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Dreispitz besteht Nagelprobe
CMS sieht in der gestiegenen Auslastung der Halle ein gutes Omen für Arealentwicklung
MURIEL GNEHM, DAVID WEBER Der gute Start des Citybeach stimmt die Christoph Merian Stiftung zuversichtlich, was die Entwicklung des Dreispitzareals betrifft. Der nächste Schritt zur Arealumgestaltung ist der Campus des Bildes. Palmen, Sand, Swimmingpool und kühle Drinks – nach der Markthalle hat der Basler Citybeach sein zweites Winterdomizil in der Dreispitzhalle aufgeschlagen, die auf Münchensteiner Boden liegt. Schon vor der Eröffnung am 8. Januar fragten sich Skeptiker, ob der Citybeach auch weit weg von der Innenstadt zum Erfolgsmodell werden kann. Wie es derzeit aussieht, liegen die Skeptiker falsch. «Ich hätte nie gedacht, dass der Citybeach an der Helsinki-Strasse so gut läuft», sagt Veranstalter Thomas Merian. Die Party am Beach sei ähnlich gut angelaufen wie diejenige in der Markthalle vor einem Jahr. Genaue Besucherzahlen kann Merian nicht nennen: «Ein paar Tausend Gäste kommen an einem Wochenende aber schon zusammen.» Rund die Hälfte davon komme mit dem Auto, die andere Hälfte benutze die öffentlichen Verkehrsmittel. GENERATIONENPROJEKT. Der Citybeach logiert bis April in der Dreispitzhalle, was für deren Eigentümerin, die Christoph Merian Stiftung (CMS), ein Glücksfall ist. Denn die Eventhalle hatte einen harzigen Start: Im ersten Halbjahr 2009 blieb die Nutzung weit hinter den Erwartungen zurück. Nur wenige Veranstalter und Private buchten die Halle für Anlässe und Ausstellungen. Im zweiten Halbjahr habe sich das Blatt gewendet, wie Toni Schürmann von der CMS erklärt: «Von 75 möglichen Belegungstagen war die Halle an 72 Tagen vergeben.» So logierten etwa der Design-Markt, das Shift-Festival, das Musical des Gymnasiums Muttenz und Firmenanlässe in der Dreispitzhalle. Damit kommt die CMS dem Ziel von 150 Belegungstagen im Jahr näher. Die Prognosen für dieses Jahr sind laut Schürmann vielversprechend. Es brauche eben Zeit, bis ein neues Angebot bei den Leuten bekannt sei. Dass der Citybeach die Massen aufs Dreispitzareal zu locken vermag, ist für Schürmann ein gutes Omen für die weitere Arealentwicklung. Teile des Dreispitzareals sollen in den nächsten Jahrzehnten sukzessive umgenutzt werden. Schürmann nennt das ein «Generationenprojekt». Die CMS ist alleinige Grundeigentümerin des 500 000 Quadratmeter grossen Dreispitzareals auf Basler und Münchensteiner Boden. VISION DREISPITZ. Auf dem Dreispitz soll aber nicht jeder Quadratmeter umgebaut werden, sagt Schürmann. In der «Vision Dreispitz» vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron sind Gebiete mit besonderem Entwicklungspotenzial defi niert worden, zum Beispiel in den Bereichen Wien-Strasse, Arfa-Areal, Schaulager oder Leimgrubenweg. Konkret geplant ist an diesen Orten aber noch nichts. Vorwärts geht es dafür im Osten des Dreispitzareals. Dort wird bis Ende 2013 der Campus des Bildes entstehen. Im turmartigen Neubau und in umgebauten bestehenden Gebäuden wird die Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) der Fachhochschule Nordwestschweiz ein neues Zuhause finden. Baubeginn ist gemäss Schürmann im April 2011. Bereits diesen Frühling wird mit dem Umbau eines Gebäudes begonnen, wo bis Ende Jahr Radio X und Ateliers des Internationalen Austausch- und Atelierprogramms Region Basel (iaab) einziehen werden. Für das ebenfalls auf dem Kunstfreilager-Areal geplante Wohnbauprojekt gibt es dagegen noch keinen Zeitplan. ATTRAKTIV. Die Umgestaltung des Dreispitzareals steht aber noch ganz am Anfang. Anders als Basel Nord mit den Quartieren Kleinbasel und St. Johann, auf welchen in den letzten Jahren der Fokus der Stadtentwicklung lag. Die Stadtentwicklung Basel Nord ist im Politikplan als eines der Schwerpunktthemen der Regierungstätigkeit bis Ende 2010 defi niert. Gut möglich, dass sich der stadtplanerische Fokus darauf nach Süden verlagert. «Basel hat nicht viele grosse Gebiete mit Transformationspotenzial», sagt Stefan Dössegger, Leiter Stadtteilentwicklung in der Abteilung Kantonsund Stadtentwicklung im Präsidialdepartement. Eines davon sei das Dreispitzareal, auf dem ein Mix zwischen Wohnen, Kultur und Gewerbe angestrebt werde. «Und das ist sehr attraktiv», sagt Dössegger. Für die Stadtentwicklung seien aber auch die Synergien zwischen Gundeldingen und dem Dreispitzareal interessant, die dadurch entstehen könnten. Noch wollen sich die Stadtplaner allerdings nicht festlegen, ob auf den Fokus Basel Nord demnächst offiziellein Fokus Basel Süd folgen wird. Quelle: BAZ 01.02.10 |
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1,9 Millionen für das Dreispitzareal beantragt
Aktualisiert um 17:51 Uhr
Die Basler Regierung will die städtebauliche Entwicklung des Dreispitzareals weiter vorantreiben. Sie hat dem Grossen Rat dazu einen Planungs- und Projektierungskredit von 1,9 Millionen Franken beantragt. ![]() Die Dreispitzhalle: Vorbote des Umbaus und der Belebung. (Bild: Christoph Stulz) Das Zollfreilager und Gewerbeareal in Basel und Münchenstein soll zu einem Dienstleistungs- und Wohngebiet werden. 2008 haben die beiden Basel, Münchenstein und die Christoph Merian Stiftung (CMS) einen Rahmenvertrag geschlossen. Dessen Ziele sollen nun ins Planungsrecht umgesetzt werden, teilte die Regierung am Freitag mit. Ausser der Nutzungsplanung gehört dazu auch die Verkehrsplanung. Eine Vorlage mit den nötigen Zonenänderungen und Bebauungsplänen soll 2011 ans Kantonsparlament gehen. Die zuvor anstehenden komplexen Planungen könnten jedoch nicht vollständig aus laufenden Mitteln gedeckt werden, heisst es in der Mitteilung. Darum sei der jetzt beantragte Planungs- und Projektierungskredit nötig. Die Neuplanung für das 50 Hektar grosse Dreispitzareal geht in ihren Grundzügen auf eine Studie der Basler Architekten Herzog & de Meuron von 2001 zurück. Nach Abschluss der Nutzungsplan wird das Management der Arealumwandlung bei der CMS liegen. (jg/sda) Erstellt: 19.03.2010, 17:42 Uhr Quelle: bazonline.ch |
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Erster «Pocket Park» auf dem Dreispitzareal
Auf dem Dreispitzareal ist der erste «Pocket Park» vorgestellt worden. Der künstlerisch gestaltete Kleinstpark umfasst einen Wanderweg mit Wiese, hochstämmigen Obstbäumen, Steinbrocken und Brunnen.
Wanderweg im urbanen Kontext: Der Mini-Park «Landweg» von Leif Bennett. ![]() Wanderweg im urbanen Kontext: Der Mini-Park «Landweg» von Leif Bennett. Bild: CMS Der «Pocket Park» auf einem 420 Quadratmeter grossen langgezogenen Dreieck wurde am Donnerstag von der Christoph Merian Stiftung (CMS) und dem Kunstkredit Basel-Stadt präsentiert. Im Zuge der Umwandlung des Dreispitzareals vom Industriegebiet zum Stadtquartier sind auf dem 500'000-Quadratmeter-Areal auch Freiräume geplant: städtische Plätze im Norden und Osten, Kleinparks im ganzen Gebiet sowie «Pocket Parks». Für den ersten «Pocket Park» stellte die CMS das Land zur Verfügung. In einem vom Kunstkredit Basel-Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb wurde eine künstlerische Lösung gesucht. 15 Vorschläge wurden darauf eingereicht. Zum Sieger erkürte eine Jury das Projekt «Landweg» des in Basel lebenden Künstlers Leif Bennett. Laut Toni Schürmann von der CMS standen zur Realisierung 144'000 Franken zur Verfügung. Bennett wollte nach eigenen Worten einen «Picknick-Ort» schaffen. Deshalb habe er den ansteigenden Wanderweg mit Bäumen angelegt; eine grün gestrichene Badewanne speichert Wasser. «Irritierend» sei die idyllische Landschaft im Industriequartier, meinte die Jury. Quelle: bazonline 24.06.10 |
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Ein sehr schönes, grosszügiges und anspruchsvolles Projekt! Ist Geschmackssache: Mir gefällts.
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Den Pocket Park find ich gelungen. Zu finden übrigens an der Ecke Brüssel-Strasse/Stuttgart-Strasse (hinter dem Athleticum/Fly).
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Wie ich sehe, wurde die Webseite des Dreispitzareals noch nicht erwähnt. Sie müsste daher recht neu sein.
http://www.dreispitz.ch/index.cfm Es gibt darauf einige interessante Pläne und Visualisierungen. So soll z.B. die Wien-Strasse zur Hauptstrasse werden und die Tramlinie 16 von der Linie 15 getrennt und über eine neue Linienführung dort hindurch geleitet werden (früher war noch von einer Verlegung des 11ers die Rede). Siehe hier: Dreispitz OeV (aus Vision). Inwiefern das Sinn macht, sei mal dahingestellt. Hier ist auch noch die entsprechende Facebook-Seite: Facebook | Dreispitz Basel und Münchenstein Übrigens, könnte man evtl. den Thread umbenennen? Hier geht es ja längst nicht mehr nur um das Kunstfreilager, das ja nur Bestandteil des ganzen Entwicklungsgebiets ist…
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«Campus des Bildes» verzögert sich
Der Umzug der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) auf das Dreispitz-Areal verzögert sich um zwei Jahre
Das 120 Millionen Franken teure Projekt wird aus inhaltlichen und wirtschaftlichen Gründen überarbeitet. Statt wie geplant 2013 wird der «Campus des Bildes» auf Boden der Gemeinde Münchenstein BL erst 2015 bezugsbereit sein, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt am Freitag mitteilte. Bis dann bleibt die HGK damit auf sechs Standorte in Basel und Aarau verteilt. Den Beschluss, das Umbauprojekt für das ehemaligen Zollfreilager und den über 40 Meter hohen Neubau noch einmal unter die Lupe zu nehmen, haben die Basler Regierung und die FHNW im Einvernehmen mit den künftigen Nutzern gefällt, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Offensichtlich bestand die Gefahr, dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen wären. Hohe Wahrscheinlichkeit für Kostenüberschreitung Durch die Überarbeitung soll nun garantiert werden, dass der vom Basler Grossen Rat im April 2009 bewilligt 120-Millionen-Kredit für den Campus eingehalten werden kann. Nach Auskunft von Florian Marti vom Hochbau- und Planungsamt war die Wahrscheinlichkeit für eine Kostenüberschreitung von bis zu 10 Prozent zu hoch. Im Zuge der Überarbeitung soll das Campusprojekt laut Marti auch bezüglich Gebäudetechnik, Statik und Erdbebensicherheit verbessert werden. Zudem soll das Raumprogramm flexibler gestaltet werden, damit sich die auf 1000 Studierende und Dozenten ausgerichteten Räumlichkeiten dereinst nötigenfalls besser vermieten lassen. Basel-Stadt ist innerhalb der vier FHNW-Kantone unter anderem für Gestaltung und Kunst zuständig. Der Stadtkanton muss deshalb gemäss dem Staatsvertrag der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn die Räumlichkeiten für die HGK zur Verfügung stellen. Die FHNW mietet diese zu einem marktgerechten Zins. Quelle: bazonline 30.07.2010 --------------------------- Sehr schade, aber zehn prozent Kostenüberschreitung sind ja egentlich schon normal! |
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Luxuswohnungen im Transitlager
In einer imposanten Halle entstehen auf dem Dreispitz über 100 Loftwohnungen
David Weber Das Dreispitzareal ist das Filetstück im Portfolio der Christoph Merian Stiftung. Nun sollen dort bis 2014 in einem tankerförmigen Gebäude Lofts entstehen. Die gemeinnützige Christoph Merian Stiftung (CMS) befindet sich auf einer Gratwanderung zwischen Geld ausgeben und einnehmen. Jährlich unterstützt die Stiftung soziale, kulturelle und ökologische Projekte in der Höhe von elf Millionen Franken, wie CMS-Präsident Lukas Faesch gestern an einem Mediengespräch sagte. Über 60 Prozent der Förderbeiträge gehen an langfristige Projekte. Damit die Stiftung, die 2009 bei einem Aufwand von 48 Millionen einen Gesamtertrag von 60 Millionen Franken auswies, ihr Förderengagement aufrecht erhalten kann, muss sie Geld verdienen – und als eine der «Cash-Cows» im mit Land, Immobilien und Wertschriften reich bestückten Portfolio dient das Dreispitzareal, das je zur Hälfte auf Basler und auf Münchensteiner Boden liegt. 50 Hektaren gross ist diese Industriezone, die in den nächsten Jahrzehnten in ein lebendiges Stadtquartier transformiert werden soll. «Ein Generationenprojekt », wie Stiftungsdirektor Christian Felber es nennt, welches das Areal umkrempeln wird. Bereits heute nimmt die CMS 13 Millionen Franken an Baurechtszinsen von Arealnutzern – wie beispielsweise der Migros – ein. Wetbewerb. Gestern erklärte Felber, dass für ein weiteres Gebäude ein Investor gefunden werden konnte. Nämlich für das imposante, tankerförmige Transitlager, das in unmittelbarer Nähe zum geplanten Neubau der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) steht. Im 120 Meter langen Gebäude sollen laut Felber auf 20 000 Quadratmetern 100 bis 150 Luxuswohnungen entstehen, Lofts, wie Wohnungen in umfunktionierten Industrieräumen genannt werden. Als Investor, der das Wohnprojekt zusammen mit der CMS entwickelt, ist der UBS Immobilienfonds Sima eingestiegen. Nun wird mittels Einladungsverfahren ein Projektwettbewerb durchgeführt. Vermutlich im März würden die Beiträge und das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt, sagt Christian Felber, Bezugstermin wäre wahrscheinlich 2014. Die Abbildung rechts zeigt eine erste Projektidee des Bündner Architekten Andrea Deplazes. Tramlinie. Für die Entwicklung des Areals ist eine gute Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr zentral. Mit der S-Bahn-Haltestelle Basel Dreispitz wurde dazu ein erster Schritt gemacht. Für CMS-Direktor Felber aber ist klar: Die Transformation zu einem neuen Stadtteil sei ohne eine Tramlinie durch das Dreispitzareal nicht möglich. Die Federführung für die Tramerschliessung liegt beim Kanton Baselland. Am Montag hat ein weiteres Treffen zwischen der CMS und den zuständigen Regierungsräten von Basel-Stadt und Baselland, Hans-Peter Wessels und Jörg Krähenbühl, stattgefunden. «Wir befinden uns derzeit im Variantenstudium, sodass wir im zweiten Quartal 2011 eine Best-Variante werden vorstellen können», sagt Projektleiter Alain Aschwanden von der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion. Danach müssten die beiden Kantonsparlamente über einen allfälligen Projektierungskredit entscheiden. Aschwanden: «Die Arbeiten zeigen, dass an einer Tramlinie durch das Dreispitzareal ein grosses Interesse besteht.» Im basel-städtischen Richtplan ist bereits eine Tramverbindung durch die Wien-Strasse erwähnt, die Aschwanden nicht weiter kommentieren will. ![]() Gegenwart. Das 120 Meter lange Transitlager ist heute weitgehend verlassen. Foto Margrit Müller ![]() Zukunft. Die Lagerhalle soll in einen luxuriösen Loftwohnungsbau umfunktioniert werden. Entwicklungsgebiet quartierplan. Das Areal Kunstfreilager mit dem Transitlager ist das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsgebiet des Dreispitz und umfasst etwa einen Siebtel des Areals. Es besteht ein rechtskräftiger Quartierplan. Die Entwicklungsplanung erlitt aber einen kleinen Rückschlag, weil sich der Neubau der Hochschule für Gestaltung und Kunst verzögert und wohl erst 2014/15 fertig sein wird. daw > www.dreispitz.ch Quelle: BAZ 22.10.10 |
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Durchhalten auf dem Dreispitz
Über 2500 Eintritte verzeichnete das Haus für elektronische Künste (Haus-ek) zur Premiere auf dem Dreispitz an der Museumsnacht vor anderthalb Wochen. Die Hälfte davon blieb auch gleich zur Party, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte. Und die meisten schlenderten wohl auch durch die angrenzenden Kunsträume Oslo 8 und Oslo 10 sowie die Künstlerateliers und das Fotolabor von Pascale Brügger, um einen Augenschein zu nehmen. Ein gelungener Einstieg für das Dreispitz-Areal, das bekanntlich zum Kunstquartier werden soll.
Doch ein gelungener Einstieg bedeutet noch nicht, dass die dort angelaufenen Projekte auch nachhaltig Erfolg haben werden. Bis der «Dreispitz» wirklich lebt, vergehen nämlich noch einige Jährchen. Dann soll auch die Hochschule für Kunst hier eingezogen sein (im Jahr 2015), soll mindestens ein Restaurant den Aufenthalt versüssen (Zeitpunkt: unbekannt), soll die BLT den Anschluss an den ÖV gewährleistet haben (Zeitpunkt: unbekannt), sollen Loft-Wohnungen entstanden sein (Bezug: unbekannt) etc. So sollte der Neubau fürs Kunsthaus Baselland und das Haus für elektronische Künste aussehen. (Visualisierung CMS) ![]() Noch ist vieles unklar. Ob das Kunsthaus Baselland etwa tatsächlich aufs Areal ziehen wird. Ob der Neubau, in dem es zusammen mit dem Haus-ek untergebracht werden soll, entstehen wird, oder ob für letzteres eine andere Lösung gefunden werden muss – der nicht nur provisorische, sondern definitive Umbau der bestehenden Halle etwa. Das Kunsthaus Baselland hat sich zwar für einen Umzug ausgesprochen, doch die Finanzierung steht noch in den Sternen. Direktorin Sabine Schaschl geht nicht davon aus, dass diesbezüglich vor dem Sommer Klarheit herrschen wird. Man warte beim Kanton wohl einerseits die Theater-Abstimmung ab und andererseits die Neuwahlen der Regierung – vorher spricht im Kanton Baselland keiner über Geld, schon gar nicht, wenn es um Kultur geht. Nichtsdestotrotz wird auf dem Dreispitz munter gearbeitet. Pascale Brügger eröffnet morgen Dienstag offiziell ihr Fotolabor. Im Haus-ek wird die Eröffnung im Mai vorbereitet, fürs Oslo 10 wird noch das Kuratorenteam gesucht (Eröffnung der ersten Ausstellung wird ebenfalls im Mai sein), die Künstler und Künstlerinnen haben ihre weissgestrichenen Ateliers bezogen. Blick in die Fotogalerie Oslo 8. ![]() Als erster Ausstellungsraum wird im April das Oslo 8 eröffnen, die Galerie von Christoph Kern und Thomas Dierwald. Geplant ist eine Ausstellung mit René Burri. Ein Wagnis, so allein auf weiter Flur, oder? «Ja, wir sind die Ersten», sagt Kern. «Und – ehrlich gesagt – wir sind sehr gespannt, wie es werden wird.» Ursprünglich hätten auch das Haus-ek und Oslo 10 im April eröffnen wollen – eine gemeinsame Vernissage wäre sicher gut gewesen, hätte mehr Publikum generiert. Auch in Zukunft würden gemeinsame Events wohl mehr Leute anziehen. Laut Kern finden diesbezüglich lose Gespräche statt. Noch aber fühlt man sich sehr einsam auf dem Weg zum Oslo 8. Doch Kern blickt optimistisch in die Zukunft. Für den Fotografen ist dies die erste Galerie, die er führt. Er arbeitet nebenbei immer noch Vollzeit als Fotograf, sollte das Projekt Olso 8 also scheitern, wäre das zwar äusserst schade, aber nicht existenzbedrohend. Auch für Thomas Dierwald ist die Galerie nicht die einzige Beschäftigung. «Natürlich hoffen wir, dass es funktioniert» sagt er. Mit der Fokussierung auf Fotografie-Ausstellungen könnte das gelingen, schliesslich gibt es in Basel keine vergleichbare Institution. Trotzdem zeigt die Erfahrung, dass Galerien auf dem Dreispitz es bisher schwer hatten: Michel Fischer (2001-2003) gab nach zwei, Groeflin/Maag (2004-2007) nach drei Jahren auf. Im neuen Konzept des Dreispitz als Kunstquartier sollte dies ändern – doch ist dies nicht allzu ferne Zukunftsmusik? Noch befindet sich das Quartier in einer unabsehbar langen Warteschlaufe. «Durchhalten ist angesagt» formuliert es Christoph Kern wohl richtigerweise. Quelle: www.bazonline.ch |
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Grosse Erwartungen
Das Basler Dreispitz-Areal – Kunst-Kiez mit Spitzen und Kanten
Simon Baur ⋅ Drei ganz unterschiedliche Campus-Projekte sollen in den kommenden Jahren in Basel realisiert werden. Während die Chemiegiganten Novartis und Roche im Norden und Osten der Stadt ihre Forschungs- und Laborgebäude für zukünftige Life-Science-Strategien in ehrgeizigen Architekturparks organisieren, soll im Süden mit dem Dreispitz eine rund 50 Hektaren grosse Industrie- und Gewerbezone partiell für kunstspezifische Projekte verwendet werden. Bereits 2002 legten die Architekten Herzog & de Meuron ein Leitbild für die Entwicklung des Areals vor, in dem die Entwicklungspotenziale der einzelnen Teilbereiche des Areals untersucht wurden. Dabei führten die Autoren einprägsame Begriffe ein, die sich teilweise bis heute erhalten haben und mit denen Gebiete und räumliche Elemente benannt werden. «Broadway» nennen sie eine zentrale, grüne Achse, die dereinst das Teilgebiet «Manhattan» (die Nordspitze) mit «Soho» (einer kleinteiligen Struktur im mittleren Bereich) und der Industrie- und Lagerareale «Queens» (der Südspitze) verbinden soll. Anzeige: In diesem «Queens», das im Basler Alltag allerdings meist «Dreispitz-Areal» genannt wird, haben die Architekten bereits 2003 das Schaulager für die Emanuel-Hoffmann-Stiftung bauen können. Ein wichtiger Schritt bei der weiteren Erschliessung dieses Areals war die Einweihung der S-Bahn-Station Dreispitz, die eine optimale Anbindung an den Bahnhof SBB und an das Stadtzentrum gewährleisten soll. – Im Bereich des ehemaligen Zollfreilagers sahen die Architekten einen «Campus des Bildes» vor, der bis Mitte des Dezenniums unter dem Begriff «Kunstfreilager» weitgehend fertiggestellt sein sollte. In den letzten beiden Jahren konnte sich die Dreispitzhalle an der Helsinki-Strasse für kulturelle Aktivitäten etablieren. Im vergangenen Sommer fand das lokale Radio X an der Oslo-Strasse eine neue Bleibe, und seit Anfang dieses Jahres hat sich in seiner Nachbarschaft nun auch das «Haus für elektronische Künste», ein Zusammenschluss des Festivals der elektronischen Künste «Shift» und des «plug-in – Kunst und neue Medien», diverse Ausstellungsräume und Künstlerateliers eingerichtet. Nun steht für 2013 noch der Umzug der Hochschule für Gestaltung und Kunst bevor. Die Bereiche Kunst, Innenarchitektur/Szenografie, das Lehramt bildende Kunst, Industrial und Mode-Design sowie das Hyperwerk sollen in das ehemalige Zollfreilager-Gebäude einziehen, das für diesen Zweck von Müller Sigrist Architekten, Zürich, umgebaut wird. Am Ende dieses Gebäudes, hinter einer alten Laufkatze, die als Relikt der ehemaligen Industriearchitektur erhalten werden soll, wird der achtstöckige Nutzbau von Morger + Dettli Architekten entstehen. In ihm sollen die visuelle Kommunikation, die Masterstudiengänge sowie die gesamte Verwaltung untergebracht werden. Etwas weiter südwestlich soll auch das Kunsthaus Baselland untergebracht werden. Die Direktorin Sabine Schaschl und der Vorstand des Kunstvereins haben den Standortwechsel geprüft und befürworten ihn, noch warten sie aber auf verbindliche Zusicherungen des Kantons bezüglich der Finanzierung. Wie alle weiteren neuen Zuzügler erhofft sich auch Sabine Schaschl von der Campus-Idee erweiterte Synergien und natürlich mehr Besucher der Ausstellungen. Lehre, Forschung, Produktion und Repräsentation sollen also in einigen Jahren ganz nahe beieinanderliegen. Doch auch die Bereiche Wohnen und Erholung sollen nicht zu kurz kommen, der Wohnanteil soll dereinst rund einen Fünftel der verfügbaren Bruttogeschossfläche betragen, das entspricht mehr als 1000 Wohnungen. Ob all diese Versuche fruchten und wie nachhaltig sie sein werden, bleibt abzuwarten. Die Distanz zum Stadtzentrum wird durch eine bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr nur unwesentlich verkürzt. Zudem befürchten Kritiker, die erhofften Synergien könnten sich als Bumerang für das Gewerbe erweisen, die Option, dass unerfahrene Studenten bei jeder Gelegenheit mit ihren Wünschen in die Betriebe stolpern, hat die Fotosammlung Herzog dazu bewogen, das Gelände frühzeitig wieder zu verlassen, und andere Betriebe wie Druckereien oder Galerien verzichten vorerst auf einen Domizilwechsel zugunsten des Kunstfreilagers. Andere sehen im Projekt eine gute PR-Strategie der Christoph-Merian-Stiftung, um an einen unattraktiven Ort finanzstarke Mieter auf Jahrzehnte zu binden. Noch ist die Euphorie gross, und es bleibt zu hoffen, dass sich die Vision nicht als Utopie erweist. Quelle: www.nzz.ch |
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Generationenprojekt wird verbindlich
Basel/Münchenstein. Entscheide über Dreispitz-Transformation fallen noch 2011
GEORG SCHMIDT Vertreter der Merian-Stiftung, der Kantone Basel-Stadt und Baselland und der Gemeinde Münchenstein informierten über ihre gemeinsamen Planungsabsichten auf dem Dreispitz. Im Herbst sollten Grosser Rat und Gemeindeversammlung ihre Entscheide fällen können. Die weitere Planung für den Dreispitz erhält verbindliche rechtliche Grundlagen. Basel-Stadt und Münchenstein starten diese Woche die Planaufl age für den Bebauungsplan respektive das Mitwirkungsverfahren für den Quartierplan. Der Wandel des 500 000 Quadratmeter gros sen Gebiets, das je hälftig auf Basler und Münchensteiner Boden liegt, soll «klare Regeln» erhalten, sagte Lukas Faesch, Präsident der Landeignerin Christoph Merian Stiftung (CMS) an einer Medienorientierung, die sich an eine Informationsveranstaltung für die rund 100 Baurechtsnehmer anschloss. Gleichzeitig wolle man «Gestaltungspielräume o enhalten », um heute noch unbekannte Nutzungsformen nicht von Anfang an zu verunmöglichen. Und nicht zuletzt wolle man den urbanen Charme des Dreispitz auch in Zukunft erhalten, so Faesch. VERDOPPELT. Mit dem 2008 von der Münchensteiner Gemeindeversammlung genehmigten Quartierplan für das Kunstfreilager (siehe Text unten rechts) wurde die 2002 von den Architekten Herzog & de Meuron entwickelte Vision eines o enen und attraktiven Stadtquartiers erstmals greifbar. Heute sind neben diesem keimenden Quartier der Kreativwirtschaft etwa 380 Gewerbe betriebe auf dem Areal angesiedelt, das einst als «Basels Estrich und Keller» galt. Die weitere Planung sieht nun vor, dass die Bruttogeschossfläche auf 800 000 Quadratmeter verdoppelt wird, ebenso die Zahl der Arbeitsplätze, die dereinst bei 10 000 liegen soll. Schliesslich sollen rund 1000 Wohnungen für bis zu 3000 Menschen entstehen. Gleichzeitig sollen aber auch 70 000 Quaratmeter Grün- und Freiflächen im heute weitgehend naturfreien Dreispitz geschaffen werden. «Die bauliche Entwicklung geht klar in die Höhe», sagte der Basler Kantonsbaumeister Fritz Schumacher, der wie die anderen Redner betonte, dass man die heute auf dem Areal ansässigen Betriebe nicht verdrängen wolle – allenfalls könne man ihnen sogar Ausbaumöglichkeiten offerieren. Immerhin ist der Dreispitz im Richtplan des Kantons Baselland als Arbeitsplatzgebiet von kantonaler Bedeutung aufgeführt, wie Baudirektor Jörg Krähenbühl sagte. «Wir wollen die bestehenden Strukturen weiterentwickeln», ergänzte sein Basler Amtskollege Hans-Peter Wessels. Die neuen Wohnungen andererseits sollen ausserhalb der zentral gelegenen Arbeitsplatzgebiete an der Nordspitze und im Süden des Dreispitz sowie entlang der Wienstrasse gebaut werden, die als Rückgrat für das neue kantonsübergreifende Stadtquartier dient. RESTRIKTIV. Trotz aller baulichen Verdichtung und zusätzlicher Nutzung sollen aber weder der Dreispitz noch die umliegenden Quartiere im Verkehr ersticken – die Rede ist von einem «Fahrtenplafond ». Das heisst: Publikumsintensive Einrichtungen – also namentlich Einkaufscenter – sollen keinen Platz finden auf dem Dreispitz; möglich sollen nur Läden für die Quartierversorgung sein. «Da werden wir sehr restriktiv sein», betonte Wessels. Und dass der Durchschnitt an täglichen Fahrten lediglich von 29 600 auf 34 500 steigen soll, erklärte er so: «Wir wollen den Autoverkehr konstant halten und das zusätzliche Verkehrsaufkommen über die neue Tramlinie, welche den Dreispitz via Wienstrasse durchqueren soll, und die Förderung des Langsamverkehrs auffangen. » Dieses Tram, so sagte Schumacher, soll über die zweite Tranche des Agglomerationsprogramms realisiert werden – die Eingabe muss bis 2014 erfolgen. Die S-Bahn-Station Dreispitz schliesslich ist bereits in Betrieb, wenn auch noch nicht stark genutzt. VERKRAFTBAR. Auch von Walter Banga, Gemeindepräsident von Münchenstein, kamen positive Signale: «Wir sind überzeugt von den Planungsvorstellungen», sagte er, deutete jedoch an, dass die Entwicklung für die Gemeinde bezüglich neuen kommunalen Infrastrukturen wie etwa Kindergärten verkraftbar bleiben müsse. «Wir geben uns eine Generation Zeit», sagte schliesslich CMS Direktor Christian Felber zum Planungshorizont. Der politische Prozess soll aber noch dieses Jahr Resultate zeitigen: Der Grosse Rat soll den Bebauungsplan allenfalls schon im Herbst behandeln, die Münchensteiner Gemeindeversammlung wird voraussichtlich im kommenden September über das Geschäft befinden können. Quelle: BAZ 3.5.2011 Last edited by Don Calo; May 4th, 2011 at 12:22 AM. |
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#54 |
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Weshalb das Dreispitzareal soviel potential besitzen soll, war mir seit je her ein Rätsel, ausser dass es sich halb auf Basler und Münchensteiner Boden befindet.
Zumindest versuchte man die Erschliessung zu verbessern in dem man die Dreispitz S-Bahn Station gebaut hat, auch Tram- und Bus-mässig ist das Areal nicht schlecht erschlossen. Uebrigens tolles Bild, mit gutem Blick auf das Gundeli und dem Rest von Basel. |
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#55 |
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trauch
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Öffentliche Planauflage Basel-Dreispitz
Entwicklungsplanung Dreispitz
Im Gebiet des Dreispitzareals, welches die Kantonsgrenze überschreitet, zeichnet sich seit Beginn der 90er Jahre ein dynamischer Transformationsprozess ab. Um diesen zu steuern, schlossen sich die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, die Gemeinde Münchenstein sowie die Christoph Merian Stiftung zu Planungspartnern zusammen. Mit der 'Vision Dreispitz’ der Architekten Herzog & de Meuron liegt der Entwicklungsplanung die Leitidee zugrunde, das heute abgeschlossene Gewerbe- und Industrieareal in einen lebendigen und urbanen Agglomerationsteil zu transformieren. Wo bislang ein umzäuntes Gewerbeareal war, sollen zukünftig im Sinne einer Innenentwicklung auch Dienstleistungen, Wohnen und Kultur zusammen mit den vorhandenen gewerblichen Nutzungen möglich werden. Öffentliche Planauflage Basel-Dreispitz: Festsetzung eines Bebauungsplans sowie teilweise Änderungen von Zone, Lärmempfindlichkeitsstufe und Wohnanteil im Gebiet zwischen Reinacherstrasse, Münchensteinerstrasse und der Kantonsgrenze (Liegenschaftsparzellen 409, 695, 1830 der Sektion IV des Grundbuches der Stadt Basel mit allen damit verbundenen Baurechts- und Unterbaurechtsparzellen). Weitere Informationen zur Entwicklungsplanung Dreispitz Die vier Planungspartner einigten sich 2008 mit einem 'Städtebaulichen Rahmenvertrag’ auf die gemeinsamen Ziele der Entwicklung des Dreispitz für die nächsten 30 Jahre. Der ursprünglich angestrebte Richtplan Dreispitz wurde aufgrund eines Referendums gegen den kommunalen Richtplan Münchenstein nicht behördenverbindlich. Die Entwicklungsziele sollen nutzungsplanerisch umgesetzt werden, in Basel-Stadt durch Zonen- und Bebauungspläne. In der Gemeinde Münchenstein wurde im März 2008 der Entwurf zu einem ersten Quartierplan ('Kunstfreilager') veröffentlicht, mit dem die HGK verwirklicht werden soll. Dieser Quartierplan wurde von der Gemeindeversammlung im Herbst 2008 einstimmig beschlossen und vom Regierungsrat Basel-Landschaft 2009 genehmigt. Als erstes grosses Projekt entsteht derzeit bis 2013 (Umbau)/ 2015 (Neubau) die neue, von Basel-Stadt projektierte, Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) der Fachhochschule Nordwestschweiz im ehemaligen Zollfreilager entstehen, das von der CMS als ‚Kunstfreilager’ zu einem mischgenutzten Standort mit einem Fokus auf kulturellen, schulischen, Wohn- und Dienstleistungsnutzungen entwickelt wird. Für die weitere Planung hat der Grosse Rat im Dezember 2010 einen Planungs- und Projektierungskredit über CHF 1.9 Mio. gesprochen. Damit sollen die in den kommenden Jahren im federführenden Bau- und Verkehrsdepartement anstehenden Aufgaben zur Entwicklung des Dreispitz’ in den Bereichen Gesamtkoordination, Nutzungsplanung und Verkehr geleistet werden. Projektdauer: Planungsphase Nutzungsplanung Dreispitz: 2001 – 2011 (erste Stufe) Projekt Hochschule für Gestaltung und Kunst: 2013/ 2015 Transformationsphase Dreispitz: ca. 20 - 30 Jahre Quelle: http://www.planungsamt.bs.ch/dreispitz |
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Nutzungsplan Dreispitz
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trauch
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Dreispitz-Umnutzung schreitet munter voran
Das von der Christoph Merian Stiftung (CMS) geplante Kunstfreilager im Basler Dreispitzareal kommt voran. Am Wochenende werden das Kunst-, Gewerbe- und Atelierhaus Oslo sowie das Haus der elektronischen Künste eröffnet. Die CMS informierte am Donnerstag über den Stand der Entwicklung auf dem rund 58'000 Quadratmeter grossen bisherigen Gewerbe- und Lagerareal. Entstehen soll dort bis 2014 ein «Art Cluster» mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK), Bauten für Kunst und Gewerbe sowie Wohnungen. Seit Herbst sind die Bauarbeiten im Gang. So wurden bereits Röhren und Kabel im Boden verlegt und ein altes Lagergebäude abgerissen. Zum Kunst-, Gewerbe- und Atelierhaus Oslo umgebaut wurde ein weiteres Lagerhaus; darin befinden sich unter anderen Radio X, der Kunstraum Oslo10, die Fotogalerie Oslo8, ein Fotolabor und 16 Werkateliers für Kunstschaffende. Das Internationale Austausch- und Atelierprogramm Region Basel (iaab) eröffnet darin am Freitag zudem seinen Projektraum «Basement» mit der Ausstellung «Going Places». Und das Haus für elektronische Künste Basel (HeK) öffnet seine Tore mit einem Fest, Musik und der Ausstellung «Together in Electric Dreams. Abwesende Anwesenheit». Stichwort Kunsthaus Baselland Das HeK soll später wieder umziehen, wenn anschliessend ans Oslo-Haus ein geplanter Neubau fertiggestellt ist. Dieser Neubau soll zusammen mit dem Kunsthaus Baselland bezogen werden, das seinen Umzug aufs Dreispitz zwar schon länger plant, jedoch noch auf die Zusage des Kantons wartet. Sollte diese nicht kommen, existiert für das HeK ein «Plan B», wie Toni Schürmann, Pressesprecher der CMS, versichert. Wie dieser aussieht, war allerdings noch nicht zu erfahren. Der Spatenstich für den HGK-Neubau ist für kommenden Juni geplant. Im Herbst werden die Resultate eines Studienauftrags zur die Umnutzung des daneben liegenden Transitlagers zu einem Wohn- und Geschäftshaus erwartet. Weitere Projekte Bereits seit 2008 steht zudem benachbart zum Oslo-Gebäude in einem umgebauten Lager die Dreispitzhalle für Veranstaltungen zur Verfügung. In die Erschliessung des ganzen Gebiets sowie in Grün- und Freiflächen investiert die CMS als Grundeigentümerin in den nächsten Jahren rund 12 Millionen Franken. Den 120-Millionen-Kredit für den HGK-Campus hatte der Basler Grossen Rat schon im April 2009 bewilligt; die HGK ist Teil der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Für weitere Gebäude sollen laut der CMS über 200 Millionen Franken von Investoren aufgebracht werden. Der Umbau des OSLO-Hauses hat die CMS 3,9 Millionen Franken gekostet. Die Entwicklung des Gebiets im östlichen Teil des Dreispitzareals stützt sich auf den Quartierplan «Kunstfreilager», der seit März 2009 in Kraft steht. Das gesamte für Gewerbe und Logistik genutzte Dreispitzareal umfasst etwa eine halbe Millione Quadratmeter und verteilt sich auf die Gemeindegebiete von Basel und Münchenstein. Quelle: http://bazonline.ch/basel/stadt/Drei...story/26606717 |
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gut dass nun endlich etwas Bewegung in die Entwicklung des Dreispitz kommt. Ich habe jedoch gedacht, dass nun erst 2012 mit dem Neubau für die HGK begonnen wird und nicht schon im Juni, mal schauen es wird sich bald zeigen.
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Elektronischer Meilenstein
Basels neues Haus für elektronische Künste
Simon Baur Das Kunstfreilager auf dem Basler Dreispitz-Areal löst ein weiteres Versprechen ein und eröffnet an der Oslostrasse 10 das «Haus für elektronische Künste». Auch wenn sich diese junge Institution vorerst in einem Provisorium befindet, steht damit doch einer der ersten Meilensteine dieses visionären Grossprojektes der Christoph-Merian-Stiftung. Dass Basel über die Jahre zu einem Zentrum für neue Medien geworden ist, ist zahlreichen Wissenschaftern und Künstlern zu verdanken – zum Beispiel der Künstlerin Barbara Strebel, die seit Jahren engagiert für Netzkunst und Netzkultur einsteht; oder dem Historiker Beat von Wartburg, der mit der Christoph-Merian-Stiftung dafür sorgt, dass die neuen Medien auch von staatlichen Förderinstrumenten profitieren und im Stadtkanton akzeptiert werden. War es im Mittelalter das strömende Wasser, welches Maschinen antrieb und zu einer Kumulation von Buchdruck und Verlagswesen im Sankt-Alban-Tal führte – Marshall McLuhan sprach von der Gutenberg-Galaxis –, so ist es heute die pulsierende Elektrizität, die auf dem Dreispitz-Areal für neue Szenarien sorgt. Das neue Haus vereinigt die Aktivitäten des «Forums für neue Medien [plug.in]» und des «Festivals der elektronischen Künste Shift» unter einem Dach. Zudem bietet die Institution im Rahmen eines Forschungsprojektes und in Zusammenarbeit mit dem ZKM, Karlsruhe, Raum für die Konservierung, Archivierung und Dokumentation von digitaler Kunst. Es soll ein Ort werden, der nicht nur neue Medien oder Netzkunst beherbergt, sondern den Begriff weiter fasst: auch Film, Video, digitale Fotografie und vor allem Musik gehören dazu. – Katharina Dunst, mitverantwortlich für «Shift», erklärt, dass es auch darum gehe, die Bedingungen zu reflektieren, unter denen wir mit neuen Medien agieren und von ihnen bestimmt werden. Dies wird in der Ausstellung «Together in Electric Dreams. Abwesende Anwesenheit» (bis 18. September 2011) deutlich, die Raffael Dörig kuratiert. Die Arbeiten von Esther Hunziker, Oliver Laric oder Bitnik widmen sich Situationen, die entstehen, wenn wir uns beim Chatten, Skypen, Streamen oder Telefonieren in das Zwischengebiet von Nah und Fern begeben. Quelle: www.nzz.ch |
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Grundstein für die neue Hochschule für Gestaltung und Kunst auf dem Dreispitz gelegt
Heute Abend legen die Projektverantwortlichen auf dem Dreispitz-Areal den Grundstein für die beiden neuen Gebäude der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK). Die Inbetriebnahme des Gebäudes des ehemaligen Zollfreilagers erfolgt 2013, diejenige des Hochhauses voraussichtlich 2014. In naher Zukunft studieren und arbeiten auf dem Dreispitz-Areal ca. 1'000 Personen mehr (heute 4'000).
Regierungsrat Hans-Peter Wessels legt heute Abend den Grundstein für die neue HGK - zusammen mit den anderen Projektverantwortlichen, Christian Felber, Direktor der Christoph Merian Stiftung, Peter Schmid, Präsident des Fachhochschulrats, Prof. Kirsten Langkilde, Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Walter Banga, Gemeindepräsident von Münchenstein. Die HGK wird künftig hauptsächlich in zwei Gebäuden lokalisiert sein: Im Gebäude des ehemaligen Zollfreilagers und in einem neuen Hochhaus. Die beiden Projekte sind das Ergebnis eines zweistufigen Wettbewerbs. Diesen haben 2007 die beiden Architekturbüros Morger & Dettli, Basel, und Müller Sigrist, Zürich, für sich entschieden. Das neungeschossige, 47 Meter hohe Hochhaus kommt in die Nähe des Tors 13 an der Emil Frey-Strasse zu stehen und bietet auf rund 11'500 m2 Geschossfläche unter anderem Raum für eine grosszügige multifunktionale Aula und Hörsäle in den ersten drei öffentlichkeitsorientierten Geschossen, für die Institute mit Ateliers und Unterrichtsräumen in den oberen Geschossen, und für die Bibliothek im obersten Geschoss. Im umzubauenden Gebäude des ehemaligen Zollfreilagers entstehen auf weiteren rund 17'000 m2 Platz für Ateliers, Werkstätten, Seminarräume und Lager. Der Quartierplan schreibt für den Umbau den Minergie-Standard und für den Neubau den Minergie-P-Standard vor. Das Projekt wird also auch hinsichtlich Energie Vorzeigecharakter haben. Ziel des gesamten Projekts ist, die heutigen sechs Standorte der HGK auf dem Dreispitz-Areal zusammenzufassen. Die Kosten für die neue HGK belaufen sich auf CHF 121 Mio. Damit der Gesamtkredit eingehalten werden kann und die beiden Gebäude der HGK im Interesse eines zeitgemässen Hochschulbetriebs langfristig noch vielseitiger nutzbar sind, haben der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt und die FHNW im Juni 2010 gemeinsam beschlossen, die beiden Projekte zu überarbeiten. Dabei haben sich die Termine leicht geändert: Das Gebäude des „ehemaliges Zollfreilagers“ wird 2013 in Betrieb genommen, Hochhaus voraussichtlich 2014, spätestens aber 2015. Schon heute arbeiten auf dem Deispitz-Areal 4’000 Menschen. Sobald die beiden Gebäude in Betrieb sind, werden hier 1’000 Menschen mehr arbeiten: Studierende, Dozierende etc. Quelle: www.bs.ch endlich geht es vorwärts!
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