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Hallo,

ich wollte mal wissen, was so an historischer Bausubstanz zum Opfer gefallen ist, bzw was vernichtet wurde durch Deutsche selbst, statt wiederaufzubauen oder zu erhalten. Deshlab zähle ich die durch allierte Bomben zerstörte Gebäude nicht dazu, wohl aber Runinen die nachträglich durch Deutsche gesprengt wurden. Unahhängig ob es sinnvoll gewesen wäre oder zu teuer gewesen wäre, originalgetreu wieder aufzubauen. Das gehört auch zu Städtegeschichte.Teilweise wurde gott sei dank, originalgetreu und halbwegs original wieder aufgebaut. Nürnberg und Münster sind, glaube ich, ein gutes Beispiel. Das beschränkt sich nicht allein in der Zeit nach dem 2 Weltkrieg.

Hier ein paar Beispiele.

Erfurt - Abriss historischer Bausubstanz in der Altstadt (Neuwerkstraße), 1977
http://de.wikipedia.org/wiki/Erfurt#Nach_dem_Zweiten_Weltkrieg

Sophienkirche Dresden
http://de.wikipedia.org/wiki/Sophienkirche_(Dresden)

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Heute ein Wahrzeichen Berlins. Doch beinahe wäre auch der Turm abgerissen worden, hätten sich nicht heftige Proteste dagegen gewehrt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche#Die_Nachkriegsbauten

Um ein Vorwärtskommen der Amerikaner zu erschweren, wurden oft Brücken, darunter auch jahrhunderte alte Brücken durch die Wehrmacht gesprengt.

Ebern- Nachdem ein Mitglied einer Panzerbesatzung bei der Durchfahrt durch das mächtige Grautor sein Leben verloren hatte, sollte der Turm als Verkehrshindernis abgebrochen werden. Innerhalb einer Nacht (21./22. April) brachen die Bürger daraufhin ein an die Stadtmauer angebautes Wohnhaus ab und schufen so eine panzergerechte Passage neben dem Tor.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ebern#19..2F20._Jahrhundert

(Römische) Stadtmauer Köln - Bereits im Mittelalter und beginnender Neuzeit wurden einige Tore landseitig und rheinseitig zugemauert: im 14. Jahrhundert das Gereonstor verriegelt und stadtseitig zugemauert (bis 1877), es diente als Kölns gefürchtetes Gefängnis
http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtmauer_(Köln)#Abriss_der_Mauer

Abriss des Wollgassenturmes (Grabenturms) 1880 für einen besseren Zugang zum Bahnhof.
http://de.wikipedia.org/wiki/Andernach#Preu.C3.9Fische_Zeit

Kölntor in Aachen - Das Stadttor galt als das imposanteste Stadttor Aachens. Dieser Doppeltorturm wird oft sogar als eines der schönsten Tore Europas bezeichnet.
Das Kölntor wurde um 1320 fertig gestellt und durch die Franzosen 1807 teilweise, in preußischer Zeit komplett abgerissen. Heute erinnert lediglich der Name eines Gastronomiebetriebes in der Umgebung des ehemaligen Tores an das frühere Gebäude.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kölntor

Großherzogs Denkmalfrevel - Hätte er nicht, stünde die evangelische Pauluskirche heute nicht an ihrem Platz und die Gemeinde Badenweiler wäre, neben der römischen Badruine, um eine weitere bedeutende Fundstelle reicher.
http://www.badische-zeitung.de/badenweiler/grossherzogs-denkmalfrevel--2962210.html

Mühlhausen - Thüringen
Bis zum 16.Jh. erhielten die Tore Vortore und Zwingeranlagen. Zusätzlich wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. ein äußerer Mauerring aufgeführt, der auch die fünf Vorstädte einschloss. Vom äußeren Mauerring ist nur das äußere Frauentor bis heute erhalten. Bis in das 16. Jh. hinein wurde die Stadtbefestigung ausgebaut und verstärkt. Im 18./19. Jh. ging die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung an Mühlhausen vorbei. Die Stadt verlor ihre Bedeutung. Die Stadtmauer war funktionslos geworden und nach und nach wurden Teile von ihr abgerissen. 1791 fielen die meisten Bauwerke der äußeren Stadtmauer dem Abriss anheim. Erst im 20. Jh. erkannte man den historischen Wert der Werke. Seit 1949 wurde sie denkmalpflegerisch behandelt.

Frankfurt Kaiserdom - Barocke Umgestaltung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserdom_St._Bartholomäus#Barocke_Umgestaltung

Kölner Dom - Erhaltung, aber auch leider natürliche nicht aufzuhaltende Zersetzung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kölner_Dom#Erhaltung

Hamburg: Erstmaliger Abriss einer evangelischen Kirche nach 1945
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=698161

Beinahe 'Vernichtung' der "Grube Messel"
http://de.wikipedia.org/wiki/Grube_Messel#Geschichte

Außerdem positiv zu sehen - Hessenpark
http://de.wikipedia.org/wiki/Freilichtmuseum_Hessenpark#Denkmalschutz

Eine Vielzahl der heutigen der Burgruinen am Rhein enstanden im 30-jährigen Krieg und Pfälzer Erbfolgekrieg.

Manchmal dienten Burgen der lokalen Bevölkerung als Baumaterial für ihre Häuser. So wurde beispielsweise die Burg Freienfels am Ende des 18. Jahrhunderts, die nie durch Krieg oder Fehde zerstört worden war, dem allmählichen Verfall preisgegeben und diente den Dorfbewohnern als Steinbruch für ihren Hausbau.

http://www.stadtbild-deutschland.de/home.html

Wer andere Beispiele kennt, gerne posten :)
 

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LIBERTINED
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Toller Thread, danke Dr. med.! Ich werd später noch etwas ergänzen, muss erst einmal weg.
 

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Da habe ich aus meiner Heimatstadt mehr zu berichten als mir lieb ist. Zwar hat Hannover im Zweiten Weltkrieg ordentlich einstecken müssen, aber beinahe genauso viel Bausubstanz ist danach der furiosen Planungswut der Stadtväter zum Opfer gefallen, die eine autogerechte Stadt nach amerikanischem Vorbild schaffen wollten:

Flusswasserkunst:





Nachkriegszustand: Bis auf den Turmhelm kaum beschädigt.



1963 abgerissen, weil sie den freien Blick von einer neugeschaffenen vielbefahrenen Straßenkreuzung auf den neuen Plenarsaal des Landtags störte.

Situation heute:





Ironie des Schicksals: besagter Plenarsaal-Anbau des Leineschlosses soll nach Plänen der Landesregierung zugunsten eines modernen Neubaus abgerissen werden. Architekten setzen sich momentan vehement für einen Erhalt des 50er-Jahre-Gebäudes ein.

Es gibt auch eine Initiative für den Wiederaufbau der Flusswasserkunst, die freilich von einem Großteil der Architektenschar als Mumpitz abgetan wird: www.flusswasserkunst.de

Garnisonskirche:





Im Krieg nur leicht beschädigt, abgerissen zugunsten dieses schmucken Schwesternwohnheims:




Villa Willmer ('Tränenburg'):

Im Krieg nicht beschädigt. 1971 abgerissen, ursprünglich um ein großes Wohngebäude im Brutalismus-Stil zu errichten. Pläne wurden fallengelassen, heute ist das Grundstück ein Parkplatz.

Neues Haus:

Leichte Kriegsschäden, 1969 abgerissen für einen Neubau der Musikhochschule.

Friederikenschlösschen:

Im Krieg kaum beschädigt, von der Stadt zunächst dem Verfall preisgegeben und schließlich 1966 abgerissen. Ursprüngliche Pläne zum Bau einer neuen Staatskanzlei an diesem Standort wurden aus Kostengründen verworfen.

Nikolaikapelle:

Im Krieg bis auf die Grundmauern abgebrannt, Ruine beim Bau eines neuen breiten Straßenzuges bis auf den Chor abgerissen.

Die Liste ließe sich beinahe beliebig fortsetzen. :(
 

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Discussion Starter · #4 · (Edited)
"weil sie den freien Blick von einer neugeschaffenen vielbefahrenen Straßenkreuzung auf den neuen Plenarsaal des Landtags störte."

Sowas beklopptes...:hammer:

Das neue Haus sah sehr schön aus :)

"die eine autogerechte Stadt nach amerikanischem Vorbild schaffen wollten"

Das findet man oft in den 50er und Anfang 60er Jahre.

Köln, Frankfurt, Kassel

"Im Gegensatz zu vielen anderen Städten entschloss man sich in Kassel, den Wiederaufbau großflächig nach damals zeitgenössischen Vorstellungen zu planen und keine Rekonstruktion des alten Stadtbilds zu versuchen. Die Überreste vieler historischer Gebäude wurden abgerissen"

Aber auch kleine Städt wie Ulm...
Der größte Teil der Stadt wurde im Stil der Fünfziger- und Sechzigerjahre wiederaufgebaut. Um große Verkehrsprojekte wie die „Neue Straße“ als Ost-West-Magistrale zu verwirklichen, wurde sogar noch erhaltene historische Bausubstanz geopfert.

...oder Braunschweig
Da die Innenstadt nahezu vollständig zerstört war, bauten neue Stadt- und Raumplaner eine neue, moderne, und vor allem „autogerechte Stadt“, wobei sie unter anderem die Maxime der sogenannten Braunschweiger Schule umzusetzen versuchten. Hierzu wurde erheblich in den Restbestand der über Jahrhunderte gewachsenen Stadtlandschaft eingegriffen, was wiederum an vielen Stellen zu weiteren Zerstörungen führte (beispielsweise durch neu angelegte Straßenschneisen). So wurden intakte Gebäude abgerissen und ein neuer Hauptbahnhof weit ab vom Stadtzentrum angelegt. Allein für die Verlegung des Hauptbahnhofes wurden über 100 Gebäude abgerissen. Diese nachträgliche Zerstörung historischen Bau- und Kulturgutes in Friedenszeiten führte zu einem weiteren Identitätsverlust der örtlichen Bevölkerung und war jahrzehntelang Anlass für kontrovers geführte Diskussionen.
Quelle: jemeils wikipedia.

Aber was ich auch zeigen wollte, dass man schon lange vor dem zweiten Weltkrieg nicht immer Wert gelegt hat auf die Erhaltung mancher historischer Gebäude. :eek:hno: Besonders krass find ich den Frankfurter Kaiserdom.
"Man begann also um 1700 mit einer prächtigen barocken Umgestaltung, um den Kaisern nicht mehr ein finsteres und altmodisches mittelalterliches Gemäuer zumuten zu müssen. Hervorragende gotische Kunstwerke wurden zerstört, der Bartholomäusfries wie das ganze Kircheninnere weiß übertüncht, der gotische Lettner, seit Jahrhunderten Ort der Proklamation der neugewählten Kaiser, abgerissen und 1711 durch ein schmiedeeisernes Gitter ersetzt."

Der GAU ist aber wohl nach dem zweiten Weltkrieg zu sehen.:bash:

Wenn auch der 30 jährige Krieg Deutschland verwüstete, und der Pfälzischer Erbfolgekrieg vor allem Südwestdeutschland arg in Mitleidenschaft zog (Beispiel Scherzheim Nach Durchzug des französischen Mélac standen nur noch drei Häuser), so wurden Städte "ansehnlich" neu aufgebaut.

So zum Beispiel Heidelberg

http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberg#Neuzeit
Im Verlaufe dieses Krieges wurde Heidelberg zweimal, 1688 und 1693, von französischen Truppen eingenommen und dabei komplett verwüstet. Nachdem der Erbfolgekrieg 1697 beendet war, baute man das zerstörte Heidelberg im Stil des Barock auf mittelalterlichem Grundriss wieder auf.
 

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Look at that parking lot!
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Kann es sein, daß man in den ersten 20 Jahren Bundesrepublik das Moderne tatsächlich als schöner empfand und danach allmählich ein Altbauten favorisierender Geschmacksumschwung einsetzte? Das würde mich mal interessieren.
 

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Bei dem gewählten Threadtitel brauchts wohl auch`n weiteren a la:
" Abriss, Schleifung, Sprengung, etc. historischer Bausubstanz durch nicht-Deutsche!"
 

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Aber was ich auch zeigen wollte, dass man schon lange vor dem zweiten Weltkrieg nicht immer Wert gelegt hat auf die Erhaltung mancher historischer Gebäude. :eek:hno: Besonders krass find ich den Frankfurter Kaiserdom.
"Man begann also um 1700 mit einer prächtigen barocken Umgestaltung, um den Kaisern nicht mehr ein finsteres und altmodisches mittelalterliches Gemäuer zumuten zu müssen. Hervorragende gotische Kunstwerke wurden zerstört, der Bartholomäusfries wie das ganze Kircheninnere weiß übertüncht, der gotische Lettner, seit Jahrhunderten Ort der Proklamation der neugewählten Kaiser, abgerissen und 1711 durch ein schmiedeeisernes Gitter ersetzt."
Mangelnder Respekt vor historischer Bausubstanz ist nicht erst seit dem 2. Weltkrieg ein Problem, das stimmt wohl. Vor allem zur Blütezeit des Klassizismus wurde der Idee schnurgerader Straßen z.T. massenweise schöne alte Bausubstanz geopfert. So auch hier in Hannover.

Auch die Kombination mehrerer Baustile an einem Gebäude - durch Weiterbau in 'modernem' Stil - ist keine Erfindung der Nachkriegsmoderne. Was ich eher glaube ist, dass angesichts der betonten Schlichtheit von 50er- und 60er-Jahre-Bauten der Kontrast besonders stark auffällt. Wo früher historische Architektur durch etwas ähnlich 'hochwertiges' ersetzt wurde, wog der Verlust im ästhetischen Sinne eben nicht so schwer. Im bauhistorischen Sinne natürlich sehr wohl.
 

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LIBERTINED
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Besonders skandalös bleibt natürlich der Abriss dieses Prachtbaus: Stadtschloss Berlin


Wiki


Wie konnte man der deutschen Hauptstadt nur mutwillig ihr historisches Zentrum rauben? Einfach so? Es wäre ein leichtes gewesen, das Schloss auf der Stelle zu rekonstruieren oder als gesicherte Ruine zu belassen! Aber natürlich brauchte es einen angemessenen Aufmarschplatz für die SED, gab ja sonst so wenige Freiflächen in Berlin nach dem Krieg :eek:hno:



Noch skandalöser sind eigentlich nur die zahlreichen Kirchensprengungen in der gesamten ehemaligen DDR. Das treibt mich zur Weißglut!

Unbedingt mal einen Blick auf diese Seite werfen, da sind alle gesprengten Kirchen aufgelistet! Ein unvorstellbares Kulturverbrechen sondergleichen!

www.kirchensprengung.de


Berlin, Potsdam, Magdeburg (ganz besonders arg!), Rostock, Wismar, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Dessau, Halberstadt, Bad Muskau,... Es ist zum Heulen!
Und natürlich darf man nicht die zahlreichen weiteren Abrisse historischer Bauten vergessen - Schlösser, Gutshäuser, Repräsentativbauten, nicht zuletzt ganze halbwegs intakte Altstadtgebiete (wie in Greifswald oder Berlin)!
 

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ausgewachsene mörderkatze
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^^ Also besonders hübsch war das Schloss eigentlich nicht. Aber ich stimme zu, dass es ein Verbrechen war, es abzureißen.

Viel verheerender ist die systematische Planierung der Innenstädte, z.B. in Berlin. Dass es heute überhaupt noch Altbau-Quartiere wie in Prenzlauer Berg oder Kreuzberg gibt haben wir einem Umdenken in den 80ern zu verdanken, bzw. dass die DDR einfach zu arm war ganz Berlin in eine 'sozialistische Stadt' umzubauen.
 

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Das sind Bilder von wunderschönen Bauwerken. Ich habe immer davon geträumt, mal ein Haus in diesem klassischen Stil zu besitzen. Wir hätten auch schon mal überlegt, ein Haus ganz neu bauen zu lassen, aber eben mit schöner Barock-Fassade und Fenstern, aber welche Firma baut das heute noch. Wenn man es sich dann noch von einem Architekten designen lässt, dann ist das leider nicht mehr zu bezahlen. Ich hoffe, wir werden doch noch irgendwann ein Haus finden, wir haben auch schon mal im Online Rechner für Baufinanzierung gekuckt, was so in unsere Preisklasse liegen würde. Naja, gut Ding braucht Weile ...
 

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Neues Haus, wo bist Du?
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^^ Hallo Tatjana, das glaube ich gar nicht einmal. Sieh Dir mal amerikanische Vorstadthäuser an. Spitzgiebel, Segmentgiebel, Holz, Schiefer.. Die US-Bürger sind dem klassischen Stil viel mehr verbunden als wir Europäer. Auch beim Interieur. Man muss sich nur amerikanische Filme ansehen, da fällt es besonders auf. Paradox im Grunde. Der Ami verwaltet unsere Traditionen und wir bauen nur noch in Glas/Stahl.
 

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Interessanter Thread und sorry dass ich den wieder etwas ausbuddele.

Wie konnte man der deutschen Hauptstadt nur mutwillig ihr historisches Zentrum rauben? Einfach so? Es wäre ein leichtes gewesen, das Schloss auf der Stelle zu rekonstruieren oder als gesicherte Ruine zu belassen! Aber natürlich brauchte es einen angemessenen Aufmarschplatz für die SED, gab ja sonst so wenige Freiflächen in Berlin nach dem Krieg :eek:hno:
Als Symbol für den preußischen Militarismus (und in verbindung daraus damit auch den Faschismus) musste man das Stadtschloss abreißen.

Man hätte auch Hitlers Reichskanzlei wieder aufbauen können und viele andere Gebäude. Aber was hätte das für eine Symbolik nach außen getragen?

Nichts anderes wurde mit dem Palast der Republik gemacht (jaja, Asbest gabs auch - aber das war nur einer der Gründe den PdR abzureißen).

Nach dem Mauerfall gabs auch Stimmen die meinten man solle die Mauer stehen lassen - oder zumindest das Grüne Band das durch die Stadt lief.

Heute ist das meiste davon zugebaut - aus gutem und gleichem Grund wie oben genannt.
 

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LIBERTINED
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^ Man musste überhaupt nichts. Am wenigsten musste man jahrtausendealtes Kulturgut abreißen! Verdammte rote Taliban. :mad:


Mit denen haben Rekofreunde jedenfalls die nächsten Jahrzehnte noch genügend große Aufgaben, neben zahlreichen wichtigen Bürgerhäusern, Schlössern usw.:
Unbedingt mal einen Blick auf diese Seite werfen, da sind alle gesprengten Kirchen aufgelistet! Ein unvorstellbares Kulturverbrechen sondergleichen!

www.kirchensprengung.de

Berlin, Potsdam, Magdeburg (ganz besonders arg!), Rostock, Wismar, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Dessau, Halberstadt, Bad Muskau,... Es ist zum Heulen!
Und natürlich darf man nicht die zahlreichen weiteren Abrisse historischer Bauten vergessen - Schlösser, Gutshäuser, Repräsentativbauten, nicht zuletzt ganze halbwegs intakte Altstadtgebiete (wie in Greifswald oder Berlin)!
 

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