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Old July 20th, 2008, 06:50 PM   #41
hausmeister
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Originally Posted by sämelihülz View Post
Lieber unsere Stadt so behalten wie sie ist (also in dieser Grösse), aber trotzdem versuchen sie urbaner zu gestalten damit man die Lebensqualität behalten oder gar anheben kann!
würd ich so unterschreiben.

Last edited by hausmeister; July 20th, 2008 at 09:43 PM.
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Old July 20th, 2008, 07:58 PM   #42
Don Calo
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Solche Zahlenspielerein sind aber auch "seich". Glaube das bist du dir auch bewusst
Mit dem kleinen Zahlenspiel wollte ich zeigen, dass unserer "Grossstädte" sehr dicht besiedelt sind. Was für mich eine wichtige Voraussetzung für Urbanität darstellt, und da können unsere "Grossstädte mit vielen Metropolen mithalten! Klar ist dabei auch, dass man z.B. Basel oder auch Zürich sicherlich nicht mit grossen Metropolen wie New York oder Paris vergleichen kann, dann wiederum leben wir in kleinen Provinzstädtchen, aber eben die meisten Menschen in diesen Metropolen leben wie Küsel gesagt hat nicht im Zentrum sondern in irgendeinem Quartier oder Vorort und dort sieht es wieder ganz anders aus! Unsere "Grosstädte finde ich sehr Urban, im Verhältnis zur grössse! Und die Aussage von sämelihülz kann ich auch so unterschreiben.
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Old July 20th, 2008, 08:06 PM   #43
Don Calo
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Doetsch Grether

Am Samstag war noch ein interessanter Artikel über Doetsch Grether in der BAZ, ist mal eine Firma aus Basel welche nicht so bekannt ist:

Doetsch Grether setzt neue Akzente

DER BASLER KONSUMGÜTER-PRODUZENT UND -HÄNDLER KONZENTRIERT SICH AUF DIE EIGENEN MARKEN

Die Kosmetiklinie Fenjal und Grethers Pastillen spielen künftig eine noch wichtigere Rolle, vielleicht sogar auf neuen Märkten wie China und Brasilien.

Felix Erbacher

Das ist nicht so selbstverständlich für ein Familienunternehmen und ganz und gar nicht typisch für sie: Verwaltungsratspräsidentin Esther Grether (68) gibt bislang unveröffentlichte Details über ihre Firma bekannt – und das geduldig und charmant. Sie steht Doetsch Grether nun schon seit 33 Jahren vor. Aus dem operativen Geschäft hat sie sich zurückgezogen. An ihre Tochter Susanne (38), die aktiv an der Marke Fenjal mitarbeitet, gibt sie immer mehr Verwaltungsrats-Funktionen ab. «Bis meine Tochter mich endgültig ablöst, ist das ein fliessender Prozess», sagt sie. Einen Zeitpunkt will sie nicht nennen. Das operative Geschäft leitet Peter Degen (52). Und der hat einiges vor. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat haben ein halbes Jahr um die Neupositionierung des Unternehmens gerungen. Der Verwaltungsrat wollte mehr Bisheriges behalten, die Geschäftsleitung noch stärker fokussieren. Mit dem Resultat scheinen jetzt alle glücklich zu sein. Die Firma wird um die Logistik abgespeckt. Einige Artikel, zum Beispiel das Insektenschutzmittel Biokill, sind aus dem Sortiment geflogen. Künftig nimmt Doetsch Grether das Konsumentengeschäft auch ausserhalb der Schweiz in die eigene Hand. Mit dem Kauf der Hair-Styling-Marke Gard und den Marken Fenjal und Mum bringe Doetsch Grether genügend Gewicht auf die Waage, um im extrem kompetitiven deutschen Markt erfolgreich zu sein und auch in weiteren EU-Märkten auf eigenen Füssen zu stehen, meint Degen.

Expansion in Muttenz. Andererseits investiert Doetsch Grether «einige Millionen» in die Modernisierung und Expansion der Produktion flüssiger und halbfertiger Erzeugnisse in Muttenz. Das Unternehmen stellt rund 80 Prozent seiner Produkte selbst her und erhält gleichzeitig immer mehr Lohnaufträge ausländischer Firmen. Der bedeutendste Kunde ist Beiersdorf, deren Sortiment Doetsch Grether über sechs Jahrzehnte lang, seit 1977 mit einem Joint Venture, in der Schweiz ab Münchenstein vermarktete. Esther Grether verkaufte die 50-Prozent-Beteiligung erst im November vergangenen Jahres an den Tchibo-Konzern, der seinerseits vor fünf Jahren die Mehrheit von Beiersdorf erworben hatte.

Von entscheidender Bedeutung aber ist die Festigung der Parademarken Fenjal, Mum (Deodorants), Gard und Grethers Pastillen. «Diese Kernmarken müssen wir mit innovativen Produkten und in hoher Frequenz füttern», meint Degen. Er nennt die neueste Errungenschaft: eine Lotion aus Wasserorchideen-Extrakt. Die Sicherstellung dieses aus Indien stammenden Rohstoffes aus nachhaltiger Produktion war gar nicht so einfach, fällt doch die Wasserorchidee seit April unter das Artenschutzabkommen.
Früher spielten die eigenen Marken die zweite Geige. Von grossen Konzernen wie Beiersdorf (Nivea), Johnson & Johnson (ob), oder Hakle (Kleenex) übernahm Doetsch Grether die Vermarktung in der Schweiz – und verdiente dabei gutes Geld. Ein Konzern nach dem anderen kümmerte sich dann aber selbst um den helvetischen Verkauf. «Das war für uns eine schwierige Zeit», sagt Esther Grether. Der Mohr hatte seine Pflicht getan, er konnte gehen. Dem Unternehmen blieb gar nichts anderes übrig, als eigene Marken zu entwickeln und Labels zuzukaufen – wie vor drei Jahren das Deodorant Mum (in Lizenz von Procter & Gamble) und vor einem Monat Gard. Weitere Zukäufe in den Bereichen Körperpflege und Gesundheit sind geplant.

Geheime Rezepte. Eine besondere Liebe verbindet Esther Grether zu den Pastillen. Sie werden heute noch nach alter Tradition in einem offenen Kessel und nach geheimem Rezept zusammengerührt. Sie reifen anschliessend während zwei Monaten auf Gestellen aus Birkenholz. Jährlich verlassen mehrere Millionen der traditionellen Blechschächtelchen Muttenz. Dieses Produkt hat immer noch den Touch eines Gesundheitsprodukts. Degen will die Lutschpastillen in neuen Märkten künftig mehr als Genussmittel oder sogar als «Luxury-Food» profilieren.

Eng verbunden mit der Förderung der Marken ist die Erschliessung von Wachstumsmärkten in Fernost (China) und Lateinamerika, wo Degen selbst als Manager für Roche viel Erfahrung sammelte.
Die Neuausrichtung des Unternehmens ist auch mit einer neuen Organisation verbunden, von den strengen Linien hin zu den Prozessen. Die Verwirklichung des neuen Geschäftsmodelles erfordert viel Energie, Zeit und Kapital. Dessen ist sich Peter Degen bewusst und deshalb kann er den Umbau nicht wie ein Grosskonzern in einem Zuge durchboxen, sondern eben wie ein KMU Schritt für Schritt. «Wir verzeichnen bislang in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr erfreuliche Umsatzzunahmen bei allen Kernmarken. Das erleichtert uns natürlich die strategische Neuausrichtung», sagt er.


Steinentorstrasse. Firmensitz der Doetsch Grether AG. Foto Roland Schmid

109 Jahre alt

Retter im Krieg. Doetsch Grether wird 1899 als Apotheke an der Spitalgasse in Basel gegründet. Im Verlauf der Jahre entwickelt sie sich zur Grosshandelsfirma und zur Herstellerin hauptsächlich von Kosmetikprodukten. Während des Zweiten Weltkrieges unterhält die Familie Grether enge Beziehungen zur deutschen Familie Clausen, in deren Besitz sich Beiersdorf befand. Um den Besitz vor dem Zugriff der nationalsozialistischen Partei zu schützen, übernimmt Hans Grether zusammen mit einem Engländer die Aktien. Nach dem Krieg gibt er sie dem Besitzer zurück. Daraus entwickelt sich die enge Zusammenarbeit mit dem Nivea-Hersteller. Nach dem Tod von Hans Grether übernimmt seine Gattin Esther Grether die Geschäftsleitung der Firma. F.E.

80 Prozent fürs Ausland

Produktion in Muttenz. Die Doetsch Grether AG produziert und vertreibt nationale und internationale Marken aus den Bereichen Konsumgüter (z. B. Fenjal), rezeptpflichtige und freiverkäufliche Medikamente (OTC, z. B. NeoAngin) und Medizinprodukte
(z. B. Testpack Plus, ein Streptokokken-Test). Die wichtigste Eigenmarke heisst Fenjal, unter der seit 40 Jahren die verschiedensten Körperpflegemittel verkauft werden. Die eigenen Marken, dazu gehören auch Gard und Grethers Pastillen sowie die langfristige Produktlizenz für Mum, spülen 75 Prozent des Umsatzes in die Kasse. Auf eigene und fremde Arzneien entfallen 20 Prozent und auf die Lohnfertigung 5 Prozent des Verkaufs. Rund 80 Prozent des Sortiments wird in Muttenz in flüssiger oder halbfertiger Form hergestellt. Die Produktion umfasst rund 5000 Tonnen Masse und 35 Millionen konfektionierte Einheiten pro Jahr. Das Dienstleistungsangebot umfasst die Produktentwicklung von Kosmetika und die Qualitätssicherung für Dritte. Rund ein Fünftel der Produkte wird in der Schweiz abgesetzt. Europa nimmt 60 Prozent und der Mittlere Osten 20 Prozent des Sortiments ab. F.E. > www.doetsch-grether.ch

Quelle: BAZ vom 19.07.08
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Old July 20th, 2008, 10:37 PM   #44
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Mit dem kleinen Zahlenspiel wollte ich zeigen, dass unserer "Grossstädte" sehr dicht besiedelt sind. Was für mich eine wichtige Voraussetzung für Urbanität darstellt, und da können unsere "Grossstädte mit vielen Metropolen mithalten! Klar ist dabei auch, dass man z.B. Basel oder auch Zürich sicherlich nicht mit grossen Metropolen wie New York oder Paris vergleichen kann, dann wiederum leben wir in kleinen Provinzstädtchen, aber eben die meisten Menschen in diesen Metropolen leben wie Küsel gesagt hat nicht im Zentrum sondern in irgendeinem Quartier oder Vorort und dort sieht es wieder ganz anders aus! Unsere "Grosstädte finde ich sehr Urban, im Verhältnis zur grössse! Und die Aussage von sämelihülz kann ich auch so unterschreiben.
Ein Problem der Schweizer Grossstädte ist doch auch, dass die Zentren selber relativ klein sind, das Umland dafür relativ gross und so die grösse (resp. "kleine") des Zentrums nicht wirklich repräsentativ ist. Als Beispiel Zürich mit knapp 400'000 Einwohnern innerhalb der offizielen Stadtgrenzen jedoch ca. 800'000 - 1'000'000 "Tagesbevölkerung".

Das ist wohl ein Grund warum die Schweizer Grossstädte in Sachen Architektur ("Optik") nicht so Grossstädtisch wirken (mal abgesehen von der städtebaulichen Geschichte und der langsam Veränderung hin zur grossstädtischeren Architektur). Aber genau diese Punkte sind wohl mit ein Grund für die hohe Lebensqualität
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Old July 20th, 2008, 11:21 PM   #45
Basel_CH
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Na ja, in anderen Ländern werden wohl viele der Agglomerationsgebiete einfach eingemeindet, so dass die Stadt einfach von den Einwohner grösser erscheint, als sie faktisch eigentlich wäre. Was dort so einfach vor sich zu gehen scheint, ist bei uns weniger möglich (in Basel praktisch gar nicht möglich, bis auf Riehen und Bettingen) und ist mit einigen Abstimmungen und Hürden verbunden.

_____________________________________________________________________________________
http://www.mercenary.dk/downloads/au..._11_Dreams.mp3
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Old July 21st, 2008, 12:22 AM   #46
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Originally Posted by Basel_CH View Post
Na ja, in anderen Ländern werden wohl viele der Agglomerationsgebiete einfach eingemeindet, so dass die Stadt einfach von den Einwohner grösser erscheint, als sie faktisch eigentlich wäre. Was dort so einfach vor sich zu gehen scheint, ist bei uns weniger möglich (in Basel praktisch gar nicht möglich, bis auf Riehen und Bettingen) und ist mit einigen Abstimmungen und Hürden verbunden.

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http://www.mercenary.dk/downloads/au..._11_Dreams.mp3
kann ich auch nur unterstreichen!

Lake hat mal in irgendeinem Post gesagt das Freiburg im Breisgau mit seinen 200'000 Einwohner ja viel grösser sei als Basel. Nur danach ist Schluss, es gibt praktisch keine Agglo, und alle grösseren Gemeinden gehören schon zur Stadt. Du bist im nu auf dem Land und dann kommt einfach nix mehr.

In der Schweiz ist das bei den grösseren Städten wie Bern, Basel aber auch Zürich anders. Die Offizielle Bewölkerungszahl ist erschreckend Tief (Basel 175'000, Bern 135'000), doch in meinen Augen hört die Stadt nicht da auf wo die Grenze liegt, sondern der ganze Ballungsraum gehört auch zur Stadt, auch wenn eben Offiziell die Stadt nur so wenig Einwohner hat.

Darum finde ich es auch Ärgerlich wenn man sagt: ja Basel hat ja nicht mal 200'000 Einwohner (meistens in den Ausländischen Pressediensten), es ist eine kleine Stadt die sehr beschaulich und gemütlich ist.

Jeder der in Basel wohnt, weiss das dem nicht ganz so ist!!!
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Old July 21st, 2008, 01:15 AM   #47
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subjektiv magst du recht haben, aber Fakten sind Fakten

so nebenbei: sooo spannend ist zB die Gegend rund um Bern auch nicht
war vor kurzem dort und auch in Liestal. ganz so "mega-agglo" fühlt es sich in Liestal zumindest nicht an.

aber da müßte man sich bei den Leuten bedanken die die Kantone gemacht haben weil wieso Basel + 1 kleine Stadt + 1x Dorf ein eigener Kanton sind -> keine Ahnung

aber die Diskussion an sich ist ja schon offtopic
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Dresscode: Kleidung nicht zwingend erforderlich!

1000 y.o. hometown? yes! Feldkirch

Österreich - nur ein kleines Land ... dafür eines der Besten
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Old July 21st, 2008, 11:22 AM   #48
hausmeister
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diese fakten entsprechen trotzdem nicht der realität. schau mal basel auf google earth an. wenn du die grenzen ausgeblendet hast, wirst du nicht nachvollziehen können, wo die stadt aufhört (das gilt auch für zürich):

der erste agglomerationsgürtel ist mit der stadt verschmolzen. basel-stadt und allein die direkt daran grenzenden gemeinden (inkl. d und f) haben bereits über 400'000 einwohner. natürlich haben diese gemeinden jeweils einen eigenen kern, jedoch gilt das bei grösseren städten ja auch für die quartiere, also "unstädtisch" ist das deshalb noch lange nicht.
der zweite agglomerationsgürtel (u.a. pratteln, arlesheim, oberwil, haltingen, village-neuf) hat nochmals 100'000 einwohner. die grenzen sind teilweise gar nicht (zb. oberwil) oder nur schwer (zb. pratteln) erkennbar.
ein erkennbaren siedlungstrenngürtel gibt es eigentlich erst zwischen dem zweiten und dritten agglomerationsgürtel (zb. pratteln-augst oder oberwil-biel benken). aber selbst dort sind gemeinden noch zusammengewachsen (dornach-aesch, oberwil-therwil) und somit indirekt mit der stadt verbunden.
die gesamtsituation kann man im neuen richtplan bl recht gut erkennen.

lange rede kurzer, subjektiver sinn: wenn ich von basel nach ettingen fahre, dann habe ich erst nach therwil das gefühl, am stadtrand zu sein.
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Old July 21st, 2008, 12:17 PM   #49
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Originally Posted by sämelihülz View Post
was für eine interessante Debatte ich hier auch verpasst habe...

Ich möchte mal eine klare Frage an alle stellen:
Was mögt ihr lieber? Eine kleinere und beschaulischere Stadt wie Zürich oder Basel, oder lieber eine grosse Metropole wie London oder NY?

Ich glaube wir Schweizer schauen wegen unseren kleinen Städten immer mit grosser Bewunderung nach Amerika, Japan, auf zu diesen grossen Städten, doch ich glaube nicht viele von uns würden es dort wirklich toll finden.

Die Lebensqualität in der Schweiz ist so hoch, sie würde sich nur verschlechtern wenn die Städte doppelt so gross wären.

Lieber unsere Stadt so behalten wie sie ist (also in dieser Grösse), aber trotzdem versuchen sie urbaner zu gestalten damit man die Lebensqualität behalten oder gar anheben kann!
Da gebe ich dir vollkommen Recht, wenn die Schweizer Städte ebenfalls so gross wären, wie London, Paris oder New York, gäbe es auch wohl oder übel Banlieus. Armenviertel und momentan haben wir solche Umstände zum guten Glück nicht. Seht euch doch mal die Städte mit der höchsten Lebensqualität an. Sowohl Zürich, als auch Genf, Wien, Vancouver, München etc. haben solche Vororte nicht - dies generiert mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit, weniger Schmutz, mehr Investitionen, bessere Infrastruktur und und und. Beispiel New York: Klar ist Manattan und Brooklyn toll, aber geht mal in die Bronx oder teilweise auch nach Staten Island, das zieht natürlich die Lebensuqualität wieder nach unten. Wenn man hingegen nur die Borough Manhattan ansieht, würde New York viel weiter oben im Ranking rangieren... Ich bin ebenfalls stolz, dass man in Schweizer Städten in jedem Stadtteil sicher ist und keine Angst haben muss.

Nichts desto trotz fände ich es jedoch gut, wenn die Schweizer Städte wachsen, jedoch gesund wachsen. Um solche langweilige Banlieus zu verhindert müssen dort, wo neue Wohnquartiere enstehen, auch kulturelle Angebote geschaffen werden, es braucht einen klugen Mix zwischen Geschäftshäusern und Wohnhäusern mit Shops etc. Nur so kann Langeweile und andere Misstände verhindert werden. In Neu Oerlikon hat man die lange Zeit ein wenig vernachlässigt, aber man probiert dies nun nach und nach zu korrigieren. Auch im Glattpark in Opfikon muss dass passieren...

Und ganz ganz wichtig, die Gebäude sollten sich von einander ein wenig unterscheiden. Stellt euch mal vor in einem Quartier zu wohnen, wo praktisch jedes Gebäude gleich aussieht, jede Wohnung gleich, überall nur Cubusse mit Ecken und Kanten, Würfel etc. Das wäre doch todlangweilig. Habe das schon mal angesprochen, aber von den Schweizer Architekten fordere ich ganz klar viel mehr Kreativität. Beispiel: Glattpark, klar ist das interessant, mitansehen zu dürfen, wie ein derart grosses Quartier neu entsteht, aber rein architektonisch gesehen sind die meisten Gebäude einfach bloss mittelmässig. In 30 Jahren wird sich keiner gross mehr an diese Gebäude erinnern, sie fallen einfach nicht auf und unterscheiden sich auch nicht gross von einander. Positives Beispiel: Hingegen Wohnsiedlungen a la Puls5 oder die auf dem Müller Martini Areal, aber auch auf dem Steinfels Areal - das ist urbane Architektur. Jemand der durch Zürich fährt und welcher zuvor noch nie da war, dem fallen solche markanten Geäude auf, aber so langweilige 0815-Blöcke a la Glattpark (mit Ausnahme Lightcube), hey sorry, die gibts in jeder Stadt - überall!!!

Last edited by U3065; July 21st, 2008 at 12:37 PM.
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Old July 21st, 2008, 11:33 PM   #50
hausmeister
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novartis hat im april angekündigt alcon für 39 miliarden franken von nestle zu übernehmen. nun kündigt auch roche eine übernahme an, welche zugleich die grösste übernahme in der schweizer unternehmensgeschichte sein wird: für 43 miliarden franken sollen die ausstehenden aktien seiner biotechnologietochter genentech übernommen werden.

ich bin gespannt, ob diese beiden riesendeals für die region basel positive auswirkungen haben werden (arbeitsplätze, steuern).
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Old July 22nd, 2008, 01:03 AM   #51
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Die Fusion von Ciba Geigy und Sandoz war damals 1996 die grösste Firmenfusion der Welt!!!!

Die Übernahme von Genentech durch Roche dürfte auch in die grösseren Übernahmen der Welt eingehen.
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LMAA

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Old July 22nd, 2008, 09:13 AM   #52
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Originally Posted by sämelihülz View Post
Die Fusion von Ciba Geigy und Sandoz war damals 1996 die grösste Firmenfusion der Welt!!!!

Die Übernahme von Genentech durch Roche dürfte auch in die grösseren Übernahmen der Welt eingehen.
Ca. die grössten 30 ja....
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Old July 24th, 2008, 01:29 PM   #53
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Basel. sda. Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta setzt seinen Wachtumskurs fort. Syngenta steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf 7,295 Mrd. Dollar. Der Reingewinn kletterte um einen Viertel auf 1,519 Mrd. Dollar.

.... 28% find ich ganz ok
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Old July 24th, 2008, 03:51 PM   #54
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das geht noch besser:

Basel. sda/baz[...]Den Reingewinn hat Lonza im ersten Halbjahr um 82,9 Prozent auf 267 Mio. Fr. gesteigert. Zu verdanken ist dies einem Sondergewinn. Dieser geht aus dem Verkauf der italienischen Kunststoffherstellerin Polynt hervor.

auch ohne sondergewinn steht lonza ganz gut da. auch der betriebsgewinn nahm um immerhin 15,2% zu.
der personalbestand wurde zudem erhöht und anscheinend platzt lonza am hauptsitz aus allen nähten. gemäss ceo habe man bereits einige ideen für das zukünftige räumliche wachstum in basel. man habe rund um das hochhaus noch landreserven.


achja, das obligatorische kritische element:

Basel. sda/baz. Die erfolgsverwöhnte Basler Kantonalbank (BKB) hat im ersten Halbjahr 2008 deutlich weniger verdient: Im Konzern BKB, der das Stammhaus und die Bank Coop umfasst, brach der Gewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode um 28 Prozent auf 122,7 Mio. Fr. ein.
Mehr als die Hälfte des Rückgangs des Konzerngewinns sei auf die tiefere Börsenbewertung der Nationale Suisse zurückzuführen, teilte die BKB mit.
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Old July 24th, 2008, 04:49 PM   #55
rübenzahn
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lonza fährt mit der biotech strategie ganz gut, im gegensatz zu den schwächelnden chemikonzernen ciba und clariant. bei einem grossen konzern wie syngenta überrascht mich ein umsatzsprung von 28% (20% bei konst. wechselkurs). ist aber auf die momentane lebensmittelknappheit zurückzuführen. ich hoffe aus städtebaulicher sicht natürlich auch auf neubauten der firmen, vorallem syngenta könnte doch etwas neues wagen.
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Old July 24th, 2008, 05:01 PM   #56
Don Calo
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Weitere Allianzen bereits im Visier

LONZA SIEHT SICH BIS 2013 AUF KURS

Stefan Borgas verfolgt als Chef des Life-Sciences-Konzerns Lonza eine ehrgeizige Wachstumsstrategie.

valentin handschin

Gut gelaunt präsentierte Lonza-Chef Stefan Borgas gestern die Ergebnisse, die der Life-Science-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielen konnte: Lonza konnte den Umsatz im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Franken steigern, den Betriebsgewinn (Ebit) um 15,2 Prozent auf 235 Millionen Franken. Und der Reingewinn steigerte sich – durch den Verkauf der letzten Anteile an der ehemaligen Polymertochter Polynt – um rund 83 Prozent auf 267 Millionen Franken.

kooperationen. Damit ist die ehrgeizige Wachstumsstrategie von Borgas weiter auf Kurs: Lonza soll den Betriebsgewinn bis 2013 jedes Jahr um 15 bis 20 Prozent steigern. 2008 wird sich das Wachstum allerdings eher am unteren Ende dieser Bandbreite bewegen. Ein Grund dafür ist zum Beispiel, dass gleich drei Kunden grosse Produktionsaufträge ins nächste Jahr verschoben haben.

Dafür rechnet sich Stefan Borgas längerfristig neue Wachstumschancen durch umfassende Kooperationen mit Pharmakonzernen aus. Der kürzlich abgeschlossene Vertrag mit Novartis könnte Lonza bis in fünf Jahren einen dreistelligen Millionenbeitrag einbringen. Er hofft, in diesem Jahr noch mindestens einen weiteren solchen Kooperations-Deal unter Dach und Fach bringen zu können. «Ich denke, dass wir langfristig 50 Prozent unserer Kapazitäten in solche Allianzen einbringen können», ergänzt der Lonza-Chef im Gespräch mit der baz.
Gleichzeitig soll das Unternehmen auch durch Zukäufe verstärkt werden. «Ich denke an Akquisitionen im Bioscience-Bereich, um in diesem Geschäft die notwendige kritische Masse schneller zu erreichen. Und auch im Life-Science-Ingredienz-Bereich könnten Zukäufe erfolgen, um damit zusätzliche Produkte zu erwerben», sagt er.
Etwas überrascht hat, wie gut Lonza die gestiegenen Rohstoffpreise auf ihre Kunden überwälzen konnte. «Wir konzentrieren uns stark auf Nischenmärkte, in denen eine grosse Nachfrage nach unseren Produkten besteht. Entsprechend gross ist unsere Preismacht», erklärt Borgas dazu.
Lonza übertraf mit den Halbjahreszahlen insgesamt zwar die Erwartungen der Bankanalysten. Die Aktie gab gestern aber trotzdem um 4,5 Prozent auf 145 Franken nach. Grund dafür waren Gewinnmitnahmen durch Investoren.


Platznot bei Lonza. Firmenchef Stefan Borgas denkt über einen Ausbau des Hauptsitzes in Basel nach. Foto Elena Monti


«Man könnte ein Konferenzzentrum errichten»

DER HAUPTSITZ VON LONZA PLATZT AUS ALLEN NÄHTEN – KONZERNCHEF STEFAN BORGAS HEGT ERSTE AUSBAUPLÄNE

Stefan Borgas, Chef des Life-Science-Unternehmens Lonza, versichert zwar, dass das Unternehmen am Hauptsitz noch genügend Platz für alle Mitarbeiter habe. Doch Borgas hat bereits erste Ausbaupläne diskutiert.

interview: valentin handschin

baz: Herr Borgas, das Lonza-Hochhaus in Basel platzt aus allen Nähten. Erste Einzelbüros mussten bereits in Zweier-büros umgestaltet werden, damit weiterhin alle Mitarbeiter einen Arbeitsplatz haben. Wie viele Angestellte wollen Sie noch in das Haus stopfen?

STEFAN BORGAS: Stopfen werden wir ganz sicher nicht. Es gibt momentan noch genügend Platz. Hinzu kommt, dass wir im Vergleich zu anderen Lonza-Standorten hier in Basel immer noch komfortabel sitzen.

Also können Sie sich immer noch an Ihrem Einzelbüro erfreuen?

Ja, meinen Arbeitstisch muss ich noch nicht teilen (schmunzelt). Aber der grosse Konferenztisch, der sich ebenfalls in meinem Büro befindet, wird für Teamsitzungen genutzt, wenn ich nicht da bin. Wir haben aber bereits einige Ideen für das zukünftige räumliche Wachstum von Lonza – auch mit anderen Partnern.

Was heisst das?

Auf dem Gelände unmittelbar rund um das Lonza-Hochhaus gibt es ja noch Landreserven. Man könnte dort beispielsweise ein kleines Konferenzzentrum mit Besprechungszimmern errichten, was zusätzlichen Raum bieten würde.

Gibt es dazu bereits konkrete Pläne?

Nein.

Aktuell arbeiten 275 der insgesamt 8106 Mitarbeiter von Lonza in Basel. Wie viele werden es Ende dieses Jahres sein?

Zum Vergleich: Ende 2007 waren es noch 257 Personen. Wir werden sicher weitere Stellen schaffen. Das Personalwachstum wird hier aber geringer ausfallen als bei den Produktionsstandorten, wo die meisten neuen Jobs entstehen. Insgesamt werden wir 2008 über 500 neue Jobs schaffen.

Sie geniessen bei der Belegschaft ein grosses Vertrauen. Viele Mitarbeiter fragen sich aber, wie lange Sie Lonza noch erhalten bleiben – Sie werden zum Beispiel immer wieder als Nachfolger von Daniel Vasella als Novartis-Konzernchef gehandelt.

Solange das Unternehmen mich noch will, bleibe ich gerne. Diese Gerüchte ehren mich zwar, aber das sind pure Erfindungen.

Quelle: BAZ vom 24.07.08

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Ein neues Konferenzzentrum ist ja ganz schön, doch mir wäre lieber wenn dort ein weiteres Hochhaus hinkommen würde! Die Tennisplätze können von mir aus lieber heute als morgen verschwinden und somit wäre auch platz für ein weiteres Hochhaus vorhanden! Die Lage ist sicherlich top!
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Old July 25th, 2008, 11:01 AM   #57
hausmeister
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Originally Posted by rübenzahn View Post
Basel. sda. Der Basler Agrochemiekonzern Syngenta setzt seinen Wachtumskurs fort. Syngenta steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf 7,295 Mrd. Dollar. Der Reingewinn kletterte um einen Viertel auf 1,519 Mrd. Dollar.

.... 28% find ich ganz ok
das starke wachstum wird sich nun wohl doch auch auf die räumlichkeiten in basel auswirken. so ist jedenfalls die aussage von syngenta-chef mike mack in der heutigen baz zu deuten:

"wir werden bis zum jahresende auch in basel wachsen" und "noch haben wir zwar genügend platz. aber wir werden wohl in den nächsten monaten darüber informieren, wie wir ab 2009 unseren standort in basel modernisieren wollen"

derzeit sind in basel 1140 mitarbeiter beschäftigt (weltweit ca 21'000).

man darf also gespannt sein.
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Old July 30th, 2008, 09:26 PM   #58
Don Calo
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Spagat zwischen Gross und Klein

Hier noch ein interessanter Artikel über ein Architekturbüro aus Basel welches nicht so bekannt ist:


BASEL. PETER STEINMANN UND HERBERT SCHMID BAUEN BAHNHÖFE UND ENTWERFEN MÖBEL

Ein rostroter Bahnhof in Visp und eine leuchtend grüne Haltestelle beim Dreispitz. Die Basler Architekten Steinmann und Schmid setzen Akzente. Aktuell belegen sie im Team mit zwei anderen Planungsbüros den zweiten Rang beim Wettbewerb für das Bruderholzspital.

Der lichtgrüne Kubus im Eingangsbereich des Architekturbüros Steinmann & Schmid an der Rebgasse 21a ist nicht zu übersehen. Er markiert das Zentrum des ansonsten schlicht gehaltenen Architekturbüros. Dort, beim grünen Kubus mit Bar, trifft man sich, entwickelt Ideen, tauscht sich aus.
«Farben sind das halbe Leben», sagt Peter Steinmann (47) und verweist auf zwei Projektfotos an der Wand: Eines zeigt die in Gelbgrün gehaltene neue S-Bahn-Haltestelle Dreispitz, das andere den kürzlich eröffneten und komplett neu gestalteten Bahnhof Visp im Wallis, wo sich in der anthrazitfarbenen Glasfassade des Bahnhofsgebäudes die umliegende Bergwelt spiegelt. «Wir benutzen Farben, um etwas zu markieren, um einen Akzent zu setzen», erklärt Herbert Schmid (48). Bei der im Bahneinschnitt gelegenen Haltestelle Dreispitz etwa werden die Passagiere durch die hellen, gelbgrünen Treppenaufgänge ans Tageslicht geführt. Zudem ergibt sich durch die markante Farbgebung ein Wiedererkennungseffekt: Wer die Station zweimal gesehen hat, vergisst sie so leicht nicht wieder.

knotenpunkt. Auch in Visp spielt die Farbgestaltung eine zentrale Rolle: Die Bahnhofsunterführung und Teile des neuen Busbahnhofs sind ganz in Rostrot gehalten. Dies verleiht dem ehemals unscheinbaren Regionalbahnhof, der mit der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels auf einen Schlag zum Verkehrsknotenpunkt geworden ist, ein unverkennbares Gesicht. Und dies ist der verkehrstechnisch neuen Bedeutung des 7000-Seelen-Städtchens Visp durchaus angemessen: Heute verkehren hier stündlich Züge nach Bern, Lausanne, Mailand und Brig – die Reisezeit in die Nordwestschweiz und nach Italien hat sich mit dem Basistunnel drastisch verkürzt. So dauert die Zugfahrt von Basel nach Visp heute noch zwei statt der früheren dreieinhalb Stunden.

Diese Strecke kennen Steinmann und Schmid aus dem Effeff. Seit sie 1999 mit ihrem zehnköpfigen Architekturbüro den nationalen Studienauftrag zur Neugestaltung des Bahnhofs Visp gewonnen haben, sind sie unzählige Male ins Wallis gefahren. Und dies wird noch einige Zeit so bleiben: In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Visp planen und bauen sie an zwei grossen Wohn- und Bürokomplexen: «Visp wird sich stark beleben», so Schmid, selber ursprünglich Walliser.

Spital. Doch die beiden Architekten sind nicht nur in Bahnhofsnähe anzutreffen. Mit Wohn- und Büroüberbauungen sowie Quartierplanungen sind sie auch in der Region Basel präsent. So bauten sie etwa die Raiffeisen-Geschäftsstellen in Basel, Gelterkinden und Riehen und sind die «Hausarchitekten» der Art Basel. Aktuell holten sie im Team mit Rapp Arcoplan und Blaserarchitekten den 2. Rang beim Wettbewerb für den Neubau des Bruderholzspitals. Das Projekt, das nun mit drei weiteren in eine Überarbeitungsrunde geht, zeichnet sich durch einen zeichenhaften Baukörper aus, der das Bettenhaus aufnimmt.

Peter Steinmann und Herbert Schmid reizt der Spagat zwischen Gross und Klein. So planen sie einerseits für Grossprojekte, engagieren sich andererseits auch bei der Innenraumgestaltung von Kleinprojekten, wie etwa dem Wein-Kompetenzzentrum für Hischier Weine in Brig. «Uns interessiert eine Architektur, bei welcher der Mensch im Zentrum steht», so die beiden Architekten, die vor 17 Jahren gemeinsam in Basel ihr Büro gegründet und sich früher auch mit Möbeldesign hervorgetan haben. Der schlichte «Steinmann-Stuhl» etwa, dessen Beine in klaren Linien von der Vorderkante des Stuhls wegführen, zeugt davon.
Eine Architektur für den Menschen: Damit meinen die beiden auch, dass sie bei der Gestaltung von Stadtteilen oder Wohnüberbauungen jeweils stark auf die Bedürfnisse der Anwohner und Passanten eingehen. «Die Lebendigkeit eines Stadtteils steht und fällt mit der Nutzung, die sich im Erdgeschoss der Häuser befindet», erklärt Steinmann. So entwickle sich etwa ein Strassenzug ganz anders, je nachdem, ob sich darin ebenerdig Wohnungen, Büros, Cafés oder Läden befänden. Solche Fragen stünden bei städtebaulichen Projekten stets im Vordergrund und machten die Projektierung spannend – sei es in Visp oder Basel.

www.steinmann-schmid.ch


Team. Herbert Schmid (48) und Peter Steinmann (47) auf der Dachterrasse ihres Architekturbüros an der Rebgasse. Foto Elena Monti
Katharina Truninger

Quelle: BAZ vom 30.07.08

Last edited by Don Calo; July 30th, 2008 at 09:31 PM.
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Old August 5th, 2008, 12:50 PM   #59
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Roche löst Pfizer 2014 als Pharma-Branchenprimus ab

Studie: Roche löst Pfizer 2014 als Pharma-Branchenprimus ab

London (sda/reuters) Der Basler Roche-Konzern löst den US-Pharmariesen Pfizer
2014 an der Spitze der Arzneimittelbranche ab. Grund sind massive Patentausfälle bei Pfizer, wie eine Studie zeigt.

Das New Yorker Unternehmen wird sich dann mit dem sechsten Platz der Weltrangliste zufrieden geben müssen, wie die Branchenexperten von EvaluatePharma erwarten. Die Experten nutzten für ihre Vorhersagen die Prognosen von Analysten.

Die vorhergesagten Veränderungen in der Pharma-Weltrangliste spiegeln die Folgen zahlreicher Patentabläufe und des Wettbewerbs mit Generika-Anbietern wider, die der Branche in den kommenden fünf Jahren ins Haus stehen.

Patentabläufe als bekanntes Geschäftsrisiko wären nicht so verheerend, würde der Nachschub an neuen Medikamenten bei den Konzernen stimmen. Aber genau daran hapert es zur Zeit bei vielen Unternehmen.

Biotech-Geschäft hilft Roche

Dass es Roche in diesem Umfeld an die Spitze schaffen wird, liegt gemäss den EvaluatePharma-Experten an der Stärke des Unternehmens im wachsenden Geschäft mit Biotech-Medikamenten. Zudem gebe es in den kommenden Jahren kaum Patentrisiken.

Bei Pfizer dagegen verlieren in den kommenden Jahren mehrere lukrative Medikamente ihren Patentschutz. Neben dem Blutfettsenker Lipitor - mit einem Jahresumsatz von rund 13 Mrd. Dollar das weltweit umsatzstärkste Medikament - sind dies das Blutdruck-Mittel Norvasc, die Potenzpille Viagra und das Augenmittel Xalatan.

Insgesamt stehen Pfizer bis 2014 Umsatzausfälle von 16,7 Mrd. Dollar ins Haus, wie es in der Studie heisst.

Führend bei Krebsmedikamenten

Anders die Situation bei Roche: Die Basler sind bereits weltweit führend im Markt für biotechnologische Krebsmedikamente und dürften diese Position mit der angekündigten vollständigen Übernahme der US-Biotechfirma Genentech noch weiter ausbauen.

Roche will die noch nicht in ihrem Besitz befindlichen rund 44 Prozent an Genentech für 43,7 Mrd. Dollar kaufen. Aber selbst ohne diese Übernahme dürften die Basler gemäss der Studie in den kommenden Jahren alle anderen Wettbewerber überflügeln.

Novartis auf dem fünften Rang

Hinter Branchenführer Roche werden im Jahr 2014 gemäss den Prognosen von EvaluatePharma die nächsten drei Plätze ebenfalls von europäischen Konzernen belegt.

Sanofi-Aventis aus Frankreich kommt demnach auf Platz zwei, GlaxoSmithKline aus Grossbritannien wird Nummer drei und Novartis bringt es auf den vierten Platz.
Erst danach taucht mit Johnson & Johnson der erste US-Konzern in der Rangliste auf. Der deutsche Bayer-Konzern rückt neu in die Top Ten vor.

(SDA/ATS - ir/bsd173/ECO/4/080805 1146)
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Old August 5th, 2008, 03:14 PM   #60
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Also was bis 2014 in der Pharma-Branche so passiert zu prognostizieren halte ich persönlich für sehr gewagt. Von dem her halte ich die Aussage für schwachsinnig, klar muss ein Unternehmen voraus planen, aber zu sagen wie es in dieser Branche in ein paar Jahren aussieht ist doch sehr heikel.
Bspw. muss nur ein oder zwei Roche-Produkte wegen unerwartenden Nebenwirkungen vom Markt genommen werden und eine à la USA Grossklage anlaufen und dann ist der Ruf von Roche schon grossteils zunichte.
Oder Pfizer und einer ihrer Hauptkontrahenten müssten fusionieren und dann wär Roche nicht mehr die Nr. 1.
Der Pharma-Markt bewegt sich sehr schnell und steht unter Druck. Die Entwicklung von Wirkstoffen und Präparaten wird immer komplexer und die Anforderungen der Behörden steigen an, gleichzeitig wollen die Leute billigere Medikamenten und klagen über die hohen Preise. Damit steigt auch das Risiko, dass eine Firma recht schnell in Bedrängnis kommen könnte, sei das nun Roche, Pfizer, Novartis oder sonst ein Grossunternehmen.
Daher für mich eine STudie von vielen...
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