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Berlin » Berlin Talk | Potsdam & Umland


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Old September 12th, 2019, 06:54 PM   #81
Qdamm19
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Originally Posted by Berliniér View Post
Selten so einen Blödsinn gelesen. Ich fasse deine "Argumente", soweit erkennbar, mal zusammen.
  • Was andere Metropolen machen ist unbedeutend.
  • Am Hardenbergplatz wird nicht gebaut, weil dort nie gebaut wurde.
  • Berlin ist eine linke Stadt.
  • Wenn Berlin HH baut, wird es zu London, Madrid oder Wien.
  • Atlastower und Zoofenster werden marginalisiert.

Berlin ist eine linke Stadt, weil... der momentane Senat links ist? Das die Stadt die letzten 20 Jahre mehrheitlich von CDU oder GroKo regiert wurde, spielt keine Rolle oder wie? Das das "rechte" Spektrum bei der letzten Wahl prozentuell höhere Zuwächse hatte, als das "linke" wohl auch nicht.

Ob Atlastower und Zoofenster zu stark marginalisiert werden, kommt auf die Perspektive und das Gesamtensemble an, das können wir noch nicht sagen. Im Prinzip habe ich aber kein Problem damit, wenn die zwei Hochhäuschen in einem eventuellen Cluster etwas in den Hintergrund treten, beide sind nicht unbedingt die elegantesten Vertreter ihrer Art.
Wie kleingeistig und spießig dein Grundansatz nach dem Motto: "Da stand nie was hohes, da darf nie was hohes stehen" ist, den Vortrag dazu erspare ich mir, da soll sich jeder ein eigenes Bild zu machen.
Im Übrigen empfehle ich dir dringend, London, Madrid, Wien oder Frankfurt mal zu besuchen.
Offenbar bist du nie aus deinem eigenen Kiez herausgekommen, sonst würdest du diese Städte nicht derart negativ konnotiert verwenden.
Und was sind deine Argumente?
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Old September 12th, 2019, 08:52 PM   #82
d.henney
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Originally Posted by Tolbert View Post
Hmm, leider, doch! So richtig einige seiner Aussagen auch sein mögen, er entscheidet weder wo und ob ein Turm gebaut wird, noch bezahlt er dafür.
Was Jahn hier macht, sind nichts weiter als Gedankenspiele, die die Phantasie von Investoren etc. anregen sollen (Werbung). Leider ist es eben auch so, dass dadurch bei anderen Alpträume ausgelöst werden.
Ich habe nichts anderes gesagt: Man denkt ernsthaft drüber nach. Wenn ein renommierter Architekt (und nicht irgendwleche Forenhonks wie wir) dort einen Entwurf zusammen schustert, dann ist das für mich „ernsthaft drüber nachdenken“. Ob daraus schlussendlich was wird, ist eine andere Geschichte.
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Old September 12th, 2019, 10:47 PM   #83
Dreidecker
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"Also das wird hier immer mehr zum Wolkenkuckucksheim für Hochhausfreaks." - na ja, es heißt zufällig Skyscrapercity.

Und die Skyline, die man vor einigen Tagen am Banner sehen konnte, ist schon etwas kläglich für eine so große Stadt. 150 m sollte man schon mal andenken können.
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Hier gehts zum feuchtfröhlichen "Schiffe, Boote und Wasserfahrzeuge-Strang" - not to be missed!

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Old September 12th, 2019, 11:00 PM   #84
fugas
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das Tempelhofer Feld komplett weg und an der Stelle HH hochziehen, könnte eigene Hochhausstadt werden mit zig Häuser und mindestens ein 600+
vielleicht in 100 Jahren...
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Old September 12th, 2019, 11:04 PM   #85
star.scream
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Ich finde den hübsch.
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Old September 14th, 2019, 01:03 AM   #86
HelloMoto163
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Gerade Berlin was nach dem Krieg städtebaulich sehr vieles falsch machen konnte hätte jetzt noch Möglichkeiten den alten Teilungsmuff zu entstauben. Ich bin auch dafür den Bestand zu respektieren, jedoch würde ich mir sehr viel mehr Mut wünschen. 300 Meter am Europacenter wären doch toll! In bester Gesellschaft mit dem Fernsehturm, was die Höhe angeht.
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Old September 14th, 2019, 03:12 PM   #87
Langer Eugen
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Originally Posted by Dreidecker View Post
"Also das wird hier immer mehr zum Wolkenkuckucksheim für Hochhausfreaks." - na ja, es heißt zufällig Skyscrapercity.

Und die Skyline, die man vor einigen Tagen am Banner sehen konnte, ist schon etwas kläglich für eine so große Stadt. 150 m sollte man schon mal andenken können.
Ich finde sie überhaupt nicht "kläglich", weil ich gar keine Skyline benötige, um mich in einer Stadt wohlzufühlen oder sie gut zu finden. Und die Berliner Skyline besteht eben auch aus der Reichstagskuppel und anderen Dingen.

Ich habe nichts gegen Hochhäuser oder Wolkenkratzer, sie sind eben für mich kein Selbstzweck. Und ich phantasiere mir nicht zwanghaft wider jede Realität irgendwelche Wolkenkratzer zusammen. Daher der Begriff Wolkenkuckucksheim für Hochhausfreaks.

Warum sollte ausgerechnet Berlin den Lemming spielen und anderen Städten hinterherhecheln. Das ist nicht besonders alpha und eigentlich hochpeinlich so eine Haltung.

150 Meter sind am Alex geplant, und das ist ja auch okay. Da passen sie hin. Da sind sie seit 25 Jahren vorgesehen.

Diese ständige Konkurrenzrhetorik und das Schielen auf andere Städte wirken auf mich äußerst infantil und vor allem realitätsfern.

Nicht nur das. Dieses Gebaren ist sogar äußerst schädlich für Berlin, da diese Leute die Seele von Berlin gar nicht verstanden haben und lieber ein zweites London oder Brande haben wollen.

Wer will denn in so einem Provinznest wie Brande in Dänemark leben? Unfaßbar, was hier für Leute mitmischen. Berlin ist eine Metropole. Wir brauchen solche Wolkenkratzer wie in diesem dänischen Provinznest nicht.

Leute, werdet mal erwachsen und lernt, was dialektisches, ganzheitliches Denken ist. Man muß nicht jedem Trend hinterherhecheln.

Lauft Ihr auch so durchs Leben, daß Ihr gerne die Rolex von "erfolgreichen" Leuten hättet und Eure eigene Identität negiert? Genau das fordert Ihr für Berlin.

Wenn wir Glück haben, stehen in 10 Jahren vielleicht zwei Türme am Alex und der an der Warschauer Brücke. Mehr zu erwarten ist unrealistisch. Wobei ich auf letzteren Turm auch verzichten könnte. Es wäre gut, wenn der Alex doch recht singulär im Osten bleibt.

Gegen 90-100-Meter-Türme wie Max und Moritz, die vor allem in einem ansprechenden Design entstehen, habe ich nichts, bin sogar glücklich über dieses Projekt.

Leute, lernt es endlich, Berlin hat keine Hochhaustradition, und Berlin hat eine völlig andere Geschichte als Paris oder London. Daher wäre es auch völlig falsch, ihm nun ein Antlitz zu verpassen, das zu dieser Geschichte und Identität überhaupt nicht paßt.

Berlin sollte viel mehr Wert darauf legen, die Hinterlassenschaften und Potentiale aus Nazi-Zeit und Teilungszeit zu pflegen. Dafür fahren die Leute jedenfalls nicht nach London oder New York. Nur mal so ein kleiner Tip zum Nachdenken.

Wenn's nach mir ginge, würde ich auf klassisch-moderne Hochhäuser am Alex setzen mit postmodernen Brüchen und Einsprengseln. Im Rest der Stadt haben 150-Meter-Türme eigentlich nichts zu suchen. Daher werden solche Türme auch nie in der City West entstehen. Allenfalls auf dem Abstellgleis hinter dem Bahnhof Zoo.

Qualität statt Quantität sollte das Motto sein. Mir ist es jedenfalls unbegreiflich, wieso man eine "Skyline" wie in Singapur oder Manila haben möchte. Die Perspektive von der Siegessäule sieht doch toll aus.

Na ja: Und keine Hochhäuser oder Wolkenkratzer sind eben auch etwas Besonderes. Das nennt man Dialektik oder Ironie. Ihr wollt diese einzigartige Sehenswürdigkeit Berlins doch nicht zerstören und es zu einem zweiten Kaff namens Brande machen?

Ganz schön spießig.
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Old September 14th, 2019, 04:31 PM   #88
goingup
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Berlin sollte viel mehr Wert darauf legen, die Hinterlassenschaften und Potentiale aus Nazi-Zeit und Teilungszeit zu pflegen. Dafür fahren die Leute jedenfalls nicht nach London oder New York. Nur mal so ein kleiner Tip zum Nachdenken.
lol, es ist fast alles müll

Berlin hat ne höhe bedarf an büro, hotel, und wohnplatz. Dafür müssen wir hochbauen. Es ist nicht mehr 1930, Jeder will klo und düsche im eigene wohnung, und arbeiten wir nicht mehr im fabriken.

London's wolkenkratzerkultur ist auch nur um 20j alt
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Old September 14th, 2019, 05:26 PM   #89
Langer Eugen
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Also man muß schon ziemlich den Verstand ausschalten, wenn man aus meiner zitierten Passage herausliest, daß ich gerne den Standard der Wohn- und Fabrikbauten von 1930 hätte.

Diese extreme Verzerrung kann man nicht auf mangelnde Sprachkenntnisse schieben. Da liegt wohl eher ein Hochhaus-Fetisch vor, der die Wahrnehmung beeinträchtigt.

Es ist ja sowieso ein Phänomen, daß man hier systematisch die Argumente der Gegenseite entstellt, um sein naives Weltbild nicht hinterfragen zu müssen.

Nirgendwo schreibe ich, daß ich generell nicht hoch bauen möchte.

Wann bekam London denn seinen ersten Wolkenkratzer? Das war meines Wissens in den Achtzigern oder sogar früher.

Berlin hat - keinen einzigen Wolkenkratzer.

Mit deinem Hinweis bestätigst du also indirekt, daß man hier nicht einfach mit 300 Metern loslegen kann wie beim Jahn-Turm.

Kommt doch mal bitte endlich in der Realität an. So schwer ist das nicht. Niemand will euch euer Spielzeug Wolkenkratzer wegnehmen. Nur muß man schon die Berliner Realitäten und die Spielregeln in einer Demokratie zur Kenntnis nehmen.
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Old September 14th, 2019, 05:57 PM   #90
HD
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Das einzige, was hier richtig spiessig ist, sind deine Aussagen. Zu einer modernen Metropole gehören nun mal heutzutage auch Hochhäuser. Ich gebe dir allerdings in einem Punkt recht. In Berlin wird es trotz alledem kaum neue Hochhäuser geben. Berlin mag für viele Szenen ein geeigneter Spielplatz sein, aber es ist leider auch in sehr vielen Bereichen sehr provinziell. Als moderne Metropole würde ich Berlin nicht bezeichnen.
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Originally Posted by Dreidecker View Post
"Also das wird hier immer mehr zum Wolkenkuckucksheim für Hochhausfreaks." - na ja, es heißt zufällig Skyscrapercity.

Und die Skyline, die man vor einigen Tagen am Banner sehen konnte, ist schon etwas kläglich für eine so große Stadt. 150 m sollte man schon mal andenken können.
Ich finde sie überhaupt nicht "kläglich", weil ich gar keine Skyline benötige, um mich in einer Stadt wohlzufühlen oder sie gut zu finden. Und die Berliner Skyline besteht eben auch aus der Reichstagskuppel und anderen Dingen.

Ich habe nichts gegen Hochhäuser oder Wolkenkratzer, sie sind eben für mich kein Selbstzweck. Und ich phantasiere mir nicht zwanghaft wider jede Realität irgendwelche Wolkenkratzer zusammen. Daher der Begriff Wolkenkuckucksheim für Hochhausfreaks.

Warum sollte ausgerechnet Berlin den Lemming spielen und anderen Städten hinterherhecheln. Das ist nicht besonders alpha und eigentlich hochpeinlich so eine Haltung.

150 Meter sind am Alex geplant, und das ist ja auch okay. Da passen sie hin. Da sind sie seit 25 Jahren vorgesehen.

Diese ständige Konkurrenzrhetorik und das Schielen auf andere Städte wirken auf mich äußerst infantil und vor allem realitätsfern.

Nicht nur das. Dieses Gebaren ist sogar äußerst schädlich für Berlin, da diese Leute die Seele von Berlin gar nicht verstanden haben und lieber ein zweites London oder Brande haben wollen.

Wer will denn in so einem Provinznest wie Brande in Dänemark leben? Unfaßbar, was hier für Leute mitmischen. Berlin ist eine Metropole. Wir brauchen solche Wolkenkratzer wie in diesem dänischen Provinznest nicht.

Leute, werdet mal erwachsen und lernt, was dialektisches, ganzheitliches Denken ist. Man muß nicht jedem Trend hinterherhecheln.

Lauft Ihr auch so durchs Leben, daß Ihr gerne die Rolex von "erfolgreichen" Leuten hättet und Eure eigene Identität negiert? Genau das fordert Ihr für Berlin.

Wenn wir Glück haben, stehen in 10 Jahren vielleicht zwei Türme am Alex und der an der Warschauer Brücke. Mehr zu erwarten ist unrealistisch. Wobei ich auf letzteren Turm auch verzichten könnte. Es wäre gut, wenn der Alex doch recht singulär im Osten bleibt.

Gegen 90-100-Meter-Türme wie Max und Moritz, die vor allem in einem ansprechenden Design entstehen, habe ich nichts, bin sogar glücklich über dieses Projekt.

Leute, lernt es endlich, Berlin hat keine Hochhaustradition, und Berlin hat eine völlig andere Geschichte als Paris oder London. Daher wäre es auch völlig falsch, ihm nun ein Antlitz zu verpassen, das zu dieser Geschichte und Identität überhaupt nicht paßt.

Berlin sollte viel mehr Wert darauf legen, die Hinterlassenschaften und Potentiale aus Nazi-Zeit und Teilungszeit zu pflegen. Dafür fahren die Leute jedenfalls nicht nach London oder New York. Nur mal so ein kleiner Tip zum Nachdenken.

Wenn's nach mir ginge, würde ich auf klassisch-moderne Hochhäuser am Alex setzen mit postmodernen Brüchen und Einsprengseln. Im Rest der Stadt haben 150-Meter-Türme eigentlich nichts zu suchen. Daher werden solche Türme auch nie in der City West entstehen. Allenfalls auf dem Abstellgleis hinter dem Bahnhof Zoo.

Qualität statt Quantität sollte das Motto sein. Mir ist es jedenfalls unbegreiflich, wieso man eine "Skyline" wie in Singapur oder Manila haben möchte. Die Perspektive von der Siegessäule sieht doch toll aus.

Na ja: Und keine Hochhäuser oder Wolkenkratzer sind eben auch etwas Besonderes. Das nennt man Dialektik oder Ironie. Ihr wollt diese einzigartige Sehenswürdigkeit Berlins doch nicht zerstören und es zu einem zweiten Kaff namens Brande machen?

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Old September 15th, 2019, 10:45 PM   #91
d.henney
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Ich nehme das mal bisschen auseinander:
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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Ich finde sie überhaupt nicht "kläglich", weil ich gar keine Skyline benötige, um mich in einer Stadt wohlzufühlen oder sie gut zu finden. Und die Berliner Skyline besteht eben auch aus der Reichstagskuppel und anderen Dingen.
Es gab auch mal einen Zeitpunkt, da war die Reichstagskuppel neu und hat die damals bestehende skyline (eine Stadt hat immer eine skyline) beeinträchtigt. Warum darf sich Berlin nicht weiter entwickeln?

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Ich habe nichts gegen Hochhäuser oder Wolkenkratzer, sie sind eben für mich kein Selbstzweck. Und ich phantasiere mir nicht zwanghaft wider jede Realität irgendwelche Wolkenkratzer zusammen. Daher der Begriff Wolkenkuckucksheim für Hochhausfreaks.
Realität ist, dass ähnliche europäische Großstädte es auch geschafft haben, Hohhäuser in ihre Stadtstruktur zu integrieren, siehe London, siehe Moskwa, siehe Paris. Das sind genau die Städte mit ähnlichen Dimensionen/Strukturen. Warum sollte es dann absolut unmöglich sein, wenn Berlin auch ein etwas höheres Hochhaus irgendwo hin setzt (wo es passt)? Unmöglich für Berlin ist es, so wie New York oder Shanghai zu sein, aber sowas verlangt auch keiner.

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Warum sollte ausgerechnet Berlin den Lemming spielen und anderen Städten hinterherhecheln. Das ist nicht besonders alpha und eigentlich hochpeinlich so eine Haltung.
Es ist kein Hinterherhecheln, sondern es zeigt, was in Berlin möglich wäre. Berlin kann trotz neuer Hochhäuser dennoch ein eigenes flair haben, das wird noch viele globalsiierte Jahrhunderte dauern, bis jede Weltstadt annähernd gleich aussieht.

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Diese ständige Konkurrenzrhetorik und das Schielen auf andere Städte wirken auf mich äußerst infantil und vor allem realitätsfern.
Wie gesagt, es ist kein Konkurrenzdenken. Teilweise schon, aber nur so kann Berlin auch gewisse Wirtschaftskraft ansammeln. Wenn ein Weltkonzern wie Siemens oder so eine Zentrale gewinnen will, die tausende Arbeitsplätze direkt und indirekt generiert, dann geht das nicht mit einem töfte Gründerzeitviertel-Haus. Irgendwann sind auch so Ecken wie die jetztige Siemensstadt zugebaut mit großflächigen Büroflachbauten. Spätestens dann muss man in die Höhe.

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Nicht nur das. Dieses Gebaren ist sogar äußerst schädlich für Berlin, da diese Leute die Seele von Berlin gar nicht verstanden haben und lieber ein zweites London oder Brande haben wollen.
Was ist denn die Seele von Berlin? Gründerzeitviertel voll mit Junkies und Rotz-Grafitties? Sorry, aber das reicht einfach nicht. Berlin ist eine bunte Stadt, also ist da auch Platz für allen möglichen Kram, von Gründerzeitviertel über nobler Villengegend oder Einfamilienvorstadtidylle bis zum geschäftigen Bürostandort als Hochhauscluster. Warum so ein cluster wie eines am Hauptbahnhof Berlin auf einmal eine ganz andere Seele bringen? Ganz im Gegenteil fördert das doch genau die Diversität, für die Berlin eigentlich steht.

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Wer will denn in so einem Provinznest wie Brande in Dänemark leben? Unfaßbar, was hier für Leute mitmischen. Berlin ist eine Metropole. Wir brauchen solche Wolkenkratzer wie in diesem dänischen Provinznest nicht.
Ähm … Bei solchen Vergleichen geht es rein um die Architektur eines Hochhauses. Berlin ist größer als Brande, sollte eh klar sein. Aber genau deshalb vertägt auch Berlin ein Hochhaus wie aus Brande deutlich mehr als Brande selbst. Außerdem gibt es eh genug Leute, die sowas wie Brande schön finden. Zumal solche hohen Hochhäuser in Berlin eh nicht alnge allein rumstehen würden auch auch niemand so ein relativ hohes Gebäude hier verlang oder eben nur dort als Zukunftsoption sieht, wo sie von niedrigeren begleitet nicht so hoch aussehen.

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Leute, werdet mal erwachsen und lernt, was dialektisches, ganzheitliches Denken ist. Man muß nicht jedem Trend hinterherhecheln.
Eigentlich fehlt dir ganzheitliches Denken, weil du nur ein Hochhausmonster in Berlin siehst. Aber genau das will hier eh niemand.

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Lauft Ihr auch so durchs Leben, daß Ihr gerne die Rolex von "erfolgreichen" Leuten hättet und Eure eigene Identität negiert? Genau das fordert Ihr für Berlin.
Nein, genau das fordert hier keiner. Ich fordere, dass Berlin nicht rumläuft wie ein Penner, sondern einfach gepflegte Klamotten anhat. Eine Rolex wie das Burj Dubai oder Shanghai Tower fordert niemand, aber wenigstens irgendeine Uhr, um die Zeit ablesen zu können, damit man pünktlich zur Arbeit kommt, so wie die anderen nromalen Weltstädte, sollte für Berlin schon drin sein.

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Wenn wir Glück haben, stehen in 10 Jahren vielleicht zwei Türme am Alex und der an der Warschauer Brücke. Mehr zu erwarten ist unrealistisch.
Ist es eben nicht. Wenn halt so eine Tante wie die Lüscher nciht alles verbietet, könnte am Zoo schon ein weiterer 150-m-Turm stehen, der aus der gegend dort schonmal ein richtiges ENsemble machen würde, damit es dort eben nicht so wie in Brande wirkt.

Quote:
Originally Posted by Langer Eugen View Post
Wobei ich auf letzteren Turm auch verzichten könnte. Es wäre gut, wenn der Alex doch recht singulär im Osten bleibt.
Warum? Was spricht gegen einen cluster Mediaspree? Weil Berlin sonst seine Seele verliert? Ist Berlins Seele Investkisten wie draußen an der Autobahn?

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Gegen 90-100-Meter-Türme wie Max und Moritz, die vor allem in einem ansprechenden Design entstehen, habe ich nichts, bin sogar glücklich über dieses Projekt.
Warum? Was spricht gegen einen schönen 200-m-Turm im Europaviertel umringt von ein paar 150-m-Türmen? Die Dinger wird man nie aus den Straßen in neuköln aus sehen. Warum wäre dadurch die Seele Berlins zerstört?

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Leute, lernt es endlich, Berlin hat keine Hochhaustradition, und Berlin hat eine völlig andere Geschichte als Paris oder London. Daher wäre es auch völlig falsch, ihm nun ein Antlitz zu verpassen, das zu dieser Geschichte und Identität überhaupt nicht paßt.
Keine STadt hatte ein Hochhaustradition bevor drt Hochäsuer gebaut wurden. Berlin ist eine der Städte in Deutschland, die Hochhäuser verträgt. Sie ist großflächig, hat viele Kriegslücken, ist bunt gewachsen, hat mehrere hotspots. Dresden oder Karlsruhe vertagen keine Hochhäuser, aber Berlin hält einige aus.

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Berlin sollte viel mehr Wert darauf legen, die Hinterlassenschaften und Potentiale aus Nazi-Zeit und Teilungszeit zu pflegen. Dafür fahren die Leute jedenfalls nicht nach London oder New York. Nur mal so ein kleiner Tip zum Nachdenken.
Ach, man soll alte Nazigebäude wieder aufbauen und neue hinzu erfinden? Man soll weiter Plattenbaumonster in Reihe bauen? Wie authentisch soll das denn sein? Viele Leute kommen auch nach Berlin, weils bunt ist. NS- und DDR-Zeitzeugen gibt es genug und auch die wurden irgendwann erst einmal gebaut und haben die damilige preußische Identität beeinträchtigt. UNd selbst die Preußen haben dem noch früheren Berliner Land die Identität entrissen. Berlin entwickelt sich immer weiter und gerade diese durchmischte Entwicklung kann doch weiter geführt werden, weil genau das Berlin ist.

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Wenn's nach mir ginge, würde ich auf klassisch-moderne Hochhäuser am Alex setzen
Und wo bitte soll das Berlins identität sein? Berlin hatte nie signifikant klassische Hochhäuser. Mit diesem deinen Vorschlag negierst du genau das, was du oben propagiert hast.

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
mit postmodernen Brüchen und Einsprengseln. Im Rest der Stadt haben 150-Meter-Türme eigentlich nichts zu suchen. Daher werden solche Türme auch nie in der City West entstehen. Allenfalls auf dem Abstellgleis hinter dem Bahnhof Zoo.
Warum kann in Mediaspree oder dem Europaviertel kein Hochhaus stehen?

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Mir ist es jedenfalls unbegreiflich, wieso man eine "Skyline" wie in Singapur oder Manila haben möchte.
Genau das will aber niemand. Man will eine sich weiter entwickelnde Berliner skyline. Berlin darf gerne seine eigene skyline finden. Außerdem: Wenn man nur am Alex Hochhäuser baut, dann sieht das ziemlich genau wie Manila aus, halt nur ein paar Etagen niedriger.

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Die Perspektive von der Siegessäule sieht doch toll aus.
Warum kann sie nicht auch toll sein, wenn da ein paar Hochhäuser mehr stehen, vor allem tollere als in Manila oder Sao Paulo?

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Na ja: Und keine Hochhäuser oder Wolkenkratzer sind eben auch etwas Besonderes.
Es gibt bedeutend mehr Großstädte ohne signifikannte Hochhäuser. Dresden, München, Stuttgart, Lyon, Budapest, Roma, Valencia usw.

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Originally Posted by Langer Eugen View Post
Das nennt man Dialektik oder Ironie. Ihr wollt diese einzigartige Sehenswürdigkeit Berlins doch nicht zerstören und es zu einem zweiten Kaff namens Brande machen?
Das will eh keiner, das denkst nur du. Zumindest ich will Berlin brauchbar weiter entwickelt sehen und nicht auf der Stelle dahin vegetieren.
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Last edited by d.henney; September 15th, 2019 at 10:54 PM.
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Old September 16th, 2019, 09:10 AM   #92
Tolbert
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Schade, dass man es hier nicht schafft, mal nicht polemisiert zu diskutieren.

Ich sehe am Hardenbergplatz durchaus reeles Potential für ein Hochhaus, genau wie für eine maßvolle Erweiterung des Clusters Breitscheid, sowie weitere Hochhäuser am Hbf/Europaviertel und Mediaspree. Dennoch sollte hier jedem klar sein, dass so ein Entwurf wie Jahn ihn bringt hochgradig träumerisch und städtebaulich wenig Sinnvoll ist.

Eine sinnvolle Weiterentwicklung der Berliner Hochhausstandorte halte ich aber aus stadtentwicklungstechnischer sicht für unabdingbar. Die Standortfragen haben wir hier ja schon reichlich diskutiert und eingekreist. Spinnereien dürfen auch gern mal sein, aber wie henney geschrieben hat entwickelt sich Berlin und es wird seinen eigenen Weg zu einer wie auch immer gearteten Hochhaus-Skyline finden. Die Frage die sich stellt ist, wie man diesen mitgestaltet. Das was derzeit aus dem "Konzept" bekannt ist, kann zu einem Wildwuchs von über die Stadt verteilten 60er Stummeln führen. Das halte ich ohne Zonierung und Konzentration für schlecht, weil eben genau das den Charakter bestimmter Viertel marginalisiert, und damit bedeutende Charakteristiken der Stadt die auf jeden Fall erhalten bleiben müssen.
Eugen hat aber recht wenn er sagt, dass es Hochhäuser in Berlin immer etwas schwerer haben werden als in anderen Metropolen. Wenn man es so betrachtet, hat Berlin sogar eine weit zurückreichende Tradition an nicht umgesetzten Hochhausentwürfen. Allerdings sollte man hier vieleicht ansetzen und mit Bedacht und Qualiät eine Zukünftige Entwicklung vorbereiten. Denkverbote helfen da wenig, Wolkenschlösser aber auch nicht.
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Old September 16th, 2019, 07:49 PM   #93
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Ich finde den Entwurf vom Jahn aber eben nicht träumerisch, sondern machbar, allerdings nicht am Zoo, sondern im Europaviertel. Da würde er hinpassen, auch mit aufgerundet 250 m Höhe, weil man im Europaviertel um ihn herum auch leicht weitere Hochhäuser mit etwa 150 m Höhe bauen kann, die dann zusammen ein ansehnlichen kleinen cluster bilden, der auch in das Hauptbahnhofareal gut überführt. Warum soll das nicht machbar sein? Keiner verlangt, dass dort wie in St. Peterburg so ein ***** allein rumsteht.
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Old September 17th, 2019, 12:50 AM   #94
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https://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=1182999

es gab schon ein strang über warum london so lang gedauert hat, in die höhe zu bauen.

berlin war lang verteilt aber ist jetzt ein andere stadt als vor 30 und auch 20 oder sogar 10 jahren
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Old September 17th, 2019, 08:18 AM   #95
Tolbert
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henney, keiner bezweifelt dass so ein Turm grunsätzlich machbar ist. Aber es wäre hilfreich, wenn du in deinen Beurteilungen die ökonomische und Städtebauliche Situation/Realität mit einbeziehen würdest. Dann würden deine Wünsche ein wenig reduzierter ausfallen und du würdest hier nicht auf so heißen Gegenwind stoßen.
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Old September 17th, 2019, 08:06 PM   #96
Berliniér
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Wenn ich mich recht erinnere, dann kommt diese Planung doch nicht von Helmut Jahn selbst, sondern ist im Auftrag des Eigentümers des Europacenterkomplexes entwickelt worden. Man kann davon ausgehen, dass Herrn Jahn hierfür ein Gehalt ausgezahlt wurde. Ich würde das nicht so einfach als "Spinnerei" abtun. Wenn der Investor sowas in Auftrag gibt, dann gehe ich schon davon aus, dass er auch die entsprechenden Mittel und den Willen hat, so ein Projekt umzusetzen, vor allem, wenn ein renommierter und teurer Architekt wie Jahn bestellt wird. Wie realistisch das politisch durchzusetzen ist, mal außen vor.
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Old September 17th, 2019, 10:36 PM   #97
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henney, keiner bezweifelt dass so ein Turm grunsätzlich machbar ist. Aber es wäre hilfreich, wenn du in deinen Beurteilungen die ökonomische und Städtebauliche Situation/Realität mit einbeziehen würdest. Dann würden deine Wünsche ein wenig reduzierter ausfallen und du würdest hier nicht auf so heißen Gegenwind stoßen.
Warum bitte soll eine immer mehr pulsierende Weltstadt mit Büroraummangel und freien Baufeldern wie dem Europaviertel nicht in der Lage sein, so einen Bau zu bauen? Das ist doch bei weitem nicht ökonomisch unmöglich bzw. nicht machbar! Auch städtebaulich spricht nichts gegen einen etwas höheren Turm im Europaviertel! Ich rede nicht davon, dass man dort solche Dinger wie in NY oder Shanghai hinsetzt. Ws um die 250 ist doch machbar. Selbst Santiago de Chile schafft es, so einen Bau hinzusetzen, da wird es doch wohl ökonomisch machbar sein, sowas in der Hauptstadt von einer der reichsten Staaten des Planeten zu bauen.
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Old September 18th, 2019, 07:10 PM   #98
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Natürlich ist es möglich. Möglich wäre auch dass das Tempelhofer Feld mit einem 1500m Megatall zugeplastert wird. Eine Stadt in China oder Arabien mit einem derartigen Feld würde das auch vermutlich direkt machen. Wir sind hier aber in einer ausentwickelten Gesellschaft, die ihren Zenit überschritten hat, die dazu außerdem noch vorgeschädigt ist dadurch dass deutscher Größenwahn die Welt einst in den Abgrund geführt hat. Also ist man positiv gesagt bescheiden und vernünftig, negativ gesagt ängstlich, pessimistisch und zukunftsabgewandt. Das erklärt, warum hier in der Presse 90m Stummel als Wolkenkratzer bezeichnet werden und sich sogar dagegen ne Menge Leute finden ließen, die das als Größenwahn abtun und verhindern wollen. Das sind die "soften" Faktoren. Zu dem eben beschriebenen gesellschaftlichen Umfeld kommen dann noch die harten Faktoren, und die sind u.a dass Berlin kein wirtschaftliches Zentrum Deutschlands ist. Daher zieht dein "Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt" schlicht nicht. Du weißt auch ganz genau, dass sogar das Gegenteil der Fall ist. Auch wenn es natürlich Berg auf geht. Dazu kommt dass Bauen hier einfach viel teurer ist als in Santiago de Chile, insbesondere in der aktuellen Boom-Situation, wo sich nicht mal mehr Baufirmen für EFHs finden lassen.
Berlin bekommt ja nun in den nächsten Jahren einige Hochhäuser und Fast-Wolkenkratzer, und es werden sicherlich noch mehr werden, gemäß des Bedarfs (der ja tatsächlich da ist, deshalb wird ja auch gebaut). Aber 300m sind in Deutschland und vor allem Berlin aktuell nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich kaum durchzusetzen.
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Old September 18th, 2019, 07:40 PM   #99
Qdamm19
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Abgesehen davon existiert in Berlin einfach noch kein Bedarf für Wolkenkratzer. Es gibt massenhaft brachliegende Flächen. Selbst in Mitte (z.B. ggü. Sbhf Friedrichstraße) befinden sich Brachflächen, auf denen es sich scheinbar noch nicht einmal lohnt, überhaupt etwas zu bauen.
Abseits davon leben wir in Deutschland in keinem totalitären Regime, welches sinnlose Prestigebauten forciert, um seine sonstige Unbedeutsamkeit zu kaschieren.
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Old September 18th, 2019, 07:58 PM   #100
Langer Eugen
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Endlich mal zwei vernünftige Kommentare.

Ich komme mir hier vor wie im Kindergarten, wo die Kleinen sich in Was-ist-was-Bücher über Wolkenkratzer vertiefen.

Mir wird hier auch dauernd unterstellt, ich sei spießig oder würde nicht wollen, daß sich Berlin weiterentwickelt. Es ist ärgerlich, wenn die Leute nicht mal in der Lage sind, meine Position korrekt wiederzugeben.

Ich finde es unsagbar spießig, auf andere Metropolen zu schielen. Und was ist mit Euch eigentlich los? Habt Ihr keinen Kontakt zu normalen Menschen, zu Berlinern, zu Ausländern, die hierher kommen?

Hört Ihr von denen, daß sie hier Wolkenkratzer vermissen?

Also, das ist alles schon sehr seltsam. Ihr dürft gerne Eure ästhetischen Vorstellungen hier vorbringen und verteidigen. Dagegen hat niemand etwas. Nur sollte man halt auch seriös diskutieren.

Anekdote: Mir hat mal ein junger Ami im Jahr 2000 gesagt, Berlin wirke auf ihn so amerikanisch. Er hatte sich das anders vorgestellt.

Berlin hat seinen ureigenen Charakter. Und 300-Meter-Hochhäuser sind sicherlich das Falscheste, was man Berlin antun kann. Ludi hatte bereits ausgeführt, daß die Flächen im Europadorf bereits verplant sind.

Warum kommt man jetzt immer noch mit diesem Märchen an, daß man da Viagra-Türme hinbauen könnte?

Sind Ludis Ausführungen falsch? Oder will man hier die Realität nicht zur Kenntnis nehmen?

Ich freue mich über schöne 100-150-Meter-Türme in Berlin an den richtigen Stellen. Ansonsten freue ich mich über zahlreiche andere Entwicklungspotentiale bei niedrigen Bauten.

Also mir kommen hier einige Leute vor, als wüßten sie überhaupt nicht, in was für einer Stadt sie wohnen, und als würden sie einfach nur Wolkenkratzer toll finden. Und als hätten sie eine etwas pubertäre Vorstellung davon, was "modern" oder "Metropole" ist.

Wenn Wolkenkratzer so geil wären, würden die Leute alle nach Frankfurt am Main pilgern.

PS: Ich habe noch nie jemanden im Real Life kennengelernt, der hier in Berlin Wolkenkratzer oder Hochhäuser vermissen würde.
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