollen nicht noch mehr Hotelzimmer bauen, die dann leerstehen», sagte Geschäftsführer Gerhard Niesslein an einer Telefonkonferenz.

Auch in Andermatt läuft nicht alles rund. Am Ziel, bis Ende Jahr Verkäufe und Reservationen in Höhe von 120 Mio. Fr. zu verbuchen, werde hart gearbeitet, sagt Sawiris der «NZZ am Sonntag». Die Zürcher Kantonalbank zweifelt, dass die Vorgabe erreichbar ist. Auch was den Ausbau des Skigebiets angeht, sind noch Fragen offen. Gemäss Sawiris haben sich die vier involvierten Parteien diese Woche im Grundsatz geeinigt, wie die Gebiete Sedrun und Andermatt verbunden werden können. Nur die Details müssten noch ausgehandelt werden. Der Verwaltungsrat der Andermatt Gotthard Sportbahnen hat laut informierten Kreisen am Samstag das Projekt ebenfalls grundsätzlich genehmigt. Zwischen den Parteien bestünden aber weiterhin «unterschiedliche Vorstellungen über die Nachfrage von Ferien- und Tagesgästen», erklärte VR-Präsident Franz Steinegger am Freitag. Noch stehe auch nicht fest, wie viele Lifte in einer ersten Etappe gebaut werden sollen.

Die fehlenden Umsätze reissen Orascom ein Loch in die Kasse. Der Firma droht, neue Mittel aufnehmen zu müssen. Zurzeit wäre es aber schwierig, eine Kapitalerhöhung durchzuführen, sagt Sarasin-Analyst Patrick Hasenböhler. «Kaum jemand würde die Titel zeichnen.» Auch an Bankkredite zu kommen, werde schwer. Aufgrund der politischen Situation in Ägypten hätten die Banken kein Vertrauen ins Geschäftsmodell und würden Orascom höchstens zu ausserordentlich hohen Zinssätzen Kredit gewähren. Unwahrscheinlich, dass die Gruppe kommendes Jahr eine Dividende zahlen wird.

«Uns stehen genug Wege offen, zusätzliches Geld zu bekommen», kontert Sawiris. Falls nötig werde er eigene Mittel zuschiessen. «Die Finanzanalysten verstehen unser Geschäftsmodell noch nicht.» Zwar würden sechs baureife Hotel-Projekte aufgeschoben. Dennoch bleibe der Immobilienmarkt im Nahen Osten eine der solidesten Investitionsmöglichkeiten der Welt.

Sawiris hat seit Januar für 5 Mio. Fr. Aktien zugekauft und seine Beteiligung um 1% aufgestockt. Die Familie kontrolliert 61% des Kapitals. Er kaufe täglich ein Zehntel des Handelsvolumens, sagt Sawiris. Dass er Kurspflege betreibt, bestreitet er. Doch ohne seine Käufe wäre der Kurs wohl noch stärker abgerutscht. Mitarbeit: Max Borowski, Jerusalem
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Du bist der wunderbare Widerstand.
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Old December 28th, 2011, 05:23 PM   #8
Don Calo
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Alpen-Monopoly in Andermatt

Umbruch in Andermatt: Das Prunkstück des ägyptischen Investors Samih Sawiris, ein Fünfsterne-Hotelkomplex, steht bereits im Rohbau. Doch Sawiris kämpft mit unvorhersehbaren Schwierigkeiten: Die Revolution in Ägypten brachte politische Instabilität und Einbrüche im Tourismusgeschäft, der starke Schweizer Franken behinderte den Immobilienverkauf in Andermatt, und schliesslich stellte sich ein Urner Sawiris beherzt in den Weg: Franz Steinegger, politisches Urgestein, wehrt sich gegen die massiven Ski-Ausbaupläne des Investors und plädiert für ein etappiertes Vorgehen. Kann Sawiris sein Projekt «Andermatt Swiss Alps» trotzdem wie geplant realisieren?

In exklusiven Aufnahmen der Redaktion wird der milliardenschwere Geschäftsmann Samih Sawiris privat gezeigt: Sein 83jähriger Vater und Firmengründer spricht in der Unternehmenszentrale in Kairo über die Erziehung seiner drei erfolgreichen Söhne, und Samih Sawiris verrät, wieso auch er selber in Andermatt ein, zwei Wohnungen kaufen wird.

Die Kamera begleitet den Investor auf seiner Jacht im Roten Meer, bei seinem Rückzug in der Schweiz nach Ausbruch der ägyptischen Revolution, als Sponsor des Lucerne Festival oder als Ehrengast von Bundesrat Maurer im VBS.

Andermatt, das war bislang ein leicht verschlafener Touristenort im Gotthardgebiet. Dann zog das Militär weg, und mit ihm verschwanden viele Arbeitsplätze. Da kam als rettender Messias der ägyptische Milliardär Samih Sawiris wie gerufen. Für 1,8 Milliarden Franken sind Hotels, Appartementhäuser und Nobelvillen inklusive Golfplatz geplant. Anstatt als alpine Brache zu verganden, soll das Bergdorf - dem Investor sei Dank - ein attraktiver Touristenort werden. Doch eines ist sicher: Jetzt braucht Sawiris einen langen Atem. Abgerechnet wird am Schluss - Alpen-Monopoly eben.

Info / Dokumentation · CH/EG 2011

Heute SF 1 22.20 Uhr
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Old February 14th, 2012, 11:55 AM   #9
Don Calo
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Es geht anscheinden vorwärts in Andermatt, hier der Artikel aus der NZZ
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