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Old December 22nd, 2010, 11:26 PM   #101
railcity
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Originally Posted by steve5 View Post
Ich meine das Gebiet Helvetiaplatz, da muss man entweder 5 min zu Fuss gehen oder am Stauffacher umsteigen. Es fehlt eine Direktverbindung zu diesem zentralen und wichtigen Platz.
Also, Du meinst konkret die Verbindung HB - Helvetiaplatz. Das ist ein kleines Manko, ja. Aber rechtfertigt es eine U-Bahn Linie?

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Originally Posted by steve5 View Post
Der Röntgenplatz ist aus politischen Gründen nicht geeignet für eine U-Bahn-Station, er hat eine spezielle Entstehungsgeschichte: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6ntgenplatz
Das wäre eine reine U-Bahn Station, ohne Bus- oder Tramlinien. Daher würde es gut gehen.
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Old December 22nd, 2010, 11:29 PM   #102
steve5
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Originally Posted by railcity View Post
Das wäre eine reine U-Bahn Station, ohne Bus- oder Tramlinien. Daher würde es gut gehen.
Da bin ich mir sicher, dass es die Leute und die politische Partei, die sich damals für diesen Platz eingesetzt haben anders sehen. So gut kenne ich diese Leute

U-Bahn = Lärm, Gewalt, keine Nachtruhe usw.
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Old December 23rd, 2010, 03:52 PM   #103
railzilla
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Originally Posted by steve5 View Post
Viele Städte haben die U-Bahn zu Zeiten gebaut, wo es noch viel günstiger war. Zu Zeiten, wo die Arbeiter 1 Fr. pro Stunde verdient haben. Das darf man auch nicht vergessen. Deshalb werden heute auch nur noch sehr wenige neue Strecken gebaut. Die grossen U-Bahn-Städte wie London, Paris, Berlin, Moskau können sich heute vielleicht noch eine neue Strecke pro Jahrzehnt leisten. Vor hundert Jahren konnten sie sich fünf Strecken aufsmal leisten.
Kaufkraftbereinigt war es früher nicht günstiger Bahnen zu bauen, heute ist es dank Tunnelbohrmaschinen eher günstiger. Früher war das Bahnfahren im Verhältnis viel teurer darum haben sich die teuren Strecken auch gelohnt. Zudem gab es die Konkurrenz durch den MIV noch nicht. Madrid baut immer noch viele neue Strecken und das zu einem sehr günstigen Kilometerpreis. Des weiteren werden in asiatischen Städten Metros gebaut wir in Europa vor Hundert Jahren. Die meisten Europäischen Städte sind schon sehr gut erschlossen, mehr Linien machen einfach keinen Sinn
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Old December 23rd, 2010, 04:11 PM   #104
railcity
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Originally Posted by railzilla View Post
Kaufkraftbereinigt war es früher nicht günstiger Bahnen zu bauen, heute ist es dank Tunnelbohrmaschinen eher günstiger. Früher war das Bahnfahren im Verhältnis viel teurer darum haben sich die teuren Strecken auch gelohnt. Zudem gab es die Konkurrenz durch den MIV noch nicht. Madrid baut immer noch viele neue Strecken und das zu einem sehr günstigen Kilometerpreis. Des weiteren werden in asiatischen Städten Metros gebaut wir in Europa vor Hundert Jahren.
Was Spanien und die Asiatischen Städte gemeinsam haben, ist dass das Baugewerbe stark auf günstigen Arbeitskräften aus dem Ausland oder aus ländlichen Gebieten abstützt, ohne hohe Mindestlöhne oder allzu grosse Lohnzusatzkosten. Das macht für das mögliche Bauvolumen viel aus.
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Old June 30th, 2011, 05:42 PM   #105
primus20
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http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/...story/11850868
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Old July 5th, 2011, 12:40 PM   #106
cityfox
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Überfüllte Züge und Staus auf den Strassen hängen nur zu einem kleinen Teil mit der Einwanderung zusammen
http://www.nzz.ch/nachrichten/zueric....11169841.html


Die zunehmenden Klagen der Zürcher über die allzu volle Stadt klingen verdächtig provinziell.
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/...story/25213306


die nyt hat auch noch was zu sagen:
Across Europe, Irking Drivers Is Urban Policy
http://community.nytimes.com/comment...27traffic.html

Last edited by cityfox; July 5th, 2011 at 12:56 PM.
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Old July 8th, 2011, 07:55 PM   #107
primus20
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Originally Posted by cityfox View Post
Überfüllte Züge und Staus auf den Strassen hängen nur zu einem kleinen Teil mit der Einwanderung zusammen
http://www.nzz.ch/nachrichten/zueric....11169841.html


Die zunehmenden Klagen der Zürcher über die allzu volle Stadt klingen verdächtig provinziell.
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/...story/25213306


die nyt hat auch noch was zu sagen:
Across Europe, Irking Drivers Is Urban Policy
http://community.nytimes.com/comment...27traffic.html
selber schuld wen man immer so wenig stockwerke hoch baut!

man könnte doch einfach mal 10x 100m hochhäuser bauen, alle nebeneinader versteht sich, dafür sollten dan halt weniger aufs land ziehen
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Old July 9th, 2011, 10:54 AM   #108
cityfox
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selber schuld wen man immer so wenig stockwerke hoch baut!

man könnte doch einfach mal 10x 100m hochhäuser bauen, alle nebeneinader versteht sich, dafür sollten dan halt weniger aufs land ziehen

ja oder 5x 200 oder 3x 300 aber dafür müsste man auch die bzo anpassen.die stadt hat zwar auch nur eine begrentzte kapazität bin aber auch der meinung das in zürich einiges mehr menschen wohnen könnten ohne das es dabei zum kollaps kommt.
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Old August 4th, 2011, 03:17 PM   #109
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http://www.hochparterre.ch/nachricht...ter-und-durch/

http://www.wohnblog.ch/habitat/muss-...-boden/001594/





Die schwarz umrandeten Abschnitte werden unterirdisch geführt
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Old August 4th, 2011, 09:21 PM   #110
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Old August 4th, 2011, 09:22 PM   #111
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«Eine dichte Stadt ist umweltfreundlich»

Für ETH-Professor Ulrich Weidmann müsste die Politik mehr Mut zu grossen Würfen haben. Die Stadt Zürich brauche Hochhausquartiere, neue Strassen zwischen den Stadtkreisen und im Stadtkern unterirdische Tramverbindungen.


Herr Weidmann, in Zürich wird es immer enger: Züge und Trams sind überfüllt, die Strassen verstopft, Flanierplätze dicht belegt. Teilen Sie diesen Eindruck?
Sicher, auch wenn ich es nicht zahlenmässig belegen kann. Bekannt ist, dass sich die Fahrgastzahlen in der S-Bahn in 20 Jahren fast verdoppelt haben. Die kommerzielle Nutzung der Bahnhöfe sorgt für zusätzliche Leute. Für diese Mengen waren sie nie ausgelegt. Dasselbe gilt für die ganze Innenstadt.

Wie erleben Sie das persönlich?
Ich finde es positiv, wenn die Stadt sichtbar lebt. Andere Städte, etwa St. Gallen, sind vergleichsweise leer. Das ist kein Vorteil. Sehr viele Angebote werden erst möglich, wenn eine gewisse Dichte erreicht ist. Das Zürcher Niveau an Kultur und Einkaufsmöglichkeiten wäre mit halb so vielen Leuten nicht denkbar. Das ist die positive Botschaft.

Und was ist die negative Botschaft?
Es entsteht der Eindruck von Überfüllung und Beengung. Zürich ist städtebaulich leider nicht grosszügig, sondern kleinräumig konzipiert. Wenn die Einwohnerentwicklung in der erwarteten Richtung weitergehen soll, so wird die Stadt Zürich nicht einfach grösser, sondern sie gelangt in eine andere Grössenklasse. Sie ist damit wohl am Scheidepunkt zwischen einer typischen schweizerischen Grossstadt und einer kleineren Grossstadt im europäischen Massstab. Selbst dann wäre Zürich als grösste Schweizer Stadt ja immer noch relativ klein; man vergleiche dazu etwa Belgien mit Brüssel oder Tschechien mit Prag.

Ist sich die Zürcher Politik bewusst, dass die Stadt am Wendepunkt ist?
Ich sehe bereits erste interessante Anzeichen dafür. Immerhin wird wieder mehr über höheren Einwohnerzahlen diskutiert. Und beim Bund hat ein erstaunlicher Paradigmenwechsel stattgefunden: weg vom Konzept der Netzwerke mittlerer Städte, was wohl planerisch und ökologisch wenig sinnvoll war. Dafür hin zu wenigen grossen Städten, die als Metropolitanregionen funktionieren.

Dafür ist es doch zu spät. Die halbe Schweiz ist überbaut.
Im Prinzip ist es zu spät, ja. Wir haben die letzten 20 Jahre verpasst. Lange herrschte in Zürich eine Art Denkverbot, weil es hiess: Zürich ist gebaut. Diese Jahre fehlen uns nun. Wir könnten viel weiter sein.

Wo sollte Zürich weiter sein?
Die bisherige Bau- und Zonenordnung liefert ungenügende Antworten auf die riesige Nachfrage. Es kann sich offensichtlich kein Angebot mehr entwickeln, das sich preislich in einem vernünftigen Rahmen bewegt. Die Raumknappheit führt zu Exzessen auf dem Markt und einem nicht existierenden Leerwohnungsbestand. Es fehlen wirklich zukunftsfähige städtebauliche Konzepte.

Sie fordern Hochhauszonen?
Ich masse mir keine Rezepte an – dazu bin ich nicht kompetent. Ich stelle mir die Siedlungskonzepte für das 21. Jahrhundert einfach mit einer hohen Dichte vor, ohne dass diese störend wäre.

Was ist gute, was schlechte Dichte?
Das ist sehr individuell. Ich habe das Gefühl, dass die Hochhaus-Wohnsiedlungen der 60er-Jahre gar nicht so schlecht sind, etwa die Hardau-Türme. In einem Mehrfamilienhaus gibt es sowieso keine Vorgärten, ob dieses nun viele oder wenige Geschosse hat. Baut man in die Höhe, bleibt aber mehr Freiraum. Neu-Oerlikon ist mir zum Beispiel zu massig mit seinen engen Häuserschluchten.

Klein-Hongkong in Zürich?
Wieso nicht? Man müsste aber gleich 10 bis 15 Hochhäuser bauen, die ein geschlossenes Erscheinungsbild ergeben und einen neuen Quartiercharakter entwickeln. Ein Solitär wie der Prime Tower bringt wenig. Mit diesen und anderen Massnahmen könnten in Zürich bis zu 500'000 Menschen wohnen.

Wo besteht Spielraum?
Ab Hauptbahnhof westwärts und südwärts, vielleicht noch in Wiedikon. Wo die Bausubstanz aus dem 20. Jahrhundert keinen besonderen Wert hat, könnte man sie ohne kulturellen Substanzverlust allmählich ersetzen. Auch in Altstetten und Zürich-Nord liegt Potenzial brach.

Würde Zürich damit ökologischer?
Ich würde keine Wunder erwarten. Aber: Eine dichte Stadt ist umweltfreundlicher als eine nicht dichte. Der Energieverbrauch für die Mobilität nimmt ab, die Wege werden kürzer, der ÖV-Anteil steigt. Die Alternative zu einer dichten Kernstadt ist die Zersiedelung der Landschaft. Wenn sich unsere Gesellschaft in Richtung 2000 Watt entwickeln will, sind dichte Zentren eine wirksame Massnahme. Konzentriertere Stadtsiedlungen können zudem energieeffizienter gestaltet werden als einzelne Häuser auf dem Land. Es eröffnen sich kreativere Möglichkeiten der Heizung und der Energierückgewinnung.

Verkehr und Pendlerströme nehmen zu. Stösst die Stadt an ihre Grenzen?
Die hat sie schon lange erreicht. Die Vorstellung ist völlig unrealistisch, man könne jedem Auto freie Fahrt und einen Parkplatz garantieren. Das geht rein physikalisch nicht. Es ist aber ein politischer Entscheid, auf welches Niveau man das steuern will.

Ist Zürich autofeindlich?
Ich denke schon. Jedenfalls nicht autofreundlich. Das ist ja auch legitim, was nicht gleichbedeutend ist mit klug. Vor allem aber soll man dazu stehen.

Das Verkehrsklima in der Stadt ist zu aggressiv.
Das sind natürliche Dichtephänomene, die man in jeder Grossstadt antrifft. Ich fahre auch sehr ungern in die Stadt. Aber wir müssen nun einmal akzeptieren, dass die Stadt kein Dorf ist. Da gehören die Autos dazu. Wir müssen auch hier umdenken und bei der Verkehrsplanung von aussen nach innen denken. Es braucht eine funktionierende Umfahrung der Stadt und einen inneren Ring, der Quartiere verbindet und die Innenstadt entlastet. Man könnte zum Beispiel wieder über einen Hönggerbergtunnel als Verlängerung der Europabrücke nachdenken oder den Waidhaldetunnel konkretisieren. Die Verkehrsströme werden heute durch Gassen der Innenstadt gezwängt, weil sinnvolle Alternativen fehlen.

Ein Seetunnel als Lösung?
Das ist leider faktisch nicht realisierbar. Wenn ich frei entscheiden könnte, würde ich eine Hängebrücke zwischen Tiefenbrunnen und Wollishofen bauen.

Sind Begegnungszonen, wie sie der Stadtrat schaffen will, sinnvoll?
Ich bin davon nicht überzeugt. Die meisten Verkehrsflächen einer Stadt sind intensiv genutzt und sind nun halt auch Verkehrsmaschinen. Insbesondere der öffentliche Verkehr muss eine möglichst rasche und konfliktfreie Fahrt haben.

Wie wollen Sie die Stadt vom Verkehrsdruck entlasten?
Erstens mit neuen Autoverbindungen zwischen den Quartieren. Ich würde aber die Kapazität für den Individualverkehr nicht erweitern, ebenso wenig die Parkplatzzahl. Und zweitens, indem im Stadtkern die Trams unter den Boden verlegt werden. Das schafft Platz für grosszügige Fussgängerzonen und gibt der Stadt ganz neue Perspektiven.

Diese Idee, die Sie kürzlich auch in der Zeitschrift «Hochparterre» skizziert haben, ist doch Utopie.
Wenn sich der Metropolitanraum entwickelt, wird der Druck auf das Zentrum zunehmen. Der Platzmangel wird akut, weil wir nicht einfach Häuser abbrechen können oder wollen. Der Schlüssel ist der Verkehr.

Das würde riesige Summen kosten.
Es ist machbar und bezahlbar, aber es gibt keine Low-Budget-Lösung. Es brauchte etwa zehn unterirdische Kilometer für das Tram, die in Etappen realisiert würden. Ich rechne mit etwa 2,5 Milliarden Franken. Da sich die Kosten auf 25 Jahre verteilten, ergäbe das pro Jahr 100 Millionen, was etwa den jährlich verbauten Kosten für die Glattalbahn oder die Durchmesserlinie entspricht.

Fehlt den Zürchern die Fantasie für die grossen Würfe, die Sie fordern?
Ich glaube nicht. Man ist einfach noch nicht so weit, weil wir eben Zeit verloren haben und zusätzlich die Entwicklung schnell und heftig gekommen ist.

War die S-Bahn nicht eine kapitale Fehlplanung, welche die Zersiedelung gefördert hat?
Nein, auf keinen Fall. Die S-Bahn hat die Raumnutzung kanalisiert. Es wird entlang ihrer Achsen gebaut und nicht irgendwo wild in der Gegend. Das ergibt Struktur und dämpft die Zersiedelung. Das führt wiederum dazu, dass die Bahn stärker ausgenutzt wird, eine positive Rückkoppelung. Der ganze Grossraum kann sich damit ökologischer entwickeln. Natürlich gibt es das Risiko einer entfernteren Wohnortwahl. Doch da ist nicht die S-Bahn schuld. Verantwortlich dafür sind die Gemeinden, die sich nicht genügend einschränken wollen. Jeder Sonnenhang wird überbaut, um Steuerzahler anzulocken. Und dann folgt der Katzenjammer über die Zersiedelung, an der die S-Bahn schuld sei.

Wie viel Dichte erträgt ein Mensch in der S-Bahn?
Wir gehen von drei Personen pro Quadratmeter aus – über die gesamte Stehplatzfläche gerechnet. Im Türraum dürfen es nicht mehr als vier Menschen pro Quadratmeter sein, in den Gängen geht die Belegung kaum über zwei.

Das Limit wird in der S 12 zwischen Zürich und Winterthur erreicht.
Das täuscht teilweise, weil die Leute ungern in den Gängen stehen. Aber im Türbereich hat es schon sehr viele Leute. Das ist klar nicht die Reisequalität, die sich die Passagiere wünschen. Auch der Betrieb stösst an seine Grenzen. Abhilfe schaffen Züge mit mehr Stehflächen und mehr Türen. Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass jeder Fahrgast in der S-Bahn einen Sitzplatz hat.

Wie wollen Sie die Menschen überzeugen, dass verdichtetes Leben auch besseres Leben sein kann?
In der Meinungsbildung läuft ein Generationenwechsel ab. Schon heute ist die Vision einer wirklichen Grossstadt für viele jüngere Menschen kein Horror mehr &endash im Gegenteil.

Was passiert, wenn nichts passiert und das Umdenken zu spät erfolgt?
Der Druck auf die Mietzinse und den Wohnraum nimmt weiter stark zu. Im Gegenzug schwillt der Verkehr an, die Fussgänger stehen sich auf den Füssen herum, und die Lebensqualität nimmt wahrnehmbar ab. Zürich wird im Städte-Ranking allmählich zurückfallen.

Wie nahe sind wir heute diesem Kipp-Punkt?
Es ist eine schleichende Veränderung. Sie hat bei der Bahnhofstrasse schon eingesetzt. Diese scheint billiger und weniger attraktiv zu werden, vor allem im Bereich beim Bahnhof. So würde es wohl weitergehen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Innenstadt für verschiedene weitere Nutzungen auch kultureller Art allmählich an Attraktivität verlöre und sich immer mehr Alternativstandorte ausserhalb der Stadt entwickeln würden.
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Old August 5th, 2011, 04:50 PM   #112
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Old August 8th, 2011, 07:30 PM   #113
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Old August 8th, 2011, 10:00 PM   #114
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Im Rahmen der Tiefbahn hätte auf dem Bahnhofplatz Raum für Parkplätze geschafft werden sollen – das Fussgängergeschoss wurde später mit dem Shopville umgesetzt. 2013 wird an ähnlicher Stelle der Bahnhof Löwenstrasse eröffnet.
die leute waren damals schon ziemlich geistesgestört. kein wunder nahmen die einwohnerzahlen der grössten schweizer städte in ab den 70er kontinuierlich ab. absolut menschenfeindliche planung.
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Old August 8th, 2011, 10:05 PM   #115
arnetien
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die leute waren damals schon ziemlich geistesgestört. kein wunder nahmen die einwohnerzahlen der grössten schweizer städte in ab den 70er kontinuierlich ab. absolut menschenfeindliche planung.
wie meinst du das?
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Old August 9th, 2011, 12:04 AM   #116
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wie meinst du das?
Das auf so einem wichtigen platz wie der bahnhofsplatz ein parkplatz gebaut wird
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Old August 9th, 2011, 09:03 AM   #117
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Originally Posted by primus20 View Post
Das auf so einem wichtigen platz wie der bahnhofsplatz ein parkplatz gebaut wird
Das war eben der damalige Zeitgeist. Wirklich sinnlos ist beispielsweise ein hässliches Kunstprojekt mitten in einer Wirtschaftskrise zu planen und niemand störts (Hafenkran?).
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Old August 9th, 2011, 09:49 AM   #118
steve5
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Originally Posted by zurigo View Post
Wirklich sinnlos ist beispielsweise ein hässliches Kunstprojekt mitten in einer Wirtschaftskrise zu planen und niemand störts (Hafenkran?).
Was ist an einem Hafenkran hässlich? Wäre schön wenn es niemanden stören würde. Ich würde mich wahnsinnig freuen wenn das Projekt realisiert werden kann!

Folgender Bericht bringt es auf den Punkt: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/...story/10765087

"«Die spinnen, die Zürcher», werden viele denken – und uns um diese Ausgelassenheit ein wenig beneiden. Vielleicht ist es gerade das, was die Krangegner aufstachelt: Zürich soll sich nicht offen, verspielt, fantasievoll präsentieren dürfen. Bloss keine Veränderung, weder im Stadtbild noch im Ruf; der Alltag mag Trott sein, aber Veränderung stört mehr."
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Old August 9th, 2011, 10:45 AM   #119
chadw_
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Originally Posted by primus20 View Post
Das auf so einem wichtigen platz wie der bahnhofsplatz ein parkplatz gebaut wird
genau. in bern hatten wir dieses szenario jahrzehntelang auf dem bundesplatz.
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Old August 9th, 2011, 11:50 AM   #120
cityfox
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der hafenkran stört mich nicht, ich wünschte mir jedoch viel lieber ein grosser kunstprojekt als festinstallation zb. auf dem sechseläutenplatz. die spinne auf dem bürkliplatz zb. war super! schade das es nur eine temporäre installation war.
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