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Old August 27th, 2004, 09:35 AM   #1
trance-x
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Film-Star Charlize Theron shoppt am Hackeschen Markt
Die Oscar-Preisträgerin kauft Kapuzen-Shirts und Schmuck

Sonnenbrille ins schwarz gefärbte Haar gesteckt, Zigarette hinters Ohr geklemmt, Trägerhemdchen im Knitterlook übergeworfen, dazu bequeme Strandlatschen: So unprätentiös schlenderte Hollywood-Star Charlize Theron Sonnabend beim Shoppen durch die Straßen am Hackeschen Markt.

Kein Puder im Gesicht, kein Lippenstift, kein Schmuck. Kein Wunder, dass sich niemand nach ihr umgedreht hat. Ohne Stylist sieht eben auch eine Oscar-Preisträgerin aus wie Du und Ich. Hinzu kommt: Charlize Theron ist mit schulterlangen, blonden Haaren berühmt geworden und auf die Titelseiten der Illustrierten gekommen. Jetzt trägt sie rollenbedingt einen schwarz gefärbten Pagenkopf.

"Meine Leute haben sie anfangs nicht erkannt. Sie kam in den Laden, schaute sich in aller Ruhe um, trug dann einige Sachen zur Kasse. Erst im letzten Moment hat meine Verkäuferin Susi Frau Theron erkannt. Und das, obwohl sie ein totaler Fan von Charlize ist. Beim Kassieren hat sie dann um ein Autogramm gebeten", berichtet Cora Schmid. Die Geschäftsführerin des Trendshops "East Berlin" an der Alten Schönhauser Straße konnte Charlize Theron von ihrer selbst designten Kollektion überzeugen.

Die Schauspielerin kaufte reichlich: drei olivfarbene Kapuzen-Shirts mit dem "EastBerlin"-Logo und einem mit Hand aufgestempelten pinkfarbenen Adler für je 69 Euro. Einen Baumwoll-Rock mit offenen Kanten für ebenfalls 69 Euro, ein perlenbesticktes Textilarmband mit Messingschnalle und Funkturm-Motiv (17,90 Euro) sowie einen Silberring. Auch Maria, die Verkäuferin im "Delight" an der Alten Schönhauser Straße, wo die Schauspielerin ein Kapuzen-Shirt von "Franklin & Marshall" (aus Italien, 89 Euro) kaufte, hatte Mühe, ihre bekannte Kundin zu erkennen.

"Die sieht in den Filmen und auf Fotos total anders aus. In echt ist sie viel kleiner und hat auch irgendwie ein viel normaleres Gesicht." Bei "Replay" an der Neuen Schönhauser Straße kam dann schließlich auch Therons Freund, der Schauspieler Stuart Townsend, auf seine Kosten. Die Schauspielerin schenkte ihm eine neue Jeans und sich selbst - na was wohl? - noch mal drei Shirts aus der neuen Herbst-Winter-Kollektion.

Der Einkaufs-Bummel war wohl erst einmal ihr letzter ausgiebiger, privater Ausflug in Berlin. Gestern begannen für die Schauspielerin in Potsdam die Dreharbeiten zu ihrem neuen Film "Aeon Flux". Der erste Set fand nicht in den Film-Studios statt, sondern unter freiem Himmel, mitten in der Natur. Mit den spektakulären Stunts für den Action-Thriller will die US-Produktionsfirma (Paramount Pictures) erst kommende Woche beginnen.

Auf ihrer letzten Shopping-Station, in einer Design-Boutique in den Hackeschen Höfen, wurde der Weltstar vom Verkaufspersonal dann doch noch erkannt. Gut für Charlize Theron: Die Schauspielerin kam um kurz nach 19 Uhr dort an, der Laden wollte gerade schließen. Wie bei anderen Hollywood-Stars auch üblich, gewährte man Charlize Theron exklusiven Eintritt ohne weitere Kunden und eine satte Stunde zum Anprobieren. Genug Zeit, um zwischendurch in aller Ruhe eine Zigaretten-Pause vor der Tür zu machen. In Amerika wäre das so ohne weiteres nicht möglich gewesen. Da ist Rauchen auf der Straße mancherorts polizeilich verboten.

Wieder ein Punkt mehr für die deutsche Hauptstadt. Hier können die Stars unerkannt tun und lassen, was sie wollen. Niemand belästigt sie. Alle freuen sich, wenn sie da sind. Vor allem die Ladenbesitzer. In Mitte, übrigens auch der Wohnkiez von Theron, werden sie jetzt bei Schwarzhaarigen wohl genauer hinsehen.

Last edited by trance-x; August 31st, 2004 at 01:54 AM.
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Old August 27th, 2004, 09:36 AM   #2
trance-x
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Jodie Foster dreht in Charlottenburg
Hollywood-Schauspielerin ist in Berlin und steht im November für US-Thriller vor der Kamera


Das ist ja mal eine Überraschung: Jodie Foster ist gestern in Berlin gelandet und steht hier, wie man hört, Ende November für eine Woche vor der Kamera. Für den Thriller "Flight Plan". Ein Film im Stil eines Hitchcock-Thrillers, in dem die Hauptstadt eine tragende Rolle spielt. Zunächst wurden Locations besichtigt: außer einer Wohnung in Kudamm-Nähe Krankenhäuser, Krematorien und Leichenhallen.

Die Produzenten des Thrillers, Brian Grazer und Robert Di Nozzi, haben für die Filmaufnahmen eine 300 Quadratmeter große Altbauwohnung mit einer Zimmerflucht in Charlottenburg angemietet. Die Regie hat Robert Schwentke aus Thüringen übernommen. Für ihn ist das US-Projekt mit Jodie Foster, dem Star aus "Das Schweigen der Lämmer" in der Hauptrolle, sein Hollywood-Debüt. Der Streifen soll Mitte 2005 bundesweit im Kino anlaufen.

"Ja, wir wissen, dass dieser Film in Berlin gedreht wird", bestätigte Petra Strobel, Sprecherin von Buena Vista International Germany gestern der Berliner Morgenpost. Der Filmverleih mit Sitz München ist eine Tochter der Disney-Studios in Amerika und bringt den Action-Thriller 2005 auf den deutschen Markt.

Die Amerikaner nutzen für ihre aktuelle Produktion nicht, wie derzeit Charlize Theron oder ab Januar 2005 Tom Cruise, die Film-Studios in Babelsberg. Sie haben aber Berliner Locationscouts beauftragt, die wiederum Hand in Hand mit einer Agentur arbeiten, die Wohnungen vermietet. Die Agentur führt Kartei über Domizile, die von Privatpersonen für Dreharbeiten vermietet werden. In Augenschein nahmen die Berliner Helfer zunächst eine Wohnung zwischen Lietzenburger Straße und Kurfürstendamm. Mit Seidentapeten, altem, herrschaftlichen Stuck und Blick über die Dächer von Berlin. Der Vertrag, so hört man, scheiterte daran, dass die Zimmer der Wohnung nicht hintereinander lagen - und sich somit nicht für eine hektische Fluchtszene eigneten. Die Hollywood-Experten entschieden sich nun für eine andere Immobilie, auch in Kudamm-Nähe.

Das Drehbuch zu "Flight Plan", ein Film im Stil der Hitchcock-Produktionen, stammt aus der Feder der US-Autoren Peter Dowling, Terry Hayes und Billy Ray. Der Film handelt von einer Witwe (gespielt von Jodie Foster), die nach dem Tod ihres Mannes beschließt, mit ihrer Tochter von Berlin in die alte Heimat Amerika zurückzukehren. Im Flugzeug, auf einer Höhe von 30 000 Fuß, verschwindet die Tochter plötzlich spurlos ...

Die 22-jährige Erika Christensen ("Traffic") spielt die Tochter, Peter Sarsgaard ("Der Mann in der Eisernen Maske") einen Sitznachbarn der aufgelösten Mutter, der ihr bei der Suche mental eine Stütze ist. Auch Sean Bean ("Der Herr der Ringe", "Troja") ist für eine Rolle im Gespräch.

Berlin, Treffpunkt der Hollywood-Stars. Drei Flughäfen, unzählige Hotels und Apartments gewähren ihnen in der Millionenstadt Anonymität. Charlize Theron tauchte nach ihrer Ankunft im Juli erst einmal eine Woche unter, bevor sie in Babelsberg (dort dreht sie "Aeon Flux") und beim Shoppen am Hackeschen Markt gesichtet wurde. Tom Cruise schneit auch alle paar Wochen mal rein, um die Produktion seines Films "Mission Impossible III" (soll im Januar 2005 starten) vorzubereiten. Und nun Jodie Foster.

Last edited by trance-x; September 1st, 2004 at 07:54 AM.
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Old August 27th, 2004, 09:40 AM   #3
trance-x
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Fantl plant Hollywood-Film für 55 Millionen Dollar in Babelsberg

Potsdam (dpa/bb) - Der Kölner Filmproduzent Jan Fantl will in den Babelsberger Studios einen Hollywood-Film mit einem Budget von 55 Millionen Dollar (45,5 Millionen Euro) drehen. Es gebe bereits Gespräche mit dem Brandenburger Wirtschaftsministerium über eine Landesbürgschaft, sagte er den «Potsdamer Neueste Nachrichten» (Freitag). Für seinen letzten in Babelsberg gedrehten Film «Beyond the Sea» erhielt Fantl bei einem Etat von 28 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) eine Landesbürgschaft in Höhe von 4,5 Millionen Euro.

Last edited by trance-x; September 1st, 2004 at 07:59 AM.
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Old August 27th, 2004, 09:42 AM   #4
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Weniger Geld nach Hollywood - Fonds sollen einen Teil ihres Geldes in die deutsche Filmwirtschaft investieren
Von Barbara Brandstetter

Berlin - Filmfonds sind bei deutschen Anlegern beliebt, lassen sich mit dem Investment doch noch üppige Steuervorteile sichern. Doch seit geraumer Zeit wächst die Gefahr, dass diese fiskalische Sonderbehandlung für Medienfonds gekippt wird. "Steueranreize für Privatanleger bei der Filmfinanzierung sind weiter nötig", sagt Georgia Tornow, Generalsekretärin der Produzentengemeinschaft "film20".

Die Fonds müssten jedoch umgestaltet werden, um nicht nur den Investoren, sondern auch dem Filmstandort Deutschland von Nutzen zu sein. Auf der Medienkonferenz Babelsberg 2004 forderte die Produzentengemeinschaft Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf, Steuervergünstigte Medienfonds aus Deutschland zu verpflichten, einen Teil ihres Geldes in die deutsche Filmwirtschaft zu investieren. "Bisher fließt das meiste Geld der deutschen Filmfonds nach Hollywood", sagt Tornow. Allein im vergangenen Jahr seien rund 1,7 Mrd. Euro aus deutschen Filmfonds im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gelandet. Die gesamte deutsche Filmförderung habe hingegen ein Volumen von 200 Mio. Euro. Die Folge: Die amerikanische Filmwirtschaft floriert, während sich hier zu Lande angesichts der öffentlichen Finanzmisere bei der traditionellen Filmförderung das "Ende der Fahnenstange" abzeichne. Der deutsche Fiskus, der den Steuervorteil gewährt, geht zudem unter dem Strich leer aus, denn das Geld wird in anderen Ländern ausgegeben. "Wir brauchen Steuervergünstigungen für die Platzierung von privatem Anlegerkapital für deutsche und internationale Filmproduktionen - jedoch mit einem klar definierten German Spend", fordert Tornow. Sprich: ein Teil des investierten Kapitals soll in Deutschland ausgegeben werden müssen. "Das würde der deutschen Filmwirtschaft einen Wachstumsschub verleihen", ist Tornow überzeugt. Konservativ gerechnet könnte damit die Beschäftigung in den angrenzenden Branchen verdreifacht und die Sozialkassen im Jahr 2010 um 330 Mio. Euro verringert werden. Vorbild für das von "film20" vorgeschlagene Steuermodell ist das britische System. Das so genannte Sale and Leaseback-Verfahren hat seit 1997 die ausländischen Filminvestitionen in Großbritannien auf 1,1 Mrd. Euro 2003 fast verdreifacht. Großbritannien zeige, dass das Modell funktioniert und auch für die deutsche Filmindustrie von großem Nutzen sein wird. "Damit könnte auch ein Teil der etwa 150 bis 200 Filmproduktionen, die an keinen Standort gebunden sind, nach Deutschland geholt werden", sagt Tornow.
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Old August 27th, 2004, 09:45 AM   #5
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Geflüster 17. August 2004
Viele Frauen kommen nicht an schicken Schuhen vorbei, bei Top-Model Nadja Auermann sind es Taschen. Sie besitzt fast 30 Exemplare, auch einige der Luxusmarke Louis Vuitton, wie sie am Mittwochabend beim Empfang in den Vuitton-Räumen am Kurfürstendamm erzählte.

Dort hatten Gabriella Schnitzler (Geschäftsführerin Vuitton Deutschland) und Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp zum Fashion-Apéritif geladen. Anlässlich des 150. Geburtstags von Louis Vuitton wurde die exklusive Jubiläums-Fotostrecke von Vogue mit der Berliner Titelbildschönheit Auermann präsentiert. Auch ihr schulterfreies Corsagen-Oberteil und der Chiffon-Rock trugen den Namen der Luxusmarke. Was trägt Nadja Auermann privat? "Im Sommer am liebsten Kleider und Röcke, wenn es kühler wird Hosen. Jeans allerdings zu jeder Jahreszeit."

Der britische Botschafter Sir Peter Torry ist Schirmherr des bis Sonntag laufenden 8. Internationalen MG-Treffens. Die Fahrer der tollen Kisten fahren heute um 8.30 Uhr von der Avus-Nordkurve aus einen Korso zum Auto-/Veranstaltungshaus "Meilenwerk" (Wiebestraße 36-37, Moabit). Am Sonnabend brechen 60 Teilnehmer zur Rallye ins Berliner Umland auf.


Wer dieser Tage der Schauspielerin Anna Loos (33, Foto) begegnet, könnte glatt an ihr vorbeigehen: Sie trägt jetzt einen kurzen Bobschnitt, ist ein ganz anderer Typ. Anna Loos, die erst kürzlich ihre große Liebe, den Film- und Fernsehstar Jan Josef Liefers, 40, heiratete und Mutter einer 22 Monate alten Tochter ist: "In meinen letzten beiden Filmen wurden meine Haare arg strapaziert. Für den einen Film musste ich sie dunkel färben, für den anderen wurden sie verlängert. Hinterher sah ich aus wie ein gerupftes Huhn."

Last edited by trance-x; September 1st, 2004 at 08:04 AM.
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Old August 27th, 2004, 09:46 AM   #6
trance-x
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17. August 04, Pekinger Oberbürgermeister auf dem Weg nach Athen in Berlin

Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) empfängt heute (Freitag) den Oberbürgermeister der chinesischen Hauptstadt Peking, Wang Qishan. Die Regierungschefs der beiden Partnerstädte treffen sich am Vormittag zu einem Gespräch im Roten Rathaus. Anschließend trägt sich der Gast im Wappensaal in das Goldene Buch ein. Nach seinem Besuch in Berlin reist Wang nach Athen, wo er bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele die Fahne für die nächste Olympiade in Peking 2008 entgegennehmen wird.

Last edited by trance-x; September 1st, 2004 at 08:06 AM.
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Old August 30th, 2004, 02:30 AM   #7
Max BGF
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Originally Posted by trance-x
Abgesehen davon, daß ich nicht verstehe, warum bei unserer Staatsverschuldung Filmfonds überhaupt steuerlich begünstigt sind, würde mich interessieren,
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"Bisher fließt das meiste Geld der deutschen Filmfonds nach Hollywood"
wer eigentlich daran ein Interesse haben kann.

Damit der Eintritt für den kleinen Mann billiger wird ?
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Old August 30th, 2004, 03:34 AM   #8
DiggerD21
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Originally Posted by Max BGF
würde mich interessieren,
wer eigentlich daran ein Interesse haben kann.

Damit der Eintritt für den kleinen Mann billiger wird ?
In dem Fall wäre eine direkte Subventionierung der in Deutschland agierenden Filmverleiher effizienter.

Vielleicht kriegt Roland Emmerich ja sonst nicht seine Milliönchen für seine Filmchen zusammen.

Im ernst: Das würde mich jetzt auch interessieren. Vielleicht landet das Geld in Hollywood und als Gegenleistung werden ein paar Szenen (oder sogar ganze Hollywood-Filme) in Deutschland gedreht.
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Old August 30th, 2004, 10:10 AM   #9
Max BGF
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Originally Posted by DiggerD21
In dem Fall wäre eine direkte Subventionierung der in Deutschland agierenden Filmverleiher effizienter.

Vielleicht kriegt Roland Emmerich ja sonst nicht seine Milliönchen für seine Filmchen zusammen.

Im ernst: Das würde mich jetzt auch interessieren. Vielleicht landet das Geld in Hollywood und als Gegenleistung werden ein paar Szenen (oder sogar ganze Hollywood-Filme) in Deutschland gedreht.
Wahrscheinlich wird der Milliardenaufwand getrieben, damit sich Wowi an vier Tagen im Jahr im Glanz eines Hollywood-Stars sonnen kann. Als Gegenleistung nämlich werden ein paar Premieren in Berlin durchgeführt. Unmöglich ist überhaupt nichts.
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Old August 30th, 2004, 03:53 PM   #10
trance-x
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max ...

hast du das gefuehl besonders gebeutelt zu sein oder umgekehrt reicher zu sein, wenn in berlin nix investiert wuerde?

nein. die sache mit dem filmfond hatte mit berlin zunaechst einmal wenig zu tun, genau genommen hat es noch nicht einmal mit dem deutschen film viel zu tun ... was da wirkt ist ein ganz normaler globalisierungsprozess. ein fond kann geld erwirtschaften, justiert sich auf die lukrativsten strukturen ein (das sind nun einmal hollywoodproduktionen) und der rest ist dann eine frage des ringens um die richtige organisation, damit a) dem staat nichts entgeht sowie b) die kunst nicht ungegeht, der standort gestaerkt bzw. eben die allgemeine "sinnfrage" taugt sowie auch c) die fondzeichner nicht enttaeuscht werden ... etc.


hier mal ein aelterer auszug aus der welt ...

Quote:
Reihenweise Oscars für Minister Eichel Deutsche Filmfonds bezahlen halb Hollywood.
Jetzt will der Fiskus dem Steuersparmodell den Boden entziehen
von Ulrich Machold

Während die Stars und Sternchen der Glamourwelt nach den Oscar-Verleihungen am vergangenen Sonntag wohl noch damit beschäftigt sind, auf sich selbst anzustoßen, dürfte ihren Produzenten die Lust aufs Feiern immer mehr vergehen. Denn ein großer Anteil der Mittel, mit denen viele Hollywood-Filme produziert werden, kommt aus Deutschland. Und damit könnte bald Schluss sein.

Allein 46 der insgesamt 157 für einen Academy Award nominierten Werke wurden mit Geld aus deutschen Filmfonds gedreht. Die geschlossenen Fonds sammeln hier zu Lande Kapital ein und finanzieren damit die Produktion. Im Gegenzug sind sie am Einspielergebnis des Films und der gesamten Verwertungskette über Video, DVD und Fernsehen beteiligt. 13 Oscars gingen so dieses Jahr an Deutschland. Beziehungsweise an Hans Eichel. Denn das meiste in Hollywood investierte Geld stammt mehr oder minder direkt aus dem Staatssäckel. Die Fonds dienen vor allem als Steuersparmodell - und das mit durchschlagendem Erfolg: Seit 1998, als das Konstrukt Filmfonds auf breiter Front das Licht der Welt erblickte, steckten deutsche Privatanleger rund acht bis zehn Milliarden Euro in die Anlagegesellschaften. Nicht überraschend, denn die Initiatoren versprachen, was es sonst fast nirgends mehr gab: eine 100-prozentige Verlustzuweisung, steuerlich voll geltend zu machen, sofort beim Kauf.

Das funktioniert, weil ein Film laut deutschem Steuerrecht für seinen Fabrikanten ein "immaterielles Wirtschaftsgut" ist. Damit firmiert ein Investor in einen Filmfonds, die meistens in Form von ineinander verschachtelten Kommanditgesellschaften organisiert sind, nicht als Anleger, sondern als Filmproduzent und kann den gesamten Anlagebetrag auf einen Schlag von der Steuer absetzen. Durchschnittlich zwei Milliarden Euro kostete das Hans Eichel pro Jahr.

Jetzt aber ist es wohl vorbei damit. Denn der Fiskus hat offenbar den lange gesuchten Schalter in der Hand, um dem Steuersparmodell Filmfonds das Licht auszuknipsen. Die Vorlage: zwei Urteile des Bundesfinanzhofs von 2001. Dort fanden die Richter, dass bei manchen geschlossenen Immobilienfonds Provisionen und andere Werbungskosten nicht zur unternehmerischen Tätigkeit gehören, sondern Anschaffungskosten seien. Damit können sie nicht mehr sofort, sondern nur noch über 50 Jahre verteilt abgeschrieben werben. Findige Beamte der Bundesfinanzverwaltung übertrugen dies sogleich auf die Filmfonds. Begründung: Da die Investoren meist nicht einmal wüssten, woran ihr Geld überhaupt mitarbeite, sei auch die Teilhabe an einem Filmfonds keine unternehmerische Tätigkeit, sondern ein simpler Kauf. Damit könnte das angelegte Geld ebenfalls nur über 50 Jahre abgeschrieben werden. Vorher hatte man schon Verlustzuweisungsgesellschaften, die Steuervorteile abschöpfen wollen, den Boden entzogen.

Für die Medienfondsbranche geht das an die Substanz. Denn die Steuerersparnis war ein zentrales Argument, um in die Konstrukte zu investieren. Fällt sie weg, sind viele Produktionen in Gefahr. "Wenn Eichel damit durchkommt, kann man die Sache zuklappen", sagt Eberhard Kayser, Geschäftsführer des Anbieters Cinerenta in München. Nach eigenen Angaben ist Kayser der größte ausländische Filmproduzent in Hollywood. Fünf Fonds mit einem Volumen von zusammen 500 Millionen Euro hat die Firma im Angebot, der letzte schließt in diesem Jahr. Kayser fühlt sich ungerecht behandelt. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagt er, "wir haben Software, die Erträge und Kosten kontrolliert, wir sichern uns durch Bankbürgschaften ab und zahlen für alle Fonds eine ordentliche Rendite. Und jetzt soll uns das kaputtgemacht werden."

Kayser weiß, warum er das alles betont. Denn von den Steuereffekten abgesehen, ist unklar, ob viele Filmfonds sich überhaupt rentieren. Da die Branche jung ist, existieren kaum aussagekräftige Bilanzen. Und von allen Seiten wird den rund 35 Betreibern Mauschelei vorgeworfen. "Man kann nur den wenigsten Filmfonds-Anbietern trauen", sagt Stefan Loipfinger, unabhängiger Experte für Beteiligungsmodelle und Autor mehrerer Bücher zum Thema Fondsinvestments. "Und bei den Allerwenigsten kommt Gewinn raus. Die mit den Produktionsfirmen ausgehandelten Konditionen sind meist so ungünstig, dass da gar nichts übrig bleiben kann." Das Problem: Die Fonds investieren zu über 90 Prozent in amerikanische Produktionen, deren Abläufe sie kaum überwachen können. Da schleichen sich leicht Posten in die Rechnung, die dort womöglich nichts zu suchen haben.
Werbungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten können zu immenser Größe aufgeblasen werden, was am Ende den Profit schmälert - und damit die Zahlungen an die Fonds.

Die Zeche zahlen die Anleger - oder die Versicherungen. Denn manche Fonds sichern sich zu Hause gegen Flops ab, mit teilweise bizarren Konsequenzen: So musste vor einigen Jahren angeblich der "Totalausfall" des Films "Face/Off" ersetzt werden, weil laut US-Studio kein Gewinn abgefallen war. Bitter, denn der Streifen mit John Travolta und Nicholas Cage war ein weltweiter Kassenschlager. Lange machte wegen solcher Stilblüten das Wort vom "stupid German money" in den USA die Runde, vom "dummen deutschen Geld", das eimerweise über den Atlantik schwappte und sich den US-Studios noch zu den haarsträubendsten Bedingungen gleichsam aufdrängte. "Davon sind die Amerikaner immer noch viel zu verwöhnt", meint Stefan Loipfinger. "Wer als Deutscher vernünftige Verträge fordert, wird komisch angeguckt und weggeschickt."

Doch selbst das dumme deutsche Geld in Amerika ist nur ein Teil dessen, was die Anleger tatsächlich in die Fonds gesteckt haben. Teilweise erheben die Betreiber derart horrende Provisionen und Gebühren, dass am Ende nur 60 Prozent des Kapitals in der Filmproduktion landet. "Leider gibt es Betreiber, die Kosten von 30 bis 40 Prozent einbehalten", sagt Michael Oehme, Präsident des Verbands Deutscher Medienfonds. "Seriöse Fonds sollten aber zehn oder elf Prozent nicht übersteigen. Und es kommen durchaus zehn Prozent und mehr an Rendite heraus - nach allen Kosten." Oehme hat die nicht beneidenswerte Aufgabe, der Miesmacherei entgegenzutreten. Da helfen Erfolgsstorys mit zweistelliger Rendite. Denn die geschlossenen Fonds besitzen oft keine Substanz, aus der sie nach Ende der Laufzeit von meist sieben bis acht Jahren das eingesetzte Kapital zurückzahlen könnten. Am Ende der Verwertungskette sind die Filme meist kaum noch etwas wert. Für die Anleger muss sich das Investment daher allein durch die Ausschüttungen rechnen. Das tut es aber nicht immer. "Viele Anbieter erzielen nicht das, was sie sich vorgenommen haben", sagt Oehme. "Aber ´stupid German money' gibt es nicht mehr. Wir investieren nur in erfolgreiche Filme."

Manchmal scheint das durchaus zu klappen. Einige Fonds schütten regelmäßig mehr als 20 Prozent Gewinn aus - nach Einrechnen des Steuereffekts werden daraus über 40 Prozent. "Filmfonds sind keine Scharlatanerie", sagt Thomas Packenius von der Vermögensverwaltung Packenius, Mademann und Partner in Düsseldorf. "Seriöse Modelle funktionieren auch. Ein guter Fonds kann leicht neun Prozent bringen, manchmal deutlich mehr." Nur müsse man als Anleger ein paar Voraussetzungen erfüllen: Ein hoher Steuersatz, um die Abschreibungsvorteile nutzen zu können, gehört dazu, und ein Grundverständnis der unübersichtlichen Filmindustrie. "Das ist nix für alte Omas", sagt Packenius.

Mittlerweile ist die Sache schon zum Politikum geworden. So wettert Uwe Boll, Filmregisseur, -produzent und Fondsinitiator in einer Person, gern gegen seine unpatriotischen Kollegen: Dadurch, dass das ganze Geld nach Hollywood gehe, würde die durch die Abschreibungsmöglichkeiten gewollte Unterstützung des deutschen Films ad absurdum geführt. Der 37-Jährige fürchtet auch, dass die Steuerbeamten nun das Kind mit dem Bade ausschütten: "Das wäre eine Katastrophe für die deutsche Filmwirtschaft", sagt Boll, "es gibt politische Grundsatzentscheidungen, den Medienstandort Deutschland zu fördern." Boll plädiert daher für ein Modell, wie in Kanada: Steuerfreiheit nur noch für Fonds, die das Geld auch überwiegend in München, Köln oder Potsdam-Babelsberg wieder ausgeben. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die kleine deutsche Filmwirtschaft überhaupt Verwendung für solche Summen hätte.

Und hoffentlich hat Boll da nichts falsch verstanden. Denn die Finanzverwaltung meint, eine politische Subventionsabsicht gebe es in keiner Weise. "Das hat sich einfach entwickelt", sagt ein Beamter, der es wissen muss. "Und jetzt setzen wir nur die Rechtssprechung um. Was für Immobilienfonds gilt, muss für alle gelten, wenn man Steuergerechtigkeit will." Dass das ganze Geld ja eh in Hollywood lande, gebe der Sache höchstens zusätzlich ein "bisschen Geschmäckle".

Die Zielrichtung ist also klar, die entsprechende Änderung des Steuerrechts wird in einem neuen Medienerlass erwartet, der in diesem Herbst kommen soll. Bis dahin gilt eine Ausnahmeregelung: In Fonds, die vor dem 1. September 2002 eröffnet wurden, können Anleger noch bis Ende 2003 gefahrlos investieren. Ansonsten drohen Rückzahlung der Steuervorteile und Krach mit dem Finanzamt.

Alles, was den Exitus der Filmfonds aufhalten könnte, wäre wohl eine Intervention der Politik. Vielleicht entdecken Hans Eichel und Kollegen ja doch noch ihre Schwäche für den Film, auch den deutschen - obwohl von den Beamten verlautet, das sei "nicht zu erwarten". In dem Fall "packen wir halt zusammen", sagt Eberhard Kayser, "und verkaufen demnächst Kuchen oder so was". (...)
ps: deine vorstellung von wegen "ein paar premieren in berlin" ist praktisch eine ressentiment-variation, die es auch in anderen versionen gibt, je nach perspektive halt: andere sagen "damit halt ein paar deutsche schauspieler durchs bild laufen und sich abknallen lassen koennen" ...

sinnvoll ist es aber durchaus: man sollte die gewichtung nutzen (und das liesse sich durchaus nutzen, das soweit ich mich entsinne sogar potenteste finanzielle bein aller laender in hollywood zu haben) ... ich wuerde ansonsten versuchen den fond einerseits durchaus an hollywoodproduktionen beteiligt zu lassen, um das niveau, gewinnpotential des fonds zu halten/heben, der dann andererseits ueber diese wege den standort deutschland, die filmlandschaft erweitern und unterstuetzen kann ... also eine mixture aus beidem ...
das kann der staat aber nicht einfach so direkt befehlen, jede regel erzeugt auch neue loecher.. entsprechend ringt er nach der besten form ...

Last edited by trance-x; August 30th, 2004 at 04:52 PM.
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Old August 30th, 2004, 04:18 PM   #11
larved
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Eine leider nicht so gute Nachricht dürfte sein, dass der Fernsehsender N-TV zukünftig wohl nur noch ein kleines Hauptstadtstudio besitzen wird, da der Hauptsitz von Berlin (ich glaube nach Köln) wegverlagert wurde. Ist mir heute erst mit dem neuen Studio-Outfit aufgefallen...

Edit:
Naja is nur'n kleiner Sender.. Aber leistet immerhin teilweise Öffentlichkeitsarbeit für die Städte..
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Old August 30th, 2004, 04:37 PM   #12
trance-x
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yep, das ist schon ne weile her. rtl hat da strukturen zusammengelegt, die sie in koeln schon hatten (rtl hatte ja schon nachrichten, auch technik) um einsparungen vorzunehmen ... allerdings kann sich das im laufe der zeit noch aendern, denn auch fuer sie gilt: derlei doppelstruktur bleibt unguenstig .. sie hatten aber auch kaum eine auswahl, die alternative waere eine komplette verlagerung des gesamten RTL-standortes gewesen ... dazu ist wiederum n-tv in relation zu rtl zu klein um ausschlaggebgend zu sein. ausserdem waren schnelle einsparerfolge gefragt ...

ps: geaendert hat sich insgesamt sowieso nicht viel, weil vorher schon (ich hab ne bekannte, die dort gearbeitet hat) wie bei allen anderen medien auch tuechtig personal entlassen wurde ... bei derlei nachrichtensendern ohnehin nicht viele ...

eine monatlich geupdatete kollektion positiver nachrichten (berlin business news auf den senatsseiten) findest du im uebrigen hier: http://www.wfbi.de/online/de/U/v/4/n....jsp?nav1=open

(einfach rechts die BBNs, die monatlich rauskommen, anklicken ... kannste dir auch automatisch zuschicken lassen) ... die sind natuerlich nur ein teil der gesamten medaille ...

Last edited by trance-x; August 30th, 2004 at 04:50 PM.
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Old August 30th, 2004, 05:11 PM   #13
Max BGF
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Originally Posted by trance-x
max ...

hast du das gefuehl besonders gebeutelt zu sein oder umgekehrt reicher zu sein, wenn in berlin nix investiert wuerde?
Ganz und gar nicht. Wie Du so weiß auch ich, daß es mir am besten geht, wenn es Berlin gut geht. Ich wünsche Berlin alle Investitionen der Welt, wenn noch ein paar Investitionstropfen für den Rest übrig bleiben. Die wenigen mich ärmer machenden Investitionen sind diejenigen, welche ich per Bund (in Berlin) tätigen muß, obwohl wegen des falschen Investitionsobjekts klar ist, daß sie sich niemals in Form von späteren Rückflüssen in größerer Höhe amortisieren werden.

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Originally Posted by trance-x
... ich wuerde ansonsten versuchen den fond einerseits durchaus an hollywoodproduktionen beteiligt zu lassen, um das niveau, gewinnpotential des fonds zu halten/heben, der dann andererseits ueber diese wege den standort deutschland, die filmlandschaft erweitern und unterstuetzen kann ... also eine mixture aus beidem ...
Du sagst es damit selbst: Wirtschaftliche Produktion in Hollywood soll unwirtschaftliche Produktion in Deutschland subventionieren. Klar, daß man dies von amerikanischen Produzenten nicht verlangen kann. Also wird es Chefsache und der Bund kümmert sich per Steuergesetzgebung um die falschen Rahmenbedingungen. Immerhin wird man dafür auf den diversen Galaabenden gelobt und der Steuerzahler ist ja eh doof.

Natürlich wirst Du, @trance argumentieren, daß dies nur eine Übergangszeit sei und nach Etablierung des Filmstandorts Deutschland läuft das Geschäft von alleine...
Ich sage Dir nun wie es läuft, sei ganz Ohr: Die Amis sind nicht dumm, nehmen die ganzen Förderungen mit, lachen hinter vorgehaltener Hand über die Deutschen, die mit ihrer sozialen Marktwirtschaft auf diese Weise gnadenlose Umverteilung von unten nach oben praktizieren. Dafür nehmen sie sogar in Kauf, manch Premierenfeier von irgendeiner deutschen Filmförderungsgesellschaft oder Regierungsunterinstitution bezahlen zu lassen , gerne sogar in Berlin, neuerdings Helmut-Newton-Town

In dem Moment, wo wirklich Gefahr besteht, daß D zu einem Verlustgeschäft werden könnte, weil der Standort Hollywood auch wirtschaftliche Produktionen verliert, darfst Du mal raten, wer den finanziell längeren Atem hat:

USA, Kalifornien, Hollywood, Beverly Hills
oder
Deutschland, Berlin, Babelsberg, Ufa




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... das kann der staat aber nicht einfach so direkt befehlen, jede regel erzeugt auch neue loecher.. entsprechend ringt er nach der besten form ...
Würde er aber gern, da ist er wieder.

Der Kardinalfehler
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Old August 30th, 2004, 05:53 PM   #14
Max BGF
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@trance

Wollte nur mal schnell nachfragen, ob Du schon an der Antwort sitzt?
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Old August 30th, 2004, 06:45 PM   #15
trance-x
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max ...

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Originally Posted by Max BGF
Ganz und gar nicht. Wie Du so weiß auch ich, daß es mir am besten geht, wenn es Berlin gut geht. Ich wünsche Berlin alle Investitionen der Welt, wenn noch ein paar Investitionstropfen für den Rest übrig bleiben. Die wenigen mich ärmer machenden Investitionen sind diejenigen, welche ich per Bund (in Berlin) tätigen muß, obwohl wegen des falschen Investitionsobjekts klar ist, daß sie sich niemals in Form von späteren Rückflüssen in größerer Höhe amortisieren werden.
davon wird schnell geredet, die wirklichkeit sieht oefter mal anders aus. aber was hat das mit dem thema zu tun?


Quote:
Du sagst es damit selbst: Wirtschaftliche Produktion in Hollywood soll unwirtschaftliche Produktion in Deutschland subventionieren. Klar, daß man dies von amerikanischen Produzenten nicht verlangen kann. Also wird es Chefsache und der Bund kümmert sich per Steuergesetzgebung um die falschen Rahmenbedingungen. Immerhin wird man dafür auf den diversen Galaabenden gelobt und der Steuerzahler ist ja eh doof.
1. was hat nun aber berlin substanziell damit zu tun?

2. hollywood spielt bei der eigentlichen "produktion" keine sonderliche rolle mehr. zu teuer. die produktion selbst findet woanders statt, in kanada, in europa, in asien ... der gouvernator "schwarzenegger" warb ja u.a. damit, diese produktionsverlagerungen wieder zurueckbringen zu wollen ...

im klartext: hollywood hat eher finanzmanagement-, kanalisierungs-, organisations-, praesentationscharakter ... dies nur als allgemeine info nebenbei ...



Quote:
Natürlich wirst Du, @trance argumentieren, daß dies nur eine Übergangszeit sei und nach Etablierung des Filmstandorts Deutschland läuft das Geschäft von alleine...
nein. ich hatte nur "nebenbei" kundgetan, wie sich ein "filmfond" sinnvoll fuer deutschland betrachten liesse. ansonsten hatte ich mich weder fuer noch gegen den filmfond ausgesprochen, sondern wollte vor allem nur mal vorstellen, worums da eigentlich so geht ...



Quote:
Ich sage Dir nun wie es läuft, sei ganz Ohr: Die Amis sind nicht dumm, nehmen die ganzen Förderungen mit, lachen hinter vorgehaltener Hand über die Deutschen, die mit ihrer sozialen Marktwirtschaft auf diese Weise gnadenlose Umverteilung von unten nach oben praktizieren. Dafür nehmen sie sogar in Kauf, manch Premierenfeier von irgendeiner deutschen Filmförderungsgesellschaft oder Regierungsunterinstitution bezahlen zu lassen , gerne sogar in Berlin, neuerdings Helmut-Newton-Town
du mischt immer wieder berlin rein, das gehoert aber gar nicht zum eigentlichen thema. dass berlin als filmstadt und allgemeinen verflechtungen natuerlich vage ins thema passt, ist nicht automatisch gleichbedeutend damit, dass alles damit zu tun hat.

helmut newton war ansonsten ein berliner, der nach dem kalten krieg eben auch wieder zurueckkehrte. das hat mit hollywood weniger zu tun als mit seinen persoenlichen bezuegen ... wenn, dann betraefe das zudem eher eine etwas andere kunstszenerie ...

was hollywood betrifft, waere eher "michael ballhaus" relevant, der eine der bekanntesten hollywood-kameramaenner der welt ist, ebenfalls nach berlin zurueckkehrte und viel fuer den deutschen film und den standort berlin macht ... berlin besticht einfach aus einer reihe solcher verbindungen.. nicht vergessen: es war der gegenpol zu los angeles vor dem zweiten weltkrieg.. da gibts noch jede menge verbindungen, nachwirkungen ...

das hat mit dem "deutschen filmfond" aber zunaechst mal wenig zu tun...



Quote:
In dem Moment, wo wirklich Gefahr besteht, daß D zu einem Verlustgeschäft werden könnte, weil der Standort Hollywood auch wirtschaftliche Produktionen verliert, darfst Du mal raten, wer den finanziell längeren Atem hat:
USA, Kalifornien, Hollywood, Beverly Hills
oder
Deutschland, Berlin, Babelsberg, Ufa
du hast dich ganz offensichtlich in einen abstrusen diskussionszweig reingesteigert und euphorisiert. thema war nicht, ob babelsberg relevanter als hollywood ist. es ging um den deutschen filmfond bzw. filmfonds ... insofern betrifft das eher deutschland an sich, den anlage- und finanzmarkt, globalisierung ... oder wir disputieren den kuenstlerischen aspekt, den zusammenhang zum deutschen film an sich etc.


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Würde er aber gern, da ist er wieder.
Der Kardinalfehler
eher ein weiteres beispiel wie sich wieder mal jemand in eine berlin-diskussion reinsteigert, die gar nicht losgetreten wurde ...
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Old August 30th, 2004, 08:43 PM   #16
Max BGF
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Originally Posted by trance-x
thema war nicht, ob babelsberg relevanter als hollywood ist. es ging um den deutschen filmfond bzw. filmfonds ... insofern betrifft das eher deutschland an sich, den anlage- und finanzmarkt, globalisierung ... oder wir disputieren den kuenstlerischen aspekt, den zusammenhang zum deutschen film an sich etc.

eher ein weiteres beispiel wie sich wieder mal jemand in eine berlin-diskussion reinsteigert, die gar nicht losgetreten wurde ...
Muß Dir völlig zustimmen. Wie sollten Bundesgesetze auch nur für Berlin gelten, nech?

Ich meinte also Deutschland. Daß Berlin starauftrittsmäßig am meisten profitiert, ist deren Geschick, wogegen man außer Neid nichts haben kann.

Allerdings - um eine umfassende Antwort zu bekommen - war es doch gut, Berlin im Sinne eines pars pro toto zu wählen. Denn, wie Du richtig schreibst, die Fixierung und Reinsteigerung in Berlin-Diskussionen erreicht hier unerreichte totale Ausmaße
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Old August 30th, 2004, 11:40 PM   #17
trance-x
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Originally Posted by Max BGF
Muß Dir völlig zustimmen. Wie sollten Bundesgesetze auch nur für Berlin gelten, nech?
genau. soweit sind wir noch nicht. wenn wir soweit sind, wirst du das daran festmachen koennen, dass vermehrt von preussen statt europa gesprochen wird und ich die uebrigen deutschen staedte und angrenzenden nationen in berliner bezirke unterteile bzw. dem naeheren speckguertel zurechne ...



Quote:
Ich meinte also Deutschland. Daß Berlin starauftrittsmäßig am meisten profitiert, ist deren Geschick, wogegen man außer Neid nichts haben kann.
zumal davon mitprofitiert wird .. aehnlich wie beim tourismus erhoeht sich der stellenwert gemeinhin fuer alle, auch andere staedte legten folgerichtig zu. also sei dir bewusst: gehts berlin gut, gehts dir gut ... ueberhaupt solltest du dein leben viel mehr danach ausrichten ...



Quote:
Allerdings - um eine umfassende Antwort zu bekommen - war es doch gut, Berlin im Sinne eines pars pro toto zu wählen. Denn, wie Du richtig schreibst, die Fixierung und Reinsteigerung in Berlin-Diskussionen erreicht hier unerreichte totale Ausmaße
das erreichen die montagsdemos echomaessig auch. kein grund das ueberzubewerten ...




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http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/...ory700442.html
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Orientalisches Mode-Märchen
Modedesigner Harald Glööckler inszeniert "L'Haareem" im Platanenwald des Jüdischen Museums

Sehr figurbetont: Geschnürte Korsagen und enge Röcke, mit Seidenblumen geschmückt. So lustwandelten Glööcklers Models durch den Platanenwald des Jüdischen Museums

Wahrlich pompös: Harald Glööckler (34), "Pompöös"-Modedesigner, wählte eine ungewöhnliche Kulisse für seine traumhaft schönen Kreationen aus kostbaren Stoffen aus. Der Platanenwald im Jüdischen Museum wurde am Sonnabend anlässlich der Langen Nacht der Museen zum exklusiven Laufsteg für Glööcklers orientalisches Märchenspiel in fünf Akten, "L' Haareem". 15 Models und fünf Dressmen ließ der Modeschöpfer durch den romantisch beleuchteten Märchenwald lustwandeln, beschallt von Opernmusik (unter anderem Mozarts "Entführung aus dem Serail") und orientalischen Klängen.

Ein Hauch von 1001 Nacht wehte über den Platanenwald, der an diesem Abend etwas Geheimnisvolles, Verwunschenes ausstrahlte. Die Kostüme - mit langen Schleppen, üppigen Dekolletees, ausschweifenden Röcken und viel Transparent-Look - wurden von Andreas Fuchs, dem Lichtdesigner des Regisseurs Robert Wilson, ins rechte Licht gesetzt. Die opulent-barocken Modelle hatte Glööckler speziell für den Abend entworfen.

Beim Defilee auf dem silbernen Zickzack-Laufsteg wirkte der Modedesigner mit seinen dunkel geschminkten Augen und dem glänzenden Abendanzug selbst ein wenig wie ein orientalischer Prinz. Für den Kopfputz sorgte Star-Figaro Udo Walz, Visagist René Koch zauberte das üppige, farbenfrohe Make-up.

Das rund 40 Minuten dauernde Modespiel, in dem die schönen Prinzessinnen beim Spazieren im Park von plötzlich auftauchenden Eindringlingen erschreckt werden, diese später jedoch bei einem geheimen Rendezvous näher kennen lernen, endete mit einem festlichen Finale der Haremsprinzessinnen. Ende gut, alles gut. . .

Das war auch die Devise von Klaus Siebenhaar vom Kultursommer-Team des Jüdischen Museums, das für die Produktion des Mode-Märchens verantwortlich zeichnete. Zwei Stunden lang hatte Siebenhaar mit seinen Mitarbeiterinnen nach Regenschauern Laufstege und Sitzreihen trocken gewischt.

Passend zum Thema des Abends gab es im VIP-Zelt ein orientalisches Büfett. Zwei der Gäste staunten nicht schlecht: Benefiz-Lady Ulla Klingbeil und der Düsseldorfer Bauunternehmer Stefan Schneider sahen sich plötzlich im gleichen Leoparden-Anzug aus Glööcklers Kollektion am Büfett stehen. Beide nahmen es mit Humor.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/...ory700440.html
Quote:
Franco Frattini

, Italiens Außenminister, kommt wegen des 50. Todestags von Alcide de Gasperi in die Adenauer-Stiftung: "Gasperi und Adenauer: Gründungsväter Europas".

Mavie Hörbiger

kommt zur Präsentation von "7 Zwerge, Männer allein im Wald".

Last edited by trance-x; August 31st, 2004 at 01:07 AM.
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Old August 31st, 2004, 12:53 AM   #18
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http://morgenpost.berlin1.de/archiv2...ory696161.html
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Rätselraten über Tod des SPD-Politikers Matthae
Abschiedsbrief gefunden: Staatsanwaltschaft geht von Selbstmord aus - Klaus Wowereit würdigt Arbeit des verstorbenen Parteifreundes
Von Joachim Fahrun und Karsten Hintzmann

SPD-Landesgeschäftsführer Andreas Matthae ist tot. Der 35 Jahre alte Politiker wurde am Sonntag von einem Bekannten in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Matthae seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat. Behörden-Sprecher Michael Grunwald sagte: "Die durchgeführten Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden am Tod des Politikers erbracht." Zudem sei ein Abschiedsbrief gefunden worden.

Über die Motive für Matthaes Selbstmord gibt es derzeit nur Spekulationen. Sowohl aus Parteikreisen als auch aus dem engeren persönlichen Umfeld Matthaes verlautete, es habe massive Probleme im Management zweier Lokale in Mitte gegeben, die Matthae bis vor kurzem als Gastronom geführt hatte. Es soll zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Unter anderem sollen Rechnungen nicht bezahlt und Sozialversicherungsbeiträge für Mitarbeiter nicht abgeführt worden sein. Außerdem soll Matthae finanzielle und auch private Probleme gehabt haben.

Das ganze Ausmaß der geschäftlichen Hypothek, die der SPD-Spitzenpolitiker mit sich herumtrug, wurde dem Landesvorstand der Berliner SPD offenbar in den vergangenen Tagen bewusst. Auf einer Klausurtagung des geschäftsführenden SPD-Landesvorstands am vergangenen Sonnabend wurde daher beschlossen, Matthae mit Wirkung vom gestrigen Montag an bis zur Aufklärung des Sachverhaltes zu suspendieren. Eine Stellungnahme aus der Parteispitze zu der beabsichtigten Suspendierung Matthaes gab es gestern nicht. Es ist auch nicht bekannt, ob Matthae Kenntnis von dem Suspendierungsplan hatte. Der Landesgeschäftsführer war letztmalig am vergangenen Dienstag in der SPD-Geschäftsstelle an der Müllerstraße gesehen worden. Danach reagierte er nicht mehr auf Rückrufersuchen führender Parteifreunde. Da Matthae wie vom Erdboden verschwunden und auch nicht zur Vorstandssitzung erschienen war, verschaffte sich am Sonntag einer seiner engsten politischen Weggefährten Zugang zu Matthaes Privatwohnung an der Hufelandstraße in Prenzlauer Berg und fand ihn dort tot vor.

In der SPD löste die Nachricht vom Ableben des Landesgeschäftsführers Trauer und Betroffenheit aus. SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller sagte: "Die Berliner SPD verliert mit ihm einen sehr engagierten und sehr talentierten jungen Menschen. Er hat für unsere Partei über Jahre hinweg in vielen Funktionen sehr verantwortungsbewusst gearbeitet." Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, Matthae sei ein junges, hoffnungsvolles Talent in der Berliner Politik gewesen. Wowereit: "Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und all seinen Freunden, die jetzt über den viel zu frühen Verlust trauern."

Mit dem plötzlichen Tod Matthaes ist Landeschef Michael Müller unerwartet früh gezwungen, sein nach dem Rücktritt von Peter Strieder vom Landesvorsitz sorgsam erstelltes Personaltableau, das allen Parteiflügeln gerecht wurde, neu zu ordnen. Wer den vakanten Posten übernehmen soll, ist offen.
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2...ory698521.html
Quote:
Bewegende Trauerfeier für Andreas Matthae

Mit Songs von Paul Weller, Van Morrison und Herbert Grönemeyer verabschiedeten sich Familie, Freunde und politische Weggefährten gestern von Andreas Matthae. Der SPD-Landesgeschäftsführer wurde nach einer bewegenden Trauerfeier auf dem Luisenstädtischen Friedhof am Südstern beigesetzt. An der Beerdigung nahmen rund 250 Gäste teil, unter ihnen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, SPD-Landeschef Michael Müller und SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter. Auch der grüne Fraktionschef Volker Ratzmann, CDU-Landesgeschäftsführer Matthias Wambach und PDS-Bundesvorstandsmitglied Elke Breitenbach waren gekommen.

Der 35-Jährige hatte am 8. August Selbstmord begangen. Auch gestern zeigten sich Angehörige und Freunde ratlos. SPD-Landeschef Müller sprach von einem sinnlosen Tod. Patenonkel Dieter Timmermann äußerte die Vermutung, dass Matthae die wahren Freunde zur Problembewältigung fehlten.
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2...ory700455.html
Quote:
Drei Wochen nach dem tragischen Freitod von SPD-Landesgeschäftsführer Andreas Matthae sucht die Parteispitze händeringend einen Nachfolger für den vakanten Posten. Hinter den Kulissen dreht sich das Personalkarussell auf Hochtouren, jede Menge Namen von Kandidaten geistern durch die Gerüchteküche. SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller hat das Thema zur Chefsache gemacht. Er führe derzeit Einzelgespräche und habe sich noch nicht festgelegt, hieß es gestern aus Fraktionskreisen. Geht man die bislang gehandelten Namen durch, bleiben vier SPD-Funktionäre übrig, denen realistische Chancen attestiert werden können.

Zu ihnen gehört Frank Zimmermann, seit 2001 Mitglied des Abgeordnetenhauses und dort Vorsitzender des strategisch wichtigen Banken-Untersuchungsausschusses. Zimmermann hat eine Ochsentour durch die Berliner Landespolitik hinter sich und kennt sich exzellent in den Niederungen der Hauptstadt-SPD aus. Zwischen 1990 und 1995 arbeitete der Volljurist als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die SPD-Abgeordnetenhausfraktion.

1996 wurde er Sprecher der Finanzverwaltung, ein Jahr darauf wechselte er als Sprecher in den SPD-Landesverband. Bei den vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 2001 gelang dem heute 47 Jahre alten SPD-Politiker erstmals der Einzug ins Berliner Parlament. Dort habe er, so sagen Parteifreunde, durch Fleiß und stetiges Engagement auf sich aufmerksam gemacht.

Einen steilen Aufstieg hat die türkischstämmige Dilek Kolat hinter sich. Vor 37 Jahren in Kelkit geboren, studierte Kolat an der TU Mathematik und arbeitet als Depot-Managerin bei einer Bank. Im Jahr 2001 zog sie für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg ins Abgeordnetenhaus ein, mit den stadtweit meisten Direktstimmen aller SPD-Bewerber (44,8 Prozent). Kolat ist Mitglied im Tempodrom-Untersuchungsausschuss und gehört zu den Vertrauten von Fraktionschef Müller.

Die Kandidatenchancen von Zimmermann und Kolat werden allerdings durch die Tatsache geschmälert, dass beide wie Müller aus Tempelhof-Schöneberg kommen. Eine weitere Ämterbündelung von Funktionären dieses Kreisverbandes - schließlich ist auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ein Tempelhofer - wird in der Partei eher skeptisch und ablehnend gesehen.

Dieses Problem haben zwei weitere mögliche Kandidaten nicht. Christian Gaebler, parlamentarischer Geschäftsführer der Abgeordnetenhausfraktion, ist in Charlottenburg-Wilmersdorf zu Hause, der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz lebt in Spandau. Beide Politiker gehören zum engsten Umfeld des Landesvorsitzenden und sind darüber hinaus seit Jahren mit Müller befreundet.

Doch auch Gaebler und Schulz erfüllen nicht vollständig das Anforderungsprofil für den Posten des Landesgeschäftsführers. Angesichts des Stimmungstiefs, in dem sich die SPD mit aktuell nur noch 17 Prozent befindet, suche Müller, so heißt es in seinem Umfeld, nach einem Kandidaten, der seine Arbeitskraft vollständig für diesen Job einsetzen kann und nicht durch ein politisches Mandat gebunden ist. Müller habe daher seine Fühler auch in Richtung Bundesgeschäftsstelle ausgestreckt. Gesucht werde eine Frau mit Managerqualitäten.
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Old August 31st, 2004, 01:09 AM   #19
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http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/...ory700438.html
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Geflüster ... psssst ...
Wie feiert ein neuer Stern am Opernhimmel nach dem Auftritt in der Waldbühne? Die Sopranistin Anna Netrebko gab sich am Sonnabend zunächst mal neugierig: Beim Empfang für 250 Gäste im Interconti-Restaurant Hugos führte ihr erster Weg in die Küche, wo sie Küchenchef Thomas Kammeier über die Schulter guckte. Besonderes Interesse zeigte sie für den Nachtisch - Panna Cotta mit Himbeermark. Italienisch waren auch die anderen Leckereien wie Salat mit Meeresfrüchten. Ein passender Abschluss des "Italienischen Abends" mit dem neuen Publikumsliebling Marcelo Alvarez.

Als überraschter Sieger nahm der afghanische Botschafter Hamidullah Nasser Zia gestern beim "Ambassadors Golf Cup 2004" im Märkischen Golfclub Potsdam e.V. den Wanderpreis entgegen. Der Diplomat, der erst im Vorjahr in einem Schnupperkursus mit dem Golfen begann, spielte sein erstes Turnier. Gewinner des Preises "Nearest to the pin" war Kamal Ismaun, Botschafter Malaysias.

Mit bizarren Zuckungen stehen sie auf der Bühne und fuchteln mit den Armen in der Luft. Dazu dröhnt laute Musik von Hardrock-Bands: Die Luftgitarrespieler kämpften am Wochenende im finnischen Oululu um die Weltmeisterschaft. Mit dabei war der Deutsche Meister aus Berlin, Ingo Schulz . Zu seiner Überraschung erreichte er sogar das WM-Finale. "Der Moment gehört mir allein", dachte der 33-Jährige, als er vor 1500 Zuschauern seine Show präsentierte. Auch wenn er letztlich nicht unter die ersten drei kam. Mira Park aus den USA ist die beste Luftgitarrenspielerin der Welt. Doch Ingo Schulz hat sein Ziel erreicht. "Wer kann schon von sich behaupten, einer der besten Luftgitarrespieler der Welt zu sein. Wahnsinn!" Jetzt genießt er noch ein paar Tage Urlaub in Finnland.

Quote:
Festakt zum Kulturdialog «Berlin-Buenos-Aires» in der Staatsoper

Berlin (dpa/bb) - Berlin tanzt Tango und feiert zehn Jahre Städtepartnerschaft mit Buenos Aires. Zum Auftakt der zweimonatigen Veranstaltungsreihe an zahlreichen Orten der Hauptstadt wird an diesem Dienstag in der Staatsoper Unter den Linden mit einem Festakt der «Kulturdialog Berlin-Buenos-Aires 2004» in Anwesenheit der beiden Bürgermeister Anibal Ibarra und Klaus Wowereit (SPD) eröffnet.
homePage: www.buenosaires-berlin.com
source: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2...ory699557.html
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Berlin feiert die Kulturszene von Buenos Aires
Ist die Leidenschaft für Tango die einzige Verbindung zwischen Berlin und Buenos Aires? Dass die argentinische Hauptstadt mehr zu bieten hat als Tango Argentino, zeigt das Metropolenprojekt "Buenos Aires - Berlin 2004" in einem vielseitigen Kulturfestival. Vom 31. August bis zum 31. Oktober feiern die beiden Hauptstädte das zehnjährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaften. Eröffnet wird der Veranstaltungsreigen von Daniel Barenboim. Der israelisch-argentinische Dirigent tritt in der Staatsoper Unter den Linden als Pianist auf.

Neben den berühmt-berüchtigten Tangonächten gibt es ein reichhaltiges Angebot an Musik, Kino, Theater, Tanz, Literatur, Ausstellungen und Konferenzen. Als Vorgeschmack auf das Festival widmet das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) die Lange Nacht der Museen am 28. August der Lebenskultur von Buenos Aires.

Während die Berliner die Möglichkeit haben, etwas über die kulturellen Reize der Hauptstadt Argentiniens zu erfahren, lernen die Menschen aus Buenos Aires Berliner Kunst kennen.

Der aktive Dialog zwischen beiden Städten prägt das Festival. Junge deutsche und argentinische Künstler, die während des Festivals in der je anderen Stadt leben und arbeiten, präsentieren einen lebendigen Ausschnitt aus der urbanen Szene. So stellt die Ausstellung "Berliner Schloss made in B.A." im IAI Entwürfe argentinischer Studenten zur Neugestaltung des Schlossareals am Palast der Republik vor.

Das Hebbel am Ufer zeigt drei Theaterstücke argentinischer Regisseure, die sich mit den sozialen Härten des Landes und den Wirtschaftscrash beschäftigen und das Kino Arsenal präsentiert ein umfangreiches Programm argentinischer Filme.

"Buenos Aires - Berlin", 31. 8. - 31. 10. Infos im Internet: www.buenosaires-berlin.com Anna Mechler
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/...ory700464.html
Quote:
50 000 Besucher bei Museumsnacht (Lange Nacht der Museen)
Veranstalter freuen sich über mehr Gäste als im letzten Sommer - Palast der Republik und Berliner Dom als Publikumsrenner[/b]
Von Julia Höpfner


Wie vielerorts hieß es auch vor dem Alten Museum erst mal: Schlange stehen

Mehr als 50 000 Besucher mussten sich in der Langen Nacht der Museen vom Sonnabend zum Sonntag zwischen dem Angebot von 120 Einrichtungen entscheiden - Streiflichter der 16. Berliner Museumsnacht:

18 Uhr, Rotes Rathaus. Wolf Kühnelt liebt Menschenschlangen. Von Berufs wegen. Der Mann vom Museumspädagogischen Dienst organisiert die Lange Nacht der Museen. Und am Anfang dieser 16. Berliner Museumsnacht stehen Menschenschlangen: Menschenschlangen vor dem Eingang des Roten Rathauses, das ab 18 Uhr besichtigt werden kann, Menschenschlangen auf dem Vorplatz an den Kassen für die Lange Nacht-Tickets, Menschenschlangen an den Haltestellen der Shuttlebusse, die gleich auf ihren 13 Museumsrouten starten. 18.05 Uhr, Bushaltestelle Route 3 am Roten Rathaus. Angeblich fahren die Shuttlebusse heute Nacht im Zehnminutentakt. Aber die Menschen drängeln sich, als wäre dieser erste, jetzt heranrollende Bus, der einzige, der sie zu den 120 teilnehmenden Museen kutschieren kann. In verschiedenen Dialekten wird der eigene Platz in der Schlange verteidigt, ein englisch sprechendes Pärchen setzt sich kopfschüttelnd ab und macht sich zu Fuß auf den Weg zur Museumsinsel. 18.10 Uhr, im ersten Bus. Der Bus ist rappelvoll. Vier mal muss der Busfahrer die Gäste bitten, die hintere Tür frei zu geben und in den nächsten Bus einzusteigen - der steht schon bereit. Abfahrt. "Wo fahn wa denn hin jetze?", fragt der Mittvierziger mit dunklem Haar und Regencape. "Keine Ahnung", sagt seine Frau, "Hauptsache schnell wieder raus hier." Lachen im Bus, die Stimmung ist nun trotz erdrückender Menschenmassen gelöst. Gleich am Berliner Dom steigen viele Menschen wieder aus. 18.15 Uhr, Museumsinsel. Der Fußgängertunnel aus Holz, der sich zum Pergamonmuseum schlängelt, bebt. Die Schritte hunderter Menschen hämmern auf den Holzboden - in Richtung Pergamonmuseum. Und da steht er, überwältigend groß und schön - der Pergamonaltar. Er ist zartrosa angestrahlt. Gegenüber sitzen Monika Zienke (45) und Reinhard Busse (41) auf einer Bank. "Ich war hier zuletzt vor 30 Jahren - auf Klassenfahrt", sagt Monika Zienke aus Frankfurt am Main, streicht sich durch das kurze schwarze Haar und wirkt richtig gerührt. Besucher mit Katalogen in den Händen hasten an dem Paar vorbei. "Wir bleiben jetzt erst mal hier sitzen und sehen uns den Altar und die Leute in Ruhe an", sagt Reinhard Busse und legt seiner Freundin einen Arm um die Schulter. 18.35 Uhr, vor dem Palast der Republik. Zum ersten und vielleicht letzten Mal kann man das entkernte Gebäude besichtigen. Die Schlange davor ist endlos lang - zu lang, um sich dort mitten im gerade einsetzenden Regenschauer anzustellen. 19 Uhr, Deutsches Historisches Museum. Der große Innenhof des DHM ist menschenleer, Regen prasselt auf das Plexiglas-Dach. Erst im Hauptgebäude, bei der Ausstellung "Strategien der Werbekunst" drängt sich junges Publikum. Pamela Heinike (26) ist aus Madrid zur Langen Nacht der Museen angereist. Sie gehört zu dem Fünftel aller Gäste der Langen Nacht, die eigens zu dieser Veranstaltung von auswärts kommen. "Strange", "verrückt", findet sie es, Museen in der Nacht zu besuchen. 20.10 Uhr, Automobilforum Unter den Linden. Ein DJ legt sanfte Musik auf, die bis ins Untergeschoss zur Weltraumausstellung hallt. Zwischen Raketen, Marsmobilen und Astronautenpuppen steht ein echter Weltraumfahrer. Komplett in seinen weißen Anzug eingeschweißt, kippt er vorbeigehenden Leuten, die ihn zweifelnd anstarren - echt oder unecht? - überraschend in die Arme. Ein Mann springt vor Schreck weg, so dass der Astronaut ins Straucheln kommt und beinahe fällt. 21 Uhr 10, Museum für Fotografie. Die Fotografien von Helmut Newton amüsieren die Besucher, bei einigen Nacktfotos drehen sich manche, vor allem ältere Damen und jüngere Männer, verschämt lächelnd wieder weg. Julia Steblau (19) und Kati Stielow (19) aus Lichtenberg nicht. Die Technik des Fotografen fasziniere sie, in der Schule hätten sie eine Foto-AG besucht. Zur Museumsnacht haben die Schülerinnen knappe Oberteile angezogen und sich stark geschminkt. 22 Uhr, Museum für Kommunikation. Levi schläft schon. Aber er ist ja auch erst drei Monate alt und hängt im Tragetuch von Mutter Sina Roland (35), die durch die eher schwach besuchte Ausstellung wandert. Telefone mit Drehwählscheiben und eine gelbe Telefonzelle - Levi wird diese Sachen später höchstens noch in einem solchen Museum kennen lernen können. 22.45 Uhr Unter den Linden. Der Mittelstreifen Unter den Linden ist schwarz vor lauter Menschen. Zum Teil aber auch grün oder blau - in diesen Farben werden viele der Passanten angeleuchtet, während sie an den Lichtinstallationen und Kunstwerken des Künstlers Armel Réau entlang laufen und sich die überdimensionalen Augen, bunten Plakate, baumelnden Lampenschirme und andere Installationen ansehen.

Die Schlange am Palast der Republik wird derweil immer länger, es sollen bereits jetzt mehr als 10 000 Menschen drinnen gewesen sein. Von "Lounge-Atmosphäre", guter Musik, Bars und toller Beleuchtung schwärmen Besucher. 23.30 Uhr, Schloss Charlottenburg. Hier gibt's auch Musik - aus Sophie Charlottes Zeiten. Kostümierte Damen und Kavaliere wandeln dazu durch das Schloss. Es ist nicht viel los und man hat das Gefühl, vom Zentrum der Langen Nacht der Museen weit entfernt zu sein.

Das ist diesmal im und rund um den Palast der Republik. Zwischen dem Palast und dem Lustgarten vor den wunderschön angestrahlten Gebäuden von Berliner Dom und Altem Museum tummeln sich die Menschenmassen. Und hier stehen auch die längsten Menschenschlangen. Allein 17 000 Besucher zählt der Palast der Republik bis zum Ende der Langen Nacht. Mehr sind es lediglich gleich gegenüber im Berliner Dom. Dort zählte man 22 000 Besucher.

http://morgenpost.berlin1.de/archiv2...ory699801.html
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Mehr als 100 Häuser öffnen zur Museen-Nacht
Zusätzlich gibt es Veranstaltungen, Lesungen und viel Musik


Die Lange Nacht der Museen ist wie ein Überraschungsei - voller Spiel, Spaß und Spannung. Am Sonnabend ist es wieder so weit: Mehr als 100 Häuser laden zum späten Besuch. Neben den gewohnten Ausstellungen ist das Programm randvoll mit Sonderveranstaltungen, Lesungen und Musik. Die Kinder kommen dabei nicht zu kurz zwischen alten Skulpturen, wertvollen Gemälden, Berliner Kuriositäten und moderner Kunst.

Die 16. Lange Nacht hat zahlreiche Highlights zu bieten. Der Palast der Republik erwartet Besucher mit weit geöffneten Türen. Dort kann das entkernte Gebäude besichtigt werden. Um 22 Uhr spielt dort das Bläserensemble "German Brass" der New Yorker Philharmoniker. Musik gibt es auch im Centrum Judaicum zu hören, dort wird mit religiösen Gesängen die Hawdala-Zeremonie, die Sabbatausgangsfeier begangen (ab 20 Uhr). Das Pergamonmuseum lockt mit Lichtinstallationen am Pergamonaltar und dem Ischtar-Tor, im dortigen Ehrenhof trägt das Hexenkessel Hoftheater aus Friedrich Hölderlins "Empedokles" vor. Mit der jüngeren deutschen Geschichte beschäftigt sich dagegen der Schriftsteller und Liedermacher Stephan Krawczyk im Informations- und Dokumentationszentrum für die Stasi-Unterlagen (ab 21 Uhr). Prominent wird es auch im Filmmuseum. Dort ist der 50er-Jahre-Filmstar Ruth Leuwerik bei der Ausstellung "Die ideale Frau" anzutreffen (21 Uhr). Wer lieber in alten Zeiten schwelgt, kann im Schloss Charlottenburg mit den Damen und Kavalieren des Gefolges durch die Wohnräume von Preußens erster Königin Sophie Charlotte lustwandeln. Wem diese Welt zu klein ist, der hebt im Automobil Forum Unter den Linden bei der Raumfahrt-Ausstellung "Man & Space" ab. Wer nach all dem noch wach genug ist, kann die Nacht bei Kerzenschein und mit gregorianischen Gesängen im Berliner Dom (24-1.45 Uhr) ausklingen lassen.
(...)

Last edited by trance-x; August 31st, 2004 at 01:45 AM.
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Old August 31st, 2004, 01:35 AM   #20
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Boulevard Unter den Linden wird zur Kunststadt
Mitte
Es scheint, als wetteifern am Schlossplatz Künstler und Gerüstbauer um die kreativsten Konstruktionen. Zum einen ist dort die Bambusskulptur des Künstlers Armel Réau zu sehen. Mehr als 20 Meter ragen die mit Seilen verbundenen roten Bambusstangen in die Höhe - nur einen Steinwurf entfernt vom Berliner Dom. Während die Bambuskonstruktion lediglich mit Hilfe von Hebebühnen montiert wird, klettern Gerüstbauer in unmittelbarer Nachbarschaft zu Réaus Bambuswald vor dem zum "Volkspalast" mutierten Palast der Republik von einer Stahlstange zur nächsten. Dort entsteht derzeit eine riesige Zuschauertribüne. Réaus Installation ist Bestandteil seiner aus mehreren Elementen bestehenden Großplastik "RefleCity". Diese Kunststadt erstreckt sich über eine Länge von 1,5 Kilometern auf der Mittelpromenade der Linden vom Brandenburger Tor bis zum Schlossplatz. Die neun Einzelteile versinnbildlichen die verschiedenen Aspekte urbanen Lebens. Bis Freitag werden die Elemente, etwa ein riesiger Sessel, eine vier Meter hohe Toilette und auch ein mit Graffiti besprühter Containerzug, aufgestellt. Das Kunstwerk ist eine der Hauptattraktionen der Langen Nacht der Museen am Sonnabend. "RefleCity" ist allerdings bis Sonntagabend für alle bei freiem Eintritt zugänglich.
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berlin ist nr. 1, derya aydin, kniet nieder ihr bauern, traens♀♂

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