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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #1
In diesem Thread können die Neu- oder Umbauten der Bundesregierung und ähnliche Projekte diskutiert werden.
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #2
Im dritten Teil der Reihe "Berlins Gesicht der Zukunft" präsentiert die Berliner Zeitung heute das Regierungsviertel. Besonders interressant finde ich die Beschreibung des neuen Innenministeriums. Hat jemand irgendwelche Bilder hierzu?

Quelle: Berliner Zeitung

Das Kanzleramt im Blick

Im Parlaments- und Regierungsviertel wird weiter gebaut. Der Bundestag und die Bundesministerien schaffen in neuen und alten Gebäuden mehr Platz für Abgeordnete und Beamte.

Das Kanzleramt, das Reichstagsgebäude und die Bundestags-Neubauten gehören zu den Wahrzeichen des Parlaments- und Regierungsviertels im Spreebogen. Nun gibt es weiteren Zuwachs. Zwei Ministerien planen neue Bürogebäude ganz in der Nähe des Kanzleramtes und der Bundestag möchte zwei Häuser ausbauen, um mehr Platz zu bekommen.

[...]

Der Neubau des Innenministeriums ist das wichtigste Projekt im Regierungsviertel. Der Bürobau entsteht nach Plänen der Berliner Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann und wird etwa anderthalb mal so groß wie das Bundeskanzleramt. "Nach dem Neubau für das Auswärtige Amt ist das unser wichtigstes Projekt", sagt Thomas Müller. Der Neubau setzt sich aus drei Z-förmigen Gebäudeteilen zusammen. Sie steigen von der Straße aus gesehen treppenartig von fünf bis auf neun Geschosse an. Der Bauplatz liegt abgeschirmt zwischen dem Stadtbahn-Viadukt und der Polizei- und Feuerwehrwache für das Regierungsviertel. Die Fläche ist etwas größer als das Grundstück des Sony Centers am Potsdamer Platz.
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #4
Eine der letzten Brachen des Berliner Regierungsviertels wird bebaut. 190 Millionen Euro soll die Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses bis an die Luisenstraße kosten. Ende 2013 sollen die ersten Abgeordneten hier einziehen.




Im Berliner Regierungsviertel wird vom Bundestag für fast 190 Millionen Euro eine der letzten Brachen bebaut. Auf dem Gelände nahe dem Spreebogen, wo bis zu seinem heftig umstrittenen Abriss 2004 der letzte DDR-Plattenbau in enger Nachbarschaft zu Bundestagsbauten stand, soll das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Parlaments bis direkt an die Luisenstraße in Mitte erweitert werden. Das bestätigte Sprecher Andreas Kübler vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Bagger haben bereits erste Erdhügel für den Erweiterungsbau des Parlamentsgebäudes aufgeworfen, Ende 2013 sollen Bundestagsabgeordnete und ihre Mitarbeiter dort einziehen.


Wie Kübler sagte, wird für die Bauarbeiten vom 23. März an die Adele-Schreiber-Krieger-Straße komplett und die Luisenstraße halbseitig gesperrt. Dies dürfte zu zusätzlichen Staus in dem stark frequentierten Gebiet führen. Der Erweiterungsbau des Lüders-Hauses erhält an der Luisenstraße ein repräsentatives Portal, das Besucher und Abgeordnete nutzen können. Öffentlich zugänglich sollen Kunstausstellungen sein, außerdem hat das führende Architektenbüro Stephan Braunfels durch die Verbindung des Alt- und Neubaus einen großen Saal für rund 1200 Besucher und zur öffentlichen Nutzung geplant.
dpa/Sp
Quelle: http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1274186/Das-Regierungsviertel-wird-zugebaut.html
 

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wo bis zu seinem heftig umstrittenen Abriss 2004 der letzte DDR-Plattenbau in enger Nachbarschaft zu Bundestagsbauten stand
Der war allerdings kein Schmuckstück, obgleich von der verträglicheren Sorte; wirklich schade in diesem Gebiet ist es um die alte Marschallbrücke:


Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin_Marschallbruecke_Ansicht_1896_BusB.jpg

Die Brücke ist zwar nach dem Krieg nur vereinfacht wiederhergestellt worden, allerdings waren beide Flusspfeiler noch original erhalten. Nach dem Umbau 1997-98 sehen wir das:


Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin,_Mitte,_Marschallbrücke_03.jpg

Wahrlich eine barbarische Verstümmelung des Baudenkmals!
Die Lückenschließung durch die Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders Hauses ist natürlich erfreulich - wieder eine hässliche Brache weniger.
 

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LIBERTINED
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Die Stränge sind jetzt zusammengeführt, "Band des Bundes" jetzt innerhalb dieses Themas.
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #9
Gibt es eigentlich schon irgendwelche Pläne bezüglich des BMBF?
 

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Die Ausschreibung für das neue Bundesministerium beginnt. Doch das ist nicht das einzige Bauprojekt am Hauptbahnhof.

In der kommenden Freiluftsaison kann der „Bundespressestrand“ wieder zum Cocktailtrinken mit Spreeblick einladen – doch ein Ende der Idylle ist absehbar: Auf dem Grundstück am Kapelle-Ufer entstehen im Laufe der kommenden Jahre ein Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie ein „Haus der Zukunft“. Das sagte Ministeriumssprecher Christian Herbst am Mittwoch. Für den neuen Standort des Ministeriums beginne jetzt die einjährige Ausschreibung, die Grundsteinlegung sei für das Frühjahr 2012 geplant und die Eröffnung im Laufe des Jahres 2014.

Für das „Haus der Zukunft“ gibt es dagegen noch keinen Zeitplan. Dieses Projekt hatten die Bundes-CDU und die FDP in ihrem Koalitionsvertrag verankert. Nach Auskunft des Ministeriums geht es um ein „Ausstellungs- und Kommunikationszentrum“ mit Veranstaltungsräumen, das als „Schaufenster“ für wissenschaftliche Entwicklungen und Innovationen fungieren und mit Unterstützung der deutschen Wirtschaft betrieben werde. Noch gebe es nur ein „Grobkonzept“, das in den kommenden Monaten verfeinert werde. Rund 4000 Quadratmeter würden bebaut.

Das neue Ministerium nehme zusätzliche 14 400 Quadratmeter des Ufergrundstücks ein. Es ist nicht nur für die rund 350 Mitarbeiter in Berlin gedacht: Vorsorglich entstehen auch Büros für die 650 Beschäftigten am Standort Bonn. Das Forschungsministerium richtet sich also bereits auf einen möglichen kompletten Umzug aller Ministerien nach Berlin ein, den der Bundestag beschließen müsste. Bis dahin sollen die Reserve-Büros an Unternehmen zwischenvermietet werden. Die Kosten des Ministeriumsbaus sind noch nicht bekannt.

Johanna Ismayr, Geschäftsführerin des „Bundespressestrands“, reagierte gestern gelassen: „Wir haben ja gewusst, dass hier irgendwann gebaut wird“, außerdem sei die Strandbar schon mehrmals umgezogen. Es gebe bisher keinen Räumungstermin, und sie rechne auch nicht unbedingt mit einem pünktlichen Baubeginn. Der Vertrag der Bar gilt je ein Jahr lang.

Rund um den Hauptbahnhof und das Regierungsviertel gibt es noch weitere große Bauprojekte. So siedeln sich allein in der Umgebung des Bahnhofs drei Hotels an. Erst vor wenigen Tagen unterzeichnete die Arabella-Starwood-Gruppe den Pachtvertrag für das erste Berliner Hotel der Marke Sheraton, das 2012 nordwestlich des Bahnhofs eröffnen soll (wir berichteten). In der Nachbarschaft baut auch Motel One, während am Washingtonplatz bereits ein Meininger-Hotel eröffnet hat.

Darüber hinaus will die auf ehemalige Bahnimmobilien spezialisierte Firma Vivico das riesige Brachgelände an der Heidestraße mit einem Quartier bebauen. Zu der sogenannten Europacity gehören vier geplante Hochhäuser. In einen 70-Meter-Turm will der Mineralölkonzern Total in zwei Jahren seine Deutschlandzentrale mit rund 500 Mitarbeitern verlagern, derzeit arbeiten die Berliner Total-Beschäftigten an der Jerusalemer Straße in Mitte. Die Arbeiten für den Neubau beginnen voraussichtlich in diesem Jahr. Für die übrigen drei Hochhäuser sucht die Vivico noch Nutzer.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher glaubt, das Geschäftsviertel werde nicht zuletzt von der Nähe zum Kunstquartier am Hamburger Bahnhof profitieren, das ebenfalls ausgebaut werden soll. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) nennt den Standort „einen Schatz, dessen Wert für Berlin man sich angesichts der unerschlossenen Brachen noch gar nicht vorstellen kann“. Die Gegend werde mit neuen Grünanlagen auch zum Erholungsgebiet. Am Spandauer Schifffahrtskanal ist außerdem ein „hochwertiges Wohnquartier“ geplant. Insgesamt geht es bei dem Masterplan um 40 Hektar sowie 600 000 Quadratmeter Büro- und Wohnfläche – damit ist das Vorhaben etwa dreimal größer als der Potsdamer Platz.

Am nahe gelegenen Humboldthafen sucht der Berliner Liegenschaftsfonds unterdessen Investoren für insgesamt 12 000 Quadratmeter große Grundstücke. Der städtebauliche Entwurf sieht an dieser Stelle den Bau von Hotels, Büros und Wohnungen vor. Cay Dobberke

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 18.03.2010)
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Hauptbahnhof-Ausschreibung-Bundesministerium;art270,3059898
 

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Baustelle neben dem ARD Hauptstadt Studio

Das Gebäude ist mir einzig aufgrund seiner fächerartigen Fassade aufgefallen. Die Form ist seiner Umgebung angepasst und zeigt sich zurückhaltend.





Bilder von mir
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #12
^^ komisch, ich wusste gar nicht dass dort etwas gebaut wir. Weißt du was es wird?
 

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Es handelt sich um einen Bau des Bundes. Früher stand dort mal ein Plattenbau aus der Zeit der DDR.
 

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Verwaltungsgebäude - Dorotheen-/Wilhelmstraße

Grundsanierung des Bürogebäudes des Deutschen Bundestages und Unterirdische Anbindung JKH




Projektbetreuung BBR, Abt. VI 4
Architekt Lieb + Lieb Architekten, Freudenstadt
Bauvolumen 41.482 Mio. €
Bruttogrundfläche 12.350 m²
Baubeginn / Fertigstellung 2008 / 2011

Das Bauwerk Dorotheenstraße 97 / Wilhelmstraße 65 – 66, wurde als standardisiertes Bürogebäude des Außenministeriums der DDR von 1974 bis 1976 erstellt.

Mit der vollständigen Grundsanierung des Gebäudes soll eine dauerhafte Nutzung durch den Deutschen Bundestag ermöglicht werden.
http://www.bbr.bund.de/cln_015/nn_21462/DE/BautenBundesBerlin/BautenPolitik/DeutscherBundestag/Verwaltungsgebaeude__Doro__Wilh/Verwaltungsgebaeude__Doro__Wilh.html













 

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LIBERTINED
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Nun, die Fassade scheint ganz interessant zu werden. Sonst leider wieder ein banaler Kasten.


Gehört das noch zum Band des Bundes?
 

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Schwierig, habe zumindest den Beitrag schon mal in denRegierungsbauten-Thread verschoben. Kannst ja die Bilder etc auch dorthin verschieben. Danke
 

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Gehört das noch zum Band des Bundes?
Eigentlich nicht. Die Kiste steht zwischen Unter den Linden und Spree direkt gegenüber dem ARD-Bau. Fassade gefällt mir ebenso nicht, fällt aber im bunten Berlin nicht so auf. Also weder besonders positiv, noch besonders negativ. Oder so. :)
 

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und jetzt kommt das:


Schau hier:
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2007/melh_erweiterung/melh_lageplan.pdf
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2007/melh_erweiterung/melh_grundriss.pdf

Konkurrenz fürs Kanzleramt
In Kürze sollen die Arbeiten für den Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses beginnen
Ulrich Paul

Noch wuchert wildes Grün auf der Brachfläche an der Luisenstraße/Ecke Schiffbauerdamm in Mitte, aber das soll sich bald ändern. Auf dem Areal schräg gegenüber dem Reichstag, das etwa so groß wie ein Fußballplatz ist, will der Bundestag nun endlich den lang ersehnten Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses errichten - und damit die Planung für das Parlamentsviertel vollenden.

Ende September sollen "Probepfahlbohrungen" auf dem Areal vorgenommen werden, um den Baugrund zu erkunden, sagte gestern der Sprecher des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Andreas Kübler. Danach ist der Aushub der Baugrube vorgesehen. Bis zum Jahr 2014 soll der rund 190 Millionen Euro teure Neubau fertig sein. Er sei "erleichtert", dass die Bauarbeiten jetzt bald beginnen können, sagte Bundestagvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD).

Das Lüders-Haus, das unter anderem die Bundestags-Bibliothek beherbergt, war mit Rücksicht auf ein Plattenbau-Wohnhaus aus DDR-Zeiten zunächst nicht in der geplanten Größe gebaut worden. Das Wohnhaus stand dem Projekt im Weg und hätte dafür abgerissen werden müssen. Weil der Bundestag zum Umzug von Bonn nach Berlin nicht die Bürger gegen sich aufbringen wollte, tastete er das Haus nicht an. Später stellte sich jedoch heraus, dass der Plattenbau nicht zu vertretbaren Kosten saniert werden konnte. Daraufhin wurde das Gebäude abgerissen. Seit 2007 ist geplant, das Parlamentshaus auf die volle Größe zu erweitern.

Eigentlich hätten die Arbeiten schon längst in vollem Gange sein sollen. Doch bis zuletzt verhinderte ein Streit um die Auftragsvergabe den Baustart. Ein Unternehmen, das bei der Auftragsvergabe nicht zum Zuge gekommen war, hatte Beschwerde eingelegt. Nachdem die Vergabekammer beim Bundeskartellamt der Beschwerde nicht stattgegeben hatte, zog das Unternehmen nun eine Klage vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wieder zurück - und machte damit den Weg für die Bauarbeiten frei. Die Querelen haben nach Angaben des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung "leider zu einer Verzögerung von rund einem halben Jahr geführt", wie Behördensprecher Andreas Kübler sagte.

In dem Erweiterungsgebäude entstehen nach einem Entwurf des Münchner Architekten Stefan Braunfels Büros für Abgeordnete und ihre Mitarbeiter, ein Bereich für Kunstausstellungen, ein Bistro sowie Flächen für das Parlamentsarchiv. Die bisherige zentrale Halle wird zu einem Veranstaltungsort für bis zu 1 200 Personen ausgebaut. Blickfang des Neubaus dürfte ein 36 Meter hoher Turm werden, der in Form eines gläsernen Zylinders gestaltet wird. In dem Turm ist ein Sitzungssaal geplant - mit bester Aussicht auf das Regierungsviertel. Welches Gremium ihn einmal nutzen wird, ist noch offen, sagte Bundestagsvizepräsident Thierse - "vielleicht der Haushaltsausschuss."

Um den Bau des Turms hatte es zunächst einen Streit zwischen dem Bundestag und dem Land Berlin gegeben. Der Bundestag wollte ursprünglich einen 40 Meter hohen Turm errichten. Dagegen sperrte sich Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Mit einer Höhe von 40 Metern hätte der Turm sogar das Kanzleramt überragt, das 36 Meter hoch ist. In einem Spitzengespräch verständigten sich schließlich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) darauf, dass der Turm 36 Meter hoch werden darf.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0910/berlin/0033/index.html
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #19
Anlässlich der kommenden Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau des Verteidigungsministeriums ist die Diskkusion des Komplettumzug wieder Thema. Wie lang werden die Bon(n)zen noch durchgefüttert? ;)


Berlin - Noch hat jedes Ministerium einen Dienstsitz in Berlin und in Bonn, doch die Bundesregierung baut die Präsenz in der Hauptstadt immer weiter aus. Schon im kommenden Jahr soll der Grundstein für einen Erweiterungsbau des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock an der Stauffenbergstraße gelegt werden. Das sagte gestern ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Berliner Zeitung.

Mit dem Neubau wird im Bendlerblock Platz für den Umzug weiterer Mitarbeiter aus Bonn nach Berlin geschaffen. Während bislang nur 500 Beschäftigte des Verteidigungsressorts in Berlin tätig sind, werden im Bendlerblock künftig bis zu 1 000 Mitarbeiter Platz finden. Rund 2 500 Bedienstete des Verteidigungsressorts arbeiten zurzeit noch auf der Bonner Hardthöhe, dem ersten Dienstsitz des Ressorts. Der Neubau in Berlin entsteht nach Plänen des Stuttgarter Architekturbüros „Auer + Weber + Assoziierte“ und soll nach Angaben des Verteidigungsministeriums im dritten Quartal 2013 fertiggestellt sein. Ab 2014 können die neuen Büros bezogen werden. Der Altbau wird saniert. Die Kosten für Neubau und die Sanierung des Altbaues belaufen sich nach Angaben des Bauministeriums auf 113 Millionen Euro.

Die vor mehr als zwei Jahren erarbeiteten Baupläne passen zu den Vorschlägen der Bundeswehr-Strukturkommission, die gerade die Verkleinerung des Verteidigungsressorts auf weniger als 1 500 Mitarbeiter und den Komplettumzug des Ministeriums nach Berlin vorgeschlagen hat. Der Dienstsitz am Bendlerblock könnte durchaus für bis zu 1500 Mitarbeiter ausgebaut werden. Offen ist jedoch, inwieweit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) der Empfehlung der Strukturkommission folgt. Er will sich Anfang 2011 dazu äußern. Vorteil eines Komplettumzuges nach Berlin wäre, dass das Verteidigungsministerium jährlich rund 5 000 Dienstreisen zwischen Bonn und Berlin einsparen könnte.

Zwar schreibt das Berlin-Bonn-Gesetz von 1994 vor, dass jedes Ministerium in Berlin und in Bonn einen Dienstsitz unterhalten soll, doch bereiten sich einzelne Ressorts bereits planerisch auf einen Komplettumzug in die Hauptstadt vor.
So will das Innenministerium auf dem Moabiter Werder einen Neubau errichten, in dem auch die Kollegen aus Bonn Platz haben. Durchgesetzt hat dies das Ministerium mit der Begründung, ein späterer Bau der Flächen wäre sehr viel teurer. Solange der Komplettumzug nicht beschlossen ist, sollen die Flächen von anderen Bundeseinrichtungen genutzt werden. Ähnlich sieht es beim geplanten Neubau des Ministeriums für Bildung und Forschung am Kapelle-Ufer in Mitte aus. Dort werden die Büros für die Bonner Kollegen ebenfalls schon jetzt eingeplant. Waren diese Planungen zunächst nur Einzelfälle, so erklärt die Bundesregierung das Vorgehen mittlerweile zum Prinzip.

„Bei der Planung von Neubauten Oberster Bundesbehörden in Berlin wird grundsätzlich berücksichtigt, dass eine Erweiterungsmöglichkeit auf der Liegenschaft oder in der Nachbarschaft möglich ist“, erklärte jetzt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbauministerium, Jan Mücke, auf Anfrage des CDU-Abgeordneten Alexander Funk.

Die Stadt Bonn muss sich jedoch nicht sorgen, dass sie vergessen wird. Von 2006 bis 2010 wurden die Ministerien am Rhein für rund 133 Millionen Euro saniert und modernisiert, so Mücke. In den nächsten Jahren seien weitere Investitionen von 93 Millionen Euro für bereits begonnene und noch geplante Arbeiten vorgesehen. In Bonn wird sogar neu gebaut. Das Gesundheitsministerium erhielt erst 2007 einen Neubau für 25,2 Millionen Euro. Für 8,7 Millionen Euro sind derzeit mehrere kleine Projekte geplant. Hierzu gehört unter anderem die Erweiterung und Sanierung der Kantine des Arbeitsministeriums.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/316375/316376.php
 

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Bis zur Luisenstraße
Spatenstich für Bundestagsgebäude in Berlin

Das von Axel Schultes und Charlotte Frank entworfene „Band des Bundes“ wird vollendet. Dazu dient eine Baumaßnahme, für die heute vormittag der erste Spatenstich gefeiert wurde: Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin, das dem deutschen Bundestag dient und in seiner gegenwärtigen Form 2003 fertig wurde, wird bis zur Luisenstraße fortgeführt und erhält dort einen repräsentativen Abschluss. Der Architekt des Erweiterungsbaus ist der Architekt des Ursprungsbaus: Stephan Braunfels.

An der Luisenstraße entsteht der neue Haupteingang mit Freitreppe, die in eine große Eingangshalle in Form einer Rotunde führt. Dort wird die Skulptur „Kosmos 70“ von Bernhard Heiliger, die jahrelang im Reichstag gehangen hatte, Platz finden.

Der neu entstehende universale Versammlungsraum ist für über 1.200 Personen konzipiert. Auf zusätzlich rund 44.000 Quadratmetern sind weitere Besprechungsräume, Büroetagen, ein Benutzersaal sowie Flächen für das Parlamentsarchiv geplant. Der Kunst-Raum mit Ausstellungsterrasse soll in den Sockel des markantesten Neubauelementes, den 40 Meter hohen Turm, umziehen. Der bisherige Kunst-Raum und die darüber liegende Freitreppe mit Blick auf den Reichstag werden zu einem öffentlich zugänglichen Bistro umgebaut.

Im vergangenen Jahr war ein weiträumiger städtebaulicher Ideenwettbewerb für den östlichen Abschluss des „Bandes des Bundes“ entschieden worden (siehe BauNetz-Meldung vom 28. September 2009). Damals hatte das Büro Kusus + Kusus gewonnen. Stephan Braunfels befand sich nicht unter den Preisträgern, es stand aber bereits damals fest, dass er den Abschluss des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses bauen würde.
http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Spatenstich_fuer_Bundestagsgebaeude_in_Berlin_1414385.html
 
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