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@Brefreund

willkommen im Forum und vielen Dank für die Info zum Bremium - meine war zugegebenermaßen ein, zwei Jährchen alt.

Ich fände es aber trotzdem schade, wenn jetzt stumpf ein 8 Jahre alter Entwurf umgesetzt würde und kann mir das auch nicht so recht vorstellen... aber gut, schlecht sah es ja nicht aus und dass da was hin muss, ist auch klar. Eigentlich war ja auch mal ein Hochhaus auf der anderen Seite des Europahafenkopfs, also gegenüber des Bremiums Richtung Kellogg´s geplant, weiß da jemand etwas drüber?

Das Problem bleibt, dass Grosse den Büromarkt (abgesehen vom abgesteckten Siedentopf-Bezirk um das Weserquartier) in der Überseestadt dermaßen dominiert, dass es besonderen Mutes bedarf, da reinzugrätschen.

Damals hatten die Jungs einfach zulange auf einen Vorvermietungsstand von >50% oder so gewartet, bevor sie bauen wollten - Grosse fängt nach unverbindlicher Marktsondierung einfach an - wenn dann geplante Mieter bei Zech/Hochtief sehen, dass ein, zwei Jahre nichts passiert, gehen sie eben doch wieder weg. Trotz aller Bemühungen z.B. auf der Expo Real Estate bleibt die Überseestadt für Entwickler/Investoren irgendwie ein regionales Phänomen, außer (und das in sehr begrenztem Ausmaße) Zech sind nur Bremer Unternehmen am Start und Zech ist ja eigentlich auch eins.

Das Kranhaus schräg gegenüber war ja auch so ne Hängepartie damals, ewig geplant, immer wieder verschoben, Pläne geändert - nur hats da eben am Ende geklappt, beim Bremium (noch) nicht.

Ich habe auch noch Teil zwei meines Fotospaziergangs durch die hintere Überseestadt op Tasch, Wetter war auch besser, muss mich nur mal in Ruhe hinsetzen...
 

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Lofthaus 1

Neben dem Lofthaus 3 und 4, sowie dem Marytime wird jetzt auch noch das Lofthaus 1 von Justus Grosse realisiert.

Quelle: Justus-Grosse.de

Damit wird das Baufeld wohl komplettiert (Handwerkerhof mit Siemens als Hauptmieter steht ja schon eine ganze Weile)
 

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Neue Fotos

So, wie angekündigt will ich Euch meine Fotoausbeute von einem schon wieder eine Woche zurückliegenden Spaziergang durch die Ü-Stadt nicht vorenthalten:

Los geht es mit einer Perspektive des Weserquartiers vom gegenüberliegenden Ufer am Hohentorshafen:



Dann über die Brücke und noch ein Schnappschuss aus dem vorderen Bereich, hier das von Grosse wie ich finde gut renovierte alte Weinkontor - angeblich noch mit funktionierendem Paternoster drin, habe mich aber nicht reingetraut:



Eine Perspektive von der Europahafenpromenade mit Becks-Schiff und Kranhaus sowie im Hintergrund weiteren Schuppengebäuden, bei denen die Investoren schon mit den Füßen scharren - noch in klassischer, "alter" Nutzung:



Etwas weiter der richtig schicke Schuppen eins, ein Gebäude mit erstaunlichen Ausmaßen und viel Charme, hat auch einen Architekturpreis gewonnen für die Lösung mit den Loftwohnungen auf dem Dach und war Kulisse für den letzten Bremer Tatort:



Von der anderen Seite Richtung Innenstadt:



Nordwestfassade (leider im Gegenlicht):



Auf dem Dach sieht das Ding dann so aus und ist - per Lastenaufzug - auch mit dem Auto befahrbar (Quelle weserkurier.de):



Geht demnächst weiter....
 

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so, zweite Runde mit Fotos aus der Überseestadt.

Ein Neubauprojekt für Wohnungen erstaunlichen Ausmaßes (für Bremer Verhältnisse) ist die Marcuskaje. Die Architektur könnte man als eher langweilig bezeichnen, was aber daran liegen kann, dass hier auch geförderter Wohnungsbau entsteht und somit für Extravaganzen kaum Geld übrig sein dürfte.

Insgesamt ist die eigentliche Riesenstory an der Überseestadt, dass die Sache mit dem Wohnen so explodiert ist. Nach unzähligen Fehlern in der Frühphase (Verschüttung des Überseehafens - ein zweiter Europahafen, man mag sich gar nicht vorstellen, wie die Wasserlagen da jetzt abgehen würden und Ansiedlung des Großmarkts) konnte nach langem Ringen mit den ansässigen Unternehmen ein "Wohnen als Sonderform" in den Masterplan geschmuggelt werden, hier war aber nie von mehr als ein paar hundert Wohneinheiten ausgegangen worden.

Nun boomt gerade das Wohnen extrem und auch Grundstücke wie diese (alles andere als sehr attraktiv mit dem Rücken zum Großmarkt und seinen LKWs gelegen) gehen nun weg wie warme Semmeln.



Von der Großmarktseite:



Als "Lärm- und Sichtschutz" zum Großmarkt entstehen auf der nordwestlichen Seite dieses fast quadratischen Grundstücks Bürogebäude wie das Marcuskontor:



Etwas weiter Richtung Weserufer ist westlich des noch seiner Entwicklung harrenden Schuppens 3 das energyoffice entstanden:



Nach Passieren einiger nicht sehr überzeugenden Wohnbauprojekte (im Hintergrund auf dem Foto oben zu erahnen) und des letzten freien Grundstücks am Europahafen folgt das nun schon seit einigen Jahren fertiggestellte "Weserufer" samt Landmark-Tower:



Westseite:



Gegenüber die "Lofthäuser" im Bau:



Ein großer Park trennt diesen Bereich von der "Hafenkante":



die mit diesen Gebäuden beginnt:



weiter geht es demnächst....
 

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Nochmal ein Blick zurück Richtung Landmark-Tower, der seine wirklich schöne Lage direkt am Fluss und am Eingang des links etwas verdeckt beginnenden Europahafens verdeutlicht. Auf der anderen, südlichen Weserseite liegt -etwas abgeschieden- Rablinghausen hinter vielen Bäumen und Deichen und Stränden versteckt, erst dahinter kommt der Neustädter Hafen.



Ein Foto von etwa 300 m weiter hinten an den bisher fertiggestellten Gebäuden der Hafenkante vorbei:



Diese Bauarbeiter machen Frühstückspause am Fluss:



Am westlichen Ende der jetzigen Bebauungsgrenze angelangt, sieht man die enormen noch freien Flächen Richtung Wendebecken und ganz im Hintergrund die riesige Getreideverkehrsanlage, ein Industriedenkmal allererster Klasse aus den 1910er Jahren:



So z.B. sieht das Gebaute hier aus:



oder so:



oder so:



eben alles Kinder ihrer Zeit...

Als letztes noch ein Blick auf das bereits von Wesertown erwähnte Bürogebäude für Hansewasser (hinten links) an den Reihen der Hafenkante stadtseitig vorbei fotografiert:



Den Entwurf hatte er ja schon gepostet, trotzdem -weils so schön ist - nochmal hier:



Sieht doch ganz nett aus. Und damit bin ich auch fertig, ich hoffe es hat gefallen,

Heinzer
 

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Der bereits begründete und halbwegs fertige Vorgarten/ Vorhof sieht richtig nett aus. Ansonsten scheinen dort ja noch einige Baufelder frei zu sein. Danke für die Bilder! :eek:kay:
 

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Verdammt großer, liegender Baukörper, da droht eine monotone Fassade... :dunno:

Wäre als Hochhaus sicher die deutlich bessere Wahl, und weniger platzverschwenderisch.
 

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man merkt so etwas ja immer erst in der Rückschau, aber es scheint mir, als würde gerade ein neuer Architekturstil entstehen, mit Anleihen an die 20er Jahre in seinen guten Elementen und welchen an einfallslose Behördenarchitektur aus den 80er Jahren - halb Norddeutschland ist zugepflastert mit Rotklinkerarbeitsämtern und ehemaligen Fernmeldeämtern und Sparkassen, die in manchen Elementen an das Gezeigte erinnern. Mal sehen, wo das hinführt, zumindest scheint die Ära von Glas und irgendwelchen bunten Fassadenelementen zu Ende zu gehen. So ein Entwurf wäre vor 10 Jahren zumindest undenkbar gewesen.

Dieses finde ich spontan ganz gelungen, zumal es den Blockrand abschließt und somit etwas Dichte in diesen ganzen noch sehr lockeren, fast leeren Raum brächte. Läge dann übrigens genau gegenüber vom Bremium....
 

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Getreideverkehrsanlage wird verkauft

Lange Jahre war sie im Dornröschenschlaf, nun geschieht etwas. Der Senat der Stadt Bremen hat beschlossen, die Getreideverkehrsanlage, einen denkmalgeschützten Komplex beachtlichen Ausmaßes aus den Jahren 1914-16 (Vorderteil) und 1926-29 (hinterer, fensterloser Teil) aufgrund zunehmend hoher Instandhaltungskosten zu veräußern.

Das Ding sieht in natura so aus (Bild von der Homepage des Landesamts für Denkmalpflege Bremen):



oder so (wikimapia):



Im Vorfeld der Entwicklung des angrenzenden ehemaligen AG-Weser-Geländes (erst Space Park, jetzt Waterfront Bremen) gab es Ende der Neunziger schon einmal Planspiele für eine Umnutzung des riesigen Gebäudes (die Klinkerwand des hinteren Teils aus den Zwanziger Jahren soll zur Erbauungszeit die höchste und größte Klinkerwand der Welt gewesen sein), allerdings sind sie alle an der enormen Investitionssumme und der damals nochmals deutlich ungünstigeren Lage gescheitert. Mittlerweile hat sich nebenan sehr erfolgreich das Einkaufszentrum Waterfront mitsamt Hotel entwickelt und auch die sich gegenüber und nach Osten anschließende Überseestadt läuft ganz gut, so dass die Lage mittlerweile doch vielversprechender erscheint.

Die diesbzgl. Pressemitteilung ist im Hinblick auf mögliche Bieter und Konzepte etwas dürre, offiziell um den Prozess nicht zu stören, so dass da auch einfach eine Sanierung und Weiternutzung als Speichergebäude möglich bleibt.

Link zum Artikel des Weserkuriers:

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Bremer-Getreideanlage-zu-verkaufen-_arid,1278232.html

Gerade mit dem älteren, wasserseitigen Vorderteil des Gebäudes könnte man verdammt viel machen, auch im Hinblick auf Wohnungen oder andere Nutzungen, Problem bleibt wohl der hintere Anbau, er hat weder Wasserlage und eine zwar interessante, weil sehr sachliche, zeittypische, aber leider fensterlose Fassade - und so viele Autos gibt es in ganz Gröpelingen nicht, um daraus nun ein Parkhaus zu machen, was auch immer mal geplant war.

Mal sehen, ob da was geht in Zukunft - könnte doch ein zusätzlicher Impuls für diesen bis jetzt etwas randständigen Teil der Überseestadt werden.
 
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