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CH : Die Schweiz ist eine Stadt
17. August 2006, 16:31, NZZ Online
Metropoly - Ausstellung zur Urbanisierung unseres Lebensraumes In der Schweiz wird pro Sekunde ein Quadratmeter Land verbaut, die Agglomerationsgebiete breiten sich aus und wachsen zusammen. Ist die Schweiz schon längst zu einer Stadt geworden? Dieser Frage geht nun die Ausstellung «Metropoly - die urbane Schweiz» nach, die im Basler Dreispitzareal beginnt und danach in allen Landesteilen Station machen wird. ii. Welches Bild der Schweiz ist das richtige? Ist es das Heidiland, sind es die im niedlich getrimmten Gärtchen stehenden Einfamilienhäuser, oder ist es die moderne Wohnüberbauung im umgenutzten Industrieareal? Die Ausstellung «Metropoly - die urbane Schweiz» bietet dazu mehr als eine Antwort an und stellt dazu weitere, auch unbequeme Fragen. Sie tut dies an Hand von realen Beispielen im ganzen Land, oder besser gesagt, in der ganzen Stadt Schweiz. „Wir leben in einer Stadt“, heisst es provokativ auf einer Tafel, die Teil einer rund fünf Meter hohen Installation ist. „Selbst wenn wir im Grünen wohnen. Genf, Basel und das Tessin sind unsere Quartiere, die Alpen unser Central Park“. In einer Liste der weltweit bevölkerungsreichsten Metropolen befindet sich die Schweiz mit ihren 7,5 Millionen Einwohnern zwischen London (7,6 Millionen) und Teheran (7,4 Millionen), jedoch weit hinter Tokyo, Mexico City, New York oder Bombay. Um den Agglomerations-Charakter des Landes zu illustrieren, findet die Ausstellung in mehreren Regionen statt. Neben Basel sind dies der Oberthurgau, Meyrin, der Jura, die Agglomeration Obersee und das Sottoceneri. Weitere Standorte sind für das nächste Jahr in Planung. Doch nicht die Installationen und Exponate gehen auf Reisen, es sind die Themen, die wandern. Zusammenleben, Raumplanung und eine neue Aufteilung der Schweiz sind dabei die Leitmotive. Der Ausstellungsort ist jeweils gleichzeitig Ausstellungsobjekt. Zusammenwachsende Lebensräume Zum Beispiel in Basel, wo Metropoly am Freitag im zweiten Stock eines Parkhauses im Dreispitzareal eröffnet wird. Der Ort ist symbolträchtig. Hier hat sich auf einem ehemaligen Industrieareal neues Gewerbe angesiedelt, entstehen Arbeitsplätze und in jüngster Zeit auch Wohnräume. Quer durch das Areal verläuft die Kantonsgrenze zwischen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. In gut sechs Kilometern Entfernung befindet sich das Dreiländereck, wo sich die Schweiz, Frankreich und Deutschland berühren. Trotzdem sei der Dreispitz vielen Baslern kaum bekannt, erklärte Baudirektorin Elsbeth Schneider, und ihr Chauffeur habe sich gar auf dem Gelände verfahren. Einst landwirtschaftliches Gebiet, diente das Areal zunächst als Kohlelager, später als Industriegebiet. Die Christoph-Merian-Stiftung, Besitzerin des Areals, plant nun zusammen mit den Kantonen und der Gemeinde Münchenstein, den 50 Hektaren umfassenden Dreispitz in eine Agglomeration umzuwandeln. Dabei sollen die heutigen Betriebe nicht verdrängt werden. Mit einer sorgfältigen Raumplanung soll das Projekt zum Modellfall für eine kluge Stadtentwicklung in der Schweiz werden. Denken und planen Noch in den Neunzigerjahren glaubte die damalige Stadtzürcher Baudirektorin Ursula Koch, Zürich sei gebaut. Sie täuschte sich, denn seither ist das Wirtschaftszentrum nicht nur gewachsen, das Stadtbild hat sich verändert und neue Quartiere sind entstanden. Auch anderswo breiten sich die Agglomerationsgebiete aus. Hier setzt Metropoly an. Statt pro Sekunde eine Quadratmeter Land zu verbauen, heisst es da etwa, sollten wir über sinnvolle Veränderungsprozesse nachdenken und das Zusammenleben besser planen. Die Ausstellung ist sehr didaktisch, viel Zahlenmaterial wird, ironisch verfremdet in weiss umzäunten Gärtchen, von Zwergen und an zweckentfremdeten Ortstafeln präsentiert. So gerüstet, braucht man nur noch mit offenen Augen durch das Dreispitzareal und danach durch die Stadt Schweiz zu gehen. |
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#2 |
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öh
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Vor kurzem kam eine DOK-Sendung über die Zersiedlung der Schweiz. Hat die jemand zufällig aufm PC aufgezeichnet? Würde mir die gerne ansehen. Auf der Website von SFDRS gibts leider nix zu holen diesbezüglich.
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#3 |
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Optimum
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Die Schweiz ist eine Stadt--- Ja, ik glaube wohl. Schweiz habe sich Alps bestehen aus--- die Bevoelkerung-dichte in Schweizerisch Tal ist gross--- 80% of die Bevoelkerung wohne in metropoly. Daher, kleine Entfernueng Staedten zwischen aus--- ik glaube Schweiz ist eine Stadt--- ein Grosse Kreis umringen Schweizerisch Tal... mit 95% Bevoelkerung = 25% Gebiet auf Schweiz.
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#4 |
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Registered User
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Die Bevölkerungsdichte ist mit rund 180 Einwohnern pro qm jedenfalls doch noch deutlich niedriger als die in Deutschland, Holland usw.
Aber wenn man bedenkt dass ein großer Teil der Schweiz nunmal voller hoher Gipfel steht und sich dementsprechend die meiste Besiedlung auf die Täler und flacheren Regionen beschränken muss kommt diese Zahl schon anders rüber. Deshalb hoffe ich auch dass die Schweiz in den städtischeren Regionen wirklich versucht die vorhandenen Flächen sinnvoll auszunutzen und den Flächenverbrauch nicht ausufern zu lassen. In Deutschland ist das glaube ich ein ziemlich großes Problem, das aber leider kaum Aufmerksamkeit bekommt.
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#5 |
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Registered User
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Ein Link noch zur ganzen Story http://metropoly.ch/
@De Snor: Ich glaub der prozentuale Anteil der verbauten Schweiz hält sich glaub noch einigermassen in Grenzen. Das Besondere daran ist dass glaub ca. 70% der Bevölkerung im Mittelland zu Hause ist, welches flächenmässig 30 % der Gesamtfläche ausmacht. 60% der Fläche sind Alpen, dort wohnt ein marginaler Teil der Leute, obwohl wir dort extrem viel an Infrastruktur investieren. Last edited by Basel_CH; August 20th, 2006 at 10:52 AM. |
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#6 | |
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Ölminator
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Zur Befölkrerungsdichte. Das Mittelland hat eine Bevölkerungsdichte von 380 Einwohnern pro Quadratkilometer. Zum vergleich, Deutschland eine von 231 Einwohner pro km² und die Niederlande eine von 390 Einwohner pro km². Das Mittelland lässt sich also recht gut mit Holland vergleichen von der Besiedelungsdichte her. Mit dem unterschied das in Holland eine Gesamtplanung hat während in der Schweiz föderaler Wildwuchs herscht.
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See you in the Swiss Forum on skyscrapercity.com Last edited by earthJoker; August 21st, 2006 at 06:01 PM. |
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#7 |
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öh
Join Date: Jul 2004
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wäre cool, wenn du die dok mal online stellen könntest. habs leider verpennt, obwohl mich das thema sehr interessiert hätte.
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#8 |
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Mehr als nur die Neat
Der Bundesrat will für den Ausbau der Bahninfrastruktur zusätzlich 5,2 Milliarden Franken einsetzen. Weitere 3,5 Milliarden sind für den Wiesenbergtunnel, den Zimmerbergtunnel und das dritte Gleis Lausanne-Genf geplant. http://www.espace.ch/artikel_434083.html |
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#9 |
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news von (ch)ueli & Co
anscheinend will die svp sparen bei forschung, entwicklungshilfe und kultur und droht das bundesbudget abzulehnen. der öffentliche verkehr ist bekanntlich auch kein schützling der svp, was in hinblick auf den wahlsieg der svp einen ausbau der bahninfrastrucktur zusätzlich zur neat erschweren wird. die landwirtschaft wiederum soll vor weiteren einsparungen verschont bleiben, um im standortwettbewerb um hightech firmen den anschluss nicht zu verpassen .
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#10 | |
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#11 |
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War ja klar.
Die SVP ist nun mal eine rückständige, geistlose Partei. Logisch will man in der Bildung einsparen. Ein dummes Volk lässt sich leichter regieren und dumme Leute glauben auch eher den SVP-Hassparolen. Das mit schlechterer Bildung, weniger Geld für Integration, Kultur und städtische Belange die Kriminalität steigt ist der SVP egal. Hauptsache man nimmt ihr immer noch ab sie politisiere fürs Volk (was nicht stimmt) und engagiere sich gegen Kriminalität... |
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#12 | |
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Nanana, wir geraten allmählich in einen Teufelskreis hinein, weniger Geld für Bildung & Forschung, dafür mehr für Landwirtschaft, wie es die SVP diktiert (und die sind nun halt leider, wegen den meisten dämlichen FÜRZEN von Schweizer, die stärkste Partei im Lande), weniger Geld für Bildung bedeutet, mehr Arbeitslose (irgendwo muss man dann die qualifizierten Leute holen), die verdummung des Schweizer Volkes (Know-How/Wissen ist des schweizers wichtigstes Exportgut), somit wiederum kein Wachstum mehr, Wirtschaft würde kaputt gehen, das gibt wiederum Stellenabbau und wir würden dann nur noch im Agrarsektor wie im Mittelalter arbeiten, als die Schweiz eines der ärmsten Länder Europas war. Dabei liebe SVP-Idioten: Die Schweiz ist von ihrer Grösse her, den Topographie und der Dichte der Bevölkerung halt kein Agrarland. Checkt das doch bitteschön und kürzt die Subventionen der Bauern. Spart lieber dort als bei Bildung und Forschung und bitteschöm streicht den Zoll für landwirtschaftliche Produkte aus dem Ausland mit welcher ihr unsere Landwirtschaft schützen wollt. Die Bauern müssten sich dem Markt stellen wie jede andere Branche/Gewerbe auch. Der Globalisierung sollten sich alle stellen. Wenn dies geschieht, dann sinken auch die Preise für Lebensmittel in der Schweiz und dies wiederum kurbelt den Tourismus mehr an und auch die Konsumenten sind zufriedener... |
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#13 |
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Bauland wird im Kanton Zürich knapp
27. Mai 2008, 12:48
Werden im Kanton Zürich weiterhin 200 Hektaren jährlich verbaut, sind die Baulandreserven in 15 Jahren aufgebraucht. Dagegen seine die inneren Reserven sehr gross. Das heisst, die Möglichkeit zur Verdichtung bestehender Siedlungsflächen, wie eine erstmals von der Zürcher Kantonalbank und dem kantonalen Statistischen Amt verfasste Studie ergeben hat. Im Vergleich zu anderen Metropolen sei die bauliche Dichte in Kernzonen eher tief. Je Pendlerminute 4 Prozent günstiger Die Bodenpreise im Kanton Zürich stiegen von 1975 bis 1991 markant an von durchschnittlich 150 auf über 700 Franken pro Quadratmeter. Seither sind die Preise nicht mehr so stark gestiegen. Wichtigster Werttreiber des Bodenpreises bleibt laut der Studie die Erreichbarkeit. Eine zusätzliche Minute Fahrzeit zum Zentrum der Stadt Zürich von zehn auf elf Minuten reduziere den Grundstückpreis um fast vier Prozent. Einen Einfluss auf die Bodenpreise habe auch die S-Bahn. Grundstücke, die nur einen halben Kilometer von einer wichtigen S-Bahnstation entfernt liegen, kosten 14 Prozent mehr als vergleichbare Parzellen, die drei Kilometer davon entfernt sind. |
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#14 |
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Zwischen Zürich und Baden ist eine Stadt entstanden
http://www.tagi.ch/dyn/news/zuerich/885758.html
Das Limmattal boomt wie einst das Glattal. Was Raumplaner in den Fünfzigern voraussagten, ist Tatsache geworden: die Limmattal-Stadt. Unwillentlich, doch zukunftsträchtig. Die Limmat wird zum Agglomerationspark Das Limmattal ist, mit dem Blick eines Durchreisenden gesehen, im Bau. Ein Wald von Kranen und Baugespannen, lauter halb fertige Häuser stehen entlang der Bahnlinie Zürich-Basel. Die Region erlebt zurzeit einen gewaltigen Bauboom (siehe Karte). Wollen tatsächlich so viele Menschen ins Limmattal ziehen? Das Tal galt bis anhin nicht als bevorzugte Wohnlage. Sein Image: viel Verkehr, viele Ausländer, hohe Steuern. Anders sieht das Markus Mettler, Geschäftsführer bei Halter Entwicklungen: «Für Investoren ist das Limmattal bereits ein A-Standort geworden.» Bauunternehmer geht Risiko ein Die Firma Halter ist an einem beträchtlichen Teil der Grossbauten im Limmattal beteiligt. Ihr Inhaber und Verwaltungsratspräsident Balz Halter ist selbst in Schlieren aufgewachsen und hat vielleicht auch deshalb das Potenzial des Tales früh und offenbar richtig erkannt. Mettler: «Als Entwickler interessieren wir uns nicht für den Schwan, sondern für das hässliche Entchen, das zum Schwan werden kann.» Das berge selbstverständlich ein Risiko und brauche zuweilen einen langen Atem. Deshalb werden diese Grossüberbauungen in der Regel in Etappen realisiert. In Dietikon werden in den nächsten Jahren rund tausend neue Wohnungen gebaut, wobei ganz neue Stadtteile entstehen. In Schlieren liegt die Anzahl neuer Wohnungen ähnlich hoch; dort wird zudem das Zentrum neu geplant. Auch ennet der Limmat wird gebaut: In Unterengstringen entstehen zwei neue grosse Siedlungen, die zusammen rund 200 Wohnungen bieten werden – gemessen an den bisher 3050 Einwohnern fast ein Quantensprung. Geroldswil verfügt im Werd über ein attraktives Bauentwicklungsgebiet, in dem rund 850 Personen Wohnraum finden könnten. Der Antrag, dieses Gebiet in Siedlungsgebiet umzuwandeln, ist beim Kanton hängig. Die Hälfte für die Einheimischen Woher sollen all diese Leute kommen? Fachleute gehen davon aus, dass nur rund die Hälfte des zusätzlichen Wohnraums von Neuzuzügern belegt wird. Die andere Hälfte wird von Einheimischen bezogen, die mehr Platz wünschen. An guten Lagen beansprucht heute eine Person im Schnitt 55 Quadratmeter Wohnfläche; 1980 waren es 34 Quadratmeter. Die Gemeinden müssen also mehr Wohnraum anbieten, allein um ihre Einwohnerzahl zu halten. Und das Limmattal wächst darüber hinaus. Die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) rechnet damit, dass im Jahr 2025 fast ein Drittel mehr Menschen im Tal wohnen werden als heute, nämlich 135'000 Personen (inklusive Spreitenbach, Killwangen, Bergdietikon und Mutschellen). Damit nähert sich das Limmattal dem Glattal an, das dannzumal 152'000 Einwohner haben soll. Für die Stadt Zürich wird im selben Zeitraum ein Bevölkerungszuwachs von neun Prozent prognostiziert, auf rund 400'000 Einwohner. Raumplaner Urs Meier (Büro Planpartner, Zürich) beobachtet die bauliche Entwicklung des Limmattals seit fünf Jahren minutiös. Seiner Einschätzung nach müssen jährlich 350 Wohnungen realisiert werden, um dem Siedlungsdruck gewachsen zu sein. Diese Wohnungen werden zu einem grossen Teil in den vorhandenen Entwicklungsgebieten entstehen und so dem bestehenden Ungleichgewicht zwischen Arbeitsplätzen und Wohnungen entgegenwirken. Meier ortet nämlich ein strukturelles Problem: In den vergangenen Jahrzehnten seien im Limmattal sehr viele neue Arbeitsplätze und Konsumeinrichtungen entstanden, aber nur wenige Wohnungen. Urs Meier ist ein glühender Verfechter der Verdichtung in Regionen, die verkehrsmässig gut erschlossen sind. Er hat als Raumplaner bereits den Boom im Glattal erlebt und kommt zum Schluss: «Die Voraussetzungen im Limmattal sind vergleichbar mit dem Glattal, wie es vor einigen Jahren war. Bauzonen auf der grünen Wiese am Siedlungsrand werden knapp, die gut erschlossenen Entwicklungsgebiete werden in den Fokus gerückt.» Im Limmattal entstehen die neuen Siedlungen vorwiegend auf zentral gelegenen Industriebrachen. Auch haben vor allem die beiden Städte Dietikon und Schlieren noch ein hohes Potenzial zur inneren Verdichtung, indem bei der Sanierung von bereits bestehenden Siedlungen die Ausnützungsziffer besser ausgeschöpft wird. Limmattaler sind noch skeptisch Meier ist überzeugt, dass das Limmattal diese «Veränderungsdynamik» für sich nutzen könnte. Und Frank Argast vom Amt für Städtebau der Stadt Zürich findet den derzeitigen Slogan Schlierens – «Wo Zürich Zukunft hat» – gar nicht vermessen. «Zürich kann die Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsraum allein nicht befriedigen.» Das sei eine grosse Chance für das Limmattal. Argast ist denn auch überzeugt, dass sich in absehbarer Zeit das Image der Region bessern wird. Wer daran noch nicht so recht zu glauben scheint, sind die Limmattaler selbst. Viele schauen dem Wachstumsschub skeptisch zu. Und wenn sie hören, dass das Limmattal vom Kanton zum Verdichtungsraum erklärt wurde, damit die Zersiedlung nicht weiter zunimmt, fühlen sie sich in ihrer Aschenbrödelrolle bestätigt: Wir werden zubetoniert, damit das Zürcher Oberland schön grün bleibt. Viele Limmattaler fürchten auch, dass die Eigenständigkeit ihrer jeweiligen Wohngemeinde in der «Agglo» untergeht. Talboden verdichtet, Hanglage locker Bereits heute merkt der Durchreisende nicht, wo Schlieren aufhört und Zürich anfängt. Und auch im Westen schrumpft der Grünraum zwischen Spreitenbach und Dietikon, der zugleich die Kantonsgrenze darstellt. Die von Fachleuten in den 50er-Jahren postulierte «Bandstadt Limmattal» ist aus der Vogelperspektive unterdessen Tatsache, ohne dass die einzelnen Gemeinden dies wirklich anstrebten. Dass sich aber die Limmattal-Stadt nicht in Zürich auflösen muss, sondern als eigenständige Kraft zwischen Baden und Zürich Bestand haben kann, davon sind die Fachleute überzeugt. Denn die Limmattal-Stadt sei geradezu ideal strukturiert, sagen Argast und Meier. Ein gut erschlossener Talboden für verdichtetes Bauen, Hanglagen für grüne und locker bebaute Wohnquartiere. Und während vor allem die linksufrigen Gemeinden ihren Haus-Fluss in der Regel eher als Randerscheinung empfinden, sind Bund und Kanton daran, modellhaft einen Agglomerationspark Limmat aufzugleisen, der dieser Bandstadt ein Rückgrat gibt (siehe Kasten). Zudem nimmt das Projekt einer mit der Glattalbahn vergleichbaren Stadtbahn allmählich konkrete Züge an. Die Trassee-Sicherung läuft, und Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer (SVP) hat vor einem halben Jahr vor den versammelten Gemeindepräsidenten sogar einen Realisierungstermin genannt: 2022. |
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Ölminator
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Die Schweiz nicht zubetonieren
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/16146536
Die Schweiz nicht zubetonieren Die Schweiz darf nicht weiter zersiedelt und zugebaut werden. Das will die Landschaftsinitiative, welche 16 Gruppen eingericht haben. Die am Donnerstag eingereichte Volksinitiative «Raum für Mensch und Natur» (Landschaftsinitiative) hat folgenden Wortlaut: I Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt geändert: Art. 75 Raumplanung 1 Bund und Kantone sorgen für die zweckmässige und haushälterische Nutzung des Bodens, die geordnete Besiedlung des Landes, die Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet und den Schutz des Kulturlandes. Sie berücksichtigen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben die Erfordernisse der Raumplanung. 2 Der Bund legt Grundsätze der Raumplanung fest. Er erlässt Bestimmungen, insbesondere für eine hochwertige Siedlungsentwicklung nach innen und zur Begrenzung des Bauens im Nichtbaugebiet. Er fördert und koordiniert die Raumplanung der Kantone. II Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung werden wie folgt ergänzt: Art. 197 Ziff. 8 (neu) 8. Übergangsbestimmung zu Art. 75 (Raumplanung) Nach Annahme von Artikel 75 darf die Gesamtfläche der Bauzonen während 20 Jahren nicht vergrössert werden. Der Bundesrat kann in begründeten Fällen Ausnahmen gewähren. Mit 110 044 beglaubigten Unterschriften ist am Donnerstag im Bundeshaus die Volksinitiative «Raum für Mensch und Natur» (Landschaftsinitiative) eingereicht worden. Die Landschaftsinitiative verlangt, dass die Gesamtfläche der Bauzonen während 20 Jahren nicht mehr wächst. Bund und Kantone werden für die haushälterische Nutzung des Boden gemeinsam zuständig. Der Schutz des Kulturlandes und die strikte Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet werden in der Verfassung verankert. Im Trägerverein der Landschaftsinitiative machen 16 nationale Organisationen vorab aus Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz mit. Im Initiativkomitee sitzen neben Vertretern dieser Organisationen auch Raumplanungsexperten sowie National- und Ständeräte von SP, Grünen, CVP und EVP. Die Unterschriften wurden innert Jahresfrist gesammelt. |
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Steve's Photo Gallery
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Ich bin für diese Initiative. Man muss endlich damit aufhören, Grünflächen ausserhalb von überbauten Gebieten zu überbauen, es gibt genug Bauland innerhalb der Städte, Industrieareale und Baulücken, die man überbauen und verdichten kann. Das reicht für die nächsten 20 Jahre. Diese Initiative fördert auch den Bau von Hochhäusern.
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#18 | |
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#19 |
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überall zuhause
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ja, so wie in Asien.
alte, unbrauchbare oder einfach unpassend dimensionierte durch Neue ersetzen anstatt Gründland zu bebauen (wobei dort wohl auch beides vorkommt)
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Kleidung? Nicht zwingend erforderlich! 1000 y.o. hometown? yes! Feldkirch Österreich - nur ein kleines Land ... dafür eines der Besten |
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#20 |
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Ölminator
Join Date: Dec 2004
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Ich unterstütze die Initiative, werde es wenn es die Zeit zulässt auch aktiv tun.
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