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ausgewachsene mörderkatze
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Discussion Starter #2
Die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer bekräftigt noch einmal ihren Standpunkt zum Aus-/Weiterbau der Berliner Stadtautobahn, siehe Artikel.


Senatorin: Keine Alternative zu Weiterbau der A 100
Es bleibt dabei: Der Weiterbau der Stadtautobahn A 100 vom Dreieck Neukölln zunächst zum Treptower Park und dann anschließend bis zur Frankfurter Allee ist für Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer erforderlich.


Die Innenstadt und die südöstlichen Bereiche sollen durch den Ausbau vom Verkehr entlastet werden. Ob Ingeborg Junge-Reyer (SPD) mit ihren neuen Zahlen auch ihre Genossen überzeugen kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Auf einem Parteitag im vergangenen Jahr hatte sich eine knappe Mehrheit gegen den Autobahnbau ausgesprochen. Und auch beim Koalitionspartner Die Linke ist der Bau äußerst umstritten.

Konflikten wolle sie nicht aus dem Weg gehen, sagte Junge-Reyer am Dienstag. Sie ist aber zuversichtlich, auch bisherige Gegner des Weiterbaus der A 100 mit ihren Argumenten überzeugen zu können. Neue Analysen zeigten, dass mit der Verlängerung der A 100 der Verkehr auf der neuen Trasse gebündelt und damit Straßen in der Umgebung entlastet würden. Auch in der Innenstadt werde der Verkehr abnehmen, weil es für Fahrten aus dem Nordosten und Osten der Stadt Richtung Süden eine Alternative gebe. Bei Fahrten von Gewerbegebieten etwa um die Herzbergstraße in Lichtenberg könnten 10 bis 20 Minuten gegenüber heute gespart werden. Verkehrsplaner haben ausgerechnet, dass die Fahrten auf Stadtstraßen mit dem Weiterbau der Stadtautobahn um täglich knapp 700 000 Kilometer zurückgehen werden. Die Wirkung zeige die Autobahn auch, obwohl nach den Prognosen der Individualverkehr in den nächsten Jahren abnehmen wird.


Grundlage der Berechnungen war der Weiterbau bis zur Frankfurter Allee, der zwar im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen ist, für den es aber noch keinen politischen Beschluss gibt. Zugestimmt hat der Senat bisher nur dem Bau des 16. Abschnitts der A 100 vom Dreieck Neukölln zum Treptower Park, der aber innerhalb der Koalitionsparteien infrage gestellt wird. Nach Angaben von Friedemann Kunst, dem obersten Verkehrsplaner in der Stadtentwicklungsverwaltung, wirkt sich auch der Abschnitt bis zum Treptower Park bereits positiv aus; vor allem auf den Südosten. Die Innenstadt profitiere allerdings erst, wenn der Anschluss bis zur Frankfurter Allee vorhanden sei.

Für den Abschnitt vom Treptower Park zur Frankfurter Allee ist zum größten Teil ein Tunnel vorgesehen; beim Umbau des Ostkreuzes werden bereits Vorleistungen dafür erbracht.

Eine Entscheidung zum Bau oder zum Verzicht des 16. Abschnitts könnte noch vor den Sommerferien fallen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD, Christian Gaebler. Die Diskussion werde man sachlich führen. Sein SPD-Kollege Daniel Buchholz fügte hinzu, dass die Innenstadt auch durch andere Maßnahmen als einem Autobahnbau entlastet werden könne – durch weitere gebührenpflichtige Parkplätze oder auch durch einen Ausbau des Nahverkehrs.

Berücksichtigt ist bei den Verkehrsprognosen bis zum Jahr 2025 auch der Bau der Tangentialverbindung Ost (TVO), die die Bezirke Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf direkt verbinden und ebenfalls Straßen in der Umgebung entlasten würde. Als Ersatz für einen Weiterbau der A 100 eigne sich die TVO jedoch nicht, sagte Kunst. Die Trassen lägen etwa sechs Kilometer auseinander. Die TVO verteile den Verkehr nur regional um; ein Autobahnbau wirke sich dagegen großräumig aus. Für die TVO rechnen Planer mit täglich 25 000 bis 30 000 Fahrzeugen; auf der verlängerten A 100 sollen es dagegen rund 100 000 sein. Enthalten in dieser Zahl seien auch rund 9000 Fahrten, die es nur wegen der neuen Trasse gebe, sagte Kunst. Diesen zusätzlichen Verkehr könne man wiederum durch andere Schritte verringern.

Auch bei der TVO steht noch nicht fest, ob sie gebaut wird. Anders als die Autobahn müsste die Stadtstraße vom Land finanziert werden. Eine Entscheidung müsste frühestens zum Haushalt 2012 getroffen werden, sagte Junge-Reyer.

Klar für die Planer ist dagegen, dass eine neue Süd-Ost-Verbindung von der Stadtautobahn in Richtung Marzahn-Hellersdorf die verkehrspolitischen Ziele nicht erreicht – weder als Stadtstraße noch als Autobahn. Klaus Kurpjuweit

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.04.2010)
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Verkehr-A-100-Autobahn-Verkehr;art18614,3077255
 

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LIBERTINED
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Interessant, danke für die Infos Miez.


Wie schaut es eigentlich mit dem Berliner Ring aus? Waren da nicht auch Maßnahmen geplant?
Recht akut wäre es. Meines Wissens ist der Ring eine der Strecken mit den längsten Stauzeiten bundesweit.
 

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notorious C.A.T.
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Ich habe beim Zeitungslesen eine interessante Graphik zur Stimmung bezüglich der Stadtautobahn gefunden, siehe Artikel. Im Artikel selbst geht es eher um die Zerwürfnisse der Grünen Fraktion im Berliner Senat.


http://www.berliner-zeitung.de/image/view/2011/9/28/11074954,7712706,highRes,maxh,480,maxw,480,A100.JPG.jpg

Eine deutliche Mehrheit der Berliner (62 %) spricht sich für den Weiterbau der Stadtautobahn A100 von Neukölln zum Treptower Park aus. Lediglich 23 Prozent – am ehesten noch die Anhänger der Linkspartei und der Grünen – sind gegen den Weiterbau der A100.

Interessant ist die Gaphik vor allem deswegen, weil selbst die Anhänger der Grünen nicht so eindeutig gegen den Autobahnbau sind, wie man in der Partei angenommen hat.


Auch interessant:

Ausweislich der aktuellen Forsa-Umfrage haben die Grünen ihren auf die Autobahn A 100 konzentrierten Wahlkampf an großen Teilen der Parteibasis und der Mehrheit der Berliner vorbeigeplant.


Auf die Frage, ob es richtig war, dass die rot-grünen Koalitionsverhandlungen an dem Streit um die A100 gescheitert sind, sagen 76 Prozent der Grünen-Anhänger, das sei nicht richtig gewesen.


Nicht durchdringen konnten die Grünen mit ihrer Darstellung, Klaus Wowereit habe Rot-Grün an der A 100 scheitern lassen. Laut Forsa sehen 42 Prozent der Berliner die Hauptverantwortung für das Scheitern bei den Grünen, nur 20 Prozent bei der SPD.
 

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Seit dem BER-Disaster hoert man von der A100 aber auch rein GAR NICHTS mehr!! ... komisch, wie sich so schnell alles aendern kann! ... war ja DAS Thema zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses!!
 

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Seit dem BER-Disaster hoert man von der A100 aber auch rein GAR NICHTS mehr!! ... komisch, wie sich so schnell alles aendern kann! ... war ja DAS Thema zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses!!
Es hat sich überhaupt nichts geändert. Es wird jetzt noch das Urteil im August wegen der Klagen der Ökosozis abgewartet und dann geht es mit der Ausschreibung der Bauaufträge los.
 

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wobei ich mich ja immernoch frage, wo die A100 an der Elsenbrücke von Treptow nach Fhain rüber soll...da ist doch gar kein Platz....
 

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Bundesverwaltungsgericht erlaubt Weiterbau der Stadtautobahn A 100
11:36 Uhrvon Klaus Kurpjuweit

Ein Dauerläufer: Beton und Asphalt. Vom Autobahndreieck Neukölln soll die A 100 nach Norden abknicken – ein von Anfang an umstrittenes Projekt. Bei Beginn des Stadtautobahn-Baus in den 50er und 60er Jahren war jeder neu eröffnete Abschnitt begeistert gefeiert worden. Foto: Kai-Uwe Heinrich


Update Die Stadtautobahn A 100 kann vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park verlängert werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute Morgen die Klagen gegen den Weiterbau zurückgewiesen.


:banana:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/entscheidung-in-leipzig-bundesverwaltungsgericht-erlaubt-weiterbau-der-stadtautobahn-a-100-/7234050.html
 

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Gut so!!! Vielleicht schafft man ja in den naechsten 50 Jahren noch den Lueckenschluss! .... sollte man mal den Chinesen erzaehlen! ;)
 

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Zum Glück haben die Grünen nichts zu melden, sicherlich wird es am Autobahnende öfter mal zu STaus kommen, aber das gibt es auch Seestraße beim Autobahnende.

Zuletzt bin ich am Dreieck Neukölln mit Taxi von Autobahn runtergefahren und dann Richtung Treptower Park, da gab es auch mächtig Stau auf der Abfahrt und co. da viele weiter Richtung Nord-Osten fahren wollen.

Der Weiterbau ist auf jeden Fall sinnvoll, vorallem die weiteren Bauabschnitte werden den ganzen Nordosten Berlins besser anbinden, vorallem auch an den BER.

Die Grünen denken natürlich nur an 10 Bäume die gefällt werden müssen und an den einen Fuchsbau und die Abfahrt am TreptowerPark, wo dann vorerst die Autobahn enden wird, aber die Grünen haben keinerlei Perspektive und Weitsicht. :eek:hno:
 

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Hat sich die Beton- und Automafia also durchgesetzt, was ne Überraschung. Und den ganzen Reaktionären und Verfechtern der guten alten 60er-Jahre-Verkehrspolitik der Republik kriegen Schaum vor dem Mund, weil eine Partei es wagt zu hinterfragen, ob es sinnvoll ist, für so wahnsinnig viel Geld ein so kurzes Autobahnstück zu bauen, was keine Verkehrsprobleme löst, sondern diese nur verlegt. Dieses Land geht echt den Bach runter.
 

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LIBERTINED
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Ich lese hier stets nur Meinungen.

Gibt es auch seriöse Gutachten, die zeigen, dass der Autobahnbau das Verkehrsproblem "verlagert"? :dunno:
 

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Die Fortführung zur Frankfurter Allee sei aber „vernünftig“, betonte der Verkehrspolitiker. Sie vergrößere die verkehrlichen Effekte des 16. Bauabschnitts „deutlich – vor allem, was die Entlastung der Innenstadt von Durchgangsverkehr anbelangt“, so Gaebler.

Der Effekt wird natürlich erst wirklich spürbar, wenn die Autobahn noch weiter gebaut wird und den ganzen Nordosten entlastet...

Dadurch, dass die A100 dann erstmal nur bis zum Treptower Park geht, wird sich dort der Verkehr konzentrieren.

Die Leute, die bisher verstreuter verschiedene Auffahrten im Süden genutzt haben, werden wohl verstärkt die Auffahrt dann am Treptower Park nehmen.

Die Auffahrt Seestraße zeigt, wie es dann wohl zur Rush-Hour auch am Treptower Park aussehen kann, aber das ist kein Grund, das ganze Projekt in Frage zu stellen.

Die Autobahn wird um so sinnvoller, umso weiter sie Richtung Norden ausgebaut wird, nur muss irgendwann halt der Anfang gemacht werden und es kann im Berufsverkehr dann sicherlich bei der Auffahrt Treptower Park zu Staus kommen.

Wenn die Autobahn dann bis Frankfurter Allee irgendwann führt, werden sich die Verkehrsströme aus Ost und West mehr auf die Zufahrten verteilen können.
 

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Schade nur, dass die Eröffnung der STrecke für 2020 geplant ist, sprich 2022.

Warum muss sowas immer Ewigkeiten in Deutschland dauern. :sad2:


Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur A 100 will der Senat schon im November mit den ersten Arbeiten beginnen. 2020 soll die Trasse fertig sein. Mit geschätzten Kosten zwischen 450 Millionen und 500 Millionen Euro werden die 3,2 Kilometer das teuerste Stück Autobahn sein, das je in Deutschland gebaut worden ist.

Das Bundesverwaltungsgericht hat sein Urteil gesprochen, jetzt können die Bautrupps kommen – mit Sägen und Planierraupen. So bald wie möglich will der Senat mit den Vorbereitungen für die geplante Verlängerung der Autobahn A 100 von Neukölln nach Treptow beginnen. Das kündigte Verkehrs-Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) an. „Wir wollen noch in diesem Herbst mit den ersten Arbeiten anfangen“, sagte er.

Zuerst werden ab November die betroffenen Kleingärten beräumt, berichtete der Staatssekretär. Rund 300 aufgegebene Parzellen in Neukölln und Treptow müssen nun planiert werden. Ab März 2013 soll dann mit den Abrissarbeiten begonnen werden, sagte Gaebler. „Wir fangen damit an der Grenzallee auf dem ehemaligen Gelände von Möbel Hütter und auf dem Magna-Gelände an der Sonnenallee an.“ Dort stehen leere Bauten der Trasse im Weg. „Der Spatenstich könnte daher im März 2013 stattfinden – in Neukölln“, so der SPD-Politiker. Das wäre dann der Startschuss für den eigentlichen Autobahnbau, der nach Angaben des Senats im Juli oder August 2013 in Angriff genommen werden kann. „2020 soll die Trasse fertig sein“, hieß es.

Teuerste Autobahn Deutschlands

Neu ist das Projekt, eine Schnellstraßenverbindung von Neukölln nach Treptow zu bauen, nicht. Bereits 1927 tauchte es in einem offiziellen Dokument auf, dem Straßenausbauplan – als Teil des Mittleren Rings, den die Haupttiefbauverwaltung um das Zentrum herumführen wollte. Auch in den Plänen, die während der Nazi-Zeit unter Generalbauinspektor Albert Speer entstanden, war eine ähnliche Verbindung eingezeichnet.


Mit geschätzten Kosten zwischen 450 Millionen und 500 Millionen Euro werden die 3,2 Kilometer das teuerste Stück Autobahn sein, das je in Deutschland gebaut worden ist, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Die sechsspurige Trasse werde größtenteils in einem Tunnel oder in einem Geländeeinschnitt verlaufen, erklären Planer. Zudem werde die Autobahn die erste Straße in Berlin sein, die eine Deckschicht aus „Flüsterasphalt“ erhält – in Fachkreisen offenporiger Asphalt, kurz OPA, genannt. Auch dies treibe die Kosten hoch.

Ramsauer begrüßte das Urteil. Er sei zuversichtlich, dass der Bau in der ersten Hälfte 2013 beginnt. Im Senat wertet man derlei Aussagen als Beleg dafür, dass der Bund die A 100 finanziert. Das Geld „kommt auf jeden Fall, das wurde uns zugesichert“, sagte Gaebler. „Wir gehen fest davon aus, dass im Zusammenhang mit der Verabschiedung des neuen Bundeshaushalts im Frühjahr 2013 die endgültige Aufnahme in den Straßenbauplan erfolgen wird.“ Berechnungen hätten ergeben, dass der Nutzen der A 100 mehr als drei Mal so hoch ist wie die Kosten.

Tunnel unter Friedrichshain

Andere Projekte in Deutschland hätten einen höheren Nutzen-Kosten-Faktor, konterte Tilmann Heuser vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Auch in Berlin gebe es Wichtigeres: „Mit dem vielen Geld könnte man die Stadtautobahn endlich sanieren. Nicht nur die A 114 in Pankow ist eine einzige Holperstrecke.“ Zwar hätten der BUND und andere Kläger vor Gericht Erfolge erzielt: So werde der Lärmschutz verbessert, ein Gewerbebetrieb dürfe bleiben, die Wohnhäuser Beermannstraße 16 und 18 blieben stehen. Doch die beiden Nachbargebäude würden abgerissen, mehr als 400 Bäume gefällt. Der Elsenbrücke drohe Dauerstau – was das Gericht allerdings nicht so sah.


Stimmen zum Urteil:



Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin: Jetzt kann es endlich losgehen mit der Verlängerung der A 100. Durch die Bündelung des Verkehrs werden nicht nur Wohngebiete vom Güterverkehr befreit, sondern auch Industrie- und Gewerbegebiete erschlossen. Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts ausdrücklich.

Tobias Trommer Aktionsbündnis „A 100 stoppen“: Wird die A 100 bis zum Treptower Park verlängert, steigt die Verkehrsbelastung auf der Elsenstraße/Elsenbrücke und in den umliegenden Kiezen an. Tausende Menschen müssen Tag und Nacht unter mehr Verkehrslärm, Abgasen und Dauerstau leiden. Darum rufen wir auf zur Demonstration am heutigen Donnerstag, 13 Uhr, Beermannstraße 22 in Treptow.

Michael Müller Senator für Stadtentwicklung und Umwelt (SPD): Ich freue mich, dass mit dieser Entscheidung der wichtige Ausbau der Berliner Verkehrsinfrastruktur vorangehen kann. Dieses Projekt ist für das Land Berlin von besonderer Bedeutung. Der Weiterbau der A 100 wird zu einer Bündelung der Verkehre führen. Auch für die Anbindung des Berliner Nordostens an den künftigen Flughafen Berlin Brandenburg ist die Verlängerung der A 100 unverzichtbar.

Siegrid Klauke (77) Anwohnerin der Elsenstraße in Treptow und Klägerin: Ich freue mich, dass das Gerichtsverfahren zumindest für die Mieter in der Beermannstraße 16 und 18 gut ausgegangen ist. Die Häuser werden nicht abgerissen. Schade ist, dass wir weiterhin nicht die Fenster zur Elsenstraße öffnen können. Auf der Elsenstraße wird es mehr Verkehr geben, wenn die A 100 dort endet.

Florian Graf Vorsitzender der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus: Das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum dringend notwendigen Weiterbau der A 100 ist ein gutes und wichtiges Signal für Berlin. Das Großprojekt kann nun endlich umgesetzt werden und wir werden zügig mit den Ausbauarbeiten beginnen. Für Berlin bedeutet der Ausbau vor allem einen Anschluss Tausender Unternehmen in den östlichen Bezirken und eine verbesserte Anbindung des neuen Großflughafens.
Tilmann Heuser

Berliner Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND): Enttäuschend ist, dass das Gericht zwar die deutlichen Planungsmängel erkannt hat, dann aber nicht konsequent war und den Baubeschluss aufgehoben hat.


Frank Henkel Vorsitzender der CDU Berlin und Innensenator: Der Weg ist endlich frei. Ich begrüße diese Entscheidung sehr. Sie ist ein Konjunkturprogramm für Berlin. Wir brauchen den Ausbau der A 100, weil er Unternehmen in den östlichen Bezirken besser anbindet und viele Menschen von Lärm und Durchgangsverkehr entlastet. Diese Regierung steht für eine starke Infrastruktur, und sie wird sich zügig an den Ausbau machen. Die erforderliche Klarheit und Sicherheit haben wir jetzt.

„Der neue Autobahnabschnitt überwindet die Verkehrsbarriere zwischen Treptow und Neukölln“, so Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD). Die östlichen Bezirke würden besser an das Autobahnnetz angebunden. Den Planern zufolge müssten 30.000 Berliner künftig weniger Verkehr ertragen, weil die neue Autobahn von vielen Straßen Verkehr abzieht – zum Beispiel vom Dammweg. Rund doppelt so viel wären es, wenn die A 100 über Treptow hinaus bis nach Friedrichshain verlängert würde. „Die Fortführung zur Frankfurter Allee ist vernünftig,“ bekräftigte Gaebler.

Der Senat will sich beim Bund dafür einsetzen, dass dieses Projekt im Bundesverkehrswegeplan hochgestuft wird. „Ansonsten ist im Moment nichts Konkretes geplant“, so Gaebler. Die Fortführung sei kompliziert, weil dafür in Friedrichshain ein Doppelstocktunnel gebaut werden müsste. Jetzt aber gehe es erst mal um den 16. Bauabschnitt nach Treptow, hieß es im Senat. Ihn durchzusetzen sei schwierig genug gewesen.






http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verlaengerung-der-a-100-nun-kommen-die-bagger,10809148,20565614.html



Hoffentlich erlebe ich es noch, wie die berliner Stadtautobahn vervollständigt wird, der berliner Autobahn(Außenring) besteht ja schon, der Innenring wäre dann die Perfektion, Die Linke und die Grünen werden wohl nie meine Stimme kriegen.
 

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Passenger
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Anders als die weiterführende Erweiterung ist der Bau bis zum treptower park ja ohne große bauliche Hindernisse, lediglich ein paar kleingärten und lehre Fabrikanlagen. Deshalb kann man den Bau nur begrüßen. Warum das so lange dauern soll ist mir auch ein Rätsel.
 
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