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Hoodoo Operator
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Was meinst du mit abgelegen? Westlich des Tiergartens erscheint mir nichts geeigneter zu sein. Der Alex ist nicht gerade DAS Zentrum Berlins, außerdem schwerer zu erreichen wenn man nicht gerade in Kreuzberg oder Prenzlauer Berg wohnt. Und der Potsdamer Platz ist in sich geschlossen zwar eine nette Ecke, aber völlig am Stadtleben vorbei gebaut bzw. völlig deplatziert. Die City-West , also die Gegend um Bahnhof Zoo könnte dagegen Berlins Time Square werden.
Timesquarefeeling kommt bei mir eher am Alexanderplatz als am Zoo auf. Aufgrund der Menschenmassen alleine (Ich denke hier vor allem an den Fussgängerübergang zum Alexa. Wahnsinn was sich da so lang quetscht)

Wie sich das Ganze eingliedern würde in die Stadtlandschaft bzgl. Entfernung zu anderen Hochhäusern lässt sich ganz gut über meine neueste Lieblingsseite erahnen :happy:.
Linker Sichtbereich, bechfarbene Brachfläche samt Umland (3DKartendienst Here)
Allerdings scheint das Ganze "so" wahrscheinlich nicht zu kommen, wenn die TU jetzte schon wettert. Die Planungen scheinen da ja schon ein ziemlich fortgeschrittenes Stadium erreicht zu haben. Stellt sich die Frage inwiefern die Uni bereit ist sich einzugliedern in das Ensemble. Für mich hört sich das alles momentan ja noch eher nach einem Architektentraum an bzw. eine Arbeitsbeschaffung seitens Kleihues+Kleihues.
 

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Smartshitter
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Ich habe nicht gesagt, dass die City-West kein Potential hat. Im Gegenteil. Die City-West kann ich mir weit besser als das große Erweiterungsreservoir für Berlins Büromarkt vorstellen als den Alexanderplatz oder die Gegend um den Hauptbahnhof. Am Kurfürstendamm gibt es bereits eine 1a-Bürolage, die nur erweitert werden muss. Das existiert weder am Alex noch am Hauptbahnhof. Die Innenstadt kann nicht beliebig ausgeweitet werden, das wird dann einfach zu großflächig, weil man dort meiner Ansicht nach keine Hochhäuser hinsetzen sollte.

Aber rund um den Breitscheidplatz sind Hochhäuser möglich. Bis etwa zur Joachimsthaler Straße stören sie keinerlei Altbauviertel. Erweitern könnte man solch ein Hochhausgebiet entweder Richtung Ernst-Reuter-Platz entlang der Hardenbergstraße oder entlang der Budapester Straße Richtung Tiergartendreieck.

Zum Ernst-Reuter-Platz hin ist allerdings die TU im Weg. Man sieht schon jetzt, dass die verschiedenen Interessen schon im Vorstadium aufeinander prallen. Daher müsste man für eine konsequente City-West-Erweiterung die TU langfristig umsiedeln. Platz hat Berlin ja genug, siehe Flughafen Tegel oder Tempelhof. Eine Technische Universität benötigt keinen direkten Anschluss an ein Geschäftsviertel. Ein 1a-Büroviertel benötigt das schon.

Nur scheint mir die Ecke, die jetzt überplant werden soll für eine Bürobebauung noch zu weit vom Schuss zu sein. Es ist ja nicht so, dass ein Büronutzer nur an den Bahnhof Zoo laufen müsste, um in die Stadt zu kommen. Er muss über den Hardenbergplatz hinweg und bis zum Breitscheidplatz laufen, bis er im Zentrum des Geschehens ist. So etwas nennt sich nicht 1a-Bürolage. Und für so etwas bezahlt man keine Topmieten. Ohne Topmieten rentieren sich keine Bürowolkenkratzer.

Daher eignet sich die Ecke hinter dem Bahnnhof Zoo für eine Top-Wohnlage aber nicht für Büros.
 

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Ist das eigentlich der selbe Bauplatz am Ernst-Reuter-Platz, auf dem mal diese klassische Schönheit geplant war?


link

Ein Entwurf von Patzschke & Partner, Standort zwischen Otto-Suhr-Allee und Straße des 17. Juni.


Wäre supergeil, wenn dieser Hochhaus-Entwurf wiederauflebte. Aber wahrscheinlich nicht unter Regula Lüschers Fuchtel. :(
Architekten die Artpen+Copics benutzen sind mir auf Anhieb sypatisch :applause:
Die beiden Zeicheninstrumente sind im Zeitalter von cgi leider vieler Leuts abhanden gekommen. Damit auch das Talent für gute Bauwerke, wie es scheint. Wer mit Artpen und Copics was architektionisches erschaffen will, muss wirklich kreativ sein, zeichnen können und vorstellungvermögen haben.
An Odos einblicken in seinem Archikurs wurde schnell klar, warum heute nur noch Klötze gebaut werden. das ist kein Archtektonischer Trend, sondern der mangel an grundlegenden perspektivischen Verständnis. So können heutige Archtekten eben nur in Klotzform denken. Für mehr reichts nicht
 

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Smartshitter
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Ok, wenn der Turm direkt an die Hardenbergstraße käme, könnte das auch ein Bürotower werden. Wäre sogar gar nicht schlecht, wenn er nur an der Ecke zur Berliner Bank ragt. Dann könnte man auch dieses Gebäude später durch etwas höheres ersetzen, ohne gleich großes Geschrei hervorzurufen. Stinkt es im Waldorf-Astoria etwa auch nach Zoo? Oder warum sind die Befürchtungen für das neue Viertel so groß?
 

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Interessant an diesem Artikel finde, dass anscheinend die TU-Erweiterung ebenfalls mit eingeplant ist. Irgendwie steht das aber im Gegenzug zu dem Bericht des RBB oder? Dort hiess es doch, dass der hintere Teil der hier für die TU eingeplant ist der Bereich sein sollte wo die weiteren, kleineren Türme hinkommen sollen und der durchgehende Boulevard enstehen soll, oder sehe ich das falsch?
 
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wau ZZ-II lebt. :)

Ja, das Riesenrad...

Letzendlich bin ich froh, dass es doch nicht kommt, wir müssen ja nicht allen Städten etwas nachmachen und diese Rummelatmospähre brauchen wir auch nicht wirklich.

@yourrulez: ja, ich hatte auch erst gedacht, dass sich das Quartier bis zur Straße des 17. Juni erstrecken soll.

Und nun diese Übersicht aus der Berliner Zeitung von heute...

Würde ja heißen, die TU müsste sogar Teile "abgeben".

Vielleicht stimmt es doch so, wie die Berliner Zeitung hier einzeichnet, ich glaube nämlich, dass die TU auf dem hier eingekreisten Gelände erweitern wollte:



quelle + © Berliner Zeitung/Berliner Verlag




quelle: TU-Berlin

Also hier zeichnet sich nun ein erster Konflikt ab.

Ich denke eh, dass die TU sich vielleicht in Zukunft einen neuen Standort für einen Teil/ einen Fachbereich suchen sollte.

Bzw. sollte die TU ihre vorhandenen Flächen besser nutzen, sie könnte ja auch 1-2 Hochhäuser bauen, dies war ja bereits auch schonmal angedacht!
 

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Könnte man ja integrieren in das ganze. Redebedarf gibt es da allerdings schon, ist die Frage inwiefern die TU sich auf Kompromisse einlässt. Die restlichen Grundbesitzer wie die BVG und der Bund sollten nicht das große Problem sein, da sie beide sowieso keinen Plan für das Gebiet haben, die BVG müsste sich nur einen anderen Standort suchen, da war ja ma Tempelhof im Gespräch oder der Ostbahnhof.
Und das Riesenradgrundstück ist wohl das kleinste Problem. Im Herbst verfällt das Baurecht, dann könnte man es zurückerwerben, was sowieso vorgesehen war, ursprünglich für die TU.
 

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Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/umbau-der-city-west-campus-in-not/7779844.html

und ©: Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH

Der Architekt warnt davor, „das ganze nördliche Gebiet jahrzehntelang für die Universität zu blockieren“ und sieht gute Chancen für eine gemeinsame Entwicklung des Areals mit Unterstützung privater Investoren. Die seit Jahren aus Geldmangel brachliegenden Pläne etwa für den Bau eines Forschungszentrums an der Straße des 17. Juni auf dem Parkplatz des Mathematikinstituts zeigten, dass die Bildungseinrichtung solche Projekte nicht aus eigener Kraft stemmen könne.

Aus Sicht Mausbachs sind die Flächen ohnehin zu wertvoll, um sie Lehre und Forschung zu überlassen: zwischen den Grünanlagen des Tiergartens und dem Kurfürstendamm müssten die in Berlin dringend benötigten neuen Wohnungen entstehen. Die besten Wachstumschancen der TU lägen an dem geplanten neuen Technologie- und Forschungsstandort Tegel, nach Einstellung des Flugverkehrs.


:applause:

Muss ich voll und ganz zustimmen, die TU sollte auf lange Sicht sich einen zweiten Campus aufbauen. Bei der HU und co. funktioniert das ja auch.

Die Lage, die die TU und der Umfpang, den sie beansprucht ist bereits schon ziemlich enorm.

Eigentlich müssten doch die bisherigen Flächen genug Raum dafür bieten, an der ein oder anderen Stelle ein Hochhaus oder größeres Haus für die TU neu zu bauen.
 

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Ich halte die Durchsetzung der Interessen der TU für chancenlos,
und auch nicht für sinnvoll.

Spätestens dann wenn in diesem Jahr wieder 40.000 Neuberliner zuziehen
und die Wohnungsknappheit die Landespolitik unter noch stärkeren Handlungsdruck setzt
werden vom Senat die Prioritäten für alle freien Flächen in Stadt neubewertet.

Ich würde dann mit einem aktiven Durchwinken aller Projekte für Wohnneubauten rechnen.
So auch hier am Zoo. Insbesondere dann, wenn der Plan von Kleihues sogar einige
Bedürfnisse der TU miteinschließt.
 

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Danke Ludi für die Ansichten!

Das sieht zwar alles mehr nach Baumassenstudien als nach Architektur aus, aber das kommt hoffentlich noch.

Ein Turm von Kollhoff sollte mal wieder dabei sein. Oder Patzschke, die hätten bestimmt auch was tolles im Köcher, siehe mein Beitrag zum Ernst-Reuter-Platz. :)


Was die TU angeht: Können die nicht nach Adlershof / zum WISTA? Das wäre doch ideal, dort noch mehr Forschung samt Ausbildung und Praxis bündeln zu können. Dann hätte man endgültig einen absoluten Weltklasse-Wissenschaftscluster. Und beim WISTA gibt's doch noch Flächen, jedenfalls habe ich noch einiges an Freiflächen gesehen bei meinem letzten Besuch vor Ort.
 

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Was Patzschke so entwirft ist ja immer recht gutaussehend. Was den alten Entwirf für den Ernst Reuter Platz angeht finde ich den aber doch viel zu überdimensioniert für Berlin. Gerade wegen des Stils.
 

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LIBERTINED
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Warum? Wenn es eine Stadt in Deutschland gibt, die den architektonischen Überfluss, den extremen Neobarock und diese Formenpracht je konsequent gelebt hat, dann ist es doch Berlin. ;)

Schau dir die Vorkriegs-Kaufhäuser, Eckbauten, den Dom, Geschäftshäuser und Prachtboulevards des kaiserlichen Berlins an. Gerade im Westen der Stadt. Siehe auch das überschwängliche Charlottenburger Tor in unmittelbarer Nachbarschaft.

Da ordnet sich das hervorragend ein. :eek:kay:

So opulent ist Patzschkes Entwurf auch wieder nicht, es ist ja auch eher eine Skizze und würde gebaut sicher vornehm-zurückhaltender ausfallen.
 

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Smartshitter
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^

Der Neobarock ist fast ausschließlich von offizieller kaiserlicher Seite gebaut worden. Private haben in Berlin meist modern bis avantgardistisch gebaut. Die großen Berliner Warenhäuser waren Ikonen des Jugendstils und des Art Déco. Dass auch der Jugendstil üppig bis überladen war ändert daran nichts.

Der olle Wilhelm war in keiner Weise gut für das Land, auch nicht architektonisch.

Dieses Modell ist ja nun wirklich gar nichts. Wenn dann sollte man an der Hardenbergstraße Bürotürme und am Kanal Wohnhochhäuser hinstellen. Das ganze bräuchte ein Konzept für Hochhäuser, das über das zur Verfügung stehende Gelände hinausginge, und auch perspektivisch einen Abbruch der nicht relevanten Bestandsbebauung umfassen würde.

Ansonsten ist die Grundidee natürlich sehr überzeugend.
 
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