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Old March 11th, 2007, 12:35 AM   #1
superskyper
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Basel | Novartis-Campus

Ein Campus des Wissens
Das Werkareal St. Johann in Basel – zugleich Hauptsitz von Novartis – mit seinen zahlreichen Bürogebäuden sowie Forschungs- und Produktionsstätten soll in einen Campus des Wissens, der Innovation und Begegnung verwandelt werden. Der neue Campus wird nicht nur eine moderne, äusserst funktionale Umgebung mit idealen Arbeits- und Kommunikationsbedingungen bieten, sondern auch ein baulich attraktiver Ort sein, in den Mitarbeitende und Besucher aus aller Welt gerne kommen.



Ein Campus für Menschen
Im Mittelpunkt der gesamten Planung steht der Mensch. Novartis hat sich zum Ziel gesetzt, eine optimale Arbeitsumgebung zu schaffen – zum Wohl des Unternehmens, der Mitarbeitenden, aber auch der Stadt Basel, der Heimat von Novartis. Diese will mit der Neugestaltung des St.-Johann-Areals einen Raum schaffen, der die zeitgemässe und innovative Unternehmensphilosophie zum Ausdruck bringt. Durch enge Zusammenarbeit auch mit den Basler Behörden ist Novartis bestrebt, einen Beitrag zur Stadtentwicklung zu leisten.


Ein Masterplan für die Umsetzung
Die Umwandlung des Werksgeländes ist ein langfristiges Projekt, das etappenweise verwirklicht wird. Dabei geht es nicht nur um Architektur, Arbeitsplatzentwicklung und Umgebungsgestaltung, sondern es müssen auch funktionale und verkehrsplanerische Aspekte berücksichtigt werden. Die Umsetzung der wichtigsten Bauetappen wird bis 2008 abgeschlossen sein. Anschliessend sollen weitere Ausbauarbeiten in Angriff genommen werden. Der Verwaltungsrat von Novartis hat ETH-Professor Vittorio Magnago Lampugnani, einen Fachmann auf dem Gebiet der urbanen Architektur, mit der globalen Projektplanung betraut. Der Bau des Campus folgt einem Masterplan, der die einfache und klare Struktur des Areals nachzeichnet, aber gleichzeitig Eleganz nachstrebt. Ein internationales Team von weltweit renommierten Fachleuten berät die Verantwortlichen des Campus-Projekts in Fragen der Landschaftsarchitektur, Kunst, Licht und des grafischen Designs.

Last edited by superskyper; July 8th, 2008 at 12:54 PM.
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Old March 11th, 2007, 12:48 AM   #2
superskyper
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Campus 1







The Garden


Last edited by superskyper; March 11th, 2007 at 12:53 AM.
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Old March 11th, 2007, 12:57 AM   #3
superskyper
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Krischanitz Building







Dem klaren städtebaulichen Konzept folgend stellt sich der Baukörper in den Dienst einer durchgängigen Raumökonomie im Inneren und deren filterartige Präsenz über die teiltransparenten Fassaden nach außen. Der daraus resultierende Kubus wird jedoch durch bestimmte Flächen und raumkonstituierende Maßnahmen aufgelöst und in einen offenen, hellen “Pavillon” verwandelt. Die oszillierenden Glaspaneele der vertikal gerichteten Fassade erzeugen ein komplexes Vexierbild von Durchsicht, Reflexion, Teilung und Rhythmus mit entsprechender Innen- wie auch Außenwirkung, den Eindruck von Leichtigkeit und Transparenz vermittelnd. Die schlanken, tragenden Stahlsäulen sind so gut wie in die zweischalige Fassadenkonstruktion integriert und verstärken zusammen mit der oszillierenden Fassadenlinie den Eindruck einer textilen Struktur, vermitteln eine differenzierte, lebendige Fassadenfront und enden schließlich nach oben in einem spezifisch ausgeprägten Dachsaum.
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Old March 11th, 2007, 01:00 AM   #4
superskyper
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Märkli Building

Das Märkli-Gebäude nimmt auf dem Übersichtsplan eine äusserst wichtige Position ein, denn es befindet sich zwischen zwei wichtigen offenen Räumen – dem ‚Forum’ und dem ‚Long Square’. Das Märkli-Gebäude dient als Verbindung zwischen diesen beiden urban anmutenden Räumen. Die Arkade mit einer Bildwand von Jenny Holzer und die zweistöckige Eingangshalle verbinden das Märkli-Gebäude mit dem Forum in der Fabrikstrasse.
Der Bau wurde im September 2004 in Angriff genommen. Die Fertigstellung des Projekts ist für April 2006 vorgesehen.


Das Besucherzentrum
Eine offen gestaltete, zweistöckige Halle beherbergt das Besucherzentrum mit seinen öffentlichen Funktionen. Drei teilweise verbundene Hallen mit je zwei Stockwerken sind gleichmässig hintereinander angeordnet. Besucher und Mitarbeiter gelangen über eine offene Arkade mit einem Eingang in der Fabrikstrasse in das Gebäude. Gäste werden an der Rezeption in der Mitte des Baus empfangen. Ein gegen die oberen Stockwerke offener Innenhof mit einem Dachfenster sorgt für Transparenz. Über eine offene Treppe im Innenhof gelangen die Besucher auf ein öffentlich zugängliches Zwischengeschoss mit Videoconferencing- und Schulungsräumen.


Die Büroetagen
Über dem Besucherzentrum befinden sich im ersten bis vierten Stock Büro- und Konferenzräume mit insgesamt 260 Arbeitsplätzen. Die Architektur der Büroetagen wird durch den Innenhof, einen offenen Raum in der Gebäudemitte, bestimmt. Die Aussparungen in der Fassade, die jeweils den drei zweistöckigen Hallen im Besucherzentrum entsprechen, unterteilen die Etagen in Nischen, die für Abteilungsbüros geeignet sind. Das Etagenkonzept sieht Bürolandschaften rund um den Innenhof vor. Gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen wie die Kaffeeecke, der Garderobenraum und die Postfächer befinden sich ebenfalls in diesem Bereich.

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Old March 11th, 2007, 01:11 AM   #5
superskyper
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Campus 2





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Old March 11th, 2007, 01:25 AM   #6
superskyper
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Diener&Diener Building

Farbenfrohes Formenspiel

Ein ganz besonderes Gebäude des schweizerischen Pharmaunternehmens Novartis ist im Juli 05 in Basel bezogen worden. Die transparente Fassade des so genannten Forum 3 ist einzigartig: Getönte Glastafeln in über 20 verschiedenen Farben und Viereckformaten umgeben das Gebäude wie eine gläserne Haut. Gefertigt wurden die aus „Imera“ und „Artista“ bestehenden Glastafeln von SCHOTT in Grünenplan. 735 Quadratmeter insgesamt.„ Der Auftrag war eine Herausforderung“, sagt Udo Ehlers, Vertriebsleiter Architekturglas. „Denn die Gläser mussten dreimal länger sein als wir sie produzieren.“ Gelöst wurde das Problem im Verbundverfahren. Mehrere kleinere Scheiben wurden auf eine Grundglasscheibe gelegt und „angeklebt“, im Fachjargon „gestoßen“, bis die erforderliche Größe erreicht wurde. Die Verglasung von Novartis ist einer der grössten Aufträge, die SCHOTT bei Architekturgläsern je erhalten hat.






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Old March 11th, 2007, 01:34 AM   #7
superskyper
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Sanaa

Architekturbüro Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa

Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa gründeten im Jahr 1995 das Architekturbüro SANAA. In jüngster Zeit konnte SANAA vermehrt die Aufmerksamkeit ausländischer Auftraggeber gewinnen, was zu verschiedenen Projekten in Asien, Europa und den USA geführt hat. Durch seine Vielseitigkeit in den Bereichen Architektur und Design befasst sich SANAA mit dem Entwurf verschiedener Gebäudearten, mit Innenarchitektur, dem Aufbau von Ausstellungen, dem Design von Möbeln und anderen Produkten sowie mit Landschaftsarchitektur.


Das Gebäude auf dem Novartis-Campus umfasst ein Unter-, ein Grund- und fünf Obergeschosse sowie ein Zwischengeschoss. In den Obergeschossen sind 280 Arbeitsplätze vorgesehen. Im Grundgeschoss ist ein gegen den Park offenes Café geplant. Der Bau wurde im Januar 2005 in Angriff genommen. Die Fertigstellung des Projekts ist für Juni 2006 vorgesehen.


Ziel des Konzepts ist einerseits eine Umgebung, die Entscheidungsprozesse und die Anpassung an Veränderungen fördert sowie die Markteinführungszeit verringert. Andererseits soll eine Umgebung geschaffen werden, in der eine Vielzahl an Informationen zur Verfügung steht, wodurch sich gegenseitiges Verständnis, Lernen und Entwicklung verbessern. Die Umgebung soll zudem flexibel sein und sich schnell und kostengünstig für verschiedene Nutzungszwecke anpassen lassen.



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Old March 11th, 2007, 03:10 AM   #8
superskyper
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Lighting



Die Beleuchtung stellt bei der Gestaltung des Campus ein ordnendes Element dar. Durch wiederkehrende Lichterscheinungen werden Zusammenhänge in der Wegführung dort deutlich gemacht, wo auch die Nutzung der Gebäude keine hierarchische Ordnung begründet. Andererseits kann und soll die Beleuchtung die besonderen Areale kennzeichnen, die zum Beispiel der Repräsentation, der Anregung oder der Erholung besonders gewidmet sind. Als Mittel zu einer solchen Differenzierung dient das Licht in einem komplexen Sinn. Über die selbstverständliche Aufgabe einer Beleuchtung von Verkehrsflächen hinaus, gilt es auch, die Objekte heranzuziehen, die den Stadtraum eigentlich bilden: Fassaden, Arkaden, Plätze, Bepflanzung, auch die Kunst.

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Old March 11th, 2007, 03:23 AM   #9
superskyper
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Frank Gehry Architecture

Der dekonstruktivistische Neubau liegt am Eingang des Geländes und enthält Büros und eine Bibliothek. Im Untergeschoss liegen ein Computerzentrum und ein Auditorium mit 600 Sitzen.

Neben dem zentralen Atrium dienen kleinere Freiflächen im Gebäude der informellen Begegnung der Mitarbeiter. Insgesamt bietet das Haus 12.800 Quadratmeter Fläche.







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Old March 29th, 2007, 01:09 AM   #10
rafael162
 
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hochhäuser auf campus

heute in der baz:

Novartis möchte am nördlichen Ende des Campus-Areals bis zu zehn Hochhäuser hochziehen. Die geltende Rechtslage erlaubt Maximalhöhen bis zu 77 Metern. Novartis möchte etwas höher bauen, um mehr Platz für Büros und Entwicklung zu schaffen. Weil die bestehenden Gebäude nur 40 Meter hoch sind, fällt Mehrwert an.


... gibt wohl ein richtiger hochhaus-cluster und der ort ist dafür prädestiniert mit dem direkten blick von der mittleren brücke aus auf den cluster.

gruss rafael

Last edited by rafael162; May 23rd, 2007 at 03:27 PM.
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Old March 29th, 2007, 10:24 AM   #11
Küsel
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Das ist eche ein geiler Bau - gefällt mir
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Old March 31st, 2007, 03:40 PM   #12
superskyper
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Novartis möchte aus Platzgründen höher bauen als 80m. Die rede ist von einem bis zu 125m Hochaus und 2 bis 3 ..70m bzw 90m hohe Gebäude im Hochhaus-Cluster. Wir dürfen gespannt sein ...

hier ein Beispiel an die Architekten .

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Old May 16th, 2007, 11:36 PM   #13
superskyper
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Tadao Ando Building, Basel



Tadao Ando hat für seinen Bau eine dreieckige Parzelle im Norden des Campusareals an der Grenze zu Frankreich gewählt. Mit seiner Architektur möchte er „both functional beauty and smoothness“ ausdrücken, und auf diese Weise ein würdiges Bild der neuen, zukunftsorientierten Novartis zeigen. Das Tragwerk unterstützt die architektonische Intention der Schönheit und Sanftheit mit einer klaren Struktur. Die Geschossdecken sind als Flachdecken aus Beton ausgebildet und kragen unterschiedlich weit über die letzte Stützenreihe aus. Im Westen, bei der maximalen Auskragung von 3.6 Metern, wird eine Vorspannung in der Decke angeordnet, um die Langzeitverformungen zu begrenzen. Die gläserne Fassade, die das Bild eines Diamanten schaffen soll, ist nicht tragend und wird jeweils an den Geschossdecken befestigt.
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Old May 23rd, 2007, 03:21 PM   #14
rafael162
 
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beitrag zum novartis campus auf tele basel.

http://www.telebasel.ch/php/videoarc...do=out&id=9486
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Old July 26th, 2007, 08:52 AM   #15
railcity
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»Stararchitekt Frank Gehry realisiert auf dem Basler Novartis-Campus Spektakuläres

Von Victor Weber

BASEL - Im tristen Industriequartier St. Johann/Volta heben Bagger die Baugrube für ein Architekturjuwel aus, das selbst in der mit Baukunst verwöhnten Region Basel für Aufsehen sorgen wird. Das spektakuläre Bürogebäude, das 2008 bezugsbereit ist, trägt die unverkennbare Handschrift des Stararchitekten Frank Gehry. Der Amerikaner hat im baskischen Bilbao das Guggenheim-Museum konzipiert, das dieser heruntergekommenen Hafenstadt zu einer neuen Blüte verholfen hat. Das «Wunder von Bilbao» soll sich am Rheinknie wiederholen.





Hinter dem Bauvorhaben steht nicht etwa der Kanton oder eine gemeinnützige Stiftung, sondern der Pharmakonzern Novartis, der seinen Hauptsitz komplett umumgestaltet und dafür bis 2012 über zwei Milliarden Franken investiert. Es entsteht eine Stadt in der Stadt, genannt Novartis Campus, die ihren optimalen Zustand laut Chefplaner Vittorio Magnano Lampugnani aber erst in 20 bis 30 Jahren erreicht haben wird.

Novartis macht ein grosses Geheimnis aus Gehrys Bau

Der Bürokomplex von Frank Gehry wird den Mittelpunkt des von Konzernlenker Daniel Vasella gewollten Campus bilden: durchscheinend und mehrfach gefaltet wie eine Papierfigur allerdings über 30 Meter hoch. Die kristalline Erscheinung verdankt der Solitär seinem skulpturalen, «dekonstruktivistischen» Aufbau sowie der Totalverglasung, selbst die Unterseiten der überhängenden Gebäudevolumen sind verglast.

Ein Insider schätzt die Kosten des Glaspalasts auf 200 Millionen Franken (samt Inneneinrichtung). Dazu will sich der Konzern partout nicht äussern. Fotos des Modells will er nicht zur Verfügung stellen, mit Informationen geizt er. Sogar Bauspezialisten, die in Novartis Diensten stehen, wundern sich über die Geheimniskrämerei. Patienten und Aktionäre, mutmasst man, sollen nicht realisieren, dass der Konzern mit ihrem Geld richtiggehend klotzt.

Frank Gehry selbst ist ins Fettnäpfchen getreten, als er kürzlich an einer Podiumsdiskussion in Los Angeles zu viel über das Projekt preisgab. Der Moderator frage ihn, wie er es fertig gebracht habe, ein Unternehmen zu überzeugen, einen Bau zu errichten, der trotz seines grossen Volumens nur wenig Büroflächen bietet. Die Antwort des Pritzker-Preisträgers lautete sinngemäss, dass es sich Novartis als Pharmakonzern leisten könne, mit dem Geld grosszügig umzugehen. («Its a pharmaceutical company, its not a bottom-line place.») Die Gewinnmargen blieben auch so sehr hoch.

Die Kosten sind tabu, denn sie sind offenbar horrend

Diese Bemerkung hätte gereicht, um Daniel Vasella zu erzürnen. Doch Gehry ging noch einen Schritt weiter und verriet, dass die Kosten pro «square foot» (Quadratfuss) mit 700 Dollar sehr hoch sind. Umgerechnet auf einen Quadratmeter würde das einen Preis von 7000 US-Dollar oder über 8000 Franken ergeben. Üblich ist ein Quadratmeterpreis von 2500 bis 4500 Franken. Kein Wunder, sind die Kosten tabu. Auf den verschiedenen Ebenen weist der Glaspalast 13 000 Quadratmeter Gesamtfläche auf. Als man in der Basler Konzernzentrale von Gehrys «Indiskretion» erfuhr, ging ein Sturm auf den 77-jährigen Architekten nieder.

Der von ihm entworfene Bau WSJ-242/243 wird die Personalabteilung von Novartis Pharma beherbergen. Im Untergeschoss entsteht ein Auditorium mit 600 Plätzen. Restaurant samt Take- away und Cafeteria liegen im Erdgeschoss, das sich einem kleinen Park («Green») öffnet.

Der Weltklassearchitekt ist daran, für den Campus gleich einen zweiten Wurf zu gestalten: den Laborbau WSJ-256 für über 200 Forscher. Angeblich ist die Realisation noch nicht entschieden. Seitens des Konzerns gibt es auch dazu keine Informationen.

Daniel Vasella, Konzernchef und Verwaltungsratspräsident in einem, kümmert sich um jedes Detail seines ehrgeizigen Campus-Projektes. Selbst Bodenbeläge und Wandbilder wählt er aus. «Er ist erstaunlich gut über alles im Bild», sagt ein Architekt, «in den engagierten Diskussionen greift er korrigierend ein.»

Das vom Verwaltungsrat abgesegnete Mammutvorhaben rechtfertigt Vasella mit dem Argument, dass an Stelle der Hochkamine und Fabriken eine «Stadt des Wissens» entsteht, welche die Kommunikation unter den Mitarbeitern verbessere und so Kreativität und Produktivität fördere. Einzelbüros gehörten der Vergangenheit an. Die Mitarbeiter sollen ihren Laptop packen können und damit irgendwo im Areal arbeiten: im Park, in der konzerneigenen Regenwaldhalle, in einer der verschiedenen Lounges oder in der italienischen Bar. Wie in einer richtigen Stadt gibt es Läden und Boutiquen, ein Fitnesszentrum sowie Post- und Bankschalter. Die heutige Anzahl Arbeitsplätze wird auf 10 000 verdoppelt.

Doch der Campus ist keine offene Stadt, sondern umzäunt, eine «gated community». In Zukunft ist das über 20 Hektar grosse Areal, das stark arrondiert wird, noch abgeschirmter. Denn Novartis kann sich die Hünigerstrasse einverleiben, die heute das Gelände zweiteilt. Dadurch wird just der Gehry-Bau dem Blick der Zaungäste entzogen sein.

Das Problemquartier Volta steht unter Strom

Dabei gäbe es noch viel zu sehen. Als erster Neubau ist der bunt verglaste Büropalast von Diener und Diener fertig gestellt worden. Nun stehen die Projekte von Peter Märkli und des japanischen Ar chitekturbüros Saana vor der Vollendung. Der Laborbau von Adolf Krischanitz steht im Rohbau. Zum Zuge kommen auch andere Stararchitekten wie Tadao Ando, Rafael Moneo oder Adolf Krischanitz. Dass trotz Umzäunung ein Architekturmekka entsteht, will Novartis nicht gelten lassen. Man stehe im Dienste der Patienten und der Aktionäre, nicht der Architekturtouristen.

Trotzdem: Das «Wunder von Basel» beginnt bereits zu wirken: Rund um den Campus werden von Dritten finanzierte Gebäude hochgezogen, so ein riesiges Life-Science-Zentrum oder Appartementhäuser für Manager. Der Kanton investiert ebenfalls in die Wiederbelebung des Problemquartiers Volta. Dank Vasella steht es gleichsam unter Strom.
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Old July 26th, 2007, 02:12 PM   #16
Jakob
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Sorry Jungs, aber ich sehe nur Klötze.
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Old July 26th, 2007, 05:16 PM   #17
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Originally Posted by Jakob View Post
Sorry Jungs, aber ich sehe nur Klötze.
Und ich sehe eine verbotene Stadt.
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Old July 27th, 2007, 01:03 AM   #18
superskyper
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Neu sollen über 100 Meter hohe Gebäude den Campus zieren

Landesystem lässt Vasellas Herz höher schlagen
BASEL. NEUE ANFLUGROUTE AUF DEN EUROAIRPORT SOLL DEN BAU HÖHERER GEBÄUDE AUF DEM NOVARTIS CAMPUS ERLAUBEN


Gen Himmel. Den Planern des Novartis Campus (im Bild: der neue Haupteingang) ist die maximale Gebäudehöhe von 77 Metern zu gering - diesen Wert wollen sie nach oben treiben. Foto Daniel Desborough

patrick marcolli

Novartis macht Druck bei den Behörden: Statt der bisher erlaubten 77 Meter sollen neu über 100 Meter hohe Gebäude den Campus zieren.

Das vielbeschriebene neue Instrumentenlandesystem ILS 34, das im Herbst dieses Jahres am EuroAirport in Betrieb gehen soll, weckt wegen der Verlagerung der Flugachse nach Südwesten neue Begehrlichkeiten. Zum Beispiel beim Basler Pharmamulti Novartis. Dessen Campus wird ab diesem Zeitpunkt weiter entfernt sein vom normalen Flugbetrieb:Von Süden eintreffende Flugzeuge werden den Flughafen neu steiler und direkter anfliegen können.
Wie die Wirtschaftszeitschrift «Bilanz» in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, führt das bei den Campus-Planern um Konzernchef Daniel Vasella und ETH-Professor Vittorio M. Lampugnani zu erhöhter Aktivität. Denn bisher wurde ihnen bei der Gestaltung des neuen Campus einzig in der Gebäudehöhe Grenzen gesetzt:77 Meter hoch dürfen die Liegenschaften auf dem Areal aufgrund der Sicherheitsbestimmungen des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) höchstens werden. Das war der Novartis schon immer ein Dorn im Auge -vor allem seit der Ankündigung ihres Basler Konkurrenten Roche, einen 163Meter hohen Turm am Kleinbasler Rheinufer erstellen zu wollen.

Platzbedarf. Novartis-Sprecher Satoshi Sugimoto argumentiert mit nüchternen Zahlen: Im Endzustand werde der Novartis Campus doppelt so vielen Mitarbeitenden Platz bieten wie heute -also rund 10000 Angestellten. «Der Sicherheitszonenplan führt zu Einschränkungen der diesbezüglichen Möglichkeiten», gibt Sugimoto der baz zu Protokoll. Nun hat angesichts der vorgesehenen neuen Flugrouten die Novartis laut «Bilanz» gleich auf zwei Ebenen eine Offensive eingeleitet: auf der technischen und der behördlichen. Einerseits wurde -«im Auftrag des BAZL», wie Novartis-Sprecher Sugimoto betont -bei dem niederländischen Luft- und Raumfahrtinstitut eine Studie in Auftrag gegeben, um Möglichkeiten auszuloten, wie allenfalls über die Sicherheitszone hinaus gebaut werden kann.

Zu Ergebnissen der Studie wollten sich weder Sugimoto noch das BAZL äussern. Campus-Planer Lampugnani spricht von einer Höhe von «maximal 120 Metern». Gegenüber «Bilanz»gab sich BAZL-Sprecher Anton Kohler sehr zurückhaltend: Es seien «momentan keine Anpassungen der Hindernisbegrenzungsflächen» geplant.

«Kooperativ». Etwas weniger dezidiert äusserte sich Mireille Fleury vom BAZL gestern gegenüber der baz. Sie bestätigte, dass zwischen den diversen Beteiligten -dem Flughafen, den Behörden aus Frankreich und der Schweiz sowie der Novartis - Gespräche stattfänden: «Es wird über alles gesprochen», sagte Fleury. Und Satoshi Sugimoto ergänzt: «Die Gespräche verlaufen in einem sehr konstruktiven und kooperativen Klima.» Support holt sich die Novartis aber nicht nur vonseiten der Luftfahrtexperten, sondern auch bei den Basler Behörden. Laut «Bilanz» beschäftigt sich eine lose Expertengruppe mit dem Thema, der unter anderem auch der einflussreiche Basler Kantonsbaumeister Fritz Schumacher angehört. Laut Schumacher sind «grössere Höhen durchaus denkbar und wünschenswert».

Der Entscheid, ob das Sicherheitskonzept nach Einführung des neuen Landesystems zugunsten der Novartis gelockert wird, liegt aber nicht beim Kanton Basel-Stadt, sondern beim BAZL.
(baz.ch)
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Old August 10th, 2007, 06:19 PM   #19
rafael162
 
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fotos vom gehry neubau. enjoy it!












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Old August 10th, 2007, 08:57 PM   #20
Küsel
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