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Old August 24th, 2010, 10:34 PM   #1
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Interrail 2010: ƒƒ's Bilder

In Juli habe ich eine Reise mit Interrail gemacht mit SSC'er Chimaera. Ich hatte leider nur 2 Wochen Zeit, er war doppelt so lang unterwegs. Jedoch haben wir auch im gemeinsamen Teil viel gesehen. Ich sammle meine Bilder in diesem Draht, also erwarte regelmäßig neue. Und, je mehr Reaktionen, je weniger Bilder pro Seite und also je schneller das Hochladen
Das spezielle an dieser Reise war übrigens, dass wir gar nichts im Voraus geplant haben: keine Hotels gebucht, keine Züge reserviert. Sogar wo wir hin gingen, wussten wir nicht, nur das wir in Frankreich anfangen würden. Das Resultat war für mich, das ich 5 Nächte in einem Hostel verbrachte, 2 in einer Nachtzug und der Rest unter dem offenen Himmel.
Ich werde als Titel das Datum erwähnen, also dies ist ein Öffnungspost.
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Last edited by ƒƒ; August 24th, 2010 at 11:04 PM.
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Old August 24th, 2010, 11:01 PM   #2
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7.7.2010

Schon am Anfang war was los. Wir wollten unser Interrail-Ticket kaufen am Schalter, ich in Berchem und Chimaera in Brügge. Das Computersystem für internationale Reisen war aber in allen Belgischen Bahnhöfen defekt. Mein Schalterbeamte hat schliesslich eine Nachricht geschrieben für den Zugführer, dass ich in Lille mein Interrail-Ticket kaufen würde, und er mir ein Ticket von Mouscron bis zur Landesgrenze verkaufen musste. Bis Mouscron hatte ich eine 10-Fahrtenkarte. Der Zugführer hatte schon gemerkt, dass was los war mit dem Computersystem und ließ mich umsonst von Mouscron bis zur Grenze fahren. In Kortrijk kam Chimaera auf meinen Zug und hatten wir in Lille endlich unser Interrail-Ticket.
Weil wir so wenig wie möglich Supplemente bezahlen wollten, und sicher nicht im Voraus reservieren wollten, suchten wir nicht einen TGV nach Paris. Wir wussten ja schon, dass unser erste Reiseziel irgendwo in der Auvergne sein würde, aber nicht gerade wo. Der Schalterbeamte in Lille sagte auch, dass wir für diese Region via Clermont-Ferrand fahren mussten, wofür wir also zuerst nach Paris gehen mussten.
Dann machten wir, was wir während der Reise soviele Male gemacht haben: schauen, wohin die verschiedene Züge fahren, und dann die Destination in der gute Richtung finden. So kamen wir in Amiens.

In Amiens hadden we even de tijd om rond te lopen, de volgende aansluiting was er nog niet direct.

1. Wenn man den Bahnhof verlässt, hat man gleich die Tour Perret im Gesicht. Die war mit 110m den höchsten Turm Frankreichs von 1952 bis 1966.


2.


3.


Zeit für ein kleiner Spaziergang hatten wir, aber wir durften natürlich unser Anschluss nach Paris nicht verpassen. Das machten wir wohl, also konnten wir den Dom mal besuchen.

4. Dorthin gingen wir längs der Rue Lamartine.


5. Die Cathédrale Notre-Dame ist mit 112,7m die höchste abgebaute Kathedrale (1533) des Landes.


6. Die Vorderseite.


7.


8.


Das zweite Mal hatten wir unser Zug, also ihr weißt, wo die nächste Bilder gemacht sind.
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Last edited by ƒƒ; August 30th, 2010 at 03:52 PM.
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Old August 29th, 2010, 09:55 PM   #3
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7.7.2010

Wir arrivierten in Paris im Nordbahnhof. Weil Paris die tolle Eigenschaft hat, dass alle Bahnhöfe Kopfbahnhöfe sind, und von jeder Bahnhof Züge in einer anderen Richtung fahren, hatten wir auf diesem sonnigen Tag noch eine schöne Spaziergang quer durch die Stadt dabei. Zuerst fragten wir im Bahnhof, in welchem anderen Bahnhof wir sein mussten, um irgendwo in der Auvergne zu kommen. Das war Bahnhof Austerlitz, um dort einen Zug nach Clermont-Ferrand zu nehmen. Wir haben nicht die kürzeste Weg genommen, wodurch wir im Endeffekt ungefähr 9 Km spaziert haben.

9. Nordbahnhof.


10. Die Umgebung.


11. Die Basilique du Sacré-Coeur ist nicht weit.


12.


13.


14.


15.


16.


17.


Zuerst stellten wir unsere Füße mal im Wasser im Hof der Palais Royal. Nicht viel weiter kamen wir bei der Seine, die wir ein wenig flussaufwärts folgen mussten nach Austerlitz.

18. Louvre.


19.


20. Seine vom Port du Louvre.


21. Essen auf der Ile de la Cité, via der Cathédrale Notre-Dame (1345) nach der andere Ufer. Die Türme an der Vorderseite sind 69m hoch.


22. Die Spitze 96m.


23.


24. Auf dem Port Saint-Bernard, an der Seine, spielte Musik. Es gibt dort mehrere 'Halbründchen', in jedes tanzte man.


Spät im Abend kamen wir in Bahnhof Austerlitz. Nicht viel nach das vorige Bild, begann es dunkel zu werden. Am Schalter fragten wir Informationen, welchen Zug wir bestens nahmen nach die Auvergne. Weil diese Region fast ebenso groß ist als Belgien, fragte der Beamter, wo wir hin wollten. Beim vorbereiten der Reise (ja, ein bisschen habe ich vorbereitet, aber nicht viel ) sah ich Bilder von der Cantal, und das sah gut aus. Ich konnte mich noch erinnern, dass die Hauptstadt dieses Departements - die Präfektur heißt dass dann - Aurillac ist. Dafür mussten wir den Nachtzug Richtung Toulouse nehmen und in Figeac umsteigen.
Zuerst gingen wir uns noch am Fernsehen des Bahnhofscafé die letzte Minuten von Deutschland-Spanien anschauen, danach auf die Plattform. Zum Teil bestand den Zug aus Schlafwagenbetten, die reserviert werden mussten. Am Ende des Platforms standen Zugführer, um die Ticketten zu kontrolieren. Wir fragten, ob wir ein Supplement zahlen mussten für diesen Zug, worauf der Zugführer antwortete, dass wir bereits nach die erste Wagen gehen durften. Wir hatten einen Wagen mit Sitze, und haben unterwegs keine kontrollierende Zugführer gehabt.
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Old August 29th, 2010, 10:21 PM   #4
il fenomeno
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wunderbar.
sagt man "draht" anstelle als thread im belgischen forum?
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Old August 29th, 2010, 10:49 PM   #5
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Wir übersetzen es ja, also 'draad' auf Niederländisch. Hier nicht denn?
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Old August 30th, 2010, 03:05 PM   #6
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Wir sagen "Strang" oder "Faden" auf deutsch.


Toller Strang, tolle Bilder! Wohin ging es denn noch, außer durch Frankreich?

Der Tour Perret in Amiens ist sehr faszinierend. Weckt Assoziationen mit der Kirche in Le Havre.
So kann Beton aussehen!
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Old August 31st, 2010, 10:49 PM   #7
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8.7.2010

Wohin geht es noch, tja, das wirst du bald sehen

Auf dieser ersten Nachtzug der Reise habe ich echt schlecht geschlafen, weil ich dann noch nicht wusste, wie man am besten schläft auf Sitze.
Wenn wir nahe zu Figeac kämen, würde einer der Zugführer uns aufwecken. Das hat man nicht gemacht, aber durch das schlechte Schlafen waren wir dann, um 5u morgens, wach. Dieses Städtchen haben wir nicht besucht: es war viel zu früh, und der Zug nach Aurillac würde bald kommen. Der Bahnhof von Figeac hatte eine ziemlich merkwürdige Struktur: 2 Gleise an der eine Seite des Gebäudes, 2 Gleise an der andere Seite.
Die Landschaft begann auch echt toll zu werden. Wo wir bis Paris leichte Gefälle hatten, waren die Hügel jetzt schon höher, und das Überfahren der Lac du Barrage de Saint-Etienne-Cantalès war ziemlich beeindruckend.

Ein bisschen weiter kamen wir in Aurillac, Präfektur des Departements Cantal. Zuerst einen Kaffee, dann in die Stadt.

25. Place du Square (oder 'Platzplatz').


26. Avenue Gambetta.


27. Rue Frère Charmes.


28. Das Zentrum besteht aus schmale Gassen, wie die Rue Victor Hugo.


29. Rathaus.


30.


31. Maison Consulaire.


32. Eglise Saint-Géraud.


33.


34. Château Saint-Etienne.


35. Eglise Saint-Géraud. Straßenschilder sind auf Französisch und Okzitanisch.


36. Von der Boulevard des Hortes.


37.


Hiernach gingen wir ins Touristenbüro, das dann gerade öffnete, fragen, wo wir sein mussten für die Berge in der Cantal. Nicht viel später hatten wir einen Ersatzbus - weil es auf diesem Trajekt momentan keine Züge gab - nach Le Lioran.
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Old September 7th, 2010, 06:20 PM   #8
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8.7.2010

Angekommen in Le Lioran fragten wir wo das Dorf ist. Na ja, ein Dorf ist es nicht, weil es keine Kirche hat. Le Lioran ist ein Weiler von Laveissière, mit Häuser in Le Lioran (beim Bahnhof) und Super-Lioran, eine Skistation, die ungefähr 100m höher liegt (1152,5m vs. 1263m). Dort mussten wir erst hin um da einen Supermarkt zu finden.

38. Super-Lioran besteht aus ein touristisches Infobüro, Hotels/Wohnungen und einige Geschäfte. Im Winter muss es hier sehr aktiv sein, jetzt im Sommer war es ruhig.


39. Im Nachmittag machten wir gleich unsere erste Wanderung, zum Plomb du Cantal. Das Tal kommt man an beide Seiten raus via Skipisten.


40.


41.


42. Die graue Spitze ist der Puy Griou (1690m) und durch ihre Form einer der auffallendsten neben dem Tal.


43.


44. Verschwindende Wege waren ein typisches Phänomen auf dieser Wanderung. Dann gingen wir einfach durch das Gras gerade nach oben.


45.


Eine Attraktion beim Plomb du Cantal ist der Mountainbikepiste. Dort gab es denn viele Leute. Einige Daten von der Webseite von Cantal Tourisme:

Stade de descente :
- niveau : très difficile
- distance : 4,2 km
- dénivelé : 560 m
- durée de 7 à 40 minutes

Ouverture estivale du 20 juin au 13 septembre
- du 20 juin au 10 juillet : de 9h30 à 12h30 et de 13h30 à 17h
- du 11 juillet au 23 août : de 9h à 18h sans interruption
- du 24 août au 13 septembe : de 9h30 à 12h30 et de 13h30 à 17h

46. Zum Teil geht diese Route über eine Skipiste.


47.


48. Auch über kleine Pfade.


49.


50.


51. Aber auch hierüber.


Dann hat man solche Sachen:


52. Super-Lioran.


53. Der Plomb du Cantal ist nur eine Erhöhung in einem langen Bergkamm. Darüber läuft die Voie Romaine.


54. Auch mit einer Seilbahn kann man von Super-Lioran nach den Plomb du Cantal (1855m), der zweithöchste Berg des Zentralmassivs, gehen. Die Aussicht is ziemlich merkwürdig: an der eine Seite liegen die andere Monts du Cantal.


55. An der andere Seite eine große Ebene.


56.


57.


58.


59.


60.


61. Wir stiegen ab längs ein anderer Weg, via der Harpon du Diable (Harpune des Teufels).


62. Links die Ausbuchtung des Plomb du Cantals, rechts Gras auf einem Felsen, dass wie abgeschnitten scheint.


63.


64.


65.


66.


67.


68.


69.


70.


71.


72. Die Leute von Haus Nr. 16 sind nicht Heim.


73. Die Nachbarn auch nicht. Dann gehen wir weiter runter.


74. Nicht viel später verschwand den Weg auch hier. Der Nachteil war, dass wir in einem Wald waren, wo es regelmäßig Stacheldraht gab.


Wir mussten also neben den Stacheldraht gehen bis es ein Loch gab, und dann konnten wir weiter gehen. So kamen wir im Weiler La Garde.
Einige Kilometer weiter, längs der Cère, liegt Saint-Jacques-des-Blats. Inzwischen war es schon spät und dunkel geworden. Im einigen Café, dass dort geöffnet war, tranken wir noch ein Bier. Danach fragten wir dem Gastwirt, wo wir ruhig schlafen konnten. Er verwies auf einem Rasenfeld zwischen der Kirche und dem Fluss, "dort wo ein Schild steht, dass man da nicht kampieren darf".
Das war hier, rechts von der S.
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Old September 8th, 2010, 03:01 PM   #9
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9.7.2010

Auf diesem Rasenfeld haben wir herrlich geschlafen. Zuerst mussten wir wieder nach Super-Lioran gehen, um zu frühstücken und essen zu kaufen.

75. Zum Teil mussten wir den Hauptweg folgen, aber beim Weiler Les Chazes konnten wir ein bisschen parallel laufen.


76. So kamen wir wieder in Super-Lioran.


77. Am Fuß der Turm ist das kleine Geschäftszentrum.


78. Wir gingen gleich wieder hoch, an der andere Seite des Tals als gestern. Hier stehen wir auf dem Berghang der niedrigen Puy Masseboeuf (1395m).


79. Wir gehen weiter zum Puy Bataillouse.


In der andere Richtung wanderte eine Gruppe von jungen Pilgern, manche mit ihren warmen Alben in diesem heißen Wetter.

80. Links den immer erkennbaren Puy Griou.


81. Zum Teil folgten wir den Chemin de Saint-Jacques de Compostelle. Rechts liegt den Puy de Peyre Arse (1806m).


82.


83.


84. Die erste Spitze war den sexiest Berg der Umgebung: den Téton de Vénus (Brustwarze von Venus) (1669m). Dort schaut man gerade in dieses wunderschönen Tal.


85.


86.


87.


88. Wir gingen weiter zum Rocher du Bec de l'Aigle (Adlerschnabelfelsen), mit 1700m die höchste Erhebung dieser zweiten Wanderung.


89. Einige Aussichten.


90.


91. Rechts unten Super-Lioran und dahinten die Kette des Plomb du Cantal. Erinnere dich, dass hinten diesen Mauer eine große Ebene liegt.


92.


93.


94.


95. Der Abstieg beginnt.


96.


97.


98. Nicht viel später waren wir wieder an der Skistation.


Wir gingen zurück nach unten, zum Bahnhof, um zu schauen, ob es noch einen Ersatzbus gab, der uns weiter Richtung Süd-Frankreich führen konnte. Wir hatten die Wahl zwischen einen Bus (weiter Zug) nehmen und um 23u40 in Clermont-Ferrand ankommen, oder in Le Lioran schlafen. Weil es hier einfacher ist, zu übernachten, haben wir diese Wahl getroffen.
Der Eigentümer des Bahnhofs wohnt daoben (und hat daneben seinen Gemüsegarten). Der sagte, dass wir uns waschen konnten im Bahnhof. Es gab dort kein Licht, also mussten wir es mit unseren Taschenlampe (oder für mich meine Kopflampe) tun. Um zu schlafen, dachten wir zuerst an der Skipiste an der andere Seite der Gleise. Die Luft war aber ein wenig grau, also sagte der Bahnhofseigentümer, dass wir in einem Hüttchen an der andere Seite schlafen durften. Das war seins und es hat je einen Esel gestanden, also lag dort Stroh.

99.


100.


101. Das Stroh ein bisschen richtig legen, und wir konnten schlafen.
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Old September 8th, 2010, 11:19 PM   #10
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ich dachte mir am ende des tages belohne ich mich noch mit dem neuen ƒƒ-posting und es war gut so.
unglaublich, wo ihr genächtigt habt.
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Old September 8th, 2010, 11:29 PM   #11
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10.7.2010

Von den Nächten unter offenen Himmel, haben wir hier in Le Lioran, auf dem Stroh in einer ehemaligen Eselscheune, an sich am besten geschlafen. Wir wollten aber am nächsten Morgen den ersten Bus (ab Arvant Zug) nach Clermont-Ferrand - denn der Bahnhofseigentümer sagte, dass wir so nach Süden fahren mussten - nehmen, und der war um 6u. Den Wecker hatten wir ja eingestellt, aber wir waren so müde und das Stroh lag so gut, dass wir noch eine Viertelstunde liegen blieben. Hiernach hatten wir die Zeit, die wir noch hatten um unser Rucksack wieder zu packen unterschätzt, wodurch wir diesen Bus vermissten.
Der nächste Richtung Clermont-Ferrand war nur innerhalb einige Stunden. Natürlich hatten wir noch kein Frühstück gehabt, also entschieden wir, zuerst den Bus nach Aurillac zu nehmen (dafür mussten wir 'nur' eine kleine 2 Stunden warten) um bei demselben Bäcker Kuchen zu holen, und bei demselben Kerl als voriges Mal Kaffee zu trinken.

Dann folgte eine ziemlich lange Busfahrt, zuerst wieder über Le Lioran und dann weiter in andere Regionen der Cantal: tolle Städtchen wie Murat und dünn besiedelte bewaldete Täler. Gut zu wissen ist, dass der Cantal nur 27 Einwohner/km2 hat und in einer Region liegt, die die Franzosen den 'leeren Dreieck' nennen. Das ist das Gebiet zwischen Lothringen und den Pyrenäen, wo sehr wenig Leute wohnen.
In Arvant mussten wir umsteigen nach den Zug nach Clermont-Ferrand.

Dort hatten wir direkt einen Zug nach Béziers, wodurch wir von dieser Stadt nichts gesehen haben. Bis zum nächsten Bahnhof Issoire war den Zug ganz voll und mussten wir stehen bleiben, und versuchen, unsere große Rucksäcken so zu stellen, dass sie nicht im Weg standen oder umfielen.
Bis Neussargues folgten wir eine Route, die wir soeben noch gemacht haben: aus irgendeinem Grund schickte der Bahnhofseigentümer von Le Lioran uns doppelt über einer Route von 100 Km! Weiter nach Süden war die Zugfahrt herrlich und konnten wir uns eine wunderschöne Landschaft anschauen. So fuhren wir über den Viaduc de Garabit:


(Wikipedia)

Rund Millau gab es außer den Viadukt die felsige Landschaft mit nicht sehr hohe aber schon felsige und dadurch rau aussehende Hügel. Durch die Bebauung und die Vegetation merkten wir mehr und mehr, dass wir das Mittelmeer herannahten.

Es war Zeit, einige Kleider zu waschen, also suchten wir eine Jugendherberge. Die gibt es nicht in Béziers, also schauten wir noch schnell, welchen Zug wir weg von hier nehmen konnten. Es gab einen Zug von RENFE, die nach Montpellier fuhr.

Die Jugendherberge in Montpellier hatten wir ziemlich schnell gefunden, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die voll war. Zwei Gruppen von Deutscher (2x Leipzig, 3x München) hatten dasselbe Problem. In der wunderschönen historischen Innenstadt gingen wir zuerst ein bisschen chillen, wie viele andere lokale junge Leute. Zwei hübsche Mädchen verfügten uns, und sagten, dass wir im Jardin des Plantes übernachten konnten. Nur mussten wir dafür sorgen, dass wir morgens weg waren, bevor der Gartenwärter da war.
Um dahin zu gehen, spazierten wir längs den Arc de Triomphe und die Promenade du Peyrou. Zuerst mussten wir schauen, wo wir über die Mauer klettern konnten, denn die andere Seite war oft sehr tief oder hatte Stacheldraht. Beim Haupteingang halfen die Deutsche Jungen, denn sie waren 18-19 Jahre alt, uns über den doch einige Meter hohe Mauer. Im Park fanden wir keine Stelle wo wir sowohl gut lagen als nicht gesehen werden konnten.
Dann haben wir wieder über die Mauer geklettert und wieder in die Stadt gegangen. Zwei dieser Jungen haben im vorigen Nacht auf der Straße geschlafen, in einer ruhigen Straßchen mitten in der Stadt. Chimaera und mir gefiel diese Idee nicht so, aber wir haben doch mitgemacht, weil wir doch sieben waren. Wenn es nur uns zwei war, denke ich, dass wir bis aussen den städtischen Gebieten gewandert sein würden, aber das fanden die Deutscher zu weit.
Die Straße wo wir schliefen war eine Gasse an der Place de la Chapelle Neuve.

Montpellier ist die erste von zwei Städte, die wir nur nachts gesehen haben.
Von diesem Tag habe ich keine Bilder.
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Old September 9th, 2010, 01:37 PM   #12
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11.7.2010

Vielen Dank, fenomeno!

Dort auf der Straße haben wir echt schlecht geschlafen. Ich legte meinen Kopf nur auf meinem Rucksack, Chimaera hatte seinen Schlafsack. Die harte Pflastersteine, halb wachen wenn es Leute in der Nähe gab… Um 5u gingen wir wieder zum Bahnhof von Montpellier. Da mussten wir lange warten und war es schwierig, unsere Augen offen zu halten.
De volgende trein bracht ons naar Nîmes.

102. Eines der bekanntesten Gebäude ist Les Arènes, ein römisches Amphitheater aus dem Jahr 60, dass mit ihre 25.000 Plätze noch immer viele Konzerte bietet. Die Dimensionen L x B x H sind 133,38 x 101,4 x 21 Meter.


103.


104. Via die Boulevard Victor Hugo gingen wir nach eine andere Attraktion.


105. Dabei kamen wir längs die Eglise Saint-Paul (62m, 1835-1849), unter Denkmalschutz seit dem Anfang des 20sten Jahrhundert, entworfen von Charles Questel.


106. Es war noch sehr früh, also war es noch nicht sehr lebendig in der Stadt, auch bei der Maison Carrée, dass um die Geburt Christi gebaut wurde. Nach Rathaus und mittelalterliche Kirche ist es jetzt ein Kunstmuseum. Der Auftrag zum Bau kam von Agrippa. Die Dimensionen sind gleich wie die vom Apollotempel in Rom: 26,42 x 13,54 x 17 Meter.


107. Das Gebäude wurde renoviert, die Vorderseite war nicht zu sehen.


108. An der andere Seite liegt das Carré d'Art (1993), ein Museum für kontemporäre Kunst, entworfen von Norman Foster.


109. Die Quai de la Fontaine brachte uns längs einem Graben nach die Place du Maréchal Foch, wo dieser Graben eine Schlinge macht.


110.


111. Die Jardins de la Fontaine, ein Paradieschen, dass gebaut ist rundum die Quelle der Gottheit Nemasus.


112. Auch hier gibt es zwei römische Bauwerke. Dies ist der Temple de Diane.


113.


114. Hier konnten wir wieder waten.


115.


116.


117. Am Ende gibt ein kleines Wäldchen. Wir wussten, dass es irgendwo eine Tour Magne geben musste, aber die steht hinter dem Wald und haben wir also nicht gesehen.


118. Hier hat man doch auch eine gute Aussicht auf ua Le Jean Jaurès und Résidence Les Champs Elisés.


119.


120. Die Innenstadt.


121. Glockenturm an der Place de l'Horloge.


122.


123. Cathédrale Notre-Dame-et-Saint-Castor von der Rue des Marchands.


124.


125.


126. Place aux Herbes.


127. Es war Sonntag.


128. Place du Chapitre. Die Mauerchen sind kleine Kaskaden, zwischen denen man Zickzack geht.


129. Eglise Sainte-Perpétue an der großen Place de la Libération.


130.
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Old September 12th, 2010, 07:45 PM   #13
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11.7.2010

Wir stiegen eigentlich schon in Nîmes ab, weil wir dachten schon dort nach Marseille fahren zu können. Wir mussten aber sowieso längs Avignon.
Dort hatten wir auch die Zeit, ein wenig zu spazieren. Weil ich da schon früher war, konnte ich Chimaera ohne Mühe zu den interessanten Orten leiten, auch wenn wir von der andere Seite die Stadt besuchten. Eine wahre Überbevölkerung an Touristen und Mädchen, die uns Papierchen anreichten und dabei 39°C.
Selber habe ich dort keine Bilder gemacht, weil ich nichts neues gesehen habe. Ich leite euch dann auch gern weiter zu meine Bilder von vor einigen Jahren über Avignon.
Wenn wir längs dem Schutzwall wieder zum Bahnhof gingen, gab es eine Gruppe aus Brügge, die ein Wettkampf per Anhalter fahren machten. Ihre nächste Stadt war Montpellier: "Ja, dort haben wir auf der Straße geschlafen."

Von Avignon nach Marseille mussten wir einen Bus unter Zugnummer nehmen, obwohl es doch Züge gab auf diesem Trajekt. Unsere Ticketten interessierte der Busfahrer nicht: "Je m'en fou les tickets, il fait chaud!" (die Ticketten sind mir egal, es ist warm)
Noch sehr müde durch den kurzen Nacht in Le Lioran und die schon ganz kurze Nacht in Montpellier schliefen Chimaera und ich mehrere Male ein. So erinnere ich mich noch, dass wir am Bahnhof in Arles standen, aber wenn wir eine schöne Sicht auf der historischen Stadt hatten, war ich wieder eingenickt. Die Fahrt längs dem Etang de Berre mit das Viadukt hoch über Martigues weckt man aber gleich auf.

In Marseille habe ich viele Bilder gemacht. Es ist ja ein große und wunderbare Stadt. Diese werde ich per 20 posten.
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Old September 12th, 2010, 10:40 PM   #14
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11.7.2010 & 12.7.2010

In Marseille hatten wir wohl eine Jugendherberge. Dafür mussten wir zuerst mit der U-Bahn fahren, um dann auf dem Rond Point du Prado um zu steigen nach den Bus. Unsere Zimmergenosse waren 2 Kerls aus Vancouver.

131. Tour France 3 (65m, 1954) im Parc Charnot.


132. Le Grand Pavois (100m).


133. Stade Vélodrome.


134. Flat an der Boulevard Michelet.


Abends sind wir noch am Strand gewesen und haben wir geschwommen bei einer relativ ruhige Stelle. Das Strand bestand aus härtere Korne von Sand als an der belgischen Küste, und im Meer große Steine. Ich schwamm natürlich ohne Brille, also musst ich gut schauen, wo ich meine Füße stellte.

Auf dem Weg zum Strand bin ich fast überfahren. Wenn ich ein Zebra überqueren wollte, fuhr das letzte Auto der Reihe parkierte Wagen plötzlich rückwärts. Als automatische Reaktion klopfte ich einige Male auf das Auto, aber nur wenn ich einige seitwärtse Schritte machte, hältete er.

Am Abend haben wir uns das Finale der Weltmeisterschaft angeschaut. Schade für die Niederlanden natürlich.

Am nächsten Tag fingen wir an, die Altstadt zu entdecken. Zuerst mal schauen beim Bahnhof, ob wir unsere Rucksäcke dort lassen konnten, aber 8€ wollten wir doch nicht zahlen. Wir wussten es dann noch nicht, aber wir würden später auf diesem Tag nicht mehr beim Bahnhof kommen.

135. Wenn man diesen Bahnhof längs einer der vielen Zugänge verlässt, sieht man das hier. Rechts der Hügel mit der Basilique Notre-Dame-de-la-Garde, links die felsige Hügel, die das Süden und Westen der Stadt charakterisieren.


136. Boulevard d'Athènes.


137. Die monumentale Treppe vor Marseille Saint-Charles.


138. Nicht weit vom Bahnhof hat man schon schmale Straßchen.


139. Platz bei der Rue Puvis de Chavannes.


140.


141. Post an der Rue Henri Barbusse.


142. Giebel an der Rue Puvis de Chavannes.


143. Place Sadi Carnot.


144. Eglise Notre-Dame du Mont Carmel.


145. Place Sadi Carnot von der Rue Saint-Antoine.


146. Rue des Moulins.


147. Rue du Panier.


148.


149. Rue du Puits du Denier.


150. Rue de la Vieille Tour.
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Old September 13th, 2010, 11:44 PM   #15
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12.7.2010

151. An der hintere Seite der La Vieille Charité.


152. La Vieille Charité, ein Komplex gebaut im 17ten Jahrhundert nach Pierre Puget, ursprünglich um armen unterzubringen. Inzwischen gibt es dort verschiedene Museen, und oben wohnen Studenten.


153.


154.


155.


156.


157.


158. Die Cathédrale de la Major, oder Cathédrale Sainte-Marie-Majeure, ist sehr merkwürdig gelegen: zwischen belebte Straßen und neben eine enorme Baustelle. Nicht gerade etwas, was man von einer Kathedrale erwartet. Sie wurde gebaut zwischen 1852 und 1893.
Die Zwillingtürme sind 60m hoch, der Kuppel reicht bis 70m und hat einen Durchmesser von 17,7m. Das Gebäude ist 142m lang.


159.


160. Ecke der Esplanade de la Tourette und Rue Miradou.


161.


162.


163. Bouwwerf tussen de kathedraal en de zee.


164. Esplanade de la Tourette.


165. Hafen.


166. Im Hintergrund die Hügel bei Niolon.


167. Die Platz neben der Kathedrale. Links die Tour CGA-CGM (145m, 2010), das höchste Gebäude von Marseille.


168.


169. Rue Miradou.


170. Gebäude an der Esplanade de la Tourette.
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Old September 15th, 2010, 01:18 PM   #16
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12.7.2010

171. Treppe nach der Rue Saint-Thome.


172. Cathédrale de la Major und Tour CGA-CGM.


173.


174. Fort an der anderen Seite der Avenue Vaudoyer.


175. Eglise Saint-Laurent = la Tourette (1249).


176. Fort Le Pharo an der andere Seit des alten Hafens.


177. Der Hügel mit der Basilique Notre-Dame-de-la-Garde.


178. Vieux Port.


179.


180.


181.


Wir beschlossen nach die Calanques zu gehen. Das ist ein sehr großes Naturgebiet zwischen Marseille und Cassis, wovon wir im Endeffekt nur ein sehr kleines Teil gesehen haben.
Zuerst Bus 83 bis zum Bildsäule Davids, am Ende der Avenue du Prado. Dies war schon eine fantastische Fahrt längs dem Meer.
Dann mussten wir Bus 19 nehmen bis zum Ende des bebauten Gebiets von Marseille und dann noch einen Shuttle zum kleinen Dorf Les Goudes.

182. Les Goudes.


183.


184.


185.


186.


187.


188.


189.


190.
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Old September 28th, 2010, 05:42 PM   #17
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12.7.2010

191. Am Anfang der Wildnis liegt Callelongue.


192.


193.


194.


195. Auf dem ersten Hügel längs der Küste steht ein verfallenes Gebäude.


196. Callelongue.


197.


198.


199.


200.


201.


202.


203.


204.


205.


206.


207.


208. Via einer Wendeltreppe und einem Kriechloch, dass auf diesem Bild größer scheint, als es ist, kommt man aufs Dach.


209.


210.
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Old September 28th, 2010, 11:08 PM   #18
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le voyage fantastique, ff.
kommt noch mehr?
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Old December 11th, 2010, 06:40 PM   #19
thun
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Tolle Fotos. Vor allem Marseille fand ich interessant, hatte bisher gar keine Idee, wie es da so aussieht. Dankeschön!
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Folglich mein TagesTipp => Es genau so hinzunehmen wie ich es sagte. Notorisches Widersprechen wird nichts bringen. Ehrlich! Vertraut mir da voellig!
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