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Old February 9th, 2018, 06:54 PM   #121
Franksz
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Der Lloydhof bekommt wieder eine "gebremste" Korrektur, schade! Es fehlt der Mut, der politische Wille und natürlich das Geld um etwas für die Ewigkeit zu bauen. Hier (nochmal) die Montage der neuen (fantastischen) Markthalle von Rotterdam in den Lloydhof.... [IMG]Bremen by f. sz, auf Flickr[/IMG]
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Old February 10th, 2018, 02:23 PM   #122
erbse
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Die postmodernen Giebelfassaden dort sind doch wunderbar! Hoffentlich bleiben die erhalten und sichtbar.

Wie kann man davor so einen gruseligen Mist wie die Rotterdammer Markthalle setzen wollen? Die könnte vllt. ins Überseequartier passen, aber doch nicht an eine städtebaulich derart sensible Stelle!
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Old February 10th, 2018, 03:08 PM   #123
Heinzer
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Vielen Dank, erbse! Seh ich ganz genauso... angesichts dessen, was wohl als Alternative wäre, ist der Lloydhof völlig in Ordnung. Wenn man ihm im Rahmen der Renovierung neue Fenster mit weniger plumpen als den aktuellen typisch breiten 80er-Jahre Plastikrahmenprofilen verpasst, ist dieses leicht historisierende Gebäude wohl das beste, was man dort erwarten kann in der momentanen Situation. Hat sogar das Zeug zu einem kleinen Klassiker, der Bau.

Wenn ich für ein Neubauprojekt in der Altstadt den Begriff "mutig" höre, rollen sich mir schon die Fußnägel auf. Mutig kann man gerne an anderen Orten in Bremen sein.
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Old February 10th, 2018, 11:06 PM   #124
Franksz
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Wären unsere Vorfahren nicht mutig, dann hätten wir kein wunderschönes Rathaus, keinen Dom und auch kein Karstadtgebäude!
Die Montage mit der Rotterdamer Markthalle war ja nur ein provokanter Hinweis. Die Architektur des jetzigen Lloydhofes erinnert doch eher an die Innenstadt von Elmshorn, Delmenhorst oder vergleichbare Städte. Warum soll man nicht neue architektonische Lösungen anwenden? Die neue Firmenzentrale der BLB ist doch ein gutes Beispiel...
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Old February 10th, 2018, 11:46 PM   #125
erbse
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Originally Posted by Franksz View Post
Wären unsere Vorfahren nicht mutig, dann
(...)
Warum soll man nicht neue architektonische Lösungen anwenden? Die neue Firmenzentrale der BLB ist doch ein gutes Beispiel...
Du lieferst die Lösung doch hier selbst mit! Besondere Bauten erfordern ein Stück weit immer Mut. Doch gute Architektur erfordert auch Disziplin und Sensibilität. Sich nämlich als Architekt auch ein Stück weit zurückzunehmen und sich mit dem Entwurf mit dem Ort auseinanderzusetzen und einzupassen. Dann kann man in formalen Details auch aus der Reihe springen und neue Akzente setzen, die Bremer Landesbank meistert dies bravourös. Solche Bauten braucht es viel mehr.

Die Bauten des Lloydhofes würden wohl in einer schmalen Straße deutlich besser wirken. Das sind Straßengiebel, keine Platzgiebel.
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Old February 11th, 2018, 09:45 AM   #126
Heinzer
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Du hast natürlich Recht, Frank, Mut per se ist nicht schlecht, sondern gut, das war etwas unglücklich ausgedrückt.

Mein Problem mit dem Begriff "mutig" im Bereich Altstadtarchitektur ist, dass das Wort häufig synonym für "überdimensionierter, hässlicher Klotz" zu verwenden ist, was Dein Beispiel mit der Rotterdammer Markthalle auf fast schon beängstigende Weise bestätigen kann. Ich habe nichts gegen moderne Architektur, wenn sie sich entweder einfügt in einen Ort (s. Bremer Landesbank) oder eben an Orten entsteht, wo sie nicht in einem Kontext stehen muss, sondern frei wirken kann. Die Rotterdammer Markthalle z.B. könnte in einem komplett neu zu entwickelnden Bereich ganz schick wirken - vielleicht sogar als bewusster Kontrast auf einem sonst komplett historisch bebauten Stadtplatz. In diesem Sammelsurium an miss- bis mäßig gelungener Nachkriegsarchitektur, wie sie der Ansgarikirchhof nunmal ist, würde sie aber komplett maßstabssprengend und daneben wirken und nur eine weitere Nuance des Scheiterns hinzufügen.

Und dass nun der Lloydhof natürlich kein wahnsinnig schönes oder wichtiges Gebäude ist, sehe ich ganz genauso, solange allerdings in Bremen nicht zu erwarten ist, dass das, was ihn ersetzen würde, klar besser ist, würde ich mich mit ihm zufrieden geben. Wie gesagt, eine grundlegende Renovierung inkl. der Fenster kann bei solchen Gebäuden schon Wunder wirken. Ich denke, dass wir in 20 Jahren auch wohlwollender auf diesen Typus jetzt etwas hilflos wirkender 80er-Jahre-Architektur blicken werden.
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Old February 12th, 2018, 09:30 PM   #127
Bremennorder
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Einem Artikel im Weser-Kurier ist zu entnehmen, dass es es wohl konkrete Pläne für das Bundeswehrhochhaus mitsamt Gelände in der Falkenstraße in der Bahnhofsvorstadt gibt. Dort könnte bald Wohnraum geschaffen werden, schließlich wird das Objekt nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft gebraucht. Das Hochhaus selbst solle saniert, das Gelände drumherum um einige Neubauten ergänzt werden.

https://www.weser-kurier.de/bremen/s...d,1699527.html
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Old March 3rd, 2018, 05:51 PM   #128
Bremennorder
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Hier einmal ein Bild des kürzlich sanierten Geschäftshauses in der Hutfilterstraße nahe des Ansgarikirchhofs. Nichts Besonderes, aber immerhin ein klein wenig besser als zuvor. Eine umfangreiche Aufwertung der Ecke erfolgt ja hoffentlich noch...

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Old March 7th, 2018, 12:30 PM   #129
TauriHB
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Zu dem Artikel den bremennorder bezüglich des Bundwehrhochhauses gepostet hat:

Hier ist der Link zu einer Studie oder vielleicht auch bezeichnender zu einem Workshop, der von Cobe Architekten (die die Zechhäuser am Europahafen planen) zur Bahnhofsvorstadt der Zukunft geleitet wurde:

http://www.cobe.de/project/bahnhofsv...orstadt-bremen

Wenn man sich die Slideshow samt kurzem Video mal anschaut kann man erahnen, dass dort auch wieder einiges in Bewegung geraten wird.
Besonders spannend finde ich einmal den Bereich rund um Bundeswehrhochhaus.



Wobei ich da mit der Perspektive gar nicht klar komme. Wo soll das genau sein? Falkenstr. und Daniel v. Bürenstr war mein täglich Schulweg vor etlichen Jahren, aber von welcher Seite soll das sein, weiß das jemand?
edit: Das einzige was Sinn macht wäre Blick vom Cinemaxx Kino Richtung Bundeswehrhochhaus bei abgerissener Hochstraße??

Da mein Arbeitsweg mich über die Hochstraße und den Rembertikreisel führt habe ich mich Montag beim Anblick der Grünflächen noch gefragt, was hier hinpassen könnte. So etwas finde ich dann allerdings doch unpassend, der Mann vorne auf dem Bild scheint das genauso zu finden.

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Old March 7th, 2018, 08:26 PM   #130
Heinzer
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Auch von mir ein herzliches Willkommen, und Du rockst hier auch gleich mit ordentlich Inhalt los.... ja, diese Studien zur Bahnhofsvorstadt habe ich damals auch registriert und mir angesehen. Fand das meiste ehrlich gesagt recht schnöde und etwas krampfig modern von der Gestaltung her, auch wenn natürlich Investitionen in diese etwas vernachlässigte Gegend immer gerne gesehen sind.

Besonders schlecht ist aber die Idee, den Rembertikreisel als eines der absoluten Fanale für das Scheitern des "autogerechten" Ausbaus unserer Städte auch noch zu erhalten und mit diesem Riegel da zu bebauen. Dabei müsste man an dieser Stelle so weit wie möglich den alten Straßengrundriss wiederherstellen und das schöne Rembertiviertel wieder an den Rest des Ostertors, von dem es jetzt durch die völlig überdimensionierten Verkehrsschneisen des Straßenzugs Eduard-Grunow-Straße, Rembertikreisel und Rembertiring getrennt ist, anschließen.

Neben dem westlichen Ende der Straße Auf den Häfen und der Westseite der ehemaligen Meinkenstraße hat ein gutes Stück der Sonnenstraße und die gesamte Wilhelmstraße, allesamt komplett erhaltene, schön gemischte Bremer Wohn-/Geschäftsstraßen in den 60er Jahren "dran glauben müssen". Das einzig Gute an dieser permanenten Narbe im Stadtgefüge ist, dass sie den Anschauungsunterricht dafür lieferte, was dann bei einer "Flächensanierung" des Ostertors für die sogenannte Mozarttrasse auf die Bewohner gewartet hätte. Ohne diese Maßnahmen inkl. des "Dobbendurchbruchs", der uns den fürchterlichen Komplex Am Dobben/Ecke Eduard-Grunow-Straße eingebrockt hat, wäre der "Trassenkampf" wohl kaum so erfolgreich gewesen.

Hier mal ein Plan mit eingezeichneter Osttangente/Mozarttrasse quer durchs Ostertor, oben der Rembertikreisel mit den noch eingezeichneten geräumten Straßen:


(Quelle rememberti.de/W. Seebacher: Ostertor, Nwd. Verlagsges, 1987)

Interessante Seite hierzu:rememberti.de, und als Beispiel mal ein Foto von der Seite, es zeigt einen Blick aus der Meinkenstraße mit bereits abgerissener Westseite Richtung Bahnhof, die letzten Häuser der komplett verschwundenen Wilhelmstraße stehen quasi mitten auf dem heutigen Rembertikreisel:


(Quelle: rememberti.de)

Hier der "Dobbendurchbruch" live, das durch den Durchbruch entstandene "Eckhaus" links steht dort, wo heute das Hochhaus mit der Sparkassenfiliale steht:


(Quelle: rememberti.de)

Und noch was zum Thema von bremen-history.de: http://www.bremen-history.de/ein-grossspuriges-projekt/

Insgesamt wundert mich die relative Ruhe bei diesem Thema... alle 10 Jahre kommt mal eine Studie und dann passiert wieder gar nichts, dabei böte sich das Gebiet doch ideal an zur Stadtreparatur, kleinteilige Neubebauung mit Neuinterpretationen des das gesamte Gebiet prägenden Bremer Hauses als Baugemeinschaften etc. um den alten Charme wiederherzustellen. Wäre bestimmt ein extrem beliebtes Wohngebiet. Man müsste eben die vierspurige Straße deutlich verschmälert (aber, keine Angst, immer noch vierspurig) zwischen Fedelhören und dem Rest hindurchführen, idealerweise sogar als Tunnel, auch wenn das Geld kostet. Hierfür könnte man bestimmt projektbezogene Gelder bekommen aus EU- oder Bundestöpfen (Stadtumbau West), wenn man das richtig aufzieht. Westseite Meinkenstraße und Nordseite Auf den Häfen wiederbebauen, die neue, verschmälerte Trasse ebenfalls im Blockrand bebauen, dann könnte das was werden.

Dieser seltsame Riegel und die Grünfläche dahinter hingegen wirken auf mich eher wie eine verpasste Chance, so sie denn realisiert würden. Darum müssen wir uns angesichts der Vielzahl an bereits nicht realisierten Studien in diesem Bereich (die letzten etwa aus den Jahren 2003/2004 mit einer deutlich mehr am Vorzustand orientierten Struktur) aber wohl auch keine Gedanken machen
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Last edited by Heinzer; March 7th, 2018 at 09:08 PM.
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Old March 8th, 2018, 04:55 PM   #131
TauriHB
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Danke Heinzer für die ausführlichen Erläuterungen, das war mir nicht wirklich bewusst, dass für den Kreisel damals ganze Straßenzüge weichen mussten.

Mir fehlt allerdings auch die Vorstellungskraft den ganzen Kreisel zurückzubauen (wie du schon sagtest müsste die 4-Spurigkeit erhalten bleiben) und dort an der Stelle wieder Wohnhäuser entstehen zu lassen. Soviel Verkehr wie dort durchfliesst und dann noch die Discomeile quasi vor dem eigenen Vorgarten, wer würde dort hinziehen?
Dieser Riegel ist natürlich ebenso ein Witz, es wohnt sich bestimmt gut wenn man von allen Seiten von 2-spurigen Hauptverkehrsstraßen umgeben ist.

Ich bin heute wieder dort entlanggefahren, eine Möglichkeit wäre es die 4-spurige Straße komplett auf die Seite des Haus des Sport / Fit X zu ziehen um so dann zumindest den Verkehr nur auf einer Seite zu haben. Die jetzige Straße Richtung HBF könnte man dann mit Wohnbebauung etc versehen, die Problematik wie oben beschrieben bliebe jedoch bestehen. Ebenso könnte man dort auch nicht allzuhoch bauen um den bestehenden Häusern der Straße Fedelhören nicht die Gärten komplett zu verschatten.
Aber wie du schon meintest, der Kardinalsfehler wurde damals beim Umbau gemacht, ein klammes Bremen kann es sich sicherlich nicht so schnell leisten eine ja eigentlich intakte und funktionierende Hauptverkehrsader umzubauen (auf die Staus wäre ich gespannt ). Und ob die EU da was zugibt, wenn ein Umbau eigentlich nicht Not tut?
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Old March 9th, 2018, 11:09 AM   #132
Heinzer
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Der Kreisel hat ja keine verkehrliche Funktion, weil eben die Osttangente (Mozarttrasse) Richtung Weser gottseidank nicht gebaut wurde, man könnte ganz ohne Einschränkung der Funktion enorme Flächen einer anderen Nutzung zuführen, weil diese ganzen überdimensionierten und nicht genutzten Grünflächen letztlich verschenkter Raum sind. Auch als Park/Grünfläche sind sie nutzlos, aufgrund des Verkehrs drumherum.

Natürlich ist es wohl etwas naiv zu glauben, man könnte für eine solche Umgestaltung jetzt irgendwoher Gelder zaubern, dennoch wundert mich diese defensiv-abwartende Haltung der Stadt, die ja sonst nicht gerade knauserig ist mit bisweilen sehr ambitionierten Ideen bei der Verkehrsfrage.

Fakt ist doch, dass da in bester Lage eine Riesenfläche funktionslos und ohne Aufenthaltsqualität vor sich hin gammelt und das man da was machen kann und muss. Ob das nun der alte Straßengrundriss sein muss, darüber kann man trefflich streiten, da bin ich vielleicht etwas voreingenommen. Ich glaube auch nicht, dass an dieser Straße Wohnbebauung unmöglich sein soll, der Block an der Eduard-Grunow-Straße besteht ja auch teilweise aus Wohnungen und liegt direkt an der Straße.

Durch ein Verschmälern der Straße würde man in jedem Fall viel Raum gewinnen für Wohnbebauung, ggf. auch in zweiter Reihe hinter eher gemischten oder als Büro genutzten Gebäuden. Ein absoluter Traum, der die gesamte Ecke von der Schwachhauser Heerstraße/Zentaurenkreuzung bis zum Breitenweg enorm aufwerten könnte, wäre in der Tat eine Tunnel- oder zumindest Troglösung ab der Eisenbahnbrücke bis zur Hochstraße. Damit könnte man auch die unerfreuliche Situation mit der Dobbenumfahrung etc. lösen. In gar nicht wenigen Städten wie etwa Düsseldorf sind ähnliche Aufwertungen durch Verlagerung des Durchgangsverkehrs in einen Tunnel mit großem Erfolg durchgeführt worden.

Natürlich ist das angesichts der klammen Haushaltslage in Bremen wohl alles ein Traum, aber wie gesagt, auch mit wesentlich weniger Aufwand könnte und müsste man an dieser seltsamen, kaputten Stelle etwas machen können.
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Old March 12th, 2018, 08:31 PM   #133
TauriHB
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Je mehr ich mir nun Pläne, Konzepte , Szenarien usw im Netz über die Umgestaltung der Bremer Innenstadt angesehen habe, umso mehr glaube ich, dass mittelfristig beim Remberti Kreisel ein Umbau erfolgen wird. Dafür ist das, wie heinzer schon geschrieben hat einfach zu viel Fläche in Toplage, die da momentan verschenkt wird. Dichter, grüner, urbaner, auf dieser Welle reiten die Verantwortlichen des Umbaus momentan, da mutet der Kreisel ums Riesen Hundeklo einfach als Relikt einer in die Jahre gekommenen, verfehlten Planung an. Ich hoffe einfach, dass es ein bisschen raffinierter wird als einfach so einen Riegel auf die Fläche zu setzen und zu sagen "das wars, reicht auch schon jetzt."

Zum Sparkassengelände am Brill gibt es bei den siegreichen Architekten von robertneun auf deren Homepage mehr zum Projekt. Bei einigen vllt schon bekannt, ich bin heute das erste mal drüber gestolpert:
http://www.robertneun.de/#projects_127

Man kann sich oben durch 22 Bilder klicken. Gefällt mir immer mehr der Entwurf.

Was ich nochmal loswerden muss: Die Homepages der Architekturbüros überbieten sich ja regelrecht, wer die benutzerunfreundlichste Homepage hat. Klicken und raten, hier noch was versteckt, minimalistisch bis zum geht nicht mehr. Muss wohl so sein bei kreativen Köpfen, meins ist es nicht.
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Old March 13th, 2018, 06:32 PM   #134
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Danke für den Hinweis mit den 22 Bildern, TauriHB. Ich habe mich mal durchgecklickt und bin auch positiv überrascht, was die Planer sich so alles ausgedacht haben.

Hier mal zwei Bilder vom aktuellen Baustand beim Atlantic-Hotel in der Martinistraße. Es scheint mir nur deshalb besser als sein Vorgängerbau zu sein, weil dieser mit seiner dunkelgrauen Betonfassade an Hässlichkeit kaum noch zu überbieten war. Eine vertane Chance, hier etwas Stadtreparatur zu betreiben, finde ich. Auf dem zweiten Bild wird neben den Häusern der Böttcherstraße klar, wie wenig Rücksicht der Bau auf seine Umgebung nimmt.



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Old March 14th, 2018, 07:14 PM   #135
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Das Atlantic-Hotel ist ein schönes Beispiel für das, was manchmal Autismus der modernen Architektur genannt wird, Bremennorder, sehe ich genauso! Eine solch banale, öde und auch noch veraltete Rasterfassade an dieser so wichtigen Stelle in der Altstadt, neben der Böttcherstraße und gegenüber der Martinikirche, wo täglich tausende von Touristen entlangströmen, unfassbar.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Klotz, der z.B. vom Teerhof sogar die Martinikirche überragt, schon in 10-15 Jahren als hässlicher Schandfleck gesehen wird. Die ganze Ecke ist inklusive der Nachkriegsbauten (hkk-Komplex und dieses Eckgebäude mit dem Lampenladen) rot verklinkert/in rotem Ziegel bebaut - und das Ding muss da diese ortlose Natursteinrasterfassade reinknallen, bestenfalls als "interessanter Kontrast" verbrämt, wahrscheinlich aber einfach völlig gedankenlos gegenüber dem "Genius loci" an dieser Stelle.
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Last edited by UNIT-er; October 14th, 2018 at 02:17 PM. Reason: Post kopiert und relevanten Teil hier belassen.
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Old March 15th, 2018, 11:53 AM   #136
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Habe eben erst realisiert, dass ja nicht nur rechts neben dem Anbau dies alte Gebäude quasi entwertet oder erdrückt wird sondern auch das Schlesienhaus links davon, wie hier gut zu sehen in der Visualisierung wie es aussehen wird:



Einerseits kann man verstehen, dass der Anbau sich optisch am Haupthaus orientiert und das weiterführt, aber einfach so dazwischenklatschen ohne Rücksicht auf Höhen und Formen, das ist doch ein bisschen banal. Scheint leider ein Trend zu sein ohne Rücksicht auf Nachbargebäude seinen eigenen Bau wie einen Fusstritt dazwischen zu dudlern.

Das mit dem Kontorhaus hat mich gestern auch sehr erfreut. Es ist tatsächlich schade, dass die Langenstraße, obwohl sie direkt vom Marktplatz abgeht so ein Schattendasein fristen muss. Und mit Schatten empfinde ich das tatsächlich so, da die ganze Straße recht dunkel und zwischen Marktplatz und Martinistr. ausgestorben wirkt. Wenn ich als Tourist auf dem Marktplatz bin gucke ich da vielleicht mal rein und entscheide dann für mich, dass es da nichts sehenswertes gibt. Hoffe dass der Teil vom Marktplatz bis zum Parkhaus Pressehaus dadurch deutlich belebter und beliebter wird.
Die Innenstadt zur Schlachte/Weser zu öffnen ist sicherlich eine richtige Idee, muss man halt schauen ob man das mit der Martinistraße hinbekommt.
Gestern ist mir schon die Idee gekommen, die Brillkreuzung, die ja immer noch "unterkellert" ist doch einfach für die Autos zu untertunneln. Ab Ende Bürgermeister-Smidt-Str. führt die Straße untertunnelt Richtung HBF bis Ende des zukünftigen Sparkassenareals Höhe Jacobistr.. Ebenso die Martinistr. "einfach" unterirdisch ab Wilhelm-Kaisen-Brücke, abgetaucht lassen, bis hinterm Brill.
Wie das mit der Kreuzung untertage am Brill aussehen soll, da bin ich überfragt.
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Old March 15th, 2018, 02:07 PM   #137
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Ich hatte dies bereits hier gezeigt, mit wenigen Mitteln hätte man diesen Neubau etwas besser anpassen können. Da Bremen wenig Geld hat, ist der Einfluss auf die Stadtentwicklung nicht sehr groß. Hauptsache es kommt jemand und stellt etwas hin, was später Steuereinnahmen bringt.... Schade!


[IMG]martiniNeu1 by f. sz, auf Flickr[/IMG]
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Old March 20th, 2018, 10:22 PM   #138
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Das Geschäftshaus Sögestraße 62-64, ehemaliges Seidenhaus Koopmann, wurde vor kurzem renoviert. Von außen erstrahlt es nun in neuem "Glanz" (keine dunklen Stellen mehr), der größere Teil des Umbaus erfolgte aber innen. Es beherbergt im Erdgeschoss nun einen anderen Einzelhändler, aber noch viel interessanter ist, dass über dem Geschäftsbereich jetzt auch Apartments geschaffen wurden; zuvor waren dort ausschließlich Büros. Weitere Informationen gibt es auf einer eigenen Internetseite des Gebäudes:

http://www.seidenhaus-koopmann.de/

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Last edited by Bremennorder; March 21st, 2018 at 02:06 PM.
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Old March 22nd, 2018, 01:54 PM   #139
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Seit einiger Zeit fertiggestellt: Die Bremer Stadtterrassen im Faulenquartier. Schön, dass dort Wohnraum geschaffen wurde, aber die Architektur überzeugt mich kein bisschen. Bei schönerem Wetter wirkt das nicht ganz so scheußlich wie auf diesem Foto, aber das ist für mich schon nah an einer "Bausünde". In einer anderen Farbe als Grau würde es vielleicht noch ein wenig netter aussehen...

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Old March 22nd, 2018, 02:25 PM   #140
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Das Seidenhaus finde ich gut gelungen, auch die Nutzung der oberen Stockwerke als Apartments hat was.

Zu den Stadtterassen: Puh, ein paar Palmen und blauen Himmel aufs Bild gezaubert und das geht als spanisches 2 Sternehotel an der Playa de Palma durch.
Auf dem Foto sehe ich rechts Backstein und hinten links auch Backstein, da hätte man sich doch dadran orientieren können. Nur gut, dass die Ecke nicht allzu frequentiert von Auswärtigen ist, das ist echt kein Prachtbau. Gerade das hintere Gebäude auf dem Foto in schickem Mausgrau gibt es so gefühlt seit 40 Jahren überall in Bremen, bswp. Alt-Osterholz, Mini-Platte mit 5-6 Stockwerken.
Laut Homepage des Projekts sind dennoch alle Wohnungen vermietet.
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