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neutrum
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http://www.tagesspiegel.de/newsticker/berlin/artikel.asp?60298
Quadriga»-Auszeichnung für türkischen Ministerpräsidenten Erdogan

Berlin (dpa) - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bekommt den diesjährigen «Quadriga»-Preis des Vereins Werkstatt Deutschland. Die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung solle am 3. Oktober im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt verliehen werden, teilte der Verein am Donnerstag mit. Die Laudatio wird Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) halten. Mit dem zum zweiten Mal vergebenen Preis werden laut Verein Personen geehrt, die sich durch Weitsichtigkeit und Pragmatismus einen Namen gemacht haben.
03.09.2004

Schuster zu Köhler-Vorschlag: Berlin ist «Metropolis of Museum Art»
Berlin (dpa/bb) - Mit den Worten «Berlin ist MoMA - Metropolis of Museum Art» reagierte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster, auf die Anregung von Bundespräsident Horst Köhler zu einer Sonderausstellung mit den bedeutendsten Kunstwerken der Berliner Museen. Schon jetzt seien im Pergamonmuseum die Meisterwerke von drei Museen vereint. 2005 sei der Umzug der Büste der Nofretete in das Alte Museum geplant. Im Bodemuseum könnten Gemäldegalerie und Skulpturensammlung vereint werden.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/i...sspiegel.de/archiv/03.09.2004/1334926.asp#art
Geballte Leere
Nicht nur im Osten: Die Berliner Kunstwerke dokumentieren das weltweite Drama der schrumpfenden Städte


Von Bernhard Schulz

In Detroit möchte man nicht leben. In Ivanovo möchte man schon gar nicht leben. In Manchester und Liverpool kann man mittlerweile vielleicht wieder leben, aber wie steht’s mit Leipzig und Halle?

Stellt sich die Frage überhaupt – bei zwei ehrwürdigen Städten in unmittelbarer Nachbarschaft? Ja, sie stellt sich, oder besser gesagt: Zehntausende haben diese Frage gestellt und für sich mit „Nein“ beantwortet. Sie sind fortgezogen. Sie sind vielleicht nur in die Vorstädte gezogen, haben den Traum vom eigenen Häuschen verwirklicht; sie sind vielleicht aber in den Westen Deutschlands übersiedelt und haben ihrer Heimat für immer den Rücken gekehrt. Da fangen die Probleme an: für die Städte, die Einwohner auf Dauer verlieren, für die jeweiligen Regionen, die Steuerzahler – und zugleich Nutzer öffentlicher Einrichtungen – aus ihren Unterlagen streichen müssen.

Die „schrumpfenden Städte“ sind mittlerweile ein brisantes Thema der deutschen Innenpolitik. Die neuen Bundesländer sind von einer dramatischen Umkehr der demografischen Entwicklung betroffen. Ostdeutschland wird von Entvölkerung heimgesucht. 1,3 Millionen Wohnungen stehen bereits leer, mindestens 450000 sollen mit öffentlichen Mitteln abgerissen werden. Von hier aus weitet sich der Blick auf die „shrinking cities“ weltweit.

Unter diesem Titel zeigt die Projektgruppe gleichen Namens in den Berliner Kunstwerken die Ergebnisse ihrer Recherche, die sie mit der großzügigen Förderung durch die Bundeskulturstiftung in den zurückliegenden zwei Jahren vorgenommen hat. Es handelt sich übrigens um ein „Initiativprojekt“ der Stiftung selbst, kein Antragsprojekt, was ihr drei Millionen Euro für einen Projektzeitraum von ingesamt drei Jahren wert war.

Als Beispielstädte wurden gewählt: Detroit im rust belt der USA als Beispiel für die Tendenz zur Suburbanisierung, Ivanovo in Russland für den postsozialistischen Wandel, Manchester/Liverpool als Muster der De-Industrialisierung – und Halle/Leipzig als Fallbeispiel vor der Haustür. Für weltweit alle schrumpfenden Städte lässt sich darüberhinaus der demografische Wandel als Ursache benennen. Ein bislang unerfüllter Wunsch der Projektgruppe unter Leitung des Architekten Philipp Oswalt ist die Untersuchung einer der schrumpfenden Städte Japans, um die miteinander verwobenen Entwicklungen „Bevölkerungsrückgang“ und „Überalterung“ zu dokumentieren.

Eine Dokumentationsausstellung ist es zuallererst geworden. Das Kondensat der Forschungen hingegen findet sich im 736-seitigen Begleitbuch, das als „Band 1“ bereits die Forsetzung der Recherche ankündigt. Es beeindruckt mit einer enormen Fülle von Essays, Fallstudien und Momentaufnahmen. Im Mittelpunkt der Ausstellung selbst steht die große Halle der Kunstwerke, in der ein achtteiliges Lattengerüst die jeweilige Bevölkerungsstatistik ins Dreidimensionale hebt und zugleich als Träger für eine Ereignisgeschichte der gewählten Orte dient.

Die Rückwand der Halle bedeckt eine „Weltkarte der schrumpfenden Städte“, die rund 400 der von diesem Schicksal betroffenen Städte ab 100000 Einwohnern aufführt, optisch geordnet nach derzeitiger Größe sowie der Schwere des Bevölkerungsverlustes, der im Einzelfall – so in Detroit – über 50 Prozent betragen kann. Bekannte Metropolen sind darunter – bei ihnen darf man Umlandwanderung als Ursache annehmen –, aber ebenso auch unbekannte Siedlungen, in denen man den Niedergang eines dominierenden Industriezweiges vermuten muss, ferner Hafenstädte, deren Frachtumschlag rückläufig ist oder wankende Vorposten der Zivilisation wie das sibirische Norilsk.

Was aus den vier Modellstädten – Doppelstädten in zwei der vier Fällen – ausgestellt wird, gehört weniger der Sphäre harter statistischer Fakten als der der künstlerischen Reaktion an. Für Detroit bietet sich die reiche Kulturszene afro-amerikanischer Prägung an, die vom legendären Plattenlabel „Motown“ bis zu eigentümlichen, an karibische Voodoo-Straßenaltäre gemahnende „Gedenkstätten“ für Mordopfer an irgendwelchen Straßenkreuzungen reichen kann. Das untere Ende der ökonomischen Skala bezeichnen die „scrapper“, die aus verlassenen Häusern Kabel herausreißen und diese in Supermarkt-Einkaufswagen anzünden, um das reine Metall zu erhalten und an Schrotthändler verkaufen zu können: Ein solcher, ausgeglühter Einkaufswagen wird vorgestellt. Aus Ivanovo stammen selbst geschaffene Handwerkszeuge wie Besen oder Steckdosenleisten, weil die Grundversorgung zusammengebrochen ist. Aus Manchester stammt das nachgebaute Büro einer Künstlergruppe in einem leergezogenen Wohnhochhaus vor dem Abriss – man meint den strengen Geruch der gesellschaftlichen Entsolidarisierung unter Thatcher in der Nase zu spüren. Deutschlands Osten hingegen prunkt mit „Beleuchteten Wiesen“ – fein erschlossenen Gewerbegebieten, denen es nur an einem mangelt: am umworbenen Gewerbe.

Selbst der Niedergang ist in Bundesdeutschland eben aufs Sorgfältigste austariert.Davon können Problemstädte anderer Länder nur träumen. Ob Russland oder die USA, einen innerstaatlichen Wohlstandstransfer wie in Deutschland kennen diese Länder nicht. Detroit ist keine gesamtstaatliche Aufgabe wie Leipzig, und Russland vergisst seine zahllosen Sorgenkinder ohnehin. Allein der drastische Wechsel Nordenglands von der Schwerindustrie zum Dienstleistungssektor stellt sich heute durchaus als Erfolgsstory dar.

Die Frage ist, was das Projekt „shrinking cities“ über die Konstatierung des Niederganges hinaus leisten kann. Die Ausstellung selbst verharrt, abgesehen vom beeindruckenden Zahlengerüst in der Haupthalle, im Pittoresken der Subkultur. Sie bedient eher den Schauer ihres Wohlstandspublikums angesichts der grotesken Überlebenskünste der gesellschaftlichen Verlierer. Das genau ist der Blickwinkel, unter dem das globale Phänomen der Schrumpfung bislang wahrgenommen wird: als allgemeiner Verlust, als Depravierung ganzer sozialer Schichten, als Niedergang der Kultur, die doch im Urbanen wurzelt. In historischer Perspektive jedoch zeigt sich, dass auch der vorangegangene Wachstumsprozess zu ähnlichen Friktionen geführt hatte, zu Ausbeutung, Verelendung und Verfall. Zumindest die westeuropäischen Städte, die heute Wegzug und Niedergang beklagen, waren vor ihrer Aufblähung im Zuge der Industrialisierung funktionierende Gemeinwesen hoher Kultur. Schrumpfung muss nicht bloß Niedergang heißen, es könnte auch die Chance der Rückkehr zum früheren Gleichgewicht eröffnen.

Die Diskussion um die Handhabbarkeit, womöglich gar Steuer- und Planbarkeit von Schrumpfungsprozessen, die die künftige Städtebaupolitik bestimmen wird, hat gerade erst begonnen. So kommt die Ausstellung in den Kunstwerken zum rechten Zeitpunkt. Doch über die Bestürzung angesichts der Schrumpfungsprozesse hinaus droht in den Hintergrund zu geraten, was mehr bedeutet als die absolute Einwohnerzahl. Wichtiger nämlich ist , das Leben im Gemeinwesen lebenswert zu gestalten – einerlei, wie viele Bürger am Ende bleiben.
 

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Stare über Berlin

01.09.2004: Allabendlich versammeln sich im Sommer bis zu 40.000 Stare über dem Berliner Stadtzentrum wie zum Beispiel im Kastanienhain auf der Museumsinsel oder im Köllnischen Park. Dabei ahmen sie moderne Zivilisationsgeräusche wie Autohupen, menschliche Stimmen oder Handyklingeln nach und mischen sie mit eigenen Geräuschelementen. Ein paar Dutzend Kastanien zwischen Dom und Alter Nationalgalerie dient dem Schwarm in der Nacht als Ruheplatz. Berliner Künstler und Wissenschaftler haben sich mit dem Gesang von Staren beschäftigt und eröffnen am 3. September das Projekt "Stare über Berlin". Unter der Federführung von Tilman Küntzel sind ein Symposium, Konzerte, Ausstellungen und Installationen geplant, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Der Vernissage am 3. September im Märkischen Museum und im Kunstzentrum "Podewil" folgen bis zum 24. September weitere Veranstaltungen, u.a. in der Staatsoper und auf der Museumsinsel. (mb/dpa) Foto: Jens Kalaene
http://www.taz.de/pt/2004/09/03/a0238.nf/text
http://www.taz.de/pt/2004/09/03/a0242.nf/text
Der Star ist der Star
Bis zu 40.000 Stare konzertieren allabendlich am Berliner Dom. Nun wird dem Vogel ein dreitägiges Symposium gewidmet
VON ALENA SCHRÖDER
Die Museumsinsel ist in den Sommermonaten ein Ort harter musikalischer Konkurrenz. Während auf dem Platz vor der Alten Nationalgalerie Klassik-, Pop- und Rockstars auftreten, gehört der direkt nebenan gelegene Kastanienhain zwischen Friedrichsbrücke und Berliner Dom einem Chor aus 40.000 Sängern: Riesige Schwärme von Staren nutzen die Bäume jedes Jahr zwischen Juli und September als Schlafplatz und geben vor dem Einschlafen ein beeindruckendes Konzert, das mittlerweile sogar Besucher anlockt. Jeden Abend ab 19.30 Uhr sammeln sich einzelne Star-Gruppen am Himmel über dem Dom und verbinden sich in immer neuen Formationen zu einem großen Schwarm, kreisen wie eine amöbenartige Wolke noch einige Male um die Kuppel, bis sie wie auf Kommando in die kleine Gruppe von Kastanien einfallen. "Kaum ein anderer Vogel bildet derart kunstvolle Schwärme in dieser Größe und verfügt gleichzeitig über eine so große Bandbreite an Lautäußerungen", sagt Klaus Witt, Sprecher der Berliner ornithologischen Arbeitsgemeinschaft, der die Stare am Dom schon seit Jahren zählt.

Auch Tilman Küntzel ist dem Star-Faszinosum verfallen (siehe Interview). Als Klangkünstler interessieren ihn die Vögel vor allem als klangliche Reflektoren städtischer Zivilisationsgeräusche. "Stare sind sehr geschickte Imitatoren, die die Geräusche ihrer Umgebung verblüffend echt nachahmen und über Generationen an ihren Nachwuchs weitergeben", schwärmt er. "Es kann also durchaus passieren, dass man nach seinem Telefon greift und plötzlich einen Star in der Hand hält, der zufällig den gleichen Handyklingelton im Repertoir hat." Für ihn Grund genug, dem Star an diesem Wochenende ein Symposium zu widmen, auf dem Verhaltensforscher, Musikwissenschaftler und Künstler das Sozialverhalten und den Gesang der Vögel diskutieren.

Schließlich beeinflusst der Star Kunst, Politik und Wissenschaft schon seit Jahrtausenden. Plinius der Ältere hat bereits über die Flugmuster von Staren geschrieben, Hildegard von Bingen nutzte den Vogel pulverisiert als Mittel gegen aufgebrochene Geschwüre und Vergiftungen aller Art. Wolfgang Amadeus Mozart übernahm aus dem Gesang eines Staren das Thema des dritten Satzes seines Klavierkonzerts in G-Dur und ließ dem Vogel nach dessen Ableben ein festliches Begräbnis zuteil werden. Im Kalten Krieg sorgten Starschwärme für bizarre Auseinandersetzungen an der österreichisch-ungarischen Grenze. Mit Flugzeugen versuchten beide Nationen die Vögel aus ihren Weinbergen über die Grenze in die des Gegners zu scheuchen, um dem Feind die Ernte zu vermiesen.

Dass sich Stare auch heute nicht im rechtsfreien Raum bewegen, zeigt eine Arbeit des Künstlers Wolfgang Müller. Vor einigen Jahren besuchte er das Haus des Dada-Künstlers Kurt Schwitters auf der norwegischen Insel Hjertøya. Der Gesang eines Staren, der sein Nest an Schwitters Domizil gebaut hatte, erinnert Müller sofort an Schwitters 1932 entstandene Ursonate, einem Lautgedicht mit Tonfolgen wie: "rinnzekete bee bee nnz krr müü". Hatte Schwitters einem Star sein Lautgedicht womöglich vorgetragen, dieser es an seine Nachkommen weitergegeben? Müllers Tonaufnahme des Starengesangs wurde schließlich im Rahmen einer Ausstellung zu einer CD mit dem Titel "Stare auf Hjertøya singen Kurt Schwitters". Nur wenige Tage später erhielt Müller Post von der Kiepenheuer-Bühnenvertriebs-GmbH, die die Rechte auf das Werk Kurt Schwitters besitzt und eine vermeintliche Wiedergabe der Ursonate durch Vögel offenbar nur gegen Gebühren zu genehmigen gedachte. "Ich musste schriftlich darauf hinweisen, dass die Stare von Hjertøya wohl kaum Ahnung über urheberrechtliche Bestimmungen haben könnten und die CD bei der Gema unter ,Naturgeräusche' angemeldet ist", sagt Müller. Der absurde Schriftwechsel sowie die Originalaufnahmen des dadaistisch inspirierten Staren werden auf dem Symposium zu sehen und zu hören sein, ebenso wie Klanginstallationen verschiedener Künstler, die mit Stargeräuschen arbeiten. Wissenschaftliche Vorträge erläutern die Schwarmformationen der Vögel, analysieren ihr Imitationsvermögen und den Einfluss des Starengesangs auf die klassische und zeitgenössische Musik. Den Beweis dafür liefert ein Klavierkonzert mit Stücken von Komponisten wie Ravel und Messiaen, die offenbar hemmungslos vom Gesang der Stare abgekupfert haben. Höhepunkt ist schließlich am Sonntagabend ein Gemeinschaftskonzert der Stare vom Dom mit dem Elektronik-Akkustik-Trio Perlonex: Der elektronisch verstärkte Klangteppich der Stare wird mit Geräuschen von Schallplatten, E-Gitarren und Perkussion gemischt. Keine Frage, wer dann der Star des Abends ist.

"Ihr Gesang ist ihr Fortpflanzungskapital"
Handyklingeln, Autohupen oder Gesprächsfetzen sind für die fliegenden Imitationstalente leichte Übungen. Der Klangkünstler Tilman Küntzel installiert vor Bruthöhlen Apparate, die jungen Staren Werbemelodien vorspielen
taz: Herr Küntzel, wie kommt man als Künstler dazu, sich mit Staren zu beschäftigen? Das ist doch eigentlich eher was für Hobby-Ornithologen.

Tilman Küntzel: Ich will eine Sensibilität für Klänge aus unserem Lebensraum schaffen. Ich verstehe die Stare als organische Klangtransformatoren, die unbewusst und zufällig Klänge aufnehmen, transformieren und wiedergeben. Meine Klanginstallationen arbeiten immer mit Mechanismen, die ohne eine Tonkonserve eigenständig wie Instrumente funktionieren. Die Stare sind ein perfektes Beispiel.

Wie kommt es, dass Stare so versierte Imitatoren sind?

Stare sind sehr intelligente, gesellige Tiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Sie passen sich sehr gut ihrer Umgebung an und lernen die verschiedenen Geräusche ihrer Umwelt. Ihr Gesangsrepertoire ist ihr wichtigstes Fortpflanzungskapital. Ein Star, der mit seinem Gesang ein Weibchen beeindrucken will, muss schon eine gewisse Bandbreite an Geräuschen abdecken können.

Was hat der normale Stadtstar denn so im Repertoire?

Alle möglichen Zivilisationsgeräusche, vom Handyklingeln bis zur Autohupe. Da Stare oft direkt an Häusern nisten, kommen auch Geräusche aus dem Fernsehen oder von Computerspielen dazu, manchmal sogar Gesprächsfetzen. Ich kenne Aufnahmen von einem Star, der sogar Russisch spricht.

Gibt es unter den Staren Talent-Unterschiede?

Klar gibt es wie bei allen Lebewesen auch unter den Staren bessere und schlechtere Sänger. Wenn ein Star offen und gesellig ist, lernt er natürlich auch mehr. Die Qualität des Gesangs hängt also auch vom Charakter des einzelnen Vogels ab.

Kann man einem Star auch gezielt bestimmte Klangfolgen beibringen?

Ich bin gerade dabei, für die kommende Brutzeit an bestimmten Bruthöhlen Klangeinheiten zu installieren, die einem Star eine kurze prägnante Werbemelodie vorspielen, sobald er sich auf eine Stange setzt. Wenn alles klappt, könnte man im nächsten Jahr also durchaus Stare hören, die Melodien pfeifen, die fast jeder aus dem Fernsehen kennt. Werbejingles eignen sich gut, weil sie besonders einprägsam sind.

Die Stare entfremden sich also immer mehr ihrer natürlichen Klangwelt?

Das kann man so sagen. Als einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz habe ich einen Handyton aus natürlichen Stargeräuschen produziert, den man kostenlos auf meiner Homepage runterladen kann. Wenn Stare Zivilisationsgeräusche wie Handyklingeltöne imitieren, könnten sie auf diesem Wege auch wieder ihre natürlichen Laute lernen.
INTERVIEW: ALENA SCHRÖDER
taz Berlin lokal Nr. 7452 vom 3.9.2004,
 

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http://www.meinberlin.de/sixcms/list.php?page=page_bilddestages&sort=online_date&skip=0


Tom ist nicht allein an die Spree gereist: Im Schlepptau hat der Multi-Millionär seine Co-Stars Jamie Foxx, 36, und Jada Pinkett Smith, 32, (die Frau von Hollywood-Smartie Will Smith, 35 - aber ohne ihn in Berlin).

Hollywood-Kuss
02.09.2004: Hollywoodstar Tom Cruise (42) hat endgültig sein Herz für die deutsche Hauptstadt entdeckt. "Ich mag die Menschen hier sehr", sagte der regelmäßige Berlin-Besucher am Mittwoch und fügte nach dem Vorbild John F. Kennedys leise hinzu: "Ich bin ein Berliner!". Die Atmosphäre in der Stadt sei sehr warm, die Menschen hilfsbereit, meinte Cruise. Im Roten Rathaus traf er gestern mit Klaus Wowereit zusammen. Zur Erinnerung an seine Eintragung ins Gästebuch erhielt Tom Cruise einen Porzellan-Bären, den er umgehend auf Kussfestigkeit testete. Am Abend feierte der Hollywoodstar die Premiere seines neuen Films "Collateral" am Potsdamer Platz. (mb/dpa)

http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/club.html
Das gab's noch nie: Berlins Türsteher, DJs und Barfrauen treten am Samstag zur ersten Club-Olympiade an!

Zehn Teams mit jeweils sieben Nachtarbeitern (u. a. vom Sage Club, Icon, Big Eden und der A Lounge) messen sich in typischen Club-Disziplinen. Mitte-Boy Jürgen Laarmann hat sich Sportarten wie Türsteher-Armdrücken, Disc-Jockey-Diskus oder Cocktail-Staffel erdacht.

Das Ganze wird im Rahmen einer riesigen Party in der Kulturbrauerei (Knaackstraße/Sredzkistraße/Schönhauser Allee) präsentiert. Das Szene-Magazin "030" feiert 10-Jähriges.

Und zum Jubiläum wollen es die 030'er richtig krachen lassen. Die 6000 Gäste - so viel werden erwartet - tanzen zu einem gigantischen Line-Up. Zehn Floors werden von 60 erlesenen DJs und jeder Menge Live-Acts bespielt. Mit dabei: u.a. Fünf Sterne Deluxe, Puppetmastaz, Harris, Culcha Candela, Andre Galluzzi, Monika Kruse, Steve Morell, Gianni Vitiello, Sex in Dallas, The Clones, PR Kantate und Shine.

Die Giga-Party wird in allen Locations der Kulturbrauerei (Soda, Alte Kantine, Palais, Innenhof) steigen. Sogar der KitKat Club ist dabei. Sie feiern eine Art Betriebsausflug im Kesselhaus.

Die Party und die ClubOlmpics beginnen bereits um 18 Uhr. Der Eintritt auf das Gelände kostet - passend zum 10-Jährigen - zehn Euro. Dafür gibt's freien Zugang zu allen Acts.
Nachschlag vom letzten Monat/August: Will Smith, "I, Robot"-Premiere, wie meistens im Sony Center ...
 

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Discussion Starter · #44 · (Edited)
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040829/romy.html#
Hausbesuch bei Berlins Paradies-Vogel Nummer 1, Romy Haag (53)

(...)
Sie ist der schrillste Paradiesvogel der Stadt - und wegen ihres Lebensstils und ihrer Shows der Inbegriff von Glamour und Verruchtheit: Romy Haag. Momentan sorgt sie mit ihrem Programm: "Romy Unplugged" für eine ausverkaufte UfA-Fabrik. Jetzt öffnet die 53-jährige Entertainerin für die BZ am Sonntag ihre 140-qm-Wohnung in Charlottenburg. Der 4-Zimmer-Altbau am Adenauerplatz wirkt farbenfroh, aber sehr ruhig und besinnlich. Das Wohnzimmer ist in zartem Grün gestrichen, der Wanddurchbruch hat die Form eines indischen Torbogens à la Tadsch Mahal, in den Ecken stehen sanft lächelnde Buddha-Figuren.

Das Lieblingsmöbelstück der Diva: Der 200 Jahre alte Esstisch im Empire-Stil. Hier sitzt sie gern und liest ihre Fanpost - circa 200 Briefe und E-Mails pro Tag, sagt sie. "Ich liebe Möbel, die Geschichten erzählen. Hier ist fast alles geerbt oder vom Antiquitätenhändler."

Romy wurde am 1. Januar 1951 als Edouard Frans Verbaarsschott geboren. Schon als Teenager reiste sie nach Paris und New York, wurde als Transsexuelle zum schillernden Showstar. In Berlin revolutionierte sie in den 70er Jahren mit ihrem Club "Chez Romy Haag" in Schöneberg das Nachtleben. Da war sie gerade mal 23 Jahre. Von den Rolling Stones bis zu Freddie Mercury - hier gaben sich die Promis die Klinke in die Hand. Romy war Muse, Partygirl und Star. Ihrer legendären Schönheit verfiel sogar David Bowie. Drei Jahre waren sie ein Paar, bis sie seine Drogensucht nicht mehr ertrug und in die Arme von Panikpräsident Udo Lindenberg floh. Romys bisherige Bilanz: 11 Platten, 26 Filme, 1 Autobiographie, unzählige Konzerte - und über 500 Liebhaber. Manchmal teilt sie ihre vier Zimmer mit Freund Alexander Kraut, 28. Wenn er nicht da ist, bleibt er trotzdem in Romys Blick: Im Wohnzimmer hängt ein lebensgroßer Akt von ihm. "Vom Zusammenleben bin ich aber kuriert. Mit meinem Ex-Mann Gustel von Gensmantel war das eine Katastrophe!" Über den schmutzigen Trennungskrieg will sie aber nicht mehr sprechen. "Man muss verzeihen können."

Dass hier ein Show-Star lebt, ist nicht zu übersehen. Ein riesiges Romy-Porträt hängt an der Wand: Bühnenrequisite. Im Badezimmer gibt es mehr Make-up-Tiegel, Döschen und Tuben als bei manchem Maskenbildner, und in einem Deko-Safe liegen die Modeschmuck-Klunker (unter anderem vom Designer Pompöös) für die Auftritte der Glamour-Diva.

Romys Wohnung ist frisch renoviert. Auf das Bad mit dem riesigen goldenen Spiegel und der großen Eckbadewanne ist Romy besonders stolz. Und sie hat sich von einer großen Last befreit: "Als alles neu gemacht wurde, habe ich meine Waage aus dem Bad geschmissen. Jetzt fühle ich mich viel besser. Von Diäten habe ich die Schnauze voll! Ich bin halt ein Weibsstück und kein dünnes Mädchen!"

Die Zeit geht auch an einer Romy Haag nicht spurlos vorbei. "Alt werden ist scheiße, aber es passiert einfach. Man muss nur im Geiste jung und aktiv bleiben." Als Verjüngungskur würde die Glamour-Lady aber auch ein Lifting machen lassen. "Warum nicht, ich muss ja schön sein für mein Publikum. Gesichts-Lifting wäre okay, aber Lippen aufspritzen und Fett absaugen finde ich richtig ekelig. Wer will schon zwei Autoreifen im Gesicht?" sagt sie und lacht mit rauchig-dunkler Stimme.

Braucht die Sängerin mal eine Pause, macht sie es sich auf ihrem kuscheligen Samtsofa gemütlich und hört ein paar Chansons, z.B. von ihren Vorbildern Marlene Dietrich oder Hildegard Knef. Doch dafür lässt ihr die Arbeit als Showstar kaum Zeit, meistens jagt ein Termin den Nächsten. "Aber das macht mir nichts. Richtig Zuhause fühle ich mich eigentlich nur auf der Bühne. Nur da bin ich wirklich frei und glücklich."
http://bz.berlin1.de/aktuell/musik/040903/schwenk.html
Peter Schwenkow präsentiert sein Klassik-Programm 2004/2005
Das sind meine Stars für Berlin


Kommt mit Bernsteins "Candide" in die Philharmonie: Loriot
Peter Schwenkow, 50, hat "ein neues Kind": So schwärmt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Entertainment AG und Groß-Impresario von seinem Klassik-Programm, das er jetzt vorstellte. Und das hat Klasse! Den Auftakt macht der Roncalli-"Weihnachtscircus" (16.12.04-2.1.05, Tempodrom). Dann der "absolute Höhepunkt", so Schwenkow: Loriot führt als Erzähler durch Leonard Bernsteins Musical "Candide" (20.3.05, Philharmonie). Star-Tenor Marcello Álvarez tritt ebenfalls in der Philharmonie (30.5.) auf. Das nächste Waldbühnen-Konzert der Berliner Philharmoniker wird "Eine französische Nacht" mit dem Klavier-Duo Katia und Marielle Labèque (26.6.). Noch in Planung: "Eine Nacht für Charlotte" im Schloss Charlottenburg (1.7.). Dazu Schwenkow: "Das soll ein Klassiker wie Potsdams Schlössernacht werden." Dann steigt "Eine Italienische Nacht" mit Renée Fleming und Ramón Vargas (27.8., Waldbühne). Und am Tag danach spielt das "World Orchestra for Peace" (100 Musiker aus 70 Orchester in 40 Nationen) in der Waldbühne.
nebenbei ... das ist uebrigens die Villa von "Leni Riefenstahl" ...
 

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Discussion Starter · #45 · (Edited)
achja, heute soll ja im palast der republik das naechste event eroeffent werden ...

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701274.html
"Fassadenrepublik" ist noch nicht ganz dicht

Die Teichfolie wird noch verschweißt, dann heißt es im Palast der Republik: "Wasser marsch"

Das "Wasser-Labyrinth" im Palast der Republik hat Anlaufschwierigkeiten. Gestern sollte das entkernte DDR-Prestigegebäude, das nur noch als Ruine bezeichnet werden kann, geflutet werden: Im Rahmen des Kulturprojektes "Volkspalast" sollten in ein 1200 Quadratmeter großes Becken im Palast 230 000 Liter Wasser gefüllt werden. Aus technischen Gründen wurde die "Flutung" verschoben. "Heute war die Bauaufsicht da und hat uns neue Auflagen für das Verschweißen der Teichfolie erteilt", sagte Mitorganisator Matthias Rick. Das 45 Zentimeter tiefe Becken ist noch nicht dicht. Es muss mit fünf Folienbahnen, von denen jede 600 Kilo wiegt, ausgelegt und verschweißt werden. Eine Arbeit, die bis heute um elf Uhr endgültig erledigt sein soll.

Noch stehen nicht alle 100 Fassaden der "Fassadenrepublik", es wird gebohrt, gemalt, geschweißt. Von heute Abend an sollen dann Besucher auf 20 Booten durch die Lagunenstadt fahren können. Die Touristen werden von Stadtführern in ein Fassaden-Spiel integriert: Sie können an zwölf Haltepunkten der Stadt aussteigen. Premiere ist heute..
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701260.html
... und ...
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701285.html
Rathauspassagen: Peinlicher Flop

Von Rainer L. Hein
Die Suche nach einem Hauptmieter für die Rathauspassagen entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Auch knapp neun Monate nach dem Ausstieg des vermeintlichen Hauptmieters, der US-Handelskette Wal-Mart, lässt die Vollendung dieses Prestigeobjektes der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) auf sich warten. Das ist peinlich, denn über den Status eines Provisoriums kommt das Gebäude neben dem Roten Rathaus nicht hinaus. Zugegeben, die WBM wurde durch den Ausstieg von Wal-Mart überrascht. Aber was seitdem abläuft, ist nicht gerade professionell. Juristisch wurde zwar alles getan, damit wenigstens die Mietzahlungen von Wal-Mart eingehen. Aber der Imageschaden für die WBM ist nur schwer zu kitten. Die Konsequenz muss sein: Kommunale Wohnungsbaugesellschaften sollen sich mit dem befassen, was sie wirklich verstehen - mit dem Vermieten von Wohnungen.

(...)
Rathauspassagen bleiben Torso
Wohnungsbaugesellschaft Mitte findet keinen Ersatz für Wal-Mart - Bis Weihnachten soll neuer Mieter gefunden sein


Die Rathauspassagen am Alexanderplatz bleiben auf absehbare Zeit ein Torso. Auf einer nichtöffentlichen Sitzung des Bauausschusses im Abgeordnetenhaus räumte jetzt die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) ein, dass sie auch neun Monate nach dem spektakulären Ausstieg des amerikanischen Discount-Kette Wal-Mart noch immer keinen Ersatzmieter gefunden habe. "Die WBM ist mit ihrem Einzelhandelsimmobiliengeschäft in den Rathauspassagen gescheitert", urteilte Barbara Oesterheld, baupolitische Sprecherin der Grünen.

WBM-Geschäftsführer Wolfgang Oehme bestätigte gestern, dass die Suche nach einem adäquaten Ersatzmieter sehr schwierig sei. Dennoch könne zu diesem Zeitpunkt nicht von einem Scheitern des Bauprojektes nicht die Rede sein. "Wenn das Zugpferd gefunden ist, wird die Einkaufspassage boomen", glaubt Oehme. Aber es sei richtig, das "wir nach dem plötzlichen Ausstieg von Wal-Mart auf dem falschen Fuß erwischt wurden", klagte er. Auch beim Management für die Rathauspassagen, der WBMI (ein Tochterunternehmen der WBM), ist man zuversichtlich. Sprecherin Susanne Schmidt: "Gerade haben die Einkaufskette kik sowie Gabor-Schuhe im Untergeschoss ihre Räume bezogen. Das heißt, dass nur noch zwei Ladenflächen nicht vermietet sind." Das alles sei positiv, bis auf die Suche nach dem Wal-Mart-Ersatz.

Doch genau hier liegt das Problem. Für die 11 000 Quadratmeter, mehr als 40 Prozent der Gesamtverkaufsfläche von 25 000 Quadratmetern, ist nicht so leicht ein Mieter mit Format zu finden. Dabei kostete das Großprojekt der Rathauspassagen die WBM 70 Millionen Euro; allein 20 Millionen Euro für die zwei umstrittenen Parkhäuser, die nur auf Druck von Wal-Mart gebaut wurden. Der Konzern hatte diese zur Bedingung für einen Mietvertrag gemacht.

"Wir sind auf einem guten Weg bei unseren Verhandlungen", so Susanne Schmidt. Bis Weihnachten werde der Großmieter gefunden sein, heißt es. Im Übrigen habe man keine großen Mietausfälle, da Wal-Mart monatlich zahlen muss. Beide Parteien haben sich bislang nicht über einen Ausstieg aus dem Mietvertrag einigen können.

Die WBM hatte schon häufiger angekündigt, mit einem Großmieter in Verhandlungen zu stehen - zuletzt im Juni bei der offiziellen Eröffnung der Rathauspassagen. Damals meinte Aufsichtsratschef Knut Fischer, der neue Mieter könnte im Herbst einziehen.

Weil inzwischen davon keine Rede mehr ist, wachsen bei den Parteien im Abgeordnetenhaus die Zweifel an einem Erfolg bei der Mietersuche. FDP-Bauexperte Klaus-Peter von Lüdeke will den Versprechungen der WBM, dass sie noch einen Mieter findet, nicht mehr so recht glauben. Für Barbara Oesterheld zeigt nicht nur das Beispiel Rathauspassagen, dass die WBM als Projektentwickler für Bauprojekte gescheitert ist. Sie forderte deshalb, dass sich Wohnungsunternehmen auf "ihr Kerngeschäft beschränken" sollten.

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story701315.html
Das ganze Land in Eberswalde
Morgen wird in der 750 Jahre alten Barnim-Kreisstadt der neunte Brandenburg-Tag gefeiert



http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/brandenburg/story701316.html
Eberswalde: Info: Goldschatz
Der örtliche Verein für Heimatkunde will beim Brandenburg-Tag Unterschriften für die Rückführung des Eberswalder Goldschatzes sammeln. Mit den Listen möchte der Verein an die Regierung Russlands appellieren, den 1945 aus Berlin nach Moskau gelangten Goldschatz Deutschland zurückzugeben. Der 1913 entdeckte Hort ist etwa 3000 Jahre alt und sehr bedeutend. Er wird im Puschkin-Museum aufbewahrt. Eberswalde und Berlin besitzen Kopien. dpa/LR
 

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Discussion Starter · #46 · (Edited)
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54070.html
Weil seine Pumpe stottert: Pilotenschein futsch
GREGOR GYSI Nach Herzproblemen darf er nicht fliegen


Berlin - Schlimm, wenn man einem Mann wie Gregor Gysi (56) alles verbieten. Erst musste er wegen seiner Herzprobleme das Rauchen (drei Päckchen pro Tag) aufgeben, jetzt ist auch noch der Pilotenschein des PDS-Politikers futsch. Gysi: "Ich ärgere mich wahnsinnig!"

Vor einem Monat hatte Gysi zum zweiten Mal in diesem Jahr Herzprobleme, einen kleinen Schlaganfall. Ärzte setzten so genannte Stents, um die Gefäße zu weiten, damit das Blut wieder richtig fließen kann. "Mit drei Stents darf ich nicht fliegen", so der Anwalt, der gestern eine Biografie über Oskar Lafontaine (Joachim Hoell, Provokation und Politik, Verlag Lehrbach, 19,80 Euro) vorstellte. Doch die Luft lässt ihn nicht los: "Sobald ich wieder fit bin, gehe ich zu meinem Arzt im Friedrichshain, lasse mir die Flugtauglichkeit wieder bescheinigen."

Die Lafontaine-Biografie hält er übrigens für ein "interessantes Geschichtsbuch". Und: "Gregor Gysi und Oskar Lafontaine müssten sich in einer Partei eigentlich vertragen. Aber diese Frage stellt sich nicht, ich bin in der PDS, er in der SPD." Und er lobte Lafontaine: "Er hat nie versucht, mich zu bescheißen."

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/fussball/54113.html
Noch fünf Tage bis zum Brasilien-Länderspiel
Hoeneß bittet Berlin: Seid nett zu Basti!
Klinsmann nominiert Deisler. Hertha-Fans kündigen an: "Es wird Pfiffe geben"


Berlin - Es ist die Rückkehr des verlorenen Sohnes. Heute Abend wird Sebastian Deisler mit seinen Nationalelf-Kollegen in Berlin einschweben, soll am Mittwoch (20.45 Uhr/ ZDF) gegen Brasilien seinen Wiedereinstand im "Dress der elf Besten" feiern. Doch der Empfang, der ihm bei seinem Auswahl-Comeback droht, könnte zwiespältig werden.


Gerade in Berlin schaut man mit Argusaugen auf das "Supertalent." Nicht wenige haben ihm seinerzeitig den unschönen Abgang von Hertha zum FC Bayern extrem übel genommen. Michael Dötsch vom Fan-Klub "OFC Berlin", der sogar eine Jubel-Choreografie für den Knaller gegen den Weltmeister vorbereitet: "Ich denke, es wird Pfiffe geben. Deisler hat in Berlin nicht den besten Stand."

Bundestrainer Jürgen Klinsmann warb gestern bei der Vorstellung seines Aufgebotes in der Mercedeswelt am Salzufer für den sensiblen Münchner: "Ich kenne das doch. Ich bin von Stuttgart aus ins Ausland und danach zu den Bayern. Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis die VfB-Fans mir das verziehen haben." Er freut sich grundsätzlich nur, dass Deisler zurück ist. "Gerade gegen Brasilien. Das Wort muss einem doch auf der Zunge zergehen. das reizt jeden Fußballer. Ob Fan oder Spieler", so Klinsi. Natürlich auch einen Sebastian Deisler, der Klinsi vor dessen Debüt in Wien (3:1) noch einen Korb gegeben hatte.

Ob Deisler von Beginn an spielt, ließ Klinsmann offen. Bewusst. Auch um den Druck von ihm zu nehmen: "Mal sehen, ob er zum Zuge kommt. Er muss aber merken, dass er wieder zur Gruppe dazu gehört, dass er ein Teil des Teams ist. Beim Neubeginn muss sich die Gruppe finden, das Team zusammengeschweißt werden. Da soll er seine Rolle zu beitragen."

Auch Hertha-Manager Dieter Hoeneß brach eine Lanze für Deisler: "Deutschland braucht die Besten. Und Deisler kann bei der WM 2006 ganz Deutschland helfen. Bei aller Enttäuschung, die man zuvor vielleicht mit ihm erlebt hat, man sollte ihn am Mittwoch unterstützen. Er hat genug gelitten", spielte er auf die vielen Verletzungen und überwundenen Depressionen des 24-Jährigen an.

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/54080.html
Lothar de Maizière - Ende eines Aufsichtsrates
Großes Verwirrspiel um die Hintergründe seines Rückzugs aus dem Amt


Berlin - Er sehe keinen Grund, als Aufsichtsratsvorsitzender der medienport AG zurückzutreten. Das sagte Lothar de Maizière dem KURIER noch vor wenigen Tagen. Aber offenbar hat er seine Meinung geändert.

Nachdem der KURIER gestern auf der Titelseite über de Maizières seltsame neue Karriere berichtet hatte, verlautete nun aus seiner Kanzlei, dass er zwischenzeitlich sein Amt niedergelegt habe.
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Discussion Starter · #47 · (Edited)
im palazzo republica siehts jetzt so aus! paddel paddel ... :yes:

Mit rund 300.000 Litern Wasser wurde die Ruine des Palastes der Republik in eine labyrinthische Fassadenstadt verwandelt, die Besucher mit dem Schlauchboot erkunden können
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701567.html


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701568.html
Schloss mit Palast-Festsaal?
Architekt des DDR-Vorzeigebaus will Debatte um Schlossaufbau neu entfachen - Förderverein winkt ab


Die Aktion "Volkspalast" im Palastes der Republik, die vor einer Woche begann und bis zum 11. November dauern soll, hat das monumentale Wahrzeichen der ehemaligen DDR erneut ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Für Diskussionen sorgt derzeit ein Vorschlag des Architekten Manfred Prasser. Er will der Teile des Palast-Rohbaus wie den großen Festsaal in das künftige Schlossgebäude einbeziehen.

Prasser war seinerzeit einer der Architekten des Palastes und unter anderem auch beim Wiederaufbau des Schauspielhauses und des Alexanderplatzes beteiligt. "Ich begrüße den Bundestagsbeschluss, das Stadtschloss wieder aufzubauen", betont er, fordert aber, allein schon aus Kostengründen die konservierte Rohbaukonstruktion des Palastes auf jeden Fall in den Schlossbau einzubeziehen.

Für den Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Stadtschloss, Wilhelm von Boddien, steht hingegen fest: Berliner Stadtschloss und Palast der Republik passen einfach nicht zusammen, weder ästhetisch noch architektonisch. "Schloss und Palast haben einen ganz anderen Grundriss", sagt von Boddien und kann noch viele andere Gründe für den kompletten Abriss des Palastes ins Feld führen.

Bliebe der Festsaal erhalten, könnte der Schlüterhof nicht komplett wieder aufgebaut werden, lautet sein wichtigstes Argument. Gerade dieser Hof sei aber die wertvollste Architektur, die Berlin zurückgewinnen kann. Er müsse deshalb unbedingt originalgetreu wieder entstehen. Der Vorschlag von Prasser sehe hingegen lediglich das Schlütersche Portal vor. "Das widerspricht nicht zuletzt dem Beschluss des Bundestages, der sich ausdrücklich für den Schlüterhof ausgesprochen hat", betont der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss. Darüber hinaus ergebe sich schließlich auch ein finanzieller Mehraufwand, sollte der Palast teilweise erhalten bleiben, fügt er hinzu.

Dass die Diskussion um den Palast mit dessen Zwischennutzung noch einmal aufgeflammt ist, hat Wilhelm von Boddien vorausgesehen. "Ich habe trotzdem dafür gestimmt", sagt er. Mit der Schließung sei das Gebäude für viele zum Mythos geworden.

Die neuerliche Öffnung würde da einiges gerade rücken. Verständnis hat von Boddien auch dafür, dass Architekt Prasser sich für den Erhalt des von ihm konstruierten Festsaals einsetzt. Trotz allem gibt es für ihn zum Abriss des Palastes keine Alternative.

"Mir geht es nicht darum, kleinkariert um den Erhalt des Festsaals zu kämpfen", betont indes Architekt Manfred Prasser. Er wolle hingegen erneut eine grundsätzliche Bebauungsdebatte anregen. Mit dem Stadtschloss in der Mitte Berlins müsse die Hauptstadt Flagge zeigen und der Geschichte Rechnung tragen, zu der eben auch der Palast gehöre. Viel Schloss und wenig Palast hält Prasser deshalb für den richtigen Weg.

Wilhelm von Boddien geht nicht davon aus, dass noch einmal grundsätzlich über den Wiederaufbau des Schlosses diskutiert werden muss. "Der Bundestagsbeschluss ist verbindlich", sagt er, fest davon überzeugt, dass er die Mehrheit der Berliner hinter sich hat.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701563.html
Udo Lindenberg nominiert den Tränenpalast für Einheitspreis
Über prominente Unterstützung freut sich Marcus Herold vom Tränenpalast, der in seiner Existenz bedroht ist: Panikrocker Udo Lindenberg hat Herold und den Tränenpalast für den "Einheitspreis 2004" vorgeschlagen.

Der mit 40 000 Euro dotierte Preis wird seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung in den Kategorien Lebenswelten, Medien, Jugend und Kultur ausgelobt. Den Juryvorsitz hat Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD). "Udo Lindenberg hat Marcus Herold für die Kategorie Kultur vorgeschlagen", bestätigt Julie Weigold von der Triad Projektgesellschaft Berlin, die das Verfahren im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung managt. Die Preise werden am 2. Oktober in Erfurt verliehen.

"Es ist wichtig, dass der Tränenpalast in unserer bunten Republik erhalten wird", sagt Udo Lindenberg. Er sei ein unverzichtbares Zeugnis der deutsch-deutschen Geschichte. "Und außerdem macht der Marcus ein gutes Programm", so der Sänger. Herold fühlt sich geehrt. "Die Nominierung hilft uns bei unserem Bemühen, eine seriöse Lösung für unser Problem zu finden", sagt der Kulturveranstalter und freut sich "dass unsere Arbeit gewürdigt wird".

Herold betreibt seit 14 Jahren ohne Subventionen den Tränenpalast am Reichtagufer 17. Das Land Berlin hat bei einem Grundstücksdeal am so genannten Spreedreieck Ende 2000 fälschlicherweise 200 Quadratmeter Land mitverkauft, das der Deutschen Bahn AG gehört. Der Käufer des Gesamtgrundstückes fordert Schadenersatz in Millionenhöhe und zwei Nachbargrundstücke, die direkt an den denkmalgeschützten Tränenpalast angrenzen. Herold hat ein Vorkaufsrecht auf den Tränenpalast und bekam ein Kaufangebot vom Liegenschaftsfonds, dass sein Anwalt als "sittenwidrig" einschätzt. So soll Herold auf alle Schadenersatzansprüche während der Bauarbeiten des Nachbarn verzichten.
 

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Discussion Starter · #48 · (Edited)
und so siehts derzeit am holocaust-mahnmal aus ...


http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story701561.html
(...) Am Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas steht nach etwas mehr als eineinhalb Jahre die Hälfte der 2751 geplanten Betonstelen. Bereits jetzt ist das Feld aus grauen Quadern eines der meist fotografierten Motive der Stadt, je nach Standort bietet es immer neue Perspektiven. Am Rande des etwa vier Fußballfelder großen Areals ragen die Quader nur etwa eine Handbreit über den Boden hinaus, ganz langsam wachsen sie in die Höhe, während sich gleichzeitig der Boden absenkt.

Die Besucher können entscheiden, wie weit sich in die ein Meter breiten Schluchten zwischen den Stelen, die am tiefsten Punkt des Geländes vier Meter in die Höhe ragen, begeben wollen. Im hinteren Teil des Areals und damit für die meisten Passanten zunächst kaum sichtbar entsteht der unterirdische "Ort der Information", in dem Daten des Holocausts sowie Millionen von Einzelschicksalen dokumentiert werden sollen.
(...)
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701506.html
.. Gesine Schwan+Peter Eugen=verheiratet
Exakt um 15.40 Uhr gab gestern Nachmittag die frühere Bundespräsidenten-Kandidatin Gesine Schwan, 61, ihrem Lebensgefährten Peter Eigen, 65, das Jawort. Die ökumenische Trauung vollzogen der evangelische Pfarrer Jonas Weiß-Lange und sein katholischer Kollege Josef Rudolf in der Evangelischen Kirche An der Rehwiese in Nikolassee. Die strahlende Braut trug ein cremefarbenes Seiden-Ensemble; bestehend aus einem festlichen, langen Rock, passender Stola und einem schulterfreien Corsagen-Oberteil in einem dunklen Rotton. Wie man hört, wurde das Hochzeits-Outfit so ausgesucht, dass es später auch zu anderen Gelegenheiten getragen werden kann.

Zu den Hochzeitsgästen zählten neben anderen Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Historiker Arnulf Bahring, Isa Gräfin Hardenberg und [/b]Friede Springer.

Anschließend wurde eine große Party im Haus und Garten der Braut mit 300 Gästen gefeiert. Am Sonntag geht es nach Rhodos (Griechenland) in die Flitterwochen.

Gesine Schwan hatte sich an ihrem Geburtstag, am Vorabend der Bundespräsidentenwahl, mit dem 65-jährigen Eigen verlobt. Für beide ist es die zweite Hochzeit, beide hatten ihre ersten Ehepartner durch Krebs verloren. Beide sind Nachbarn in Nikolassee.
 

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Discussion Starter · #49 · (Edited)
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701508.html


Gastredner Michel Friedman, umringt von Wizo-Ladies

Wizo-Gala (Womens International Zionist Organisation)
Dutzende Damen hatten am Donnerstagabend im Savoy-Hotel an der Fasanenstraße Augen für nur einen einzigen Mann. Als der dann endlich - braun gebrannt und wie immer strahlend - anlässlich der diesjährigen Wizo-Gala (Womens International Zionist Organisation) erschien, hier ein Küsschen verschenkte, dort freundschaftlich umarmte, raunten und flüsterten die Ladies einvernehmlich: "Er sieht fantastisch aus, die Ehe bekommt ihm blendend!".

Michel Friedman (Foto), Gastredner auf dem jährlichen Wohltätigkeitsevent, bei mit 500-Euro-Spenden bedürftigen Kindern in Israel zu Kindergartenplätzen verholfen wird, lächelte nur selig, als ihm das Tuschelthema des Abends zugetragen wurde. "Das ist ja schon was, wenn Michel weder dementiert noch kommentiert", sagte Filmproduzentin Regina Ziegler augenzwinkernd.

Berlins Wizo-Vorsitzende Michal Gelermann präsentierte derweil die schwarzlederne Bikerjacke vom Showmastergott Thomas. Die Ladies und ihre männlichen Begleiter, darunter Schauspielerin Brigitte Grothum und Ehemann Manfred Weigert, Kollegin Barbara Schöne in Begleitung von Hubert von Brunn boten eifrig mit: 3000 Euro brachte das exklusive Stück, die jetzt zusätzlich für soziale Projekte ausgegeben werden können. Überraschungsgast des Abends war Komiker Otto Waalkes, der spontan zum Mikro griff und einige Lieder zum Besten gab.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701503.html
... Leute ... Leute ...
Er ist der George Michael der Türkei: Während seine Fans gestern Nacht von ihm träumten, sollte der türkische Pop-Star Tarkan (32) in Berlin ankommen.

Heute Abend um 21 Uhr steht Tarkan, der mit seinem Knutschlied "Simarik" ("Verwöhntes Gör") bekannt wurde (...) Der Sänger, der in New York lebt, ist mit einer Anwältin liiert, die in Istanbul wohnt: "Irgendwann werden Bilge und ich heiraten."

Neue Runde im Karussell der Spitzenköche: Am 15. September bittet Küchenchef Renée Conrad zur Eröffnung des Restaurants "Vivo" im Grand Hotel Esplanade am Lützowufer. Conrad machte sich einen Namen als Mann der schnellen Wechsel: Auf das "Parc fermé" im Moabiter Meilenwerk folgte ein Abstecher nach Wuppertal, davor holte er im "Facil" den ersten Stern. Der Küchenchef des neuen "Vivo" gönnt sich am Wochenende mit seiner Familie einen Kurzurlaub. Ab Montag läuft dann das "Probekochen". Das wird gemacht, damit der Küchenchef und sein Team etwa testen können, welche Hitze der neue Herd entwickelt. Wie Conrad kocht? Leicht, mediterran, mit Meersalz. Zylindrisch geschnittene Selleriestückchen kommen bei ihm jedenfalls nicht auf den Teller.

Die Mutter von Schwimmerin Franziska van Almsick freut sich, dass ihre Tochter die Karriere beendet hat. "Wir waren insgesamt froh, dass es einfach zu Ende ist, dass einfach dieser Druck raus war", so Jutta van Almsick in "Leute am Donnerstag" im RBB. "Franzi" werde "keine großen Wettkämpfe mehr schwimmen, und ich werde nie mehr dasitzen müssen, und das Herz schlägt mir oben heraus".

***

Der britische Wein-Guru Michael Broadbent kommt zur Messe "GutsWein". Er testet bei Daimler-Chrysler Services deutsche Weine.

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Stars for free
In der Wuhlheide treten beim Konzert "Stars for free"
Patrick Nuo,Sabrina Setlur und Alexander auf.
 

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Discussion Starter · #50 · (Edited)
http://www.wams.de/data/2004/08/29/325306.html?s=1
Auf dem Weg zur Gourmet Metropole

linke Pics: "Swissotel" mit Dachcafe und Restaurant ...

Die Berliner Gourmet-Szene entwickelt sich zur besten in ganz Deutschland. Nirgendwo sonst gibt es so viele erstklassige Restaurants. Aber auch nirgendwo sonst dreht sich das Karussell der Köche so schnell, schließen gute Restaurants im Handumdrehen, eröffnen andere, noch extravagantere, um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen.

Morgen kürt "Partner für Berlin" die besten Köche, Maîtres und Sommeliers der Hauptstadt. Wir nennen die heißesten Kandidaten für die renommierte Auszeichnung "Berliner Meisterköche" und nennen unsere ultimativen Luxus-Restaurants des Jahres 2004.


linke zwei Pics: Hotel Intercontinental ... rechte drei Pics: Four Seasons von Innen

Zu den Besten der Besten gehört derzeit das "Hugos" im "Hotel Intercontinental". Das elegante Restaurant mit Weltstadtflair im 13. Stock gewinnt von Jahr zu Jahr an Qualität. Bereits 2003 wurde es im "Feinschmecker" zum besten Restaurant Deutschlands gekürt. Chefkoch Thomas Kammeier ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern lässt sich von der phänomenalen Aussicht auf Regierungsviertel und Potsdamer Platz inspirieren. Der unprätentiöse Kammeier ist der Favorit auf den Titel des "Berliner Meisterkochs". Zusammen mit dem immer vergnügten Maître Olaf Rode präsentiert er höchstes Niveau.

Ein weiterer herausragender Koch ist Tim Raue, der in diesem Jahr den größten Entwicklungssprung machte. Im Design-Restaurant "44" im "Swissotel" - übrigens ebenfalls wie das "Vau" vom Architekten Meinhard von Gerkan entworfen - legt er einen furiosen Start hin. Sicherlich auch, weil seine Frau Marie seit kurzem den Service optimiert. Der Blick von der Terrasse auf den Kurfürstendamm ist fulminant. Die Speisekarte vereint Moderne und Klassik - links die "Evolution", rechts die "Tradition".

Der größte Verlierer des Jahres ist Gourmet-Philosoph Drew Deckman im "Four Seasons". Wegen der bevorstehenden Übernahme des Hotels durch die Regent-Gruppe fiel er aus den Wertungen der Gourmetführer. Regent sichert zwar den Erhalt des Restaurants zu, ein Konzept scheint die Gruppe aber noch nicht zu haben. Das ändert allerdings nichts an Deckmans derzeitiger Klasse - nie war das "Seasons" besser als jetzt.


Das "Schloßhotel" (Interieur by Karl Lagerfeld) in der Brahmsstrasse in Grunewald ...

Dieses Jahr gibt es noch weitere Veränderungen bei den Köchen der Luxus-Restaurants. Berlin zieht inzwischen Spitzenköche aus Hamburg und Düsseldorf an. So hat das "Schlosshotel" im Grunewald endlich einen würdigen Nachfolger von Sterne-Koch Christian Lohse gefunden. Der neue Küchenchef Jörg Behrend kommt aus dem "Louis C. Jacob", dem ersten Haus der Hansestadt Hamburg. Der 37-Jährige hat bereits erstklassige Unterstützung vom neuen Service-Team unter Leitung von Sebastian Grzechnik, der vom Edelitaliener "Ana e Bruno" herüberwechselte. Damit bringt Direktorin Uta Felgner den magischen Ort im Grunewald wieder in die richtige Spur.


Grand Hotel Esplanade ...

Das alte "Harlekin" im "Grand Hotel Esplanade" verändert völlig sein Gesicht. Ab dem 15. September heißt es "Vivo". Meisterkoch Renée Conrad hat nach vielen Irrwegen seinen Platz gefunden. Das "Vivo" wurde mit orangefarbenen Wänden und eleganten Designer-Lampen als eigenständiges Restaurant gestaltet. Conrad setzt verstärkt auf leichte und unkomplizierte Kost. "Hauptsache, das Restaurant ist voll, und die Leute haben Spaß beim Essen", sagt er selbstbewusst.


das "Vau" am Gedarmenmarkt ...

Das ist so leicht nicht. Die Branche verzeichnet monatliche Umsatzeinbußen von über zehn Prozent, aber nicht in den bekannten Szene-Restaurants der Luxus-Klasse. Zudem haben Berlins Gourmet-Tempel ein gutes finanzielles Überlebenspolster. Sie sind in den großen Fünfsternehotels untergebracht, ohne die sie nicht überleben könnten. Die Hotels werben mit dem Michelin-Stern der Restaurants - derzeit halten ihn das "Hugos", "Facil", "Vau", "Margaux", "Lorenz Adlon" und "First Floor". Nur zwei Top-Restaurants stehen allein, das "Vau" und das "Margaux".


das "Margaux" am Pariser Platz ...

Das "Vau" von Kolja Kleeberg am Gendarmenmarkt ist der moderne Klassiker schlechthin. Geschmack pur, eine geradlinige Handschrift sowohl in der Küche als auch bei der Innenarchitektur. Im Sommer ist das Atrium regelmäßig ausgebucht und bietet eine ideale Showbühne für Super-Sommelier Hendrik Canis, der beste seines Fachs in der Stadt. Das "Margaux" am Pariser Platz hat seinen festen Platz. Michael Hoffmann reitet auch als neues Mitglied der "Jeune restaurateures" immer noch an der Spitze der Kochkunst-Avantgarde, teilweise vielleicht etwas zu ungestüm. Der Spaß bleibt, mit lässiger Eleganz ohne Provinzialität.



Ritz Carlton Impressionen mit "Vitrium", der Nobel-Brasserie etc. ...

Seit Anfang des Jahres ergänzt das "Vitrum" die Gourmet-Szene der Stadt. Anfänglich noch zögerlich, gibt sich Thomas Kellermann inzwischen entschlossener. Der Ritterschlag kam von Deutschlands Gourmet-Papst Wolfram Siebeck, der dort kürzlich den besten Hobbykoch krönte. Siebecks Fazit: "Die Berliner waren zu keiner Zeit als Feinschmecker bekannt. Das hat sich dramatisch geändert." Einziger Schwachpunkt des "Vitrum" bleibt der Service, den Gesumino Pireddu trotz aller Meriten nicht ganz im Griff hat - der Service ist zu steif, weiße Handschuhe sind nicht mehr zeitgemäß, das Ambiente zu dunkel. Der neue Hoteldirektor Rainer Bürkle, der gerade aus dem "Ritz-Carlton Istanbul" wechselte, wird hier nachjustieren.


linke Pics: Madison mit Gourmet-Restaurant "Facil" ... rechte Pics: Palace Hotel und das "First Floor"

Eine Oase in der Großstadt-Hektik ist das "Facil" im fünften Stock des "Madison" am Potsdamer Platz. Im Sommer vermählt sich das Licht des Himmels mit der frischen Luft der Terrasse. Glück entsteht, wenn die Speisen von Michael Kempf auf den Tisch kommen, der junge Zögling von Drei-Sterne-Meister Dieter Müller zeigt souveräne Klasse. Das "First Floor" im "Palace" ist ein Vorbild an Zuverlässigkeit, gediegene Atmosphäre des alten West-Berlins. Matthias Buchholz ist ein zupackender Koch, der auf die volle Unterstützung von Hotel-Direktor Kurt Lehrke setzen kann. Schade, dass das Davidoff-Gourmet-Festival von November auf das Frühjahr verlegt wurde.



Adlon, Restaurant Quarré, unten: Gourmet-Restaurant "Lorenz Adlon" ...

Kommen wir zum Restaurant "Lorenz Adlon". Frischen Wind bringt der österreichische Maître Gerhard Retter. Die Küchenleistung ist unter der Regie von Thomas Neeser exzellent - egal ob mit oder ohne Blattgold, das hier auf die Speisen kommt und am Jahresende mit neun Kilogramm bilanziert wird. Last, but not least: die Perle der Großstadt. Die "Quadriga" im "Brandenburger Hof" mit japanischem Garten. Der Neue am Herd, Bobby Bräuer, beginnt sich zu akklimatisieren.

Und ab November wird eine Idee der Berlin Tourismus Marketing GmbH für Furore sorgen. Der "Winterzauber", eine Aktion, die noch mehr Touristen in die Stadt locken soll: Christmas-Shopping und nebenbei gut essen gehen.
apropos: Grabmal des "Lorenz Adlon" (1849-1921), die Grabstelle für den Gründer des Hotels Adlon. Das Marmorporträtrelief im Mittelteil oben ist von Walter Schott ...


http://www.hotel-adlon.de/de/hotel/geschichte/index.htm

Lorenz Adlon, etwas Historie: Am 24. Oktober 1907 berichtete die Vossische Zeitung in Berlin: "Während des gestrigen Tages hatten Kaiser, Kaiserin, Prinzessinnen und Prinzen den prächtigen Hotelbau besichtigt und Herrn Adlon ihre Anerkennung des hier Geschaffenen in ehrendster Weise ausgesprochen." Mit diesem Tag begann die Geschichte des Hotel Adlon, das mit großer Unterstützung durch Kaiser Wilhelm II entstand und das sich innerhalb von drei Jahren zum schönsten und luxuriösesten Hotel der Welt entwickelte.

Gründer jenes Hotels war Lorenz Adlon, Sohn eines Schuhmachers aus Mainz. Sein Berufsweg führte ihn nicht direkt in die Hotellerie. 1872 beendete er zunächst seine erste Lehre, die Ausbildung zum Tischler.

Sein Lehrherr, die renommierte Mainzer Möbelfirma Bembé, übernahm später die Innenausstattung des Hotel Adlon. Doch schon während seiner Lehrzeit soll es Lorenz Adlon immer wieder in die Gastronomie gezogen haben. Bereits 1876 verdiente er sich während der Ausrichtung des rheinischen Schützenfestes erste Sporen bei der Leitung eines "Massenrestaurationsbetriebes". Während der Weltausstellung 1888 in Amsterdam war er Pächter sämtlicher Restaurationsbetriebe. Der Name "Adlon" erhielt erstmals internationale Bekanntheit. 1889 erwarb Adlon sein erstes Hotel, das "Mille Collones" in Amsterdam.


seinerzeit: Raffael, Großer Speisesaal im Adlon ...

Lorenz Adlon hatte zu dieser Zeit Mainz bereits verlassen und war Mitbürger Berlins geworden. 1880 erwarb er hier das berühmte Restaurant "Hiller" Unter den Linden 55. (Heute liegt dort das Café Einstein). 1885 expandierte er und erwarb die Zooterrassen im Zoologischen Garten, 1896 betrieb er anläßlich der Gewerbeausstellung in Berlin das "Hauptrestaurant von Adlon und Dressel" am Neuen See. Das zweite Standbein von Lorenz Adlon war seine Weinhandlung in der Berliner Wilhelmstraße mit - so erzählt man - über einer Million Flaschen.
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http://www.wams.de/data/2004/08/29/325326.html
Filmreifer Ritterschlag
Der erste Schritt ist ein Sprung. So will es das Logo von "First Steps", dem Nachwuchs-Filmpreis, der am Dienstag im Theater am Potsdamer Platz zum fünften Mal vergeben wurde.


Die Newcomer trafen dort auf die Arrivierten ihrer Branche: Top-Schauspieler wie Suzanne von Borsody und Barbara Rudnik, erfolgreiche Produzenten wie Bernd Eichinger (Constantin Film) und gefragte Regisseure wie Oskar Roehler und Doris Dörrie. Der First Steps Award ist Ritterschlag und Ansporn. Und die Zukunftssicherung einer Branche.

Der mit 25 000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr von Filmbranche und Wirtschaft gestiftet. In verschiedenen Kategorien werden die besten Abschlussarbeiten aus deutschen Filmhochschulen prämiert. Ausgezeichnet wurde der Film "Katze im Sack" von Florian Schwarz. Der Streifen sei eine Wundertüte der Möglichkeiten und zeige zahlreiche Bezüge und Bedeutungsebenen, wertete die Jury. In der Kategorie Kurzfilm gewann Ralph Etter mit dem Film "Wackelkontakt". Den Preis für den besten Spielfilm unter 60 Minuten erhielt Markus Mörth mit "Allerseelen".
homePage des Awards: http://www.firststeps.de

http://www.vienna.at/engine.aspx/pa...n/common-news-20040825-054000_000014/nav/prev
Preis für Markus Mörth bei "First Steps Awards"
Berlin (APA/dpa) - Der Grazer Markus Mörth ist am Dienstagabend in Berlin bei den "First Steps Awards" für Nachwuchsfilmemacher für "Allerseelen" mit dem Preis für den besten Spielfilm unter 60 Minuten ausgezeichnet worden. Der Film "Katze im Sack" von Florian Schwarz wurde mit dem "First Step Award" ausgezeichnet.

Bei der Verleihung im Filmtheater am Potsdamer Platz nahmen zahlreiche Vertreter aus Medien und der Filmbranche teil. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr von Filmbranche und Wirtschaft gestiftet.

In verschiedenen Kategorien werden die besten Abschlussarbeiten aus deutschen Filmhochschulen prämiert. Der Film von Florian Schwarz sei eine "Wundertüte der Möglichkeiten" und zeige zahlreiche Bezüge und Bedeutungsebenen, wertete die Jury.

Der Film siegte in der Kategorie abendfüllende Spielfilme. Er zeigt 24 Stunden der Protagonisten, deren Wege sich in einer Karaoke- Bar kreuzen. In der Kategorie Kurzfilm gewann Ralph Etter mit dem Film "Wackelkontakt". Als bester Dokumentarfilm wurde "Janine F." von Teresa Renn ausgezeichnet. Der Preis für den besten Werbespot ging an Frieda Wittich für "Mc Donnalds keine Gegenfrage". 211 Filme hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Insgesamt wurden Preisgelder in einer Höhe von 72.000 Euro vergeben.
Tausende Besucher beim Berliner Suppenfestival «fête de la soupe»

Berlin (dpa/bb) - Suppenschüsseln und Suppenlöffel prägten am Samstag das Bild im Kreuzberger Wrangelkiez. Tausende Gäste besuchten dort die «fête de la soupe» - das erste Berliner Suppenfestival. Schon am Nachmittag löffelten nach Angaben der Organisatoren etwa 5000 Menschen eine der 90 verschiedenen Suppen, bis zum Abend wurde mit mindestens 10 000 Besuchern gerechnet. Neben den Suppen, die durchweg kostenlos verteilt wurden, wurde den Gäste auf drei verschiedenen Bühnen ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten.
ps: die Suppen sind uebrigens kostenlos und werden ausgeteilt, solange der Vorrat reicht ...
http://www.quartiersmanagement-berlin.de/index/100/

Ministrantentag in Berlin gefeiert
Berlin (dpa/bb) - Mehr als 400 Messdiener haben am Samstag in Berlin auf Einladung des Erzbistums einen Ministrantentag gefeiert. Wie das Berliner Erzbistum am Samstag mitteilte, sollte auf diesem Wege den etwa 1700 jungen Menschen gedankt werden, die Woche für Woche ihren Dienst am Altar leisten. Für die Ministranten im Alter von 10 bis 23 Jahren wurden ein gemeinsamer Gottesdienst und ein buntes Unterhaltungsprogramm veranstaltet. Aufgabe der Messdiener ist es, den Priestern beim katholischen Gottesdienst zur Hand zu gehen.
Akademie-Präsident Muschg begrüßt Köhler-Vorschlag
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Akademie der Künste hat den Vorstoß von Bundespräsident Horst Köhler begrüßt, eine zentralen Ausstellung mit den bedeutendsten Kunstwerken der hauptstädtischen Museen einzurichten. Dies sei «ein wichtiger Vorschlag», sagte Akademie- Präsident Adolf Muschg am Samstag im DeutschlandRadio Berlin. Angesichts des Erfolgs der Berliner MoMA-Schau müsse es mehr vergleichbare Gelegenheiten geben, um Kunst zu erleben. Schon jetzt könne sich Berlin aber mit den großen Kulturmetropolen vergleichen.
Fans feiern Werner-Festival am Lausitzring - Heiße Wettrennen

Der Autor der Comic-Figur «Werner», Rötger «Brösel» Feldmann, zu Beginn eines Konzerts mit Rockbands auf der Bühne am Lausitzring.
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Klettwitz (dpa/bb) - Für Motorrad- und Musikfans aus ganz Deutschland ist der Lausitzring im Süden Brandenburgs an diesem Wochenende der ultimative Treffpunkt. Zur Halbzeit des dreitägigen Festivals «Werner - das Rennen 2004» am Samstag konnten sich die Liebhaber von heißen Öfen bei schönem Spätsommerwetter auf ein umfangreiches Rennprogramm freuen. Seit dem Vormittag gab es unter anderem Wettrennen von schnellen Dragster-Geschossen und Sprünge mit Motocross-Maschinen. Zudem heizten Bands den Besuchern ein.
http://www.wams.de/data/2004/08/29/325323.html
Arthur Cohn und die Königliche Hoheit
von Franziska von Mutius

Arthur Cohn, Veronica Ferres und Alexandra Christmann (mit ihrem Gatten Ben Kingsley, der somit mit einer Berlinerin verheiratet ist) ...

"Wir ziehen zusammen", scherzte Alexandra Christmann und nahm ihre Freundin Veronica Ferres in den Arm. Die Ehefrau von Oscar-Preisträger Ben Kingsley kam Mittwochabend zur Deutschland-Premiere des französischen Kinohits "Die Kinder des Monsieur Mathieu" aus London und in Begleitung ihrer Münchner Freundin Ferres in das Verlagshaus Axel Springer. In der Ullstein-Halle präsentierte der Schweizer Filmproduzent Arthur Cohn seinen neuen Streifen, der am 2. September bundesweit in den Kinos anläuft. Der Film hat in Frankreich binnen kürzester Zeit mehr als sieben Millionen Zuschauer begeistert. "Das ist der beste Beweis dafür, dass man nicht zwischen Großproduktionen und kleinen Filmen unterscheiden kann. Es gibt nur gute und weniger gute Filme", sagte Cohn.

Sein Werk war auch in der Berliner Gesellschaft Gesprächsstoff. FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper hatte sich schon tagelang auf die Vorführung gefreut. "Der Film handelt ja von einem arbeitslosen Musiker, der eine Anstellung als Erzieher in einem Internat für schwer erziehbare Jungs bekommt. Mit Hilfe der Musik gewinnt der Lehrer das Vertrauen seiner Schüler", sagte die Politikerin. "Ich habe früher im Gymnasium in Halle im Chor gesungen. Dort habe ich gelernt, dass musische Talente, wenn sie gefördert werden, sehr hilfreich bei der Werte-Erziehung sind." Kürzlich sei sie zum Musizieren in ihre alte Heimat gefahren, erklärte die Politikerin weiter. "Ich habe mich zum Mitsingen im Bach-Chor gemeldet."

Die FDP-Frontfrau traf im Verlagshaus Axel Springer auf interessante Gesprächspartner. Altkanzler Helmut Kohl, "Spiegel"-Chef Stefan Aust, Ihre Königliche Hoheit, die Begum Inaara Aga Khan, und deren Mutter Renate Thyssen-Henne, Friede Springer, Israels Botschafter Schimon Stein, Caterer Klaus Peter Kofler, Hotel-Direktorin Tini Gräfin Rothkirch (Dorint Sofitel) oder Alexandra Kamp mit ihrem Lover Tertius Meintjes.

Manch einem der Gäste war sogar eine kleine Anekdote zur eigenen Musikalität und zur Schulzeit zu entlocken. "Ich war früher bei den Schaumburger Märchensängern", erzählte Regina Ziegler, selbst Filmproduzentin. "Im Alter von 14 kam ich leider in eine andere Stimmlage. Da es nicht mehr so gut klang, halte ich mich bis heute beim Singen zurück."

Börsen-Expertin Carola Ferstl plauderte stolz: "Ich habe zehn Jahre lang in der Kantorei gesungen. Da haben wir sogar das schwierige Weihnachtsoratorium aufgeführt." Figaro Udo Walz erinnerte sich: "Mein Musiklehrer war furchtbar. Er hat mich sogar mal geohrfeigt. Doch das Singen konnte er mir nicht verleiden." Im Chor singt Udo heute nicht mehr. Aber unter der Dusche. Das wiederum lässt Schauspielerin Yasmina Filali: "Ich treffe keinen Ton."
 

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http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701507.html

Peter Raue bekommt die "Goldene Ente"
Premiere bei Pomp Duck and Circumstance

"Das hat er wirklich verdient. Toll, was dieser Mann für die Berliner Kultur getan hat!" Diese Worte hörte man am Donnerstagabend im proppevollen "Pomp-Duck-and-Circumstance"-Zirkuszelt besonders oft. Sie galten einem Gast unter den 400 Geladenen bei der gefeierten Premiere von Hans-Peter Wodarz' neuem Programm "Köche, Krone, Kritiker": Peter Raue, der Mann, der hinter der MoMA-Schau steht und mit seiner Hartnäckigkeit Europas erfolgreichste Kunstausstellung erst möglich machte, bekommt für seinen Verdienst an der Kulturstadt Berlin die "Goldene Ente" von Pomp Duck und dem Berliner Verlag im Februar 2005 verliehen. Wodarz: "Sonst heben wir uns die Entscheidung stets bis zum Jahresende auf. Aber diesmal war sonnenklar, dass der Preisträger nur einer sein kann."


Hollywood-Muskelmann Ralf Moeller und Musical-Mogul Michael Kunze stießen mit Wodarz zugleich auf eine langjährige Freundschaft an. Kunze gar auf 30 Jahre. Noch etwas schüchtern auf dem gesellschaftlichen Parkett: Judo-Olympiasiegerin Yvonne Böhnisch. Magier Nathan Silbermann entpuppte sich als ihr größter Fan des Abends. Hertha-Trainer Falko Götz (kam mit Ehefrau Rita) genoss den Vier-Stunden-Abend als willkommene Abwechslung vom Fußballgeschehen. ZDF-Moderatorin Heike Maurer (brachte ihre neue Liebe Ralf Immel mit, Finanzchef einer Werbeagentur) bestätigte schmunzelnd, dass in ihrer Zweierbeziehung durchaus die Liebe durch den Magen geht. Immel: "Leider kann ich nicht kochen, verwöhne meine Heike dafür am Wochenende mit einem ausgiebigen Sektfrühstück."

Entertainer Max Raabe, der für seine undurchsichtige Miene bekannt ist, bewies Humor, machte bei einer Polonäse mit. Andere Gäste äußerten hinter vorgehaltener Hand, dass sie froh darüber sind, nicht an den vorderen Tischen zu sitzen, wo die Gefahr groß ist, ins Programm mit eingebaut zu werden . . .

Malerin Elvira Bach machte "in Familie", genoss den Abend mit Ehemann und Sohn. Weitere Gäste, die bis frühmorgens weiterfeierten: Designer Thorsten Ampft (entwarf Wodarz neues Pomp-Duck-Jackett), Caroline Beil, Gerit Kling, Artur Brauner, MDR-Intendant Udo Reiter ("Ein Spitzenprogramm"), seine RBB-Kollegin Dagmar Reim, und "Lindenstraßen"-Star Annemarie Wendl.
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neutrum
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Discussion Starter · #54 ·
http://heiku_berlin_kreuzberg1.20six.de/nextEntries/juea3pgwkohe

Das Gecekondu am Bethaniendamm in Kreuzberg
Gecekondus werden in der Türkei meist über Nacht gebaute, illegale Häuser genannt, in denen Menschen aus den ländlichen Regionen Unterkunft finden.

Der Erbauer dieses Hauses am Bethaniendamm heißt Osman Kalin, ein gebürtiger Türke mit langem, weißem Bart. 1982 hatte er begonnen, auf dem Niemandsland zwischen Mauer und West-Berlin sein Gemüse zu ziehen und Schicht für Schicht eine Laube aufzubauen. Kurz nach dem Mauerfall übergaben DDR-Grenzpolizisten Kalin ein amtliches Dokument, in dem sie erklären, dieses Land sei ihm übereignet worden. Rechtlichen Bestand hat das Papier nicht, aber bis heute werden Kalin und sein Gecekondu von den Behörden geduldet.
 

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sebastian c said:
Hmmm....man kann jedenfalls nicht behaupten dass in Berlin nichts los wäre...
Andererseits kann man behaupten, daß nichts von Belang los ist.
 

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neutrum
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Discussion Starter · #57 · (Edited)
Max BGF said:
Andererseits kann man behaupten, daß nichts von Belang los ist.
fuer dich nichts, meinst du. fuer andere ja durchaus.
aber erzaehl doch mal, wo fuer dich etwas mit belang los ist? ;)

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701869.html

Aids-Gala: Vergessen ist ansteckend ...
Reminders-Day-Preisverleihung mit rund 1000 Gästen im Roten Rathaus - Gedenken an Irina Pabst


Modischer Blickfang auf der Gala im Roten Rathaus: Model Yvonne Hölzel im Abendkleid aus fließender Seide mit Wasserfall-Ausschnitt

Rote Barhocker, weiß gedeckte, runde Stehtische, gemütliche Sitzecken, mehrere Büfetts und Getränkebars, eine Bühne mit Live-Programm und prominente DJs wie Cameron Douglas, 25, der älteste Sohn von Hollywoodstar Michael Douglas: Im Roten Rathaus war am Sonnabend Partytime angesagt. Allerdings hatte der Abend mit rund 1000 festlich gekleideten Gästen einen ernsten Hintergrund. Geladen war zur Reminders Day Aids-Gala unter dem Motto "Vergessen ist ansteckend".

Wichtigster Teil der Veranstaltung, die im Wappensaal und im Großen Festsaal des Roten Rathauses stattfand und das ehrwürdige Gebäude für einen langen Abend zur Partymeile werden ließ, war die Verleihung des "ReD-Award 2004" an den früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela und den Südafrikaner Zackie Achmat stellvertretend für die Treatment Action Campaign (TAC), die größte Nichtregierungsorganisation Afrikas gegen die Immunschwächekrankheit Aids.

Weil der 86-jährige Mandela aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Berlin kommen konnte, war ihm die Auszeichnung per Post geschickt worden. Der Nobelpreisträger bedankte sich in einem Brief: "Ich bin sehr glücklich, diese Ehrung im Namen von Millionen Menschen empfangen zu dürfen." Weiter schrieb Mandela, "wir alle sind gemeinsam verantwortlich, diese Epidemie einzudämmen und letztendlich auszurotten". Dagmar Wöhrl, Unternehmerin und CSU-Politikerin, betreut seit 14 Jahren vier Waisenhäuser mit Aids-infizierten Kindern, eines davon in Afrika. "Ich habe auch Mandela getroffen, bewundere sein großes Engagement", sagte sie.

Sänger Werner Böhm ("Gottlieb Wendehals"), der mit seiner Frau Susanne und sieben Kilo leichter aus Hamburg nach Berlin kam: "So eine Veranstaltung ist ganz wichtig. Ich möchte vor allem dabei mithelfen, den Jugendlichen klar zu machen, dass One-Night-Stands keine Spaßabteilung sind." Weitere Gäste der Gala, durch die TV-Moderatorin Jessica Witte-Winter und Comedian Thomas Hermanns führten: SPD-Politiker Walter Riester, Columbia-Tristar-Deutschlandchef Martin Bachmann, Maler Jürgen Draeger, Star-Visagist René Koch und Schauspielerin Gerit Kling, die von einer Party zur nächsten zog - vom Rathaus zum "Hexen"-Premierenempfang im Friedrichstadtpalast.

Die bisherigen Preisträger des "Reminders Day Award" waren Benefiz-Lady Irina Pabst, Schauspielerin Judy Winter und Modedesigner Wolfgang Joop. Für die im Mai dieses Jahres im Alter von 76 Jahren verstorbene Irina Pabst, oft als "Engel der Aidskranken" bezeichnet, fand Inga Griese-Schwenkow, eine enge Freundin, bewegende Worte der Erinnerung. Sie endeten mit: "Nicht das Ende ist ihr Vermächtnis. Sondern ihr Sein und die Aufforderung, dass es immer an uns selbst liegt, etwas zu tun. Und dass wir froh sein sollen, wenn wir etwas tun können."

http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701871.html
Tom Hanks zeigt seiner Frau das Pergamon-Museum


Gestern früh, 10 Uhr. Hollywoodstar Tom Hanks und seine Ehefrau, die Schauspielerin Rita Wilson, landen mit ihrem Privatjet auf dem Flughafen Tempelhof. Eine Limousine bringt das Paar in das Hotel Adlon am Pariser Platz. In seiner Suite mit Blick auf das Brandenburger Tor stehen für den Schauspieler eine riesige Obstschale und das bestellte Mineralwasser bereit.

Hanks, der in der deutschen Hauptstadt gestern und heute einen Interview-Marathon zur Flughafen-Komödie "Terminal" (Regie: Steven Spielberg, ab 7. Oktober in den deutschen Kinos) absolviert, repräsentierte lässige Eleganz. Zum grau-schwarzen Anzug trug Hanks ein Hemd ohne Krawatte. Mit 16 Jahren verließ Hanks sein Elternhaus in Reno und verdiente sich sein Geld als Bühnenbeleuchter und Kofferträger. 1980 schaffte er den Einstieg ins Filmgeschäft. Für seine Rollen als homosexueller Aidskranker ("Philadelphia") und als "Forrest Gump" erhielt er zweimal hintereinander den Oscar.

"Terminal" fiel bei den Kritikern des Filmfestivals in Venedig in diesen Tagen durch. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte: Ein Iraner lebt seit 16 Jahren auf dem Pariser Flughafen. Bei Spielberg kommt der Mann (Hanks) aus einer ehemaligen Sowjetrepublik, landet in New York und spricht kein Wort Englisch.

Nach Venedig und einem Zwischenstopp beim Festival des amerikanischen Films im französischen Deauville macht Hanks für den Film jetzt in Berlin Werbung: Nach der ersten Interview-Schicht standen gestern am späten Nachmittag für ihn und seine Ehefrau Rita Sightseeing auf dem Terminkalender: unter anderem ein Spaziergang über den Gendarmenmarkt, ein Abstecher ins Pergamon-Museum, das er bereits vor eineinhalb Jahren besuchte.

Hanks kennt sich bestens in Berlin aus, kam schon mehrfach an die Spree, zuletzt wegen der geplanten Verfilmung des Lebens von Dean Reed. Der Sänger und Schauspieler siedelte 1972 aus den USA in die DDR über. Für seine Recherchen traf Hanks im Guy am Gendarmenmarkt damals Egon Krenz. Sein eigentliches Berliner Stammlokal ist aber das Borchardt. Restaurantleiter Rainer Möckel und Oberkellner Pavlo begrüßt Hanks inzwischen wie alte Bekannte.
 

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neutrum
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Discussion Starter · #58 · (Edited)
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701870.html

Verein Innocence in Danger bittet 400 Gäste zum Brunch für einen guten Zweck
Benefiz ist en vogue. Kaum eine Veranstaltung, die sich nicht mit dem Charity-Gedanken schmückt. Im vergangenen Jahr feierte die Gesellschaft erstmals die Gala "Innocence in Danger" gegen sexuellen Missbrauch und gegen die Verbreitung kinderpornographischen Materials im Internet. Diesmal wird zum Brunch geladen.


Den Veranstaltern kam es schon bei der Gala nicht nur auf schöne Kleider an: Nachdem das Tafelsilber abgeräumt worden war, ging die Arbeit weiter. Im Ehrenkomitee der deutschen Sektion des Vereins "Innocence in Danger" engagieren sich auch Regisseur Volker Schlöndorff, Brigitte Oetker, Filmproduzentin Regina Ziegler, Kunstmäzen Friedrich-Christian Flick und Friede Springer.

Der Verein organisierte mit der Berliner Einrichtung "Strohhalm e.V." Präventionstheater an Berliner Schulen. 1000 Jungen und Mädchen wurde das Thema Selbstbehauptung näher gebracht. Außerdem unterstützte Innocence die Beratungsstelle "Karo" gegen Kinderprostitution an der deutsch-tschechischen Grenze mit 40 000 Euro. "Aktion Mensch" finanziert Innocence wiederum eine Studie zur Situation der von kinderpornographischer Ausbeutung betroffenen Mädchen und Jungen.

Am 22. September bittet Isa Gräfin Hardenberg im Namen des Komitees für "Innocence in Danger" in den Palaissaal des Hotels Adlon (Sponsoren: J.P. Morgan, T-Mobile). Statt einer Gala gibt es diesmal wie gesagt einen Brunch mit Tombola. Unter anderem zu gewinnen ist ein Fahrradtraining mit Jan Ullrich oder Erik Zabel. 400 Gäste werden erwartet, darunter Sonja Kirchberger, André Eisermann, Detlev Buck, Reinhold Beckmann und Schauspieler Mario Adorf, der angekündigt hat, sich persönlich für das Thema zu engagieren.

Sabine Christiansen moderiert eine Talkrunde mit der FDP-Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin und Homayra Sellier, der internationalen Präsidentin von Innocence in Danger. Mit den Spenden, die beim Brunch gesammelt werden, will der Verein "Nina" initiieren, eine bundesweite Telefonnummer als Anlaufstelle für Informations- und Hilfsangebote zum Thema sexueller Missbrauch. "Nina" wird mit einem TV-Spot des Kurzfilm-Oscar-Preisträgers Florian Gallenberger beworben.


Der Hamburger Pianist Joja Wendt, der bereits mit Joe Cocker die Bühne teilte, tritt in der Komödie am Kurfürstendamm (20 Uhr) auf.

***

Schriftstellerin Natascha Wodin kommt zur Veranstaltung "Zu Gast - Salon im Gorki" (Maxim Gorki Theater).

***

Zeitung: Ruth Galinski sagt Teilnahme an Synagogenjubiläum ab
Berlin (dpa/bb) - Ruth Galinski, Witwe des früheren Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, hat nach einem Bericht der «Berliner Zeitung» (Dienstag) ihre Teilnahme an der Feier zum 100-jährigen Bestehen der Berliner Synagoge Rykestraße abgesagt. Sie sei empört, dass die Jüdische Gemeinde Friedrich Christian Flick zu der Veranstaltung am Sonntag eingeladen habe, gab die Zeitung als Grund an. Der Enkel des NS-Kriegsverbrechers und Industriellen Friedrich Flick habe sein Kommen zugesagt.
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlinboulevard/story701872.html

Entertainerin Kim Fisher räumte beim Premierenempfang der neuen "Hexen"-Revue im Friedrichstadtpalast, der in allen Foyers des Musentempels gefeiert wurde, mit einem Gerücht auf, das neuerdings in der Hauptstadt zu hören ist: dem nämlich, dass sie schwanger sei. "Nein, bin ich definitiv nicht", sagte sie. Vielleicht kam ja das Gerücht auf Grund ungünstiger Kleidung auf, die sie ein wenig runder erscheinen ließ. Ihr Begleiter Detlev Rutzke, den sie seit einem halben Jahr kennt, nahm das Gerücht amüsiert zur Kenntnis. Apropos Kleidung: Kim Fisher liebt modische Accessoires, besonders Schuhe und Stiefel. Welche Farben trägt sie zurzeit am liebsten? "Pink und Biene-Maja-Gelb."

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer schaffte es gerade noch rechtzeitig zur Premiere, kam direkt aus Hagen (Westfalen) von einer Wahlkampfveranstaltung. Das Bühnenbild gefiel ihm und seiner Lebensgefährtin Sonja Müller am besten. Da demnächst weitere Veranstaltungen außerhalb Berlins für den Politiker anstehen, "werden jetzt unsere Telefonkosten enorm steigen".

Ex-Eisprinzessin Gaby Seyfert, 55, stellte strahlend den neuen Mann an ihrer Seite vor: Volker Pietrek, 57, Präsident der American-Football-Mannschaft "Berlin Adler" und Vorstandsmitglied im Unternehmerverband Berlin e.V. "Ja, ich bin sehr glücklich", sagte Gaby Seyfert, zweifach geschiedene frühere Weltmeisterin. Dem Friedrichstadtpalast ist sie immer noch sehr verbunden. Von 1985 bis 1991 leitete sie das Eisballett des Revuetheaters, "beruflich die schönste Zeit meines Lebens". Kennen gelernt hat sich das Paar Anfang Februar in Erkner im Mercedes-Autohaus. Ein Geschäftsfreund spielte "Amor", machte Pietrek mit Gaby Seyfert bekannt. Eine Woche später klingelte bei ihr das Telefon . . .
 

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neutrum
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Discussion Starter · #59 · (Edited)
... diverse News der 6.9.2004-Ausgabe der Berliner Morgenpost ...

Schröder-Köpf ermutigt Kinder zum Lesen - Bierhoff liest vor

Berlin (dpa/bb) - Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf hat Berliner Kinder zum Bücherlesen ermutigt. «Kinder, die lesen, haben bessere Noten und kriegen eher eine Lehrstelle», sagte Schröder-Köpf am Montag zum Auftakt einer Vorlese-Reihe des Vereins «Deutschland liest vor» in Berlin. Vor 50 Schülern las dann der Team-Manager der Deutschen Fußball-National-Elf, Oliver Bierhoff, Geschichten aus dem Buch «Die wilden Fußballkerle» in einem McDonald's-Restaurant.
Anschläge auf Potsdamer Büro von PDS-Chef Bisky

Potsdam (dpa/bb) - Auf das Wahlkreisbüro des PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky in Potsdam sind innerhalb einer Woche zwei Anschläge verübt worden. In der Nacht zum vergangenen Sonnabend wurden an der Terrasse des Büros im Stadtteil Stern beide Fensterscheiben eingeschlagen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag der dpa. Schon in der Nacht zum 29. August hätten Unbekannte die Fenster des Büros beworfen. Das Sicherheitsglas sei beschädigt worden, aber nicht zerbrochen.
Tom Hanks: Keine Klischees über DDR in Film über Dean Reed

1983 ... Dean Reed im Foyer des Palasti Republiki
Berlin (dpa) - Oscar-Preisträger Tom Hanks (48, «Forrest Gump») will bei der geplanten Verfilmung der Lebensgeschichte des «roten Elvis» Dean Reed jedes Klischee über die DDR und den kommunistischen Künstler vermeiden. «Ich bin nicht Reagan, aber ich möchte auch nicht eine Klischee-Story über einen naiven Amerikaner oder das Alltagsleben in der DDR erzählen», sagte Hanks am Montag in Berlin. Bis zu Beginn der Dreharbeiten sei es jedoch noch ein «frustrierend langer Weg».
Ukraine gibt «Beutekunst» an Deutschland zurück
Berlin/Hamburg (dpa/bb) - Die Ukraine will Deutschland weitere im Zweiten Weltkrieg verschleppte Kulturgüter zurückgeben. Dabei gehe es auch um die Bibliothek des Zuckermuseums Berlin sowie 286 weitere Objekte, darunter Gemälde und Grafiken, teilte das Auswärtige Amt am Montag mit. Eine deutsch-ukrainische Expertengruppe werde noch in diesem Jahr die Vorbereitungen für die Rückgabe einleiten. Die Vereinbarung sei kürzlich bei einer Sitzung der deutsch-ukrainischen Kommission in Jalta auf der Halbinsel Krim getroffen worden.

Zweiter «Goldener Vorhang» für Anita Kupsch

Berlin (dpa/bb) - Die Schauspielerin Anita Kupsch ist zum zweiten Mal vom Berliner Theaterclub mit dem Publikumspreis «Goldener Vorhang» ausgezeichnet worden. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Darstellung in der Boulevardkomödie «Männer und andere Irrtümer», in dem sie 25 verschiedene Rollen verkörpert, wie die Besucherorganisation am Montag mitteilte. Das Stück hatte im September 2003 in der Komödie am Kurfürstendamm Premiere und steht ab 29. Oktober wieder auf dem Spielplan.

Berliner Hoffest mit prominenten Politikern und 3500 Gästen
Berlin (dpa/bb) - Zahlreiche prominente Besucher und 3500 geladene Gäste feiern an diesem Dienstag beim sommerlichen Berliner Hoffest im Roten Rathaus. Erwartet werden die Bundesminister Hans Eichel, Otto Schily und Ulla Schmidt (alle SPD), die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, Fernsehmoderatorin Sabine Christiansen und der Opernsänger René Kollo. Die Kosten werden laut Senat vollständig von Sponsoren übernommen. Gleichzeitig mit dem Hoffest beginnt gegenüber dem Rathaus das traditionelle Münchner Oktoberfest in Berlin.

aeltere impressionen des "Muenchener Oktoberfest" in Berlin ... und des ... "Fraenkischer Weinherbst" in Berlin ...
 

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neutrum
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Discussion Starter · #60 · (Edited)
http://www.welt.de/data/2004/09/07/329384.html

Berlin auf dem Weg zur Modemetropole
Zeitgleich zur Avantgarde-Messe Bread & Butter startet am 21. Januar die B-in-Berlin für etablierte Marken

von Florentine Anders

Bademode von Criminal auf der Modemesse Bread & Butter Foto: ddp

Was im vergangenen Jahr in Düsseldorf noch hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, ist seit gestern Realität: Berlin macht der Modemetropole Düsseldorf immer kräftiger Konkurrenz. Die Messe Berlin GmbH präsentierte gestern gemeinsam mit der eigens gegründeten Tochtergesellschaft Capital Fashion eine neue Mode-Messe mit dem Namen "B-in-Berlin", die der bisherigen Leitmesse der Branche, der "Cpd" in Düsseldorf, den Rang ablaufen könnte. Vom 21. bis 23. Januar 2005 soll die B-in-Berlin neuer Marktplatz für international etablierte Marken werden.

Der durchschlagende Erfolg der Avantgarde-Messe "Bread & Butter", die vor zwei Jahren nach Berlin kam, zeigt nun seine Sog-Wirkung. Die Industrie selbst habe Interesse an Berlin geäußert, sagt Gerald Beck, Berater von Capital-Fashion, der bezeichnenderweise vom Cpd-Veranstalter Igedo aus Düsseldorf an die Spree gewechselt ist. "Die Suche der europäischen Modeindustrie nach der lange vermissten emotionalen Metropole hat mit der Entscheidung für Berlin nun ein Ende", schwärmt Capital-Berater Gerald Beck.

Und was läge näher, als die 40 000 Fachbesucher, die zur Szenemesse Bread & Butter ohnehin nach Berlin kommen, auch gleich zu den großen Kollektionen der gestandenen Marken zu lotsen. So sehen sich die beiden Messen B&B und B-in-Berlin nicht als Konkurrenten, sondern als Partner, die gegenseitig voneinander profitieren, indem bewusst derselbe Termin gewählt wurde.

Anders als die Cpd in Düsseldorf hat die B-in-Berlin nicht den Anspruch, zu den größten Modemessen zu gehören, sondern zu den besten. Handverlesen sollen die etwa 300 Aussteller sein, die sich auf dem Messegelände am Südeingang in den neuen Messehallen auf streng limitierten 30 000 Quadratmetern präsentieren. Damit wollen die Veranstalter bewusst eine Alternative zum Gigantismus bieten, an dem viele herkömmliche Modemessen kranken. Für die Aussteller seien die riesigen Präsentationsburgen teuer, für die Fachbesucher unübersichtlich, erklärt der Geschäftsführer der Capital Fashion, Michael Brömmel. In Berlin wolle man dagegen als Novum ein einheitliches Standkonzept präsentieren.

Welche Marken sich im Januar präsentieren, steht noch nicht fest. Angesprochen werden sollen die so genannten "Best of" aus Mitteleuropa und Skandinavien, wie Gerry Weber oder Hugo Boss. Die Öffentlichkeit wird die Modegurus allenfalls in den Restaurants oder Hotels zu sehen bekommen. Denn anders als die Grüne Woche, die zeitgleich stattfindet, wird die B-in-Berlin eine reine Fachbesuchermesse sein.

Immerhin können die 500 000 Besucher der Landwirtschafts-Messe am Roten Teppich am Südeingang einen Blick auf die Glamour-Welt der Mode werfen. Organisatorisch sieht die Messe Berlin GmbH keine Probleme. "Als die Fruit Logistica noch zeitgleich mit der Grünen Woche stattfand, hat auch alles geklappt", sagt Messe-Geschäftsführer Christian Göke. Er verschweigt jedoch, dass es immer wieder Parkplatzprobleme gab. Für die Fachbesucher sei an einen Shuttle-Service gedacht.
http://www.welt.de/data/2004/09/07/329380.html
Polizist geduzt - Grünen-Politiker freigesprochen
Der Grünen-Abgeordnete Özcan Mutlu muss für das Duzen eines Polizisten nun offenbar doch keine Geldstrafe bezahlen. Das Landgericht sprach Mutlu in der Berufungsverhandlung am Montag vom Vorwurf der Beleidigung frei, teilte ein Gerichtssprecher mit. Im Dezember 2003 war Mutlu vom Amtsgericht zu 2000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht hatte damals befunden, Mutlu habe den Beamten am 11. Oktober 2001 im Streit um sein falsch geparktes Auto durch das Duzen herabgewürdigt. Der Sachverhalt sei aber trotz der Aussagen des als Zeugen geladenen Polizisten im Unklaren geblieben, erklärte jetzt das Landgericht. Der heute 36 Jahre alte Abgeordnete Mutlu wollte den damaligen Bundespräsident Johannes Rau bei einem Termin in der Aziz-Nessin Grundschule in Kreuzberg begrüßen. Sein Auto hatte er im Parkverbot abgestellt. Als ein Polizist seine Personalien aufnehmen wollte, fiel der Satz "Was bildest du dir ein?"

http://www.welt.de/data/2004/09/07/329398.html
Senator Harald Wolf schließt Zerschlagung der BVG nicht aus
Neue Tarifgespräche

von Guido Hartmann und Joachim Fahrun

Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) schließt eine Zerschlagung der Berliner Verkehrsbetriebe BVG nach 2007 nicht aus. Bevor die BVG in den Wettbewerb entlassen werde, müsse entschieden werden, ob eine Trennung in eine Infrastrukturgesellschaft und eine Betriebsgesellschaft vorgenommen werde, sagte Wolf gestern im Wirtschaftsausschuss.

Wolf reagierte damit als erster führender Koalitionspolitiker positiv auf den Vorschlag der Grünen zur künftigen Struktur der BVG. Die Grünen wollen alle Gleisanlagen, Betriebshöfe und Wagen der BVG in einer Anstalt öffentlichen Rechts belassen. Eine privatrechtlich organisierte BVG-Betriebsgesellschaft könnte dann mit anderen Anbietern um Ausschreibungen von Verkehrsleistungen in der Region konkurrieren. Der Planungsstab der BVG solle in eine öffentliche Einheit wechseln, um Kontrolle und Planung des Landes für den Nahverkehr unparteiisch zu sichern.

Nach Ansicht des Grüne-Wirtschaftsexperten Jochen Esser erzwingt der von der EU geforderte Wettbewerb eine solche Lösung. Im Gegenzug könne die BVG eine Übergangsfrist erhalten, bevor sie sich vollständig im Wettbewerb bewähren müsse. Wolf sagte, eine Zerlegung der BVG könne "ein sinnvoller, wenn auch kein zwingender Weg sein". Zunächst müssten aber die Kosten der BVG auf das Niveau anderer öffentlicher Verkehrsunternehmen sinken.

Daran arbeitet die BVG. Seit Einführung des erweiterten Abfindungsprogramms Anfang August haben sich nach Vorstandsangaben 115 Mitarbeiter zum Verlassen des Unternehmens entschlossen. Neben bis zu 48 Monatsgehältern zahlt die BVG bis Ende Oktober eine "Sprinterprämie" von mindestens 20 000 Euro. Der Vorstand hofft, dass sich weiter viele Mitarbeiter zum Ausstieg entschließen. In Gewerkschaftskreisen glaubt man das nicht. "Am Anfang machen alle mit, die sowieso auf dem Sprung waren", heißt es.

Nach mehreren Monaten Pause nehmen BVG und Gewerkschaft Verdi heute wieder die Verhandlungen über einen Spartentarifvertrag auf. Für Verdi stehen ein Fortschreiben des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen sowie ein Verzicht auf Aus-, Neu- und Umgründungen von Firmen im Mittelpunkt der Gespräche. Im BVG-Vorstand setzt man auf ein Einfrieren der Löhne und Gehälter sowie eine Reduzierung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Um die BVG bis 2008 wettbewerbsfähig zu machen, müssten die jährlichen Lohnkosten gegenüber 2003 um 200 Millionen Euro sinken. Die Zahl der Mitarbeiter müsse von 13 000 auf 10 000 reduziert werden.

Hollywood in Berlin
Tom Hanks geht, Matt Damon kommt

von Anja Popovic


Kaum ist der eine Hollywoodstar in seinem Privatjet wieder davongeschwebt, da kommt auch schon der nächste: Oscar-Preisträger Tom Hanks lächelte im Hotel Adlon gestern Vormittag noch kurz den Fotografen in die Kameras, dann machte er sich mit Ehefrau Rita auf die Heimreise Richtung Los Angeles. Das "Abklatschen" in Berlin übernimmt sein US-Kollege Matt Damon (33, Single, ebenfalls Oscar-Preisträger).

Heute Abend oder spätestens morgen früh - Herr Damon hat sich noch nicht entschieden - beehrt Mister Smart die deutsche Hauptstadt. Damon wohnt, wie auch Hanks zuvor, im Hotel Adlon. Der Schauspieler, zu dessen Ex-Freundinnen Minnie Driver und Winona Ryder zählen, gibt Interviews für seinen neuen Film "Die Bourne-Verschwörung" (deutscher Kinostart 21. Oktober, mit Franka Potente).

Damon gab seinem Freund Hanks übrigens den entscheidenden Tipp für dessen Berliner Abendbeschäftigung: Hanks und Ehefrau Rita speisten zuerst beim In-Italiener Bocca di Bacco an der Friedrichstraße, bevor sie sich dann per Limousine zu einer nächtlichen Stadtrundfahrt aufmachten. Schlaflos in Berlin: Hanks, ganz der Romantiker, zeigte seiner Ehefrau die nächtlich beleuchteten "Klassiker": Siegessäule, Potsdamer Platz, Pergamon-Museum, Reichstag und Alexanderplatz.

Damon hat selbst bereits zahllose Berliner Nächte hinter sich gebracht - mehr oder weniger romantisch. Zum Beispiel mit seinem Kumpel Ben Affleck im 90 Grad und im Cookie's. Während der Dreharbeiten zu "Die Bourne-Verschwörung", der Fortsetzung des Erfolgs-Thrillers "Die Bourne-Identität", wohnte Damon drei Monate lang in einem Penthouse am Hackeschen Markt. Gedreht wurde unter anderem im Tiergartentunnel und am Alexanderplatz. Dort traf Damon auch Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der der Millionen-Produktion einen Besuch abstattete.

Damons Berliner Fans kamen bislang weniger auf ihre Kosten. Wenn alles glatt geht, dann können sie aber doch noch ein Autogramm ergattern: Beim Filmverleih UIP denkt man in diesen Tagen über eine Berlin-Premiere des Agenten-Thrillers nach.
http://www.welt.de/data/2004/09/07/329393.html
Keine Konsequenzen für Professor Grottian wegen Aufruf zu Anti-Hartz-Aktionen
"Wir haben kein Disziplinarverfahren gegen Professor Peter Grottian eingeleitet", ließ Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität, gestern über seine Sprecherin ausrichten und widersprach damit anders lautenden Presseberichten. Grottian, Politikwissenschaftler am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität, hatte wiederholt zu Aktionen gegen Hartz IV aufgerufen. Zuletzt hatte er dazu aufgefordert, Ende August das Sommerfest der Unternehmensberatungsfirma McKinsey Unter den Linden zu stören.

Weil Peter Grottian Anfang des Jahres auch zum Schwarzfahren aufgerufen hatte, um unter dem Motto "Jeder hat ein Recht auf Mobilität" gegen die Abschaffung des BVG-Sozialtickets zu demonstrieren, ermittelt hingegen die Staatsanwaltschaft, wie deren Sprecher Michael Grunwald der WELT bestätigte. Zum Stand der Ermittlungen wollte Grunwald keine Angaben machen.


links: Professor Grottian .. rechts: ... bei einer Demo aus dem Jahr 2002 zum Thema Bankenskandal ...

Grottian hatte in den vergangenen Jahren schon mehrfach zu öffentlichen Protesten aufgerufen: So ist er in der Initiative Berliner Bankenskandal aktiv. Ein Aktionspapier für einen "heißen Herbst" gegen Hartz IV war im Sommer bekannt geworden, in dem Grottian unter anderem zu Lumpen-Demonstrationen im schicken Grunewald oder zur Besetzung von Arbeitsämtern aufrief.

Die CDU erneuerte indes ihre Kritik: "Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Allerdings ist Professor Grottian Beamter und ruft eindeutig zu Regelverstößen auf", sagte Fraktionschef Nicolas Zimmer. Das sei nicht mehr zu tolerieren. "Da muss sich der Dienstherr mal bewegen", forderte Zimmer. Bisherige Rügen nehme Grottian eher als Ansporn. "Ich erwarte zu dem Sachverhalt außerdem ein Statement des Wissenschaftssenators", betonte Zimmer. apu
 
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