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Old February 12th, 2019, 07:30 PM   #81
Heinzer
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Originally Posted by Bremennorder View Post

Es entstehen dort nun unter dem Namen Aurora diese zwölf Reihenhäuser, die meiner Meinung nach eine gelungene Verdichtung darstellen:

In der Tat gar nicht schlecht, die Dinger! Ein weiteres Indiz dafür, dass es in Walle aufwärts geht. In einer solchen Lage wären das noch vor 10 Jahren ziemlich freudlose Billighäuser von der Stange gewesen, hellgelb verputzt. Dort entstehen jetzt mehr und mehr Vorboten der Gentrifizierung, u.a. das extrem gut laufende Café "Elise", das junge Eltern sogar aus dem Viertel anlockt, einfach, weil ein Café sich in Walle noch so viel Fläche leisten kann, dass man den ganzen Laden mit Kinderwagen vollstellen kann. In den kleinen, umsatzoptimierten Flächen im Viertel mittlerweile undenkbar.

Insofern, go Walle go! Ich habe den Stadtteil immer gemocht, dort zwar nie gelebt, aber Kinder in der Kita gehabt. Is ne ehrliche Haut.
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Old February 14th, 2019, 05:47 PM   #82
Hardhill
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Münchner Bogen heute.

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Old February 20th, 2019, 08:02 PM   #83
Bremennorder
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Stadthaus Nordlicht

Das von UNIT-er in diesem Post vorgestellte Projekt ist bereits in fortgeschrittenem Rohbauzustand:



---

Ich hoffe außerdem, dass ein paar Meter weiter an der Waller Heerstraße endlich mal dieses Grundstück bebaut wird:



https://www.google.com/maps/@53.1016...7i13312!8i6656

Da, wo bei Google Maps noch in der Mitte dieses etwas fehl am Platz wirkende Einfamilienhaus steht, klafft seit Langem eine Baulücke. Dort steht sogar ein Bauschild, das ist aber mittlerweile schon ziemlich verwittert. Passiert ist auf dem Grundstück seit mindestens zwei Jahren überhaupt nichts.

---

Edit: Entschuldigung, ich muss mich korrigieren! Das Haus in der Mitte des Bilds steht noch. Die angesprochene Baulücke befindet sich dort, wo das Gebäude stand, vor dem der grüne Golf steht. Hier besser zu sehen, es geht sogar noch ein gutes Stück aus dem obigen Bild heraus nach links: https://www.google.de/maps/@53.10162...thumbfov%3D100
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Last edited by Bremennorder; February 21st, 2019 at 06:38 PM.
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Old February 21st, 2019, 08:08 AM   #84
TauriHB
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Puh, auch eine üble Zusammenstellung wenn man sich das Bild so anschaut.
Habe im Stadtbildforum neulich gelesen, dass es Walle wie keinen anderen Stadtteil im Krieg getroffen hat, da standen fast nur noch Ruinen. In den 50er Jahren konnte dann wohl jeder bauen wie er wollte und was gerade zur Verfügung stand, wenn man sich das so ansieht.
Wäre gut, wenn man zumindest heute bei Neubauten schon auf eine einheitliche Höhe etc achtet bzw, diese auch vorgibt, damit dieser Flickenteppich nach und nach verschwindet.
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Old February 21st, 2019, 08:30 AM   #85
Heinzer
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Es gibt in puncto Kriegszerstörungen im Prinzip 2 Walles, wobei das eine eigentlich eher Utbremen ist. Dort ist wirklich kein Stein auf dem anderen geblieben und es stehen im gesamten Bereich zwischen B75 und Grenzstraße vielleicht noch 6 Altbauten...

Nordwestlich der Grenzstraße, Richtung Nordstraße eher Elisabethstraße, also im "richtigen Walle" aber waren die Zerstörungen gar nicht so groß und die Bereiche um den Waller Ring waren eigentlich gar nicht zerstört. Fast alles, was man dort an verhunzten Fassaden und Neubauten sieht, sind das Werk der Nachkriegszeit, z.B. das kleine, bis in die 60er Jahre richtig süße Generalsviertel mit vielen ursprünglichen schönen kleinen Bremer Häusern ist durch Entstuckungen, Verklinkerungen und Aufstockungen ziemlich versaut worden.

Auch Gröpelingen war gar nicht so zerstört, wie es hier und allgemein manchmal anklingt, nicht viel mehr jedenfalls als andere Stadtteile wie die Östliche Vorstadt oder Schwachhausen, wo es natürlich auch immer wieder punktuelle Trefferbereiche gab.

Das, was Du zurecht für die Waller Heerstraße forderst, gibt es zumindest für Gröpelingen schon: Einen Leitfaden mit Wunschtraufhöhen für Füllbauten und eine einheitliche Fassadengestaltung und -farbgebung im integrierten Entwicklungskonzept (IEK) für Gröpelingen. Da geht es genau um diese Dinge, die zu diesem runtergekommenen und ärmlichen Bild der westlichen Heerstraßen führt wie auf Bremennorders StreetView-Bild.

https://www.bauumwelt.bremen.de/sixc...F6pelingen.pdf
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Old March 4th, 2019, 04:41 PM   #86
TauriHB
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Humannviertel Gröpelingen

Passend zu Heinzers Post mit dem integrierten Entwicklungskonzept in Gröpelingen dazu diese Meldung des WK:
https://www.weser-kurier.de/bremen/s...d,1810908.html
Heute war auch noch ein kleiner Artikel in der Printausgabe, leider finde ich den nicht online.
Kurz zusammengefasst:
Das Humannviertel in Gröpelingen war der größte zusammenhängende Siedlungsbau in Bremen während der Weimarer Republik, entstanden zwischen 1926 und 1931.
Die Stadt möchte gerne den Originalcharakter erhalten und wieder stärker in den Ursprungszustand zurücksetzen, so dass es künftig Förderungen bei Baumaßnahmen geben kann, wenn diese zum Erhalt beitragen.
Es hat sich auch schon die obligatorische Bürgerinitiative dagegen gegründet und 130 Unterschriften gesammelt. Das Ganze würde 40 Jahre zu spät kommen, da schon etliche Häuser modernisiert und umgebaut worden seien und so eh kein einheitliches Erscheinungsbild gewährleistet ist, da auch für schon umgebuate Häuser Bestandsschutz gilt. Zudem seien die gleichen Fassaden, Eingänge und Fenster "langweilig, eintönig und trist".
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Old March 6th, 2019, 07:14 PM   #87
Heinzer
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Das ist natürlich typisch für den Bremer.... erst die Häuser verhunzen und dann meckern, ein Traum.

Ich habe noch ein paar Fotos aus Walle mitgebracht, als erstes die Waller Heerstraße mit diesem recht städtischen Ensemble:



Diese beiden Gebäude sind Neubauten in der Reihe, die eindeutig Bezug nehmen auf die höheren Häuser weiter links... hier standen früher auch eher so einstöckige Provisorien und andere Träumchen wie auf den streetview-Fotos weiter oben zu sehen:



Als nächstes mal ein erschütterndes Bild eines Gründerzeitbaus an der Nordstraße, bei dem wohl der Begriff "Schrottimmobilie" passen würde (der Eckerker musste wohl notgedrungen abgerissen werden):



Liegt natürlich schwierig in diesem kleinen Rotlichtviertel da, aber direkt daneben fängt eigentlich ganz nette Reihenhausbebauung an... typische Kontraste des Bremer Westens.

Ein Blick über die "Waller Mitte", bei der jetzt die Vergabe an die Baugemeinschaften erfolgt ist. Der Baubeginn der Torhäuser dürfte noch in diesem Jahr erfolgen:



Der Blick zurück Richtung Bremerhavener Straße zeigt, dass auch der Bremer Westen wirklich ganz nette Ecken hat:



An dieser Baustelle in der Vegesacker Straße (ehemalige Gärtnerei, wurde hier weiter oben auch schon gezeigt) passiert seit einiger Zeit nichts mehr, jetzt ist auch das Bauschild weg, so dass man sich fragt, ob das Projekt gestoppt wurde:



Und zuletzt noch ein Blick über die Vegesacker Straße in ihrem vorderen Bereich, hier ist einer der Punkte, an dem die Gentrifizierung nun sichtbar wird in Form von neuen Cafés und kleinen Läden etc.



Seit ich in Bremen wohne, immerhin schon 15 Jahre, heißt es, Walle sei "im Kommen". Ich glaube, dass dies lange Zeit eher ein Kriechen war, aber die letzten 5 Jahre ist hier doch einiges passiert und es mehren sich die Zeichen einer eindeutigen Renaissance. Wenn der Stadtteil nicht so blöd durch die städtebauliche No-Go-Zone von Utbremen, den ganzen Verkehrsanlagen, Eisenbahnstrecken und Hochstraßen vom Rest der Stadt abgeschnitten wäre, wäre das auch schon viel eher was geworden. Insgesamt denke ich, dass Walle jetzt doch sehr schnell einige typische Aufwertungsschritte hintereinander macht.

Das war's!
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Old March 6th, 2019, 08:16 PM   #88
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Danke für die schönen Bilder und das Füllen des Meldungslochs!

Früher war selbst eine Woche ohne Post normal, mittlerweile fallen sogar schon ein paar wenige postarme Tage auf - auf jeden Fall ein gutes Zeichen!

Aber was sollen wir machen?! Libeskinds Entwurf wird wohl auch in den nächsten Tagen nicht veröffentlicht, Weser-Kurier und Buten un binnen melden auch nichts Interessantes zu passenden Themen fürs Forum und Justus Grosse berichtet nur über seine Azubis auf einem Theaterfestival. Auch Westphal Architekten, Wirth Architekten, gruppeomp etc. melden nichts Neues, nicht mal archisurf.de, dabei schaue ich überall regelmäßig rein.

Was die Waller Zukunft angeht, bin ich auch optimistisch. Ich fahre jeden Tag ein paar Haltestellen mit der Straßenbahn durch Walle und bin ebenfalls oft positiv überrascht, was für neueröffnete Läden ich entdecke, viele Gebäudesanierungen etc.
Am besten ist es aber, wenn meine Straßenbahn Verspätung hat oder ich aus sonst einem Grund meinen Anschlusszug verpassen würde: Dann laufe ich die kurze Strecke durch Walle zu Fuß und finde dabei immer wieder neue schöne Ecken. Meine Lieblingsentdeckungen der letzten Zeit: der Langeooger Platz und die Langeooger Straße, gesäumt von Gebäuden, die so sonst nur in der Ingelheimer Straße in der Neustadt zu finden sind, die Zietenstraße, in der ich mich wie im Viertel fühlte, und die Imsumstraße, ein Kleinod, in dem man zweimal überlegen muss, ob man sich gerade wirklich in einer Halbmillionenstadt befindet. Ich glaube, ich habe dort überall auch Fotos gemacht - ich muss mir mal meine Handy-Galerie vornehmen und ein bisschen tiefer scrollen, da findet sich bestimmt noch was und zur Not suche ich mal ein paar Streetview-Perspektiven raus.
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Old March 6th, 2019, 08:49 PM   #89
Heinzer
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Ja, das ist eine sehr nette Ecke. Insgesamt ist es aus heutiger Sicht mit dieser weitgehenden "Entmischung" der verschiedenen Milieus immer verwunderlich, wie viel wirklich schöne, tlw. fast großbürgerliche Häuser und sogar Villen dann auch in diesen ehemaligen Arbeiterstadtteilen noch stehen, typischerweise dann immer in der Nähe der Parks wie dem Waller Park etc. Auch der Waller Ring ist ja sehr repräsentativ angelegt und hat durchaus einige ordentliche Gebäude aufzuweisen.

Das Viertel, das Du meinst, habe ich auch schon entdeckt vor ca 10 Jahren, sehr schön, die Ecke, habe auch ein paar Fotos:









Da ist wirklich nichts anders als in Teilen Schwachhausens hinterm Schwachhauser Ring oder im südlichen Flüsseviertel in der Neustadt, im extrem beliebten Rennstiegviertel in Peterswerder sind die Häuser und die Grundstücke sogar eher kleiner.

Und auch diese Minihäuschen an schmalen Fahr- oder gar nur Fußwegen wie die Imsumstraße sind ja Teil der Bremer Wohnbaugeschichte, hier mal die Dedesdorfer Straße, auch in Walle:



Am berühmtesten ist hier der Feierabendweg in Gröpelingen, der auch komplett unter Denkmalschutz steht:



Ja, gibt auch dort einiges zu entdecken. Ich denke, dass es auch mit der Entwicklung der Überseestadt und nicht zuletzt der Kunsthochschule zusammen hängt, dass in Walle mehr geht. Früher war der Stadtteil ja noch unglücklicher eingepfercht zwischen Bahntrasse und Heerstraße im Norden und dem völlig abgeriegelten Freihafengebiet im Süden. Man hat nun nach Süden trotz der nervigen Nordstraße ein ganzes Gebiet dazu bekommen und dadurch auch Weserzugang.
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Old March 6th, 2019, 09:40 PM   #90
Bremennorder
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Kaum werden ein paar Straßen erwähnt, kommst du mit umfassendem Bildmaterial um die Ecke, ich bin beeindruckt - am meisten zugegebenermaßen davon, wie schnell du die Fotos rausgesucht und gefunden hast, sie sind scheinbar gut geordnet im Gegensatz zu meinen. Was glaubst du wohl, wie lange ich nach meinen paar Handy-Schnappschüssen suchen musste...

Nun denn, es geht los mit der Vegesacker Straße...



... und den sie säumenden Schulgebäuden, die in ihrer Imposanz hier wie auch an anderen Stellen Bremens die ansonsten meist deutlich niedriger bebauten Quartiere prägen:



Helgolander Straße:



Die auflockernd bunte Bremervörder Straße:



Und schließlich die weiter oben von mir erwähnte Zietenstraße mit einer schön langen und vor allem geschlossenen Zeile Altbestand, da ist ausnahmsweise auf 200m echt kein einziges verhunztes Haus dabei:

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Old March 7th, 2019, 08:35 AM   #91
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Sehr sehr schöne Fotos von euch beiden, vielen Dank dafür!
Jetzt wissen wir auch welches Auto Heinzer fährt, drittes Bild in seinem letzten Post, Kennzeichen HB-HZ (steht klar für HeinZer) 911.
Die Häuser hab ich mir natürlich auch angeguckt, das Elly-Krimmer-Haus ist doch ein gutes Beispiel dafür wie man einen Neubau passend in den Bestand einpflegt. Das Haus links daneben mit den türkis-blau-grünen Balkonen ist hoffentlich kein Neubau sondern eine Sünde der 60er/70er Jahre?
Ansonsten, wie ihr schon geschrieben habt, verblüffend die teilweise Ähnlichkeit mit Straßen im Viertel oder in der Neustadt. Die Ingelheimer Straße in der Neustadt mit den dunklen Backsteinreihenhäusern kenne ich gut, da steht die Langeoogstraße wirklich kaum nach, faszinierend.

Hat zufällig jemand Bilder von dem oben angesprochenen Humann-Viertel in Gröpelingen? Ist dort wirklich schon so viel verändert worden, dass es schon zu spät für das integrierte Entwicklungskonzept ist oder heißt das von den Anwohnern geäußerte "Wir mögen den individuellen Charme" übersetzt nur "Wir verhunzen unsere Häuser wie wir wollen"?
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Old March 7th, 2019, 10:37 AM   #92
Heinzer
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Aus dem Humannviertel habe ich zwei Fotos, einmal eine Straßenansicht aus einer der Straßen, um die allgemeine Situation darzustellen:



Das zweite zeigt hier eine halbwegs gelungene Renovierung auf den Urzustand, wobei ich diese grelle Farbgebung bei Häusern eigentlich generell misslungen finde. Man ahnt aber wieder, wie wichtig die Fenstergliederung bei diesen Häusern aus der Zwischenkriegszeit ist:



So etwas ist da aber leider wirklich die Ausnahme, die meisten sehen eben so aus wie die beiden Nachbarn. Mit Entfernung des dezenten Fassadenschmucks, grau verklinkert wie der Nachbar und mit Baumarktplastikfenstern und den unvermeidlichen außenliegenden Rolladenkästen sind die Dinger wirklich hässlich und nichtssagend. Insofern weiß ich einfach nicht, was man dagegen haben kann, mit Staatskohle sein Haus verschönern zu können. Es wird ja niemand gezwungen, die geschmackvolle braune Aluhaustür und den uringelben Klinker wieder abzuschlagen, aber diejenigen, die was machen wollen, werden eben unterstützt.

@Tauri: Yeah... ein kleines Pörschchen, das wärs. Ne, ich besitze lediglich eine fast 10 Jahre alte Familienkutsche...
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Last edited by Heinzer; March 7th, 2019 at 10:58 AM.
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Old March 7th, 2019, 03:45 PM   #93
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Was aus dem Artikel zum integrierten Entwicklungskonzept nicht ganz hervorgeht, ob das nun eine KANN Regelung ist oder eine MUSS Regelung? Der Widerstand dagegen würde bei einer Kann Regelung ja keinen Sinn machen, das ganze Konzept würde dann keinen Sinn machen. Demnach gehe ich davon aus, dass ab Inkraftreten des Konzepts nur noch bestimmte Veränderungen, für die es eben dann Förderungen gibt, erlaubt sind.
Also kann sich dann Nachbar X nicht mehr für seine gewünschte braune Aluhaustür entscheiden.
Im Artikel werden die Anwohner ja auch folgendermaßen zitiert:
Quote:
„Langweilig. Trist. Eintönig“: Diese Begriffe fallen Rainer Zühlow ein, wenn er von seinem Vorgarten aus die Häuserzeile auf der anderen Seite der Wischhusenstraße betrachtet, die seit 2016 unter Denkmalschutz steht. Fassadenfarbe, Fenster, Türen, Eingänge: Alles gleich. Noch monotoner sei der Bokeler Weg gleich hinter der Wischhusenstraße, finden einige von Zühlows Nachbarn.
Dank Google Street View hab ich die beiden Szenen mal eingefangen:



Ich muss sagen, wenn da jetzt jedes zweite/dritte Haus eine andere Farbe/Fenster/ etc hätte wäre es deutlich unruhiger und nicht mehr so stimmig. Insofern kann ich die Anwohner in dem Punkt nicht nachvollziehen. Ist halt die Frage wie weit die Gestaltungssatzung dann wirklich geht.
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Old March 14th, 2019, 07:35 PM   #94
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Quote:
Originally Posted by TauriHB View Post
Das Humannviertel in Gröpelingen war der größte zusammenhängende Siedlungsbau in Bremen während der Weimarer Republik, entstanden zwischen 1926 und 1931.
Die Stadt möchte gerne den Originalcharakter erhalten und wieder stärker in den Ursprungszustand zurücksetzen, so dass es künftig Förderungen bei Baumaßnahmen geben kann, wenn diese zum Erhalt beitragen.
Es hat sich auch schon die obligatorische Bürgerinitiative dagegen gegründet und 130 Unterschriften gesammelt.
Und abgelehnt:
https://www.weser-kurier.de/bremen/b...d,1814241.html
140 Unterschriften später und mit Unterstützung des Beirats wurde die geplante Erhaltungssatzung jetzt gekippt.
Die Hersteller von braunen Aluhaustüren freuen sich.
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Old March 24th, 2019, 02:51 PM   #95
bremen_cityuebersee
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Ecke Waller Herrstrasse/Waller Ring an der Kreuzung neben dem Hähnchenhaus, wurde an einem schönem orginal Eckaltbau ein Gerüst hochgezogen. Das Haus verfiel innerhalb der letzten Jahre rapide, unter anderem fehlte gute zwei Jahre ein Fenster im Obergeschoss. Bleibt zu hoffen das hier endlich gut saniert und nicht abgerissen wird.
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Old March 25th, 2019, 11:26 AM   #96
Heinzer
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Welches Eckhaus soll das sein? Bin jetzt auch mit Google Streetview "rumgefahren" und finde das Hähnchenhaus nicht. Ist es der Bau mit der Apotheke an der Nordwestecke oder der an der Südwestecke der Kreuzung?

P.S.: Die Kreuzung wird -wie der gesamte Heerstraßenzug durch Walle- in diesem Jahr zur Großbaustelle wegen der kompletten Neugestaltung sowohl der Straße als auch der Gleise. Für die neuen, 2,65m breiten Bahnen müssen jetzt die letzten Bereiche verbreitert werden, denn ab 2020 kommen die neuen Bahnen und die alten werden ausgemustert.
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Old March 25th, 2019, 07:08 PM   #97
bremen_cityuebersee
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Das weiße Eckhaus Waller Herrstrasse 141 laut Google maps bei streetview trägt es noch den "Marlboro" Schriftzug an beiden Seiten. Hoffe das reicht zum finden.
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Old March 25th, 2019, 07:29 PM   #98
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Aah, ja, gefunden . Ja das Haus (und fast die ganze Reihe dahinter) ist echt runtergekommen. Vor Jahren hat sich eine Freundin mal eine Wohnung in einem der Häuser dahinter Richtung Gröpelingen angesehen... das muss auch echt herb gewesen sein, unten so ne Art Stundenhotel und die Wohnung komplett runter.

Dabei ist die Reihe eigentlich gerade wegen des Investitionsstaus sogar noch ganz charmant, vergleichweise wenig Verhunzungen, auch die Wintergärten stehen noch. Trotzdem natürlich ne schwierige Lage mit viel Verkehr.
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Old April 2nd, 2019, 05:06 PM   #99
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Waller Ring / Waller Heerstraße

Ich bin mal wieder an der Kreuzung von Waller Ring und Waller Heerstraße vorbeigekommen und nutze die viel zu lange Wartezeit auf den Libeskind-Entwurf noch mal, um die letzten Beiträge in diesem Thread von bremen_cityuebersee und Heinzer etwas zu illustrieren:

Das ursprünglich angesprochene Eckhaus:
Quote:
Originally Posted by bremen_cityuebersee View Post
Ecke Waller Herrstrasse/Waller Ring an der Kreuzung neben dem Hähnchenhaus, wurde an einem schönem orginal Eckaltbau ein Gerüst hochgezogen. Das Haus verfiel innerhalb der letzten Jahre rapide, unter anderem fehlte gute zwei Jahre ein Fenster im Obergeschoss. Bleibt zu hoffen das hier endlich gut saniert und nicht abgerissen wird.






Im Internet habe ich ein Foto vom Vorzustand gefunden:



Bildquelle: https://scontent-sea1-1.cdninstagram...NzIxMA%3D%3D.2

Die Reihe dahinter:
Quote:
Originally Posted by Heinzer View Post
Ja das Haus (und fast die ganze Reihe dahinter) ist echt runtergekommen. Vor Jahren hat sich eine Freundin mal eine Wohnung in einem der Häuser dahinter Richtung Gröpelingen angesehen... das muss auch echt herb gewesen sein, unten so ne Art Stundenhotel und die Wohnung komplett runter.
Dabei ist die Reihe eigentlich gerade wegen des Investitionsstaus sogar noch ganz charmant, vergleichweise wenig Verhunzungen, auch die Wintergärten stehen noch. Trotzdem natürlich ne schwierige Lage mit viel Verkehr.


Ein bisschen weiter zum Bahnhof Walle wurde erfolgreich eine absolute Müll- und Drogenecke beseitigt, die in der Häuserecke rechts neben dem ehemaligen Kiosk Hvidtfeld & Exner lag (Vorzustand bei Google Maps leider verpixelt). Das Gebäude wird derzeit im Erdgeschoss renoviert. Ein weiteres Hähnchenhaus ist nun nicht unbedingt das, was Walle noch gefehlt hat, aber mich freut alleine, dass man vom Bahnhof kommend nun einen wesentlich gepflegteren Anblick wahrnehmen wird (links im Hintergrund übrigens noch mal das eingerüstete Eckhaus):





Noch mal das von mir vor ein paar Posts gezeigte sanierte Gebäude, in das vor einiger Zeit die Bäckerei Haferkamp mit einer Filiale eingezogen ist, aus anderen Perspektiven:





Außerdem sind die von Heinzer angesprochenen Gleisbauarbeiten in vollem Gange, wie man auf dem letzten Bild sehen kann.

In Walle geht also echt was, an vielen Ecken sind kleine Veränderungen zu bemerken. Hoffentlich wird das zu einem richtigen Trend, das Potenzial des Stadtteils ist auf jeden Fall noch alles andere als ausgeschöpft!
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Last edited by Bremennorder; April 2nd, 2019 at 05:16 PM. Reason: Zwei Links vertauscht gehabt...
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Old April 2nd, 2019, 07:46 PM   #100
Heinzer
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Vielen Dank für den Bilderbogen!

In der Summe muss man aber auch sagen, dass Walle trotzdem noch einen langen Weg vor sich hat, wenn man diese Bilder sieht. Zudem besteht das allgemeine "Bremen-Problem": Die auch schon vor dem Krieg irgendwie inkonsistente Bebauung, der permanente Wechsel von ganz ordentlichen mehrstöckigen Mietshäusern mit diesen tlw. wirklich piefigen und zudem runtergekommenen, tlw. einstöckigen Bremer Häusern an einer Heerstrapße.... in den Seitenstraßen liebe ich die Dinger, nicht missverstehen - aber hier?

Beim aktuell zur Renovierung anstehenden Haus würde sogar ich mir mal eine Aufstockung wünschen. In jeder anderen Stadt vergleichbarer Größe wäre eine solche Kreuzung in dieser für den Stadtteil absolut zentralen Lage (und mit immerhin 3 von 4 erhaltenen Gründerzeiteckgebäuden) an allen vier Ecken von mindestens 3-4 stöckigen Bauten bestanden.... man wundert sich immer wieder über Bremen , sogar Bremerhaven kriegt sowas deutlich urbaner hin:



na, war jetzt fies, aber schon sowas würde doch reichen (Bremerhaven-Lehe, Hafenstraße):



sogar so etwas geht in Ordnung (Waller Heerstraße, weiter stadteinwärts):



Im gesamten westlichen Heerstraßenzug sollten Eigentümer unbedingt animiert werden, mindestens 3-stöckig zu bauen, wie gesagt wirken solche Kreuzungen auf jeden Nichtbremer bisweilen surreal...Problem ist natürlich, dass es bei Abriss und Neubau nicht unbedingt zu Verbesserungen kommt, leider. Insofern sind Aufstockungen aus meiner Sicht ein probates Mittel, wenn sie gut gemacht werden.

Insgesamt aber kein Widerspruch, Walle geht jetzt steil. Neulich habe ich die interessante These gehört, dass dies auch schon vor 15 Jahren möglich gewesen wäre, aber dann die Überseestadt "dazwischen" gekommen ist und der Prozess wieder gebremst wurde. Ich weiß nicht, was da dran ist, da die beiden Stadtteile nicht unbedingt um dieselbe Klientel buhlen, aber ich fand es interessant und auch folgerichtig. Nachdem die Östliche Vorstadt und große Teile der Neustadt und sogar Hastedts mittlerweile fast unbezahlbar geworden sind für junge Familien mit Lust auf städtisches Wohnen, wandert dieser Trend jetzt eben durch Walle, das in der Tat noch sehr viele schöne Straßenzüge aufweist und auch für Studenten nicht unattraktiv ist. In 10 Jahren wird der Stadtteil sich definitiv nochmal aufgewertet präsentieren, v.a. die zentrale Gegend um die Vegesacker Straße läuft jetzt richtig gut, glaube ich.
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Last edited by Heinzer; April 2nd, 2019 at 07:51 PM.
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