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Discussion Starter #1 (Edited)


Quelle: BZ-Berlin/David Chipperfield Architects

https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/berlin-bekommt-seinen-groessten-einkaufstempel-zurueck

Ralph Benkö will für 450mioi€ den Kaufhof am Hermannplatz abreissen und neu Bauen.
Architekt soll David Chipperfield werden
Die alte Fassade soll rekonstruiert weren, inkl. der 2 Türme und der Dachterrasse---Als Material soll allerdings Beton statt Muschelkalk verwendet werden

Baubeginn 2021---3 Jahre Bautzeit

:banana::banana::banana::banana::banana:
 

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Die wichtigste Information im Artikel ist, daß Hickel das Vorhaben begrüßt. Ob das am Ende reichen wird, wird man sehen. Sehe schon die organisierten Proteste gegen Gentrifizierung vor meinem inneren Auge.
 

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Sehr geil, trotz der Betonfassade. Aber es ist schon bedenklich, wenn man für stilvolle und imposante Bauten immer auf Rekos zurückgreifen muss. Zumindest in Deutschland.
 

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Das wäre ein Knüller für Neukölln und den Hermannplatz! Die Zeichen der Politik scheinen auf grün zu stehen, sonst hätte man seitens Sigma doch nicht schon einen der weltweit renomiertesten Architekten engagiert.

Zu dem Bild habe ich eine Frage. Es sieht auf der Visu so aus, als sei der Neubau höher als der einzig erhaltene Teil des alten Karstadt an der Hasenheide, den man auf der Visu ja auch sehen kann. Wurde der alte Teil in der Höhe gestutzt, oder wird der Neubau tatsächlich leicht abweichende Proportionen aufweisen, was meint ihr?
 

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Schön, schön. Ich wurde mit dem historischen Bauwerk bekannt, als ich vor einigen Jahren eines der sehr beeindruckenden nächtlichen Photos sah. Darauf erscheint es ja, als wäre es schwarz und weiß oder zumindest sehr dunkel und sehr hell gefärbt gewesen. Diese Kontraste würde ich von vornherein für die Fassaden verwenden, damit der Bau auch schon tagsüber in der Art aussieht. Beim Internationalen Handelszentrum gefällt mir das sehr gut.
 

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なのん
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Was für ein dummer Scheiß von dem grünen Kasper. Dieses Gebäude würde den Platz besser bekannt machen, wovon alle Gewerbe in der Umgebung profitieren würden. Auch gibts ja da schon eh ein Kaufhaus, also so viel Veränderung wirds ja nicht geben im Gesamtgefüge dort. Ist ja auch gut, dass es mixed use sein wird, das wollen viele doch immer. Und alles, was in 192X gebaut wurde ist nun wirklich nicht überdimensioniert in 202X. Es gibt genug ähnlich große Gebäude überall in Berlin und in allen deutschen Großstädten. Was das auch mit dem Verkehrskonzept soll … Hat das bestehende Kaufhaus etwa keines? Diese Verhinderer haben teilweise echt bescheuerte Argumente.
 

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Der Hermannplatz ist nicht der Kudamm und alles soll so bescheiden und scheisse bleiben wie es ist, geil, hammer! Leider wurden die Pläne für drei 100 - 150m Türme auf dem Karstadtgrundstück am Kudamm jüngst ebenso abgelehnt und als "zu aufgeblasen" betitelt. Wer in Berlin noch Visionen hat muss offensichtlich wirklich zum Arzt, armes Berlin.
 

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Ich finde es ziemlich traurig und erschreckend, welche Pläne in Berlin abgelehnt werden. Über diese klein-klein Kleingeistigkeit könnte ich mich den ganzen Tag aufregen.
Gerade dieses Gebäude könnte enorme Urbanität ausstrahlen und den versifften Ramschplatz aufwerten.
In vielen Städten kann man Urbanität förmlich spüren und erleben, ohne dass dies aufgeblasen oder Monströs wirkt aber man hat wohl irgendwie schi**, dass etwas besser wirken könnte als eine Kleingartenanlage. Und ich befürchte, dass diese Haltung in Berlin noch eine Weile fortbestehen wird und schlimmer.
Mal was aufregendes fürs Auge aber neiiiinnn....man glaubt wohl mit abgespeckten light Versionen steigerts die Qualität. Ich hoffe dem Laden würde hier mal das Geld aus dem Länderfinanzausgleich gestrichen und dann sehen wir mal weiter.
 

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Ich Stimme dem allgemeinen Frust hier zu. Nur: Wir müssen das auch sagen. Das große Problem ist das schöne Architektur, grosses Denken, oder auch mutige Rekos keine Lobby haben. Wenn jeder von uns jedes mal wenn so etwas aufkommt öffentlichkeitswirksam (also außerhalb dieses Forums) den Mund aufmacht wäre uns sehr geholfen! Und ich schlage vor hier sowohl die Befürworter anzuschreiben als auch den ewigen Verhinderern mal deutlich zu sagen dass sie so dafür sorgen dass sie mindestens eine Stimme weniger bekommen und u.U. ihren Parteien Schaden.

Morgenpost: [email protected]
Herrn Schmidt erreicht man hier:
https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/bezirksamt/florian-schmidt/
Ramona Pop kann man hier mitteilen dass man auf den Bau und Ihre Unterstützung hofft: https://ramona-pop.de/kontakt-2/

Nur wenn wir dafür sorgen dass unsere Meinungen gehört werden können wir etwas beitragen!
 

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Ach Leute was für ein Sturm im Wasserglas ist das hier schon wieder. Diese Vision war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil sie am Hermannplatz so fehl am Platze ist wie es die Hauptstadt in Frankfurt wäre.
 

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Guter Artikel in der TAZ, wo viele Argumente für und gegen genannt werden.

Hauptargument, um die Pläne abzulehnen, ist wohl, dass eigentlich ein neues Shoppingcentre entstehen soll, wobei Karstadt nur ein relativ kleiner Mieter wird. Das würde die Umgebende Einkaufsstraßen schaden.

Die Karl-Marx-Allee ist eins der sehr wenige Einkaufsstraßen im Ostteil der Stadt und steht unter druck. Ein neues Einkaufszentrum würde wohl der Todesstoß für die Straße bedeuten. Die Ablehnung aus diesem Grund kann ich also gut nachvollziehen.

Ich hoffe, dass der Investor die Pläne noch mal einreicht, allerdings dann mit gleich viele Quadratmeter für Karstadt und keine weite Einzelhandelsflächen, sondern mit Hotel, Wohnungen, Büros und natürlich ein Restaurant in dem einem Turm und ein Club oben im anderen Turm ;)

Dann mal schauen. Erstens, ob der Investor auch etwas anders bauen will als nur ein Einkaufszentrum und zweitens, ob der Bezirk dann immer noch bremst, oder die große Chance mit beiden Händen greift. (ich befürchte, dass die Chance wohl nicht als solche gesehen wird, sondern als Bedrohung, man ist in Berlin eben konservativ)

Vor bald fünfzehn Jahren übrigens wurden große Pläne für die dringend notwendige Umgestaltung des Hermannplatzes präsentiert. Nicht nur notwendig, weil der Platz eine Verkehrsinsel ist, sondern weil auch ab und zu Leute auf dem Platz sterben wegen mangelhafte Verkehrsplanung aus den Achtzigern. Natürlich passiert nichts. Berlin eben.
 

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なのん
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Warum sollte das der Todesstoß für eine Einkaufsstraße sein? Berlin wächst und platzt aus allen Nähten. Jede bestehende Einkaufsstraße wird sich halten, denn es sind immer mehr Leute potentielle Passanten. Und wie gesagt: Es existiert ja dort schon ein Kaufhaus, es kommen halt ein paar mehr Gewerbeflächen hinzu, die sich shopping-center-nahe Mieter, also die es oft eh schon bei anderen shopping center gibt, aneignen werden. Die Wald- und Wiesenshops der Straße wird das kaum betreffen.
 

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Die Vorstellung, dass Einkaufszentren keine negativen Auswirkungen auf Einkaufsstraßen haben, glaubt wohl nur die Werbeabteilung von Deutschlands größter Einkaufszentrenentwickler selber. ;) Ansonsten ist die Auswirkung von Einkaufszentren ziemlich gut belegt, von Oberhausen bis in die mittelgroßen französischen Städten und von den USA bis nach Chemnitz. Einkaufszentren saugen die Einkaufsstraßen immer irgendwo aus, auch wenn die Kaufkraft hoch ist oder steigt. Ist ja auch logisch, denn es gibt keine magische Lädenmultiplizierer: ist ein Laden in einem Einkaufszentrum, ist sie halt per Definition nicht in einer Einkaufsstraße. Wenn die Einkaufsstraße neben dem Einkaufszentrum nicht kleiner wird, dann ist die Kaufkraft wohl woanders verschwunden.

Schau dir mal die Einkaufsstraßen in den Innenstadtbezirken Ostberlins an. Ob Schönhauser Allee, Frankfurter Allee, Warschauer Straße oder Prenzlauerallee, richtig einkaufen kann man dort nicht. Es gibt die Ringzentren und die Zentren am Alex, aber keine einzige Einkaufsstraße im ganzen Osten wo Mitteleinkommen ihre Kleidung, Schuhe, Spielzeug oder Elektrogeräte kaufen können. Bei miesem Wetter finde ich das ok, aber an einem sonnigen Samstag finde ich Einkaufen in Berlin eine sehr sehr traurige Angelegenheit.

Die Karl-Marx-Straße mag in deiner Optik aus allen Nähten platzen, meine Erfahrung ist ganz anders. Als ich Anfang des Jahrhunderts nach Neukölln zog, gab es dort noch mehrere Warenhäuser, ein großer Elektroladen und einige andere Kleidungs- und Schuhgeschäfte. Es ging der Straße aber schon deutlich schlechter als es vorher mal war - damals war Neukölln ja auch Schmuddelkind. In den Jahren danach sind die großen Läden fast alle verschwunden. Hertie, Quelle, C&A, der große Elektroladen und noch einige mehr. Seitdem ist der großflächige Leerstand nie mehr richtig verschwunden.

Wenn es wirklich gelingen sollte ein neues Einkaufszentrum am Hermannplatz zu etablieren, werden H&M und die letzten Läden die jetzt noch in der K-M-Str sind dort hin ziehen. Dann ist die Karl - Marx - Straße endgültig so eine typische Berliner Hauptstraße geworden: Vier- bis Sechsspurige Autostraße, dreckig und voller Ramschläden. Die K-M-Straße ist aber schon noch etwas herausgehoben. Neukölln würde sein Herz verlieren.

Ich hoffe trotzdem auf diese potentiell tolle Entwicklung am Hermannplatz. In dem großen Haus der Zwanziger ist neben Karstadt platz viele viele tolle neue Entwicklungen. Aber halt nicht für H&M und die andere Läden in der Karl-Marx-Straße.
 

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Die Karl-Marx-Allee ist eins der sehr wenige Einkaufsstraßen im Ostteil der Stadt und steht unter druck. Ein neues Einkaufszentrum würde wohl der Todesstoß für die Straße bedeuten. Die Ablehnung aus diesem Grund kann ich also gut nachvollziehen.
Ich dachte, wir reden hier über den Hermannplatz in Neukölln. Neukölln liegt in Westberlin. Vom Hermannplatz geht die Karl-Marx-Straße ab, die bis kurz nach dem Krieg übrigens Berliner Straße hieß. :)

Wie um Himmels Willen kann man darauf kommen, daß Neukölln zu Ostberlin gehört? Das ist ein stark islamisierter Stadtbezirk. Ein Westberliner Kumpel, der erst Mitte der Achtziger geboren wurde, fragte mich mal allen Ernstes, ob Neukölln früher im Osten lag? Das kann man sich alles mit wenigen Gedankengängen selber zusammenreimen.

Die Karl-Marx-Straße ist doch schon voller Einkaufszentren. Zudem gibt es hier meiner Meinung nach eine Besonderheit. Die Karl-Marx-Straße ist lang und hat wenig mit dem Hermannplatz zu tun. Sie hat selbst genug Konsummöglichkeiten, sodaß man nicht extra für dieselben Läden zum Hermannplatz geht.

Man sollte das Karstadt nicht als Problemkind behandeln, sondern vor allem dessen ästhetische und kulturhistorische Strahlkraft honorieren. Das ist in aller erster Linie ein Ausrufezeichen und ein neues Wahrzeichen für den Bezirk. Was hatte Neukölln denn früher für Wahrzeichen? Das Rathaus vielleicht. Und vielleicht noch Gropiusstadt.

Hinz und Kunz können sich oben auf's Dach setzen und chillen. Berlin kriegt ein Stück seiner Seele wieder. Ich denke, das Karstadt schafft vor allem viel neue positive Identität für den Bezirk. Darüberhinaus sollte man halt gucken, daß innen drinnen auch etwas Besonderes entsteht.

Ist mir jedenfalls schleierhaft, wie man solch ein Projekt ablehnen kann.

Ich habe es mir gerade innerlich vorgestellt und bin begeistert von der optischen Wirkung. Berlin hat wenig von der tollen Architektur der Zwanziger. Das Leben ist doch hier so armselig, weil so viel Geschichte zerstört wurde. Berlin muß sich hier und da wieder zu seiner Geschichte bekennen. Es kommt dann auch zu gegenseitigen Verstärkungseffekten nach meinem Dafürhalten.

Also die Behrens-Bauten am Alex stehen dann nicht mehr so alleine in der Stadt herum, sondern haben ein Pendant anderswo. Man wird diese Bauten dann besser "verstehen" können. Der Normalbürger weiß doch wenig davon und kriegt dann wieder stärker ein Gefühl dafür, was Berlin mal war und eigentlich ist.
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