Neueröffnungen von Läden, Restaurants und Bars - Page 5 - SkyscraperCity
 

forums map | news magazine | posting guidelines

Go Back   SkyscraperCity > European Forums > Euroscrapers > Local discussions > Switzerland > Basel


Global Announcement

As a general reminder, please respect others and respect copyrights. Go here to familiarize yourself with our posting policy.


Reply

 
Thread Tools Rating: Thread Rating: 21 votes, 5.00 average.
Old April 19th, 2012, 04:40 PM   #81
suburbansky
Above us only sky
 
suburbansky's Avatar
 
Join Date: Feb 2008
Location: Basel
Posts: 544
Likes (Received): 7

Quote:
Originally Posted by 4057 View Post
Ich finde es gab schon bedeutend schlechtere Zeiten in punkto Ausgangsmöglichkeiten in Basel, und das erstaunlicherweise trotz des restriktiven Gastgewerbegesetzes von 2005 (Wiedereinführung der Polizeistunde, was für ein Witz!). Insbesondere im Kleinbasel hat sich in den letzten fünf Jahren einiges getan (in vielleicht etwas bescheidenerem Verhältnis auch im Grossbasel). Ich wollte dies hier einfach mal so festhalten, weil ich es doch sehr erfreulich finde.

Mit dem Sud, Irrsinn, Concierge, Consum, Acero, 8bar, Volkshaus, Agora, da Francesca, Salon, Carambolage und Union haben doch einige Neu- oder Wiedereröffnungen die Gastro- und Ausgangsszene bereichert und ergänzen das schon so alles andere als üble ältere Angebot wie das Hirschi, Grenzwert, die Kaserne mit Kbar, EG Lounge und Parterre, Valentino’s, Alpenblick, NT (exklusive Vulcanelli), Goldenes Fass mit der Fassbar, Gare du Nord, Les Garecons, meinetwegen auch die Bar Rouge und im Sommer noch die Buvettes.

Geschlossen hat im Kleinbasel meines Wissens nur das Satisfactory, was ja sowieso nur ein Zwischennutzungsprojekt war. Also ein ziemlicher Zustrom in den letzten Jahren.

Dies sind mal nur die „urbanen“ Locations, d.h. solche die man auch in Kreuzberg, Shoreditch oder East Village antreffen könnte. Die unzähligen Quartierspunten, verrauchten Türkenbeizen und dubiosen Schuppen mit roter Beleuchtung, welche ja auch zu einer Stadt gehören, habe ich mal weggelassen.

Ich denke, das ist doch ziemlich erfreulich, wenn man es sich mal so überlegt, und man darf sich dessen auch ruhig bewusst sein.

Natürlich könnte es auch noch mehr sein. Wenn nun noch die eine oder andere originelle Bar und ein zwei gute Cafés (da gibt’s noch zu wenige finde ich) dazukämen und wenn die Konzertkultur wieder zurückgeholt werden könnte (meine Hoffnungen beruhen auf dem Volkshaus und ich hoffe auch, die Kaserne sieht sich dann gezwungen nachzuziehen), dann kommt es so richtig gut. Und wieso auch nicht, die letzten 5 Jahre zeigen ja klar einen Trend in diese Richtung.
WORD!
__________________
Blogging for a better S-Bahn > Mehr S-Bahn für Basel

How am I listening? > My Last.fm Profile


"As long as we are free we'll be doomed to live and die under the great suburban sky." (Madrugada - "Salt")
suburbansky no está en línea   Reply With Quote
Sponsored Links
Advertisement
 
Old April 19th, 2012, 06:03 PM   #82
hausmeister
Registered User
 
hausmeister's Avatar
 
Join Date: Jan 2008
Location: basel
Posts: 1,206
Likes (Received): 87

Guter Beitrag!

Das Cafe Hammer könnte man auch noch dazuzählen und nicht zu vergessen die Off-Spaces hier und dort.

Vorallem in Kleinbasel tut sich echt viel. Gut finde ich, dass es sich still entwickelt. Viele bekommen das gar nicht mit und das ist in einem gewissen Masse auch gut so. Nicht weil es exklusiv sein soll, sondern weil sobald es Hip ist, ist meistens Schluss mit Charme.

Ein zwar völlig anderer Stil aber trotzdem erwähnenswert ist die Bar-Flut in der Steinen. Mittlerweilen hat fast jedes Lokal eine mobile Aussenbar.

Aber auch im Gundeli tut sich einiges. Da gibt es mittlerweilen einige ganz gute Cafes an der Güterstrasse (zB del Mundo, Fortuna oder la columbiana), Bars/Clubs beim Gundeldingerfeld und natürlich der Hinterhof.

Was ich vorallem feststelle ist, dass Basel vielseitiger geworden ist. Weiter so, dann kommts gut!
hausmeister no está en línea   Reply With Quote
Old May 8th, 2012, 11:55 AM   #83
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

«Liebe zum Detail» bei den Mahlzeiten und dem Interieur

Die «Pfifferling Störküche» hat sich in den letzten Jahren in Basel als Caterer etabliert. Nun gibt es die beliebten Produkte auch im Restaurant. Heute öffnet im Gundeli das «Pfifferling Deli» und setzt auf «gesunde Schnellverpflegung». von Alan Heckel


Monika Müller und Christian Speck führen das «Pfifferling Deli» an der Güterstrasse. Kenneth Nars

In den letzten zehn Jahren hat sich die «Pfifferling Störküche» als Caterer in der Region einen guten Namen gemacht. Auf die Frage zufriedener Kunden, wo man die angebotenen Produkte kaufen könne, musste Gastronomin Monika Müller bisher mit «nirgendwo» antworten.

Das hat nun ein Ende: Heute wird mit «Pfifferling Deli», das Müller als «Schaufenster in der Stadt» bezeichnet, ein Restaurant-Ableger eröffnet. Als «gesunde Schnellverpflegung» umschreiben die Geschäftsinhaber ihre Produkte. «Das kann als Widerspruch aufgefasst werden», sagt Innenarchitekt Christian Speck, der gemeinsam mit Müller für das Restaurant verantwortlich ist.

Auch 45 Minuten sind schnell

«Der Trend in den letzten Jahren zeigt allerdings, dass immer mehr Menschen eine oder mehrere Mahlzeiten ausser Haus zu sich nehmen. Sie sollten die Möglichkeit auf ausgewogene Verpflegung bekommen.» Speck erklärt, dass auch 45 Minuten in die Kategorie «Schnellverpflegung» fallen. «Pfifferling Deli» ist kein Restaurant, in dem man die Mahlzeiten innerhalb von fünf Minuten im Stehen verdrückt, «auch wenn die Möglichkeit besteht, das Essen mitzunehmen», wie Speck hinzufügt.

Das Ladenlokal an der Güterstrasse 138 ist gemütlich eingerichtet, es ist 100 Quadratmeter gross und bietet 20 Sitzplätze. «Dass es in Bahnhofsnähe befindet, ist ein Plus», sagt Monika Müller. Eingerichtet wurde es von Innenarchitekt Speck, der versuchte, das kulinarische «Pfifferling-Deli»-Motto «Liebe zum Detail» auf die Räumlichkeiten zu übertragen: «Ich habe auf sehr archaische Materialien und Wandfarben mit mineralischen Pigmenten zurückgegriffen. Die Leute sollen die Echtheit spüren.»

«Interessanter» Preisrahmen

Frei von künstlichem Firlefanz sind auch die Speisen, die «Pfifferling Deli» anbietet. Keine Emulgatoren, keine Stabilisatoren und kein Convenience-Anteil sorgen dafür, dass die Speisen auch für Menschen mit allerlei Unverträglichkeiten eine Alternative sind. «Wir bieten heimische Kost aus regionalen Produkten an. Vielseitig, aber immer auf die Saison ausgerichtet», erklärt Müller.

Die Mahlzeiten werden in der «Pfifferling Störküche» in Oberwil zubereitet und frisch geliefert. Ansprechen will «Pfifferling Deli» mit dem klaren Essenskonzept in einem «interessanten» Preisrahmen eine relativ breite Konsumentenschicht. Weitere Restaurantableger sind aber nicht geplant.

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Sponsored Links
Advertisement
 
Old May 26th, 2012, 08:13 PM   #84
4057
Registered User
 
4057's Avatar
 
Join Date: Aug 2011
Location: Basel
Posts: 126
Likes (Received): 18

Rostiger Anker

Lasst euch nicht vom Homepagedesign täuschen. Dieses kleine, sympathische Restaurant am Rheinhafen ist ein Juwel. Draussen sitzt man direkt am Kai, die Schiffe kommen und gehen, Kräne löschen und beladen: Hafenatmosphäre pur. Ich war dort an einem sonnigen, lauen Abend und die Stimmung war sensationell, gerade auch weil es dort so ruhig und abgeschieden ist.
Auch das Restaurant selber ist sehr schön gemacht. Wie das Essen ist weiss ich nicht aber es sah gut aus. Der Betrieb ist allerding bis Juni noch eingeschränkt (deshalb vorher Homepage checken). Ich hoffe (und denke auch) das Konzept funktioniert, aber ohne die Massen anzuziehen, denn so wie es jetzt ist, ist es supergemütlich. Und nein, ich habe nichts damit zu tun und mache hier deshalb Werbung, es hat mich einfach voll überzeugt. Cheers.

http://www.rostigeranker.ch
4057 no está en línea   Reply With Quote
Old May 27th, 2012, 03:12 PM   #85
curious.sle
Registered User
 
Join Date: Jan 2009
Location: Riehen
Posts: 1,451
Likes (Received): 277

Quote:
Originally Posted by 4057 View Post
Rostiger Anker

Lasst euch nicht vom Homepagedesign täuschen. Dieses kleine, sympathische Restaurant am Rheinhafen ist ein Juwel. Draussen sitzt man direkt am Kai, die Schiffe kommen und gehen, Kräne löschen und beladen: Hafenatmosphäre pur. Ich war dort an einem sonnigen, lauen Abend und die Stimmung war sensationell, gerade auch weil es dort so ruhig und abgeschieden ist.
Auch das Restaurant selber ist sehr schön gemacht. Wie das Essen ist weiss ich nicht aber es sah gut aus. Der Betrieb ist allerding bis Juni noch eingeschränkt (deshalb vorher Homepage checken). Ich hoffe (und denke auch) das Konzept funktioniert, aber ohne die Massen anzuziehen, denn so wie es jetzt ist, ist es supergemütlich. Und nein, ich habe nichts damit zu tun und mache hier deshalb Werbung, es hat mich einfach voll überzeugt. Cheers.

http://www.rostigeranker.ch
Merci für den Tip... wenn die mal am abend offen haben währe das ne location für den Treff? :-)
curious.sle no está en línea   Reply With Quote
Old June 11th, 2012, 12:58 PM   #86
4057
Registered User
 
4057's Avatar
 
Join Date: Aug 2011
Location: Basel
Posts: 126
Likes (Received): 18

Neue Lady Bar / neues Restaurant Feldberg

Im Matthäusquartier tut sich erneut etwas. Die Lady Bar sowie das Restaurant Feldberg im Haus an der Ecke Feldbergstrasse Klybeckstrasse, in welches ein Asylzentrum oben reinkommt, haben die Besitzer gewechselt und wurden umgebaut. Am Samstag war eine inoffizielle Eröffnungsparty und man konnte sich das Ganze mal reinziehen. Offiziell ist anscheinend noch nicht viel (konnte z.B. keine Website finden). Alle Angaben hier sind also meine persönlichen Eindrücke und ohne Gewähr.
Das Restaurant wo früher die Schitzel-Beiz war wurde sanft renoviert. Die alten Elemente wie die Holzverkleidungen an den Wänden oder die Theke wurden beibehalten und generell wurde einfach alles etwas aufgemotzt und der Mief raus gefegt. Wie das Angebot sein wird weiss ich nicht. Jedenfalls sieht es ganz nett aus. Nur ist es auch ziemlich gross (inkl. Garten). Ich hoffe mal das klappt.
Auch in der Lady Bar wurde auf grössere Eingriffe verzichtet. Dort ist jetzt eine Bar. Aus der Vergangenheit des Lokals wird keinen Hehl gemacht: Das Licht ist rot und die Tanzstange mitten im Raum wurde gelassen. Auch hier wurden die alten Holzelemente beibehalten. Neu hat es eine kleine Bühne, wo es angeblich auch mal Konzerte geben soll. Hoffen wir‘s. Im Keller der Lady Bar gibt es zudem einen kleinen Partykeller mit einer winzigen Bar, was auf regelmässige Partys hoffen lässt.
Generell war mein Eindruck positiv. Vom Style her würde ich es mal als urban alternativ bezeichnen (vgl. Agora oder Fass). Nur war es halt eine Party und somit lässt sich über den regulären Betrieb noch nichts sagen. Erfreulich finde ich, dass die alten Holzelemente beibehalten wurden und auch noch ein altes Beiz- resp. Puffambiente spürbar ist. Auch die Namen werden angeblich weitergeführt. Offiziell öffnen werden die beiden Locations meines Wissens nächsten Mittwoch. Ob es sich um eine Zwischennutzung handelt oder länger gedacht ist weiss ich nicht, anscheinend sind mal sicher drei Jahre geplant. Aber wie gesagt, alle Angaben sind ohne Gewähr. Ich finde es jedenfalls erfreulich dass wieder was Neues entsteht an dieser Ecke, welche ich als ideal für urbanen Ausgang erachte. Ich hatte da schon etwas Bammel als ich hörte, die Stadt hätte das Gebäude gekauft.

Last edited by 4057; June 11th, 2012 at 01:31 PM.
4057 no está en línea   Reply With Quote
Old June 11th, 2012, 02:40 PM   #87
hausmeister
Registered User
 
hausmeister's Avatar
 
Join Date: Jan 2008
Location: basel
Posts: 1,206
Likes (Received): 87

Quote:
Originally Posted by 4057 View Post
Ob es sich um eine Zwischennutzung handelt oder länger gedacht ist weiss ich nicht, anscheinend sind mal sicher drei Jahre geplant. [/SIZE][/FONT]
So weit ich weiss, handelt es sich um eine Zwischennutzung für 3 Jahre. Zuständig ist Kantensprung, welche bereits das Gundeldingerfeld betreiben.
Dies habe ich zumindest so im Sonntag gelesen.

Hoffen wir, das klappt. Mir gefällt die Feldbergstrasse (mit Seitenstrassen) sowieso ganz gut.
hausmeister no está en línea   Reply With Quote
Old June 13th, 2012, 02:39 PM   #88
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Die «Lady Bar» hat sich herausgeputzt

Hier nun noch ein Artikel aus der Tageswoche zur Ladybar:

Nur von aussen bleibt an der Ecke Feldberg-/Klybeckstrasse alles beim Alten: Die «Lady Bar» und das Restaurant Feldberg behalten ihre Namen, sonst ändert sich so gut wie alles. Von Kevin Rossiter


Wer «Lady Bar» hört, denkt sich den Rest. Teures Bier, jede Menge Damen käuflicher Zuneigung und hin und wieder eine Razzia. Bis vor drei Wochen machte das Freudenhaus seinem Namen alle Ehre. Nun aber hat sich die Stadt dem Lokal angenommen und in kurzer Frist einen Zwischennutzer gesucht.

In den oberen Geschossen werden rund 20 Flüchtlinge ein neues Heim finden, während sich unter ihnen der Verein «unterdessen» eingemietet hat und um eine Neugestaltung der Schnitzelbeiz, des spanischen Clubs im Innenhof und eben der Lady Bar besorgt ist.

livingroom.fm meets Magaz-1

Gefunden hat der Verein zwei junge Männer, die wissen, was den Leuten gefällt: Der eine, Thomas Brunner, ist der Erfinder von livingroom.fm und präsidiert das Stadtmusik Festival, das die warmen Sommerabende im Hof des Kunstmuseums mit Musik bespielt, der andere, Pierre Mendy, führt den Sandwich-Laden Magaz-1 ein paar Häuser westlich der «Lady Bar».

Was die beiden im Schnittpunkt der beiden lebendigsten Kleinbasler Achsen reanimiert haben, erinnert in keinem Winkel mehr an was einmal war. Die Küche, mit der Mendy die Geschmacksknospen der Gäste verwöhnt, setzt hauptsächlich auf französische Kochkunst.

«Uns ist es wichtig, beste Qualität zu servieren - zu normalen Preisen», erklärt Mendy. «Für eine gute Tomatensauce nehmen wir uns fünf Stunden Zeit.» Die Qual der Wahl hat der Gast nicht: Den Viergänger gibt es vegetarisch oder mit Fleisch - in einem Ambiente, das von den Granatapfel-grossen Glühbirnen alter Schule und der reduzierten und geradlinigen Kunstwerken der Streetartistin «Tika» an der Decke geprägt ist.

Kulturell kreativ

Was im Restaurant dem Gaumen und den Augen widerfährt, gibt es in der Club nebenan für die Ohren. Die «Lady Bar» gibt internationalen und regionalen Musikern und DJs der Sparten Jazz und Soul bis hin zum Elektronischen eine Bühne. «Qualität ist uns auch im musikalischen Bereich wichtig. Wir werden keinen Reggae- oder R‘n‘B-Abend anbieten, bloss weil das läuft», erklärt Thomas Brunner das Musik-Programm.

Die Nächte werden also kaum kürzer oder langweiliger werden als zu Zeiten des teuren Biers und der leichten Damen, aber wohl kulturell kreativer.

Quelle: www.tageswoche.ch
-------------------------------

Die Feldbergstrasse gefällt mir immer wie besser, es gibt dort einige tolle shops und nun auch immer wie mehr Bars/Restaurant welche nicht nur ältere türkische Männer ansprechen. Diese Entwicklung finde ich sehr positiv. Ich bin zudem überrascht, dass es keine Einsprachen gegen das neue Asylzentrum in den oberen drei Stockwerken gegeben hat, im Kleinbasel wo es schon viele Ausländer hat wird dies nicht als problem angeschaut. Es wird vielmehr Verständnis für diese Leute aufgebracht.

Last edited by Don Calo; June 13th, 2012 at 07:02 PM.
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old June 13th, 2012, 06:49 PM   #89
rübenzahn
Registered User
 
Join Date: Mar 2008
Location: basel
Posts: 616
Likes (Received): 21

Quote:
Originally Posted by Don Calo View Post
Hier nun noch ein Artikel aus der Tageswoche zur Ladybar:

Nur von aussen bleibt an der Ecke Feldberg-/Klybeckstrasse alles beim Alten: Die «Lady Bar» und das Restaurant Feldberg behalten ihre Namen, sonst ändert sich so gut wie alles. Von Kevin Rossiter


Wer «Lady Bar» hört, denkt sich den Rest. Teures Bier, jede Menge Damen käuflicher Zuneigung und hin und wieder eine Razzia. Bis vor drei Wochen machte das Freudenhaus seinem Namen alle Ehre. Nun aber hat sich die Stadt dem Lokal angenommen und in kurzer Frist einen Zwischennutzer gesucht.

In den oberen Geschossen werden rund 20 Flüchtlinge ein neues Heim finden, während sich unter ihnen der Verein «unterdessen» eingemietet hat und um eine Neugestaltung der Schnitzelbeiz, des spanischen Clubs im Innenhof und eben der Lady Bar besorgt ist.

livingroom.fm meets Magaz-1

Gefunden hat der Verein zwei junge Männer, die wissen, was den Leuten gefällt: Der eine, Thomas Brunner, ist der Erfinder von livingroom.fm und präsidiert das Stadtmusik Festival, das die warmen Sommerabende im Hof des Kunstmuseums mit Musik bespielt, der andere, Pierre Mendy, führt den Sandwich-Laden Magaz-1 ein paar Häuser westlich der «Lady Bar».

Was die beiden im Schnittpunkt der beiden lebendigsten Kleinbasler Achsen reanimiert haben, erinnert in keinem Winkel mehr an was einmal war. Die Küche, mit der Mendy die Geschmacksknospen der Gäste verwöhnt, setzt hauptsächlich auf französische Kochkunst.

«Uns ist es wichtig, beste Qualität zu servieren - zu normalen Preisen», erklärt Mendy. «Für eine gute Tomatensauce nehmen wir uns fünf Stunden Zeit.» Die Qual der Wahl hat der Gast nicht: Den Viergänger gibt es vegetarisch oder mit Fleisch - in einem Ambiente, das von den Granatapfel-grossen Glühbirnen alter Schule und der reduzierten und geradlinigen Kunstwerken der Streetartistin «Tika» an der Decke geprägt ist.

Kulturell kreativ

Was im Restaurant dem Gaumen und den Augen widerfährt, gibt es in der Club nebenan für die Ohren. Die «Lady Bar» gibt internationalen und regionalen Musikern und DJs der Sparten Jazz und Soul bis hin zum Elektronischen eine Bühne. «Qualität ist uns auch im musikalischen Bereich wichtig. Wir werden keinen Reggae- oder R‘n‘B-Abend anbieten, bloss weil das läuft», erklärt Thomas Brunner das Musik-Programm.

Die Nächte werden also kaum kürzer oder langweiliger werden als zu Zeiten des teuren Biers und der leichten Damen, aber wohl kulturell kreativer.

Quelle: www.tageswoche.ch
-------------------------------

Die Feldbergstrasse gefällt mir immer wie besser, es gibt dort einige tolle shops und nun auch immer wie mehr Bars/Restaurant welche nicht nur ältere türkische Männer ansprechen. Diese Entwicklung finde ich sehr positiv. Ich bin zudem überrascht, dass es keine Einsprachen gegen das neue Asylzentrum in den oberen drei Stockwerken gegeben hat, im Kleinbasel wo es schon viele Ausländer hat wird dies nicht als problem angeschaut. Es wird vielmehr Verständnis für diese Leute aufgebracht.
die feldbergstrasse ist relativ lärmig und daher von der aufwertung "verschont". das ist eben auch wichtig. In bezug auf zwischennutzungen gibt es veiel Leute die etwas auf die beine stellen und somit bleibt das nachtleben recht abwechslunbgsreich. ich glaube nicht dass es in anderen städten so viele projekte gibt.
rübenzahn no está en línea   Reply With Quote
Old July 17th, 2012, 06:55 PM   #90
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Möbel Pfister verschwindet aus dem Kleinbasel

Das Traditionsunternehmen Möbel Pfister verlässt das Kleinbasel. Das Möbelhaus konzentriert seinen Standort in der Region Basel auf Pratteln und löst die Filiale an der Greifengasse 3 auf. von Muriel Mercier


Wenn traditionelle Restaurants, Firmen oder Geschäfte ihre Pforten schliessen und aus der Stadt wegziehen, ist ein Aufschrei in der Bevölkerung oder bei den Gewerkschaften garantiert. So passiert es denn auch im Kleinbasel, denn auf Ende Jahr wird das Traditionsunternehmen Möbel Pfister an der Greifengasse 3 wegziehen.

Die Kräfte in der Region Basel werden auf die Filiale in Pratteln konzentriert, wie Sylvie Merlo, Sprecherin des Möbelgeschäftes, auf Anfrage der bz bestätigt. Somit können die Baslerinnen und Basler bald nicht mehr im Mutterhaus von Möbel Pfister - das Unternehmen wurde 1882 durch Johann Jakob Pfister in Basel gegründet - Betten und Kleiderschränke einkaufen können.

Totalsanierung und auslaufender Mietvertrag

Als Grund für die Schliessung gibt Merlo an, dass die Liegenschaft der Stadtfiliale einer Totalsanierung bedarf und der Mietvertrag per Ende 2012 auslaufen würde. «Durch die Totalsanierung und den neuen Vertrag können wir die Filiale im bisherigen Rahmen nicht rentabel weiterführen.»

Mit der leidigen Euro-Thematik habe der Entscheid also nichts zu tun, zumal die Filiale in Basel im ersten Geschäftshalbjahr 2012 positive Frequenz- und Kundenentwicklung zu verzeichnen habe.

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
Geschicht von Möbel Pfister: http://www.pfister.ch/de/geschichte.html
------------------------------------------
Finde ich ein wenig schade, immerhin wurde das Unternehmen dort gegründet.

Last edited by Don Calo; July 17th, 2012 at 08:32 PM.
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old July 27th, 2012, 04:04 PM   #91
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Kaffeekultur auf drei Rädern

Die Buvetten am Rhein gehören längst zum Stadtbild Basels. Jetzt gibt es auch eine mobile Buvette, die sich auf Kaffee spezialisiert hat. Das Kaffee-Mobil macht jeden Tag am Kleinbasler Rheinufer bei der Wettsteinbrücke Halt.


Das neue Kaffee-Mobil am Rheinufer (zVg)

Die Mitarbeiter des Kaffee-Mobils wollen damit ein Stück Kaffee-Kultur nach Basel bringen. Der Dreirad-Lastwagen ist auf jeden Fall bereits ein Blickfang und ein beliebtes Fotosujet. Lanciert wurde das Kaffee-Mobil vom Unternehmen Mitte in Basel. (pak)

Quelle: www.drs.ch
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old July 31st, 2012, 07:21 PM   #92
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Die charmante Alternative zur Bundesfeier

Von Joel Gernet.

Mit der Eröffnung der Marina Hafenbar fällt heute auf der Klybeckinsel der Startschuss zur gastrokulturellen Zwischennutzung am Kleinhüninger Rheinufer. Neben Drinks und Sound gibt es eine imposante Kraterlandschaft zu besichtigen.


Wer Menschenmassen und laute Böller scheut, ist heute Abend auf der Klybeckinsel bei Kleinhüningen gut aufgehoben. «Es wird definitiv kein Feuerwerk geben bei uns», sagt Caroline Rouine von der Hafenbar Marina lachend, «und auch keine Schweizerfahnen». Was natürlich nicht bedeutet, dass das grosse Feuerwerk von hier aus nicht zu sehen ware. Oder dass nicht gefeiert wird auf dem Ex-Esso-Areal am Kleinhüninger Rheinufer. Schliesslich ist die heutige Marina-Eröffnung so etwas wie der – etwas verzögerte – Startschuss zur Zwischennutzung auf der Industriebrache bei der Wiese-Mündung.

Um 16 Uhr wird der Zapfhahn geöffnet. Neben DJ-Sound sind bei den Nachbarn von Neubasel ein Konzert der Sweet N' Tender Hooligans, Container-Dart sowie Grill und Pizzaofen angesagt. Grillware kann übrigens selber mitgebracht werden, auch bei der Marina Hafebar – falls man dort nicht Caroline Rouines beliebter Currywurst-Kreation verfällt.

Ein Skater-Paradies aus Beton

«Du siehst glücklich aus», sagt der Bierlieferant am Vortag der Eröffnung zu Marina-Betreiberin Rouine. Diese lacht zurück. «Ja ich bin happy, happy, happy.» Mit Strohhut und blauweiss gestreiftem Shirt, passt Rouine auch optisch zu ihrer Hafenbar. Ab heute hat sie als erste der dereinst zahlreichen Zwischennutzungsprojekten die behördentliche Betriebsbewilligung. Nicht nur deswegen ist die Gastro-Unternehmerin eine Pionierin auf der Klybeckinsel – ihre Hafenbar war bereits vergangenen Sommer hier. Allein auf weiter Flur. Im Gegensatz zu damals steht der blaue Gastro-Wagen nun nicht direkt am Rheinbord, sondern etwas nach hinten versetzt auf der Ex-Esso-Parzelle. Ein Problem für Rouine? «Gar nicht! In der Mulde hier unten ist es weniger windig, ausserdem sind wir keine Buvette sondern eine Hafenbar – das kann ich auf dieser Brache mit ihrer Weite gut ausleben.»

Und auch die neuen Nachbarn sind Rouines Augen ein grosser Pluspunkt. Während die Container der Kulturprojekte Frame und Neubasel am Tag vor der Bundesfeier noch wie zufällig hingewürfelte Bauklötze wirken, arbeiten die Skateboarder von Port Land in der Nachmittagshitze unter Hochdruck an ihrer 400-Quadratmeter-Anlage. Die Kraterlandschaft lässt erahnen, welches Skater-Paradies aus Beton hier entsteht. «Das gibt so eine geniale Bahn – unglaublich», sagt Rouine und schmiert Sonnencrème auf ihre tätowierten Arme.

Erste Skate-Session im September?

Skateboard-Sprünge bekommen die Marina-Besucher heute aber definitiv noch nicht zu sehen. Bei Bedarf gibts aber gerne eine Baustellenführung, wie Oli Bürgin, Basler Skateboard-Legende und Mitglied des Vereins Port Land, sagt. «Wir sind vor Ort und erklären die Baustelle, wenn es jemanden interessiert.» Dennoch werden die Port-Land-Macher auch heute eher rackern als reden. Schliesslich werden die Werkzeuge am 1. August ruhen müssen.

«Die Zeit rennt an uns vorbei», sagt Bürgin und erklärt, dass viele Beteiligten für dieses Projekt Ferientage opfern. Wenn alles nach Plan verläuft, kann im September die erste Skate-Session auf der brandneuen Port-Land-Anlage stattfinden. Natürlich mit Drinks von der Marina Hafenbar.

Quelle: www.bazonline.ch
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old August 20th, 2012, 09:30 AM   #93
hausmeister
Registered User
 
hausmeister's Avatar
 
Join Date: Jan 2008
Location: basel
Posts: 1,206
Likes (Received): 87

Quelle: Basler Zeitung

Quote:
Internationale Labels im Sog des Apfels


Der Run auf Ladenlokale in der Freien Strasse wird sich durch den neue Apple-Store weiter erhöhen.

Das Interesse an Basels besten Einkaufsmeilen ist enorm. Internationale Marken wollen mit einer Filiale in der Freien Strasse, am Marktplatz oder in der Gerbergasse glänzen. Laut Experten wird sich dieser Trend noch verschärfen. Im laufenden Jahr rechnet man mit dem Einzug von Apple in die Freie Strasse. Ein Neuzugang, der laut Experten das Umfeld verändern wird. «Apple setzt Trends. Wo das Labeleine Filiale eröffnet, wollen andere nachziehen», sagt Marc-Christian Riebe von der Zürcher Location Group. Riebe vermittelt Detailhändlern Immobilien an den begehrtesten Adressen der Schweiz und kennt den Markt genau.

Auch Paul de Micheli ist mit der Firma Retail Factory in der Branche tätig und bestätigt die Prognose: «Es ist auf der ganzen Welt so. Alle wollen in möglichst direkter Nachbarschaft zu grossen Marken sein.» Es könne also sein, dass es in den kommenden Monaten oder Jahren weitere Wechsel in der Freien Strasse geben werde. «Vielleicht haben wir die Gelegenheit, hier noch ein, zwei Marken zu platzieren.»

Apple dürfte laut Riebe für die Adresse an der Hausnummer 47 tief in die Tasche gegriffen haben, um Botty aus dem laufenden Mietvertrag herauszukaufen. «Hier floss mindestens eine Million Franken und es wird noch mehr in den Umbau der gesamten Liegenschaft investiert.»

Angebote kommen wöchentlich

Begonnen hat die Jagd nach guten Adressen schon vor Jahren. Im Fokus sind besonders Liegenschaften im oberen Teil der Freien Strasse, ganz vorne das Geschäft von Musik Hug. «Dort wollte schon manches Labelrein», sagt Riebe. Allen voran Louis Vuitton, dessen früheres Schweizer Management lange in Basel ein geräumigeres Ladenlokal suchte. Doch bei der Familie Hug biss man auf Granit. «Sie machte klar, dass sie den Standort nie aufgeben werde», sagt Riebe. Begehrlichkeiten weckt auch das Haus gegenüber, in dem sich der Kleiderladen New Yorker befindet. «Es ist vielen teureren Labelsein Dorn im Auge, dass sich dort, in der Nähe von Louis Vuitton und Hermès, an bester Adresse ein Young-Fashion-Geschäft befindet», sagt Riebe.

Nicht nur in der oberen «Luxusmeile» der Freien Strasse, auch weiter unten ist ein Ladenlokal Gold wert. Bei den verbliebenen Traditionshäusern dürften es die grossen Konzerne aber schwer haben. So etwa bei der Kost Sport AG, wo mehrmals im Jahr Angebote von Immobilienfirmen aus der ganzen Welt im Briefkasten landen. «Es geht manchmal um Teilvermietungen, manchmal um den ganzen Laden», sagt Michel Pompanin, der das Unternehmen gemeinsam mit Simone Kost leitet. Das Lokal aufzugeben, sei für die Familie kein Thema.

Auch Rolf Hämmerlin, Inhaber des Fotohauses an der Freien Strasse 4, will bleiben. Teilweise seien die Anfragen wöchentlich gekommen. Einige Makler seien persönlich im Laden gestanden. Doch die Adresse sei zu wertvoll für ihn. «Hier kommt viel Laufkundschaft. Das hätten wir zwei Strassen weiter nicht.» Die hohe Frequenz an Passanten ist es denn auch, die die Freie Strasse so attraktiv macht. «Täglich passieren bis zu 70'000 Leute die Strasse», sagt Immobilienprofi Riebe. Hier eine Filiale zu besitzen, sei eine Sache von Prestige, man wolle Präsenz zeigen.

Die Confiserie Schiesser hat am Marktplatz eine begehrte Lage inne. «Es landen immer wieder Anfragen bei mir», sagt Stephan Schiesser. Es würden zwar keine konkreten finanziellen Angebote gemacht, das Interesse hingegen werde deutlich angemeldet. Aber auch dieses Familienunternehmen will bleiben. «Die Kunden schätzen das. Vieles verändert sich, aber Schiesser findet man immer noch am selben Ort.» Das Interesse an den Räumlichkeiten von Schiesser hängt laut Riebe wohl mit der Situation am Marktplatz zusammen. Dieser sei mit internationalen Marken wie Swarovski, Tally Weijl, Bata und Fielmann fast komplett aufgeteilt, was auch den Druck auf die Eisengasse erhöht habe.

Auch auf die Gerbergasse hat nicht nur die Firma Hugo Boss, die im letzten September auf zwei Etagen einen Laden eröffnete, ein Auge geworfen. Viele in der Gerbergasse ansässige Ladenbesitzer bestätigen zunehmendes Interesse an ihren Lokalen. Ein Inhaber spricht von ihm angebotenen Ablösesummen in der Höhe eines Jahresumsatzes.

Erben im Visier

Musik Hug, Schiesser und Kost Sport können den Grossen trotzen. Ihnen gehören ihre Ladenlokale. Beim *Fotohaus und anderen Geschäften sind Ladeninhaber und Vermieter gut bekannt. Werden die Häuser vererbt, sind die Immobilienfirmen aber schnell zur Stelle. Sie sind über die familiären Verhältnisse in den Familien im Bild und haben oft schon vor einem Todesfall Interessenten an der Hand. Wie viele lokale Geschäfte sich an den Topadressen halten können, bleibt offen. Pro Innerstadt hält die aktuelle Entwicklung nicht für problematisch. «Der Markt soll spielen», sagt Geschäfsleiter Mathias F. Böhm. «Das Interesse von Marken wie Apple oder Hugo Boss spricht doch für Basel und hat eine positive Aussenwirkung.» Man unterstütze aber auch lo*kale Gewerbetreibende bei der Suche nach Räumlichkeiten: «Wir sind in Kontakt mit Hausbesitzern. Über die können wir Einfluss nehmen», sagt Böhm.
hausmeister no está en línea   Reply With Quote
Old August 20th, 2012, 12:44 PM   #94
4057
Registered User
 
4057's Avatar
 
Join Date: Aug 2011
Location: Basel
Posts: 126
Likes (Received): 18

Nun ja, so ist das halt bei einem Markt. Ich finde es gut dass sich das Angebot in der Freien Strasse verbessert (fehlt nur noch eine Verbesserung der Strasse selbst). Klar ist es schade für alteingesessene Geschäfte, wenn sie weichen müssen. Doch können sich diese ja auch wo anders niederlassen, z.B. am Spalenberg. Das ist halt Teil einer Stadt.
4057 no está en línea   Reply With Quote
Old October 22nd, 2012, 06:50 PM   #95
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Kleinbasler Ärztepaar hat im Grossbasel grosse Pläne

Ono, Tell, Mandir und natürlich das Charon beim Spalentor. Die Basler Spalenvorstadt verfügt über eine äusserst vielfältige Beizenszene, nun soll sie eine weitere Belebung erfahren. von Valentin Kressler


Im Erdgeschoss der Nummer neun, das seit Monaten leer steht, soll wieder ein Restaurant einziehen. Die Eigentümerin, die Aedes GmbH, hat beim Basler Bauinspektorat Ende September ein Baubegehren eingereicht. Betrieben werden soll das neue Restaurant von der cultus GmbH. Hinter beiden Gesellschaften steht wiederum die facultas GmbH, die dem Kleinbasler Ärztepaar Johanna Zwimpfer (50) und Simon Lauper Zwimpfer (48) gehört.

Die beiden machen ein Geheimnis um das Projekt. Gegenüber dem «Sonntag» will sich Zwimpfer weder zu den Plänen noch zu den verschiedenen Gesellschaften äussern. Das Konzept sei «noch nicht spruchreif», sagt sie. «Bis Ende Jahr sollten wir wissen, was wir machen.» Voraussichtlich im kommenden Mai soll das Restaurant öffnen. «Wir sind aber nicht sicher, ob es bis dann klappt.» Zwimpfer, die den Wirtekurs besucht hat, kündigt ein Projekt an, «das es in Basel so noch nicht gibt».

Weshalb Zwimpfer ein derartiges Geheimnis macht um das Projekt, ist nicht ersichtlich. Gemäss der beim Bauinspektorat öffentlich einsehbaren Baueingabe soll an der Spalenvorstadt 9, wo zuletzt Amrik Manik mit seinem indischen Restaurant «Mandir» erfolgreich wirtete, eine «typische Espressobar (florentinischer Stil)» betrieben werden. Morgens mit Süssgebäck und Panini, mittags und abends mit hausgemachten Teigwaren und Pizzas. Im Restaurant sollen knapp fünfzig Personen Platz finden. Gleich beim Eingang ist eine Buffet-Bar vorgesehen, an der die Panini frisch zubereitet werden. Die Speisen können im Lokal konsumiert oder mitgenommen werden.

Zwimpfer und ihr Mann Lauper hatten ursprünglich grössere Pläne. Im generellen Baubegehren der Aedes GmbH vom vergangenen April war auch die Rede, den ersten Stock und die Terrasse im ersten Stock in das Restaurant mit einzubeziehen. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Weder Zwimpfer noch Luzia Wigger Stein, Leiterin des Basler Bauinspektorats, wollen zur Redimensionierung Stellung nehmen.

In der Liegenschaft an der Spalenvorstadt 9 werden seit Jahrzehnten Restaurants betrieben. Im ehemaligen «Casanova» versuchte es Ende der Neunziger-Jahre auch die Basler Freizeitaktion. Gegen das aktuelle Projekt von Zwimpfer sind gemäss Wigger Stein bisher keine Einsprachen eingereicht worden.

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old November 2nd, 2012, 01:45 PM   #96
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Ein Club für die Kunst

Das Volkshaus steht vor einer weiteren Etappe: Mitte November wird im Galeriesaal der «Arts Club» eröffnet. Er soll einmal im Monat Treffpunkt für die Kulturszene sein und aktiv von dieser mitgestaltet werden. Von Karen N. Gerig


Kunst und Gastronomie sind ein altes Paar. Gemälde zieren die Wände vieler Beizen, bekannte Maler sollen auch schon Mahlzeiten mit einem Bild bezahlt haben. Keine Kunst aber hängt in der Brasserie im Volkshaus Basel. Auch nicht in der Bar. Nicht, weil die Inhaber Leopold Weinberg und Adrian Hagenbach Kunst verabscheuungswürdig fänden. Im Gegenteil, sagt Weinberg. Und das würde auch keiner glauben, sind die beiden doch für die Helvti in Zürich eine Kooperation mit dem benachbarten Haus Konstruktiv eingegangen.

Dass die Kunst auch im Basler Volkshaus ihren Platz hat, wollen sie nun ab Mitte November trotzdem beweisen: Dann weihen sie im Galeriesaal den sogenannten «Arts Club» ein. Einmal monatlich soll sich hier die Kunst- und Kulturszene treffen, wenn es nach den Initianten geht, ein Event wird immer einen konkreten Anlass geben.

Erste Künstler

Noch ist der Saal, der seinen Namen von der Galerie hat, die sich mit ihrem verschnörkelten Geländer über drei Wände zieht, leer und weiss. Das soll sich aber ändern, bis am 16. November die ersten Gäste kommen. Der Künstler Karim Noureldin wird die Wände mit einer feinen, gitterartigen Struktur in Grautönen gestalten, die dann von anderen Kunstschaffenden bespielt werden kann. Die Idee dafür hatte Galerist Stefan von Bartha. Er wurde von Weinberg und Hagenbach angefragt, ein erstes künstlerisches Gerüst für den Raum zu legen, die ersten Kontakte zur Kunstszene herzustellen, zur lokalen ebenso wie zur internationalen. Bald hatten einige ihr Interesse bekundet – die Belgierin Charlotte Beaudry etwa, Ado Jahic und Comenius Röthlisberger, Pedro Wirz, Clare Kenny und einige mehr.

Sie werden als erste die Wände des Saals gestalten, doch es soll keine Arbeit für die Ewigkeit sein. «Wir wollen, dass sich in dem Saal etwas bewegt», sagt Weinberg. «Wir betrachten es als eine Art von Modelliermasse: Wir stellen sie hin und drücken erste Spuren rein. Die anderen sollen von den Besuchern kommen.» Ausgedeutscht heisst dies, dass jeder und jede seine Ideen einbringen kann: «Es soll ein Raum sein, der sich verändert.»

Stetige Veränderung

Es soll aber auch ein Raum sein, der etwas verändert. Immer wieder wird an den unterschiedlichsten Orten moniert, es gebe in Basel keinen Ort, wo die Kunstszene sich treffen und austauschen könne. «Genau diese Plattform möchten wir nun bieten», sagt Weinberg. «Und damit das funktioniert, sind wir selber auf einen Austausch angewiesen. Und nicht nur auf Publikum.»

Wobei letzteres natürlich nicht fehlen darf. «In diesem Saal will man nicht alleine sitzen», ist Stefan von Bartha überzeugt. «Dafür ist er zu gross.» Auf die Resonanz ist der Galerist deshalb ebenso gespannt wie die beiden Volkshaus-Betreiber. Auch wenn er nach der Eröffnung ebenfalls nur noch als Gast zugegen sein und das Bespielen des Raumes anderen überlassen wird.

Eröffnung des «Arts Club» im Volkshaus Basel: 16. November, zuerst für geladene Gäste, ab 22 Uhr freier Eintritt.

Quelle: www.tageswoche.ch

http://volkshaus-basel.ch/
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old December 18th, 2012, 06:07 PM   #97
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Basel soll einen exklusiven Club am Rhein erhalten

Zürichs Wirtschaftselite trifft sich im «Club zum Rennweg». Prominente planen in Basel einen volkstümlicheren Treff. Das Restaurant Spillmann soll in ein neues Café und einen «Club de Bâle» umgestaltet werden. von Iso Ambühl


Das Restaurant Spillmann am Grossbasler Kopf der Mittleren Brücke war bislang ein ganz normaler Gastronomie-Betrieb. Nebenan hatte einst das Basler Stadtoriginal und Couturier Fred Spillmann sein legendäres Geschäft.

Daniela Spillmann Klose ist in die Fussstapfen ihres Onkels getreten: Sie betreibt heute ebenfalls am Rheinsprung ihr «Couture-à-porter»-Geschäft. Wie ihr Onkel ist Daniela Spillmann ein kreativer Mensch. Ihre neueste Idee: Sie will einen «Club de Bâle» lancieren, «einen Gastronomie-Betrieb für anspruchsvolle Kunden», wie es im Handelregister heisst. Elitär soll das neue Etablissement aber nicht sein: Sie wünscht sich «einen ruhigen Ort» in Basel, wo man sich treffen, Gespräche führen und auch über Geschäfte reden kann.

Ein Club im Restaurant Spillmann

Die Couturière weiss, wo sie den Club einrichten will, was mittlerweile fast «tout Bâle» mitbekommen hat: im hinteren Teil des Restaurants Spillmann, das im vorderen Teil wieder ein richtiges Café werden soll. Im Grunde genommen will sie aber gar nicht darüber reden, weil noch kein Entscheid des Verwaltungsrats des «Club de Bâle» vorliege. In den nächsten Tagen soll die entsprechende Sitzung stattfinden. «Drückt mir die Daumen, damit unser Plan dann auch gelingt», sagt die VR-Vizepräsidentin zum «Sonntag». Spillmann ist die Mutter des Fussballers Timm Klose, der beim 1. FC Nürnberg und in der Schweizer Nationalmannschaft spielt.

Die Finanzierung der Club-Räume ist ein Entscheid, der angesichts der Zusammensetzung des Verwaltungsrats eigentlich kein Problem darstellen sollte. Mit Bernhard Burgener sitzt da ein erfolgreicher Medienunternehmer, der über die Highlight Communications AG in Pratteln die grosse deutsche Firma Constantin Film steuert und über eine Tochterfirma auch die TV-Verträge der Champions League vermarktet. Der Fussball-Fan und ehemalige Rock-Gitarrist in jungen Jahren war kurzzeitig auch Verwaltungsrat der «Basler Zeitung».

Ebenfalls als kapitalkräftig gilt Pascal Böni, Chef der Finanz- und Treuhandgruppe Remaco und Internationale Treuhand AG (Itag). Er sitzt im Vorstand der Handelskammer beider Basel und vertritt über die Gerstenhauser Stiftung das grösste Aktienpaket beim Werbekonzern Publigroup.

In Finanzen gut beschlagen ist auch der Steuerfachmann Stephan Werthmüller. Er ist nach einer Pause heute wieder Finanzchef und damit Vorstandsmitglied des FC Basel. Präsident des Club-Verwaltungsrats ist Matthias Müller, der umtriebige Impresario der Avo-Session, die ab nächstem Jahr Baloise-Session heisst. Der Musik- und Marketing-Mann kennt Werthmüller gut, beide sitzen in der Art Session GmbH.

Zürich hat es schon

In Zürich gibt es bereits seit Jahren spezielle Clubs fürs Netzwerken mit eigenen Räumlichkeiten. Besonders elitär gibt sich der «Club zum Rennweg», wo Ex-Denner-Chef Philipp Gaydoul, der Baselbieter Banker und Fast-SVP-Nationalrat Thomas Matter und «SonntagsZeitung»-Chefredaktor Martin Spieler im Club-Verwaltungsrat sitzen. Nobel gibt sich der «Club Baur au Lac», ein reiner Herrenklub im gleichnamigen Hotel, während sich der Club «Haute SA» im 13. und 14. Stockwerk eines Zürcher Hochhauses schon allein über die Höhe seiner Räume absetzt.

Der Lions Club und Rotary Club sind in Basel beliebte Treffpunkte für die Mitglieder. Sie organisieren Vorträge und setzen sich für wohltätige Zwecke ein. Diese regionalen Clubs verfügen in der Regel aber nicht über eigene Räumlichkeiten. So trifft sich zum Beispiel der Lions Club Basel regelmässig zum Dinner im Restaurant Schützenhaus, wo auch Vorträge stattfinden. Präsident des Clubs ist derzeit Zolli-Direktor Olivier Pagan, der Gerichtspräsident Jeremy Stephenson vor kurzem ablöste. Im Lions Club Basel sind unter anderen Bâloise-VR-Präsident Andreas Burckhardt, Wirtschaftsprofessor Silvio Borner, FDP-Grossrat Christian Egeler, Radio-Basilisk-Chef Matthias Hagemann, Ex-UBS-Chef Marcel Ospel, Ex-Sarasin-Banker Peter E. Merian, Manor-Chef Betrand Jungo, FC Basel-Präsident Bernhard Heusler, FondationBeyeler-Chef Samuel Keller, Messe-Schweiz-CEO René Kamm, Lonza-VR-Präsident Rolf Soiron, Alt-Regierungsrat Christoph Stutz oder Schützenhaus-Wirt Peter Wyss Mitglied.

Die Mitgliederliste des Rotary-Çlubs Basel-St.Jakob, der sich regelmässig in der Basler Schlüsselzunft trifft, führt ebenfalls bekannte Namen auf: etwa Christian Griss, Präsident des Kirchenrats der römisch-katholischen Kirche, Ex-Fasnachts-Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr oder Ex-Regierungsrat Ueli Vischer, Präsident der Universität Basel und der Messe Schweiz.

Wenn kreative Menschen wie Daniela Spillmann einen «Club de Bâle» lancieren, ist zu erwarten, dass mit neuen Ideen auch neue Gruppierungen von Mitgliedern erreicht werden. Das normale Café im vorderen Teil, so Spillmann, soll jedenfalls dafür sorgen, dass der Club nicht abhebt.

Quelle: Der Sonntag
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old January 31st, 2013, 07:26 PM   #98
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Gastrokonzerne verdrängen Basler Wirte

Durch die hohen Mieten im Zentrum von Basel werden Einzelwirte ins geografische Abseits gedrängt.


Jeder zweite Franken, der in Basel für auswärtige Mahlzeiten ausgegeben wird, landet in den Kassen eines grossen Gastrounternehmens oder einer Markengastronomie-Kette wie Burger King, Hitzberger oder Vapiano. Rund eine von vier der rund 900 gastgewerblichen Betriebsstätten in der Stadt gehören zu einer solchen einheitlichen Kette oder einem grossen Gastrounternehmen. «Der Anteil der Ketten, Marken und der Systemgastronomie in Basel ist hoch», weiss Maurus Ebneter vom Wirteverband Basel-Stadt.

«Wegen der wesentlich höheren Produktivität der grossen Gruppen ist davon auszugehen, dass ihr Marktanteil in Basel mittlerweile rund 50 Prozent beträgt.» Ein Trend, der sich laut Ebneter noch fortsetzen wird. «Individualgastronomen werden geografisch und konzeptionell zunehmend in Nischen gedrängt.»

Zürcher schlagen in Basel zu

Von den 200 durch Gruppen betriebenen Lokalen in Basel gehören mittlerweile 86 zur Marken- und Kettengastronomie im engeren Sinn. Darunter fallen beispielsweise McDonald’s, Starbucks, Mister Wong und Nooch. Hier werden Markenkonzepte multipliziert und weitgehend unverändert auf neue Standorte angewandt. Egal, ob man ein Starbucks in Basel oder in Bangkok betritt, vom Mobiliar bis zum Frappuccino ist fast alles standardisiert.

In den restlichen 114 Lokalen ist für den Gast nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass das gewählte Restaurant keinem Einzelwirt, sondern einer Gastronomiegruppe gehört. «Hier wird vor allem dort systematisiert, wo die Gäste es nicht merken. Die Betriebe haben aber einen individuellen Auftritt», so Ebneter. Zu dieser Gruppe gehören immer häufiger altbekannte Basler Traditionsbeizen.

Besonders das Zürcher Unternehmen Candrian Catering hat in den letzten Jahren in Basel zugeschlagen. Der Firma gehören mittlerweile die «Kunsthalle», der «Braune Mutz» und die Bahnhofsrestaurants. Die Basler Berest-Gruppe hat ihrerseits den «Löwenzorn», das «Gifthüttli» und den «Goldenen Sternen» gekauft. Nach einer Übernahme bleibt aber Altbewährtes oft erhalten. So hütete sich die Firma Berest vor rund drei Jahren tunlichst, die beliebten Cordon-bleu-Variationen von der Karte des «Gifthüttlis» zu streichen.

Konzerne mit Expansionsgelüsten

Noch zurückhaltend auf dem Platz Basel vertreten ist der Zürcher Gastrounternehmer Rudi Bindella. Ihm gehört bis dato nur das «Latini» an der Falknerstrasse. Schweizweit führt die Bindella AG, welche auch die «Spaghetti Factory» betreibt, Häuser in einem Dutzend Schweizer Städten. In Bern wurden in den letzten Jahren gleich mehrere Traditionsbeizen von der Zürcher Gruppe übernommen.

Neu drängen auch Unternehmen wie die SV Group, die vor allem für Kantinen bekannt ist, auf den klassischen Gastromarkt. Die Gruppe eröffnet im Sommer an der Eisengasse eine erste Basler Filiale des Fast-Casual-Restaurantkonzepts Spiga. Und es gibt weitere Expansionspläne. «Auch in Basel sind zusätzliche, gut erschlossene Standorte interessant», heisst es auf Anfrage.

Was Basel angeht, haben auch Bindella und Co. durchaus noch Expansionsgelüste. Besonders im Fokus der Grossgastronomen sind Standorte mit hoher Passantenfrequenz wie etwa beim Bahnhof, der Messe oder in der Innenstadt. Dort haben es die Gastro-Riesen vor allem auf weitere Wahrzeichen abgesehen. «Wir sind auf der Suche nach schönen Traditionsorten», sagt beispielsweise Johann Rudolf Meier, Unternehmensleiter der Berest-Gruppe.

Ähnlich tönt es beim Grossgastronomen Candrian: «Wir haben gerne Lokale mit Wurzeln, die bei der Kundschaft schon lange bekannt und akzeptiert sind», sagt Tina Candrian. Man suche zwar nicht aktiv, würde aber zu einem weiteren Basler Betrieb grundsätzlich nicht Nein sagen. Die Informationen, wann eine Beiz zu haben ist, erhalten die Unternehmer auf verschiedensten Wegen. «Manchmal werden wir gebeten, bei Ausschreibungen mitzumachen. In anderen Fällen ruft uns jemand an, der etwas hat munkeln hören», so Candrian.

Im Fall des «Braunen Mutzes» kam die News über eine Zeitung: «Mein Vater hat gelesen, dass dort ein Burger King reinkommen soll, und hat sich eingeschaltet.» Dass man aktiv auf jetzige Inhaber zugehe und einfach einmal einen Betrag in die Runde werfe, sei nicht der Fall. «Wir sind da eher zurückhaltend», sagt Candrian.

Harter Kampf um Standorte

Nicht alle teilen diese Haltung. Einzelwirte mit Betrieben in der Innenstadt erhalten offenbar immer wieder Angebote. «Bei uns hat gerade letzten Dezember jemand angerufen, ob wir bereit wären, den Standort aufzugeben», erzählt eine Angestellte der «Walliser Kanne». Auch Maurus Ebneter vom Wirteverband Basel weiss von solchen Angeboten. «Der Kampf um gute Standorte ist deutlich härter geworden», sagt er. Als eine Folge davon sind die Mieten gestiegen. Für Einzelwirte seien diese mittlerweile nur noch schwer zu erwirtschaften. «Die Ertragskraft der meisten gastronomischen Konzepte kann mit anderen Branchen nicht mithalten», sagt Ebneter.

Beim Wirteverband geht man davon aus, dass die Branchengrössen ihren Marktanteil weiter ausbauen werden. Ebneter: «Dabei wird vielleicht auch der eine oder andere Traditionsbetrieb auf der Strecke bleiben.» Der Verband stehe dem Strukturwandel aber neutral gegenüber. Marken- und Systemgastronomie müssten für einen guten Mix in der Stadt genauso Platz haben wie individuelle Ansätze.

Quelle: www.bazonline.ch
------------------------
Und ich wage mal zu behaupten, dass bei einigen Restaurants viele Kunden gar nicht wissen ob sie nun in einer Kette oder in einem "Basler Restaurant" essen.
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old February 7th, 2013, 07:28 PM   #99
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Das Unternehmen Mitte eröffnet ein Café an der Klybeckstrasse

Am Sonntag haben viele Cafés in Basel geschlossen. Wer auch am siebten Tag der Woche auswärts frühstücken oder Kaffee trinken will, erhält nun aber bald eine neue Möglichkeit. Das Unternehmen Mitte eröffnet ein Café im Kleinbasel und möchte damit eine Marktlücke füllen. von Muriel Mercier


An einem verregneten Sonntag gemütlich Kaffee trinken und Kuchen essen. So schön die Vorstellung ist: In Basel unmöglich. Im Grossbasel hat dann fast kein Restaurant geöffnet. Und auch im Kleinbasel hängt ausser an den Türen der Dönerbuden an den meisten das Schild «Geschlossen». Dies wird sich nun ändern: Anfang Mai kann an der Klybeckstrasse am Sonntag von morgens bis abends gefrühstückt werden. Sogar mindestens sechs Mal wöchentlich. «Frühling» heisst das Café, das im 69 zum Verweilen einladen wird.

Der Name ist Programm, erklärt Benjamin Hohlmann vom Unternehmen Mitte, das hinter dem Projekt steht. «Mit diesem Namen können sich unsere Gäste schon im Winter auf den Frühling freuen», so der Gastronomieverantwortliche. Das Unternehmen Mitte führt seit Jahren an der Gerbergasse 30 erfolgreich ein Kaffeehaus und einen Barbetrieb.

Hohlmann und sein Team wollen den Besuchern zeigen, wie wertvoll Kaffee ist. «Kaffee ist nicht gleich Kaffee.» Im «Frühling» werden verschiedene Sorten angeboten. Zudem leben im Kleinbasel viele Studenten, denen ein Café dieser Art fehle. Auch bei Spätaufstehern wird «Frühling» beliebt sein, ist Hohlmann überzeugt.

Kessler: Angebotsvielfalt steigt

Thomas Kessler, Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung, ist diese Idee willkommen. «Die Angebotsvielfalt steigert die Attraktivität von Basel.» Gerade im unteren Kleinbasel, wo viele junge Menschen und Leute mit Migrationshintergrund dicht nebeneinander wohnen, sei «Frühling» ein tolles Angebot. «Sie können dann entscheiden zwischen halb-legalen Zwischennutzungsbeizen, die die ganze Nacht offen haben und eben dem Café ‹Frühling›.» Hinzu kommt, dass «Frühling» am Sonntag geöffnet ist. «Die Sonntags-Problematik beschäftigt uns speziell. Die Leute leben ja auch am Sonntag.»

Dass das neue Café des Unternehmen Mitte das Kleinbasel aufwertet, sieht Theres Wernli vom Stadtteilsekretariat Kleinbasel anders. «Wenn jedes Restaurant, das im Kleinbasel aufmacht, das Quartier aufwertet, wäre das ja toll.» Es schliessen jeden Monat Cafés und andere gehen auf.

Benjamin Hohlmann möchte mit «Frühling» ein Café anbieten, wie es sonst in Basel keines gibt. «Wir expandieren nicht. Das Unternehmen Mitte ist keine Kette. Wir möchten Ideen umsetzen.» «Frühling» werde Leute anziehen, denn: «Wir haben in der Mitte an der Gerbergasse viele Gäste, die im Kleinbasel wohnen.»

Auf den 90 Quadratmetern können gegen 50 Leute Platz nehmen. Zudem gibt es eine Terrasse mit noch einmal rund 35 Stühlen. Dass sie konkurrenzieren mit den Restaurants Parterre beim Kasernenareal oder Union an der Klybeckstrasse 95 sieht Hohlmann nicht so. «Wir wirtschaften nicht im Food-Bereich. Der Kaffee ist unsere Kernkompetenz.»

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
------------------------------------------
Damit wird die Klybeckstrasse um ein schönes Café reicher. Ich finde rund um die Klybeck/Feldbergstrasse verträgst es noch einige Cafés, Bars und Restaurants mehr.
Für viele Ausländer welche hierher kommen um zu arbeiten ist es zudem nicht verständlich warum hier am Sonntag alles geschlossen ist. Ich wäre einem Sonntagsverkauf nicht abgeneigt, es muss ja nicht jeden Sonntag sein, aber so einmal im Monat würde ich begrüssen.
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Old March 8th, 2013, 07:34 PM   #100
Don Calo
Registered User
 
Don Calo's Avatar
 
Join Date: Jun 2007
Location: Basel
Posts: 3,041
Likes (Received): 186

Der Hinterhof feiert seinen dritten Geburtstag - und will expandieren

Der Hinterhof feiert seinen dritten Geburtstag. Ursprünglich nur als Zwischennutzung geplant, ist der Club inzwischen nicht mehr aus dem Basler Nachtleben wegzudenken. Und dabei soll es nicht bleiben: Die Betreiber planen eine Cocktailbar in der Stadt. von Jasmin Grasser


Renommierte elektronische Musiker, eine grosse Cocktailauswahl und frische Bands aus dem Norden: Für das und mehr ist der Hinterhof bekannt. Was als Zwischennutzung an der Münchensteinerstrasse 81 begann, ist heute nicht mehr aus der Basler Clubszene wegzudenken. Gefeiert wird dieses Wochenende mit verschiedenen Musikern und DJs aus der Region und dem Ausland.

Vertrag immer weiter verlängert

«Wir haben am Anfang nicht erwartet, dass wir einmal unser dreijähriges Bestehen feiern würden», sagt der Kulturverantwortliche Philippe Hersberger lachend. «Doch der anfängliche Einjahresvertrag wurde immer weiter verlängert.» Dass der Hinterhof drei Jahre bestehen konnte, sehen die Betreiber als grosse Chance. «Man kann erst nach 36 Monaten eine vernünftige Bilanz ziehen», sagt Hersberger.

Mittlerweilen sei der Hinterhof ein gut funktionierender Betrieb mit Angestellten. Höhepunkte gab es für ihn einige: «Ich erinnere mich daran, wie ich völlig baff das erste Mal auf der Dachsterrasse stand, als diese fertig war», sagt Herberger.

Auch Auftritte von Musikern wie Sébastian Tellier oder Cut Copy seien spezielle Abende gewesen. «Wenn ein grösserer Künstler zu uns kommt, bedeutet dies immer ziemlich viel Aufwand und bleibt deswegen auch anders in Erinnerung.» Dass aus der Lagerhalle ein funktionierender Club mit Ausstellungsraum wurde, sei dem unermüdlichen Engagement des Hinterhof-Teams und Freunden zu verdanken. «Wir wollten uns immer verbessern, daran hat sich nichts geändert», sagt Hersberger.

Verlängerung steht im Raum

Anfang dieses Jahres wurde die Akustik und das Soundsystem erneuert, letztes Jahr die Lichtsituation verbessert, und vor zwei Jahren entstand die Dachterrasse. «In unserem ersten Jahr war die Fussball-Weltmeisterschaft, das Publikum kam zum Public Viewing auch ausserhalb der Club-Öffnungszeiten.» Doch für den Sommer 2011 habe man sich etwas einfallen lassen müssen, um an den Wochentagen Gäste anzuziehen: «So entstand spontan die Idee der Dachterrasse», sagt Hersberger.

Damit steht dem Hinterhof im Sommer die Möglichkeit offen, an sechs Abenden Gäste zu bewirten. Zudem hofften die Betreiber mit ihrem Engagement auch, die Eigentümer Immobilien Basel-Stadt so zu beeindrucken, dass diese einer weiteren Verlängerung des Zwischennutzungsvertrags zustimmen würden. Die Vertragsverlängerungen wurden bis anhin im Herbst bekannt gegeben. «Das bedeutet für uns natürlich eine Anspannung», meint Hersberger. Es sei deswegen nicht einfach, weil im Falle einer Schliessung alle Angestellten einen neuen Job finden müssten. «Diese Verantwortung setzt uns schon sehr unter Druck.»

Kulturverein, GmbH, Barbetreiber?

2002 wurde der Hinterhof Kulturverein gegründet. Das Ziel als Veranstalter in der Region Basel aktiv zu sein, führte 2009 zur Hinterhof GmbH. Diese betreibt die Hinterhof Bar, alle ihre internen und externen kulturellen Veranstaltungen, die Dachterrasse und das Cocktailcatering. Der Kulturverein verwaltet den Ausstellungsraum Offspace.

Ein neues Projekt hat Hersberger mit seinem Team: Er will in der Stadt eine Bar betreiben. «In einem Club wie dem Hinterhof kommt der Barbereich nicht vollumfänglich zur Geltung», stellt er fest. Deswegen will er in der Stadt einen geeigneten Platz finden, um eine Cocktailbar zu etablieren. «Ob wir dort Events durchführen , weiss ich nicht», sagt er. In einer anderen Location, die keine Zwischennutzung ist, könnte allerdings das Konzept des Hinterhofs weiter bestehen – falls der Club geschlossen wird. «Denn Zwischennutzungen sind immer temporär», gibt Hersberger zu bedenken.

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
Don Calo no está en línea   Reply With Quote
Sponsored Links
Advertisement
 


Reply

Thread Tools
Rate This Thread
Rate This Thread:

Posting Rules
You may not post new threads
You may not post replies
You may not post attachments
You may not edit your posts

BB code is On
Smilies are On
[IMG] code is On
HTML code is Off



All times are GMT +2. The time now is 10:00 AM.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 Beta 4
Copyright ©2000 - 2019, vBulletin Solutions Inc.
vBulletin Security provided by vBSecurity v2.2.2 (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2019 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2019 DragonByte Technologies Ltd.

SkyscraperCity ☆ In Urbanity We trust ☆ about us