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Super!

Bin gespannt wie es in echt aussehen wird. Passt vom Entwurf ja auch nahtlos an den Rest des Bandes. Ärgere mich schon ne weile über diese Sinnlose Lücke an der Stelle.
 

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Berlins Mitte soll Regierungsviertel 2.0 werden

Der Baustadtrat von Berlin-Mitte, Ephraim Gothe (SPD), will verhindern, dass die Gegend zwischen Spreebogen und Wilhelmstraße zu einem Beamtenghetto verkommt. Zusammen mit seiner Parteifreundin Eva Högl stellte er nun einen "Sechs-Punkte-Plan" vor.

Das Regierungsviertel zwischen Hauptbahnhof und Wilhelmstraße ist viel zu schön und zentral gelegen, um es den Bundesbediensteten zum Regieren zu überlassen. Das jedenfalls meinen Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) und seine Parteifreundin, die Bundestagsabgeordnete Eva Högl. Mit einem „Sechs-Punkte-Plan zur Hauptstadtentwicklung“ wollen sie dafür sorgen, dass der Bund sein bisheriges Konzept für die Ministeriums- und Bundestagsbauten überdenkt. „Wir wollen den Bund nicht vergraulen“, versichert der Baustadtrat, „wir wollen lediglich dafür sorgen, dass die weitere Bebauung nicht dazu führt, dass noch weitere abgeschottete Bereiche das Gebiet zur Beamtenfestung machen.“

Der Plan, den Högl und Gothe am Donnerstag präsentierten, sieht dabei folgende Maßnahmen vor: Die Bundesregierung soll für die Hauptstadtplanung wieder einen politisch verantwortlichen Ansprechpartner benennen. Vorbild: Der damalige Umzugsbeauftragte der Bundesregierung, Klaus Töpfer (CDU), der mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet war. „Heute gibt es nur noch einen Verwaltungsmitarbeiter in der Baubehörde, der über Umplanungen jedoch weder entscheiden kann noch darf“, so Högl.

Mindestens ebenso wichtig sei, dass der Bund sich von einem Großteil seiner zahlreichen Liegenschaften im Quartier trenne. „Der Bund verfügt in Berlin-Mitte über etwa doppelt so viele Grundstücke, wie er für den Umzug aller in Bonn verbliebenen Ministerien benötigt“, so Gothe. Dafür müsse endlich ein perspektivisches Standortkonzept für alle Ministerien entwickelt werden.

Dieses Konzept solle dann sicherstellen, dass im Bereich des Spreebogens und an der Wilhelmstraße keine weiteren monotonen Behördenbauten entstehen. „Die Mauerstraße, obwohl eine Parallelstraße zur belebten Friedrichstraße, ist an Tristesse nicht zu überbieten“, meint die Bundestagsabgeordnete Högl.

Und fordert, dass alle weiteren Ministerien im Bereich zumindest im Erdgeschoss mit öffentlichen Bereichen wie Cafés oder Geschäften ausgestattet werden. „Gelungen etwa ist der Neubau des Familienministeriums an der Glinkastraße, wo ganz normale Menschen die Straße beleben, weil sich dort nette Geschäfte angesiedelt haben.“ Bundestagsabgeordnete seien genauso auf die Erreichbarkeit von Reinigungen, Schustern, Blumenhändlern und Friseuren angewiesen wie alle anderen Menschen auch.

Nur ganz wenige Regierungsbauten – wie etwa Innenministerium oder Bundesnachrichtendienst – müssten aus Sicherheitsgründen durch hohe Zäune abgeschottet werden. „Aber warum die Bundestagsbibliothek, die zweitgrößte Parlamentsbibliothek der Welt, nicht auch für Studenten öffnen?“, fragt Högl. Und Gothe ergänzt: „Eine Öffnung für Studenten könnte auch die Grimm-Bibliothek der Humboldt-Universität entlasten.“

Auch die Bundestagskantine an der Spree sollte für das Volk geöffnet werden, fordert Högl. Das durch eine große Glasscheibe von der Uferpromenade abgetrennte Casino, von der Bevölkerung als „Bundestagsaquarium“ verspottet, erwecke fälschlicherweise den Eindruck, die Abgeordneten würden lieber unter sich bleiben. Baustadtrat Gothe fordert darüber hinaus auch noch einen Beitrag des Bundes zur Schaffung neuer Wohnungsbauten. „Alle Studien zeigen, dass besonders die Wohnungen in der Nähe des Regierungsviertels immer teurer werden“, so Gothe. Der Bund könne mit innovativen Wohnkonzepten etwa am Kapelle-Ufer dafür sorgen, dass auf den bundeseigenen Grundstücken bezahlbare Mietwohnungen mit Vorbildcharakter entstünden.

Retten will Gothe darüber hinaus das „Parlament der Bäume“ des Künstlers Ben Wargin sowie den bereits beschlossenen Abriss des Gründerzeit-Altbaus am Schiffbauer Damm verhindern. „Den kann man auch in den geplanten Erweiterungsbau des Bundestages integrieren“, ist er überzeugt. Städtebaulich unerträglich sei auch die „Michael-Schumacher-Schikane“ um die Schweizer Botschaft. Die Willy-Brandt-Straße darf wegen geänderter Sicherheitserfordernisse für das Bundeskanzleramt nicht wie ursprünglich geplant direkt vor dem Gebäude verlaufen. „Der Erschließungsverkehr kann aber auch über die regulären Straßen erfolgen“, sagt Gothe.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1540998/Berlins-Mitte-soll-Regierungsviertel-2-0-werden.html
 

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Modell-Bau am Potsdamer Platz
Umweltministerium in Berlin eingeweiht

Der Berliner Architekt Jürgen Pleuser hat zehn Jahre lang bei Axel Schultes gearbeitet. Das hat in gewisser Weise abgefärbt: Die Akribie, die er den Details und dem Konzept seiner Projekte widmet, erinnert an seinen ehemaligen Chef. Pleuser wurde bekannt durch den Innenausbau des Deutschen Doms am Berliner Gendarmenmarkt, wo er (mit Volker Staab) einen vorgefundenen Sichtbetonrohbau aus DDR-Zeiten für eine Museumsnutzung inszeniert hatte.

Nun wurde mit der feierlichen Einweihung vorgestern ein weiterer Meilenstein im Werk des Architekten vollendet: Der neue Dienstsitz des Bundesumweltministeriums an der Berliner Stresemannstraße ist ein Ensemble aus dem Altbau des ehemaligen preußischen Landwirtschaftsministeriums, denkmalgeschützten Segmenten der Berliner Mauer und mehreren Neubauten. Das Projekt ist außerdem eines von drei Modellprojekten des Bundes zur energetischen Optimierung im Bauwesen: Der Neubau ist mit den Standardwerten eines Passivhauses errichtet worden. Der Entwurf ist bereits 2002 aus einem Wettbewerb hervorgegangen, den die Architekten unter der damaligen Firmierung Geier Maas Pleuser gewonnen hatten (siehe BauNetz-Meldung vom 8. 11. 2002)

Der Architekt erläutert: „Der sechsgeschossige Neubau schließt die offene Flanke des Altbaus und ergänzt den neu entstehenden Blockrand. Eingefärbter Betonwerkstein der Neubaufassade korrespondiert mit den renovierten Putz- und Werksteinoberflächen des Altbaus in Färbung und Textur. Zwischen Alt- und Neubau liegt ein neuer, atriumartiger Innenhof.

Schon vom Potsdamer Platz aus bieten sich durch große Verglasungen überraschende Einblicke in das Gebäudeinnere. In der Spur der Mauerreste ist ein gebäudehoher, lichtdurchfluteter Hallenraum mit dem Mauerrelikt in originaler Position zu sehen. Die Reste der Berliner Mauer bleiben als Teil ehemaligen DDR-Grenzanlagen erkennbar und sind für Touristen und Passanten frei zugänglich. Von der Stresemannstraße gelangen Besucher in das Informationszentrum des Ministeriums und befinden sich dort, nur durch eine Verglasung getrennt, in unmittelbarer Nähe des Mauerfragmentes.

Der nach dem Krieg durch grobe Veränderungen gesichtslose Altbau des ehemaligen Landwirtschaftsministeriums wurde unter ökologischen und energetischen Gesichtspunkten generalsaniert und architektonisch aufgewertet. Das im Krieg zerstörte Steildach des Altbaus wurde in moderner Interpretation – natursteinbekleidet – wieder aufgesetzt. Auf dem Altbau wurde ein zusätzliches Vollgeschoss mit Büros und Sitzungssälen geschaffen. Mit den Dachkörpern konnten die ursprünglichen Proportionen des Baudenkmals wieder hergestellt werden. Die wenigen originalen Reste der Altbaufassaden wurden restauriert. Die Hauptfassade an der Stresemannstraße war durch Abriss und Umbau im Jahre 1948 entstellt, hier musste eine Neufassung der Fassade entwickelt werden. Dort, wo früher die Hauptgliederungselemente aus Werkstein waren, sind nun durch leichte Vertiefungen in der Putzoberfläche die Spuren dieser „Entdekorierung“ des Hauses erkennbar. Der zentrale Hof des Altbaus wurde gläsern überdacht und damit als repräsentativer Ort für Veranstaltungen mit bis zu 600 Gästen gewonnen.“

Die Bauarbeiten werden im Herbst 2011 zu ihrem endgültigen Abschluss kommen. Die Gesamtkosten werden mit 67 Millionen Euro angegeben.
http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Umweltministerium_in_Berlin_eingeweiht_1634635.html?source=google-news










Quelle alle Bilder: Baunetz
 

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Egal was kommt, Bauer Ewald hat jetzt schon die Jury-Begründung parat.

Die gen Himmel strebende demokratische Grundgesinnung steht hier im Zeichen des Dienstes der Architektur am Menschen, indem die Wunden im Stadtbild offen bleiben und wodurch letztlich das Pathos vergangener Zeiten ironisch gebrochen wird.

Parlamentsgebäudeneubau vor Reichstag geplant! Die Stadt mault.

Das Parlamentsviertel soll weiter wachsen. Der Bundestag will in der Nähe des Reichstagsgebäudes ein Besucher- und Informationszentrum errichten. Die Bau- und Raumkommission des Bundestags hat die Parlamentsverwaltung jetzt damit beauftragt, mehrere Standorte zu prüfen, wie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) der Berliner Zeitung sagte. Das Projekt droht jedoch zu einem Streitobjekt zu werden. Denn das Land Berlin will verhindern, dass die Sicht auf den Reichstag verstellt wird.

Mit dem geplanten Neubau soll die derzeitige Situation beendet werden, dass Besucher des Reichstags vor dem Betreten des hohen Hauses in Zelten kontrolliert werden. Die Kontrollen waren nach den Terrorwarnungen Ende vergangenen Jahres aus dem Reichstagsgebäude auf den Platz der Republik verlagert worden. So soll verhindert werden, dass Attentäter in das Parlament gelangen und dort eine Bombe zünden. "Wir wollen weiter ein offenes Parlament sein", sagt die Grünen-Bundestagsabgeordnete Undine Kurth. Aber auch die Sicherheit müsse gewährleistet sein.

Die Frage, wo das Besucherzentrum errichtet werden soll, birgt jedoch reichlich Konfliktstoff. Denn der beste Platz dafür scheint auf der Westseite des Reichstagsgebäudes zu sein. Das Problem: Dort würde ein Besucherzentrum den Blick auf den Reichstag stören. Das will das Land Berlin verhindern. "Unser Interesse ist es, dass es aus dem Sichtbereich des Platzes herausgehalten wird", erklärte der Sprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Mathias Gille. Das Land Berlin favorisiert deswegen eine "unterirdische Lösung".

Mehrere Tunnel

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, zugleich Chef der Bau- und Raumkommission des Bundestags, hat zwar "Verständnis" für die Bedenken der Berliner Stadtplaner, doch verweist er darauf, dass westlich des Reichstags bereits mehrere Bahn-Tunnel im Erdreich verlaufen. Beispielsweise die Röhre für die Kanzler-Linie U55 zwischen dem Brandenburger Tor und dem Hauptbahnhof. Der Platz im Erdreich ist also knapp. Gleichwohl will auch Thierse verhindern, dass die Ansicht des Reichstags von Westen "beschädigt" wird, wie er sagt.

Thierse setzt sich dafür ein, das Anfang der 90er-Jahre geplante Bürgerforum in die Überlegungen mit einzubeziehen. Das Bürgerforum sollte nach dem preisgekrönten städtebaulichen Entwurf der Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank als Teil des Band des Bundes zwischen dem Kanzleramt und dem Paul-Löbe-Haus des Bundestags errichtet werden - gebaut wurde es nie. "Ich plädiere dafür, dass man das Bürgerforum mit einbezieht als eine Variante", sagte Thierse dieser Zeitung.

Vorschlag "hochwillkommen"

Architekt Axel Schultes, der auch das Kanzleramt entwarf, ist erfreut über das neue Interesse an seinem alten Vorschlag. "Hochwillkommen" wäre es, wenn die Planung dafür aufgegriffen werde, sagte er. "Aber ich glaube nicht daran." Der Bedarf für sein Bürgerforum wäre freilich da, meint Schultes. Das Forum wäre der beste Platz, um den Bürgern die Ausstellung "Fragen an die deutsche Geschichte" zu präsentieren.

Seit 1996 wird die Ausstellung im Deutschen Dom gezeigt - anderthalb Kilometer vom Reichstag entfernt. Im Parlamentsviertel würde sie viel mehr Besucher haben, ist sich Schultes sicher. Das Bürgerforum läge freilich so weit vom Reichstag entfernt, dass es für eine Kontrolle der Besucher kaum der geeignete Platz wäre. Ein solcher Eingang müsste nach Schultes Ansicht "unterirdisch vor dem Reichstag" gebaut werden. Von einem oberirdischen Bau hält Schultes wenig: "Vor den Reichstag so einen Bungalow zu stellen - das kann ich mir nicht vorstellen."

Denkbar ist, dass die Kontrollstellen für die Besucher unterirdisch vor dem Reichstag angelegt werden und Schultes’ Bürgerforum zum Informationsort über die parlamentarische Demokratie ausgebaut wird - samt Ausstellung über die deutsche Geschichte. Ohnehin soll das Besucher- und Informationszentrum mehr bieten als ein Abfertigungsgebäude. "Erste Vorschläge sehen vor, in dem Neubau neben Garderoben und Sicherheitskontrollen zehn Seminarräume einzurichten, in denen Gäste auf ihren kostenlosen Besuch des Bundestages vorbereitet werden können", schreibt die Saarbrücker Zeitung. Bundestagsvizepräsident Thierse kann sich vorstellen, dass die Besucher beim Warten auf den Einlass Filme über das Parlamentsgeschehen ansehen. In Washington gebe es so etwas bereits, sagte er.

Bis es in Berlin soweit sein kann, wird es noch einige Zeit dauern. Thierse stellte klar: "In dieser Legislaturperiode wird nicht mehr gebaut, aber es muss die Entscheidung gefällt werden."
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/350047/350048.php
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #26
Hoffentlich wird das keine so peinlich Vorstadt-Bude.
 

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Die Sicht vom Platz der Republik muss einfach so bleiben, wie sie heute ist.
 

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(Von Bato ausgegraben!)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhält für 115 Millionen Euro einen Neubau in Berlin. In dem neuen Haus in repräsentativer Lange unmittelbar am Spreebogen vis-à-vis von Kanzleramt und Reichstag sollen die drei bisher getrennten Berliner Standorte des Ministeriums zusammengeführt werden. Den Zuschlag für den Bau erhielt jetzt ein Konsortium unter der Führung der Unternehmen BAM Deutschland AG und Amber GmbH, teilte das Ministerium mit.

Der Ministeriumsneubau mit einer Fläche von rund 54.000 Quadratmetern ist bereits für die Zukunft ausgerichtet: Theoretisch könnten dort 1000 Arbeitsplätze eingerichtet werden – so viele, wie auch das Ministerium insgesamt Mitarbeiter hat.

Nach dem Bonn-Berlin-Gesetz sollten jedoch auch weiterhin 750 Beschäftigte in Bonn verbleiben, versicherte ein Sprecher auf Anfrage. Man werde für das Ministerium in Berlin 350 Arbeitsplatze nutzen. Die übrige Fläche soll vermietet werden.

Nach Angaben des Ministeriums wird damit zum ersten Mal ein ziviles Bundesgebäude als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) gebaut und auch betrieben – das heißt in Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft.

Der Neubau werde vorbildlich für Energieeffizienz und Klimaschutz sein. Das Gebäude wurde von dem Stuttgarter Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner geplant. Die Bauarbeiten sollen 2012 beginnen.
http://www.welt.de/regionales/berlin/article13527019/In-Neubau-sollen-drei-Standorte-vereint-werden.html

Und hier kommt das Teil hin:
 

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Und schon wieder ein langweiliger, austauschbarer Bau.
 

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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #31
Sieht zumindestens recht wertig aus. Die Gegend dort braucht in allererster Linie überhaupt eine geordnete Struktur - neben dem riesigem Hauptbahnhof die Brachflächen, das Zelt, der Strand... irgendwie komische Mischung.
 

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Edel-Kuhschweizer
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Mir gefällt das moderne berliner Regierungsviertel sehr gut wenn man es mit Regierungsvierteln anderer europ. Staaten vergleicht.
 

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Da hast Du allerdings Recht, miau! Dieses Chaos nördlich der Spree ist schon ziemlich abschreckend, und ich bin immer noch der Meinung, dass der Hbf. nicht als Solitär in der Landschaft stehen sollte, sondern in einem recht dicht bebauten Umfeld. Das ist schließlich auch das Umfeld, in dem die Stadtbahn eh und je stand.
Mal sehen, wie das neue Ministerium wird...

Bezgl. der Regierungsviertel: Das einzige, das ich in Europa kenne und das eine ähnliche Konzentration von Bauten aufweist ist Whitehall in London. Die ist zwar wesentlich imposanter, aber natürlich auch nicht so offen für das Volk. Insofern gibt es auch ein ganz anderes Bild von der britischen Demokratie ab als das die Berliner Republik tut. Jedoch nicht unbedingt gerechtfertigt...
Die Hauptstädte, die ich noch am nähesten kenne sind dann Rom und Madrid, wobei beide kein "richtiges" Regierungsviertel haben, die Einzelbauten verteilen sich jeweils übers ganze Stadtzentrum.
 

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Cold Ass Honkey
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Mir gefällt das moderne berliner Regierungsviertel sehr gut wenn man es mit Regierungsvierteln anderer europ. Staaten vergleicht.
^^
Dir gefällt doch bestimmt auch die außergewöhnliche Lage der Schweizer Botschaft. ;)
 

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Öffentlich-Private Partnerschaft in Berlin
Heinle Wischer bauen Bildungsministerium

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhält einen neuen Dienstsitz in Berlin. Der Neubau soll auf einer Fläche von rund 54.000 Quadratmetern am Kapelle-Ufer östlich des Berliner Hauptbahnhofes errichtet werden, unmittelbar am Spreebogen und gegenüber von Bundeskanzleramt und Reichstag gelegen. Die 350 gegenwärtig auf drei Standorte – einer davon die ehemalige Ständige Vertretung in der Hannoverschen Straße – verteilten Berliner Beschäftigten des BMBF erhalten damit eine gemeinsame Unterbringung. Der erste Dienstsitz des Ministeriums bleibt unverändert in Bonn; dort arbeiten drei Viertel aller Beschäftigten.

Verfahren

Der Zuschlag für den Bau erging bereits Anfang August, doch erst jetzt können wir Bilder des Entwurfs zeigen. Er stammt von dem Berliner Büro Heinle, Wischer und Partner und ist aus einem so genannten ÖPP-Vergabeverfahren hervorgegangen. ÖPP steht dabei für Öffentlich-Private Partnerschaft. In diesem Verfahren haben sich fünf Konsortien aus Baufirmen mit jeweils einem Architekturbüro zusammengetan. In einer ersten Stufe wurden die beiden Beiträge von Heinle Wischer und Gatermann Schossig (Köln) ausgewählt, die dann in einem „dialogischen Verfahren“ weiterbearbeitet wurden. Schließlich erging die Entscheidung für den Entwurf von Heinle Wischer.

Die Architektenkammer Berlin (AK) kritisierte auf Nachfrage, dass dem Investorenauswahlverfahren kein offener Planungswettbewerb vorangeschaltet worden ist, wie die AK vor zwei Jahren gefordert hatte. Doch sei dies hier „auf Anweisung von ganz oben“ nicht gemacht worden. „Es wurde dann über ein Paket entschieden, das aus Bauleistungen, Finanzierung und Facility Management bestand. Die Architektur war hier trotz des bedeutenden Standortes nur Beiwerk“, sagt Peter Kever von der AK. Grundsätzlich könne ein öffentlicher Auftraggeber aber wählen, ob er ein Verhandlungsverfahren durchführt oder einen Planungswettbewerb. Letzteres sei im Interesse der Bauqualität vorzuziehen.

Entwurf

Die Architekten Heinle Wischer wollen mit ihrem Entwurf das „heterogene städtebauliche Umfeld beruhigen“: „Durch eine konsequente Ausrichtung zur spreeseitigen Bauflucht, mit Betonung einer durchgehenden Trauflinie und dem Verzicht auf Staffelgeschosse wird der freistehende Solitär zum wichtigen Bindeglied im Kontext der umliegenden Uferbebauung.“ Der Bau bestehe aus zwei „klar ablesbaren Bauvolumina mit Maßstab gebenden Stadtbausteinen“. Durch einen Mittelbau werde die „geforderte architektonische Verzahnung der beiden Baukörper“ erreicht. Der Hauptzugang zum Ministerium öffne sich „durch seine transparente Ausformung zur Stadt“. Dort ist ein für die Öffentlichkeit gedachtes Besucherzentrum vorgesehen. Die schallgeschützten Innenhöfe sind zum Bahndamm hin geöffnet.

Zur Fassadenkomposition erläutern die Architekten: „Eine umlaufende Natursteinverkleidung akzentuiert das Grundraster, sichert die Proportionen und erzeugt städtebauliche Prägnanz. Die tiefen Leibungen ergeben ein wechselvolles Spiel von Licht und Schatten. Die Erdgeschosszone wird als ablesbarer Sockel ausgebildet, darüber bilden sich die Obergeschosse der Bürozonen durch eine tektonisch ausgeformte Natursteinfassade ab.“

Reaktion

In Berlin sind unterdessen die ersten Renderings des Entwurfs kritisiert worden. Die taz zitierte den Baustadtrat von Berlin-Mitte, Ephraim Gothe: „Was bisher bekannt ist, verspricht schreckliche Langeweile am Kapelle-Ufer“. Die Fassade wirke abweisend, das Gebäude schirme sich von der Öffentlichkeit ab. Gleichzeitig bescheinigte er dem beauftragten Büro Heinle Wischer, es sei als hoch qualifiziert bekannt.

Die Bauarbeiten sollen Anfang des Jahres 2012 beginnen. Allerdings befinde sich der Bebauungsplan derzeit noch in der Abstimmung, zitiert die taz die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Im Herbst 2014 sollen die Berliner Beschäftigten des BMBF ihren neuen Dienstsitz beziehen können.

Ausstellung der Ergebnisse des Vergabeverfahrens: 26. bis 30. September 2011
Ort: BMBF, Hannoversche Str. 28-30, 10115 Berlin
http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Heinle_Wischer_bauen_Bildungsministerium_2300249.html?source=google-news
 

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Der Bau sieht zu sehr nach der Hamburger Hafencity aus. :eek:hno: Berlin braucht Travertin, die große Geste und Poesie im Stadtbild, nicht norddeutscher Krämerei und Genügsamkeit.
 

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^^
der witz ist ja das ding sieht zum viadukt hin noch offener aus als die eigentlich repärsentativere vorderseite zum ufer....
und an der kahlen grünen EG wand zum kapelle-ufer werden die leute sicher auch gerne entlang flanieren.
die neue eastside gallery - einfarbig grün :eek:hno:
 

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Bundespressestand sagt Tschüss


Er ist eine der bekanntesten Strandbars Deutschlands: Der Bundespressestrand muss schließen, weil der Bund am Berliner Spreeufer Büros baut. Am 30. November wird das Mobiliar versteigert. Liegestühle, Hütten, Strandkörbe und Strohschirme müssen weg, wie die Betreiber am Montag mitteilten.

Der Bundespressestrand war neun Sommer lang eine Touristenattraktion und Treffpunkt im Regierungsviertel. Zu den Fußball-Übertragungen von Welt- und Europameisterschaften kamen an vielen Tagen bis zu 3000 Gäste. Am Spreeufer soll nun der Neubau des Bildungsministeriums entstehen.

Bar-Chefin Johanna Ismayr sagte der Nachrichtenagentur dpa, sie habe seit 2005 gewusst, dass das Gelände nur eine provisorische Adresse sei. Aber das Ende kam demnach, bevor ein neuer Ort gefunden wurde. «Wir hätten gehofft, dass man den Abgang kooperativer gestaltet hätte.»
http://www.news.de/vermischtes/855240837/bundespressestrand-muss-schliessen/1/
 

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Das neue Besucherzentrum für den Reichstag soll nach dem Vorbild des Washingtoner Capitols nahezu komplett unter der Erde entstehen. „Entscheidend bleibt, dass der wunderbare Blick auf das Reichstagsgebäude nicht beschädigt wird“, sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) Morgenpost Online. Aus diesem Grund hätten der Bund und das Land Berlin „jetzt eine Machbarkeitsstudie für eine weitgehend unterirdische Lösung westlich des Reichstagsgebäudes in Auftrag gegeben“. Rund drei Millionen Besuchern werden pro Jahr im Reichstag mit seiner spektakulären Kuppel gezählt.

Damit kommt das mutmaßlich letzte große Neubauprojekt im Berliner Regierungsviertel einen entscheidenden Schritt voran. Denn Thierse, der auch Vorsitzender der Bau- und Raumkommission des Bundestags ist, erwartet, dass die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie in den nächsten Monaten vorliegen. In der neuen Legislaturperiode könnte dann mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Als Vorbild gilt uns dabei Washington. Die Amerikaner haben ein großes Besucher- und Informationszentrum mit Kinosälen unter der Erde errichtet“, sagte Thierse.

Tatsächlich handelt es sich beim United States Capitol Visitor Center (CVC) um einen spektakulären Bau auf drei Etagen unterhalb der Ostseite des Capitols. Der insgesamt 54.000 Quadratmeter große und 621 Millionen Dollar teure Erweiterungskomplex, der im Dezember 2008 nach knapp achtjähriger Bauzeit eröffnet wurde, verfügt unter anderem über einen balkonartigen Eingangsbereich und die sogenannte Emancipation Hall als Hauptaufenthaltshalle. Zwei Kinos oberhalb der Ausstellungshalle zeigen fortlaufend einen 13-minütigen Film über die Geschichte des Kongresses und des Capitolkomplexes. Die Besucher betreten die Kinos auf der unteren Ebene der Emancipation Hall und verlassen sie auf der Ebene der Krypta. Der Film wird mit gestaffelten Anfangszeiten gezeigt. So soll ein gleichmäßiger Besucherstrom in das Capitol, das mit drei bis fünf Millionen Besuchern pro Jahr zu den Hauptattraktionen der USA zählt, garantiert werden.
So großzügig wie Weltmacht?

Der Bundestagsvizepräsident ließ offen, ob die Bundesrepublik das neue Zentrum „nun so großzügig anlegen sollte wie die Weltmacht“, betonte aber: „Auch unser Projekt ist herausfordernd, schließlich verläuft hier die U-Bahn zum Alexanderplatz.“ Noch herausfordernder wäre es indes gewesen, das Zentrum wie zunächst angedacht überirdisch auf der Westseite des Reichstags zu errichten. Denn dort hätte es den Blick auf das historische Gebäude gestört. Der Berliner Senat hatte deshalb erklärt, eine unterirdische Lösung zu favorisieren.

Die Überlegungen zum Bau des Zentrums begannen vor mehr als einem Jahr. Wegen der Terrordrohung gegen den Reichstag wurden damals die Sicherheitsvorkehrungen im Bundestag deutlich verschärft. Seitdem werden die Kontrollen der Besucher nicht mehr im Reichstagsgebäude selbst, sondern in behelfsmäßig aufgestellten Pavillons auf dem Platz der Republik durchgeführt. So soll verhindert werden, dass Attentäter sich als Touristen tarnen und im Gebäude eine Bombe zünden können. Dass die Pavillons kein Dauerzustand sein sollen, war von vornherein klar. In dem unterirdischen Gebäude soll der notwendige Sicherheitscheck mit attraktiven Informationsangeboten wie in Amerika verbunden werden.

Thierse wünscht sich darüber hinaus „dass in die Überlegungen die Stelle zwischen Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus einbezogen wird, in der zurzeit noch eine Lücke klafft. Vielleicht lässt sich dort auch überirdisch etwas machen“, sagte er. Fest stehe: „Wenn die entsprechenden Prüfungen abgeschlossen sind, werden wir in diesem Jahr ein offizielles Wettbewerbsverfahren einleiten.“
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1881651/Reichstag-soll-unterirdisch-erweitert-werden.html
 

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Das Bundesbildungsministerium baut seinen neuen Dienstsitz am Spreeufer. Aus Sicherheitsgründen gibt es keine Läden und Cafés.

Der Weg für den Neubau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist frei. Der Bauausschuss des Abgeordnetenhauses hat am Mittwochnachmittag mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen dem Bebauungsplan für das Projekt zugestimmt. Das teilte der Ausschussvorsitzende Andreas Otto (Grüne) im Anschluss an die Sitzung mit. Zwar ist formell noch die Zustimmung des gesamten Parlaments notwendig, die in der nächsten Woche eingeholt werden soll, doch gilt diese als sicher.

Das neue Ministerium soll auf jenem Grundstück entstehen, auf dem sich bis Ende vergangenen Jahres noch der Bundespressestrand befand. Während die bekannte Strandbar früher mitunter mehrere Tausend Besucher täglich anlockte, ist in dem neuen Ministerium bis auf ein Presse- und Besucherzentrum keine öffentliche Nutzung vorgesehen. BMBF-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen verteidigte dies vor dem Bauausschuss mit den „Sicherheitsanforderungen“ durch Bundes- und Landeskriminalamt. Diese machten es „unmöglich“, Läden oder Restaurants im Erdgeschoss einzurichten. „Wir müssen Zugangskontrollen machen“, sagte die Staatssekretärin. Weitere öffentlich nutzbare Flächen wie ein Shop und ein Café seien aber im geplanten „Haus der Zukunft“ vorgesehen, das neben dem Ministerium entstehen soll. Auch Platz für Ausstellungen soll es dort geben.

Umzug von Bonn nach Berlin

Im „Haus der Zukunft“ will die Bundesregierung Deutschland als Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationsland präsentieren, sagte die Staatssekretärin. 59 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt. Für die Gestaltung des Hauses läuft derzeit ein internationaler Architektenwettbewerb. Bevor mit dem Projekt begonnen wird, starten aber die Arbeiten für den Dienstsitz des Ministeriums. Im April dieses Jahres soll der Grundstein gelegt werden, Ende 2014 soll das Gebäude fertig sein. Das Haus entsteht nach Plänen des Berliner Architekturbüros Heinle, Wischer und Partner in öffentlich-privater Partnerschaft, 115 Millionen Euro sind für den Bau veranschlagt. Der Büro-Komplex soll 22 Meter hoch werden und durch Höfe aufgelockert werden.

Als eines der ersten Ministerien trifft das BMBF mit dem Neubau bereits Vorsorge für einen Komplettumzug aus Bonn nach Berlin. In dem neuen Haus werden gleich so viele Büros errichtet, dass dort alle rund 1000 Beschäftigten des Ministeriums arbeiten können. Bisher sind nur 350 Mitarbeiter in Berlin tätig. Die übrigen 650 arbeiten noch in Bonn. Grund für die Aufteilung ist das Berlin-Bonn-Gesetz von 1994. Es schreibt vor, dass jedes Ministerium sowohl in Berlin als auch in Bonn präsent sein muss. Nach wie vor sitzen deswegen insgesamt rund 8000 Mitarbeiter von Bundesministerien in Bonn und etwa 10.000 in Berlin.

Solange es keinen Beschluss für einen Komplettumzug der Ministerien nach Berlin gibt, sollen die Büros in dem Neubau an der Spree anderweitig vermietet werden. Berlins Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) sagte, er freue sich über die Entscheidung. Damit werde konzentriertes Arbeiten an einem Standort möglich. Dies sei „überfällig“. Zugleich warb Müller dafür, in künftigen Fällen „etwas kreativer“ zu sein, um „den öffentlichen Raum für öffentliche Nutzungen“ zu erhalten. Dass öffentliche Nutzungen in Bundesbauten sehr wohl möglich sind, beweist der Bundestag seit Jahren: Im Jakob-Kaiser-Haus gibt es mehrere Geschäfte im Erdgeschoss.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/bundesbildungsministerium-jetzt-rollen-die-bagger,10809148,11471594.html
 
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