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Old March 30th, 2019, 09:52 PM   #521
TauriHB
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Vielen Dank Birken für die Fotos. Ich habe auch mal versucht bei Google Earth über den Zeitregler auf 2002 zurückzudrehen, man sieht die alten Gebäude aber leider immer nur "platt" von oben und nicht plastisch, so dass die Dimensionen nicht deutlich werden.
Da das Hafenhaus und Hafenhochhaus laut Artikel ja gespiegelt werden sollen, wird der hohe Teil am breiteren Stück anfangen und dann, wie Birken es schon sagte, in zwei Staffelungen zur Spitze hin niedriger. Anders würde man die Anzahl WE wohl auch nicht hinbekommen.
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Old March 30th, 2019, 10:34 PM   #522
Heinzer
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Ja, ich kenne die auch noch, die alten Gebäude, wobei das in der Tat zumindest in "meiner" Zeit nicht mehr der gesamte Block war, sondern nur noch dieser markante Bau mit dem Treppengiebel am östlichen Ende, natürlich ziemlich runtergekommen, aber von der Substanz her wie ich schätze 1920er oder sogar stark vereinfachtes frühes 20. Jhdt.

Na, auf jeden Fall spannend!

@Bremennorder: Ahh, Barcelona, eine meiner Lieblingsstädte, habe da vor fast 20 Jahren mal ein Jahr gewohnt als Student, einfach nur geil! Das war damals sogar noch vor dem ganz großen Hype, wobei es schon hypig genug war. Das/der Eixample ist (das hatte Foggia hier glaub ich mal visualisiert) natürlich ein irres Stück Stadt und mit einer Dichte, die in Europa ihresgleichen sucht, vielleicht kommen zentrale Teile von Paris und Madrid da noch mit. Muss ich unbedingt mal wieder hin, das letzte Mal war 2007, seitdem hat sich die Stadt sicher auch nochmal neu erfunden mit x neuen Vierteln... allein, was da an U-Bahnbau abgeht. Damals war das gerade in der Frühplanung, aber während Berlin und Hamburg in 2 Jahrzehnten gefühlte 5 km neue U-Bahn schaffen, haben die da die Streckenkilometer in den letzten 20 Jahren praktisch verdoppelt, ich würde den Netzplan, den ich damals in- und auswendig kannte jetzt gar nicht mehr wiedererkennen....
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Old March 31st, 2019, 08:12 PM   #523
Bremennorder
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Z1

Seit einiger Zeit geistert das Projekt Z1 von dt+p Architekten auf der WFB-Überseestadt-Seite herum - geplante Fertigstellung angeblich Ende 2019, aber die Seite ist ja meist nicht wirklich auf dem neusten Stand. Nun habe ich das Z1 immerhin auch noch an anderer Stelle gefunden mit einem etwas besseren Rendering:



Es stammt von der Webseite von 1980 Real Estate: https://www.1980realestate.de/

Die Bildunterschrift deutet darauf hin, dass das Unternehmen plant, 2020 dort einzuziehen. Dann muss aber langsam mal der Baubeginn erfolgen, wenn das noch was werden soll. Oder habe ich etwas verpasst?
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Old March 31st, 2019, 10:14 PM   #524
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Überseestadt: Z1 - Bauzeit

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Originally Posted by Bremennorder View Post
Die Bildunterschrift deutet darauf hin, dass das Unternehmen plant, 2020 dort einzuziehen. Dann muss aber langsam mal der Baubeginn erfolgen, wenn das noch was werden soll. Oder habe ich etwas verpasst?
Der Bau eines Bürogebäudes erfordert im Vergleich zu einem Wohngebäude häufig weniger Aufwand.
Natürlich kann es davon Ausnahmen geben, wenn z.B. das Bauvolumen groß ist bzw. Sonderwünsche des Bauherren hinzukommen.
Die kürzere Bauzeit entsteht häufig auch durch einfachere bzw. größere Grundrisse von Bürogebäuden.
Wohngebäude dagegen benötigen allein aufgrund der vielen Bäder und Küchen sowie der kleineren und mitunter individuelleren Grundrisse deutlich mehr Aufwand.
Auch können gesetzliche Auflagen für z.B. Dämmung und Lärmschutz bei diesen beiden Gebäudetypologien mitunter unterschiedlich ausfallen.
Somit liegt der Fertigstellungstermin mit 2020 durchaus noch im Rahmen des Machbaren.
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Old April 2nd, 2019, 10:21 AM   #525
TauriHB
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Wäre ja auch nichts ungewöhnliches, wenn sich der Baubeginn mal wieder verschiebt. Dennoch danke für deine schlüssigen Erklärungen UNITer.

Ich packe mal mehrere Themen hier in den Post:

Üeins und Hansator
Hier verhält es sich ja ähnlich wie beim Z1. Über das Üeins wissen wir zumindest, dass der Baubeginn für Frühjahr 2019 angesetzt ist (wurde auch schon nach hinten verschoben), allerdings sind selbst auf der offiziellen Homepage und bei Strabag Real Estate immer noch die alte Visualisierung zu sehen und nicht die verklinkerte Version: http://www.üeins.de
Beim Hansator ist irgendwie bis auf die Projektseite bei HKP Architekten nichts bekannt meine ich. Wer baut, wann wird angefangen, alles keine Ahnung.

Bürgerdialog zur Überseestadt
https://www.weser-kurier.de/bremen/s...d,1818327.html
Quote:
Zum Thema „Leben und Arbeiten in der Überseestadt“ hatten das ansässige Unternehmernetzwerk Hafenklönschnack, die ökumenische Überseekirche und das Diakonische Werk Bremen eingeladen. Ausgangspunkt war ein aktuelles Stimmungsbild, für das Benedikt Rogge 115 Bewohnerinnen und Bewohner aller sozialen Schichten, Wohn- und Haushaltsformen befragt hatte.
Fazit war, dass die meisten gerne in der Überseestadt leben, jedoch zum einen Nahversorger und Einkaufsmöglichkeiten sowie Gesundheitsversorgung fehlen (welch Überraschung!). Zudem hätten die meisten gerne mehr nachbarschaftlichen Kontakt wofür Treffpunkte und Grünflächen geschaffen werden müssten. Es wurde bemängelt, dass fast jede freie Fläche dicht gebaut wird. Ein Stadtplaner meinte Quartiersaufbau müsste mitgeplant werden, dies sei hier nicht geschehen und deshalb entsteht der Eindruck von Stückwerk. Dem kann man leider kaum widersprechen.
Da der ursprüngliche Masterplan von 2003 auf Gewerbe und Dienstleistung ausgelegt war müsse man diesen nun anpassen. Im weiteren Artikel wird dann noch weiter auf Verkehr und fehlender Platz für Kulturschaffende etc. eingegangen, die Infrastruktur hängt hinterher, alles nichts wirklich neues.

Zum Schluss noch eine Frage die mich seit kurzem beschäftigt, die aber nichts mit dem Thema hier direkt zu tun hat. Ich möchte die nur nicht als Extrapost im Talkthread erstellen:
Die Senatsbaudirektorin ist ja seit 2013 im Amt, gibt es dort irgendwelche "Amtszeiten" oder gilt das so lange, bis entweder sie hinschmeißt oder ihr Vorgesetzter (Senator für Bau/Umwelt??) sie abberuft? Ich frage, da ja nächsten Monat Wahlen sind und angenommen das Bauressort geht an eine andere Partei als Grün, könnte diese dann den Senatsbaudirektor(in) einfach austauschen? Habe zu der Regelung wie das gehandhabt wird leider nichts finden können.
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Old April 9th, 2019, 08:45 PM   #526
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View-Port: Änderungen am Entwurf? + Spaziergang

Bei meinem heutigen Spaziergang durch die Überseestadt bin ich auch am Projekt Überseekontor mit View-Port I und II vorbeigekommen. Der aktuelle Stand:



Als ich das Bauschild sah, machte sich Ernüchterung bei mir breit. Wurde der überaus gelungene Entwurf noch einmal abgeändert? Vor allem die Farbgebung scheint nun eine ganz andere zu werden, ebenso wurden diese kleinen Klinker-Spielereien scheinbar verworfen. Schade. Statt dem hier…
… nun also das?





Auch auf der Seite des Bauunternehmens Kathmann ist diese Visualisierung zu finden:



https://www.kathmann-bau.de/Original...GMD_VP_1_2.jpg

Na ja, immerhin noch um einiges besser als so manch anderer Neubau in der näheren Umgebung des Projekts. Trotzdem ein wenig enttäuscht bin ich weitergelaufen zum KSS54:



Und zur Erweiterung des Office-Centers:







Auch am Handwerkerhaus wird schon gebaut, wenn ich das Grundstück richtig zuordne:

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Old April 9th, 2019, 09:30 PM   #527
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Originally Posted by Bremennorder View Post
Als ich das Bauschild sah, machte sich Ernüchterung bei mir breit. Wurde der überaus gelungene Entwurf noch einmal abgeändert? Vor allem die Farbgebung scheint nun eine ganz andere zu werden, ebenso wurden diese kleinen Klinker-Spielereien scheinbar verworfen. Schade. Statt dem hier…

… nun also das?

Hmm da hat man dann tatsächlich den Architekten nochmal gewechselt und GMD genommen? Die waren laut Competition Online ja nichtmal unter den ersten drei Plätzen. Schon komisch.
Aber so ernüchternd wie das KSS54 kann es gar nicht werden.
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Old April 9th, 2019, 09:39 PM   #528
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Überseestadt: View-Port I + II / Übersee-Kontor - Architekten Entwurfsplanung & Ausführungsplanung

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Originally Posted by TauriHB View Post
Hmm da hat man dann tatsächlich den Architekten nochmal gewechselt und GMD genommen? Die waren laut Competition Online ja nichtmal unter den ersten drei Plätzen. Schon komisch.
Aber so ernüchternd wie das KSS54 kann es gar nicht werden.
Der Unterscheid liegt hier wie so oft im Detail.

Das Architekturbüro für die Entwurfsplanung ist: be baumschlager eberle architekten
Das Architekturbüro für die Ausführungsplanung (siehe auch Bauschild) ist: GMD Architekten GmbH

Das hängt mit den einzelnen Leistungsphasen der Erbringung von Diensten nach der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen zusammen.

Die Leistungsphasen sind:

Phase 1: Grundlagenermittlung
Phase 2: Vorplanung
Phase 3: Entwurfsplanung
Phase 4: Genehmigungsplanung
Phase 5: Ausführungsplanung
Phase 6: Vorbereitung der Vergabe
Phase 7: Mitwirkung bei der Vergabe
Phase 8: Objektüberwachung
Phase 9: Objektbetreuung und Dokumentation
__________________

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Last edited by UNIT-er; April 9th, 2019 at 09:46 PM. Reason: Gliederung
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Old April 9th, 2019, 09:42 PM   #529
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Ja, wirkt erstmal enttäuschend, die Veränderung, wobei es sich für mich von dem, was man erkennen kann, erstmal nur um einen Materialwechsel zu handeln scheint???
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Old April 9th, 2019, 09:56 PM   #530
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Originally Posted by UNIT-er View Post
Das hängt mit den einzelnen Leistungsphasen der Erbringung von Diensten nach der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen zusammen.

Die Leistungsphasen sind:

Phase 1: Grundlagenermittlung
Phase 2: Vorplanung
Phase 3: Entwurfsplanung
Phase 4: Genehmigungsplanung
Phase 5: Ausführungsplanung
Phase 6: Vorbereitung der Vergabe
Phase 7: Mitwirkung bei der Vergabe
Phase 8: Objektüberwachung
Phase 9: Objektbetreuung und Dokumentation
Danke für die Erklärung, aber nochmal langsam für mich:
- Man schreibt einen Wettbewerb aus, scheinbar dann Phase 3 (Entwurfsplanung), das Preisgericht entscheidet sich für baumschlager eberle als Platz 1, begründet dies ausführlich und honoriert das mit 22.000€.
Dann nimmt der Bauherr in Phase 5 aber GMD, die vorher keine Berücksichtigung fanden, deren Entwurf scheinbar laut Preisgericht schlechter war?
Warum?

Edit: Rendite! Günstiger zu bauen wohl!
__________________

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Last edited by TauriHB; April 9th, 2019 at 10:05 PM.
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Old April 9th, 2019, 10:33 PM   #531
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Überseestadt: View-Port I + II / Übersee-Kontor - Architekten Entwurfsplanung & Ausführungsplanung

Quote:
Originally Posted by TauriHB View Post
Danke für die Erklärung, aber nochmal langsam für mich:
- Man schreibt einen Wettbewerb aus, scheinbar dann Phase 3 (Entwurfsplanung), das Preisgericht entscheidet sich für baumschlager eberle als Platz 1, begründet dies ausführlich und honoriert das mit 22.000€.
Dann nimmt der Bauherr in Phase 5 aber GMD, die vorher keine Berücksichtigung fanden, deren Entwurf scheinbar laut Preisgericht schlechter war?
Warum?

Edit: Rendite! Günstiger zu bauen wohl!
Der Architekt der Entwurfs- und Ausführungsplanung kann sowohl identisch als auch verschieden sein.
Auch muss der Architekt der Ausführungsplanung nicht zwangsläufig dem Teilnehmerfeld eines zuvor durchgeführten Architekturwettbewerbs angehören.
Mitunter sind Architekturbüros auch nur auf bestimmte Leistungsphasen spezialisiert und bieten folglich vorwiegend diese Dienste an.
In einigen Stellenausschreibungen suchen Architekturbüros auch gezielt nach Architekten, die in dieser oder jenen Leistungsphase ihren Schwerpunkt haben sollen.
Der Architekt der Ausführungsplanung baut auf der Arbeit des Architekten der Entwurfsplanung auf und muss nun weitere seiner Leistungsphase zugrunde liegende Parameter berücksichtigen bzw. beachten.
Hierbei kann es aus verschiedenen Gründen zu Änderungen am Entwurf kommen; allerdings ändert sich dabei i.d.R. nichts Grundlegendes mehr am Entwurf.
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Old April 11th, 2019, 12:59 PM   #532
Bremennorder
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Originally Posted by TauriHB View Post

Ideenmeister aus Dänemark

Ein kleines Loblied auf den COBE Entwurf und dessen Enstehung durch die Ideenmeisterschaft.
Ich habe in der "Architekturzeitung" auch noch ein Loblied gefunden, und zwar eines auf die Deichhäuser, die ich für ebenso gelungen wie COBEs Europahafenkopf-Entwurf halte. Eines der besten Projekte in der Überseestadt meiner Meinung nach. In einem anderen Thread hatten wir ja darüber gesprochen, dass die Bebauung der Überseestadt nicht zu besonders hoher Dichte ud Urbanität führt, weil viele Grünflächen gelassen werden, Gebäude quer zu Straße stehen etc.
Die Deichhäuser hingegen machen, finde ich, zumindest straßenseitig ganz gut vor, wie ein schön großstädtisch wirkender, sechsgeschossiger Blockrand in der Überseestadt aussehen kann. Zur Weser hin öffnen sie sich dann aber auch sehr stark mit Spielplatz-Innenhöfen u. ä.

Der Artikel ist sehr lesenswert, es wird sehr ausführlich darauf eingegangen, was sich Springer Architekten so für Bezüge und Inspirationen in der Umgebung gesucht haben:

https://www.architekturzeitung.com/i...-springer.html

Und es wird das Unternehmen genannt, das den speziellen wellenförmigen Klinker geliefert hat, der zur Einzigartigkeit der Deichhäuser beiträgt: die Deppe Backstein GmbH.

Neben den Deichhäusern waren Deppe auch an einem weiteren der meiner Meinung nach gelungensten Neubauten der letzten Jahre in Bremen beteiligt:
Quote:
Deppe Backstein setzt seit jeher auf Klasse statt Masse und stellt Formsteine jeglicher Art für die speziellen Bedürfnisse besonderer Architektur her. So hat das Unternehmen unter anderem den Wasserstrich-Backstein mit weißer Schlämmung für das Musikforum Bochum hergestellt und für die Bremer Landesbank einen Sondersortierungsmix aus 65 Formsteinen entwickelt und produziert.
Die sollte man öfter mal zum Zuge kommen lassen!
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Last edited by Bremennorder; April 11th, 2019 at 01:12 PM.
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Old April 12th, 2019, 08:31 AM   #533
Heinzer
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Etwas Neues zum geplanten STRABAG-Projekt am Hansator, hier steht wohl im Sommer der Baubeginn bevor, wenn man diesen Artikel zum Thema "Verkehrsinfarkt" in der Überseestadt liest:

https://www.weser-kurier.de/bremen/b...d,1821712.html


Lustig finde ich ja, dass dort ausgerechnet eine Autofahrerin aus Schwachhausen zu Wort kommt, die nun immer 30 min statt 15 braucht und das u.a. auf die Radfahrer schiebt.... der Leidensdruck ist aber anscheinend immer noch nicht hoch genug, um mal selbst aufs Rad umzusteigen - aus Schwachhausen ja nun wirklich kein Drama.

Klar, vielleicht ist die Frau gehbehindert oder irgendwas anderes, am wahrscheinlichsten aber ist es einfach Trägheit. Dabei wäre sie mit dem Fahrrad höchstwahrscheinlich schneller. Und das sind dann die Leute, die über Verkehrsinfarkt und Parkplatzmangel schimpfen?
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Old April 12th, 2019, 09:27 AM   #534
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Da sind wir genau bei dem Punkt den ich mir immer denke... Der ÖPNV kann noch so gut ausgebaut sein, die Radwege noch so gut ausgebaut sein. Es wird einfach immer bestimmte Personen, wie die gute Frau aus dem weit entferntem Schwachhausen geben, welche immer aus Bequemlichkeit auf ihr Auto setzten. Die Bahn wird eben niemals direkt vor der Haustür halten...
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Old April 12th, 2019, 10:13 AM   #535
TauriHB
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Also geht es mit dem ÜEins auch endlich los.

Für die Frau rechnet sich die halbe Stunde mit dem Auto wahrscheinlich immer noch gerade so. Zur Fuß zur nächsten Haltestelle in Schwachhausen, mit dem Bus oder der Bahn bis zur Konsul-Smidt-Str., dann nochmal 5 Minuten zu Fuß bis zum Arbeitsplatz, da kommt sie dann auch auf ne gute halbe Stunde. Für sie halt noch kein Grund dann den erhöhten Komfort des eigenen PKW gegen den ÖPNV zu tauschen.
Was man auch immer nicht vergessen darf: Oftmals fährt man dann nach der Arbeit auch nicht direkt nach Hause sondern noch Einkaufen, Kinder holen, etc. was dann mit dem ÖPNV oder dem Rad auch nicht einfach geht.
Das soll jetzt kein Loblied aufs Auto sein, aber man wird halt auch nicht alle zum Umsteigen zwingen können, auch nicht Bremer die eigentlich von der Entfernung Zuhause - Arbeit logischerweise umsteigen "müssten".

Ich bin gespannt wie die die Verkehrssituation dort lösen wollen in den nächsten Jahren. Von der Seilbahnidee verspreche ich mir leider wenig bis nichts.
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Old April 12th, 2019, 10:55 AM   #536
Heinzer
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Natürlich gibt es immer irgendwelche individuellen Gründe, warum es nicht geht. Die Summe der Leute, die Autofahren, ist aber einfach deutlich größer als die Summe der Leute mit guten Gründen. Es kommen dann immer die 50km-Pendler, die mit dem ÖPNV 3h brauchen usw. usf., man kennt diese Form der "Diskussion" ja.

Ja, natürlich könnte die Kita der Frau in Woltmershausen liegen und natürlich kann es sein, dass sie jeden Tag zu real fahren muss nach der Arbeit, aber wahrscheinlicher ist einfach, dass sie zu faul ist, mit dem Fahrrad zu fahren. Auch hier gilt natürlich: Sie kann machen, was sie will, ich werde ihr das nicht vorschreiben - aber erntshaftes Mitleid darüber, dass sie meint, eine 3, 4, 5, maximal 6 km lange Strecke jeden Tag mit dem Auto fahren zu müssen, kann sie dann von mir nicht erwarten.

Meine Frau ist auch nach Jahren des Geschimpfes umgestiegen aufs Fahrrad, es geht wirklich und ist obendrein gesund. Jedes Mal, wenn ich in Bremen (oder jeder anderen Stadt) ins Auto steige, rege ich mich auch auf - aber warum dann nicht etwas dagegen tun und sein Verhalten ändern, anstatt jeden Morgen mit nem Riesenhals im Stau zu stehen?
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Old April 12th, 2019, 11:23 AM   #537
TauriHB
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Die Frage ist ja, wie will man das ändern?
Man will/kann die Bahn in den hinteren Teil der Überseestadt nicht ausbauen. Man plant derzeit keine weiteren Brücken (nicht mal Radbrücken) über die Weser. Wenn was in Planung kommt dauert es wieder Jahre bis zur Umsetzung, bis dahin ist der Europahafenkopf und das Europa Quartier fertig (~2022). Man frickelt ein bisschen an den PKW Abbiegespuren in und aus der Überseestadt kommend. Das ist doch alles Mist.
Seilbahn aus Gröpelingen. Bestimmt werden richtig viele Gröpelinger in der Überseestadt arbeiten, da dort die ganzen qualifizierten Menschen für die Dienstleistungsbranche wohnen. Alle anderen aus Bremen Nord müssten ihr PKW irgendwo in Gröpelingen / Waterfront parken und von da aus weiter, da verschiebt sich der Stau dann um 3 km stadtauswärts.
Das Problem ist seit Jahren bekannt und es passiert nichts. Wie ein Schiff das ein Riesenleck hat und voll läuft und man versucht es erstmal mit Panzerband abzudichten, man kann ja später immer noch reagieren.
Ist vielleicht auch der falsche Thread hier um das Thema weiter zu diskutieren, aber das wird noch so richtig in die Hose gehen. Lass mal die Überseeinsel wachsen und vielleicht Mitte der Zwanziger noch den Großmarkt umsiedeln für weiteres Gewerbe und Wohnen. Prost Mahlzeit.
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Old April 12th, 2019, 12:29 PM   #538
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Am wichtigsten wäre aus meiner Sicht der S-Bahn-Halt am Weserquartier und eine wie auch immer verlängerte Straßenbahn entlang der Konsul-Smidt-Straße. Das Problem sind ja im allgemeinen nicht die zu schmalen Straßen in der Überseestadt (das ist jetzt eben gerade eine besondere Situation aufgrund von Baustellen), sondern, dass der Zu- und Abfluss zu Stoßzeiten überlastet ist.

Da gibt es keine richtigen Lösungen, denn weder kann man die Nordstraße verbreitern noch mal eben die Stephanibrücke samt allen Anschlüssen 8-spurig ausbauen. Das heißt, abgesehen von einem massiven Umstieg möglichst vieler Leute auf Fahrrad oder ÖPNV wird es bei Stückwerk bleiben müssen, eine andere Ampelschaltung hier, eine zusätzliche Abbiegespur dort. Die Hoffnungen ruhen auf dann auf eine mittelfristige Entlastung der B75 durch den Autobahnring und dadurch etwas besseren Abfluss an der Auffahrt Stephanibrücke.
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Old April 12th, 2019, 02:04 PM   #539
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Mein Verständnis für Pendlerjammerei oder innerstädtischen Autoverkehr, am besten noch mit dem SUV, hält sich zumeist in Grenzen. Ich meine, Heinzer hätte zurecht mal irgendwo darauf hingewiesen, daß man halt bis vor einigen Jahren nicht davon ausgehen konnte, daß die Überseestadt plötzlich derartig am boomen sein wird. Weitere Straßenbahnen in die damaligen Brachen hinein hätte wohl kaum einer unterstützt. Die innerbremische Meckerei gegen Rot-Grün hätte ich da mal hören mögen. Von wegen "Wer braucht sowas?", "Straßenbahn in den Sand gesetzt!" usw.

Mich kotzt diese Meckerei und zum Teil auch einfach nur Dummschwätzerei oftmals nur noch an. Wie sang Rudi Carell doch in "Wann wird's mal wieder richtig Sommer"? "...und schuld war nur die SPD". Und heutzutage in unserer Aufregungsgesellschaft wird ja sowieso jede Baustelle in Bremen zum Skandal und unhaltbaren Zustand erklärt. Passiert dagegen nichts an Baustellen oder Gebäudebau heißt es dann eben wieder, warum sind die Straßen (angeblich) so schlecht oder warum dauert es solange mit Baugenehmigungen etc.

Die Bahnen waren, sind und bleiben ohne Bundeszuschüsse für Bremen schwer finanzierbar und sind offenbar ja aktuell auch nicht förderungswürdig. Die Verantwortung liegt also nicht nur auf Landesebene, sondern eben zu einem guten Teil auch beim Bund, der erst recht seit der Zeit der inkompetenten, ja lächerlichen, CSU-Autominister ohnehin vollkommen konzeptions- und willenlos ist hinsichtlich einer modernen Verkehrspolitik. Auf zusätzliche S-Bahnhalte können wir auch bis St. Nimmerlein warten, da die Bahn bis auf ICEs keine Rolle für den Bund spielt. Selbst Großprojekte wie der Ausbau der Rheinstrecke, zu dem man sich international verpflichtet hat, passieren ja nicht, trotz massiver Zinsersparnisse und Steuereinnahmen.

Aber bevor ich jetzt zu allgemein werde: aktuell fahren 3 Buslinien in die Überseestadt, die die Verbindung zu den umgebenden Straßenbahnlinien über nur wenige Haltestellen herstellen. Da muß für viele auch jetzt schon der ÖPNV eine Alternative sein können, nicht nur innerbremisch. Nebenbei noch bemerkt: ich bin als Kind irgendwann alleine zum Kindergarten und dann zur Grundschule gegangen, und danach mit der Straßenbahn gefahren. Zusatzverkehre und Zeitaufwand durch Elterntaxis sind vielfach hausgemachte angebliche Hindernisse für andere Bewegungsformen.
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Last edited by Kesselflicker; April 12th, 2019 at 02:10 PM.
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Old April 12th, 2019, 02:56 PM   #540
Heinzer
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Ein ehrlicher Rant, wie er an guten Tagen auch aus meiner Feder hätte stammen können. Man darf nicht vergessen, dass die letzten drei Rotgrün-Legislaturperioden wohl die klammsten Haushalte der Nachkriegsgeschichte enthielten... die beiden SPD/CDU- Senate mit Onkel Henning haben das Geld ja noch zu allen Seiten rausgeworfen, als gäbe es kein morgen und ab 2020 werden die Spielräume durch die Neuordnung der Bund-Länderfinanzbeziehungen wohl auch wieder besser.

Wenn es jetzt fies läuft, profitieren also womöglich wieder andere Konstellationen nach der Wahl von den vom derzeitigen Senat mitverhandelten Verbesserungen - aber so ist Politik eben.

Man muss Rotgrün nicht mögen und natürlich muss und kann man der SPD auch einen erklecklichen Teil an Mitschuld am Gesamtzustand des Gemeinwesens "Bremen" geben, aber alle die die heutigen Probleme auslösenden Fehler liegen eben 20, 30, 40 Jahre zurück und können der heutigen Politikergeneration nicht wirklich angelastet werden.

Und auch Zustimmung zu dem Baustellenthema... die Foren sind voll vom Geschinpfe über verrottende Infrastruktur - aber wenn dann gebaut und instandgesetzt wird, ist es auch wieder nicht recht. Die Überseestadt ist im Prinzip als überdimensioniertes Gewerbegebiet geplant worden (ganz zweifellos ein großer Fehler - aber eben auch schon wieder 20 Jahre her) und so sieht ihr Straßengrundriss auch aus. Dass das Gebiet dermaßen brennen würde, war nicht absehbar... noch vor 8 Jahren war Verkehr das geringste Problem dort bzw. hätten sich viele Planer wohl auch mal einen Stau auf den meist völlig leeren Straßen gewünscht.

Und wenn ich mir dann die grundsätzlich 4-6 spurigen "Trassen" in der Hafencity mit ihrer zerschneidenden Wirkung und Benachteiligung von Fußgängern und Radfahrern anschaue, bin ich wieder ganz froh, dass das hier in Bremen alles etwas unterdimensioniert daherkommt.
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