Berlin | Hochhaus Steglitzer Kreisel (Sanierung & Umbau) | 118m | In Bau - Page 6 - SkyscraperCity
 

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Berlin » Berlin Talk | Potsdam & Umland


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Old December 27th, 2013, 11:34 PM   #101
Bauer-Ewald
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Das Foto zeigt den Steglitzer Kreisel in richtigem gutem 70er Stil. Hoffen wir mal, dass der Entwurf für den Umbau so halbwegs mit der späteren Realität übereinstimmt.
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Old December 29th, 2013, 03:41 PM   #102
Schaps
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^
Stimmt genau.

Was für das Gesamtbild auch wichtig ist, ist der Fußbereich. Da traut man sich ja kaum vorbeizufahren, so heruntergekommen wirkte der ganze Komplex. Gut also, dass es nicht nur um den Turm geht.
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Old January 3rd, 2014, 12:50 AM   #103
theBluePhoenix
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Mir ist grade aufgefallen, dass ich auf der Projektseite einige Bilder übersehen habe:

Eine weitere Visualisierung, Blick vom Rathaus


Der Lageplan


Und ein Bild vom derzeitigen Zustand des Kreisels


Quelle: http://www.cg-gruppe.de/immobilien/project/detail/527

Quote:
Für den Investor CG-Gruppe hat die KWD das technische Projektmanagement der Revitalisierung des Gebäudekomplexes übernommen.
Die Seite des KW-Development zeigt die gleichen Visualisierungen wie die CG-Gruppe, bloß weniger leuchtend, was die Bilder durchaus etwas realistischer macht (auch wenn ich die cg-group Bilder besser finde).
Hier die Links:
http://www.kw-development.com/images/Kreisel-1.jpg (Dieses leuchtet genauso, zeigt aber mehr von der Aussicht)
http://www.kw-development.com/images/Kreisel-2.jpg (Zum Vergleich: http://www.cg-gruppe.de/immobilien/image/display/611)
http://www.kw-development.com/images/Kreisel-3.jpg (Zum Vergleich: http://www.cg-gruppe.de/immobilien/image/display/614)
http://www.kw-development.com/images/Kreisel-4.jpg (Zum Vergleich: http://www.cg-gruppe.de/immobilien/image/display/613)

Quelle: http://www.kw-development.com/seiten...r_kreisel.html

Hier noch ein Bild mit der Aussicht vom Steglitzer Kreisel, aufgenommen 2007

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlo%C...rlin-Steglitz)
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Old January 3rd, 2014, 01:18 AM   #104
Schaps
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Wäre ja gut wenn der Fußbau seine Kanten etwas glättet. Diese Kastenbauweise entspricht nicht mehr unbedingt heutigem Standard...
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Old April 2nd, 2014, 11:49 PM   #105
SkyBerlin
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2018 kann der Steglitzer Kreisel bezogen werden

Der Steglitzer Kreisel ist ein Wahrzeichen der Schloßstraße. 1968 als Bürokomplex gebaut, hat er seine besten Zeit längst hinter sich gelassen. Das soll sich aber bald ändern, in 118 Metern Höhe soll dem Kreisel neues Leben eingehaucht werden. Wie? Das hat Stadtentwickler Christoph Gröner im rbb-Interview erzählt.


Weiter auf http://www.rbb-online.de/panorama/be...n-werden-.html
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"Nach Berlin zieht man nicht wegen der Karriere, sondern um sich selbst zu verwirklichen."
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Old April 3rd, 2014, 05:17 PM   #106
Stadtlichtpunkte
Stadtlichtpunkte
 
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Von wegen Wahrzeichen, der Steglitzer Kreisel war von Anfang an eine Skandalbau in den hochrangige Politiker beteiligt waren. Die Vetternwirtschaft hatte damals die ganze Stadtbevölkerung erregt.
Der Finanzsenator Heinz Striek musste gehen und der Oberfinanzpräsident der Oberfinanzdirektion Berlin, Klaus Arlt wurde vom Amt suspendiert.
Aufgrund einer Bürgschaft in Höhe von 42 Millionen Mark (in heutiger Kaufkraft 59 Millionen Euro) musste der Senat für die Schulden der Architektin aufkommen.

Großkotzige Pläne von "Star"-Architekten, die sich absichtlich verkalkulieren und dann Konkurs anmelden, um die Rechnungen dann vom Steuerzahler bezahlen zu lassen.
Und für den Abriss oder die aufwendige Sanierung kommt dann nochmals der Steuerzahler auf. Man spricht von mindestens 75 Millionen Euro und der Leerstand seit 2007 kostet auch jährlich mindestens 700.000 Euro.
Für den Größenwahn einer Architektin muss der Steuerzahler teuer bezahlen.

Was passiert eigentlich mit den Hochhäusern in 30 Jahren, die heute gebaut werden? Berlin hat ja viel leerstehende Bürohäuser, aber zu wenig Wohnungen.
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Old April 3rd, 2014, 05:53 PM   #107
noisrevid
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Nunja. Wahrzeichen weil von überall her wahrnehmbar?!
Das kann man dem Gebäude ob der baugeschichtlichen Vegangenheit nicht absprechen.

Was heißt denn viele leerstehende Bürohäuser? Soweit ich weiß steigt die Nachfrage auch nach Büroflächen. Das ist doch das schöne momentan an dem Bauboom. Er resultiert aus dem Wachsen Berlins herraus und nicht aus einer Blasenspekulation. Da brauch man sich auch nicht über die Nutzung der Gebäude in 30 Jahren Gedanken machen. Der Immobillienmarkt wirds richten. Schließlich ist die Nutzung eines Gebäudes nicht auf ewig in Granit gemeißelt, Somal vorallem Hotels in die Hochhäuser ziehen.
Bei dem Steglitzerkreisel gibt es doch vorallem Probleme aufgrund der Asbestbelastung des Gebäudes, die eine Sanierung und Nutzung verkompliziert und verteuert.
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Old April 3rd, 2014, 07:09 PM   #108
Ludi
✪ Mr. Ludolf ✪
 
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Gibt in der Tat schönere Hochhäuser und ein Wahrzeichen sehe ich in dem Bau auch nicht wirklich. Eigentlich passt ein Hochhaus so gar nicht in die Gegend, wie ich finde, aber nun ist er da und das ist auch okay, er gehört auch irgendwie inzwischen dazu. Der Umbau ist daher trotzdem erfreulich!
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Old April 3rd, 2014, 08:56 PM   #109
Schmieder
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^ Zudem der Turm optisch dazugewinnt. Wenn er schonmal da ist, dann kann man ihn wenigstens auch gescheid nutzen. Ob er nun in die Gegend passt oder nicht...
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Old April 4th, 2014, 07:18 PM   #110
trance-x
neutrum
 
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natuerlich ist es ein Wahrzeichen. Es wurde ja wahrgenommen und ist etwas markantes. Die Vorstellung Wahrzeichen seien unumistritten ist eine unsinnige. Tatsaechlich gibt es dem Bereich ueberhaupt etwas metropolischeres.

Quote:
Originally Posted by Ludi View Post
Eigentlich passt ein Hochhaus so gar nicht in die Gegend, wie ich finde,
das ist eben falsch. genau umgekehrt muessten dort endlich mehr und richtige Wolkenkratzer enstehen - die Metropole dezentral weiterentickelt werden.
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Old April 4th, 2014, 07:44 PM   #111
maxxe
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Da frag ich mich wie viele Metropolgegenden noch entstehen sollen...
Der Kreisel soll dort ruhig alleine stehen, denn so bleibt er der markanteste Bau in der Gegend.
Den bau von Wolkenkratzern bzw. Hochhäusern soll man doch bitte in anderen Gegenden fortführen an dem bereits Hochhäuser stehen. Die Dezentralisierung der Metropolisierung ist genau der falsche Weg um ein charakteristisches Stadtbild zu erzeugen.
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Old April 4th, 2014, 07:55 PM   #112
erbse
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Eben. Berlin ist zwar polyzentral und soll diesen Aspekt ruhig auch stärken, dabei aber bitteschön nicht zum europäischen Tokio werden. Diesen Weg geht London bereits mehr schlecht denn recht.

Hochhäuser müssen zunächst mal vor allem in der City West und rund um den Alex konzentriert werden, und nicht weiter quer über das ganze Stadtgebiet verstreut. Sonst entsteht nie eine annähernd vorzeigbare Skyline.
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Old April 5th, 2014, 01:16 PM   #113
Humphrey_C
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Aber hier zu unterstellen ein Hochhaus in Steglitz ginge grundsätzlich auf Kosten eines Hochhauses am Alex/Zoo/sonstwo ist doch schon wieder ein wenig kurz gedacht, findet ihr nicht? Fakt ist, am Alex werden Hochhäuser entstehen und die Gegend wird dadurch vorraussichtlich massiv aufgewertet. In der City West geht es derzeit auch wieder aufwärts, ein Hochhaus ist im Bau, über ein drittes wird nach wie vor spekuliert. In quasi ganz Berlin zeigen wirtschaftliche- und Bevölkerungsentwicklung aufwärts. Natürlich sollten die sagen wir nächsten fünf Hochhäuser lieber konzentriert gebaut werden und dies gibt bestimmt auch hinsichtlich bestimmter Dynamiken einen gewissen Sinn. Aber mit allem (attraktiven) was gebaut wird steigt auch die Attraktivität ganz Berlins ein klein wenig - für mich werden auch Maße Charlottenburg und Friedrichshain in gewissen mattraktiver wenn in Mitte wieder Schloss und Bauakademie stehen, das hat Strahlkraft. Und der nächste Schritt ist dann erhöhter Zufluss von Kapital und eben auch Diversifizierung hinsichtlich der Topspots für Hochbauten - das erledigt der Markt zu einem guten Teil selbst wenn man ihn lässt..
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Old April 5th, 2014, 01:50 PM   #114
erbse
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Klar. Ich empfände ein Gegenstück zum Steglitzer Kreisel als durchaus sinnvoll, um gewissermaßen einen Toreffekt an der Schloßstraße zu erzeugen. Das hätte doch was.

Hier links ist doch offenbar genügend Platz für ein Hochhaus (Kollhoff/Patzschke/Nöfer/Kleihues!), oder ist das Grundstück inzwischen bebaut?


Quelle: Bing Maps


Von der Grünfläche könnte ja trotzdem einiges erhalten bleiben.
Die provinzielle Flachdachkiste vorn links würde sicher niemand vermissen.
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Old April 5th, 2014, 02:16 PM   #115
SkyBerlin
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Quote:
Originally Posted by Humphrey_C View Post
Aber hier zu unterstellen ein Hochhaus in Steglitz ginge grundsätzlich auf Kosten eines Hochhauses am Alex/Zoo/sonstwo ist doch schon wieder ein wenig kurz gedacht, findet ihr nicht?
Diese Argumentation ergibt hier auch gar keinen Sinn, denn es wird ein altes bestehendes Hochhaus nur hübsch saniert und zum Wohnturm umfunktioniert und nicht neu gebaut. Das ist doch wohl tausendmal besser als ein Abriss, zumal der Sanierungsentwurf wirklich was hermacht. Hier gibt es eigentlich wenig bis gar nichts zu meckern, man sollte froh sein dass dieser Weg eingeschlagen und auch ein Investor gefunden wurde.
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Old April 6th, 2014, 05:20 AM   #116
trance-x
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Quote:
Originally Posted by maxxe View Post
Da frag ich mich wie viele Metropolgegenden noch entstehen sollen... Der Kreisel soll dort ruhig alleine stehen, denn so bleibt er der markanteste Bau in der Gegend.
wir leben nicht mehr im 20. Jahrhundert, als noch so ein einfaches Hochhaus irgendetwas besonderes darstellt. Bisher war es ein Markenzeichen, ein bisschen aehnlich wie das Europacenter am Zoo. So funktioniert das heute aber nicht mehr. Das waere schlicht naiv. Es sollten vielmehr dort (auch Richtung Wilmerdorf) 10-50 weitere echte Wolkenkratzer und ganz allgemein metropolischere Strukturen gebaut werden, damit Berlin endlich mal anfaengt sich zu einer Metropole des 21. Jahrhundert weiterzuentwickeln - weiter entwickeln!

Quote:
Den bau von Wolkenkratzern bzw. Hochhäusern soll man doch bitte in anderen Gegenden fortführen an dem bereits Hochhäuser stehen.
da steht bereits ein Hochhaus. Ausserdem ist genau dieses strukturkonservatives Denken (immer nur das nachaeffen, was dort schon steht) schaedlich bis zum getno. Das ist Strukturfuellen, keine echte Stadtentwicklung oder gar Weiterentwicklung. Weiterentwickeln bedeutet, dass genau dort, wo Stadtrand ist (und da rede ich mitnichten von Steglitz, sodern viel weiter draussen), morgen urbane/metropole Innenstadt sein muss. Man muss endlich dort weiterbauen, wo Preussen aufgehoert hat. NICHT aber einfach nur preussische Strukturen fuellen. Grosser Unterschied!


Quote:
Die Dezentralisierung der Metropolisierung ist genau der falsche Weg um ein charakteristisches Stadtbild zu erzeugen.
Berlins Reiz liegt gerade im Polyzentralismus. Aber auch der ist nichts besonderes mehr, denn saemtliche neuen grossen Metropolen bauen sich immer mehr dezentral aus. Du verstehst nicht, dass dein Kirchturmdenken, in der Mitte ein paar Wolkenkratzer, total OUT ist, ewig gestrig. Das macht heute keine Metropole mehr aus, sondern chinesische, amerikanische und teilweise europaeische Mittelstaedte ...

Es gibt ansonsten ohnehin kein charakterisches Stadtbild mehr bei ganz grossen Metropolen. Von solchen Vorstellungen wuerde ich mich so schnell wie moeglich trennen. Die sind eine der Blockaden fuer Berlin. Ich wuerde generell mal komplett den Begriff "Mitte" vergessen und nur noch dezentral denken. Fotos suggerieren hier ohnehin oft falsche Vorstellungen. Daher hier noch einmal einen Landeanflug. Und waehrend du beobachtest wie das in Wirklichkeit total unterschiedliche Stadtbild an die vorbeiscrollt, stell dir einfach vor, dass ueberall unterschiedliche Wolkenkratzerzentren entstehen sollten, nicht einfach nur in eine ohnehin eher nur virtuell gedachte Mitte. Berlin ist kein kleines Dorf und sollte auch nicht so behandelt werden.

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Old April 6th, 2014, 05:33 AM   #117
trance-x
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Quote:
Originally Posted by erbse View Post
Eben. Berlin ist zwar polyzentral und soll diesen Aspekt ruhig auch stärken, dabei aber bitteschön nicht zum europäischen Tokio werden. Diesen Weg geht London bereits mehr schlecht denn recht.
Berlin ist bereits durch sein chaotisches Bauen im Grunde eine Art Tokyo, nur niedriger ... das liegt am grossen urbanen Bereich und den vielen halbhohen Hochhaeusern, die ueberall verstreut rumgehaeuft, teilweise mittendrin liegen. Daher sieht Berlins Skyline auch so scheisse aus, sie wirkt stehngeblieben zwischen vorgestern (Preussen, noch Traufhoehe, rote Ziegeldaecher) und gestern (so lauter 60/70er Jahre Teile). Was total fehlt um das ganze zu aesthetisieren sind massenweise echte Wolkenkratzer und endlich mal aufhoeren stets weitere naive niedrige Hochhaeuser zu bauen. Das sieht einfach schlecht aus. Das sieht erst gut aus, wenn endlich das ganze mit Wolkenkratzern ueberfuettert wird, weil erst dann mehrstufige Schichten entstehen ... und die muessen ueber die gesamte Metropole entstehen. Sie muessen keineswegs 'durchgaengig' sein. Man koennte immer mal Haeufungen machen. Aber quer ueber die Metropole verteilt und auch an den Raendern, also Teile von Spandau, Koepenick, Tegel, Steglitz, Marzahn, die uebrigens eigentlich zu neuen Innenstaedten werden muessten, also der Rand wieder weiter rausgeschoben. Aber genau schon so etwas simples verstehen viele nicht. Man muss weiterbauen wo die Preussen aufgehoert haben. WEITERBAUEN ...

Quote:
Hochhäuser müssen zunächst mal vor allem in der City West und rund um den Alex konzentriert werden, und nicht weiter quer über das ganze Stadtgebiet verstreut. Sonst entsteht nie eine annähernd vorzeigbare Skyline.
Da Berlin leider durch die grottenschlechten Stadtentwickler laengst hinterherhinkt, reicht es nicht mehr nur zwei Cluster in in Wirklichkeit in Relation zur Flaeche eh nur geringen Abstaenden am Alex und City West zu haben, sondern man muss gleich richtig loslegen. Das beste waere eigentlich, die Stadtentwicklung hoert auf weiter rumzupfuschen, es wird alles freigegeben, dass jeder bauen kann wie und wo er will und dann gings los. Das waere tausendfach besser als der ganze Mist, den die Stadtentwicklung da bisher so gemacht hat. Sie kann es ganz einfach nicht.

STADTENTWICKLUNG. Das bedeutet: man verbindet Bernau und Berlin mit einem neuen fetten urbanen Boulevard, in der Mitte eine neue aufgestaenderte U- oder S-Bahn, seitlich neue Kieze, Wolkenkratzer. DAS IST STADT- bzw. METROPOLENENTWICKLUNG. Das Problem ist: neuere Staedte, die in der Phase sind, wie es seinerzeit in Deutschland unter Preussen war, entwickeln sich so. Die aelteren Staedte hier in Germany sind laengst eingesackt, fuellen nur noch vorhandene Strukturen, wachsen aber nicht mehr richtig. Das hat eben mit der Denke zu tun, die man so schnell wie moeglich aus dem Kopf kriegen muss. Und das eilt, denn um Berlin zieht sich immer schneller ein Siedlungs-Korsett zu und dann kann es nicht mehr wachsen. Nur weil nicht vorher mitgedacht wurde. Berlin braeuchte auch einen zweiten aeusseren S-Bahnring (der Bernau, Falkensee, Potsdam usw. verbindet), an dem ebenfalls metropolisch, urban angebaut wird. U-Bahnen verlaengert. DAS waere echte Stadt- und Metropolenentwicklung. Man kann Wachstum auch aktiv und antizipierend betreiben ... man muss nicht defensiv hinterherhaengen bzw. strukturell stehnbleiben. Berlin koennte radikal schneller wachsen - was wiederum den Schuldenberg veringern wuerde bzw. schon lange haette, gaebe es nicht staendig massenweise Restriktionen (auch die Arbeitslosenrate waere laengst niedriger, gaebe es mehr Liberalismus und nicht so rueckwaertsgewandte oekosozialistische/konservative Herangehensweisen, die noch dazu lediglich Millionen in wertlose Oeko-Solar-EnergieProjekte verschwendet haette, die inzwischen eh alle gecrashed sind.
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Last edited by trance-x; April 6th, 2014 at 05:45 AM.
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Old April 6th, 2014, 12:55 PM   #118
erbse
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Old April 6th, 2014, 01:43 PM   #119
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Man kann teilweise ja gar nicht mehr so viel mit dem Kopf schütteln, so viel Unsinn gibt unser Forenpsycho von sich...

Dabei gibt es ja sogar Punkte, in denen man mit ihm d'accord gehen kann. Zum Beispiel wenn es um Reurbanisierung geht, also Verdichtung. Und die ist in Berlin in der Tat an vielen Ecken notwendig/wünschenswert, wo durch Krieg, Teilung und Nachkriegsstättebau eine Vergewaltigung urbanen Flairs vorgenommen wurde und nur schwer ausgebügelt werden kann.

Er sagt, Verdichtung ist Urbanisierung ist gleich besser und ich denke, die meisten hier können diesem grobem Umreißen von Großstadt zustimmen, ich auch.
Er sagt
Quote:
die Metropole dezentral weiterentickelt werden
und ich kann mit dieser Aussage absolut leben.

Aber dann geht es in die Details und da kommt dann der Psycho durch. Der, der denkt, der Mehrheit hier eine Doktrin eintrichtern zu wollen, die nur so von Maßlosigkeit, Intoleranz, Brutalität und mangelnder Sensibilität geprägt ist.

Dabei benutzt er bestimmte Formulierungen wie
- "So funktioniert das heute aber nicht mehr."
- "... weil erst dann mehrstufige Schichten entstehen ... und die muessen ueber die gesamte Metropole entstehen."
- "Da Berlin leider durch die grottenschlechten Stadtentwickler laengst hinterherhinkt, reicht es nicht mehr nur zwei Cluster
- "Du verstehst nicht, dass dein Kirchturmdenken, in der Mitte ein paar Wolkenkratzer, total OUT ist, ewig gestrig."

Und mein Favorit: "DAS IST STADT- bzw. METROPOLENENTWICKLUNG." Versalia in Kombination mit einer Behauptung, die wir verdamt noch mal annehmen sollen. Demagogie vom feinsten.

Und das sind nur Zitate von dieser Seite...

Insbesondere der inflationäre Gebrauch des Wortes "muss" lässt mich die Frage aufwerfen, was ihm das Recht gibt, uns vorschreiben zu wollen, wie die Dinge zu sein haben bzw. wieso seine Meinung als Allgemein-Meinung zu gelten hat? Ich frage mich beim Lesen der zitierten Aussagen dann: Wer sagt bzw. bestimmt das? Wieso muss das so? Gibt's eine zweite Meinung?

Zu dem Landeanflug-Video: ich habe mir einen Anflug auf Spandau vorgestellt (also Anflug TXL aus Westen anfliegend) und da stehen dann etliche, wie von trance gewünscht, Hochhäuser. Es gäbe also keinen Übergang mehr von Vorort zu Innenstadt und das ganze wird ad absurdum geführt, indem er sagt:
Quote:
die uebrigens eigentlich zu neuen Innenstaedten werden muessten, also der Rand wieder weiter rausgeschoben.
Der Begriff Innenstadt wird städtebaulich also absolut bedeutungslos, da es keine mehr gibt, nur noch einen Einheitsbrei aus Urbanität, wo eben bei einem Anflug gar nicht mehr ersichtlich wäre, über welchem Stadium der Stadt man sich eigentlich gerade befindet. Wo es keine Entwicklung hin zur Innenstadt gibt und man sieht, dass man man seinem Ziel Stück für Stück näher kommt. Wenn Spandau aussieht wie der Alex und die städtebaulich nicht mehr existenten Vororte so ins Umland ausgefranst sind wie in London oder Paris.

Dieser Gedanke auf Berlin bezogen löst bei mir und ich denke der Mehrheit hier Grausen aus. Ästhetisch und politisch, denn gerade am Beispiel von Paris kann man erkennen, was für soziale Probleme enstehen, wenn Städte zu unkontrolliert wachsen und soziale Probleme "dank" Gentrifizierung (die unser Psycho nebenbei bemerkt befürwortet) quasi an den Rand gedrängt werden. Von den verkehrlichen Auswirkungen und dem dadurch entstehenden volkswirtschaftlichen Schaden will ich erst gar nicht reden.

Quote:
Aber genau schon so etwas simples verstehen viele nicht.
Und das ist auch verdammt gut so!

Damit schließe ich mein Plädoyer.

Last edited by spandauer; April 6th, 2014 at 01:53 PM.
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Old April 6th, 2014, 01:53 PM   #120
erbse
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Ich möchte allen hier die Lektüre dieses kompakten Leitfadens anraten:

Die 10 Prinzipien des Intelligenten Urbanismus
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