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a question for you all

has the Potsdamer-Platz been completed or is there still devlopment going on?

if so could you provide details as I can't find any english useful websites


another question what areas of Berlin in particular are experiencing a redevlopment/ construction boom?details?


thank you very much (i hope someone can help)

Max
 

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Check out this page for frequently updated camera
views of the construction at Potsdamer Platz
and Alexander Platz:

http://www.cityscope.de/pp/index.html

Especially the skyline North and South.
Potsdamer Platz is almost completed.
Only some parts of the octagon
at Leipziger Platz still left.
Alexander Platz is being refurbished
and added to and those parts
will probably be done in
about a year or so.
 

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Just returned from a week's trip to Berlin - and what a fantastic city it is!
Much larger, vibrant and interesting than I'd ever given it credit.
Once I get my scanber behaving I'll post some pics...my heads still in Prenzlauer Berg!
I'll be poking around this 'neck of the forum' fairly often now guys and galls.
 

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ZdzisławDyrman-zasadniczo
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^^ besser als Du denkst :D
 

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|\/||etro <M>ember
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:eek: Wow... Since I visited last year I fell in love with that great city, but thanks to this thread it definitely has become my favorite. Not only for its high-quality projects but for its people and way of life.
Viele Grüße aus Spanien.
 

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ich liebe Berlin auch! :) I visited last year, one of my favorites, and i have been around ;) too bad most of the info here is in German though.
 

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WOW!
That looks simply fantastic!
I didn´t know that they had fixed that already.
It will be so great to see the further
facelift of Alexander Platz.
 

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neutrum
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Discussion Starter #54
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/30/berlin/776324.html
Friedhof: Kostspieliger Weg zur Welterbeliste


Berlin - "Wenn nicht umgehend Hilfe von Land und Bund kommt, dann ist ein Aus für den Jüdischen Friedhof in Weißensee nicht mehr abzuwenden", hat gestern der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Albert Meyer, gewarnt. Er informierte über die notwendigen Schritte, um das einzigartige Denkmal jüdischen Lebens auf die Liste des Weltkulturerbes der Unesco zu bekommen.

Dabei kann er auf die Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) zählen. Dieser teilte Meyer in einem Brief mit, das Vorhaben zu unterstützen. Doch noch ruht der Vorstoß. "Wir werden nach der Bundestagswahl sehr massiv die neue Regierung drängen, unser Anliegen zu befördern", kündigte Meyer an.

Hintergrund der Initiative sei auch, den Friedhof und dessen Geschichte in das Bewußtsein der Berliner zurückzuholen. Mit 115 500 Grabstellen ist er Europas größter jüdischer Friedhof. Ein vor mehr als drei Jahren erstelltes Gutachten bestätigte, daß für den Erhalt der 42 Hektar großen Anlage an der Herbert-Baum-Straße mehr als 40 Millionen Euro notwendig sind. "Die Hälfte des Geldes wird beispielsweise für die Instandsetzung der etwa 100 Kilometer Wege sowie der Wasserleitungen auf dem Areal benötigt", sagte Meyer, die andere sei ausschließlich für die Sanierung der Grabstätten notwendig.

"Derzeit stehen uns jährlich 600 000 Euro zur Verfügung", sagte Katrin Losser von der Verwaltung des Jüdischen Friedhofs - zu wenig, um auch nur annähernd die Grabmale vor einem weiteren Verfall zu bewahren.

Vor dem Zweiten Weltkrieg zählte die Jüdische Gemeinde zu Berlin mehr als 120 000 Mitglieder. Von deren Leben und Wirken während der Wilhelminischen Zeit und der Weimarer Republik erzähle der Friedhof heute, sagte Meyer. Um so dringender notwendig sei der Erhalt der Anlage auch für nachfolgende Generationen.

plet
 

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neutrum
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Discussion Starter #55 (Edited)
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/30/bezirke/776334.html
BVV beschließt Rudi-Dutschke-Straße
Kreuzberg

Die Umbenennung von Teilen der Koch- in Rudi-Dutschke-Straße ist beschlossene Sache. Nach einer kontroversen Debatte verabschiedete gestern die Bezirksverordneten-Versammlung in geheimer Abstimmung mit 26 Ja- zu 21 Nein-Stimmen einen entsprechenden Antrag von Linkspartei.PDS und Grünen. Danach ist das Bezirksamt jetzt beauftragt, die Umbenennung der Kochstraße im Bereich zwischen Friedrich- und Axel-Springer-Straße zu veranlassen.

links: GSW-Ensemble an der Kochstrasse ... rechts: Axel Springer Verlag


Der Abstimmung ging eine lange Diskussion voraus, in der SPD, FDP und CDU ihre Gründe gegen die Umbenennung vorbrachten. Man müsse die Debatte auch mit den Anwohnern führen, erneuerte SPD-Fraktionsvorsitzender Andy Hehmke seine Forderung nach Bürgerbeteiligung, die "nicht einmal ansatzweise stattgefunden hat". Dieter Dummin, Fraktionsvorsitzender der CDU, äußerte "erhebliche Zweifel, daß Rudi Dutschke ein Demokrat gewesen ist". Während Christopher Paun (FDP) zwar den "positiven Einfluß" von Dutschke auf die Liberalisierung der Gesellschaft erwähnte, aber zugleich betonte, keine Notwendigkeit in der Umbenennung der Kochstraße zu sehen. "Es gibt genügend neue Straßen, die benannt werden müssen", so Paun.

Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei.PDS, Knut Mindler-Spindler, und seine Amtskollegin Bernadette Kern (Grüne) bekräftigten jedoch, "es ist an der Zeit, eine Entscheidung herbeizuführen". Der Ursprungsantrag war - zunächst für die Umbenennung der gesamten Kochstraße - vor acht Monaten eingebracht worden.
 

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neutrum
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Discussion Starter #56
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/30/bezirke/776334.html
Orwo-Haus:
Straße wird nach Rocklegende Frank Zappa benannt

Marzahn




Berlins größte "Musikfabrik" - das Orwo-Haus - wird eine der Rockszene angemessene Adresse erhalten. Die bisherige namenlose Straße 13 in Höhe Landsberger Allee soll nach der US-Rocklegende Frank Zappa (1940-1993) benannt werden. Diesen Beschluß faßten die Bezirksverordneten. Orwo-Haus-Verein-Sprecher Tobias Nöthen sagte: "Das ist genau das richtige Signal für unser Musikzentrum." Zur feierlichen Namensgebung werde man sich etwas einfallen lassen. Derzeit haben in dem Haus etwa 80 Bands ihre Studios.

Der Verein hatte das ehemalige Gebäude der Filmfabrik Wolfen im Mai von der TLG Immobilien erworben und muß den Preis von 340 000 Euro bis Jahresende bezahlen. Mit Banken wird verhandelt.

rg



http://www.dw-world.de/dw/episode/0,1569,1652177,00.html
Erprobt –
Das ORWOhaus für junge Bands


Techno-Beats, Hip-Hop-Reime im höheren Dezibelbereich – im wilden Berliner Osten haben 75 junge Bands ihre Probenräume. Seit 1999 hat sich der Plattenbau in Lichtenberg mit der Berliner Musikszene gefüllt – jetzt scheint auch die Zukunft der Musikschmiede gesichert zu sein.

homePage "orwoHaus": http://www.orwohaus.de
videoBeitrag/"Deutsche Welle" ueber das "OrwoHaus": http://www.dw-world.de/dw/episode/0,1569,1652177,00.html#

 

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neutrum
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Discussion Starter #57
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/30/bezirke/776331.html
Ströer spendet eine Million Euro für das Strandbad
Nikolassee



Für die laufende Sanierung des Strandbades Wannsee erhält die Stiftung Denkmalschutz Berlin von der Firma Ströer eine Spende übereine Million Euro. Am Donnerstag wird die Ströer-Gruppe - nach eigenen Angaben Deutschlands Marktführer für Außenwerbung - vor dem Haupteingang des Bades den Scheck im Beisein von Alt-Bundespräsident Johannes Rau und seiner Frau Christina übergeben.

Ralf-Thomas Stichel, Geschäftsführer von Ströer, begründet die Spende mit "bürgerlichem Engagement für die Öffentlichkeit und die Hauptstadt". Die Sanierung des Strandbades wird zirka zwölf Millionen Euro kosten. Etwa 8,5 Millionen Euro will die Stiftung Denkmalschutz an Spenden zusammenbekommen.

kla
 

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neutrum
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Discussion Starter #58
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/30/berlin/776319.html

Wo Berlin im Film eine Hauptrolle spielt
600 Drehanfragen bisher in diesem Jahr allein in Mitte - Bei den Gebühren bleibt der Senat bescheiden
Von Manuel Bewarder

Die Kulisse Berlins wird immer öfter ins Bild gerückt, Motive aus der Hauptstadt flimmern über Bildschirme und Kinoleinwände. Allein bis August dieses Jahres stieg die Zahl der Drehanfragen für Straßen und Plätze in Mitte laut zuständigem Straßen- und Grünflächenamt auf rund 600. Seit 2000 hat sich die Zahl der Anfragen in Berlins beliebtestem Film-Bezirk nahezu vervierfacht.



Reich wird die finanzklamme Stadt durch ihre Filmrolle aber nicht. Hohe Preise für Aufnahmen bestimmter Motive, wie sie in London und Paris üblich sind, müssen in Berlin nicht bezahlt werden. Die Gebühr ist in der Entgeldverordnung festgelegt und liegt meist bei unter 100 Euro pro Drehtag. "Hinzu kommen noch Kosten für ausgefallene Parkgebühren, Verkehrsschilder und die Verkehrslenkung - das macht täglich bis zu 30 000 Euro", sagt Produzentin Regina Stehr von X Filme. Für den Kinofilm "Der Rote Kakadu" mit Jessica Schwarz, der demnächst startet, drehte sie tagelang am Kudamm.

Fast immer gibt das Amt grünes Licht zum Filmen. Am Donnerstag starten die Arbeiten zur Kino-Komödie "Special" mit Til Schweiger in der Max-Schmeling-Halle. Ein Großteil des Films wird in Berlin produziert. "Der Senat weiß, daß jedes positive Bild aus der Hauptstadt zugleich Werbung ist", sagt Dietrich Reupke aus der Senatskanzlei. Die Filmemacher folgen dem Ruf. Die Berliner Werbefilmerin Susa Ehlers hebt die vielseitige Architektur hervor, die "moderne Großstadt oder Osteuropa symbolisieren" könne.

Gefragt sind aber nicht nur Außendrehs. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sind besonders die Anfragen für Musik-Clips in die Höhe geschnellt. Für einen achtstündigen Dreh in einem Bahnhof verlangen die BVG unter 3000 Euro. Im Naturkundemuseum gehen täglich bis zu vier Drehanfragen ein. Hersteller von TV-Serien wie "Balko" zahlen dafür 306 Euro pro Tag an die Humboldt-Universität.

Teurer sind Drehs in Privatwohnungen. Als Faustregel gilt eine Monats-Netto-Kaltmiete pro Tag. Andreas Theurer und seine Familie machten für Jodie Foster und ihren neuen Film "Flightplan" Platz. Anfragen gebe es für die 230-Quadratmeter-Wohnung in Charlottenburg immer wieder. Laut Theurer lieben die Filmemacher besonders das Normale: "Die Wohnung ist einfach typisch für Berlin."
 

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neutrum
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Discussion Starter #59 (Edited)
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/28/berlin/775957.html
Der Neubau des Umweltministeriums:



Architekten ++ Infozentrum ++ Neubau ++ Altbau ++ Bauzeit


Architekten
Die Berliner Architektengemeinschaft Geier Maass Pleuser hat 2002 den Realisierungswettbewerb des Bundes gewonnen.

Infozentrum
Im Erdgeschoß vor dem Mauerstück soll die Geschichte des Ortes dokumentiert werden.

Neubau
Der sechsgeschossige Neubau des Ministeriums ist als Niedrigstenergiehaus geplant. Statt durchschnittlicher 80 Kilowatt pro Quadratmeter im Jahr verbraucht das Haus nur 15 Kilowatt Energie.

Altbau
Das mit dem Neubau verbundene einstige preußische Landwirtschaftsministerium von 1916 wird generalsaniert.

Bauzeit
Bis Frühsommer 2008 soll der neue Dienstsitz fertig sein. Kosten: 47,8 Millionen Euro.

sg
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/28/berlin/775956.html
Mauerreste hinter Glas
Neubau für Umweltministerium sorgt vor Baustart für Kritik - Bauhistoriker warnt vor Zerstörung eines Originals

Von Sabine Gundlach

Der Streit um die Mauer am Nordbahnhof ist noch nicht beendet, da bahnt sich der nächste Konflikt an. Für den neuen Dienstsitz des Bundesumweltministeriums soll die Hinterlandmauer abgerissen und später in dem Neubau integriert werden. Für Bauhistoriker Johannes Cramer ein "ungeheuerlicher Vorgang".

Am Montag feiert Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) den Baustart für den neuen Berliner Dienstsitz des Ministeriums unweit des Potsdamer Platzes. An der Stresemannstraße 128-130 soll für 47,8 Millionen Euro ein Komplex aus denkmalgeschütztem Alt- und innovativem Neubau entstehen. Im Vorfeld des Baustarts wird jetzt Kritik am Umgang mit dem "Herzstück" genannten Kern des Neubaus laut. Zentrum des neuen Amtssitzes ist eines der letzten Reste Hinterlandmauer, die hinter Bauzäunen auf der kleinen Brache links neben dem zu sanierenden Altbau steht. Genau dort, wo der 24 Meter hohe Neubau nach dem Entwurf von Geier Maass Pleuser Architekten geplant ist. Die Mauer soll zunächst abgerissen und später an gleicher Stelle in dem Neubau integriert werden. Hinter Glas, in einer nach Angaben der Architekten großzügigen Schneise, die sich vom Erdgeschoß bis hin zum Dach durchzieht. Für Bauhistoriker Cramer ist dies ein "ungeheuerlicher Vorgang". Die denkmalgeschützte Mauer sei nach dem geplanten Eingriff "einfach nicht mehr authentisch", sagt der TU-Professor. In einem Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt, bittet der Wissenschaftler Umweltminister Trittin "vor dem Hintergrund der laufenden Debatten zum Mauergedenken (...) auf eine Änderung der vorliegenden Planung hinzuwirken". Neben dem Verlust des Originals bemängelt Cramer auch, daß der neue Dienstsitz des Ministeriums keinen Platz mehr für das rotweiße Sperrgitter biete, das derzeit hinter der Mauer stehe. "Gerade auch solche Details gehören zur Grenzanlage, die keineswegs nur aus Mauer bestand", so Cramer.

Selbst Trittins Parteifreund, der EU-Abgeordnete Michael Cramer, betrachtet den Bau um die Mauer kritisch. "Das ist sicher nicht die beste Lösung", so der grüne Politiker. Er betrachtet es "grundsätzlich als ein kulturhistorisches Verbrechen, daß für das Regierungsviertel Baupläne erstellt wurden, die die Mauer nicht berücksichtigen".

Im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit versteht man die Aufregung nicht. "Wir stellen doch gerade die Mauer in den Mittelpunkt des architektonischen Konzeptes und erhalten sie als historisches Zeugnis für die Nachwelt", sagt Michael Schroeren. Der Leiter des Pressereferates betont, daß "diese Ecke, auf der der Mauerrest steht, ohne den Neubau doch nur so unansehnlich bleiben würde, wie sie ist". Das Projekt sei beispielhaft. "Wir verhindern schließlich den Abriß und unterstützen gleichzeitig die Neugestaltung Berlins."
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/30/berlin/776316.html
Trittin beteuert: "Wir retten die Mauer"
Bundesumweltminister feiert Neubauprojekt
beim ersten Spatenstich als ökologisches Vorbild


Von Sabine Gundlach
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu erhalten", stand auf dem Transparent, mit dem Mauerretter Erich Stanke gestern gegen den ersten Spatenstich für das neue Bundesumweltministerium protestierte. Doch Stankes Kritik am geplanten Bau um einen der letzten Reste Hinterlandmauer auf dem bundeseigenen Grundstück an der Stresemannstraße Ecke Erna-Berger-Straße wurde ignoriert. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) betonte in seiner Festrede vielmehr, daß gerade dieser Entwurf für den Berliner Dienstsitz seines Ministeriums "die Mauer als Mahnmal" rette. Wo an anderer Stelle jahrelang "fast überall Mauerreste beseitigt worden sind, gibt es hier ein Stück, das wir erhalten", sagte der Minister. Die Kritik des Bauhistorikers Johannes Cramer, der Abriß und späteren Wiederaufbau des Mauerstückes hinter einer Glaswand als Zerstörung der Authentizität ablehnt, wies Trittin von sich. "Wir haben einen Entwurf vorgelegt, von dem ich erwartet hätte, daß er uns eigentlich Lob von Professor Cramer einbringt, gerade weil wir das leisten, was jahrelang nicht getan wurde. Wir retten die Mauer", sagte der Minister gestern dieser Zeitung.

In seinem Antwortschreiben an Professor Cramer betont Trittin, daß "in der Spur des Mauerreliktes (...) ein zentraler, gebäudehoher, lichtdurchfluteter Hallenraum" entsteht, in dem die Mauer für alle zugänglich sei.

Im Frühsommer 2008 soll das mit 47,8 Millionen Euro veranschlagte Projekt aus Alt- und Neubau nach den Entwürfen der Arbeitsgemeinschaft Geier, Maass und Pleuser Architekten bezugsfertig sein. Damit ist laut Trittin "das Ende der provisorischen Unterbringung zur Miete am Alexanderplatz absehbar". Ungeachtet eines möglichen Regierungswechsels betonte Trittin, daß er sich schon auf die Übergabe des Hauses freue. Denn, so der Minister, der als Niedrigstenergiehaus geplante Neubau sei Vorbild ökologischen Bauens.

Montag, 29. August 2005

Umweltministerbaut die Mauer wieder auf
Die Betonteile stehen künftig im neuen Dienstsitz

Ulrich Paul

Knapp drei Wochen vor den geplanten Neuwahlen laden zwei Minister der Grünen in dieser Woche zum symbolischen ersten Spatenstich für zwei neue Ministeriumsbauten ein. Umweltminister Jürgen Trittin startet heute den Bau für seinen neuen Berliner Dienstsitz an der Stresemannstraße am Potsdamer Platz, Verbraucherschutzministerin Renate Künast folgt am Mittwoch mit dem ersten Spatenstich für einen Erweiterungsbau ihres Ressorts an der Wilhelmstraße. Mit den bevorstehenden Wahlen hat das nichts zu tun, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. "Es ist schon eine Weile geplant."

Der neue Dienstsitz des Umweltministeriums entsteht im denkmalgeschützten früheren Preußischen Landwirtschaftsministerium an der Stresemannstraße 128. Daneben wird ein fünfstöckiger Neubau errichtet. Das Besondere an diesem Haus wird sein, dass es die dort erhaltenen 15 Segmente der früheren Hinterlandmauer mit einbezieht. Sie sollen künftig im Erdgeschoss des Hauses im zentralen Informations- und Ausstellungsraum stehen. Dort sind sie für jedermann zugänglich, können aber auch von außen vom Bürgersteig aus durch große Fenster betrachtet werden. Die lichtdurchflutete Halle, die das Mauerstück umgibt, bildet zugleich das Foyer das Ministeriums. Während der Bauarbeiten werden die Betonsegmente, die eine Länge von 18 Metern haben, abgebaut und zwischengelagert. Nach Fertigstellung des Neubaues werden sie am Originalstandort wieder aufgebaut.

Im Jahr 2008 soll der Altbau saniert und der Neubau fertig gestellt sein. Dann ziehen die Beschäftigten des Umweltministeriums von ihrem jetzigen Dienstsitz am Alexanderplatz an den Potsdamer Platz. Jeder vierte der 814 Beschäftigten des Umweltministeriums arbeitet derzeit in Berlin, die übrigen weiter in Bonn. Am neuen Dienstsitz wird Platz für 305 Arbeitsplätze sein - unter anderem für Pendler aus Bonn. Die Kosten belaufen sich auf 45 Millionen Euro.

Bunker wird abgerissen

Das 1913 bis 1916 errichtete ehemalige Landwirtschaftsministerium steht seit 1995 unter Denkmalschutz. Ein Luftschutzbunker, der Ende der 30er-Jahre errichtet worden war, wird abgetragen. Wegen seiner direkten Lage an der früheren Grenze war zu Zeiten der Teilung das Erdgeschoss zur Stresemannstraße zugemauert. Das Gebäude selbst war Teil der Grenze.

Beim Bau des Umweltministeriums sollen besonders umweltfreundliche Baustoffe zum Einsatz kommen: Lehmbauwände werden für ein gutes Raumklima sorgen. Außerdem soll eine Photovoltaikanlage Sonnenenergie nutzen und eine Wärmepumpe und Brennstoffzellen sollen bei der Energieversorgung eingesetzt werden.

Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Ansicht des Erweiterungsbaus von der Ecke Wilhelmstraße / Französische Straße. Rechts der historische Bau des ehemaligen "Kaiserlichen Geheimen Civil-Cabinett" von 1903, Copyright: BBR/Anderhalten Architekten



Verbraucherschutzministerin Künast setzt am Mittwoch den ersten Spatenstich für einen Erweiterungsbau ihres Ministeriums an der Wilhelmstraße/Ecke Französische Straße. Er soll bis Oktober 2008 fertig gestellt werden und Platz bieten für 156 Mitarbeiter. Im jetzigen Gebäude an der Wilhelmstraße 54, das zu klein geworden war, werden künftig 80 Mitarbeiter sitzen. Weitere 60 Beschäftigte werden in dem Gebäude der früheren Hanns Eisler Musikhochschule an der Wilhelmstraße 53 untergebracht, die bis März 2008 saniert wird. Die Kosten für Neu- und Altbau belaufen sich auf rund 35 Millionen Euro.
 

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neutrum
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http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/08/30/berlin/776315.html

Toiletten für Reichstagsbesucher
Spatenstich für neuen Besucherpavillon an der Scheidemannstraße




Mit einem symbolischen Spatenstich haben Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (beide SPD) gestern die Bauarbeiten für den neuen Besucherpavillon an der Scheidemannstraße gestartet. Der Pavillon soll künftig den jährlich rund drei Millionen Besuchern des Reichstages das oft stundenlange Schlangestehen erleichtern und vor allem ausreichend öffentliche Toiletten anbieten. Bislang übersahen viele den kleinen Toilettencontainer und schlugen sich einfach in die Büsche.



Bis zum 1. Mai 2006 soll der eingeschossige Bau aus Glas und Naturstein fertiggestellt werden. Außer 25 Toiletten und einem Wickelraum wird der rund 6000 Quadratmeter große Pavillon, der längsseits in den Tiergarten gebaut werden wird, ein Restaurant mit 140 Plätzen, einen Kiosk und einen Infoladen des Bundestages beherbergen. Die Baukosten von zwei Millionen trägt der Investor Michael Stiebitz.

"Uns war wichtig, daß ein Gebäude entsteht, das sich zurückhaltend in das Ensemble der Regierungsbauten und des Tiergartens einfügt", so Junge-Reyer. Für Touristen spielten Gestaltungsfragen gestern eine untergeordnete Rolle. Sie sind froh, wenn "es genügend Toiletten gibt sowie Schilder, die den Weg zu ihnen zeigen", sagte Audrius Dailidonis aus Litauen.
 
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