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Visualisierung HGK Hochhaus


Foto: Animation: CMS

HGK
Als "Zeichnungs- und Modellierschule" wurde die heutige Hochschule für Gestaltung und Kunst bereits 1796 gegründet. Später erfolgte die Umbenennung in Gewerbe- und schließlich in Kunstgewerbeschule. Seit 1997 bietet sie Fachhochschul-Studiengänge an und ist seit 2000 Departement der Fachhochschule beider Basel (FHBB), inzwischen ein weiteres Mal umbenannt in Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Noch ist die HGK, mit derzeit rund 600Studierenden und 200 Mitarbeitenden in Lehre und Verwaltung auf sechs Standorte in Basel, Aarau und Muttenz verteilt, spätestens ab 2015 sollen es nur noch zwei Bauten auf dem Dreispitz sein.
 

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Mehr Höhe für das Transitfreilager

Von Georg Schmidt

Auf dem Kunstfreilager soll unter anderem die Hochschule für Gestaltung und Kunst eine neue Heimat. Dafür muss das Transitlager wachsen.


Auf dem Kunstfreilager soll dichter respektive höher gebaut werden als bisher im Quartierplan vorgesehen. Konkret geht es um das markante, quer zur Emil-Frey-Strasse stehende Transitfreilager, das im Rahmen der geplanten Umnutzung deutlich aufgestockt werden könnte. Diese Möglichkeit einer baulichen Verdichtung auf dem Kunstfreilager ist im bestehenden Quartierplan, der im Jahr 2008 vom Souverän klar genehmigt wurde, als «Option» enthalten, wie Andreas Berger von der Abteilung Raum und Umwelt der Münchensteiner Gemeindeverwaltung sagt.

Diese Option soll jetzt eingelöst werden: Unter Traktandum 4 wird die Gemeindeversammlung am Mittwoch über die – wie es im Technokratendeutsch heisst – Mutation des Quartierplans befinden können. Konkret soll die maximal mögliche Bruttogeschossfläche von heute 85'000 auf neu 110'000 Quadratmeter erweitert werden. Damit könne die «erfreulich angelaufene Um- und Neunutzung unterstützt werden, was den Entwicklungszielen der Gemeinde und der Grundbesitzerin entspricht», heisst es in den Unterlagen.

Urbanes Ambiente

Zur Erinnerung: Auf dem Kunstfreilager soll die Hochschule für Gestaltung und Kunst eine neue Heimat finden und Wohnraum im urbanen Ambiente entstehen. Das Haus für elektronische Künste und Radio X sind bereits auf dem Areal eingezogen und verschiedene Atelierräume sind an Kunstschaffende vergeben. Die Gesamtnutzfläche im Münchensteiner Teil des Dreispitz-Areals soll aber mit 394'000 Quadratmetern konstant bleiben: «Wir schaufeln bloss um», sagt Andreas Berger – mehr Bauvolumen soll dort möglich werden, wo die Erschliessung gut ist.

Dass das Transitfreilager in der Grössenordnung von vielleicht drei Etagen aufgestockt werden dürfte, bestätigt indirekt auch Andreas Merz, der das Projekt der UBS kommunikativ betreut. In der Ausschreibung zum Wettbewerb – gewonnen hat ihn das Architektenteam BIG Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen – habe man das Ziel formuliert, das Volumen zu vergrössern. Mitte oder Ende Oktober, so sagt Merz, soll das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Quelle: www.bazonline.ch
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Da bin ich ja mal gespannt wie das Transitlager in zukunft aussehen soll, das Architekturbüro welches den Wettbewerb gewonnen hat is auf jeden Fall sehr gut und zurzeit wohl das innovativste Architekturbüro in Dänemark und vielleich sogar in Europa:

BIG Bjarke Ingels Group: www.big.dk
 

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Kunstfreilager Dreispitz update




Transitlager


Das Transitlager wird bis voraussichtlich Ende 2014 zu einem Wohn- und Geschäftshaus mit einer Bruttogeschossfläche von 22'000 m2 umgebaut und bildet neben dem Projekt der Hochschule für Gestaltung und Kunst sowie den bereits heute bestehenden Ateliergebäuden einen der Schwerpunkte im urbanen Quartier Kunstfreilager.

Architekturbüros zu Studienwettbewerb eingeladen

Die Baurechtnehmerin UBS Fund Management (Switzerland) AG hat in Abstimmung mit der Baurechtgeberin Christoph Merian Stiftung den Zürcher Projektentwickler Nüesch Development für die Neupositionierung des Transitlager Gebäudes im Kunstfreilager Dreispitz in Münchenstein beauftragt. In einer ersten Phase hat Nüesch Development eine Auswahl an innovativen europäischen Architekturbüros zu einem Studienwettbewerb eingeladen. Die ausgewählten Architekturbüros haben begeistert zugesagt. Die Resultate des Studienwettbewerbs, unter Leitung von Prof. A. Krischanitz, liegen im 3. Quartal 2011 vor.


links Oslo: Ateliers, Galerien und Radio X
mitte: dieses Gebäude wird fur die HKG umgebaut
rechts: Gewerbe, Citroen Garage
 

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Wohnen auf dem Dreispitz: Umbau und Erweiterung des Transitlagers

Für den Umbau und die Erweiterung des Transitlagers auf dem Dreispitz im Kanton Baselland wurde ein Studienauftrag durchgeführt. Ziel des Studienauftrags war die architektonische Umsetzung des von Nüesch Development formulierten Umnutzungskonzepts für das Transitlager. Die Ergebnisse des Studienauftrages liegen jetzt vor.

Mit der Vision des Architekturbüros Herzog & de Meuron aus dem Jahr 2002 hat die Christoph Merian Stiftung für den Dreispitz einen Transformationsprozess angestossen. Auf dem Areal des früheren Zollfreilagers ird bis 2014 das Stadtquartier Kunstfreilager entstehen, auf dem Wohnen, Arbeiten, Lernen, Kunst und Kultur Platz finden. Das umgebaute und rweiterte Transitlager ist Teil dieses Transformationsprozesses. Das Transitlager, heute ein Lagerhaus, wird das erste neue Gebäude auf dem Dreispitz sein, in dem Mietwohnungen entstehen. Der Wohnanteil beträgt ca. 55%, für die übrigen Flächen sind Nutzungen aus den Bereichen Büro, Atelier und Gewerbe sowie Kommerz und Gastronomie vor-
gesehen.

Studienauftrag

Am Studienauftrag haben sieben Architektenteams aus Basel, Zürich, Paris, Rotterdam und Kopenhagen teilgenommen. Das Siegerprojekt von Bjarke Ingels Group, BIG aus Kopenhagen überzeugte die Jury durch das architektonisch klare Konzept und den sachlich präzisen Umgang mit der bestehenden Struktur. Die bestehende, viergeschossige Stahlbetonstruktur wird mit einem drei-geschossigen Leichtbau aufgestockt, der ca. 70 Wohnungen enthält. Die Aufstockung präsentiert sich in einer städtebaulich markanten Zickzack-form. Für das zweite und dritte Geschoss des bestehenden Baus sind vorwiegend Flächen für alternatives Wohnen und Ateliers vorgesehen. Im ersten Geschoss sind flexible Büronutzungen geplant, im Erdgeschoss kommerzielle Nutzungen und Gastronomie. Die Erdgeschossnutzungen sind auf den Freilagerplatz und die dort geplanten Projekte ausgerichtet. Nüesch Development hat den Studienauftrag im Namen der Christoph Merian Stiftung und des UBS (CH) Property Fund - Swiss Mixed Sima ausgelobt und wird das Siegerprojekt bis zur Baugenehmigung begleiten. Im Anschluss daran wird der Immobilienfonds UBS Sima das Projekt übernehmen und realisieren. Im zweiten Semester 2014 kann das neue Transitlager voraussichtlich bezogen werden. Grundeigentümerin bleibt die Christoph Merian Stiftung, welche das Land im Baurecht abgibt.

Ausstellung der Projekte des Studienauftrags
im Transitlager, Neapelstrasse 8, 4142 Münchenstein:
Montag, 24. Oktober 2011: 18 Uhr (Vernissage)
Dienstag, 25. Oktober, bis Donnerstag, 3. November 2011: 17 Uhr bis 19 Uhr
Samstag, 29. Oktober 2011: 14 Uhr bis 19 Uhr
Sonntag, 30. Oktober 2011: geschlossen

Visualisierung:



Quelle: www.dreispitz.ch/kunstfreilager
Mehr informationen zu BIG: www.big.dk
 

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^^
Find ich gar nicht so übel, ein wenig viel Beton an der Seite mit der Schrift, aber Konstruktion kann sich fast mit Gebäuden im Ausland messen, bspw. Rotterdam.
 

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Mir gefällts auch sehr gut, ist mal etwas augefallener, es entsteht meiner Meiung schon genug 0815 Architektur. Das Architekturbüro BIG ist zurzeit eines der angesagtesten und auch erfolgreichsten Büros in Europa. Die Drehung der oberen drei Stockwerke soll bewirken, das möglichst viel Tageslicht in die Wohnungen gelangt. Die Aufstockung macht auch Sinn, da die bestehende Konstruktion sehr massiv ist und dies ohne Verstärkungen geschehen kann. Laut UBS soll das Projekt im mittleren Preissegment angesiedelt sein. Laut Baz von heute sollen auch HdM ein Hochhaus auf dem Kunstfreilager planen.
 

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Finde es auch nicht so daneben, obschon ich bei diesen Umbauten von hässlichen Industriegebäuden immer etwas skeptisch bin. Meiner Erfahrung nach kommt das dann entweder sehr originell und gelungen raus oder es wirkt erzwungen und bleibt hässlich. Ästhetischer Knackpunkt wird daher wohl der untere Teil werden. Wenn sie den anständig hinbekommen, könnte es durchaus was werden. Sollen sie nur mal so was auprobieren, das Dreispitzareal ist ja auch genau der richtige Ort dafür. Was ich äusserst gelungen finde sind die Gärten. Da oben ein Grillfest feiern, mit Ausblick auf Basel, das find ich eine äusserst attraktive Vorstellung. Schauen wir mal.
 

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Unmut über die Neuplanung des Quartiers

Von Rahel Koerfgen.

Das Gewerbe hat Angst, dass es von den Behörden aus dem Dreispitz-Areal verdrängt werden könnte. Die Baurechtsnehmer des Areals fühlen sich nicht ernst genommen.


Der Lastwagen ist randvoll mit Zitrusfrüchten. Beinahe lautlos werden diese entladen, direkt in die Hallen der Fruchthof AG. Das Unternehmen mit 35 Mitarbeitern in Basel importiert per Bahn und Lastwagen frisches Obst und Gemüse in die Schweiz, seit über drei Jahrzehnten befindet sich der Sitz an der Frankfurt-Strasse auf dem Dreispitz-Areal. Prüfend beobachtet Marc Dietrich, Inhaber der Fruchthof AG, den Vorgang. Er hat die Hände tief in seiner Jackentasche vergraben, er sieht unzufrieden aus. Nicht wegen des Geschäfts, das läuft gut. Aber: «Quer durch unser Firmenareal sollen dereinst ein Veloweg und eine Fussgängerverbindung führen. Für unseren Bahnanschluss hat es dann keinen Platz mehr. Und für die Lastwagen sowieso nicht, da die Frankfurt-Strasse verbreitert werden soll. Wie soll da ein Logistikbetrieb funktionieren?» Dietrich schüttelt ungläubig den Kopf. Er ist mit der neuen Nutzungsplanung für das Dreispitz- Areal nicht einverstanden.

Der Velo- und Fussgängerweg und die Verbreiterung der Frankfurt-Strasse sind Bestandteil dieser Planung. Entwickelt wurde sie von den Kantonen Basel-Stadt und Basellandschaft, der Gemeinde Münchenstein und der alleinigen Grundeigentümerin, der Christoph Merian Stiftung (CMS). Der Veloweg gehört zum Plan, den Langsamverkehr zu fördern. Dieser soll in Zukunft eine wichtige Rolle im neuen Quartier spielen. Laut der Planung soll aus dem heute abgeschlossenen Gewerbe- und Industrieareal ein lebendiger Stadtteil werden (siehe Kasten) – mit Platz für Kultur, Wohnen, Dienstleistungen und Gewerbe, in perfekter Symbiose.

Migros ist stinksauer

«Von wegen perfekt. Die Baurechtsnehmer, die Parzellen auf dem Areal besitzen, fühlen sich von den Behörden und der CMS nicht ernst genommen», sagt Hubertus Ludwig zur BaZ. Er ist Sekretär der Interessengemeinschaft Dreispitz, die 77 auf dem Dreispitz ansässige Betriebe vertritt. Die Firmen, die auf dem Areal eine Parzelle besitzen, seien nicht in die konkrete Planung mit- einbezogen worden, so Ludwig. «Oder zumindest zu spät.» Dabei wäre eine solche Mitwirkung laut Planungsrecht zwingend gewesen. «Wir wurden vor Tatsachen gestellt und befürchten nun, nicht mehr mitreden zu können, auch wenn wir grobe Fehler entdeckt haben», ärgert sich Ludwig. Eine Begründung, warum das Gewerbe nicht stärker miteinbezogen wurde, hat er nicht erhalten.

Dietrich von der Fruchthof AG hat während der öffentlichen, einmonatigen Planauflage im Mai und Juni Einsprache gegen diese Nutzungs- und Quartierplanung erhoben, wie 17 andere Unternehmen, die seit Jahren auf dem Areal wirtschaften. Dazu gehört auch die Genossenschaft Migros Basel, die mit ihrem Einkaufszentrum MParc eine Parzelle besitzt, die fast ein Fünftel des ganzen basel-städtischen Dreispitz- Areals umfasst. Die Migros ist stinksauer: «Die Behörden und die CMS haben nie versucht, die Planung gemein- sam mit der Migros anzugehen. Statt- dessen wurde und wird über den Kopf der Baurechtsnehmer hinweg geplant», sagt Sprecher Dieter Wullschleger. Mit dieser Planung solle der MParc aus dem Dreispitz-Areal verdrängt oder zumindest verkleinert werden, ist er überzeugt. «Das ist für uns nicht akzeptabel, haben wir doch in den letzten Jahren Dutzende von Millionen Franken in die Sicherheit und Modernisierung des MParc investiert.»

Projekte liegen auf Eis

Ein weiterer Betrieb, der unter der neuen Nutzungsplanung zu leiden hätte, ist das Autohaus Asag an der Reinacherstrasse. Das dreistöckige Gebäude platzt aus allen Nähten. Das Unternehmen wollte darum das Gebäude um zwei Stockwerke ausbauen – allein die Planung hierfür kostete 100 000 Franken. Dieses Geld hätte man auch gleich zum Fenster hinauswerfen können, sagt Dominik Hänggi, Immobilienverantwortlicher der Asag: «Baubeginn wäre nächstes Jahr – doch wegen des vorgesehenen Nutzungsplans liegt dieses Projekt nun auf Eis.»

Grund für den Ausbaustopp ist eine neue Ausnutzungsziffer bestehender Gebäude, die auch zum neuen Nutzungsplan gehört: Bis anhin konnte der Baurechtsnehmer seine Parzelle mit einem sechsstöckigen Bau (Ausnutzungsziffer 6) zu hundert Prozent nut- zen. Neu wollen die Behörden und die CMS aber eine Ausnutzungsziffer von maximal 1,8 einführen – dies macht den Ausbau um weitere Stockwerke unmöglich. Die meisten Unternehmen haben diese Reserve bereits aufgebraucht. «Aufgrund dieser Perspektiven werden auch potenzielle Investoren abgeschreckt», ist Ludwig überzeugt.

CMS wehrt sich gegen die Vorwürfe

Christian Felber, Direktor der Christoph Merian Stiftung, will zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskünfte zu einzelnen Anliegen oder Unternehmen machen. Dies schreibt er in einem Brief an die BaZ. Konkrete Fragen beantwortet er «aufgrund laufender Verhandlungen» nicht, versichert aber: «Wir nehmen die Anliegen ernst. Die Planung wird auf ihre Auswirkung auf die Betroffenen noch genauer untersucht.» Die CMS wolle insbesondere die Vorschriften so verbessern, dass das bestehende Gewerbe nicht verdrängt wird. Mehr noch: «Das Angebot an reinen Gewerbeflächen wird insgesamt zunehmen», schreibt Felber.

Den Vorwurf der IG Dreispitz und der Migros, sie seien nicht in die Planung involviert worden, will Felber so nicht gelten lassen: «Wir haben mit den grossen Baurechtsnehmern immer wieder einzeln Gespräche geführt.» Ausserdem haben die Einsprecher laut Felber die Zusage, auf ihre Anliegen «individuelle Antworten zu bekommen». Marc Dietrich von der Fruchthof AG hat seine Einsprache bereits im Mai deponiert. Auf eine Antwort wartet er allerdings heute noch.

Hubertus Ludwig von der IG Dreispitz strebt nun an, dass die Baurechtsnehmer von der CMS und den Behörden als vollwertige Partner anerkannt werden. Er hofft, dies beim nächsten Treffen mit den entsprechenden Vertretern erreichen zu können. Und er will Klarheit, denn verbindliche Aussagen und ein Planungshorizont fehlen: Niemand weiss genau, wann der Nutzungsplan umgesetzt werden soll.

Firmen wollen Perspektiven

Beim Treffen, das laut Ludwig im Dezember oder Januar stattfinden soll, will sich die CMS mit den Baurechtsnehmern über die Einsprachen unterhalten. Ob sie zu Abstrichen bereit sei, wisse Ludwig jetzt noch nicht. «Wir können mit Kompromissen leben. Aber diese müssen wirtschaftsfreundlich sein und den Unternehmen Perspektiven bieten.»

Einen konkreten Terminvorschlag hat Ludwig von der CMS indes noch nicht erhalten; Christian Felber hat auf die entsprechende Frage der BaZ auch nicht reagiert. Dabei drängt es, denn viel Zeit für Korrekturen bleibt nicht: Laut Informationen des Gewerbever* bands Basel*Stadt wird die definitive Nutzungsplanung im Januar 2012 dem Basler Regierungsrat vorgelegt, im Februar oder März soll der Grosse Rat das Geschäft behandeln, im Frühling soll der definitive Entscheid erfolgen. In Münchenstein soll die Planung an der Gemeindeversammlung vom 26. März 2012 abgesegnet werden.

Rechtliche Schritte vorbehalten

Falls die CMS nicht zu einem Entge*genkommen bereit ist, behalten sich die Betriebe rechtliche Schritte vor. «Wir können den Plan so nicht akzeptieren», sagt Ludwig. In dieser Form würden wohl zahlreiche Firmen dem Areal den Rücken kehren, mit der Konsequenz, dass den Kantonen wertvolle Steuer* gelder entgehen würden. Arbeitsplätze wären bedroht. Auch Marc Dietrich von der Fruchthof AG müsste sich zwangs*läufig nach einem neuen Firmensitz umsehen – «denn ohne Bahnanschluss und Abstellmöglichkeiten der Lastwa*gen ist ein Logistikbetrieb nichts wert».

Die Frage ist nur, wo die Fruchthof AG hinziehen könnte. Denn freie gewerbliche Flächen in der Stadt und der näheren Agglomeration, die ver*kehrstechnisch gut erschlossen sind, sind laut Martin Dätwyler von der Han* delskammer beider Basel rar. «Das Drei*spitz*-Areal ist heute eines der wenigen Gebiete auf basel*städtischem Kantons* gebiet, das dem produzierenden und lärmintensiven Gewerbe Platz bietet. Der Druck auf die Wirtschaftsflächen ist enorm.» Auch er hat das Gefühl, dass mit dem neuen Nutzungsplan eine Ver*drängung des Gewerbes in Kauf ge*nommen werde. «Warum, ist mir abso*lut schleierhaft.»

Quelle: www.bazonline.ch
 

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Onlinereports berichtet von einem durch Herzog und de Meuron geplanten "Schaulager" für eigene Arbeiten auf dem Gelände des Dreispitzes. So wie die Meldung lautet scheint alles noch in der Planung zu sein. Die Gebäudehöhe von 40 Meter als Hochhaus zu bezeichnen, wie es in der Meldung gemacht wird, ist wohl etwas übertrieben. Mal schauen was weiter folgt....
 

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Neue Verhandlungsrunde für die Dreispitzfirmen

Die Quartier- und Nutzungspläne kommen nicht bereits im Frühjahr vor den Grossen Rat und die Gemeindeversammlung Münchenstein, sondern erst, wenn für die Anliegen der Dreispitz-Firmen Lösungen gefunden wurden. von Daniel Haller


Der Teufel steckt in den Details, und diese können für eine Firma existenziell sein. Beispiel: «Wird die Dreispitzplanung so umgesetzt, wie sie im vergangenen Mai veröffentlicht wurde, verlieren wir drei von fünf Rampenplätzen, Lastwagenabstellplätze und unseren Bahnanschluss», berichtet Marc Dietrich, Inhaber der Müller+Dietrich Fruchthof AG. Dann könnte er den Fruchtumschlag nicht mehr im Firmengebäude abwickeln, das jetzt im Baurecht auf dem Dreispitz steht. «Wir könnten das Gebäude auch nur schlecht verkaufen, denn ein Nachfolger hätte die gleichen Einschränkungen wie wir.»

«Konstruktive Aussprache»

Wegen solcher Probleme hat die IG Dreispitz, in der sich Gewerbetreibende mit ähnlichen Anliegen wie Dietrich zusammengeschlossen haben, Anfang November öffentlich kritisiert, dass sie als Baurechtsnehmer bisher nicht an der Planung beteiligt wurde.

Mittlerweile haben sich die IG Dreispitz, die Handelskammer beider Basel und der Gewerbeverband BS, die Basler Regierungsräte Hans-Peter Wessels und Christoph Brutschin, die Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro und der Münchensteiner Gemeindepräsident Walter Banga in den Räumen der Handelskammer beider Basel (HKBB) zu einer Aussprache getroffen. «Die Diskussion war sehr konstruktiv», berichtet HKBB-Geschäftsführer Wirtschaftspolitik Martin Dätwyler. Ergebnis: Die Quartier- und Nutzungspläne kommen nicht bereits im Frühjahr vor den Grossen Rat und die Gemeindeversammlung Münchenstein, sondern erst, wenn für die Anliegen der Dreispitz-Firmen Lösungen gefunden wurden.

«Gewerbe massiv beschnitten»

Patrick Dreyfus, CEO der Regent Beleuchtungskörper AG, nennt vier Hauptkritikpunkte: «Die CMS will zwar die Mietflächen verdoppeln und gibt eine Bestandsgarantie für das Gewerbe. Da aber der Ausbau vor allem Wohnflächen betrifft, werden die Ausbaumöglichkeiten des Gewerbes massiv beschnitten.» Auch das Verkehrskonzept beschränke die Expansionsmöglichkeiten. Zudem würde die Mischnutzung zusätzliche Lärmschutzmassnahmen erfordern. Nicht zuletzt sei die Planung zu vage und biete den Gewerbetreibenden zu wenig Planungssicherheit.

Zu den Problemen seiner Firma möchte sich Dreyfus jedoch nicht äussern: «Die Gespräche sind nun in Gang gekommen. Ich möchte sie nicht durch öffentliche Stellungnahmen erschweren.» Er stellt jedoch klar: «Die IG Dreispitz wird ihre Einsprachen erst zurückziehen, wenn gute Lösungen erreicht sind.»

Konkrete Verhandlungen laufen

«Gute Lösungen sind auch ein Anliegen der CMS», erklärt CMS-Sprecher Toni Schürmann. «Die Baurechtsnehmer sind unsere Kunden, mit denen wir langfristig zusammenarbeiten wollen.» Er zeigt Verständnis dafür, dass die Firmen aufgeschreckt sind, als im Mai bei der Planauflage die Folgen der Umwandlung des bisher reinen Gewerbeareals in ein «Stadtquartier für Wohnen, Arbeiten, Lernen, Kunst und Kultur» konkret sichtbar wurden.

In der Sache verteidigt er jedoch die Planung: Die Ausnutzungsziffer werde zwar von 6 auf 1,8 gesenkt. «Doch es wäre nicht möglich gewesen, dass alle auf sechs Stockwerke ausbauen, denn das Areal hätte den damit entstehenden Verkehr nicht verkraftet.» So sei auch die Beschränkung auf 34500 Fahrten – heute sind es 28000 – im Sinn der Baurechtsnehmer: «Es nützt nichts, wenn man zwar ausbaut, einen die Kunden wegen Stau aber nicht erreichen kann oder man die Waren nicht aus dem Areal herauskriegt.»

Die konkreten Verhandlungen hätten nun begonnen und die Fruchthof AG habe bereits die mündliche Zusage, dass die Zahl der Rampen und der Bahnanschluss erhalten bleiben sollen. Die Baurechtsnehmer seien nicht früher einbezogen worden, weil die Planung so komplex sei.

Auch wenn nun der Termindruck bezüglich Grosser Rat und Gemeindeversammlung weg ist: Die Atmosphäre ist alles andere als ungetrübt: «Wir wurden zwar informiert, aber nie in die Planung einbezogen, weder von der CMS noch von den Behörden», kritisiert Dieter Wullschleger, Sprecher der ebenfalls betroffenen Migros Basel. «So geht man mit Firmen, die Millionen in ihr Areal investiert haben, nicht um.»

«Anders als bei der Umnutzung des Hafens fehlte von Beginn an eine Planung für Ersatzflächen», stellt Dätwyler für die Handelskammer fest. Der Baselbieter Kantonsplaner Martin Kolb hält hingegen fest: «Es war immer ein Anliegen der Regierung, dass kein Gewerbe verdrängt wird.»

Quelle: www.basellandschaftlichezeitung.ch
 

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Dreispitz update

Die alten Lagerhallen werden zurzeit für die HGK zurzeit umgebaut und der HGK Neubau ist ausgesteckt sowie auch das neue Gebäude von HdM welches gleich nebenan entstehen soll. Hierfür wurde nun auch schon die Baueingabe getätigt.


Umbau Zollfreilager für die HGK


rechts ist auch noch das Oslo Gebäude zu erkennen welches bereits umgebaut wurde




HGK Neubau von Morger + Dettli ist ausgesteckt und soll knapp 50 Meter hoch werden, obwohl das ausgesteckte hier nicht nach 50 Metern aussieht.


aus dem Dach wachsen nun auch schon Pilze


hier soll der Neubau von HdM entstehen, welches auch ausgesteckt ist wie auf dem Foto zu erkennen ist


hier ein Plan des HdM Neubau
 

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hm... nicht gerade begeisternd...

aber die Wohnungen oben auf dem Transitlager sind cool. Mittleres Preissgement heist wohl 5000.- pro Monat? :)
 

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Edel-Kuhschweizer
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Ein tolles Projekt. Mir gefällt besonders der grosse Schriftzug "Transitlager" auf Deutsch. Das ganze erinnert mich an eine futuristische Umgebung, z.B. ein Raumhafen oder ein Raumschiff. Geil!
 

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Die Dreispitzplanung wird sorgfältig justiert

Gemeinsame Medienmitteilung mit BVD BS, BUD BL, Münchenstein und CMS

Die Planungsgrundlagen für die weitere Entwicklung des Dreispitz werden derzeit überarbeitet: Nachdem gegen die aufgelegten Pläne verschiedene Einsprachen erfolgt sind, versuchen die Planungspartner nun, für die vorgebrachten Anliegen und Bedürf-nisse massgeschneiderte Lösungen zu finden. Die Behörden haben am Mittwoch den Beirat Dreispitz über den Stand sowie die weiteren Schritte informiert.


Mit dem Prozess der Nutzungsplanung fiel im Mai 2011 der Startschuss, um die auf dem Dreispitz vorhandenen Entwicklungspotenziale nutzen zu können. In den Arbeitsgebieten soll das Gewerbe weiterhin Vorrang haben und insgesamt mehr Raum erhalten. Obwohl die Flä-chen für Gewerbe und Dienstleistungen dort um 40% (Basel-Stadt) bis 80% (Münchenstein) zunehmen werden, treten bei einzelnen Baurechtsnehmern Probleme auf, da sie in ihrer künftigen Nutzung eingeschränkt werden können. Einzelne Gewerbetreibende und Organisa-tionen haben deshalb gegen die vorliegende Planung Einsprache erhoben. Diese Einspra-chen werden derzeit bearbeitet; das heisst, dass mit den Unternehmen und deren Interes-senvertretern Verhandlungen geführt werden, um für die erkannten Probleme Lösungen zu erarbeiten. Dies wird dazu führen, dass die Planungsgrundlagen sowie einzelne Detailbestimmungen angepasst werden.

Begleitgruppe informiert und einbezogen Am Mittwoch haben die Behörden der beiden Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt sowie der Gemeinde Münchenstein und die Landeigentümerin Christoph Merian Stiftung den Beirat Dreispitz über den Stand der Arbeiten und die weiteren Schritte persönlich informiert. Im Beirat sitzen rund 35 Vertreterinnen und Vertreter von Gewerbe und Wirtschaft, Quartier-, Verkehrs- und Umweltschutzorganisationen sowie der Behörden. Der Beirat begleitet die Planungsarbeiten seit 2005 als konsultatives Gremium. Die zuständigen Regierungsräte Sa-bine Pegoraro, die den Vorsitz im Beirat inne hat, und Hans-Peter Wessels sowie der Ge-meindepräsident von Münchenstein, Walter Banga, haben eine sorgfältige Anpassung der Pläne zugesichert.

Lösungen suchen und Beteiligte schnell informieren Wo immer möglich sollen nun gemeinsam Lösungen gefunden werden. Dabei ist eine sorgfäl-tige Herangehensweise das Gebot der Stunde, denn den berechtigten Anliegen Einzelner stehen klare Rahmenbedingungen gegenüber: Geplant wird im Bestand – nicht auf der grü-nen Wiese – und es bestehen hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit und städtebauliche Qualität sowie strenge Vorgaben im Umwelt- und Verkehrsbereich. Am baulichen Besitzstand wird nicht gerüttelt, keiner der Baurechtsnehmer muss zurückbau-en. In den Verhandlungen und politischen Entscheidungen werden die vier Planungspartner versuchen, die vorgebrachten Ansprüche in ein angepasstes, massgeschneidertes Pla-nungsgewand für den Dreispitz zu kleiden. Dieser Prozess wird aufgrund der Komplexität der einzelnen Situation einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Planungspartner wollen den im Bei-rat vertretenen Gruppierungen im Sommer 2012 die getroffenen Lösungen präsentieren, be-vor dann der Basler Regierungsrat (für den basel-städtischen Teil) und der Gemeinderat von Münchenstein die Planung an den Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt bzw. die Gemein-deversammlung Münchenstein überweisen.

Die Vision nimmt Gestalt an Die langfristigen Ziele bleiben dabei im Blick: So sollen in den Arbeitsgebieten auch künftig gewerbliche Nutzungen Vorrang haben. Andererseits werden andere Gebiete als Entwick-lungsgebiete für Wohnungen und Dienstleistungsnutzungen geöffnet. Der Dreispitz mit sei-nen 50 Hektaren Fläche – je zur Hälfte auf baselstädtischem und auf Münchensteiner Boden – bietet dafür ausreichend Platz. Zu den bereits bestehenden rund 4000 Arbeitsplätzen könn-ten so rund 6000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem sollen künftig ca. 1000 Wohnungen erstellt werden.

Quelle: www.bs.ch
 
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