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Terrassenschule
Luca Selva gewinnt Wettbewerb in Basel

Anne-Marie, Zauberwürfel, Schachmatt und Medusa – so hießen einige der 30 Wettbewerbsbeiträge für den Neubau der Primarschule und Sporthalle Erlenmatt im Kanton Basel-Stadt. Mit ihrem Entwurfskonzept „Twix“ konnte das Team von Luca Selva diesen Ende Januar für sich entscheiden; desweiteren vergab die Jury, in der u.a. Roger Boltshauser und Meinrad Morger saßen, folgende Preise:

1. Preis: Luca Selva Architekten, Basel
2. Preis: Raphael Zuber, Chur
3. Preis: Nord, Basel
4. Preis: Ackermann Architekt, Basel
5. Preis: Carnier Carnier Loher, Widnau
6. Preis: Bienert Kintat Architekten, Zürich
7. Preis: Meier Sneyders Architekten, Basel

Das Siegerprojekt „Twix“ füge sich „selbstbewusst in die bestehende Baulücke angrenzend zur Wohnüberbauung Erlentor und bildet künftig den Auftakt zum neuen Quartier im Süden“, lobt die Jury. „Das gestaffelte Bauvolumen reagiert gekonnt auf die Anforderungen des Ortes und des Raumprogramms. Die mehrheitlich unterirdische Sporthalle bildet eine erhöhte Pausenplatzebene und kann dank eigenem Zugang außerhalb der Unterrichtszeiten durch Quartier und Vereine genutzt werden.“

Das neue Schulhaus soll direkt an eine Wohnüberbauung von Morger & Dettli anschliessen. „Mit dem Mittel der volumetrischen Stufungen sind nicht nur Terrassen, Fluchtwege und Pausenflächen entstanden, diese Stufungen tragen auch das wunderbare Potenzial in sich, weich und präzise auf die Gesamtsituation zu reagieren – zum Bestand respektvoll und in seiner Haltung selbstbewusst“, erläutert Luca Selva.

Den Kindergarten haben die Architekten im Schulhaus integriert, er besitzt jedoch im Erdgeschoss einen eigenen Zugang und Außenbereich. Die Primarschule für 12 Klassen mit entsprechenden Flächen für Gruppen- und Spezialräume sowie den Lehrkraftbereich verteilt sich über vier Geschosse. „Die Anordnung der Räume und der großzügigen Korridorbereiche erlauben einen zeitgemäßen Schulbetrieb mit modernen Unterrichtsformen“, urteil die Jury weiter. „Als markanter Gebäudeabschluss befindet sich darüber liegend die Aula mit Aussicht über das Erlenmattquartier. Verschiedene Dachterrassen stehen der Schule für Pausen- und Unterrichtszwecke zur Verfügung.“

Das Preisgericht empfiehlt der Bauherrschaft einstimmig das Siegerprojekt zur Weiterbearbeitung unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Vorprüfung. Ausgeschrieben wurde der anonyme Projektwettbewerb im Juli 2012 vom Hochbauamt in Zusammenarbeit mit dem Erziehungs- und mit dem Finanzdepartement. Mit der Realisierung soll nun unmittelbar begonnen werden, da der Schulneubau eine wichtige nächste Etappe bei der Entwicklung des Erlenmattquartiers einleitet.

Die Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist noch bis zum 8. Februar 2013, Mo-Fr 17-19 Uhr, im Erdgeschoss des ehemaligen Silogebäudes der BLG, Schwarzwaldallee 305, Basel, zu sehen.


 

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Neubau Erlenmatt Basel





Die Bebauung ist als einheitliche Grossform mit unterschiedlichen Gebäudehöhen, Höfen und Einschnitten konzipiert. Dieses Konzept des differenzierten Volumens soll durch die Fassadentypologie verstärkt und präzisiert werden. Offene und unterschiedliche, geschlossene Elemente gliedern das lange Gebäude.

Vier eingeschossige Höfe strukturieren das Erdgeschoss und bilden zusammenhängende Nutzflächen, die modular und frei unterteilbar sind. Die vorgeschlagene Erdgeschossform, die sowohl als Grossraum als auch als Kleinsteinheit genutzt werden kann, stellt ein neuartiges Konzept dar. Die grosse Flexibilität, die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten sowie die Attraktivität der zu den Höfen hin orientierten Räume reduzieren das Risiko des Leerstands.
Der achtgeschossige Hochbau auf der Westseite der Parzelle wird über vier Infrastrukturkerne effizient erschlossen. An diesen sind vier- bis sechsspännige Anlagen mit insgesamt 158 Geschosswohnungen unterschiedlicher Grösse angeordnet.

Der östliche, dreigeschossige Gebäuderiegel nimmt 44 Geschosswohnungen auf, grösstenteils grosszügige Familienwohnungen. Die Erschliessung erfolgt über sechs Treppenhäuser.


Auftraggeber Losinger Marazzi AG
Architet: Steinmann & Schmid
Auftragsdauer 2011 - 2014
Auftragsart Eingeladener Studienauftrag, 1. Preis
Flächen
Areal 6'690 m2
170 Wohnungen 14'280 m2
Gewerbe 2'170 m2

Quelle: www.steinmann-schmid.ch
 

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Konsumtempel auf Eis gelegt

Die treibende Firma hinter dem 300-Millionen-Projekt Galerie Erlenmatt hat ihre Büros in Basel geschlossen. Die Eröffnung des Einkaufszentrums rückt damit weiter in die Ferne. Von Patrik Tschudin


Die Telefonleitung der Multi Development Switzerland ist tot. Mails an Mitarbeitende, mit denen man noch vor Kurzem in Kontakt stand, kommen mit «Benutzer unbekannt» zurück. Das Klingeln an der Stänzlergasse 4 bleibt unbeantwortet. Die Büros im dritten Stock über dem «Tibits» sind eingerichtet, aber wirken verlassen. «Die Schweizer Filiale existiert nicht mehr. Das Büro ist geschlossen», lautet die Auskunft der Telefonistin in der Zentrale von Multi Development im niederländischen Gouda.

Der auf Einkaufszentren spezialisierte Baukonzern plant in Basel seit 2008 an der Ecke Schwarzwaldallee/Erlenstrasse die Galerie Erlenmatt mit 21 000 Quadratmetern Verkaufsfläche, einem 200-Zimmer-Hotel und 490 Parkplätzen in der Tiefgarage. 300 Millionen Franken soll der Konsumtempel kosten. Partnerin von Multi Development Switzerland ist die Berner Bricks Immobilien AG. *Ihnen beiden gehört die Galerie Erlenmatt AG. Letztere ist Besitzerin der 10 800 Quadratmeter Boden für das Einkaufszentrum auf Baufeld A.

Der Partner weiss von nichts

Die Telefonistin in Gouda verweist für weitere Fragen an Multi Development Deutschland. Dort, in Duisburg, ist ihre Kollegin bereits seit ein paar *Tagen informiert über die Büroschliessung in Basel. Sie nennt Jochen Dietmeier von der Multi Development Switzerland als Auskunftsperson.

Man schliesse die Büros in Basel nicht, man ziehe um, kontert Dietmeier am Handy im Zug nach Basel die Auskünfte der Telefonistinnen. Man lege die Räume zusammen mit einem Joint-Venture-Partner, um «die Kostenstruktur zu optimieren». Eva Katrin Maier, Pressesprecherin von Multi Development Deutschland, präzisiert: «Es ist richtig, dass wir unsere Büroräume in der Stänzlergasse gekündigt haben und derzeit den Umzug in die Büroräume unseres Projektpartners, der BAM Swiss, organisieren.» BAM Swiss ist ein Anfang 2012 gegründeter Ableger des Baukonzerns Royal BAM Group aus den Niederlanden. Die Firma hat den Zuschlag erhalten für die Ausführung des Einkaufszentrums, sollte je der Startschuss fallen.

Bei der BAM Swiss reagiert man überrascht auf die Frage nach dem Einzugstermin der Multi Development Schweiz: «Zu uns? Wir haben doch selbst kaum genug Platz!» Peter Schwendimann von BAM Swiss weiss zudem: «Das Thema tauchte kurz auf, ist aber seit Ende 2012 vom Tisch.» Schon aus Platzgründen könne Multi Development nicht bei ihnen einziehen. «Vielleicht wollen die mir auf den Schoss sitzen», scherzt er.

Konfrontiert mit der Reaktion von BAM Swiss besteht die Sprecherin von Multi Development Deutschland darauf, dass die Zusammenlegung der Büros «definitiv im Sommer» stattfinden werde. Schwendimann von BAM Swiss bleibt, nach Rücksprache mit seinem CEO, bei seiner Darstellung.

Ein Baubeginn vor 2014 ist für Fachleute kaum wahrscheinlich.

Daniel Fluri ist Verwaltungsratspräsident der Galerie Erlenmatt AG. Er trat in der Vergangenheit mehrfach als Sprecher für das Projekt Einkaufszentrum in Erscheinung. Fluri kontrolliert über die Bricks Immobilien AG mit rund 90'000 Quadratmetern zudem das grösste Kuchenstück der Erlenmatt. Die Frage nach der Bedeutung der Büroschliessung seiner Partnerin Multi Development liegt seit *einer Woche auf seinem Tisch in der Fimenzentrale in Muri bei Bern. Dazu geäussert hat er sich bis dato nicht.

Ihre Firma halte weiterhin am Plan fest, im Herbst 2013 mit dem Bau der Erlenmatt-Galerie zu beginnen, sagt Multi-Development-Sprecherin Maier. «Die Eröffnung würde dann im Herbst 2015 stattfinden», schätzt sie. Man sei mit zwei «Ankermietern aus dem Textilbereich in intensivem Kontakt» und warte «auf ein positives Signal».

Noch sind aber Einsprachen gegen das Projekt hängig. Baufachleute meinen, bis 2014 seien diese nicht vom Tisch und ein Baubeginn vorher sehr unwahrscheinlich. Ob bis dahin die «Ankermieter» gefunden sind, steht in den Sternen. Das weiss auch Multi Development. Frankenkurs und wirtschaftliche Schwierigkeiten in der *Eurozone liessen Interessenten derzeit zögern, heisst es von dort.

Am Mittwoch tagte unter dem Vorsitz von Kantonsbaumeister Fritz Schumacher die «Gesamtprojektsteuerung Erlenmatt». Grundeigentümer, Bauunternehmen und Kanton koor*dinieren in dem Gremium ihre Aktivi*täten. Dort werde «das weitere Vor*gehen» besprochen, sagt André Frauchiger, Sprecher des Tiefbauamtes. Über die Sitzungen wird nicht kommuniziert.

Plan B für Baufeld A?

Schweigende Bauherren, uninformierte Partner, Nebelgranaten aus der Medienabteilung: Bereitet man hinter den Kulissen einen Plan B für Baufeld A vor An jener Ecke von *Basel ein «Stücki 2» wäre für die Geldgeber wohl nur eines: ökonomischer Selbstmord.


Die unendliche Geschichte der Erlenmatt-Galerie

Das Projekt Einkaufszentrum Erlenmatt war bereits 2005 in den Unterlagen zur Abstimmung über die Umzonung des DB-Areals angekündigt worden. 2008 richtete die im Jahr zuvor nach Österreich an den Immobilienkonzern CA Immo verkaufte Grundeigentümerin Vivico Real Estate, zusammen mit ihrer damaligen Partnerin Multi Development, den Architekturwettbewerb aus. Bei der Bekanntgabe des Siegerprojektes 2009 hiess es, die Eröffnung der Erlenmatt-Galerie sei für Herbst 2011 geplant.
Tatsächlich aber passierte weiterhin nichts auf dem Baufeld A. Dafür stieg am 1. April 2011 die CA Immo aus dem Projekt aus. Sie verkaufte ihren 50-Prozent-Anteil an der Einkaufszentrum Erlenmatt AG für 50 000 Franken und schrieb ihre bis dahin investierten 2 Millionen ab. Kurz darauf übernahm Daniel Fluri von Bricks Immobilien das Verwaltungsratspräsidium der AG, die gleichzeitig in Galerie Erlenmatt AG umbenannt *wurde. Mitte 2011 erst wurde das Baugesuch für das Einkaufszentrum tatsächlich ein*gereicht. Auf der Website des Planungs*amtes Basel-Stadt steht noch heute, die Bauarbeiten dafür *«erfolgen voraussichtlich ab dem Sommer 2012». Nichts dergleichen ist bisher geschehen.
Nicht unfroh über die absehbare weitere Verzögerung der Bauarbeiten dürften die Kinder und Lehrpersonen des Bläsischulhauses sein. Sie beziehen nach den Sommerferien 2013 ihr Schulhausprovisorium auf dem Erlenmatt-Areal. Es liegt direkt neben dem Baufeld, auf das der Konsumtempel zu stehen kommen soll. Dass dort nun aller Voraussicht nach keine Bagger auffahren während ihrer Schulzeit «im Exil», und damit immerhin diese Lärmquelle wegfällt, kommt ihnen sicher gelegen. Die benachbarte Autobahn ist laut genug.

Quelle: tageswoche, 11.04.2013
 

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Kuriose Geschichte und wäre schade, wenn die Erlenmatt-Galerie nicht gebaut werden würde. An diesen Standpunkt gehört ein Magnet, ein Zentrum fürs Quartier, auch wenn es schon einige Shopping-Meilen in Basel derzeitig gibt, Richtung Badischen Bahnhof und die Umgebung aufzuwerten würde das Teil gut tun.

Und der Tages-Woche Report klingt zwar wieder mal sehr investigativ, aber auch mit einigen Spekulationen behaftet, konkrete Aussage vom derzeitigen Projekt-Inhaber sind ja nicht auszumachen und nur negative Aussichten zu stellen, wies die Tageswoche leider zu häufig tut, mag ich auch nicht. Basel muss sich bewegen, und da gehören solche Schlüsselprojekte dazu.
 

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Discussion Starter · #207 ·
Quelle: bz 22.4.13

Erlenmatt: Quartierverein schlägt Sportzentrum vor

Nachdem das Baufeld A des Erlenmatt-Areals nicht für ein Einkaufszentrum verwendet wird, schlägt der SP-Quartierverein Horburg/Kleinhüningen einen mehrstöckigen Sportkomplex vor. Der Verein sieht auf dem Areal Platz für ein Hallenbad mit Sauna, Sportläden, Squash-, Federball- und Tennishallen, Räume für Spinning und Yoga. Die SP ist überzeugt, ein Sportzentrum würde das Quartier wieder neu beleben.
Ganz ehrlich, ich find die Idee gut. Dabei kann man ja das vorgesehne Coop und Hotel beibehalten. Und die Archtiektur (äusserlich) ebenfalls.
 

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Kuriose Geschichte und wäre schade, wenn die Erlenmatt-Galerie nicht gebaut werden würde. An diesen Standpunkt gehört ein Magnet, ein Zentrum fürs Quartier, auch wenn es schon einige Shopping-Meilen in Basel derzeitig gibt, Richtung Badischen Bahnhof und die Umgebung aufzuwerten würde das Teil gut tun.

Und der Tages-Woche Report klingt zwar wieder mal sehr investigativ, aber auch mit einigen Spekulationen behaftet, konkrete Aussage vom derzeitigen Projekt-Inhaber sind ja nicht auszumachen und nur negative Aussichten zu stellen, wies die Tageswoche leider zu häufig tut, mag ich auch nicht. Basel muss sich bewegen, und da gehören solche Schlüsselprojekte dazu.

Die Erlenmatt-Galerie ist ein klassischen Shoppingcenter, nachdem nun der Baubeginn schon mehrere male verschoben wurde, liegt der Verdacht nahe, dass die Betreiber grosse Mühe bekunden die Flächen im Shopping-Center zu vermieten. Denn nur wenn genügend Mieter gefunden werden wird mit dem Bau auch begonnen. Die schelchte Entwicklung des Stücki trägt dazu bei, dass die Unternehmer sehr zurückhaltend sind. Hinzu kommt noch der schwache Euro. Es darf in der Tat gefragt werden ob es sinn macht in einer solchen Ausgangslage ein Shopping-Center zu eröffnen. Der Markt scheint dies zu bezweifeln.


Quelle: bz 22.4.13

Ganz ehrlich, ich find die Idee gut. Dabei kann man ja das vorgesehne Coop und Hotel beibehalten. Und die Archtiektur (äusserlich) ebenfalls.
Diese Idee ist mir auch sehr Sympatisch und wie du schon erwähnt hast könnte auch dort ein neues Hotel und ein Coop integriert werden. Vielleicht sogar mit zwei drei weiteren Shops welche den Coop ergänzen. Eine solcher Sportkomplex fehlt nämlich noch in Basel, vom Standort zwar nicht unbedingt ideal aber auch nicht schlecht. Ich könnte mir zudem ein Entertainment-Komplex vorstellen, mit kleinem Multiplex-Kino. Es sind nun neue Ideen gefragt.
 

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Discussion Starter · #209 ·
quelle: bz

Stadt will Shopping-Center auf dem Erlenmatt-Areal – hat aber keinen Plan B


Unklarheiten zum Shopping-Center auf der Erlenmatt sorgen für Verwirrung. Die Stadt setzt sich für ein weiteres Shopping-Center in Basel ein. Ob es tatsächlich kommt, ist eine andere Frage. Die bz schafft einen Überblick

Bei der Entwicklung der freien Flächen auf dem Basler Erlenmatt-Areal gibt es derzeit ein grosses Fragezeichen: Was passiert mit dem zwischen Schwarzwaldallee und Erlenstrasse gelegenen Baufeld A (im Bild oben rot eingefärbt)? Zwar existiert für die riesige Brache im südöstlichen Zipfel der Erlenmatt seit Jahren ein Projekt: Die deutsche Arealentwicklerin Multi Development GmbH und die Berner Bricks Immobilien AG wollen auf 27'000 Quadratmetern Fläche die Erlenmatt-Galerie bauen, ein Shopping-Center mit Verkaufs-, Gastronomie- und Freizeitangeboten sowie einem Hotel mit 200 Zimmern.

Änderungen an Shopping-Projekt?


Allerdings scheint die Planung nicht vom Fleck zu kommen. Die «Tageswoche» berichtete vor wenigen Tagen, der Konsumtempel werde vor dem Hintergrund der Frankenstärke und des schwierigen Umfelds für neue Einkaufszentren «auf Eis gelegt». Tatsächlich war ursprünglich von einem Baubeginn 2011 und einer «pünktlichen Eröffnung» im Jahr 2014 die Rede. Bedeuten diese Verzögerungen, dass die Planung des Einkaufszentrums sistiert wird? Das ist derzeit unklar. Bei der Multi Development GmbH in Duisburg konnte die bz gestern nicht in Erfahrung bringen, was Stand der Dinge ist. Gerüchteweise soll das Erlenmatt-Projekt optimiert werden. Zudem sollen neben dem Grossverteiler Coop, der offenbar Interesse angemeldet hat, vor Baubeginn weitere Ankermieter gewonnen werden.

Einkaufszentrum als Lärmriegel


Auch im Basler Bau- und Verkehrsdepartement (BVD), das die Arealentwicklung auf der Erlenmatt begleitet, weiss man nicht so genau, was die Investoren vorhaben. «Wir gehen davon aus, dass sie im Mai über die weiteren Schritte informieren», sagt BVB-Sprecher Marc Keller. Man treffe sich mit den Investoren einmal pro Quartal zur «Gesamtprojektsteuerung Erlenmatt». Beim Kanton ist man an einer Realisierung des Einkaufszentrums weiterhin interessiert, betont Keller. «Schon alleine, weil die Bebauung einen Lärmriegel zwischen Autobahn und den Wohnbauten bilden würde.» Er betont zudem, dass der Kanton im Falle eines Verzichts der Investoren kein Ersatzprojekt in der Schublade habe.

Aufgescheucht durch den Bericht der «Tageswoche» werden allerdings von anderer Seite Alternativen für das Baufeld A formuliert: Die SP Horburg/ Kleinhüningen bringt einen mehrstöckigen Sportkomplex ins Spiel, der ein Hallenbad mit Sauna, Hallen für Racket-Sportarten, Yoga-Räume sowie Gastronomie mit leichter Kost umfassen könnte. Abgesehen von einem Tante-Emma-Laden seien auf der Erlenmatt keine weiteren Shopping-Angebote nötig, findet SP-Vorstandsmitglied Rachel Rohner und fügt an: «Umgekehrt gibt es im Quartier weder öffentliche Hallenbäder noch eine Tennishalle.»

Kanton plant Hallenbad


Eine Aussage, die zwar so stimmt, aber wichtige Informationen zur Zukunft ausser Acht lässt: Auf den benachbarten Erlenmatt-Baufeldern H und I (auf dem Bild oben blau eingefärbt) sind derzeit nämlich «vertiefte Abklärungen» für ein gedecktes 25-Meter-Becken im Gang. Grundeigentümerin ist hier die Stiftung Habitat, die im östlichen Teil der Erlenmatt eine vielfältige Nutzung anstrebt (siehe Kasten). Vorgesehen ist, dass der Kanton das Hallenbad bauen und betreiben wird. Die Stiftung würde demnach den Grund und Boden zur Verfügung stellen. Ob der Kanton die Halle im Stockwerkeigentum übernehmen oder eine Rohbaumiete entrichten würde, sei noch offen, sagt Urs Buomberger, Sprecher der Stiftung Habitat.
 

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Weiterer Meilenstein in der Quartier-Entwicklung sorgt für Kritik

Der Bau von 550 Wohnungen auf dem Erlenmatt-Areal ist umstritten: Es gebe zu wenige Wohnungen für Familien, sagt Antoinette Voellmy vom Begleitforum Erlenmatt. Damit wird eine Chance vergeben, die soziale Durchmischung des Quartiers zu verbessern. von Hans-Martin Jermann


Dem Bau von 550 Wohnungen steht nichts mehr im Weg. Kritik aus dem Quartier ist gleichwohl nicht verstummt.
Quelle: Visualisierung


Nun ist definitiv, wie die künftige Bebauung im westlichen Teil des Erlenmatt-Areals aussehen wird: Die Totalunternehmung Losinger Marazzi AG baut auf vier Baufeldern rund 550 Wohnungen sowie ein Seniorenzentrum. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf 218 Millionen Franken. Die Projekte auf den Baufeldern C, E, F und G liegen seit wenigen Tagen in Ausführungsreife vor und werden in den nächsten Monaten in Angriff genommen (siehe Visualisierung).

Im Gegensatz zu diesen Projekten ist weiter unklar, ob auf dem Baufeld A das von einer anderen Arealentwicklerin geplante Shopping-Center, die Erlenmatt-Galerie, gebaut wird. Noch keine ausführungsreifen Projekte liegen ferner auf den im östlichen Teil gelegenen Baufeldern H, I und J vor, die sich im Eigentum der von Beatrice Oeri präsidierten Stiftung Habitat befindet.

2016 sind Wohnungen bezugsbereit

Der Wohnungsmix auf den Baufeldern der Losinger Marazzi AG sieht so aus: Auf dem Baufeld E werden 42 Dreieinhalb- bis Fünfeinhalbzimmer-Eigentumswohnungen und - im begrünten Innenhof - sechs Reiheneinfamilienhäuser erstellt. Auf den drei Baufeldern E, F und G sind 500 Mietwohnungen geplant, davon entfällt die Hälfte auf Dreieinhalbzimmerwohnungen. Jeweils rund ein Viertel ist für Zweieinhalb- sowie für Viereinhalbzimmerwohnungen vorgesehen, wie Benoît Demierre, Niederlassungsleiter Basel der Losinger Marazzi AG informiert.

Auf dem Baufeld C wird schliesslich das mit 63 Wohnungen, 56 Pflegeplätzen und einem öffentlichen Restaurant ausgestattete Seniorenzentrum errichtet. Dieses ist in der Planung bereits am weitesten fortgeschritten: Laut Losinger Marazzi soll dieses bereits im Herbst 2014 fertiggestellt sein. Die Projekte auf den anderen Baufeldern sollen etappenweise Anfang 2016 übergeben werden.

Bei Losinger Marazzi ist man stolz, mit der Wohnüberbauung auf der Erlenmatt das erste 2000-Watt-Areal der Schweiz präsentieren zu können, das sich in Ausführung befindet. So werde das Quartier mit Fernwärme versorgt, zudem seien Photovoltaikanlagen vorgesehen. Sämtliche Wohnbauten werden im Minergie-Standard erstellt. Daneben verfüge das Quartier über Ladestationen für Elektroautos, Mobility-Standorte sowie eine reduzierte Anzahl Parkplätze.

Zu wenig Wohnungen für Familien

Werde das Energiekonzept so umgesetzt, sei dies positiv, kommentiert Antoinette Voellmy. Sie begleitet seit 1998 im Forum Erlenmatt die Entwicklung des ehemaligen DB-Areals. Allerdings würde sie gerne mehr über dieses Konzept wissen. «Dass die neuen Wohnungen mit Fernwärme beheizt werden sollen, ist wirklich nichts Besonderes. Das gibt es im ganzen Quartier», sagte sie. Voellmys Kritik konzentriert sich aber auf etwas anderes: den Wohnungsmix. «Es mangelt an Wohnungen, die mehr als vier Zimmer aufweisen und somit auch für Familien geeignet sind.» Voellmy hatte bereits letztes Jahr in einer Einsprache gegen die Bauprojekte darauf aufmerksam gemacht - ohne Erfolg.

Unterstützung erhält Voellmy von Basta-Grossrat Urs Müller. «Die Investorin ist offensichtlich nicht gewillt, auf der Erlenmatt familienfreundliche Wohnungen zu realisieren.» Dies mache ihn wütend - zumal hier erneut eine Chance vertan worden sei, bei einem Neubauprojekt die soziale Durchmischung zu fördern. «Es wäre sinnvoller, bei solchen Entwicklungsprojekten den Hebel anzusetzen, anstatt hinterher eine Sprachquote in Primarklassen zu fordern», sagt Müller mit Hinweis auf die gestrige Grossratsdebatte.

Quelle: bz Basel
 

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Discussion Starter · #215 ·
Quelle: Losinger Marazzi (News vom 18. Juni 2013)

Werkvertag für Erlenmatt unterzeichnet: Ein neues nachhaltiges Quartier entsteht!

Am 14. Juni 2013 unterzeichneten die Basler Teams mit der Anlagestiftung PATRIMONIUM und PATRIMONIUM SWISS & GLOBAL ASSET MANAGEMENT AG den TU-Werkvertrag für die Realisierung von Wohn- und Gewerbeflächen auf dem Baufeld G; Dieses befindet sich auf dem Erlenmatt-Areal in Basel.

Dieses Gebäude umfasst insgesamt 174 Mietwohnungen sowie ca. 1‘300 m2 modulierbare Gewerbeflächen mit attraktiven Arbeitsplätzen zum begrünten Innenhof. Eine unterirdische Einstellhalle mit 107 Parkplätzen ist ebenfalls vorgesehen. Der Ostflügel umfasst drei Geschosse; Der Westflügel acht Geschosse (inkl. Erdgeschoss) und erhebt das Gebäude auf dem Baufeld G dadurch zum bisher höchsten im nachhaltigen Quartier Erlenmatt.

Die Bebauung wurde als einheitliche Grossform mit unterschiedlichen Gebäudehöhen, Höfen und Einschnitten konzipiert. Differenzierte Volumen sollen durch die Fassadentypologie verstärkt und präzisiert werden. Somit kombiniert das Projekt praktische Grundrisse mit einer modernen, urbanen Architektur.

Zur Erinnerung: Die Entwicklung unserer Projekte auf dem Erlenmatt-Areal umfasst Wohn- und Arbeitsflächen auf den Baufeldern E, F und G sowie ein Seniorenzentrum auf dem Baufeld C2 mit 63 Wohnungen, 56 Pflegeplätzen und einem öffentlichen Restaurant. Die Grundsteinlegung für das Seniorenzentrum hat am 18. Juni 2013 stattgefunden.

Dauer der Ausführungsarbeiten – Baufeld G:

November 2013 – November 2015

 

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Ist das nicht auf dem Areal, wo die ERlenmatt-Galerie geplant war. Heisst das jetzt, dass man das Einkaufszentrum definitiv aufgegeben hat und sich auf eine andere Nutzung/Projekt-Idee konzentrieren möchte?
 
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