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Berlin Talk Diskussionen, News & Allgemeines ohne Projektbezug


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Old July 4th, 2011, 07:08 PM   #241
Bauer-Ewald
Kompetenz entscheidet
 
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Betonklötze für die historische Mitte

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urz vor Ende der Legislaturperiode schafft der Senat im historischen Zentrum Berlins Fakten und nimmt dabei Experten zufolge irreparable Schäden am Stadtgrundriss in Kauf. Zwei von drei umstrittenen Bebauungsplänen wurden bereits mit der rot-roten Mehrheit im Abgeordnetenhaus durchgewinkt. Die Grünen-Fraktion fühlt sich überrumpelt und kritisiert, dass viel zu hohe und zu dicht gepackte Baukörper genehmigt wurden, ohne ausreichende öffentliche Anhörung von Experten.

Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen drei Grundstücke. Zwei liegen nördlich des Petriplatzes: im mittelalterlichen Stadtteil Alt-Cölln und auf dem Friedrichswerder. Ebenfalls betroffen ist ein weiter östlich gelegenes Gebiet an der Rathausstraße, nicht weit von dem Ort, wo Archäologen zurzeit die Grundmauern des mittelalterlichen Rathauses ausgraben. Der Neubau, der dort nach Plänen von Sauerbruch Hutton im Auftrag des Konzerns Redevco entsteht, ähnelt in seiner Dimension dem nahe gelegenen Kino-Koloss „Cubix“. Auch für den Werderschen Markt gibt es schon Pläne: Die „Kronprinzengärten“ sollen ganz dicht an Schinkels Friedrichswerdersche Kirche herangebaut werden. Der dritte Planungsbereich liegt nördlich der Petrikirche, an der Breiten Straße, mitten in Alt-Cölln. Altstadttypisches wird aber auch hier nicht entstehen, sondern dicht bebaute lukrative Investorenblöcke.

„Das sind die wichtigsten Projekte der Stadt. Der Senat hat die Verfahren im Planwerk Innenstadt deshalb den Bezirken entzogen. Und nun werden sie ohne ernst zu nehmende städtebauliche Debatte im Parlament verabschiedet“, sagt Astrid Schneider. Die Architektin sitzt für die Grünen im Abgeordnetenhaus und nennt das Vorgehen von Rot-Rot „unverschämt und unverständlich“. Gleich sieben, zum Teil umstrittene Bebauungspläne seien dem Bauausschuss einen Tag vor Himmelfahrt vorgelegt worden und zwar so kurzfristig, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung kaum noch möglich gewesen sei. „Wir sollten nur noch abnicken wie Stimmvieh“, sagt Schneider.

Manfred Kühne, Leiter der Abteilung Städtebau und Projekte in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, widerspricht: Nur die Pläne für die Breite Straße nördlich des Petriplatzes seien im Bauausschuss sofort verabschiedet worden. Der geplante Neubau von Redevco an der Rathausstraße sei dagegen zwei Mal im Bauausschuss diskutiert worden. Und die Entwürfe für die Kronprinzengärten würden überarbeitet und erst im August erneut im Bauausschuss diskutiert, bevor sie im September im Abgeordnetenhaus genehmigt würden.

Einem Protokoll der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist allerdings zu entnehmen, dass der Einfluss des Senats im Fall der Kronprinzengärten begrenzt ist: Bei der Auswahl der Architekten, die um Entwürfe für den künftigen Nachbarbau von Schinkels Friedrichswerderscher Kirche gebeten wurden, durften weder die Experten des „Baukollegiums“ von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher noch die Stadtentwicklungsverwaltung mitreden. „Das Baukollegium bedauert das außerordentlich“, heißt es im Protokoll.

Nun soll der Block mit knapp 10 000 Quadratmetern bis auf fünf Meter westlich an die Friedrichswerdersche Kirche herangebaut werden. Der Senat überschreite dort „die zulässige Baumasse um das Vierfache“, sagt die Grünen-Abgeordnete Schneider.

Damit der Blick nicht ganz verstellt wird, sollen zumindest zwei Teile des Neubaus ein bis zwei statt sechs Obergeschosse bekommen, allerdings auch nur an der engen Falkoniergasse, die den Block von Norden nach Süden durchzieht. Weil der Bauherr höher hinaus will als die in Berlin übliche Traufhöhe, droht die Friedrichwerdersche Kirche verstellt zu werden. Das alarmierte immerhin die Links-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Deshalb soll die Höhe des Neubaus reduziert werden. Fakten wurden dagegen bereits bei zwei anderen Grundstücken im historischen Zentrum geschaffen. Und der Neubau der Firma Redevco wird den Blick vom Alexanderplatz auf das Rote Rathaus verstellen. Der Block orientiert sich in Höhe und Gestalt am Kino-Koloss „Cubix“. Der Redevco-Bau wird zum Teil auf der hier einst verlaufenden Neuen Friedrichstraße errichtet und das Marienviertel von den Rändern aus zerstören, sagen Stadthistoriker. Der Senat sieht das anders: „Das Gebiet liegt nicht im mittelalterlichen Stadtgrundriss“, entgegnet Kühne. Die Menschen nähmen es als Teil des Alexanderplatzes wahr, so wie den Vorplatz des Fernsehturms. Das Bauvolumen sei durch den städtebaulichen Wettbewerb für den Alexanderplatz festgelegt worden, und die Architekten seien im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt worden.

Wenig Rücksicht auf den historischen Stadtgrundriss nahmen die Planer auch in der Breiten Straße. Nördlich des Petriplatzes, mitten in Alt-Cölln, wurde die Voraussetzung geschaffen für den Bau massiver Blöcke auf Grundstücksflächen von bis zu 5000 Quadratmetern. Charmante, kleinere Parzellen, die eine größere gestalterische Vielfalt ermöglicht hätten, indem sie sich an der historischen Stadt orientieren, hatten keine Chance.

„Der Senat ist nicht bereit, den Stadtkern als einheitlichen Planungsraum anzuerkennen, sagt Willo Göpel vom Expertennetzwerk für den Berliner Stadtkern „Nucleus“. Es werde geplant, als ob der Petriplatz nichts mit dem Schlossplatz zu tun habe und dieser wiederum nichts mit dem östlich gelegenen Friedrichswerder und mit dem Marienviertel im Westen. Mit einer „erschreckenden Ideen- und Anspruchslosigkeit gehe man stattdessen daran, Shopping-Center und monströse Investorenarchitektur auf das historische Berlin abzuwerfen.

Kühne sieht auch das anders: Der Bereich der Berliner und Cöllner Altstadt sei zu komplex, um ihn mit einer einzigen Strategie zu entwickeln. Von Fassadenrekonstruktionen wie beim Humboldtforum bis zur völligen Neugestaltung wie in der Breiten Straße werde man den jeweiligen Orten angepasste „angemessene Strategien“ suchen.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/be...e/4352628.html
__________________
"Wir sind ein starkes Land und eine sehr moderne Gesellschaft, auch weil wir nicht den Weg von Maggy Thatcher gegangen sind.
Die Menschen in Deutschland können auf vieles zu Recht stolz sein."

- Hubertus Heil
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Old July 4th, 2011, 07:49 PM   #242
Wunderknabe
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Die Planungen wie die Baumassen dort verteilt sein sollen existieren doch schon seit Jahren. Auf einmal fällt denen ein, dass es doch nicht das ist was man will?

Die aufstellung von Bebauungsplänen ist ein partizipativer Prozess der mitunter ganz schön lange dauert. Hätte denen auch früher einfallen können.

Und die zu hohe Dichte die sie kritisieren ist auch witzig: das was dort geplan ist kommt ja lange noch nichtmal an das ran was vor dem Krieg schonmal dort stand
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Old July 4th, 2011, 07:51 PM   #243
erbse
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Also gerade die Kronprinzengärten an der Friedrichwerderschen Kirche gefallen mir ausgesprochen gut. Wehe die werden abgespeckt! Dann setzt es aber was.
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Old July 10th, 2011, 08:14 AM   #244
trance-x
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Yep, die sehen nicht uebel aus ... *nick
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Old July 10th, 2011, 08:22 AM   #245
trance-x
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Berlin/Brandenburg dynamischster Wirtschaftraum im Germany

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INSM
Berlin hat dynamischste Wirtschaft
24.06.2011, 16:20 Uhr

Das stärkste Wachstum aller deutschen Bundesländer hat in den vergangenen Jahren Berlin verbucht. Im Bundesländer-Ranking der INSM steht Baden-Württemberg mit der am wenigsten dynamischen Wirtschaft als Schlusslicht da.

Berlin/Brandenburg ist einer Studie zufolge der dynamischste deutsche Wirtschaftsraum der vergangenen Jahre. Die Hauptstadtregion habe sich zwischen 2007 und 2010 besonders gut entwickelt und mit sechs Prozent das stärkste Wachstum verbucht, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bundesländerranking der Lobbygruppe INSM.
Positiv habe sich etwa das Projekt des neuen Großflughafens ausgewirkt. Schlusslicht im Dynamikvergleich sei das industriestarke Baden-Württemberg, das hart unter der größten Wirtschaftskrise seit rund 60 Jahren litt.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) untersuchte auch die Wirtschaftniveaus der Bundesländer. Hier siegte Bayern vor Baden-Württemberg und Hamburg. Bayern sei „krachledernd gesund“ bilanzierte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Das Bundesland sei innovativ, punkte beim Thema Sicherheit und habe die niedrigste Quote von Hartz-IV-Empfängern.

„Mit einer Arbeitslosigkeit von 4,5 Prozent hat der Süden schon weitgehend das erreicht, was wir uns für alle wünschen: Vollbeschäftigung.“ Bayern verfüge über einen guten Branchenmix und sei deshalb besser durch die Rezession gekommen als Baden-Württemberg. Dort hatte die auf Fahrzeug- und Maschinenbau spezialisierte Industrie deutlich unter den Exporteinbrüchen gelitten. In den Ländervergleich flossen rund 100 Indikatoren ein - vom Wirtschaftswachstum, über die Produktivität, die Arbeitslosenquote, die Anzahl von Hochqualifizierten bis zur Kinderbetreuung.

source: http://www.handelsblatt.com/politik/...t/4321764.html
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Old July 10th, 2011, 08:28 AM   #246
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Immobilien-Rendite: Berlin ueberholte Wien ...

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Immobilien: Berliner Schnauze statt Wiener Schmäh

Die Österreicher kommen: In Berlin ist das Risiko für Immobilien-Investoren nicht höher als in Wien, doch die Renditen sind doppelt so hoch.




„Ich investiere lieber in Berlin als in Wien“, sagt Othmar Seidl, Geschäftsführer von FMS. „Wir sind seit 2005 in der deutschen Haupstadt, haben insgesamt 56 Häuser gekauft und besitzen derzeit 24 Zinshäuser. Berlin ist doppelt so groß wie Wien und auch die Renditen auf dem Immobilienmarkt betragen in etwa das Doppelte von Wien, denn die Häuser kosten die Hälfte.“ Seidl rät von Immo-Investments in Wien ab, weil die Preise schon zu hoch seien. In Berlin hingegen gebe es noch Fantasie für mindestens zehn Jahre.

FMS sind nicht die einzigen Österreicher, die auf dem Berliner Wohnimmobilienmarkt unterwegs sind – aber der einzige kleinere Player, der eine eigene Hausverwaltung betreibt, was sich auf das Risiko-Renditen-Verhältnis positiv auswirkt, wie Seidl sagt. Von den großen börsenotierten Unternehmen haben Conwert und die Immofinanz-Tochter Buwog signifikante Berliner Wohn-Portfolios. Conwert steckte im Vorjahr 55,7 Millionen € in Berliner Wohnimmos und hat mehr als 200 Objekte. „Auch heuer haben wir in Berlin mehr gekauft, als verkauft“, sagt Sprecher Peter Sidlo: „Berlin ist aktuell sicherlich ein Hotspot, was die Marktsituation und die Rendite betrifft.“

FMS möchte in den nächsten Jahren rund 50 Millionen € in Berliner Zinshäuser investieren. Interessante Objekte zum Schnäppchenpreis gibt es laut Seidl zur Genüge – auch das ein Unterschied zum leergekauften Wiener Zinshausmarkt. Das Geld für die Objekte kommt von privaten österreichischen Investoren vom Freiberufler bis zur Privatstiftung. Ein Börsegang wie bei Conwert ist für FMS kein Thema. Auch Berliner Vorsorgewohnungen (Anlegerwohnungen mit grundbücherlicher Sicherheit, Anm.) hat FMS im Angebot, der Einstieg ist ab 50.000 € möglich. Im Gegensatz zum Vorsorgewohnungs-Modell in Österreich gibt es keine Steuervorteile, dafür sind die Einstiegsrenditen mit rund sieben Prozent doppelt so hoch wie in Wien.
source: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/...69482/index.do

Last edited by trance-x; July 10th, 2011 at 08:37 AM.
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Old July 10th, 2011, 08:35 AM   #247
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Der Lichtenberg-Boom

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Der Lichtenberg-Boom

Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain. Dass diese Stadtbezirke boomen, weiß jedes Kind. Aber Hohenschönhausen und Lichtenberg? In den letzten zwei Jahren stiegen die Mieten dort laut Immobilien-Verband IVD um 9,6 Prozent. Der KURIER sah sich in den jetzt angesagten Kiezen des ehemaligen Arbeiterbezirkes um.


Brigitte L. (63) sitzt mit einem guten Buch im verglasten Wintergarten ihrer schmucken Wohnung. Vom vierten Stock ihres Eckhauses hat sie einen tollen Blick über die sanierten Häuser in der Pfarrstraße. „Ich wohne seit fünf Jahren hier, fühle mich auch sehr wohl, obwohl ich die Älteste im Haus bin“, sagt die ehemalige Kita-Köchin.

Ingenieur Ralf G. wohnt gegenüber. Der 40-Jährige hat gemeinsam mit ehemaligen Hausbesetzern das Gebäude Pfarrstraße 102 liebevoll saniert. „Viele Leute aus Friedrichshain, denen es dort zu laut ist, ziehen in den Kaskelkiez. Klar steigen die Mieten“, sagt er und fürchtet, dass sich das ehemalige Lebensgefühl mit den Zuzüglern ändert.

Lichtenbergs Baustadtrat Andreas Geisel (SPD) bestätigt Mietsteigerungen im Weitling- und Kaskelkiez, in Karlshorst und Alt-Hohenschönhausen. „Wir haben eine starken Zuzug von Familien mit Kindern aus Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Pankow.“ Der Leerstand in Lichtenberg liege inzwischen unter fünf Prozent. „Wir brauchen eine Kappungs-Grenze bei Neuvermietungen.“
source: http://www.berliner-kurier.de/berlin...128/8619210/-/
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Old July 10th, 2011, 08:41 AM   #248
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Berlin boomt: Mehr Geburten, mehr Touristen, mehr Wohnungen

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Mehr Geburten, mehr Touristen, mehr Wohnungen

Das Amt für Statistik legt ermutigende Berlin-Zahlen vor. Der Bauindustrieverband sieht die Zukunft der Stadt optimistisch. Veranstaltungen wie Fashion week und Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen machen die Hauptstadt noch populärer.


Berlin boomt – und das nicht nur bei Babys. Zeitgleich zum mit vier Prozent höchsten Bevölkerungszuwachs seit 1992 stiegen auch die Touristenzahlen im Mai dieses Jahres um 10,4 Prozent und die Übernachtungszahlen um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Berlin ist einfach die europäische Trendmetropole Nummer 1“, sagte der Sprecher der Tourismus- und Kongress GmbH visitberlin, Christian Tänzler, dem Tagesspiegel: „Wir haben inzwischen knapp 120 000 Betten – fast so viel wie New York – es können also noch mehr Gäste kommen“.

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg registrierte im Mai dieses Jahres 929 000 Besucher und mehr als zwei Millionen Übernachtungen.

317 400 Gäste kamen aus dem Ausland. Hohe Zuwachsraten gab es bei Besuchern aus Großbritannien (plus 22,6 Prozent), Spanien ( plus18,4 Prozent) und der Schweiz (plus 16,5 Prozent) zu beobachten. „Das war besonders bei Spanien, das mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat, nicht zu erwarten“, sagt Tänzler. Veranstaltungen wie die derzeit laufende Fashion week oder auch die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen trügen zur weiteren Popularität der Hauptstadt bei.

3,46 Millionen Menschen leben laut Statistik ständig in Berlin, wo im vergangenen Jahr 33 400 Kinder geboren wurden, wie das Amt für Statistik ebenfalls am Freitag mitteilte. Dies sind rund 1300 Kinder oder vier Prozent mehr als 2009. Verstorben sind vergangenes Jahr rund 32 200 Berliner. Der Geburtenüberschuss von 1200 Kindern ist sogar der höchste seit 1991. 2009 wurden in Berlin nur 400 mehr Menschen geboren als starben.

Durch die höhere Geburtenzahl und vermehrte Zuzüge ist die Berliner Bevölkerungszahl 2010 bereits das sechste Jahr in Folge gewachsen – im Vergleich zum Vorjahr um 18 000 oder 0,5 Prozent Einwohner mehr: Rund 147 800 Menschen zogen zu, 131 000 Einwohner verließen die Stadt. Die meisten Zuzügler stammten aus den alten Bundesländern.

Angesichts der gestiegenen Einwohnerzahl forderte der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen vom Senat eine aktive Wohnungspolitik. Zwischen Bevölkerungszunahme und Neubau klaffe eine Lücke von fast 8000 Wohnungen, hieß es. Doch auch hier holt die Stadt auf. Ebenfalls am Freitag meldete der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg, dass die Zahl der Baugenehmigungen in der Region deutlich gestiegen sei. Besonders hohe Zuwächse würden beim Wohnungsbau verzeichnet, sagte Verbandssprecher Hans Erdmann. So habe sich in Berlin beispielsweise die Zahl der Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser in den ersten fünf Monaten dieses Jahres fast verdoppelt: Wurden von Januar bis Mai 2010 Baugenehmigungen für 763 Mehrfamilienhäuser in Berlin beantragt, so waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres schon 1434. Allerdings sei das Bauvolumen um 19 Prozent gesunken.

Der Geschäftsführer des Bauindustrieverbands Axel Wunschel wertet die größere Nachfrage nach Baugenehmigungen dennoch als gutes Zeichen. Momentan werden vor allem höherpreisige Wohnungen in Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg gebaut“, sagt er: „Aber da auch zunehmend preiswerte Wohnungen benötigt werden, wird keine Landesregierung umhin kommen, zu handeln. Das wird die Baubranche in Berlin beleben. Die Befürchtungen, dass mit dem Auslaufen der Konjunkturpakete eine Schwächephase eintritt, haben sich nicht bestätigt.“

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hat bereits angekündigt, die städtischen Wohnungsbaugesellschaften stärker zum Bau neuer Wohnungen motivieren zu wollen. Dazu würden zurzeit Gespräche geführt, erklärte Junge-Reyer auf einer Veranstaltung in der Technischen Universität. Um die Baukosten niedrig zu halten, könnten städtische Grundstücke kostenlos an die Gesellschaften abgegeben werden. Denkbar sei das etwa auf dem östlichen Tempelhofer Feld. Dort ist ein größeres Wohnquartier geplant, in direkter Nachbarschaft zum Neuköllner Schillerkiez.

Allerdings würden auch bei kostenloser Überlassung von Grundstücken Mietpreise von knapp unter zehn Euro pro Quadratmeter kalkuliert, sagte Junge-Reyer. Damit wäre finanziell klammen Berlinern kaum geholfen. Eine direkte Subventionierung von Sozialwohnungen schloss sie erneut aus. Das sei wegen der angespannten Haushaltslage nicht finanzierbar.
source: http://www.tagesspiegel.de/berlin/me...n/4375182.html
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Old July 10th, 2011, 08:48 AM   #249
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Berlin boomt - in der Mitte und im Westen

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Trendviertel 2011
Berlin boomt - in der Mitte und im Westen



Der Wohnungsleerstand hat sich zwischen 2001
und 2010 auf drei Prozent halbiert. - FOTO: DPA


Berlin. Ausgerechnet Berlin. "Die Hauptstadt ist die Region mit dem größten Potenzial in Deutschland", sagt Michael Kiefer, Leiter der Immobilienbewertung bei "Immobilienscout 24".


Michael Kiefer hat in einem komplizierten statistischen Verfahren gemeinsam mit den Experten des Handelsblatts eine große Serie zusammengestellt, die Deutschlands Trendviertel vorstellt. Wer dort kauft, kann damit rechnen, dass seine Immobilie an Wert gewinnt.

Tatsächlich sprechen die Daten für Berlin. Nach Angaben des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen hat sich der Wohnungsleerstand zwischen 2001 und 2010 auf drei Prozent halbiert. Das Beratungsunternehmen CB Richard Ellis ermittelte, dass die Mieten von am Markt angebotenen Wohnungen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent zulegten.


Und die Bewerter von Jones Lang LaSalle errechneten, dass der Durchschnittspreis für neu errichtete Eigentumswohnungen im zweiten Halbjahr 2010 um 6,3 Prozent zunahm.

Den Ausschlag für Berlins positive Entwicklung geben zwei Faktoren: Zum einen wachsen Einwohner- und Haushaltszahl in Berlin kontinuierlich. Dem jüngsten Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) zufolge stieg die Zahl der Haushalte zwischen 2000 und 2009 um gut neun Prozent. Gleichzeitig verharrt die Neubautätigkeit auf niedrigem Niveau: 2010 genehmigten die Behörden den Bau von lediglich 5470 Wohnungen. Die Folge: Das Angebot wird knapper, und die Preise steigen.

Außerdem "kommen zunehmend Leute mit Geld nach Berlin", wie es Bauträger Detlef Maruhn von der gleichnamigen Unternehmensgruppe auf den Punkt bringt. "Als Immobilienentwickler spüren wir, dass jeder in diese Stadt will", ergänzt Maruhns Geschäftspartner Dirk Germandi von der Profi Partner AG.

Auf Platz eins der Liste von Berlins Trendvierteln liegt Charlottenburg. Die hohe Nachfrage nach Miet- und Kaufobjekten sorgt für die gute Platzierung des Top-Trendviertels. Zentral gelegen, trotzdem ruhig und viele Altbauten locken auch Gutverdiener.

Aber schon auf Platz zwei folgt ein Viertel aus dem ehemaligen Osten, die historische Mitte mit Brandenburger Tor, Staatsoper, Museumsinsel und Gendarmenmarkt. Dort wurde gerade ein 300 Quadratmeter großes Penthouse für 16.000 Euro pro Quadratmeter verkauft, was einen Preis von fast fünf Millionen Euro ergibt. Noch nie wurde in Berlin der Verkauf einer teureren Wohnung bekannt. Dass dieses extrem teure Objekt im Stadtteil Mitte steht, ist kein Zufall. Nach Zahlen von "Immobilienscout 24" gehören die in Mitte registrierten Kaufpreise für Eigentumswohnungen mit fast 2 900 Euro pro Quadratmeter (Bestand) bzw. 3650 Euro pro Quadratmeter (Neubau) zu den höchsten in der ganzen Stadt.

Als besonders begehrt gilt dabei nicht nur die prestigeträchtige Lage am Gendarmenmarkt und Unter den Linden, sondern auch die Gegend um den Hackeschen Markt. Ebenfalls an der Spitze liegen in Mitte die Angebotsmieten - Eigentümer verlangen im Durchschnitt 11,63 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Mietspiegel aus dem Jahr 2008 weist für die Hauptstadt eine Durchschnittsmiete von 4,83 Euro aus.

Quelle: "Handelsblatt Online"

Mehr zum Thema finden Sie bei Handelsblatt Online:
+ Das vollständige Ranking aller Berliner Viertel

+ Alles zur Handelsblatt-Immobilien-Serie Trendviertel 2011 finden Sie unter www.handelsblatt.com/trendviertel. Hier gibt es auch ein interaktives Tool, das zeigt, wie hoch durchschnittliche Kaufpreise und Mieten in Ihrem Viertel sind. Der Benutzer kann sich sogar Analysen für die eigene Straße erstellen. Mit einem Rechner können Immobilienbesitzer den Wert ihres Objekts selbst taxieren.

source: http://www.tagesspiegel.de/berlin/be...n/4186352.html
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Old July 10th, 2011, 08:56 AM   #250
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Gruener Oeko-Sozialist will Berlin limitieren

Nach dem bescheuerten Vorschlag der naiven Gruenen 'Kuenast' den Berliner Innenraum zur '30 km/h'-Zone zu machen, kramt der naechste oeko-diktatorische gruene Ideologe seine Verbots- und Beschraenkungsphantasien raus ...
(mehr tun Gruene ja letztlich nicht mehr: beschraenken, verbieten, Oeko-Diktatur eben - typisch fuer ewig gestrige, antimodernistische Religionsgemeinschaft)



Quote:
Verkehr
Grüner will die ganze Berliner City als Parkzone


Die ganze Innenstadt soll zur Parkzone werden,
fordert ein grüner Stadtrat aus Prenzlauer Berg. - FOTO: DAPD



UPDATE Der grüne Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner fordert flächendeckende Parkzonen innerhalb des S-Bahnrings. Andere Bezirke beurteilen den Vorschlag skeptisch.


Die Berliner Innenstadt innerhalb des S-Bahn-Rings soll ein „heißes Pflaster“ werden. Mit diesem Slogan warb der Bezirk Pankow im vergangenen Jahr für die Einführung der Parkraumbewirtschaftung in Prenzlauer Berg. Jetzt will der zuständige Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne), der zugleich als Bürgermeister in seinem Bezirk kandidiert, in der City flächendeckend Parkzonen einführen. „Wenn man den innerstädtischen Verkehr wirksam steuern und die Anwohner entlasten will, darf man Parkzonen nicht nur flickenteppichweise einführen“, sagte Kirchner dem Tagesspiegel.

Kirchners Vorschlag stößt innerhalb seiner Partei auf Skepsis.


„Eine Bewirtschaftung macht nur dort Sinn, wo es knappen Parkraum gibt“, sagte Grünen-Verkehrspolitikerin Claudia Hämmerling. Die Grünen sprechen im Wahlprogramm nicht von einer flächendeckenden Einführung. Neue Parkzonen sollen in Gebieten mit knappem Parkplatzangebot eingerichtet werden. „Im Dialog mit allen Betroffenen“ wollen die Grünen „faire Lösungen“ erarbeiten. Spitzenkandidatin Renate Künast beeilte sich am Sonnabend klarzustellen, Kirchners Vorstoß sei „keinesfalls“ ihre Position. Für gebührenpflichtige Parkplätze auf öffentlichem Straßenland sind die Bezirke zuständig. In Berlin werden in 36 Zonen rund 83 000 Stellplätze bewirtschaftet. Die Stadtentwicklungsverwaltung erstellt derzeit einen Plan für Parkraumbewirtschaftung. „Wir wollen Autofahren nicht verbieten“, sagte Sprecher Mathias Gille. Kirchners Vorschlag kommentierte er nicht. Im kürzlich beschlossenen Stadtentwicklungsplan Verkehr steht lediglich, dass Parkraumbewirtschaftung „weiter ausgedehnt“ werden kann.

Durch Parkzonen soll es für Berufspendler unattraktiver werden, ihr Auto gebührenfrei abzustellen. Im Gegenzug sollen Anwohner einfacher Parkplätze finden. Parkraumbewirtschaftung muss sich auch rechnen. „Gebietsweise“ könne man die Einrichtung solcher Zonen prüfen, sagt SPD-Baustadtrat Ephraim Gothe aus Mitte. Die Innenstadt zu einer Parkzone machen, will er aber ebenso wenig wie SPD-Stadtrat Marc Schulte aus Charlottenburg-Wilmersdorf.

Pankow führte Zonen zwischen S-Bahn-Ring, Torstraße, Mauerpark und Greifswalder Straße ein. Geplant sind laut Kirchner weitere im Bötzowviertel. Auch in Friedrichshain-Kreuzberg sind laut Stadtrat Hans Panhoff (Grüne) Parkzonen am Boxhagener Platz und in der Warschauer Straße geplant. Neukölln hat keine Parkzonen. „Wir haben keinen Leidensdruck“, sagte Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD). Deshalb seien Parkzonen sinnlos. Sabine Beikler
source: http://www.tagesspiegel.de/berlin/la...e/4376506.html
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Old July 17th, 2011, 08:24 PM   #251
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Berliner Bevölkerung nimmt zu – Höchster Geburtenüberschuss seit 1991

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Statistik:
Berliner Bevölkerung nimmt zu – Höchster Geburtenüberschuss seit 1991


Am Freitag teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit, dass die Bevölkerungszahl Berlins im Jahr 2010 um etwa 18 000 Personen, also um 0,5 Prozent, auf 3 460 700 Einwohner gestiegen ist.


Seit sechs Jahren hintereinander, ist nun ein Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen. Einen Anstieg dieser Größenordnung hatte es zuletzt im Jahr 1992 gegeben.



Wie das Amt für Statistik weiter mitteilte, wurde die positive Bevölkerungsbilanz insbesondere durch einen Wanderungsgewinn bestimmt, der mit 16 800 Personen deutlich höher ausfiel als 2009 (11 000 Personen).

Beim Vorjahresvergleich ist jedoch zu beachten, dass die Ergebnisse des Jahres 2009 geprägt sind von Bereinigungen der Melderegister im Zusammenhang mit der Einführung der Steuer-Identifikationsnummer.

Nach Berlin zogen im Jahr 2010 rd. 147 800 Personen, im Gegenzug verließen 131 000 Personen die Stadt. Den größten Anteil an dem Wanderungsgewinn hatten die Zugezogenen, die aus den alten Bundesländern (13 700 Personen) ihren Wohnsitz nach Berlin verlagerten. Aus den neuen Bundesländern (ohne Berliner Umland) kamen rd. 8 400 Personen mehr nach Berlin als von hier fortzogen.

Wanderungsverluste wurden gegenüber dem Ausland (1 200 Personen) und dem Umland von Berlin (4 100 Personen) registriert. Im Verlauf des Jahres 2010 kamen 33 393 Kinder lebend zur Welt. Dies bedeutet einen Anstieg um 1 289 Kindern bzw. 4 Prozent im Vergleich zu 2009. Verstorben sind im vergangenen Jahr rd. 32 200 Berliner, so dass sich mit rd. 1 200 Personen der höchste Geburtenüberschuss seit 1991 ergab.
source: http://www.stadtmorgen.de/bezirke/st...991/20182.html
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Old July 17th, 2011, 08:24 PM   #252
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Reiche Ausländer zieht es nach Berlin

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Reiche Ausländer zieht es nach Berlin
16.07.2011, 10:34 Uhr

In Berlin lassen sich inzwischen auch Luxuswohnungen gut verkaufen. Vor allem wohlhabende Ausländer beleben den Immobilienmarkt an der Spree. Preise von 10.000 Euro pro Quadratmeter schrecken sie nicht ab.




Berlin/London Britisches Understatement ist seine Sache nicht. Daher kommt John Hitchcox, Chef der Immobilienentwicklungsgesellschaft Yoo, gleich auf das Wesentliche zu sprechen: Mehr als ein Drittel der Wohnungen im aktuellen Berliner Bauvorhaben habe man bereits verkauft. "45 Prozent, um genau zu sein." Und weiter: "Das ist äußerst vorzeigbar angesichts der Tatsache, dass das Projekt erst in zwei Jahren vollendet sein wird."

Das Projekt, über das Hitchcox lang und ausführlich ins Schwärmen gerät, heißt Yoo Berlin und umfasst 86 luxuriöse Wohnungen im Bezirk Mitte, gleich neben der Spielstätte des Berliner Ensembles. Vor zwölf Jahren rief Hitchcox gemeinsam mit dem Stardesigner Philippe Starck die Marke Yoo ins Leben: Luxusgebäude, die nicht nur exklusive Wohnungen, sondern auch großzügige Gemeinschaftseinrichtungen bieten - etwa Schwimmbad, Sauna und Café. Es gehe darum, ein "Dorfgefühl" in der Stadt zu schaffen, beschreibt Hitchcox die Idee.

Die Käufer zahlen heute Preise, die vor Jahren als utopisch galten.
Realisiert wird das Berliner Vorhaben von der Peach Property Group aus Zürich. Die Schweizer sind auf den Bau hochwertiger Wohnungen spezialisiert - und entsprechend hoch sind die Preise im Yoo Berlin: Zwischen 375.000 und 2,9 Millionen Euro kosten die Wohnungen. Hinter vorgehaltener Hand ist von Preisen von mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter die Rede - Beträge, die vor wenigen Jahren in Berlin noch als völlig utopisch galten.

Doch das Blatt hat sich gewendet. "Wir beobachten eine verstärkte Nachfrage vor allem nach hochwertigem Wohnraum", sagt Thomas Zabel, Geschäftsführer des auf Luxuswohnungen spezialisierten Maklerbüros Berlin Capital Investments. "Gerade für finanzstarke ausländische Käufer ist es im Augenblick sehr lukrativ, in Berlin zu investieren." 70 Prozent von Zabels Kunden stammen aus dem Ausland - und ein Großteil davon nutzt ihre neue Berliner Wohnung nicht etwa als Hauptwohnsitz, sondern als "Second Residence".
Diese Einschätzung bestätigt der erfahrene Berliner Projektentwickler Klaus Groth. Seit etwa drei Jahren beobachtet er, dass vermögende Persönlichkeiten aus dem Ausland sich in Berlin einen Zweitwohnsitz zulegen. "Berlin steht weltweit im Fokus", begründet dies Groth. Zudem profitiere der Wohnungsmarkt davon, dass die unsichere wirtschaftliche Lage viele Menschen dazu bewege, ihr Geld in Sachwerten anzulegen.

Genau diese anspruchsvolle Klientel spricht Groth mit seinem Projekt Belles Etages an. In der Nähe des Gendarmenmarkts errichtet die Groth-Gruppe 21 Eigentumswohnungen auf einem Standard, den es in Berlin nach Groths Worten noch nicht gibt - mit eigenem Clubraum, mit mehr als hundert Quadratmeter großen Dachterrassen für die Penthouse-Wohnungen und mit einem Concierge, der den Bewohnern selbst ausgefallene Wünsche erfüllt. Solcher Luxus hat seinen Preis: Bis 15000 Euro kostet der Quadratmeter.

Bei Luxuswohnungen ist die Lage das entscheidende Kriterium.

Allerdings ist "das Premiumwohnsegment sehr schmal", gibt Groth zu. Er beziffert den Anteil der Wohnungen, die pro Quadratmeter 5000 Euro und mehr kosten, auf höchstens zwei Prozent des Berliner Markts. Das "entscheidende Kriterium" sei die Lage, erklärt Makler Zabel, in Berlin sind die Topstandorte die Gegend zwischen Gendarmenmarkt, Friedrichstraße und Unter den Linden sowie der Kurfürstendamm.

Dass gehobene Wohnungen kein Selbstläufer sind, musste der niederländische Entwickler Harry van Caem erfahren. Mit drei Jahren Verspätung erfolgte gestern der erste Spatenstich für die Fellini Residences in der Nähe des Spittelmarkts. Schneller lassen sich Projekte im mittleren Preissegment vermarkten. Die Bauwert Group etwa meldet für ihr Projekt Rosengärten nahe dem Kurfürstendamm kurz nach Baubeginn einen Verkaufsstand von 82 Prozent.

Und das Angebot wird wohl knapp bleiben, die Preise daher weiter steigen. Bei den Kunden ist noch Luft nach oben: "Im internationalen Vergleich sind 15000 Euro pro Quadratmeter immer noch ein Schnäppchen", sagt Zabel. In London werden nach Angaben von Engel & Völkers bis zu 76000 Euro bezahlt. "Das sind die Kategorien", sagt der Berliner Makler, "in denen einige unserer Kunden denken."

source: http://www.handelsblatt.com/finanzen...n/4398082.html
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Old July 17th, 2011, 08:39 PM   #253
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Ai Weiwei nimmt Gastprofessur an der UDK Berlin an

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AI WEIWEI NIMMT GASTPROFESSUR AN DER UDK BERLIN AN
13.07.2011, 13.09

Der jüngst, gegen Kaution aus der Haft entlassene Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei hat das Angebot einer Gastprofessur an der Universität der Künste (UdK) in Berlin angenommen. Der Künstler Olafur Eliasson, der an der UdK das Institut für Raumexperimente leitet, möchte unter anderem mit Ai Weiwei in Berlin zusammenarbeiten. Dabei sei noch ungewiss wann dieser aus China ausreisen könne. In einem Schreiben des Künstlers an den UdK-Präsidenten Martin Rennert heißt es, er hoffe bald über konkretere Pläne sprechen zu können.



Dabei wurde Ai Weiwei bereits im April, kurz vor dessen Festnahme und nach der Ankündigung, er wolle sich in Berlin ein neues Studio einrichten, die Gastprofessur von der Einstein Stiftung angeboten. Nach der Festnahme des Künstlers wurden die Verhandlungen über die Stelle an der UdK schließlich beschleunigt. Wie sich jetzt unter anderem heraussstellte, fordern die chinesischen Finanzbehörden von Ai Weiwei Steuern und Bußgelder in Höhe von umgerechnet etwa 1,3 Millionen Euro.
via art Magazin
source: http://www.artschoolvets.com/news/20...udk-berlin-an/


Quote:
KUNST
Ai Weiwei kann noch nicht nach Berlin reisen
Artikel vom 14.07.2011


Wegen seines Ausreiseverbots weiß der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei noch nicht, wann er für seine Gastprofessur an der Berliner Universität der Künste (UdK) nach Deutschland kommen kann. «Ich werde reisen, wenn mir erlaubt wird, China zu verlassen», sagte der 54-jährige am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Peking. Im Moment sei das noch nicht möglich. «Ich habe den Job bereits angenommen.»



Peking (dpa) - Wegen seines Ausreiseverbots weiß der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei noch nicht, wann er für seine Gastprofessur an der Berliner Universität der Künste (UdK) nach Deutschland kommen kann. «Ich werde reisen, wenn mir erlaubt wird, China zu verlassen», sagte der 54-jährige am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Peking. Im Moment sei das noch nicht möglich. «Ich habe den Job bereits angenommen.»

Nach zwei Monaten in Haft war Ai Weiwei am 22. Juni auf Kaution freigelassen worden. Ihm werden Steuervergehen vorgeworfen. Seine Familie sieht den wahren Hintergrund der Vorwürfe und der vorübergehenden Festnahme aber in seiner Kritik am kommunistischen Regime. In einer Anhörung auf dem Pekinger Steueramt ging es am Donnerstag um die geforderte Zahlung von Steuern und Bußgeldern in Höhe von umgerechnet 1,3 Millionen Euro.

Seine Frau Lu Qing als rechtlich verantwortliche Vertreterin des Studios sowie ein Anwalt und Steuerexperte nahmen teil. Der Ausgang war unklar. Der Anwalt berichtete der dpa, das Studio warte jetzt auf eine «Mitteilung über die Strafe». Er beklagte, dass alle Unterlagen des Studios konfisziert worden seien, so dass er seine Mandanten nicht angemessen rechtlich vertreten könne. Ihnen seien bei der Anhörung auch nur Kopien vorgelegt worden, die sie aber nicht mitnehmen durften. Er sprach von einem «illegalen Verfahren».

news.de/dpa
source: http://www.news.de/medien/855202058/...rlin-reisen/1/

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Old July 28th, 2011, 02:47 AM   #254
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Zeit Kunstverlag zieht von Muenchen nach Berlin

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Zeit Kunstverlag bricht Zelte in München ab und zieht nach Berlin

Gerhard Feigl steigt beim Zeit Kunstverlag aus
"Weltkunst"-Geschäftsführer Gerhard Feigl verlässt den Münchner Zeit Kunstverlag, in dem das Kunstmagazin erscheint, zum 30. September. Laut einer Verlagsmitteilung geht Feigl auf eigenen Wunsch hin. In welche Richtung es ihn zieht - unklar.

Feigl kam im Herbst 2008 von der Verlagsgruppe Milchstrasse zunächst als Verlagsleiter und stieg rund ein halbes Jahr später zum Geschäftsführer auf (kress.de vom 23. März 2009). Unter seiner Regie restaurierte der Verlag sein Flaggschiff "Weltkunst" von Grund auf, kürzlich folgte der Relaunch der Website (kress.de vom 12. April 2011).

Für Feigl übernimmt eine Doppelspitze aus Stefanie Hauer, Zeit-Verlagsleiterin, und Nathalie Senden, die als stellvertretende Anzeigenleiterin der "Zeit" amtiert. Beide besorgen die Geschäftsführung des Zeit Kunstverlags in Zukunft zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben. Anzeigen-Vize Senden entlastet mit dem neuen Job ihren Chef Matthias Weidling, zuletzt neben Feigl in der "Weltkunst"-Geschäftsführung.

Objektleiterin der "Weltkunst" ist künftig Cornelia von Loga, die bislang Assistentin von Zeit-Verlags-Geschäftsführer Rainer Esser war. Als zusätzlicher Herausgeber der "Weltkunst" neben der frühreren Chefredakteurin Gloria Ehret wirkt zudem Christoph Amend, Chefredakteur des "Zeitmagazins".

Parallel zum Wechsel im Management macht der Zeit Kunstverlag die Räume in München dicht und zieht nach Berlin um, wo bereits das "Zeitmagazin" entsteht und die "Zeit" ihr Hauptstadtbüro unterhält. Betroffen vom Umzug sind auch die Publikationen "Kunst und Auktionen" und "Künstler".

"Wir freuen uns, dass die 'Weltkunst' an den Ort zurückkehrt, wo sie gegründet wurde. Berlin ist mit seinem internationalen Flair und seiner lebendigen Kunstszene der ideale Standort für die Redaktion", sagt Holger Christmann, der die "Weltkunst" seit November 2009 als Chefredakteur führt und das Heft seither einem breiteren Publikum öffnen will.

In München arbeiten 19 Leute für den Zeit Kunstverlag. Wieviele den Umzug in die Hauptstadt mitmachen, ist offen. "Wir wünschen uns, dass möglichst alle unsere Mitarbeiter von München mit nach Berlin kommen", sagt eine "Zeit"-Sprecherin. Sie widerspricht der Vermutung, der neue "Weltkunst"-Kurs habe bei Anzeigenkunden bislang nicht auf breiter Front Anklang gefunden und der Verlag müsse daher Kosten kürzen. "Beim Umzug des Zeit Kunstverlags geht es keineswegs um Einsparungen. Im Gegenteil: Die Zeichen stehen weiterhin auf Ausbau."

Der Zeit Kunstverlag ist eine 100%-ige Tochter des Hamburger Zeitverlags.
von Nico Kunkel
source: http://kress.de/print/detail/beitrag...weltkunst.html

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Old July 28th, 2011, 02:52 AM   #255
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Bundesverband Filmschnitt Editor zieht von München nach Berlin

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BFS zieht von München nach Berlin

Um "der gestiegenen Bedeutung des Filmstandorts Berlin gerecht zu werden", wie es in einer Pressemitteilung heißt, zieht der Bundesverband Filmschnitt Editor zum 1. August nach mehr als 25 Jahren von München in die Bundeshauptstadt. Viele andere Filmverbände und - institutionen seien dort angesiedelt, ebenso wie wichtige Partner des BFS, so u.a. die PR-Agentur rische & co und die Webagentur werbit. (...)


ImgSource: http://www.high-iso.de/files/stuff/w...t_1024x768.jpg
source: http://www.mediabiz.de/film/news/bfs...-berlin/307354

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Old July 28th, 2011, 03:10 AM   #256
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Filmfirma Kinowelt zieht von Leipzig nach Berlin

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UNTERNEHMEN
Filmfirma Kinowelt zieht von Leipzig nach Berlin
Donnerstag, 30. Juni 2011 22:09

Die Hauptstadt kann sich über die Ansiedlung einer neuen Firmenzentrale freuen. Filmverleiher, DVD-Anbieter und Koproduzent Kinowelt kommt nach Berlin. Eine andere deutsche Metropole hatte das Nachsehen.



Der Filmverleiher, DVD-Anbieter und Koproduzent Kinowelt verlegt seinen Firmensitz mit rund 100 Arbeitsplätzen von Leipzig nach Berlin. Das sagte Geschäftsführer Wolfgang Braun am Donnerstag. „Wir sehen uns als europäisches Filmstudio und wollen ähnlich wie die Hollywood-Riesen Disney, Fox, Warner arbeiten“, sagte Braun. „Dazu gehört es, mehr große Filme einzukaufen, wie „The Tourist“ von Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck mit Johnny Depp und Angelina Jolie.“

Zum 1. September benennt sich das Unternehmen außerdem nach seiner französischen Mutter Studiocanal. Mit der Verlegung des Firmensitzes will Kinowelt näher an die Geschäftspartner wie Filmproduzenten, Verlage, Dienstleister und Agenturen heranrücken. „Als europäisches Filmstudio suchen wir mehr kreatives Potenzial, belebende Elemente, Wettbewerb und Dienstleister in dieser Branche, als uns das schöne Leipzig bieten konnte“, begründete Braun.

Berlin konkrrierte bei der Standortfrage mit München. "Mit Blick in die Zukunft ist die Hauptstadt sicher die richtige Entscheidung. Für unsere Mitarbeiter ist es auch leichter, von Leipzig nach Berlin zu ziehen, als nach München. Ich bin froh, dass eine große Mehrheit mitkommt“, sagte Braun. Rund 70 Prozent der Mitarbeiter kämen mit nach Berlin.

Das Unternehmen wolle auch mehr koproduzieren, in Deutschland mit den besten Fachleuten zusammenarbeiten. Gerade sei man an der Produktion "Anleitung zum Unglücklichsein" mit Johanna Wokalek, Iris Berben, David Kross und Richy Müller beteiligt. International wiederum an der europäischen John-le-Carré-Verfilmung „Dame, König, As, Spion“ mit Oscar-Preisträger Colin Firth.

Das Unternehmen gehört seit 2008 zum französischen Medienunternehmen Studiocanal, das wiederum über seine Mutter Canal+zum Vivendi-Konzern gehört. Das Vorgängerunternehmen Kinowelt Medien AG in München war 2001 pleite gegangen. Sein Filmdepot und Geschäftsanteile ehemaliger Tochtergesellschaften bildeten die Basis der Leipziger Neugründung. Kinowelt ist nach eigenen Angaben einer der größten DVD-Anbieter und mit einer Bibliothek von 7000 Titeln ein wichtiger Filmverleiher in Deutschland.

dpa/sei
source: http://www.morgenpost.de/wirtschaft/...ch-Berlin.html

Last edited by trance-x; July 28th, 2011 at 03:22 AM.
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Old July 28th, 2011, 03:13 AM   #257
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18 Berliner Konzerne spielen in Spitzen-Liga mit

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WIRTSCHAFTS-TOP-500
18 Berliner Konzerne spielen in Spitzen-Liga mit

Montag, 20. Juni 2011 14:30 - Von Anna Katharina Fricke und Michael Gneuss
Die Hauptstadt gewinnt für Großunternehmen an Bedeutung. 18 Konzerne aus Berlin mischen in der Top-500-Liga mit, die von Volkswagen und Daimler angeführt wird.



Foto: dpa/DPA

Der Vorstandsvorsitzende der Dussmann-Gruppe Dirk Brouwers. Das Service-Unternehmen ist einer der 500 erfolgreichsten Konzerne Deutschlands
Der Bogen spannt sich von D wie Deutsche Bahn bis G wie Gasag: Sie markieren Spitze und Abschluss des exklusiven Kreises Berliner Großunternehmen. Dank ihres Umsatzes haben sie es in den 500er-Klub geschafft: die Top500 der deutschen Unternehmenslandschaft. Die Bahn mischt mit ihrem Umsatz von 34,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr in der Spitzengruppe deutscher Großunternehmen mit, die von den Autoriesen Volkswagen und Daimler angeführt wird.

Insgesamt 18 Konzerne aus den Top500 kommen aus Berlin. Darunter das Service-Unternehmen Dussmann und das Medienhaus Axel Springer, in dem auch die Berliner Morgenpost erscheint. Vergangenes Jahr hatten nur 16 der Top-500-Unternehmen ihren Sitz in Berlin. Vergleicht man Berlin mit den anderen Bundesländern, dann kommt die Hauptstadt, gemessen an der Zahl der Konzernsitze, auf einen respektablen siebten Platz.


GRAFIK: Berlins größte Konzerne

Insgesamt fällt auf, dass die 500 größten Unternehmen Deutschlands im vergangenen Geschäftsjahr kräftig gewachsen sind. Im Durchschnitt erzielten sie ein Umsatzplus von 11,8 Prozent. Das ist das höchste Wachstum der Topkonzerne seit dem Jahr 2000, als ein Umsatzplus von 17,1 Prozent registriert wurde. Einen annähernd hohen Zuwachs wie 2010 gab es zuletzt nur 2006 (plus 11,2 Prozent). Damit haben sich die Top500 nach dem Rezessionsjahr 2009 (minus 8,0 Prozent) prächtig erholt und den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (plus 3,6 Prozent) deutlich übertroffen.

Deutlich niedriger fiel indes 2010 mit 2,9 Prozent der Beschäftigungszuwachs aus. Allerdings ist der mäßige Anstieg keine Überraschung, da die Top-500-Konzerne in der Krise die Kapazitäten vor allem durch Kurzarbeit angepasst und den Stellenabbau möglichst gering gehalten hatten. Unter den Top500 wurde 2009 lediglich ein Minus von 0,5 Prozent verzeichnet. Die Nachfrage im Aufschwung konnte daher zum größten Teil mit dem bestehenden Personal bewältigt werden.

Ein Blick auf die einzelnen Branchen zeigt, dass der deutliche Umsatzanstieg vor allem auf die Erholungstendenzen nach der Rezession zurückzuführen ist. Die größten Verlierer des Jahres 2009 gehören nun zu den größten Gewinnern – so zum Beispiel die Automobilzulieferer, die um 23,8 Prozent zulegen konnten (2009: minus 21,8 Prozent), und die Chemieindustrie, die um 22,8 Prozent wuchs (2009: minus 15,2 Prozent). Den deutlichsten Zuwachs erzielte die Metall verarbeitende Industrie mit 24,8 Prozent (2009: minus 22,9 Prozent). Nicht ganz so eindrucksvoll kehrten die Maschinenbaufirmen aus den Top500 in die Wachstumsspur zurück: Nach den Verlusten von 16,9 Prozent im vorvergangenen Jahr konnten sie 2010 die Umsätze um 5,8 Prozent steigern.
Unangefochten an erster Stelle des Top-500-Rankings liegt der Volkswagen-Konzern mit einem Umsatz von 126,9 Milliarden Euro (plus 20,6 Prozent). Auf Platz zwei hat Daimler im vergangenen Jahr E.on abgelöst. Mit 97,8 Milliarden Euro Umsatz (plus 23,9) steht der Stuttgarter Automobilbauer wieder kurz vor dem Sprung in den dreistelligen Milliarden-Umsatz-Bereich. E.on belegt mit 92,9 Milliarden Euro Umsatz (plus 13,5 Prozent) Platz drei.

Deutlich aufwärts ging es wieder für BASF. Der Chemieriese kletterte mit plus 26 Prozent auf einen Umsatz von 63,9 Milliarden Euro und damit von Rang zehn auf Rang sechs. Damit haben BASF sowie sieben andere Top-Ten-Unternehmen auch bereits wieder einen höheren Umsatz als vor der Krise. Nur Siemens und Metro liegen unter dem Wert von 2008.

ALBA ERSTMALIG IN DER RANGLISTE
Ganz neu in der Gruppe der 500 größten Unternehmen ist die Berliner Alba Group. Durch die Übernahme der Kölner Interseroh-Gruppe sicherte sich das Recyclingunternehmen nun einen sicheren Platz im Mittelfeld (Rang 231). Auch die Software AG aus Darmstadt hat es mit einem großen Umsatzsprung (plus 32,1 Prozent) unter die größten 500 Unternehmen (Rang 484) geschafft. Ein Grund ist die Übernahme des Konkurrenten IDS Scheer, die im vergangenen Jahr wirksam wurde.

Unter den Bundesländern beherbergt Nordrhein-Westfalen auch weiterhin mit 144 Konzernen die meisten Top-500-Unternehmen. Nordrhein-Westfalen konnte damit die Zahl sogar noch um drei steigern. Die ansässigen Firmen vereinen einen Umsatz von 1,24 Billionen Euro (Vorjahr 1,14 Billionen). Auf Platz zwei unter den Bundesländern liegt Bayern (91 Konzernsitze/plus sechs), gefolgt von Hessen (75 Konzernsitze/minus fünf). Im Durchschnitt hat Rheinland-Pfalz jetzt die umsatzstärksten Firmen. Der durchschnittliche Umsatz der elf dort ansässigen Top-500-Unternehmen liegt bei 8,84 Millionen Euro. Vor zwei Jahren waren es noch die Konzerne aus Nordrhein-Westfalen, die auf den im Durchschnitt höchsten Umsatz kamen.
source: http://www.morgenpost.de/wirtschaft/...-Liga-mit.html
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Old July 28th, 2011, 03:20 AM   #258
Wunderknabe
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Interessante Liste/Grafik. Danke dafür.

18 Firmensitze der Top500 sind ja schonmal nicht schlecht für Berlin, angesichts der Flaute in den umgebenden Ost-Bundesländern.
Schaut man aber Hamburg an mit seinen 32 wird klar, dass Berlin da echt noch ein riesen Defizit hat. Eigentlich sollte es ja dann hochgerechnet 50 oder mehr Firmensitze der Top500 geben in B.
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Old July 28th, 2011, 04:34 AM   #259
trance-x
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Wunderknabe ...

oh bitte schoen ...

Naja, es gibt ja nicht nur grosse, sondern auch mittlere und kleinere Unternehmen. Eigentlich muesste man die ganze Diversitaet an Unternehmen vergleichen.


Ansonsten mal drei Dinge ...

1. "Von den 30 deutschen im DAX gelisteten Konzernen hat die Siemens AG (geteilt mit München) einen nominellen Hauptsitz in Berlin. (...)"

source: http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin


2. Besagt ja im Grunde "Firmensitz" wenig
Der Gewinn einer Firma wird ja oft an unterschiedlichen Standorten erwirtschaftet, aber faelschlicherweise der Stadt mit dem Firmensitz zugeordnet ...

Konkret gibts Gewerbeeinnahmen, Arbeitsplaetze etc...
Die muessen aber ja gar nicht dort am meiste sein, wo der Firmensitz ist...

Daher ist das eigentlich alles ein bisschen komplizierter


apropos: Headquarters ...

3. Berlin ist Headquarter fast aller grosser Staatsbetriebe, da ja die deutsche Regierung hier hockt ...

grins ...
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Old July 28th, 2011, 09:40 AM   #260
Coihaique
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Diese ganzen Positivmeldungen für Berlin sehe ich zwispältig (z.B. das Umzugsbeispiel von Leipzig nach Berlin). Natürlich mag auch ich unsere Hauptstadt und ich habe auch Verwandte da. - Aber ich hoffe doch, dass Berlin nach einer gewissen notwendigen Bedeutungsteigerungphase nicht alle wichtigen Funktionen auf sich zieht. -- Ich finde es doch gerade an Deutschland schön, dass es nicht so zentralistisch ist und mehrere Zentren aufweist - es also auch Dinge gibt, wo andere Städte stärker/bedeutender sind als Berlin. Ich wünsche mir keine fränzösischen oder britischen Verhältnisse, wo die Hauptstadt in allen Bereichen alles dominiert. So schnell wird das in Deutschland sicher nicht geschehen aber langfristig sehe ich die Gefahr schon. Die Berliner Patrioten würde es sicher freuen aber für Deutschland finde ich das nicht gut.
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