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Old November 7th, 2009, 01:38 PM   #21
Don Calo
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Salina-Raurica beginnt zu bröckeln

Von Stefan Gyr.

Auf dem Areal des geplanten Längi-Parks wird ein Nutzfahrzeug-Center gebaut. Die Landbesitzerin wollte nicht auf den neuen Zonenplan warten. Der Kanton und die Gemeinde wehrten sich erfolglos, weil noch immer das bisherige Recht gilt.


Pläne für die Rheinebene. Mit dem Bau des Truck-Centers der Scania (rot) schrumpft die Fläche des Längi-Parks (grün) um etwa einen Fünftel. Grafik: BaZ/reh

Auf einem 11 000 Quadratmeter grossen Grundstück zwischen der Rhein- und Netzibodenstrasse, unweit der Längi, baut die Scania Schweiz AG ein neues Nutzfahrzeug-Center mit Servicegruben, Prüfbahn und Waschstras-se. 22 Mitarbeiter sollen hier beschäftigt werden. Die Investitionen belaufen sich auf rund sechs Millionen Franken. Beim Kanton und der Gemeinde Pratteln will aber keine grosse Freude über den Neuzuzug aufkommen. Denn der Scania-Neubau wird an der westlichen Ecke des Landstücks errichtet, auf dem für 3,8 Millionen Franken der Längi-Park angelegt werden soll (siehe Grafik). Das sieht der Spezialrichtplan für Salina-Raurica vor, den der Baselbieter Landrat im vergangenen Januar verabschiedet hat. Etwa ein Fünftel der Grünfläche ist mit dem Bau des Truck-Centers verloren gegangen.

Kanton versuchte Areal zu kaufen

Die Behörden haben sich gegen das Scania-Projekt gewehrt, wie der Prattler Gemeindepräsident Beat Stingelin (SP) erklärt. Denn auf der gegenüberliegenden Seite der Rheinstrasse, auf dem Gallezen-Areal im Gemeindegebiet von Augst, ist eine Überbauung mit rund 60 Wohnungen am Rheinufer geplant. Das Nutzfahrzeug-Center sei «sicher nicht das, was man sich raumplanerisch an diesem Ort wünscht», sagt Kantonsplaner Martin Kolb. Das kantonale Amt für Liegenschaftsverkehr hat nach Angaben von Stingelin für die Parzelle zwischen der Rhein- und Netzibodenstrasse einen «fast unanständigen Preis» geboten, um sie für die geplante Nutzung als Freifläche zu retten. Das Amt habe versucht, das Grundstück zu erwerben, bestätigt Leiter Gerhard Läuchli. Zahlen will er nicht nennen. Die Scania Schweiz bot der Landbesitzerin, der Brauerei Feldschlösschen in Rheinfelden, aber einen höheren Preis. Läuchlis Kommentar: «Der Kanton zahlt nicht jede Summe.»

Gegen das Scania-Bauvorhaben besassen der Kanton und die Gemeinde keine rechtliche Handhabe: Der kantonale Spezialrichtplan für Salina-Raurica ist noch nicht in Kraft getreten. Er wird voraussichtlich erst gegen Ende Jahr vom Bund genehmigt. Die Vorgaben des Spezialrichtplans sind dann aber nur für die Behörden verbindlich. Für die Grundeigentümer werden sie erst bindend, wenn die Zonenpläne der Gemeinden Pratteln und Augst daran angepasst worden sind. Die Gemeinden müssten aber zuerst die genauen Pläne des Kantons für die Verkehrsführung kennen, sagt Stingelin. In Pratteln solle der überarbeitete Zonenplan für dieses Gebiet 2011 vorliegen, was allerdings ein «sehr sportliches Ziel» sei. Viele Grundeigentümer seien aber nach sieben Jahren Planungszeit «nervös» geworden.

Mit Volldampf

Um Entwicklungen zu verhindern, die der Richtplanung zuwiderlaufen, verhängte der Kanton zu Beginn über das gesamte Gebiet eine Planungszone. Diese wurde im Sommer 2007 nach fünf Jahren aufgehoben. Seither gilt wieder das bestehende Zonenrecht. «Dem geltenden Recht entsprechende Bauprojekte müssen deshalb bewilligt werden, auch wenn sie im Widerspruch zum Spezialrichtplan stehen», erklärt Kolb. «Wir können nur versuchen, die Landbesitzer davon zu überzeugen, noch zu warten», sagt Stingelin. Kolb erklärt, es werde «mit Volldampf» an der Umsetzung des Spezialrichtplans gearbeitet – mit den Gemeinden, Grundeigentümern und kantonalen Fachstellen. Sichern muss der Kanton vor allem die Parzellen, die für die neue Rheinstrasse und den Tramkorridor benötigt werden.

Wenige Areale baureif

Der Scania-Neubau sei aber «nur auf den ersten Blick ein Unglück», sagt Kolb. Das Projekt widerspreche zwar teilweise dem Spezialrichtplan, doch die genauen Dimensionen der verschiedenen Zonen, Strassen und Freiräume würden erst bei der jetzt laufenden Planung festgelegt. Die Wohnlage im Gebiet Gallezen werde durch die Nachbarschaft mit dem Truck-Center nicht entwertet, da sich die neuen Wohnbauten dem Rhein zuwenden würden. Überhaupt dürfe man sich von diesem Fall «nicht ins Bockshorn jagen lassen». Dass vielen weiteren Landeigentümern der Geduldsfaden reisst und eine unerwünschte Entwicklung die bisherige Planung für Salina-Raurica hinfällig macht, sei nicht zu befürchten. Viele Grundstücke in diesem Gebiet gehörten der öffentlichen Hand. Der Kanton und die Gemeinden würden sich bestimmt gedulden, bis die Zonenpläne überarbeitet worden sind.

Die privaten Grundstücke in Salina-Raurica könnten gegenwärtig wohl zum Grossteil nicht überbaut werden, weil sie nicht ausreichend erschlossen seien. Viele dieser Parzellen würden erst mit den neuen Zonenplänen der Gemeinden Baureife erlangen, erklärt Kolb. Die Zahl der jetzt schon bebaubaren Areale lasse sich nicht beziffern. Für einige wichtige Flächen gebe es teilweise Bau- und Strassenlinienpläne. Wahrscheinlich müsste im einzelnen Fall der Richter entscheiden, ob damit die Voraussetzung einer genügenden Erschliessung erfüllt ist.

Quelle: bazonline 6.11.09
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Old November 7th, 2009, 01:57 PM   #22
Basel_CH
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Da sieht man mal wieder wie die planerischen und nicht endenden Spielchen des Verwaltungsapperates des Kantons und der Gemeinden im Schatten der Wirtschaft stehen. Nein, die Firmen und Unternehmen wollen nicht 15 Jahre warten, bis sie etwas auf einem Areal gebaut haben dürfen, sondern sie wollen dann bauen, wann sie Infrastruktur brauchen.
Die Aktion zeigt doch, dass da die Planer völlig an der Realität herumwerkeln, 100`000 von Franken für eine sinnlose Planung investieren, anstatt das Land den Firmen zur Verfügung zu stellen, dass die was gescheites darauf bauen dürfen.
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Old March 28th, 2010, 11:00 PM   #23
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Von Salina Raurica gibts endlich mal eine halbwegs professionel aussehende Homepage:
http://www.salina-raurica.ch/projekt/
Die frühere Version war ja nicht so der Hit.
Ich hoffe, dass das Projekt jetzt endlich mal an Dynamik gewinnt, dieses Herumkauen ist ja nicht gerade förderlich.

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Old August 24th, 2010, 05:42 PM   #24
Don Calo
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Bis jetzt boomt vor allem der Logistik Sektor im Westen von Salina Raurica, ich hoffe dass sich dies bald ändern wird und auch im Osten etwas in Bewegung kommt.

Neubau Logistikzentrum Stella Brandenberger, Pratteln





Bauherr
Credit Suisse AG

Nutzer
Stella Brandenberger Transporte AG, Basel

Architekt
E. Roggo, Olten

Auftrag
Bauherrenvertretung / Projektcontrolling
Projektverantwortlicher: Urs Schönenberger

Nutzung
Logistikzentrum, Lager 9‘000 m²
Büro: 500 m² Werkstatt: 800 m²

Projektkennzahlen
Planung: 2006 bis 2007 / Bauzeit: 2008 bis 2009
Bausumme: ca. 16 MCHF


Neubau Logistikzentrum Paul Leimgruber AG, Pratteln







Bauherr
Credit Suisse AG

Nutzer
Leimgruber AG, Pratteln

GU / Architekt
Sulzer & Buzzi Baumanagement AG, Olten
Robert & Esslinger, Rickenbach

Auftrag
Bauherrenvertretung / Projektleitung
Projektverantwortliche: Pierre Dietziker / Philip Woolley

Nutzung
Logistikcenter

Projektkennzahlen
Planung: 2008 / Bauzeit: 2008 - 2010
Bausumme: ca. 45 MCHF

Last edited by Don Calo; August 30th, 2010 at 04:17 PM.
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Old August 24th, 2010, 09:30 PM   #25
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Also optisch finde ich die Logistik-Gebäude nicht gerade eine Wucht, wird Zeit dass auf Salina Raurica mal endlich was anständiges ensteht, bis auf ein paar Lastwagen bringen solche Logistik-GEsellschaften auch keine Belebung aufs Areal.
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Old July 28th, 2011, 11:09 AM   #26
trauch
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Grossprojekt in der Rheinebene
Seit zehn Jahren werden in Pratteln Pläne für ein urbanes Quartier Salina Raurica gewälzt. Nun will eine unbekannte Grossfirma 60'000 Quadratmeter überbauen.

Unter strengster Geheimhaltung werden Verhandlungen über ein grosses Neubauprojekt im Gebiet in der Rheinebene in Pratteln geführt. Eine noch unbekannte Firma trägt sich mit dem Gedanken, ein ausgedehntes Areal zwischen der Autobahn und dem Rhein zu erwerben und zu überbauen. Im Moment seien Abklärungen eines Unternehmens im Gange, das eine zusammenhängende Nutzfläche von rund 60'000 Quadratmetern suche, bestätigt Martin Kolb, Leiter des Baselbieter Amts für Raumplanung. Den Namen der Firma kennt auch er nicht: Die Interessenten gaben sich nicht zu erkennen. Bereits im kommenden Jahr könnte das Grossprojekt gestartet werden. «In ein paar Wochen wissen wir mehr», sagt der Kantonsplaner.

Bereits 2007 schmiedete eine bis zuletzt unbekannt gebliebene Grossfirma Baupläne in der Rheinebene, aus denen aber nichts wurde. Die damals geplante Überbauung hätte sich über die Zurlindengrube erstreckt. Dort befindet sich ein bedeutendes Amphibienschutzgebiet, für das erst in diesem Jahr ein Ersatzstandort in der Muttenzer Klingenthalgrube eingerichtet wurde. Der Betrieb, der nun ein Auge auf die Rheinebene geworfen hat, würde nach Angaben von Kolb zwischen dem Autobahnzubringer und der Zurlindengrube Platz finden. Das heute brachliegende Areal gehört einesteils dem Kanton Baselland und andernteils den Schweizerischen Rheinsalinen. Beide Grundeigentümer seien an einem Verkauf interessiert, wie Martin Kolb erklärt.

Als Befreiungsschlag angekündigt
Das Unternehmen müsste auch nicht warten, bis der Zonenplan von Pratteln an den kantonalen Spezialrichtplan für Salina Raurica angepasst worden ist. Der Neubau käme zwar im westlichen Teil des rund 60 Hektaren grossen Planungsgebiets zwischen Pratteln und Augst zu stehen. Das Vorhaben entspricht aber laut Kolb dem bestehenden Recht, das nach wie vor gilt, solange die Zonenplanrevision in Pratteln nicht abgeschlossen ist. Das Areal liegt heute in der Gewerbezone. Der 2009 vom Landrat verabschiedete Spezialrichtplan für Salina Raurica sieht hier ebenfalls ein Gewerbe- und Dienstleistungsgebiet vor.

Die überarbeiteten Zonenpläne von Pratteln und Augst sollen bis Ende 2012 dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt werden. «Das ist das Ziel», sagt Kolb. Dann kann die Umsetzung des Spezialrichtplans in Angriff genommen werden – mehr als elf Jahre nach dem Start der Salina-Raurica-Planung. Am 12. Juni 2001 war es, als die Baselbieter Regierung zum «grossen planerischen Befreiungsschlag» für das Gebiet zwischen der Autobahn und dem Rhein ausholte, wie sich die damalige Baudirektorin Elsbeth Schneider (CVP) ausdrückte. Geplant waren ein Erlebnisraum und ein urbanes Quartier mit Wohnbauten, Industrie- und Dienstleistungsbetrieben und grosszügigen Erholungsgebieten.

Wohnbauten am Rheinufer geplant
Aus diesen hochfliegenden Plänen ist bis heute nichts geworden. Schon 2007 von der Gesamtplanung abgekoppelt wurden die Flächen zwischen dem Autobahnzubringer und Schweizerhalle: Sie sind seither mit mehreren Logistikzentren überbaut worden. Für das Gallezen-Gebiet in Augst werden schon lange Pläne für eine Überbauung mit rund 60 Wohnungen am Rheinufer gewälzt. Das über 72'000 Quadratmeter grosse Areal der Zurlindengrube kann frühestens 2014 überbaut werden, wenn die Kreuzkröten, Frösche und Molche ins Gebiet Klingenthal umgesiedelt worden sind.

Viele Grundstücke in Salina Raurica können gegenwärtig nicht genutzt werden, weil sie nicht ausreichend erschlossen sind. Erst mit den neuen Zonenplänen der Gemeinden Pratteln und Augst werden sie Baureife erlangen. Im Osten gegen das Prattler Längi-Quartier hin sind gemischte Wohn- und Geschäftsgebiete vorgesehen. Weitere Wohnbauten sollen am geplanten Längi-Park und am Rheinufer entstehen. Die Voraussetzung für den Bau von Wohnhäusern am Rheinufer ist die Verlegung der Rheinstrasse vom Fluss weg an die Autobahn. Allerdings ist die Finanzierung des teuren Strassenprojekts noch unklar. Denn der Kanton Baselland kämpft mit Finanznöten. Inzwischen überlegen sich einige Grundeigentümer, als provisorische Lösung Lärmschutzwälle entlang der Rheinstrasse zu bauen, damit sie früher Wohnbauten erstellen können.

Tramstrecke neu aufgegleist
Offen ist auch, wie viel vom geplanten Längi-Park übrig bleibt. Etwa ein Fünftel der Grünfläche ist bereits 2009 mit dem Bau eines Nutzfahrzeugcenters verloren gegangen. Jetzt scheint über eine weitere Verkleinerung nachgedacht zu werden. Es sei an der Gemeinde Pratteln, die angemessene Grösse des Parks festzulegen, sagt Kolb. Immerhin befinde sich in unmittelbarer Nähe das Löli-Areal, das als Vorranggebiet für den Naturschutz vorgesehen sei. Allerdings fiel in Salina Raurica bereits der sogenannte Randpark der neuen Linienführung der Rheinstrasse zum Opfer, was im Landrat Kritik bei der SP und den Grünen hervorrief.

Neu aufgegleist wurde die Tramerschliessung von Salina Raurica. Das 14er-Tram soll dereinst durch das Einkaufsgebiet Grüssen fahren, bevor es nach Salina Raurica bis zum neuen Endpunkt an der heutigen Kreuzung von Rheinstrasse und Frenkendörferstrasse weiterrollt. Die Pläne der Regierung haben laut dem Kantonsplaner im Mitwirkungsverfahren breite Zustimmung gefunden. Bis Mai 2012 soll der Landrat nicht nur über die erforderliche Änderung des Spezialrichtplans, sondern auch über ein Vorprojekt befinden, damit die Tramverlängerung für das zweite Agglomerationsprogramm des Bunds angemeldet werden kann. Mit der neuen Tramlinienführung wurde aber die Idee einer Verkehrsdrehscheibe bei der S-Bahn-Haltestelle Salina Raurica still begraben.

Quelle: http://bazonline.ch/basel/gemeinden/...story/13607587
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Da sieht man einmal mehr: Der Kanton Baselland kriegt es einfach nicht hin! Ein Schande, was dieser Kanton mit seinen eigensinnigen Politikern alles verbockt! Ein richtiger Saftladen... Immerhin gibt es noch Unternehemn, die aufgrund der grossen Landreserven kommen, aber wer will schon in der Nähe von Auto- und Eisenbahn und grossen Logistikunternehmen wohnen...?
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Old July 28th, 2011, 06:03 PM   #27
Don Calo
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Ja es geht leider nicht wirklich vorwärts mit Salina Raurica aber da waren auch einige involvierte zu optimistisch. So ein grosses Projekt braucht einfach sein Zeit. Vor allem in der Schweiz wo so viele Leute involviert sind. Als Vorbild kann der Glattpark in Zürich dienen, auch dort hat es sehr lange gedauert bis dieser umgesetzt werden konnte. Ich habe immer noch hoffnung, dass man eine sinnvolle Planung zustande bringt, aber man darf hier nun einfach nicht den Masterplan immer wie mehr beschneiden. Vor allem muss auch eine Sinnvolle ÖV erschliessung erstellt werden, dann wird sich dieses Gebiet fast von alleine Entwickeln. Wenn gegen die Autobahn Büro und Gewerbebauten das Wohquartier abtrennen, so kann bei der S-Bahn Haltestelle und gegen den Rhein auch sehr attraktiver Wohnraum entstehen. Es wäre wünschenswert wenn dort eine schönes neues städtisches Quartier entstehen würde, welches gut an den ÖV angeschlossen ist, eben so ähnlich wie der Glattpark, wenn möglich einfach mit architektonisch interessanteren Gebäude. Der Masterplan sollte nun einfach irgendwie durchgesetzt werden sonst droht hier eine ungeordnete Entwicklung was keinen Mehrwert generiert. Dies sollte dringenst vermieden werden, dazu hat dieses Areal ein zu grosses Potenzial.


An der Ausfahrt. Der Neubau könnte auf dem brachliegenden Areal zwischen der Autobahn (im Vordergrund) und der Rheinstrasse entstehen.
Bild: Elena Monti

Last edited by Don Calo; July 28th, 2011 at 06:32 PM.
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Old July 28th, 2011, 06:18 PM   #28
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Originally Posted by trauch View Post
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Da sieht man einmal mehr: Der Kanton Baselland kriegt es einfach nicht hin! Ein Schande, was dieser Kanton mit seinen eigensinnigen Politikern alles verbockt! Ein richtiger Saftladen... Immerhin gibt es noch Unternehemn, die aufgrund der grossen Landreserven kommen, aber wer will schon in der Nähe von Auto- und Eisenbahn und grossen Logistikunternehmen wohnen...?
Sehe ich ähnlich, da will die Privatwirtschaft investieren in der Region Basel und BL, Pratteln und Augst streiten sich seit jahrem herum, wie sie wo die Verbindungsstrasse bauen wollen. Echt sowas von ner Unplanerei habe ich selten gesehen, würde mich nicht wundern, wenn ab soner Bürokratie-Lahmarschigkeit Investoren nicht abgeschreckt werden in soner Gesellschaft was zu bauen.
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Old July 28th, 2011, 07:37 PM   #29
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Originally Posted by Don Calo View Post

Ja es geht leider nicht wirklich vorwärts mit Salina Raurica aber da waren auch einige involvierte zu optimistisch. So ein grosses Projekt braucht einfach sein Zeit. Vor allem in der Schweiz wo so viele Leute involviert sind.
Hmmm, wieso schaffen es denn Kaiseraugst und Rheinfelden (AG) innert ein paar wenigen Jahren grössere Gebiete zu überbauen und Wohnraum zu schaffen?
--> http://maps.google.ch/maps?q=kaisera...60754&t=h&z=16
--> http://maps.google.ch/maps?q=rheinfe...32594&t=h&z=17
Liegt wohl daran, dass die Strasse in Pratteln/Augst nicht Weidenstrasse oder Weidenweg heisst... ;-)
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Old July 28th, 2011, 08:22 PM   #30
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Originally Posted by Don Calo View Post

Ja es geht leider nicht wirklich vorwärts mit Salina Raurica aber da waren auch einige involvierte zu optimistisch. So ein grosses Projekt braucht einfach sein Zeit.
Ich dachte es gab schon vor ca. 5 Jahren Investoren, die das gute Land gerne bebaut hätten. Nur solange sich die Gemeinden und der Kanton nicht um ein Konzept einigen können, und da scheint das Defizit zu liegen, kann auch keine Salina Raurica gebaut werden. Schade drum, denn besseres Bauland in der Region gibt es wohl kaum, so gut angebunden an Autobahn, gelegen zwischen Stadt und Agglo, Pratteln boomt ja auch so, weshalb man es nicht schaft eine grössere Grünfläche in Zeit planmässig zu bebauen (etwas ähnliches wie Amsterdam Zuid bspw. oder ein Mini La Defense, Donau City in Wien) dann ist das einfach trostlos.
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Old August 2nd, 2011, 06:43 PM   #31
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Hmmm, wieso schaffen es denn Kaiseraugst und Rheinfelden (AG) innert ein paar wenigen Jahren grössere Gebiete zu überbauen und Wohnraum zu schaffen?
Ich möcht die Planer aus dem Baselbiet nicht in schutz nehmen, da wurden sicherlich viele Fehler begangen. Aber Salina Raurica ist jedoch nicht ganz mit den Enwticklungsgebieten in Rheinfelden oder Augst vergleichbar. Zum einen handelt es sich hierbei um ein erheblich grösseres Areal zum anderen sind hier leider wieder einmal zwei Kantone und zwei Gemeinde involviert schon nur das macht die Planung erheblich komplizierter. Zudem soll eine Strasse verschoben werden und eine Tramlinie gebaut werden, also hier haben wir es mit einer doch relativ komplexen Situation zu tun. Der Glattpark wurde seit den sechziger Jahren geplant und durch diverse Einsprache immer wieder verzögert.

Last edited by Don Calo; August 2nd, 2011 at 06:51 PM.
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Old August 25th, 2011, 05:41 PM   #32
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Verlegung Rheinstrasse Pratteln: Startschuss für Projektierung

Die konkrete Planung für das Entwicklungsgbiet Salina Raurica mit rund 60 Hektaren Baulandreserven in der Rheinebene von Pratteln und Augst ist auf breiter Front angelaufen. Der Startschuss für die Projektierung des neuen, rund 2,5 Kilometer langen Kantonsstrassenabschnitts ist soeben erfolgt.

Die Bau- und Umweltschutzdirektion hat die Projektierungsarbeiten im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung an die Ingenieurgemeinschaft Jauslin+Stebler/Geo vergeben. Diese erarbeitet nun in den kommenden Monaten ein Vorprojekt.

Die geplante Verlegung der bestehenden Rheinstrasse vom Rheinbord nach Süden entlang der Autobahn A2 ist eines der zentralen Schlüsselprojekte für die erfolgreiche Gebietsentwicklung. Dadurch werden grossflächige, wirtschaftlich interessante Standorte mit guten kommunalen Anschlüssen geschaffen. Mit dem anschliessend geplanten Rückbau der bestehenden Rheinstrasse und der Aufwertung als Langsamverkehrsachse für Velofahrer und Fussgänger entsteht zugleich ein attraktives Naherholungsgebiet.

Der anspruchsvolle und umfangreiche Planungsprozess und die verschiedenen Verfahrensschritte bis zur öffentlichen Planauflage werden mehrere Jahre benötigen. Der Einbezug der zahlreichen betroffenen öffentlichen und privaten Akteure erfordert grosse Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Der Baubeginn der verlegten Rheinstrasse kann aus heutiger Sicht und bei gutem Verlauf im Jahre 2016 erfolgen.

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation

Quelle: www.baselland.ch
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Old August 25th, 2011, 05:44 PM   #33
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Tramverlängerung Pratteln-Augst: Anpassung des kantonalen Richtplans beantragt

Zwecks Optimierung der Linienführung bei der Tramverlängerung Pratteln-Augst beantragt der Regierungsrat dem Landrat eine Anpassung des kantonalen Richtplans. Die Anpassung des Kantonalen Richtplans tritt mit rechtskräftigem Beschluss des Landrates in Kraft, bedarf aber der nachträglichen Genehmigung durch den Bundesrat. Der Regierungsrat hat die Vorlage heute zu Handen des Landrats verabschiedet.

Nach der Zustimmung zum Spezialrichtplan "Salina-Raurica" durch den Landrat ist eine Studie zur Machbarkeit der Tramverlängerung Pratteln-Längi erstellt worden. Diese kommt zum Ergebnis, dass die im Spezialrichtplan und im Richtplan festgelegte Tramtrassee nicht optimal ist, und es alternative Linienführungen gibt, die eine höhere Attraktivität und somit ein höheres Nutzerpotenzial aufweisen.

Für die neue Linienführung der Tramverlängerung ist eine Anpassung des kantonalen Richtplans mittels Landratsbeschluss erforderlich.

Im Rahmen der öffentlichen Vernehmlassung wurde der Anpassung des kantonalen Richtplans von allen Mitwirkenden zugestimmt.

Die Bau- und Umweltschutzdirektion unterbreitet die vom Amt für Raumplanung ausgearbeitete Landratsvorlage zur Genehmigung und Weiterleitung.

Quelle: www.baselland.ch
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Es geht nun doch etwas vorwärts mit Salina Raurica es braucht wie immer sehr viel geduld.
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Old November 17th, 2011, 08:13 PM   #34
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Grünes Licht für die Verlängerung 14er-Linie

Für die Verlängerung der Tramlinie 14 im Planungsgebiet «Salina Raurica» hat der Landrat eine neue Linienführung genehmigt. 23,23 Millionen Franken gibts zudem für die Erneuerung der bestehenden Linie.


Beide Vorlagen segnete der Landrat einstimmig ab. Für die Verlängerung des 14ers genehmigte er eine Anpassung des Richtplans: Statt wie bisher vorgesehen zur S-Bahn-Station «Salina Raurica» soll die Linie durch das Einkaufsgebiet Grüssen in Pratteln zur Kreuzung Rhein- und Frenkendörferstrasse geführt werden. Die Änderung stützt sich auf eine Machbarkeitsstudie.

Mit dem 23-Millionen-Kredit zur «Instandsetzung und Ertüchtigung» des 14ers auf Baselbieter Boden sollen die Anlagen zwischen der Kantonsgrenze zu Basel-Stadt und der Wendeschlaufe in Pratteln erneuert werden. Diese sind nach 40 Jahren Gebrauch abgenützt. Nachdem von 2003 bis 2006 eine erste von drei Etappen umgesetzt worden ist, soll in den nächsten fünf Jahren nun die zweite Etappe folgen.

Die Vorlage sieht den Ersatz von Gleisen, Fahrleitung und Gleichrichtern vor. Teils werden die Geleise neu trassiert, und die Leitungsmasten werden von der Mitte an den Rand gesetzt. Umgebaut werden sollen zudem zwei Haltestellen.

Quelle: www.bazonline.ch
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Old January 6th, 2012, 02:00 PM   #35
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Jetzt soll der Kanton die Branchen definieren

Der künftiger Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Buser fordert mehr Planung bei der Firmenansiedlung im Gebiet Salina Raurica. Die Regierung solle «mindestens drei strategische Entwicklungsgebiete für Wertschöpfung» definieren.
von Daniel Haller


«Seit zehn Jahren kommt die Entwicklung von Salina Raurica nicht richtig vom Fleck», moniert die Wirtschaftskammer Baselland aus bürgerlicher Sicht. «Ich verstehe nicht, wie ein Projekt wie Salina Raurica ‹verlauert› werden konnte», kritisiert auch die Augster SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer.

«Diese Aussagen sind falsch», weist Kantonsplaner Martin Kolb die Kritik zurück. Der Landrat habe den Spezialrichtplan Salina Raurica im Januar 2009 verabschiedet, die bundesrätliche Genehmigung erfolgte im September 2010. «Rechtsverbindlich ist der Richtplan also erst seit 19 Monaten.»

Der Vorlage sei aber eine lange Planungsphase vorausgegangen: «Grosse planerische Würfe prallen immer auf kleinräumige Realitäten: So wurde der Stellenwert der Autonomie der beteiligten Gemeinden Pratteln und Augst unterschätzt.» Die beiden Gemeinden haben etwa das ursprüngliche Verkehrskonzept abgelehnt, was dazu führte, dass der Landrat 2007 die erste Fassung der Salina-Raurica-Planung zurückwies.

Nicht noch mehr Einkaufszentren

Die Politik war also an der Länge der Planung selbst beteiligt. Doch nun fordert der FDP-Landrat und designierte Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser, der Kanton solle das Heft stärker in die Hand nehmen: «Ohne Konzept und entschlossene ‹Leadership› des Kantons läuft das Baselbiet Gefahr, die letzten attraktiven Landreserven in einem relativ planlosen, von den Gemeinden gesteuerten Zersiedelungsprozess zu verlieren», kommentiert er seine Forderung, die Regierung solle «mindestens drei strategische Entwicklungsgebiete für Wertschöpfung» definieren.

«Gebiete wie Salina Raurica sollen nicht weiter mit Einkaufszentren und Logistikbetrieben zugebaut werden», präzisiert er. Er kritisiere nicht den Raumplanungs-Prozess, sondern fordere, dass darüber hinaus der Kanton definiere, welche Branchen mit hoher Wertschöpfung er auf den letzten «Filetstücken» ansiedeln will.

Investoren stehen vor der Tür

Hintergrund ist die desolate Finanzsituation des Kantons: «Im Baselbiet stammen nur 9 Prozent der Steuern von Unternehmen, in Basel-Stadt sind es 30, im Schweizer Schnitt 20 Prozent.»

Deswegen müsse der Kanton vermehrt Life-Sciences-Firmen ansiedeln und unter anderem dafür sorgen, dass diese erschlossene, «investitionsbereite» Flächen vorfinden. «Mutet man Firmen einen langen Bewilligungs- und Erschliessungsprozess zu, ziehen sie einen anderen Standort vor.»

«Buser galoppiert durch offene Türen», meint Kolb dazu. «Die Bemühungen um die Ansiedlung neuer Betriebe sind in Gang. Gegenwärtig laufen Gespräche mit zwei bedeutenden Investoren, die grosse Flächen zwischen Salinenstrasse und Hardwasser belegen würden.»

Dazu gehöre eine vorläufig anonyme Firma, die bereits im letzten Sommer einen Bedarf von 60000Quadratmeter angemeldet hat. Deren Ansiedlung sei allerdings erst dann möglich, wenn das Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung aus der Zurlindengrube definitiv ins Ersatz-Biotop im Klingental in Muttenz umgesiedelt ist.

«Das Terrain ist bereitet, Amphibienkorridore und Schutzzäune gebaut, Laich und erwachsene Exemplare der Kreuzkröte, die hier heimisch werden soll, sind gezügelt worden. Nun ist es am Bundesamt für Umwelt, den Zeitpunkt für die Auffüllung der Zurlindengruben festzulegen», erklärt Kolb.

Erst wenn diese Bewilligung vorliege und die Zonenpläne an den Gemeindeversammlungen Augst und Pratteln beschlossen seien, könne man konkret mit Investoren verhandeln.

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
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Old January 6th, 2012, 08:19 PM   #36
Basel_CH
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Die sollen dort mal vorwärtsmachen. Noch mehr Regulationen bringen auch nichts. Man sollte ein Teil des Landes zur Bebauung freigeben und die Investoren entscheiden lassen, was sie dort bauen wollen. Wohnungen, Gewerbe, Industrie oder noch ein Einkaufszentrum ist mir eigentlich ziemlich schnuppe.

Aber Investoren müssen sich doch durch sone lahmarschige Planung abgeschreckt fühlen. Architektonisch soll es interessant werden und wie gesagt, ich möchte dort endlich mal Baukräne sehen.
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Old July 12th, 2012, 09:10 AM   #37
hausmeister
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Quelle: BaZ

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Und Salina-Raurica bewegt sich doch


Seit rund zehn Jahren wartet man im Kanton auf Salina-Raurica, einen künftigen Entwicklungsschwerpunkt im Baselbiet. Nun steht offenbar ein Entscheid zur Firmenansiedlung unmittelbar bevor.

Die Ungeduld wächst. «Seit Jahren kommt die Entwicklung von * Salina-Raurica nicht recht vom Fleck», kritisiert die Baselbieter Wirtschaftskammer. Auch Politiker sind unzu*frieden: Es sei nicht zu verstehen, wie ein solches Projekt «verlauert» werden konnte. Seit rund zehn Jahren wartet man im Kanton auf den künftigen Entwicklungsschwerpunkt zwischen Pratteln und Augst.

Anders im Fricktal, wo das Potenzial des Sisslerfelds als Industriezone erst 2007 entdeckt wurde. Mittlerweile ist es im Aargau als kantonaler Entwicklungsschwerpunkt etabliert und lockt zahlreiche Firmen an. Salina-Raurica dagegen steckt weiter in der Pipeline, was regelmässig zu Kritik führt – gerade während der anhaltenden Spardebatte. Denn von Firmenansiedlungen auf dem 50 Hektaren grossen Gelände erhofft sich Baselland dereinst viele Arbeits*plätze und hohe Steuereinnahmen. «Lange zu wenig getan»

Doch bis dahin fliesst noch viel Wasser den Rhein hinab. Und darüber sind viele enttäuscht. Auch Direktbeteiligte: «Das ganze Projekt hätte man schneller vorantreiben müssen», sagt der Augster Gemeindepräsident Andreas Blank. «Lange Zeit hat der Kanton zu wenig *getan.» Wenn es zehn Jahre dauere bis zum heutigen Projektstand, dann sehe auch ein Laie, dass es schneller hätte vorangehen müssen. «Ich habe mich manchmal gefragt, ob der Kanton wirklich mit aller Konsequenz hinter dem Projekt steht», sagt Blank. Tatsächlich scheint der Fortschritt auch verwal*tungs*intern vielen zu wenig rasch zu gehen. So soll das langsame Fortschreiten vor Kurzem auch an einer Regierungssitzung ein Thema gewesen sein.

«Wir arbeiten seit zehn Jahren an dem Projekt und man sieht von aussen noch immer keine konkreten Ergebnisse. Insofern kann ich die Kritik nachvollziehen», sagt Martin Kolb. «Es wäre wichtig, nun endlich einen Pflock einschlagen zu können.» Natürlich sei all die Jahre hinter den Kulissen aber stetig an dem Projekt gearbeitet worden, versichert der Baselbieter Kantonsplaner. Salina-Raurica sei allerdings ein Muster*beispiel dafür, welche Schwierigkeiten auftreten könnten, wenn ein Areal entwickelt und baureif gemacht werde. Verschiedenste Interessen hätten in dem langwierigen planerischen und politischen Prozess berücksichtigt werden müssen. Kolb: «Das hat Zeit gebraucht.»

Mittlerweile ist der Kanton daran, die Verlegung der Rheinstrasse zwischen der Salinenstrasse und Augst *sowie die Verlängerung der Tramlinie zum Bahnhof Pratteln und nach Augst zu konkretisieren. Daneben passen die *beiden Gemeinden ihre Zonenpläne auf die Vorgaben von Salina-Raurica an. Die Pläne dürften 2013 Rechtskraft erlangen. Gleichzeitig muss der Bund grünes Licht zur Wiederauffüllung der Zurlindengrube erteilen. Das Amphibienlaich*gebiet von nationaler Bedeutung ist definitiv ins Ersatzbiotop im Klingental in Muttenz umgesiedelt worden. «Wir hoffen, dass wir die Grube bis in zwei Jahren auffüllen können», sagt Kolb. Dann stehe das Entwicklungs*gebiet für Investoren endgültig bereit. Kolb: «Es sind mittlerweile alle Weichen gestellt, sodass wir bald abdrücken können.»

Gemeinden warten auf Kanton

Darauf hoffen auch die Gemeindebehörden. Augst plane eine Wohnsiedlung mit 400 Einheiten, sagt Gemeindepräsident Blank. Diese könne nicht gebaut werden, bevor die Rheinstrasse voraussichtlich 2018 verlegt worden ist. Ähnlich sieht das Beat Stingelin: «Uns ist eine gute Lösung wichtiger als eine schnelle», sagt der Prattler Gemeindepräsident. Nun aber sei man so weit, um mit der Umsetzung der neuen Strassenführung zu beginnen. «Die planerischen Grundvoraussetzungen sind nun geschaffen. Jetzt muss es endlich vorwärtsgehen», ergänzt Blank. «Es wäre eine Lachnummer, wenn der Kanton das Entwicklungsgebiet nun nicht rasch umsetzen würde.» Andere Regionen seien alle schon einen Schritt weiter. * Salina-Raurica sei mittlerweile das *letzte Projekt, das realisiert werde.

Das ist offenbar auch der Baselbieter Regierung aufgefallen. An einer gemeinsamen Sitzung sei die Baudirektion aufgefordert worden, eine Arbeitsgruppe zu bilden, um das Entwicklungs*gebiet nun rasch voranzu*treiben. «Das* stimmt so nicht», widerspricht Kantonsplaner Kolb. Vielmehr gehe es darum, die Förderung von Entwicklungsgebieten im Kanton koordiniert anzupacken. Die Arbeitsgruppe soll sämtliche potenziellen Areale erfassen, samt aller wichtiger Parameter wie Verfügbarkeit, Preise oder Erschliessung. Dazu gehören Salina-Raurica, das ehemalige ABB-Areal, Aesch Nord oder das Bachgrabengebiet in Allschwil. «Bis jetzt sind diese zu wenig systematisch erfasst und gefördert worden», sagt Kolb.

Spatenstich voraussichtlich 2013

Bei Salina-Raurica allerdings macht sich Kolb keine Sorgen um Investoren. «Wir könnten mit dem Finger schnippen und das Land wäre weg», sagt auch Prattelns Gemeindepräsident Stingelin. «Wir wollen aber wertschöpfende Firmen, keine Logistik- oder Einkaufszentren.» Der Kanton sei mit verschiedenen Investoren im Gespräch, bestätigt Kolb. Ein Schweizer Unternehmen sei besonders weit und erstelle nun eine Machbarkeitsstudie für das Gebiet zwischen Salinenstrasse und Zurlindengrube. «Sie dürften im August entscheiden, ob sie dort bauen wollen oder nicht», schätzt Kolb.

Der Kantonsplaner geht davon aus, dass im Frühling 2013 der erste Spatenstich zur ersten Firmenansiedlung er*folgen wird. «Das hängt aber vom Entscheid des besagten Unternehmens ab.» Nicht ganz so optimistisch zeigt sich Stingelin: Er denkt, dass sich die ersten Firmen bis in zwei bis drei Jahren in Salina-Raurica ansiedeln werden. «Aber es geht sicher nicht nochmals zehn Jahre.»
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Old July 12th, 2012, 01:21 PM   #38
Don Calo
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Gute news, bin gespannt ob wir im August mehr erfahren werden. Die Nachfrage ist anscheinend kein Problem, das habe ich mir schon gedacht. Ich finde es auch nicht schlecht, dass man hier nicht einfach drauf los baut, schliesslich möchte man Firmen mit einer hohe Wertschöpfung ansiedeln, welches Pratteln aufwertet und der besonderen Lage rechnung trägt. Shopping Center hat es auch schon genug in Pratteln zudem generieren diese auch viel Verkehr. Ich hoffe es wird auch genügend Wert auf die Gestaltung der Umgebung gelegt inklusive Grunflächen. Der Glattpark in Zürich kann als Vorbild dienen, wobei auch dieses noch viel Verbesserungspotential aufweisst, insbesondere die Wohnüberbauungen. Aber immerhin konnten dort neue Firmen angesiedelt werden, wie z.B. Kraft.
Es zeigt sich jedoch, dass in der Schweiz Infrastruktur Projekte zu viel Zeit in Anspruch nehmen, das Gebiet kann ja nur entwickelt werden, wenn die neue Strasse gebaut und der ÖV-Anschluss verbessert wird. Von der Planung bis zur Realisierung haben sich dann die Umständige schon wieder stark verändert, so dass die Planung schon wieder veraltet ist, aber diese Problem hat nicht nur Baselland.

Last edited by Don Calo; July 12th, 2012 at 06:35 PM.
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Old July 12th, 2012, 01:52 PM   #39
hausmeister
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Es zeigt sich jedoch, dass in der Schweiz Infrastruktur Projekte zu viel Zeit nehmen...
Ich habe das Gefühl, man will immer den perfekten Kompromiss finden. Das dauert Jahre und das Problem dabei: Wenn man sich beim letzen Punkt einig ist, haben sich die ersten Punkte bereits wieder (anders) weiterentwickelt...
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Old July 12th, 2012, 07:53 PM   #40
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Originally Posted by hausmeister View Post
Ich habe das Gefühl, man will immer den perfekten Kompromiss finden. Das dauert Jahre und das Problem dabei: Wenn man sich beim letzen Punkt einig ist, haben sich die ersten Punkte bereits wieder (anders) weiterentwickelt...
Ja finde ich auch, das sollte man pragmatischer angehen. Ich mein ich verstehe, wenn Teilgebiete für Infrastruktur (bspw. Strassenführung) noch nicht verbaut werden können, aber zumindest gewisse Parzellen sollte man schon zum Bau freigeben.

Und wegen Ansiedlung von Firmen. Also prinzipiell verstehe ich es nicht. Auch ein Einkaufszentrum kann doch wertschöpfend sein, schliesslich zahlt man Steuern und mit einem guten Angebot können doch auch auswärtige und weitere Gäste hinzugewonnen werden.

Bin mal gespannt ob ein Start im 2013 klappt, wünschen würd man sichs und vielleicht wirkt es ja auch als Katalysator für den Rest von Salina Raurica und das Umfeld.
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