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Discussion Starter · #1 ·
So, heute nun der erste Artikel im Weserkurier zum Thema: Was soll mit dem Kellogg´s-Gelände geschehen? Wie bereits berichtet liegt dieses in nahezu perfekter Südwestausrichtung und lang und schmal am Weserufer in Fortsetzung des Weserquartiers.

Die Hafenwirtschaft hat jedoch in Bremen anders als in der Hafencity noch ein Wörtchen mitzureden, da die gesamte Überseestadt eine möglichst gemischte Nutzung erfahren soll und baut etwaigen Wohnträumen der Politik und Bauwirtschaft schonmal vor.

Am Ende wird aber kein Weg daran vorbeiführen, dass in einer solchen Lage Wohnen realisiert wird, dafür ist das Grundstück (und das gesamte, den Europahafen südlich abschließende Gebiet) einfach zu lecker. Zunächst muss Kellogg´s das Areal aber ohnehin räumen, dann stehen wohl teure Hochwasserschutzmaßnahmen an und dann kann man anfangen, zu träumen.

Hier der Link http://www.weser-kurier.de/bremen/b...laene-fuer-den-europahafen-_arid,1563374.html
 

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Discussion Starter · #3 ·
In zahlreichen Presseartikeln wird nun von der weiteren Planung für die Europahafensüdseite und das Kellogg´s-Areal berichtet. Es hat eine gemeinsame Sitzung der Bau- und der Wirtschaftsdeputation gegeben, um die tlw. widerstrebenden Interessen von ansässiger Hafen- und Logistikwirtschaft und der weiteren Entwicklung der Überseestadt in diesem extrem attraktiven Areal auf einer 45 ha großen Halbinsel mit Südwestausrichtung auf die Weser miteinander in Einklang zu bringen.

Zunächst will die Stadt das 15 ha große Kellogg´s-Areal selbst erwerben, um der Spekulation Einhalt zu gebieten und das Gelände "aus einem Guss" beplanen zu können. Hierzu sollen durchaus auch Daumenschrauben wie ein Vorkaufsrecht etc., falls Kellogg`s zu hohe Preisforderungen stellt, zum Einsatz kommen. In jedem Falle soll das Geschäft bis Ende dieses Jahres unter Dach und Fach sein. Im weiteren soll es dann um die Europahafensüdseite mit den beiden noch klassisch genutzten Schuppen 4 und 6 gehen, die in ihren Ausmaßen etwa zwischen ihren Pendants gegenüber, dem Schuppen 1 (bereits umgewandelt, sehr großes Gebäude) und dem Schuppen 3 (niedriger, soll teilabgerissen werden) liegen. Die Spedition Vollers wird wohl zumindest für den Schuppen 6, in den sie kräftig investieren will auch eine Verlängerung des Pachtvertrages bekommen. Für den Schuppen 4 möchte die Stadt aber eine Umnutzung erzwingen, da sie hier auch eine Fußgängerbrücke über den Europahafen plant, um die beiden Quartiere besser zu verbinden.

Es ist viel die Rede vom "Bremer Modell", also dem Nebeneinander der alteingessenen Wirtschaft mit den neuen Nutzungen. Die Reismühle Rickmers etwa wird Bestandsschutz haben, auch die Firma Reimer Logistics neben Kellogg´s wird wohl zunächst am Standort bleiben, wenngleich für sie neue Flächen im Gewerbepark Hansalinie bereitgestellt werden sollen.

Insgesamt, man muss es so sagen, scheint sich die Politik der enormen Verantwortung der Aufgabe durchaus bewusst zu sein, alleine die Neuausrichtung auf dem Kellogg´s-Grundstück hat das Potenzial zu einer enormen Aufwertung der ganzen Ecke und der Schaffung neuer Verbindungen und Beziehungen zwischen den einzelnen, immer noch sehr fragmentierten Entwicklungskernen in der Überseestadt. Ich sehe das ganze Vorgehen recht positiv, v.a. auch, dass hier nicht unter der Hand an die großen Player wie Grosse verscherbelt wird, sondern die Stadt durch den Aufkauf klaren Handlungs- und Gestaltungswillen erkennen lässt.

Nun muss es nur noch richtig gut werden, und an diesem Anspruch ist ja schon so einiges gescheitert, nicht nur in Bremen.

Ein beispielhafter Link, gibt aber viel dazu im Netz:

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-bremens-grosser-plan-_arid,1609823.html
 

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Discussion Starter · #4 ·
Mit dem 15 ha großen Kellogg´s-Areal geht es auch voran, Stadt, Kellogg´s und der nebenan sitzende Windkraftdienstleister WPD, der sich bereits Teile des Grundstücks gesichert hat, haben vereinbart, bis Mai 2018 einen sogenannten städtebaulichen Vertrag zu unterzeichnen, in dem die Stadt klare Vorgaben bzgl. Nutzung und Gestaltung festschreiben möchte. Neben Wohnen sollen wie überall anders in der Überseestadt auch Büros etc. Platz finden, das ganze ist baurechtlich als "urbanes Gebiet" geplant.

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-eine-bremische-loesung-fuer-das-kelloggareal-_arid,1664431.html

Eingebettet wird das ganze in ein Konzept für die gesamte Halbinsel zwischen Weser und Europahafen, die noch um einiges größer ist als das Kellogg-Gelände. Ab 2021 könnte es losgehen....
 

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Ein aktueller Weserkurierartikel zur Kellogg's-Halbinsel:

https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-west_artikel,-europahafensuedseite-beschaeftigt-beirat-_arid,1712754.html

Es ist derzeit wohl ein städtebaulicher Wettbewerb für einen Masterplan im Gange. Einerseits erfreulich, dass man dort am Ball bleibt - andererseits hat mich negativ überrascht, dass Kellog's, obwohl es seine Produktion bereits eingestellt hat, noch fünf weitere Jahre die Lagerflächen auf dem Gelände nutzen will und es somit für einen Umbau blockiert. Dieser könnte scheinbar frühestens 2023 beginnen. Das ist noch ganz schön viel Zeit... :eek:hno:
 

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Das Gebiet ist echt nochmal der Wahnsinn, ca. 2km bestes Weserufer. Reimers Logistic wollte doch auch seinen Sitz dort aufgeben meine ich, was war mit Rickmers, gehen die dann auch weg?

Ich musste den Artikel jetzt dreimal lesen um die ganzen Befindlichkeiten und Mimimis zuzuordnen. :nuts:
Die Stadt und WPD wollen Ende Mai einen Vertrag schließen in dem die Kosten und der weitere Planungsprozess festgelegt werden, so weit so gut. Drei Vorschläge für Ideenskizzen sind ausgewählt die dann weiterverfolgt werden sollen, noch nicht über eine entschieden wird wohlgemerkt. An allem beteiligt sind der Waller Beiratssprecher und die Ortsamtsleiterin. Zusätzlich wurde im Januar ein Positionspapier vom Beirat eingebracht, wie dieser sich die weitere Gestaltung des Bereichs vorstellt/wünscht.
Und nun beschweren sich die Beiratsmitglieder, dass sie nicht von Anfang an in den Prozess eingebunden wurden? Und dass die Zeit vom 25.04. bis zum 31.05. nicht ausreicht auf die dann offengelegten Pläne einzugehen?
Das Positionspapier steht ja schon länger, man wird ja sehen ob und wie darauf eingegangen wurde. Und selbst der Beiratssprecher der bislang an allem beteiligt war sagt, dass Ende Mai weder über den Bebauungsplan noch über den Masterplan für das Areal entschieden wird.

Das klingt doch schon wieder sehr nach Provinzposse, zu viele Köche verderben den Brei. Dass der Beirat Mitwirkung wünscht kann man ja nachvollziehen, aber es muss doch nicht der gesamte Prozess für ALLE offengelegt werden. Da sind dann doch die 5 Jahre Lagernutzung für Kelloggs bis 2023 das kleinere Problem, wenn sich die Politiker jetzt schon in die Haare kriegen, dass sie nicht jeden quersitzenden Furz kommentieren können. :bash:
 

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Discussion Starter · #7 · (Edited)
So wie ich das verstanden habe, geht es bei der Weiternutzung durch Kellogg nur um das Hochregallager am westlichen Ende des Grundstücks, so dass man den deutlich größeren östlichen Anteil auch schon eher entwickeln könnte. Reimer bekommt ein neues Grundstück an der Hansalinie. Die Reismühle soll dort verbleiben, das ist auch in Ordnung, wie ich finde. Letztlich würde es mich aber auch nicht wundern, wenn der Standort im weiteren Verlauf ebenfalls geschlossen würde. Ich glaube nicht, dass man mit Reis mahlen soviel Geld verdienen kann wie mit einem Topgrundstück. Dies dürfte ja auch bei Kellogg eine gewichtige Rolle bei der Standortentscheidung gegen Bremen gespielt haben. Die Spedition Vollers würde den Schuppen 4 abgeben, will aber den hinteren und grösseren Schuppen 6 unbedingt weiternutzen (sind aber alles nur Pachtverträge). Eine solche Logistiknutzung würde natürlich wieder für viel LKW-Verkehr sorgen und eher nicht zur sonstigen Planung passen. Einen "Großmarkt light" wird sich die Stadt dort hoffentlich nicht dauerhaft ins Nest legen lassen.

Insgesamt ist das ganze dort also kompliziert. Zusätzlich zu den sehr verworrenen Eigentumsverhältnissen gibt es auch noch die Altlastensituation. Das wird auf jeden Fall alles noch ein paar Jährchen dauern.
 

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Ich hab mal versucht das zu visualisieren, hoffe es stimmt halbwegs, da ich auch mit Google nicht rausfinden konnte welcher Schuppen was ist. Dank Heinzers Beschreibung müsste es aber so sein:

- rot umrandet das Kelloggs Lager, Nutzung bis evtl. 2023
- grün umrandet, Kellogg´s und Reimers Gelände was frei wird
- rotes ? ist Rickmers, noch unklar was da geschieht
- grüne 4 = Schuppen 4, der abgegeben wird
- rote 6 = Schuppen 6, Weiternutzung durch Vollers?



Ein bisschen stört das Kelloggs Lager gleich am Anfang die Weiterentwicklung vor 2023. Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, warum das Lager weitergenutzt werden sollte. Die Produktion ist doch schon eingestellt, der Vertrieb wurde schon vor einigen Jahren in den Technologiepark und jetzt komplett nach Hamburg verlagert.
 

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Discussion Starter · #9 ·
Ich meinte eigentlich eher das weiße Hochregallager am westlichen Ende des Grundstücks Richtung Reimer Logistics gegenüber dem Schuppen 2. Meine mal gelesen zu haben, dass es bei der Weiternutzung um dieses auf dem äußeren westlichen Ende stehenden Gebäude geht. Ist aber alles ohne Gewähr, reines Hörensagen/Erinnerung.

Wenn es so wäre (was auch insgesamt logisch klingt, Logistik und Hochregallager passen nunmal gut zusammen), dann stünde eben einer kontinuierlich nach Westen/stadtauswärts gerichteten Entwicklung des Restgrundstücks ausgehend von den bereits bestehenden wpd-Gebäuden Luv und Lee (die auch schon auf usprünglichem Kellogg's-Grund gebaut wurden) nichts im Wege. Bis man dann am Hochregallager, bei Reimer und der restlichen Halbinsel angelangt wäre, wären ohnehin einige Jahre vergangen.
 

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Wie blöd von mir, du hast westlich geschrieben, ich habe auch an Westen gedacht aber dann hat mir mein Kopfkompass einen Streich gespielt. Muss natürlich das weiße Gebäude links im Bild (= West, dafür würde mich mein ehemaliger Erdkundelehrer töten) sein.
Ja so macht es Sinn, ausgehend von Luv/Lee Richtung Westen entwickeln, das passt.
Schuppen 4 könnte man dann auch schon was machen. Lustig finde ich auf dem Bild diese "Rennstrecke" bei Reimers auf dem Gelände, ob die da wohl nach Feierabend Stock Car Rennen fahren? :lol:

Ich hoffe nur der südliche Abschnitt wird dann nicht auch mit diesen recht einfallslosen 4-6 stöckigen Wohnbunkern zugepflastert, wie es neben dem Landmark Tower jetzt ist.
 

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Das ehemalige Kellogg's-Areal ist an den Bremer Windkraftdienstleister wpd verkauft worden und trägt ab sofort den aus meiner Sicht nicht übermäßig gelungenen Projektnamen "Überseeinsel". Es handelt sich um die bereits thematisierten 15 ha Sahne in direkter Südwestflusslage, es ist anscheinend bereits ein nichtöffentlicher städtebaulicher Wettbewerb gelaufen, von dem die besten 3 Entwürfe am 25.04. veröffentlicht werden sollen. Vorsitzender der Jury ist/war wie beim Wettbewerb für den Europahafenkopf erneut Jörn Walter, der ehemalige Senatsbaudirektor der Stadt Hamburg:

Bremer Windparkfirma WPD übernimmt Kellogg-Gelände
 

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Der Name irritiert mich auch sehr. Überseehalbinsel ist doch sooo lang auch nicht und wäre zumindest geografisch passender. Auch wenn noch nicht so viele Details bekannt sind, freut mich, dass dort Wohnen ermöglicht werden soll und man sogar eine Schule auf dem Areal plant. Aber auch ordentlich Gewerbe soll es ja nach wie vor geben. Sympathisch finde ich auch, dass man ausgewählte Industriegebäude erhalten möchte - aus "emotionalen und touristischen Gründen", wie es heißt.
Freuen wir uns auf noch so einiges an Neuigkeiten zu diesem Thema in nächster Zeit - und auf einen Baubeginn in nicht allzu ferner Zukunft...
 

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Südwestüberseestadthalbinsel wäre auch gegangen. ;)
Ohne Witz, ich finde Überseeinsel nicht sooo schlecht, der Name ist im Endeffekt auch erstmal egal.
Viel schöner, dass es endlich wieder Breaking News gibt, wurde so langsam langweilig hier im Forum. :D
Ich bin gespannt auf Ende April und die Entwürfe. Ein bisschen irritiert mich noch der Satz im Artikel, dass die benachbarten Firmen dort bleiben. D.h. es geht ja erstmal nur um das reine Kellogareal abzüglich des Lagers, dass bis 2023 noch bestehen und betrieben wird.
Zu Reimers habe ich folgenden Artikel gefunden, wahrscheinlich schon den meisten bekannt:
https://www.weser-kurier.de/bremen/...istics-zieht-in-hansalinie-_arid,1672330.html
Klingt ein wenig nach, wir schauen uns die Entwicklung in Ruhe an und verkaufen dann, wenn unser Sitz an der Hansa Linie fertig ist meistbietend.

edit: So, jetzt mal mit Bild:



Rot umrandet ca. das Kelloggsareal um das es vorrangig geht. Offene Fragen für mich sind:
- was passiert mit dem Bunker im östlichen Teil direkt an der Straße? Wem gehört der überhaupt?
- Das Silo soll erhalten werden, müsste wohl das gelb markierte sein?
- Hochregallager haben wir ja schonmal spekuliert, auf dem Bild des WK wird das ebenfalls gelb markierte Gebäude als Lager gezeigt?

WPD als Projektentwickler zusammen mit dem Immobilienunternehmen Robert C. Spies, die dann wohl für die Vermietung/Verkauf zuständig sind ist mal spannend. Laut deren Homepage haben die bislang wohl "nur" Windparks als Projektentwickler gemacht, Gewerbe- bzw. Stadtentwicklung stand da wohl gar nicht auf dem Plan. "Urban und nachhaltig mit Vorzeigecharakter über die Region heraus", sind schöne Schlagwörter die wohl jeder anders interpretiert.
Ich hoffe mal auf mindestens einen Hochpunkt, gerne auch in begrünter und ökologischer Form so wie das "Eden" in FFM oder "Bosco Verticale" in Mailand. Natürlich bremisch abgespeckt also maximal 13 Geschosse, wo man sich scheinbar auf diese Zahl langsam eingeschossen hat.
Beim Stichwort "Mobilitätsaspekt" der im Artikel angesprochen wird kann ich mir bei dem Gelände auch eine Weser-Shuttle Haltestelle vorstellen, die geplant ist. Vom Martinianleger zur Überseeinsel, vielleicht auch rüber bis zum Pier2/Waterfront. Und bitte bitte bitte keine 6 stöckigen Legoklötze die Weser entlangstellen, wo sich die Praktikanten wieder aus dem Bullshit Bingotopf bedienen dürfen: "Weser-" "Fluss-" "Insel-" "-häuser" -gärten" "-quartier" usw.
 

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Discussion Starter · #14 ·
Hi TauriHB, wieder mal vielen Dank für die schönen grafischen Veranschaulichungen. Auch ich bin über die Bildunterschrift des Artikels gestolpert, in der zumindest suggeriert wurde, dass es sich beim abgebildeten Gebäude um das Logistikzentrum handele.

Ich bleibe aber dabei, dass das Logistikzentrum das weiße Gebäude am westlichen Ende des Grundstücks sein muss, dort stehen die ganzen LKWs und es hat die typische Erscheinung eines Hochregallagers (rechteckig, hoch). Das zentrale Gebäude auf dem Foto im WK ist das ehemalige Fertigungsgebäude, wo die Cerealien gebacken und abgepackt wurden.

Ich habe keinen schriftlichen Beleg für meine Thesen (oder bin zu faul, welche zu suchen ;)), aber die Logik erzwingt eigentlich, dass es so ist. Der gesamte östliche Bereich des riesigen Grundstücks dürfte also abgesehen von den im Artikel genannten Zwischennutzungen, die es dort bereits gab und von denen ich auch nichts wusste, alsbald zur Beplanung freiwerden. Es kann bei der Weiternutzung als Lager nach menschlichem Ermessen wirklich nur um das hohe, eckige, weiße Gebäude ganz am nordwestlichen Rand gehen, das alle Züge eines "Logistikzentrums" trägt.

Das Silo scheint in der Tat das von Dir genannte, kleinere Gebäude am Wasser zu sein. Der Bunker gehört nicht zum Grundstück; für ihn wurden bereits in der Vergangenheit die verschiedensten Nutzungen diskutiert, u.a. auch als "Hochsicherheits"-Lager für Wertsachen, ich weiß aber nicht, ob das so realisiert wurde, war von ca. 10 Jahren ein Thema.
 

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Ja, alle Charakteristika eines Lagers werden von dem weißen Gebäude erfüllt, dass wird es dann wohl sein, der WK kann ja auch mal daneben liegen. Macht auch wirklich mehr Sinn für die Entwicklung des Geländes, wenn es nicht mittig geteilt wird.
Đer Bunker hat eine spannende Geschichte hinter sich, wie ich beim googlen festgestellt habe:
2009 gab es einen Kaufvertrag mit der Firma Crystal Consultant, die dort Edelmetalle lagen wollte und sich u.a. verpflichtet hat den Bunker von außen aufzuhübschen. Das ganze Konzept war wohl mehr als windig, Anleger wurden geprellt, Briefkastenfirmen und nicht mehr zustellbare Post, die die Stadt Bremen an die Firma geschickt hat usw.
Wie der Stand jetzt ist, ob der Kaufvertrag nichtig wurde etc, keine Ahnung.

edit: Habe das hier gefunden:
http://einzelhandelsobjekte.com/zwangsversteigerungen/anzeige/zwangsversteigerung-Sonstiges.88608/
Demnach stand der Bunker 2015 zur Zwangsversteigerung. Leider habe ich nicht gefunden, ob jemand den Bunker ersteigert hat.
Ich hoffe einfach mal, dass sich der Bunker wieder in bremischem Besitz befindet und dann auch Bestandteil des Entwicklungsplans von WPD ist.
Dazu werden wir wohl am 25.04. mehr erfahren, wenn die Konzepte vorgestellt werden.
Ich bin gespannt wie die Planer das Silo stimmig integrieren wollen, es war ja auch noch von anderen erhaltungswürdigen, markanten Gebäuden die Rede.
 

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Für den Hochbunker gibt/gab es ein auch ein Konzept eines Bremer Architekturbüros mit dem Namen "Cube":

http://www.gmd-architekten.com/wp-content/uploads/2017/06/Bunker_Visualisierung_5.Etagen_02.jpeg

http://www.gmd-architekten.com/projekte/bunker/


Und für das Kelloggs-Silo gibt es aus meiner Sicht auch ein durchaus gelungenes Beispiel für eine mögliche Revitalisierung aus Kopenhagen:

http://www.cobe.dk/img/slide/cobe_the_silo4.jpg

http://www.cobe.dk/img/slide/cobe_the_silo6.jpg

Weitere Bilder vom Bauprozess:
http://www.cobe.dk/project/the-silo-0#3507
 

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Ja, den Entwurf von GMD für den Hochbunker hatte ich auch schonmal gesehen, der ist aber schon ein paar Jährchen alt, ich denke nicht dass es noch aktuell ist. Hätte mir aber auch gefallen, lediglich den Bunker selber hätte man ein bisschen "aufhübschen" oder anstreichen müssen.

Ich war Sonntag unterwegs über die Stephanibrücke und habe beim Schauen Richtung Überseestadt festgestellt, dass der Bunker neuerdings (?) eingerüstet ist. Auf dem Rückweg habe ich dann mal 2 Fotos gemacht:




Für mich als Laien sieht es so aus, als ob da ein Abriss vorbereitet wird!? Diese Haube obendrauf könnte als Schutz gegen umherfliegende Teile beim Abtragen dienen, da der Bunker schon nah an der Straße steht. Im hinteren Teil des Geländes standen 2 Container, ob die damit zu tun haben oder nur zufällig da standen, wer weiß?

Zum Silo: Die Idee von Cobe aus Kopenhagen ist ja echt schick, ich denke aber eher, dass das Kellogg Silo als Industriedenkmal weitesgehend unverändert gelassen wird bzw. vielleicht als Aussichtsplattform benutzt wird? Eine gewerbliche Nutzung oder sogar Nutzung als Wohnraum kann ich mir nicht vorstellen. Nicht, dass ich es nicht begrüssen würde, ich befürchte einfach so weit ist Bremen bzw. die Entscheider noch nicht, dass sie so weit gehen/denken. Ich hoffe Ende April wissen wir mehr.
 

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Den Entwurf für den Bunker finde ich ja mal richtig klasse! Eine sehr schöne Idee, die meiner Meinung nach gerne umgesetzt werden dürfte. Wobei ich mich schon frage, ob ich an einem Ort mit so grausamer Geschichte meine Zeit verbringen möchte. Wohnen im Bunker, wie zum Beispiel in der Neustadt bald ermöglicht werden soll und es das ja auch schon in kleinerem Stile an verschiedenen Orten in Bremen gibt, könnte ich mir persönlich nicht vorstellen. Arbeiten dann schon eher. Dass immer mehr Bunker umgenutzt und aufgehübscht werden, finde ich als Trend aber sehr erfreulich; sie stören ja doch sehr stark an manchen Stellen im Stadtbild. Abreißen sollte man sie wegen der Denkmalfunktion aber nicht unbedingt alle, finde ich.
Was man in Kopenhagen aus dem Silo gemacht hat, ist auch grandios. Auch, wenn ich an eine solch schöne Lösung in Bremen noch nicht so recht glauben mag, bin ich aber mit dem bisherigen Stand der Entwicklung der Überseeinsel sehr zufrieden. Gefällt mir alles, was man da so plant...
 

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Was für eine Nachricht, die versüßt mir doch glatt den Tag! Nun auf einmal das nächste hohe Gebäude für Bremen - und dieses Mal noch unerwarteter und schneller als das Utbremer Tor, welches ja auch einfach so aus dem Nichts aufploppte. Doch hier ist schon direkt Baubeginn, besser geht es ja kaum.
Und dann auch noch an dieser Stelle. Ich denke, der Bau wird sich wunderbar einfügen und mithelfen, tatsächlich eine Art "Hochhauscluster" in der vorderen Überseestadt zu bilden, um das Wort mal wieder aufzugreifen. Mit vielleicht noch einem oder zwei weiteren Hochpunkten auf dem Kellogg's-Areal dürfte das alles auf jeden Fall beeindruckend werden. Ich freue mich! :)
Mich würde noch mal die Höhe des Ganzen interessieren. Gibt es irgendwo Informationen oder ist jemand gut im Schätzen? Ich hätte wohl so auf 40-45m getippt.

Edit: Ach so - und was ist eigentlich mit dem unteren Teil? Bleibt der einfach so, wie er ist?
 
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