Berliner Immobilienmarkt und Mietpreisentwicklung - Page 7 - SkyscraperCity
 

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Berlin Talk Diskussionen, News & Allgemeines ohne Projektbezug


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Old August 4th, 2012, 09:35 PM   #121
Dr_Cosmo
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Die Miete schluckt 20 Prozent der Einkommen

Zitat:
In Berlin starke Unterschiede zwischen Bezirken

Nach den Zahlen des GSW-Reports lag die Wohnkostenbelastung in der Hauptstadt im vergangenen Jahr im Schnitt bei 24,2 Prozent. Gegenüber 2009 (25,4 Prozent) ist sie sogar leicht zurückgegangen. Und im Vergleich zum vergangenen Jahr (24,4 Prozent) war sie nahezu gleich geblieben – allerdings mit sehr deutlichen Unterschieden zwischen Innenstadt- und Außenbezirken.

So war der Mietaufwand im zentrumnahen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit durchschnittlich 29,3 Prozent mit Abstand am höchsten. Danach folgen Pankow (26,9 Prozent), Charlottenburg-Wilmersdorf (26,2 Prozent) und Mitte (25,6 Prozent). In Marzahn-Hellersdorf (19,2 Prozent), Reinickendorf (21,5 Prozent) und Spandau (22,3 Prozent) geben die Berliner den geringsten Anteil ihres Einkommens für die Warmmiete aus.

Gebiete mit hohen Wohnkostenquoten von mehr als 30 Prozent sind vor allem in den gefragten Lagen der Bezirke Mitte, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und vereinzelt in Tempelhof-Schöneberg zu finden. Die niedrigsten Werte erzielen mit unter 20 Prozent Wohngebiete in Neukölln, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf und Spandau.

Deutsche Metropolen vergleichsweise günstig

Doch im internationalen Vergleich ist die Wohnkostenbelastung in den deutschen Metropolen gering, hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) festgestellt. München sei deutlich günstiger als Paris, London oder Madrid.

Hamburg, Köln, Frankfurt oder Berlin würden ebenfalls gegenüber den anderen Metropolen abfallen. Das IW hat die Wohnkosten für einen Ein-Personenhaushalt in einem Ein-Zimmer-Apartment verglichen: In München lag die Wohnkostenbelastung hier bei 25, in Berlin bei 21 Prozent. In Paris erreicht der Mietaufwand dagegen schon 35 Prozent des Einkommens, in London 40, in Rom 49 und in New York 43 Prozent.

Last edited by Dr_Cosmo; August 4th, 2012 at 09:41 PM.
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Old October 16th, 2012, 07:00 PM   #122
Dr_Cosmo
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Globale Investoren entdecken Berliner (Luxus) Immobilienmarkt - WSJ Deutschland

Quote:
Momentan erlebt die 3,5 Millionen Einwohner zählende Stadt einen regelrechten Boom in der gehobenen Immobilienpreisklasse. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bautätigkeit in diesem Sektor nahezu verzehnfacht. Dieser Wandel bestätigt eine beliebte Langfrist-Wette unter Immobilienentwicklern: Dass sich Berlin von der Hauptstadt der mittellosen Künstler hin zu einer Weltmetropole der Kreativbranche entwickelt.
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Old October 18th, 2012, 11:17 AM   #123
Kampflamm
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Licht in Mitte
Grundsteinlegung für Wohnungsbau in Berlin


An einem der letzten noch freien prominenten Orte in Berlin-Mitte wird am Freitag der Grundstein für das Wohnungsbauprojekt LUX gelegt. Das Potsdamer Architekturbüro Axthelm Rolvien zeichnet für den Entwurf für den Neubau am Neustädtischen Kirchplatz verantwortlich.

Die Geschichte des Bauplatzes ist wichtiger Bestandteil der Historie Berlins: 1673 gegründet als Kern der Dorotheenstadt, die der mittelalterlichen Doppelstadt Berlin-Cölln im Westen vorgelagert war, entstand hier 1678 der erste Kirchenneubau Berlins nach der Reformation. Nach der Wende befand sich dort bis zum Jahr 2008 die Botschaft der USA, was dazu führte, dass der Platz – streng bewacht und vom Autoverkehr ausgenommen – ein eher unstädtisches Dasein fristete.

Die Architekten erhoffen sich, dass der Neubau „eine Symbiose zwischen dem Bestand und ihrer baulichen Ergänzung“ eingeht. Dabei spielt die „Verbindung zwischen innen und außen“ eine tragende Rolle. Das Projekt öffnet sich mit seinem Innenhof und vollverglasten Apartments zum gerade fertiggestellten Neustädtischen Kirchplatz. Axthelm Rolvien sehen es als ihre „Pflicht, einen Kontrapunkt zu den in Berlin üblichen abgeschlossenen, introvertierten Gebäuden zu bieten.“















http://www.baunetz.de/meldungen/Meld...n_2969641.html
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Old November 15th, 2012, 05:40 PM   #124
carpetking
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Fellini-Residences in Berlin Mitte kurz vor der Fertigstellung.....

[IMG]http://i50.************/20jfwp0.jpg[/IMG]
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Old November 15th, 2012, 05:46 PM   #125
carpetking
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"Alter Jakob II" Berlin Mitte Alte Jakobstraße 93 kurz vor der Fertigstellung

[IMG]http://i47.************/30j1seu.jpg[/IMG]


[IMG]http://i50.************/2rh4bwp.jpg[/IMG]
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Old November 15th, 2012, 07:54 PM   #126
Dr_Cosmo
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Quote:
Originally Posted by carpetking View Post
"Alter Jakob II" Berlin Mitte Alte Jakobstraße 93 kurz vor der Fertigstellung
Abartig hässlich.
Technoid, verkrampft, seelenlos.

Das ist nicht Luxus.
Das ist nicht Stil.
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Old November 20th, 2012, 12:16 PM   #127
erbse
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Die Berliner Mieten steigen in einigen Lagen rasant.

Wie dieser Fragestellung begegnen? Berichte aus der Berliner Zeitung:

Wohnen in Berlin
Wenig Leerstand, viel Andrang


Berliner Verbände begrüßen den Hamburger Vorstoß, dass Mieter künftig keine Maklergebühr mehr bezahlen sollen. Denn mit den steigenden Mietpreisen ist in der Hauptstadt auch die Courtage gestiegen.

Berlin ist eine Stadt der Mieter. Von den 1,88 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt sind 1,68 Millionen von Mietern bewohnt, in nur 200.000 Wohnungen leben die Eigentümer. Makler haben derzeit viel zu tun: Denn in den Innenstadtbezirken liegt der Leerstand bei unter zwei Prozent. Bei Besichtigungsterminen drängeln sich die Interessenten.

Und das trotz gestiegener Preise. Um knapp fünf Prozent haben sich die Mietpreise in begehrten Lagen binnen eines Jahres in Berlins Innenstadt erhöht, gab der Immobilienverband Deutschland kürzlich bekannt. Kaltmieten von zehn Euro pro Quadratmeter sind keine Seltenheit.

Weiter: http://www.berliner-zeitung.de/berli...,20702772.html
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Old November 20th, 2012, 12:18 PM   #128
erbse
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Berlin ist aber auch eine Stadt der Brachen. Noch gibt es viel weitgehend ungenutztes Potenzial:

Platz für 177.200 neue Berliner Wohnungen

Viel Platz: In Berlin gibt es ungenutzte Flächen, auf denen 177.200 Wohneinheiten gebaut werden könnten. So stellt es die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zumindest in einer Broschüre dar.

Galerie in der Berliner Zeitung
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Old November 20th, 2012, 06:13 PM   #129
Ludi
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Berlin hat noch sehr viele Brachen und auch noch viel aufzuholen im Vergleich zu anderen STädten.

Ich glaube, dass die Mietsteigerungen einfach ein Zeichen für Wachstum sind und dafür sind, dass nun langsam alle Kapazitäten ausgeschöpft sind und Neubauten folgen müssen.

Sicherlich steigen dabei auch die Mieten, aber Berlin wird wohl trotzdem noch ne ganze Weile verhältnismäßig billig bleiben.
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Old November 23rd, 2012, 10:25 AM   #130
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Einige der eingetragenen Bauflächen sind zwar eher hypothetischer Natur (mit verbundenem Abriss), aber die meisten (vorallem kleinere, einzelne Baulücken) sind sofort bebaubar.

Wie man sieht, sind es alleine in der inneren Stadt noch tausende.
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Old November 23rd, 2012, 01:55 PM   #131
Ludi
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interessante Karte...


Sind also alles Bauflächen, die die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung so registriert hat, oder welche Kriterien erfüllen die Felder/Flächen?
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Old November 23rd, 2012, 04:39 PM   #132
Wunderknabe
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Nein nein, ist eine von mir selbst erstellte Karte. Im Grunde halt Satellitenbilder abgecheckt und geschaut wo Brachen/Baulücken sind, bzw. Gebäude die einfach abgerissen und ersetzt werden könnten.

Einiges davon würde sicher kollidieren mit dem Baurecht bzw. Denkmalschutz oder anderen Gründen, aber prinzipiell sind die meisten Stichchen/Pünktchen ganz normale Baulücken wo es morgen los gehen könnte.

Achso und diese Karte entstand auf Basis des Planwerkes Innenstadt. Also alles was darin verzeichnet ist, aber noch nicht gebaut taucht hier garnicht auf. Würde man das was da noch fehlt hier auch einzeichnen, wärs bestimmt nochmal 50% mehr.

Wenn ich mal zu viel Zeit habe ( ) kann ich das ja mal noch verfeinern.
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Old December 17th, 2012, 03:55 PM   #133
VictorJ
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Es bewegt sich was in Friedrichhain:

Es geht um dieses Gelände: GOOGLE MAPS
Mittlerweile wurden alle Gebäude abgerissen. Es wurde auch bis einige meter tiefe gebaggert. Vielleicht die Entfernung alter Fundamente.

Hier eine Präsentation für Anwohner vom Entwickler:

http://block74.traveplatz-berlin.de/...s-12122012.pdf

Hier eine Seite aus dem Kiez:
http://www.traveplatz-berlin.de/der-...-block-74.html

Mit Abbildung:

Auch in der Zeitung:
http://www.berliner-zeitung.de/berli...,21127086.html

Berlin –

In Friedrichshain zwischen Boxhagener Straße, Holtei- und Weserstraße entsteht ein Quartier mit 550 Wohnungen. Als Eigentum und zur Miete. Dazu zwei Stadtplätze, Läden und Cafés. Ein Teil ist für sozial Schwache reserviert.

Das gab es so noch nicht in Berlin. Dass ein Investor Sozialwohnungen baut, ohne jede staatliche Subvention. Was für ihn nichts anderes bedeutet als Verzicht auf Gewinn, denn Sozialwohnungen erbringen erheblich weniger Miete und damit Gewinn als andere. Doch so ganz freiwillig macht das Unternehmen Bauwert das nicht.

Bauwert entwickelt im Karree zwischen Boxhagener Straße, Holtei- und Weserstraße in Friedrichshain ein neues Wohnquartier. Auf einem Areal, auf dem bis vor kurzem noch Spezialdichtungen für die Autoindustrie gefertigt wurden, sollen etwa 550 Wohnungen entstehen. Als Eigentum und zur Miete. Dazu zwei Stadtplätze, Läden und Cafés. Ein Grundstück für eine Kita überlässt der Investor dem Bezirk kostenlos.

Zehn Prozent der Mietwohnungen sind für Haushalte mit geringem Einkommen reserviert. 5,50 Euro pro Quadratmeter beträgt dort die Miete, etwa die Hälfte dessen, was in den anderen Wohnungen verlangt wird. Und was notwendig ist, um wirtschaftlich zu bauen, sagt Bauwert-Chef Jürgen Leibfried: „Billiger bauen ist unmöglich.“

Der Bezirk, so Leibfried, habe ihn derart bearbeitet, „das war nicht normal“. Leibfried klingt, als sei er noch immer erstaunt über seine Zustimmung. Immerhin verlöre er so etwa vier Millionen Euro. Sein Unternehmen wird es verschmerzen. Bauwert ist an vielen Orten in der Stadt tätig. Meist mit noblen Projekten. Die Rosengärten in Wilmersdorf oder die luxuriösen Kronprinzengärten in Mitte sind Bauwert-Projekte.

Was hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg also getan, um dem Investor die Subventionierung preiswerter Wohnungen schmackhaft zu machen? Bürgermeister Franz Schulz von den Grünen spricht ungern von Zwang. Das sei ein hässliches Wort, sagt er. Man habe dem Investor klargemacht, dass er „kein Anrecht auf die von ihm gewünschte Art der Bebauung“ habe.

Denn für das Grundstück, das Bauwert vor zwei Jahren kaufte, gab es schon eine Planung. Ein kleines Einkaufszentrum mit Parkplatz und einige Wohnungen waren dort vorgesehen. Bauwert wollte aber etwas Schöneres: „Wir wollen den Kiez weiterentwickeln und aufwerten.“ Jetzt soll es ausschließlich Wohnungen geben und viel Grün. Ein Einkaufszentrum sei dort nicht nötig.

Preiswerte Wohnungen werden dort dringend benötigt. Friedrichshain-Kreuzberg ist nach Pankow der am stärksten wachsende Bezirk in Berlin. Rund um den Traveplatz und das Ostkreuz hat sich die Einwohnerschaft seit 1995 verdreifacht. „Normalverdiener können sich dort kaum noch Wohnungen leisten“, sagt Rolf Tramp vom örtlichen Bürgerverein. Familien und Alleinerziehende fänden längst nichts Bezahlbares mehr. Tramp: „Zehn Prozent preiswerte Wohnungen sind da ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immer noch besser als wie bisher jede Lücke nur mit teuren Eigentumswohnungen zuzubauen.“

Bürgermeister Schulz kündigte an, die preiswerten Wohnungen übers Wohnungsamt des Bezirks zu vergeben. „Die Mieten müssen dauerhaft niedrig bleiben, sodass auch Hartz-IV-Bezieher Anspruch auf die Wohnungen haben.“ Schulz will ab sofort bei allen Bauherren diese Zehn-Prozent-Regel erreichen.

Auch in anderen Bezirken wird das Wohnungsproblem angegangen. In Lichtenberg hat das Bezirksamt ein Bündnis mit acht Wohnungsunternehmen geschlossen, nach dem ebenfalls zehn Prozent der neuen Wohnungen für sozial Schwache vorgesehen sind. Ähnliches ist auch in Mitte geplant.

Grafik: Rita Böttcher/Berliner Zeitung

Grafik: Rita Böttcher/Berliner Zeitung

Last edited by VictorJ; December 17th, 2012 at 04:02 PM.
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Old December 17th, 2012, 09:46 PM   #134
Bauer-Ewald
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Griechen und Spanier kaufen Berlins Markt leer

Vermögende aus den Euro-Krisenländern wollen ihr Geld in Sicherheit bringen – auf dem deutschen Immobilienmarkt. Sie akzeptieren höhere Preise, zahlen bar – und stechen so oftmals deutsche Käufer aus.

Quote:
Wohnungskauf in Berlin kann frustrieren: "Da kommen Käufer aus Polen und legen die Kaufsumme einfach bar auf den Tisch", berichtet ein genervter Interessent. Die Konkurrenz aus dem Ausland sei gerade in den Szenevierteln Kreuzberg, Mitte oder Prenzlauer Berg stark. "Und Makler konfrontieren einen nicht selten mit Sprüchen wie "Stellen Sie sich nicht so an, andere fragen auch nicht so viel nach". Manche nähmen die Objekte sogar ungesehen.

Berliner Immobilien sind schon länger gefragt. Seit Beginn der Euro-Krise aber drängen noch mehr ausländische Investoren auf den Hauptstadtmarkt, viele aus dem angeschlagenen Spanien und dem kriselnden Italien.

Ein Drittel der Käufer aus dem Ausland

Gut ein Drittel der Käufer komme aus dem Ausland, berichtet der Geschäftsführer des Immobiliendienstleisters Accentro, Jacopo Mingazzini. Fast alle zahlten – anders als deutsche Interessenten – in bar. Tetzlaff-Immobilien hat ebenfalls viele Kunden aus Spanien, zu Engel&Völkers kommen Griechen und Italiener. Auch das Internetportal Immobilienscout24 zählte einen deutlichen Anstieg von Kaufgesuchen aus Griechenland.

"Wir sind international neben der Schweiz oft der letzte Rettungsanker", begründet Analyst Thomas Beyerle vom Immobilienverband IVG das Interesse für Deutschland. Griechen und Spanier wollten ihr Geld in Sicherheit bringen. "Sie kaufen sich das Versprechen von Stabilität und sind dafür oft bereit, höhere Preise zu akzeptieren."

Mieten ziehen kräftig an

Das treibt nicht nur für deutsche Immobilienkäufer den Preis kräftig in die Höhe. "Mittelfristig wird es auch den Mieten nicht gut tun", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund voraus. Vor allem in Berlin ziehen die Mieten bereits kräftig an – für neue Verträge in den vergangenen fünf Jahren um fast ein Fünftel.

Spürbar ist der Einfluss ausländischer Investoren Verbandsanalyst Beyerle zufolge nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg, München und Frankfurt. Anders als beim letzten Immobilienboom 2004 interessierten sie sich dagegen weniger für idyllische Häuschen auf dem Land. In der Großstadt seien sich Käufer einfach sicherer, ihre Wohnungen später zu guten Preisen wieder loszuwerden.

Berlin im europäischen Vergleich günstig

Die größte Anziehungskraft hat Berlin – nicht nur wegen des Hauptstadtflairs. "Berlin ist im europäischen und auch innerdeutschen Vergleich weiterhin sehr günstig", erläutert Mingazzini. Trotz zuletzt deutlich anziehender Preise finde man hier auch in guten Lagen immer noch Wohnungen zum Quadratmeterpreis von 1400 bis 1500 Euro. "Das ist in Metropolen wie Paris, Bologna oder Mailand undenkbar."

Hinzu komme das extrem gute Image der Stadt: Berlin ist im Ausland angesagt, die Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich. Investoren könnten wegen der vergleichsweise günstigen Mieten weiterhin mit vernünftigen Renditen rechnen. "Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn der Zuzug nach Berlin hält an", betont Mingazzini.

Enorme Nachfrage nach Mietwohnungen

Der hohe Anteil an Single-Haushalten fördere zudem die Nachfrage nach Mietwohnungen enorm, sagt Einar Skjerven von der Skjerven Group. "Wer in Berlin kauft, kauft Wohnungen mit viel Potenzial zur Wertsteigerung." In München oder Hamburg gebe es solche Entwicklungschancen nicht.

Dabei geht es oft nicht einmal um Luxuslofts mit Dachgarten, nicht nur um den Prenzlauer Berg, sondern auch um die Mittelklasse-Wohnung im alten Westen. Nicht nur die reichen Griechen kaufen in Berlin, berichten die Makler, sondern viele Familienväter, die ihren studierenden Kindern in der Boomstadt eine Wohnung sichern wollen.
http://www.welt.de/finanzen/immobili...arkt-leer.html
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Old February 4th, 2013, 08:14 PM   #135
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Quote:
„Leute, baut Büros in Berlin. Gerne auch spekulativ“, dieser Appell scheint die logische Folge einer druckfrischen Analyse aus dem Maklerhaus BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) zu sein. In der deutschen Hauptstadt, sagt der Berliner BNPPRE-Chef Jan Dohrwardt, stünden nur 5,8% aller Kontore leer. Das sind so wenig wie an keinem großen deutschen Bürostandort. Und auch im internationalen Vergleich befinde sich Berlin damit in der absoluten Spitzengruppe.
http://www.immobilien-zeitung.de/100...te-baut-bueros

Scheint so, als könne sich Berlin demnächst über zahlreiche neue Projekte freuen.
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Old February 4th, 2013, 09:01 PM   #136
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Kann mich noch erinnern, wie vor nicht allzu langer Zeit noch alle meinten, der Berliner Immo-Markt sei an Büroflächen total übersättig und viele diese in Wohnungen umbauen wollen und nun ....

Bin ich gespannt, 150m Türme am Alex bitte, am besten gleich 5-10.
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Last edited by erbse; February 5th, 2013 at 07:47 AM.
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Old February 7th, 2013, 07:45 PM   #137
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07.02.2013 Der Hauptstadt fehlen moderne Büroflächen

Mit einer aktuellen Leerstandsrate von nur 5,8 Prozent weist Berlin den niedrigsten Wert aller großen deutschen Bürostandorte auf. Auch im internationalen Vergleich befindet sich die deutsche Hauptstadt damit in der absoluten Spitzengruppe. Diese an sich ausgesprochen komfortable Situation wird aber zunehmend zum Problem: Vor allem das am meisten nachgefragte Marktsegment der modernen Leerstandsflächen verengt sich rapide. Während sich der Gesamtleerstand in den letzten acht Jahren um rund ein Drittel verringert hat, ist das Angebot an modernen Flächen im gleichen Zeitraum um etwa zwei Drittel geschrumpft. Aktuell verfügen noch gut 240.000 Quadratmeter der Leerstandsflächen über eine qualitativ hochwertige Ausstattung. Damit entspricht nur noch jeder fünfte Quadratmeter den Anforderungen der überwiegenden Zahl der Mieter. Der mit Abstand größte Teil hiervon entfällt auf die Cityzonen, wo rund 210.000 Quadratmeter der modernen Leerstände anzutreffen sind.

Größere Mietgesuche teilweise schwer umsetzbar
Besonders zugespitzt hat sich die Angebotssituation im Bereich zusammenhängender Büroflächen mit mehr als 3.000 Quadratmetern. Betrachtet man nur die Cityzonen, in denen der Großteil des Flächenumsatzes getätigt wird, zeigt sich, dass lediglich knapp 90.000 Quadratmeter moderne Leerstandsflächen kurzfristig zur Verfügung stehen, die sich auf nicht einmal 15 Objekte verteilen. Setzt man die Grenze auf 5.000 Quadratmeter hoch, reduziert sich das Angebot auf nur noch 67.000 Quadratmeter in weniger als zehn Häusern. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Mieter mit größeren Flächengesuchen sich zunehmend schwer tun, in einem überschaubaren Zeitraum qualitativ angemessene Flächen zu finden.

Neubauflächen nicht ausreichend
Der wesentliche Grund für diese Entwicklung ist die ausgesprochen geringe Neubautätigkeit in Berlin. Vor allem das Volumen spekulativ errichteter Büroflächen nimmt immer weiter ab. Das Angebot an noch verfügbaren – also nicht vorvermieteten – Flächen im Bau hat sich in den letzten acht Jahren ebenfalls um gut zwei Drittel verringert. Nur noch 46.000 Quadratmeter, die sich fast ausschließlich in den Cityzonen befinden, standen potenziellen Mietern Ende 2012 zur Verfügung. Im Cityrand und den Nebenlagen gibt es Neubauflächen nur in Einzelfällen.

Großvermietungen sind wichtiges Marktsegment
Den in den Cityzonen momentan rund 130.000 Quadratmetern modernen Flächen (Leerstand plus verfügbare Flächen im Bau), die auch für größere Mietgesuche infrage kommen, steht ein durchschnittlicher jährlicher Vermietungsumsatz von fast 100.000 Quadratmetern mit Verträgen über 3.000 Quadratmeter gegenüber. Aufgrund des Trends, dass Mieter zunehmend in zentrale Lagen drängen, wurden in den letzten beiden Jahren sogar circa 125.000 Quadratmeter Großflächen pro Jahr in den Cityzonen vermietet. Deutlich über die Hälfte hiervon entfiel auf hochwertige, moderne Flächen. Diese Zahlen belegen, dass die ohnehin schon angespannte Angebotssituation sich in der nächsten Zeit eher noch verschärfen dürfte.

Nur noch rund 1 Prozent des Gesamtbestandes verfügbar
Auch die Relation zwischen dem Angebot moderner Leerstandsflächen zum gesamten Flächenumsatz sinkt kontinuierlich: Noch vor acht Jahren erreichte das Angebot den Faktor 2, bezogen auf den Jahresumsatz. Aktuell liegt das entsprechende Verhältnis lediglich noch bei 0,6. Auch in den besonders präferierten Cityzonen sieht es nicht besser aus. Hier ist die Relation von 2,4 im Jahre 2004 auf aktuell nur noch 0,7 zurückgegangen.

Die skizzierte Entwicklung wird auch durch das Verhältnis von modernen Leerstandsflächen zum Gesamtbestand an Büroflächen bestätigt. Im zugrundeliegenden Untersuchungszeitraum hat sich dieser Indikator konstant verschlechtert. Im Jahr 2004 standen dem Markt noch 3,8 Prozent aller Büroflächen als moderner Leerstand für eine kurzfristige Anmietung zur Verfügung. Aktuell, also Ende 2012, liegt der entsprechende Wert nur noch bei 1,3 Prozent. Unter den großen deutschen Standorten bewegt sich lediglich Hamburg in einer zumindest etwa vergleichbaren Größenordnung von knapp unter 2 Prozent. Das Unterschreiten der 1-Prozent-Marke scheint aufgrund der aktuellen Marktentwicklung nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Entspannung momentan nicht in Sicht
„Momentan deutet nichts darauf hin, dass sich die Angebotssituation bei modernen Flächen kurzfristig entspannen wird. Im Gegenteil, es ist eher von einer weiteren Verschärfung des Engpasses auszugehen“, bringt Jan Dohrwardt, Berliner Niederlassungsleiter von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), die Ergebnisse der Analyse auf den Punkt. „Vor diesem Hintergrund bieten sich aktuell hervorragende Chancen für Projektentwickler, von der Angebots- und Nachfragerelation zu profitieren, wenn sie neue, auch spekulativ errichtete Flächen in Angriff nehmen würden. Voraussetzung ist natürlich, dass es ihnen gelingt, trotz des zugegebenermaßen nicht leichten Finanzierungsumfelds einen Baustart realisieren zu können“, fasst Dohrwardt die Chancen und Risiken zusammen.


http://www.deal-magazin.com/index.ph...ews&news=29136

Muss ich das verstehen?

Wenn die Nachfrage sich in Berlin so extrem zugespitzt hat und vorallem große Komplexe gesucht werden, warum sprießen da nicht die Bürotürme am Alex in die Höhe?

Ich dachte, dass in Zeiten wie diesen Immobilien eh sehr gefragte Wert/Geldanlagen sind...
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Old February 7th, 2013, 08:52 PM   #138
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Originally Posted by Ludi View Post
Wenn die Nachfrage sich in Berlin so extrem zugespitzt hat und vorallem große Komplexe gesucht werden, warum sprießen da nicht die Bürotürme am Alex in die Höhe?

Ich dachte, dass in Zeiten wie diesen Immobilien eh sehr gefragte Wert/Geldanlagen sind...
Ich verstehe das ehrlich gesagt auch nicht wirklich. Klar, in Berlin haben es Bauherren schwer, da es immer wieder "Aktivistengruppen" gibt die sich gegen jegliche Bauvorhaben wehren - vor allem wenn es mal höher werden soll als 40 Meter. Aber am Alex stehen ja diverse Grundstücke zur Verfügung und Baugenehmigungen sind wohl auch vorhanden. Wäre ich Investor, würde ich sofort loslegen - vielleicht bewegt sich ja dieses Jahr noch was handfestes in diese Richtung. Ich wünsche es mir zumindest.
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Old February 7th, 2013, 08:53 PM   #139
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Wer sollte die Büros denn mieten...
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Old February 7th, 2013, 09:06 PM   #140
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Originally Posted by Ingwaeone View Post
Wer sollte die Büros denn mieten...


Lies oben den Artikel, auf fachkundigen Seiten aus der Immobilienwelt wird die Tage von Berlin und der Knappheit an größeren Büroflächen berichtet.

Werde dir das jetzt nicht alles erklären, steht ja zwei posts weiter drüber erklärt.

Wenn kaum noch freie Flächen da sind, wird das wohl alles jemand gemietet haben!
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