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Old November 18th, 2011, 11:32 AM   #421
erbse
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Originally Posted by Dase View Post
Die Alexanderstraße jednefalls ist vielleicht etwas breit, eine wie auch immer geartete Verschmälerung hätte aber wohl kaum Auswirkungen auf die Aufenthaltsqualität des Quartiers. Über der Tiefgarage kann man sowieso nicht bauen, höchstens künftige Gebäude etwas näher an die Straße rücken.
Liegt die Tiefgarage direkt unter der Alexanderstraße?
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Old November 18th, 2011, 07:06 PM   #422
Echter Berliner
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Originally Posted by Honk View Post
Wenn du möchtest, dass jemand auf dich eingeht, solltest du vielleicht erst einmal deinen Standpunkt klarmachen.
Ich bezog mich auf dein:
"Berlin hat nun mal enge Straßenräume. (plus Smiley-Orgie)"
Was meinst du damit? Eng im Vergleich zu was?
Lies einfach noch mal den Dialog mit Wunderknabe, dann verstehst du, was ich meine. Meine Position wird darin auch klar.

Das Quartier ist jetzt Müll und würde durch eine Verengung kaum gewinnen. Das ist klar. Mir geht es um die ferne Zukunft. Ich befürchte, daß dann alles zu breit ist, weil man sich nicht ausreichend vom DDR-Städtebau abgesetzt haben wird.

Man muß meiner Meinung nach wieder das alte Stadtfeeling an die Stelle transportieren - und dafür eben entsprechend verengen, nicht nur die Alexanderstraße. Ich habe das Gefühl, hier hat man zu wenig Mut und Weitsicht. Sodaß am Ende dann irgendetwas zwischen DDR-Wüste und natürlicher traditioneller Urbanität herauskommt.

Man müßte wohl noch jeweils eine Spur wegnehmen und auf der Nordseite den Bürgersteig drastisch verkleinern. Das ganze soll zum Schluß natürlich immer noch weltstädtisch groß sein.

Ich bin ja kein Experte. Ich schildere nur meinen subjektiven Eindruck. Ich freue mich über den Alex, der sich ja recht gut entwickelt hat. Aber irgendwie scheinen die Experten keine Vision für ein in sich schlüssiges urbanes Stadtviertel zu haben. Wo man wirklich das Potential der Gegend entfaltet.

Mal noch ne Frage: Was haltet ihr von der Zuschüttung des Gruner-Tunnels?

Ich wäre ja dafür, aus all den Straßen dort halbwegs normale Straßen zu machen und entsprechend mit den (späteren) Gebäuden ranzurücken.

Ich hab irgendwie den Eindruck, daß man dort nicht vorhat, das alte Stadtgefühl bzw. eine natürliche Urbanität wiederzubeleben.

Ich freue mich ja über eine Verbesserung. Aber ich habe den Eindruck, daß man auf halbem Wege stehen bleibt.
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Old November 19th, 2011, 03:32 AM   #423
Wunderknabe
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Mich wundert es, daß Kollhoff gewinnt, dann aber so ein Saturnhaus da hingebaut werden darf.
In Deutschland herrscht immernoch Baufreiheit. Auch wenn es Regularien in der Bauordnung gibt und seitens der Stadt (offenbar?) wohl oftmals auch veränderungen an Entwürfen erzwungen werden, so gibt es auch eine klare Grenze dafür wie weit in
Entwürfe seitens des Staates "reingepfuscht" werden darf. Baufreiheit heißt: wenn die Formalitäten eines Entwurfes
bzgl. des Baugesetzbuches und der Bauordnung erfüllt sind, hat der Bauherr anspruch auf eine erteilung der Baugenehmigung.

Es ist also völlig frei (oder sagen wir: recht frei), in welchem Stil die Hochhäuser am Alex (oder auch jedes andere Gebäude)
gebaut werden darf.

Der Kollhoffsche Plan ist als Vorschlag für das Straßensystem und die zukünftige Bebauung zu verstehen, nicht als
Baurechtlich verbindliche Grundlage. Der Bebauungsplan für dieses Gebiet basiert zwar auf Kollhoffs Vorschlägen,
aber nur bis zu Baurechtlich tragfähigen Faktoren (etwa: Höhe rund 150 m).

Quote:
Ich wünsche mir sehnlichst, daß dort tolle Architektur hinkommt, sonst kann man den Alex wegschmeißen.
Wir leben nicht mehr in den 70ern wo auch in Westeuropa massenhaft billigschund gebaut wurde. Heutzutage hat
hierzulande fast jeder Entwurf eine hohe Qualität. Natürlich lässt sich über Aussehen immer streiten, gefallen
wird es niemals allen - aber mit schlechter Qualität kann in Deutschland niemand mehr ankommen.

Quote:
Und dazu gehört, daß die Alexanderstraße deutlich enger wird. Ich rede von der Brutto-Breite. Von Gebäude zu Gebäude. Es ist völlig irrelevant, daß Berlin sonstwo breite Straßen hat. Dein Argument, Wunderknabe, ist beliebig.
Die Alexanderstraße ist (bis Außenkante Gehweg) etwa 36 m breit. Ist schon ordentlich, aber so viel nun auch nicht.
Die ordinäre Straße in Berlin ist übrigens 20 bis 25 m breit - die Planungen des 19. Jh sahen vor, dass Straßenräume
etwa genauso breit sein mussten, wie die Häuser an beiden seiten Hoch.


Quote:
Was sagst du dazu, daß die Flächen rund um den Alex tot bleiben, wenn man sie so segregiert.
Schau dir mal die PLanung für den Molkenmarkt an. Oder wie deutlich die nördliche Reihe der zukünftigen Hochhäuser am Alex (also auf
der Seite wo jetzt noch das Haus des Reisens steht) an die Straße ranrückt. (Straße wird ~10m schmaler).
Oder die Otto-Braun-Str. welche just in diesem Moment durch das Parkside-Hotel und die anderen dortigen
Projekte einen geschlosseneren und auch optisch schmaleren Straßenraum bekommt (der, zugegeben immernoch sehr breit ist).
Derlei Gedanken werden also durchaus bereits jetzt berücksichtigt.

Es geht auch nicht um die Straßen meiner Meinung nach. Wie gesagt sind breite Straßen überall in Berlin das Maß der Dinge
(finde ich super übrigens). Ich glaube das hauptproblem für die Viertel beiderseits der Karl-Marx-Allee ist, dass diese
eine zu lose bebauung aufweisen. Sie müssen einfach nachverdichtet werden und dann füllen sich auch die Straßen dort mit mehr Leben.
In der Tat finde ich die bisherige Missachtung dieser Gebiete (also im Grunde die 4 großen "Mega-Blocks" um den Strausberger Platz)
in der Planung fatal und hoffe dass auch diese Gebiete in Zukunft sehr viel mehr Aufmerksamkeit erhalten.


Berlin seine breiten Straßen nehmen zu wollen, nimmt der Stadt auch viel von ihrer Seele, um mal etwas in deinen Formulierungen zu schwelgen

Quote:
Nach meinem Schätzungsvermögen ist sie jetzt vielleicht zweieinhalbmal so breit wie der Kudamm.
Kudamm: 44 m
Alexanderstr: 36 m

Natürlich hat die Alexanderstraße auf der Ostseite keine geschlossene Bebauung, wodurch es breiter wirkt.


Quote:
Mal noch ne Frage: Was haltet ihr von der Zuschüttung des Gruner-Tunnels?
Nichts. Das ist einfach eine sinnvolle Verkehrseinrichtung. Allzu enge, reine "normale" Straßen
könnten in dieser verkehrsreichen Gegend öfter mal zum Kollaps führen.
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Old November 19th, 2011, 06:46 PM   #424
Echter Berliner
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Quote:
Originally Posted by Knunderwabe
Kudamm: 44 m
Alexanderstr: 36 m

Natürlich hat die Alexanderstraße auf der Ostseite keine geschlossene Bebauung, wodurch es breiter wirkt.
Einfach mal die Posts genau lesen und davon ausgehen, daß das Gegenüber bei Sinnen ist.

Ich rede von der Nordseite. Ebenso ist klar, daß ich die Gesamtbreite mit Gebäuden meine.

Ich frage mich, warum hier manche im Forum versuchen, möglichst konsequent am Inhalt einzelner Beiträge vorbeizulesen.

Quote:
Berlin seine breiten Straßen nehmen zu wollen, nimmt der Stadt auch viel von ihrer Seele, um mal etwas in deinen Formulierungen zu schwelgen
Das gehört auch in die Abteilung "Ich sehe was, was du nicht siehst". Ich finde das ein bißchen mühselig. Ich will Berlin nicht seine breiten Straßen nehmen. Ich will nur überdimensionierte Straßen paßgerecht verengen, keineswegs superschmal machen. Das geht alles aus meinen Beiträgen hervor.

Da du dich mit den Planungen besser auskennst: Um wieviel Meter sollen denn die zukünftigen Gebäude auf der Nordseite nach Süden verrückt werden?
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Last edited by Echter Berliner; November 19th, 2011 at 08:16 PM.
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Old November 20th, 2011, 05:25 PM   #425
Wunderknabe
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Quote:
Einfach mal die Posts genau lesen und davon ausgehen, daß das Gegenüber bei Sinnen ist.

Ich rede von der Nordseite.
Nur damit uns beiden klar ist, wovon wir reden: ich spreche von der Straße die am Alexa vorbeiführt
und zur Jannowitzbrücke führt. Dort gibt es keine Nordseite. Aber ich schätze du meinst damit
das was ich als Ostseite bezeichne.

Quote:
Ebenso ist klar, daß ich die Gesamtbreite mit Gebäuden meine.
Ich frage mich, warum hier manche im Forum versuchen, möglichst konsequent am Inhalt einzelner Beiträge vorbeizulesen.
Das hat nichts mit vorbeilesen zu tun, sondern damit dass du dich nicht eindeutig ausdrückst.
Was soll den "Breite mit Gebäuden" bedeuten? Nochmal: dort gibt es keine geschlossene Bebauung.
Also nimmst du die Ecke der Gebäude die der STraße am nächsten ist, oder die gesamte Gebäudelänge oder was als Maßstab für die Breite der Straße?

Und wie gesagt: ich stimme dir ja im grunde zu. Es wirkt schon ziemlich breit, aber das kommt eben von der viel zu lockeren Bebauuung auf der Ostseite. Die Straße an sich ist ja dufte.


Quote:
Da du dich mit den Planungen besser auskennst: Um wieviel Meter sollen denn die zukünftigen Gebäude auf der Nordseite nach Süden verrückt werden?
Wenn ich mal das Haus der Elektroindustrie als Maßstab nehme, etwa 30 m. Beim Haus des Reisens dann noch so 20.

Der Abstand zwischen derzeitiger "Mitte" (Saturn) und Haus des Reisens ist etwa 120 m. Mit beiderseitigen neuen Hochhäusern
wären es noch etwa 60.



Und ich würde es vorziehen, meinen Namen in zukunft nicht mehr verdreht vorzufinden. Dankeschön.


edit---
Jetzt, wo ich das alles nochmal lese, glaube ich, dass du die ganze Zeit den Alexanderplatz meintest? (bzw. die gleichnamige Straße = verlängerung der Karl-Marx-Allee)?
Kein Wunder dass wir aneinander vorbeireden.
Ja, die ist natürlich mit 120 m richtig richtig breit. Aber wird sich ja drastisch reduzieren.

Last edited by Wunderknabe; November 20th, 2011 at 05:32 PM.
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Old November 21st, 2011, 11:32 AM   #426
Dase
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Originally Posted by erbse View Post
Liegt die Tiefgarage direkt unter der Alexanderstraße?
Yup, genau mittig. Deswegen wurde diese ja verlegt bzw. gesperrt, während die TG gebaut wurde.
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Old November 24th, 2011, 06:35 PM   #427
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Alexanderstratz

@ Wunderknabe

30 Meter wären ja eine tolle Sache. Der Nordteil heißt auch Alexanderstraße.
Dann ist ja alles bestens. Ich finde die Straße selber allerdings trotzdem noch recht breit. Das kommt meinen Vorstellungen schon näher. Ich denke aber, daß es dann immer noch ein bißchen zu breit sein wird.

Was gibt es denn für Planungen auf der Nordseite des Hotels Stadt Berlin? Wird da irgendwie versucht, einen blockrandartigen Vorbau ranzubauen? Irgendwie muß die Gegend ja auch renaturiert werden.

Es ist alles ein bißchen verwirrend, weil ja noch nicht klar ist, was auf den Nachbargrundstücken gebaut wird und ob z.B. dieser Sattlerentwurf gewinnt. Ich hoffe, da ist was Angemessenes für die Rückseite geplant.

Außerdem frage ich mich, was eigentlich mit diesem Versorgungstrakt zwischen Kaufhof und Hotel wird. Das Lustige ist, wenn man nur diesen Trakt jetzt wegmachen würde, würde der Alex schon um gefühlte 50% attraktiver. Das ist wirklich ein ziemliches Unding dieses Teil.

Fragen über Fragen. Aus meiner Sicht müßte man die umliegenden Straßen so stark verengen, daß wieder ein Gesamtviertel entsteht und der Alex keine Insel bleibt.

Deshalb auch die Frage mit dem Grunertunnel. Es wird schwer, diese Gegend zu renaturieren, wenn der Tunnel bleibt. Also die nördliche Seite des Tunnels. Na ja. Hier ist die Frage, was man mit dem Verkehr machen würde. Der ist ja sehr stark dort.

Ich träume jedenfalls wieder von einem langfristig integrierten Viertel.
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Old January 28th, 2012, 05:36 AM   #428
trance-x
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.

Quote:

So soll der Turm einmal aussehen. Der Kaufhauskomplex würde teilweise in dem neuen Gebäude aufgehen.
Simulation: buenck + fehse
source: http://www.tagesspiegel.de/images/si...ormat=format10

Last edited by erbse; January 29th, 2012 at 12:35 PM.
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Old January 28th, 2012, 02:27 PM   #429
Ludi
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gibts immernoch keine News von Hines?
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Berlin 2020 + BER = BOOM BOOM!
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Old January 28th, 2012, 03:19 PM   #430
Bauer-Ewald
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"Wir sind ein starkes Land und eine sehr moderne Gesellschaft, auch weil wir nicht den Weg von Maggy Thatcher gegangen sind.
Die Menschen in Deutschland können auf vieles zu Recht stolz sein."

- Hubertus Heil
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Old January 28th, 2012, 11:57 PM   #431
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die platten sehen echt übel aus. Und das mitten im Zentrum.
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Old January 29th, 2012, 10:49 AM   #432
youngwoerth
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Quote:
Stets ging es dabei um die Frage, welchen Wert das Wohngebiet in Mitte mit den meist acht- und zehngeschossigen Plattenbauten eigentlich hat.
Die Antwort fällt jetzt klar aus: einen sehr hohen Wert, denn das Viertel, in dem fast 10 000 Menschen leben, sei ein Beispiel für die sozialistische Moderne der DDR in den 60er-Jahren mit großzügigen Freiflächen zwischen den Häusern.
Das Gebiet ist eine der bedeutendsten Schöpfungen der Nachkriegszeit nicht nur in Deutschland“, sagt Manfred Kühne von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Senat und Bezirk haben sich deshalb darauf geeinigt, die strenge Struktur beiderseits der Karl-Marx-Allee zu erhalten.
http://www.berliner-zeitung.de/berli...,11341598.html

youngwoerth no está en línea   Reply With Quote
Old January 29th, 2012, 11:43 AM   #433
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Ach du lieber gott
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Old January 29th, 2012, 03:11 PM   #434
MattSid
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http://www.berliner-zeitung.de/berlin/alexanderplatz-ende-eines-ideologiestreits,10809148,11341598.html

Warum es gibt keine neue Bauplanung fuer dem Viertel zwischen Mollstrasse und Friedenstrasse? diese Ort hat dem gleich urban Konzept mit Plattenbau und weit leer Flaeche.


Noch eine Frage, Jemand kennt was ist los mit dem ADN-Gebäude?

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Old January 29th, 2012, 11:04 PM   #435
Wunderknabe
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Naja, es ist halt irgendwie Ausdruck der Konzeptlosigkeit in den Köpfen. Dass innerstädtische Plattenbauviertel nachverdichtet werden müssen um an Attraktivität zu gewinnen ist klar, aber wie man das anstellen soll ist schwer zu beantworten.

Denn die an den Ecken offenen Blocks die durch die langen Plattenriegel meist geschaffen werden lassen sich schlecht im Inneren mit größeren Gebäuden jenseits von Garagen und kleinen Kindergärten oder Ähnlichem bebauen, da diese Plattenriegel eben das Blockinnere so gut abschirmen. Wie soll man dort attraktive Feschäftsbauten oder andere Wohnbauten unterbringen?
Mit einem Schutzwall aus Plattenbauten kann man dort schließlich keine Aufmerksamkeit hinlenken. Und teilweise auch keine Sonne. In dem Bereich sinds ja meist die größeren 10-Stockwerke Platten.

Mein vorschlag für dieses Gebiet wäre, nicht zu zimperlich mit den Platten umzugehen und auch abzureißen, wo es wirklich nicht geht. Eben z.B. bei diesem ganz großen Block in der Mitte. Dann noch ein paar Parallelstraßen einziehen um die Blocks kleiner zu gestalten und dann baulich nachverdichten.


---
Zu dem ADN-Gebäude: leider weiß ich auch nicht was die da machen. Würde mich aber interessieren. Wenn sie am ganzen Gebäude ein Gerüst dranpappen vielleicht ne Fassadensanierung.

Aber ganz ehrlich: abriss und größerer, schönerer Neubau wäre mir lieber

Laut Planwerk Innenstadt ist das übrigens ein abriss-und-neubau-Kandidat.
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Old January 30th, 2012, 04:22 AM   #436
trance-x
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reurbanisieren, remetropolisieren, leicht gemacht ... plattenbauten und areale unter einer total anderer perspektive betrachten!

Quote:
Originally Posted by Wunderknabe View Post
Naja, es ist halt irgendwie Ausdruck der Konzeptlosigkeit in den Köpfen. Dass innerstädtische Plattenbauviertel nachverdichtet werden müssen um an Attraktivität zu gewinnen ist klar, aber wie man das anstellen soll ist schwer zu beantworten.
isses nicht ...

- grundsaetzlich jeden erschiessen, der vor nen plattenbau ne wiese, nen parkplatz und ein paar baeume draufstempelt. das zementiert naemlich die nachteile, statt sie zu beheben ...
- grundsaetzlich jeden erschiessen, der plattenbauten noch "alleine als monolithen rumstehen laesst", der naechste dauerbrenner-fehler ...
- die plattenbauten also miteinander connecten, und zwar so, dass neue urbane strassenzuege entstehen. connecten natuerlich mit kleinteiligen bauten, allerdings unterschiedlichen hoehen, also auch immer mal ein hochhaus, das die plattenbauten deutlich ueberragt. so kriegt man diversitaet hin ... auf der anderen "strassenseite" ebenso kleinteilig (hoch/niedrig) bauen, damit eben richtige strassen entstehen ...
- alle bauten sollten unten ladenlokale usw, fuer cafes, kneipen, kioske, waeschereien, baeckereien, gallerien, supermaerkte usw.
- die sockelstruktur der plattenbauten umgestalten, so dass sie strassentauglich werden, also ebenfalls cafes kneipen, kioske, gallerien, copylaeden, geschaefte usw. haben, mit schaufenstern usw.
- kurzum: keine reine wohngegend! wohnen und arbeiten ...
- je nach struktur des plattenbau-areals entsprechend in den freien plaetzen kleinteilig bauen mit hofstrukturen oder je nachdem anderen, aber eben extrem verdichten ... (verdichtung hat auch den vorteil mehr belebung/bedarf fuer die gegend zu erzeugen, dann wohnen da ja noch viel mehr menschen)
- kurzum: geht man durch so strassen, stellt sich ein aehnliches gefuehl ein als wandert man durch moderne hackesche markt oder mitte gegend ...
- echte neue plaetze schaffen, in einem anderen thread zeigte ich ja mal ein beispiel aus london, aber es gibt viele moeglichkeiten. nur eines nicht: eben KEINE unkreativen vorstadtplaetze, KEINE plattenbautypischen plaetze, dies alles nicht, echte urbane, metropolische plaetze!
- an geeigneten stellen einen kleinen echten park, kein 'zum park erklaertes aushilfsgruen', keinen 'naturbelassenen mist', kein 'vorstadtpark' oder sonstiger nonsens, einen echten urbanen metropolischen park ...
- zu den grossen strassen hin (etwa der karl-marx-allee) ebenfalls kleinteilig zubauen, so dass die plattenbauten im hintergrund entschwinden, natuerlich entsprechende einfahrten zu den neuen strassen freihalten ...
-je nach situation noch hier und da kreative strukturen integrieren, details usw. usw... da gibts tausend dinge, die verbessern, manche plattenbauten eventuell mit einfachen mitteln auch noch umgestalten, so dass sie noch kleinteiliger wirken, da gibts einfache tricks (die teilweise bereits angewendet wurden) ...

wenn man das endlich mal konsequent tun wuerde, ergaebe sich ein bild wie z.b. in tokyo oder berlin-mitte an anderer stelle (wo auch ein paar plattenbauten rumstehen, aber schon altbau und neues stand - nur noch besser integriert als dort, da eben richtig connected wurde) ... es waere also chaotischer, diverser, gemischter, dadurch metropolisch-urban, belebte strassen (es muessen keine superbelebten sein, aber welche mit der ueblichen qualitaet von gruenderzeitvierteln) ... das gesamte viertel waere aufgewertet, obwohl man keine platte abgerissen haette ...

und schon koennten manche strassen aussehen, wuerde man es mit hoher kleinteiligkeit tun ...

source: http://www.cepolina.com/photo/Americ...treet_road.jpg

hier ist es strukturell nicht wirklich connected, allerdings zeigen die vorderen haeuser, wuerden sie vor die plattenbauten (z.b. am anfang der karl-marx-allee) gebaut werden, wie das aussehen koennte.
also nicht 1:1 nehmen, ein bisschen mitdenken! man beachte auch den plattenbau hinter den kleinteiligen haeusern (die in meinem falle natuerlich neuer waeren) ...

source: http://www.bilderbuch-berlin.net/img...8x1304xin.jpeg

ich wuerde kleine, neue hochhaeuser, mittelhohe bauten, munter mischen. von oben ergibt sich dann naemlich ein anderes bild, saemtliche plattenbauten wurden relativiert ...
da es schwierig ist passende bilder zu finden, muss auch hier etwas mitgedacht werden. aus der perspektive ergibt sich ein leicht chaotisches, aber vielschichtig urban/metropolisches mischmasch.
die plattenbauten muss man sich zwischendrin aber besser integriert vorstellen. daneben aber auch hochhaeuser, so dass sich alles relativiert. bilder von alleinstehenden strengen plattenbaustrukturen, auch von oben betrachtet, gaebe es nich tmehr, denn die pure chaotische diversitaet sowie einbindung wuerde alles zu einem letztlich metropolisch-urbaneren brei machen ...

source: http://www.morgenpost.de/multimedia/...BM__74106b.jpg

eigentlich sollte das architekten und planern sogar am meisten spass machen sowas zu entwickeln, denn nicht oft kann man tatsaechlich so radikal eine gegend verbessern, so dass ein so drastischer vorher- und nachherunterschied entsteht, gleichzeitig aber ohne abzureissen oder dramatische mehrkosten, umgekehrt aber eine komplette aufwertung der gegend ...
hier waere es mal sinnvoll wettbewerbe auszurufen, echter kreativitaet freien lauf lassen mit entsprechenden vorgaben aehnlich wie ich sie oben in der schnelle auffuehrte ...

new york hat uebrigens ein paar vorteile als beispiele, nicht wegen der hoehe, sondern weil dort haeufiger mal eher profane hochbauten aehnlich wie plattenbauten in die strasse integriert sind. die unterschiede sind manchmal nicht sehr gross, nur eben die sockelgestaltung und ein paar details ... der rest ist die wirkung einer urbanen strasse, die vermeintlich alles total anders macht. in wirklichkeit wuerden so profane hochbauten alleine und wie plattenbauten aufgestellt ganz aehnlich kahl wirken ... daher muss man eben die perspektiven einfach aendern, gemeinsame strukturen erkennen, alles einfach anders betrachten ...

nehmen wir mal das zweite gebaeude rechts (hinter dem klassischen). ein im grunde kahler hochbau, koennte auch ne platte sein! wer genau auf den sockel achtet kann aber erkennen wie integration ungefaehr sein koennte - und wie einbindung/connecten funktioniert. die bauten daneben muessen nicht so hoch sein wohlgemerkt, kleinteilige kleinere gehen auch, nur immer mal hoehere hochhauser im gesamten areal waeren wichtig, damit sich eine gesamtdiversitaet und relativierung ergibt aus allen perspektiven, egal ob strassenlevel oder von luftbildern aus ...

source: http://www.auslandsjahr.eu/wp-conten...all-street.jpg


oder hier: achtet mal auf das hohen gebaeude ganz links und stellt euch vor das waere eine platte.
auch so koennte eine integration aussehen - hier mit niedrigeren strukturen.

source: http://www.travel-pictures-gallery.c...-york-0002.jpg

es gibt wirklich massenweise moeglichkeiten etwas urban/metropolisch zu integrieren und entsprechend neue strassenstrukturen zu erzeugen.
und das koennte man mit allen plattenbau vierteln (und anderen) tun ... re-verkiezen, re-metropolisieren, re-urbanisieren, neue kieze schaffen ...
man muss es nur wollen ... umdenken, die selben areale anders denken ...

hier koennte Berlin vorreiter sein bzw. (falls es das doch schon irgendwo gibt) bekannter repraesentant und damit trotzdem vorreiter in masse ...
man muss es nur gebetsmuehlenartig allen klar machen, als moeglichkeit greifbar, vorstellungsvermoegen umpraegen ...

man koennte ein beispielprojekt als SSC-projekt inklusive visualisierung usw. machen! alle zusammen ...

Last edited by trance-x; January 30th, 2012 at 05:18 AM.
trance-x no está en línea   Reply With Quote
Old January 30th, 2012, 12:08 PM   #437
youngwoerth
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Originally Posted by trance-x View Post
re-verkiezen, re-metropolisieren, re-urbanisieren, neue kieze schaffen ...
man muss es nur wollen
Man will es aber nicht, wie Du im von mir verlinkten Artikel nachlesen kannst.
youngwoerth no está en línea   Reply With Quote
Old January 30th, 2012, 11:23 PM   #438
trance-x
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Originally Posted by youngwoerth View Post
Man will es aber nicht, wie Du im von mir verlinkten Artikel nachlesen kannst.
du meinst das areal am anfang und seitlich der karl-marx-allee?

yep, und das ist ein fehler, ein gravierender und ein sehr wohl ideologischer (nur weil die "berliner zeitung", die ja durchaus leicht oeko-sozialistisch lastig ist, das "ende des ideologienstreits" ausgerufen hatte).
kein bisschen. die entscheidung war falsch und gehoert damit veraendert bis sie veraendert wird. es ist total bescheuert den berech so zu lassen wie er ist. ich bin nicht dafuer, platten abzureissen, aber dafuer, das ganze zu re-urbanisieren, re-metropolisieren ...
das gehoert also kein bisschen akzeptiert, sondern munter kritisiert, bis sich das aendert. entsprechend schwach ist die entscheidung der verantwortlichem im senat etwa jenes Muellers zu bewerten. ganz schlechter job ...

da waren uebrigens, um auch das zu erwaehnen, die plaene Stimanns besser, wenn auch unausgegoren. er wollte die halt nur umbauen (besser als nix, aber kein echtes re-urbanisieren), und dies nur, weil sie ihm ideologisch nicht gefallen, er aber damit umgehen musste, da sie ja in mitte stehen ...

aber gut zu beobachten auch diese doktrin des "umgebungsgerechten bauens": es sollen ja kleine gebaeude errichtet werden, versetzt und nur vereinzelt (also genau falsch, mal wieder den zustand zementierend, statt zu aendern) und aehlich wie das cafe moskau usw...

individuelles kontext- und gesamtkontextorientieres bauen ist eben intelligenter als als "umgebungsgerechtes bauen".
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Old February 3rd, 2012, 12:34 PM   #439
MattSid
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Quelle: www.stadtentwicklung.berlin.de

Warum es gibt keine neue Bauplanung fuer dem Viertel zwischen Mollstrasse und Friedenstrasse? Trotzdem diese Ort hat dem gleich urban Konzept mit Plattenbau und weit leer Flaeche, ausser die Koenigstadtcarrée gibt es keine neu Plan in Sicht.
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Old February 3rd, 2012, 12:48 PM   #440
Ludi
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Naja, Berlin hat viel Platz und viele Viertel, wo sich etwas tut, diese Gegend ist davon noch leider nicht betroffen.

Ich glaube, dass erst der Alexander Platz erstmal seine Entwicklung durchmachen muss, bis auch das von dir mackierte Viertel Neuerungen erlebt und etwas atraktiver wird.
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Berlin 2020 + BER = BOOM BOOM!
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