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Discussion Starter · #1 ·
Getreideverkehrsanlage wird verkauft

Lange Jahre war sie im Dornröschenschlaf, nun geschieht etwas. Der Senat der Stadt Bremen hat beschlossen, die Getreideverkehrsanlage, einen denkmalgeschützten Komplex beachtlichen Ausmaßes aus den Jahren 1914-16 (Vorderteil) und 1926-29 (hinterer, fensterloser Teil) aufgrund zunehmend hoher Instandhaltungskosten zu veräußern.

Das Ding sieht in natura so aus (Bild von der Homepage des Landesamts für Denkmalpflege Bremen):



oder so (wikimapia):



Im Vorfeld der Entwicklung des angrenzenden ehemaligen AG-Weser-Geländes (erst Space Park, jetzt Waterfront Bremen) gab es Ende der Neunziger schon einmal Planspiele für eine Umnutzung des riesigen Gebäudes (die Klinkerwand des hinteren Teils aus den Zwanziger Jahren soll zur Erbauungszeit die höchste und größte Klinkerwand der Welt gewesen sein), allerdings sind sie alle an der enormen Investitionssumme und der damals nochmals deutlich ungünstigeren Lage gescheitert. Mittlerweile hat sich nebenan sehr erfolgreich das Einkaufszentrum Waterfront mitsamt Hotel entwickelt und auch die sich gegenüber und nach Osten anschließende Überseestadt läuft ganz gut, so dass die Lage mittlerweile doch vielversprechender erscheint.

Die diesbzgl. Pressemitteilung ist im Hinblick auf mögliche Bieter und Konzepte etwas dürre, offiziell um den Prozess nicht zu stören, so dass da auch einfach eine Sanierung und Weiternutzung als Speichergebäude möglich bleibt.

Link zum Artikel des Weserkuriers:

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Bremer-Getreideanlage-zu-verkaufen-_arid,1278232.html

Gerade mit dem älteren, wasserseitigen Vorderteil des Gebäudes könnte man verdammt viel machen, auch im Hinblick auf Wohnungen oder andere Nutzungen, Problem bleibt wohl der hintere Anbau, er hat weder Wasserlage und eine zwar interessante, weil sehr sachliche, zeittypische, aber leider fensterlose Fassade - und so viele Autos gibt es in ganz Gröpelingen nicht, um daraus nun ein Parkhaus zu machen, was auch immer mal geplant war.

Mal sehen, ob da was geht in Zukunft - könnte doch ein zusätzlicher Impuls für diesen bis jetzt etwas randständigen Teil der Überseestadt werden.
 

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Hallo, Erbse (.... und auch an alle anderen Bremen-Fans).
Bremen ist sicher nicht die Hochhausstadt, aber zur Zeit passiert doch einiges in HB. Hier sind einige Projekte, die schon etwas konkreter sind


Bei diesen Projekten wird sich der Baustart wohl noch etwas hinziehen:


Hier sind es nicht wirklich Hochhäuser, aber zumindest simulieren sie Höhe, da sie deutlich höher sind als ihre direkte Umgebung


Hier noch zwei Projekte, die wahrscheinlich nicht mehr gebaut werden, obwohl sie mal konkret geplant waren


Sollten die Bilder zu groß sein, kurz Rückmeldung, dann mach ich sie kleiner
 

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Wo war das geplant? :eek:
In Vegesack am westlichen Ende der Weserpromenade des Stadtgartens. Hier gab es aber sehr großen Gegenwind aus der Bevölkerung.


Gibt es eigentlich Neuigkeiten zum Baumwollbörsen-Projekt? Wird das überhaupt realisiert? Ich habe davon zuletzt vor etwa zwei Jahren gehört...

Nach meinem Kenntnisstand soll außerdem als markantes Hochhausprojekt eine Fassadenneugestaltung des Gewoba-Hochhauses realisiert werden und die Bahnhofsvorstadt aufwerten:
http://schaufenster-bremen.com/wp-content/uploads/2016/05/Springer-Architekten-1.jpg

Ich sag's euch: In ein paar Jahren wird Bremen zu Frankfurt 2.0! Na gut, aber vielleicht schafft man es mit dem "Mut", der in letzter Zeit bei vielen Bauprojekten zu spüren ist, tatsächlich eines Tages mal weg vom Image des "Dorfs mit Straßenbahn".
 

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2018 wird sicher ein spannendes Jahr für Bremen, was große Bauprojekte betrifft.

Nachdem die Entwürfe für den Schuppen 3, für das Sparkassen-Areal und den Ellener Hof veröffentlicht wurden, sollen im Laufe des Jahres noch weitere Projekte folgen (Datum jeweils Aussage des Investors):

Die Positionen 6-9 haben noch kein Datum, ich gehe aber von ersten Plänen im Laufe diesen Jahres aus, weil alle Projekte bereits eine Vorlaufzeit hatten und von den jeweils Verantwortlichen gewollt sind. Einzig Galopprennbahn und CocaCola/Könnecke könnten sich noch herauszögern, weil hier die Stadt plant, mit Ihrer eigenen Gemütlichkeit und Gründlichkeit (was nicht heißt, das garantiert etwas Gutes dabei herauskommt).
 

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Discussion Starter · #6 ·
Danke für die Übersicht, Foggia, wer hätte noch vor 5 Jahren gedacht, dass wir mal so eine Aufzählung bräuchten zur Übersichtlichkeit.

Große Hoffnungen mache ich mir ja für das Mondelezgelände, da hier bereits wertig begonnen wurde. Wichtig wäre allerdings trotz seiner Funktion der Abriss des großen Parkhauses in der Häschenstraße, das die Straße und v.a. die nördlich bereits gebauten Häuser durch seine große Bautiefe stark beschattet. Wollen mal hoffen, dass sich die Stadt hier pragmatisch zeigt und einem Abriss zustimmt.

Nicht zu vergessen auch das Hulsbergquartier, wo mit dem Bau des bereits präsentierten Ärztehauses der Startschuss für die Entwicklung gefallen ist. Auch hier werden im Laufe des Jahres erste Grundstücke (beginnend mit einem Grundstück an der Ostseite mit großem Bunker) veräußert und dann ab 2019 wohl in Bau gehen.

Zum Bundesbankgelände, das in der so schönen Kohlhökerstraße liegt, hoffe ich auch ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis, schlimmer als im Moment geht allerdings auch kaum:



Beim Coca-Cola/Könneckegelände wird es wohl noch etwas dauern, wie völlig richtig gesagt, mahlen die Mühlen manchmal sehr langsam, wiewohl das Gebiet für die Aufwertung und bessere optische Anbindung Hemelingens an Hastedt und Sebaldsbrück und somit den Rest der Stadt enorm wichtig wäre. Hemelingen ist ja wirklich geschlagen mit seiner Lage hinter diesem riesigen Gelände und den ganzen zerschneidenden Bahnlinien. Wenn hier im Rahmen des Baus der neuen S-Bahn-Station Föhrenstraße ein Brückenschlag nach Westen und Norden gelänge, würde das die Entwicklung in einem großen Umkreis beflügeln.

P.S.: Zur Frage des Bremennorders in Bezug auf das "Facelift" des Gewobahochhauses gab es vor ein paar Tagen in einem Weserkurierartikel, in dem es um die schwierige Baustellenkoordination am Beispiel der Bahnhofsvorstadt ging, den Hinweis auf einen Baubeginn in diesem Jahr, der sich aber mit der geplanten Neugestaltung der "Diskomeile" beiße. Es passiert also auch hier etwas.
 

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... und das sind ja "nur" die Projekte, für die wir 2018 Entwürfe erwarten. Es ist ja auch ansonsten noch gewaltig viel in Bau oder in Planung.

In der Überseestadt wird es 2018 wohl auch so schnell weitergehen wie in den letzten Jahren. Unter anderem Bömers Spitze, die Hafenpassage, das B&B-Hotel und das Europaquartier werden gebaut; das Cecilienquartier, die Überseegärten und noch viel, viel mehr stehen in den Startlöchern. Irgendwann wird ja auch das große Kellogs-Areal mit in die Planungen einbezogen werden können.
In Bremen-Nord sind das Tauwerkquartier und der Lesum-Park in Bau, ebenfalls zwei sehr große Projekte.
Auch die Bahnhofsvorstadt wird interessant. Hier wird bald das City-Gate fertig; Postamt 5, der Umbau des Gewoba-Hochhauses (danke für die Information, Heinzer!) und ein neuer ZOB mit Hochhaus (na gut, das dauert noch) stehen an.

Und die Meldungen nehmen keine Ende! Wer hätte das alles vor fünf Jahren für möglich gehalten? Ich nicht.
 

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Was ist eigentlich aus dem Projekt "MUSICON" geworden. (MUSICON BREMEN - Veranstaltungszentrum des Nordens -
Der geniale Entwurf für das MUSICON BREMEN stammt von Daniel Libeskind, der damit den internationalen Architekten-Wettbewerb gewann und durch dieses innovative Konzept überregionales Interesse erregte.)
http://www.musicon-bremen.de/

mu by f. sz, auf Flickr[/IMG]
 

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Puh, starker Tobak. :eek:hno:
Bei den nachfolgend realisierten Projekten wie dem Space Park oder dem Musicaltheater wäre das bestimmt das nächste Millionengrab mit unendlicher Bezuschussung geworden, bis man es für einen Appel und ein Ei an einen privaten Betreiber verkauft hätte. Hamburg hat nun seine Elphi, da wäre man in Bremen gut beraten nicht mit Hamburg zu konkurrieren. Das ist schon beim Musicaltheater schiefgegangen. Bremen ist einfach keine Kulturstadt mit überregionaler Anziehungskraft.

Andere Sache, kann sich noch jemand an die Pläne erinnern das Tivolihaus am Bahnhof aufzustocken? Da sollte ein nach jetziger Einschätzung hässlicher, ich meine elliptischer Anbau oben drauf mit Aussichtsterasse oder so, wäre dann um die 100m hoch geworden. Leider finde ich da bei Google gar nichts mehr zu, Bilder o.ä.. Das muss so Mitte / Ende der 90er gewesen sein.
Und ich meine es gab mal Pläne auf der Brachfläche beim Nordwestknoten bzw. dort irgendwo hinter dem Bahnhof mehrere Hochhäuser zu bauen, weiß da noch jemand was drüber? Ich meine mich zu erinnern, dass es 5-7 Gebäude, alle recht hoch und wie ein Pfeil zulaufend sein sollten. Wäre spannend, wenn da noch jemand über eine der Sachen was weiß.
 

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Musicon

Das Musicon ist/war eine Idee privater Musikliebhaber, die ein Konzerthaus ohne Subventionen errichten wollten. Ich hatte damals schon befürchtet:" gut gedacht, aber wird nix draus". Und so ist es ja auch gekommen. Ob das Scheitern gut ist oder bedauerlich, will ich nicht beurteilen, aber das ein Gebäude eine Stadt herausheben kann, sollte spätestens seit der Elb-Philharmonie klar sein. Siehe auch: Opernhaus Sydney, Guggenheim Bilbao, Golden gate Bridge San Francisco.

Der Standort war angedacht zwischen Nordausgang Hauptbahnhof und der Stadthalle

Als Alternativstandort waren die Wallanlagen zwischen Kunsthalle und Herdentorsteinweg im Gespräch und auch der Museumsgarten (zwischen Hochstraße und Bahnbrücke an der Weser). Das Projekt ist übrigens nicht tot, den Verein gibt es immer noch. Nur ist er nicht mehr so aktiv.

@TauriHB: das Siemenshochhaus sollte aufgestockt werden, nicht das Tivoli. Und ja, ich erinnere mich noch sehr gut. Der damalige Bauherr war glaube ich Kurt Zech. Es wurde allerdings nie bekannt, warum das Projekt nicht kam. Ich habe aber noch die alten Zeitungsauschitte, mal sehen, ob ich die noch finde, dann scan ich mal die Fotos ein. Im Netz findet sich nichts dazu.
 

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Andere Sache, kann sich noch jemand an die Pläne erinnern das Tivolihaus am Bahnhof aufzustocken? Da sollte ein nach jetziger Einschätzung hässlicher, ich meine elliptischer Anbau oben drauf mit Aussichtsterasse oder so, wäre dann um die 100m hoch geworden. Leider finde ich da bei Google gar nichts mehr zu, Bilder o.ä.. Das muss so Mitte / Ende der 90er gewesen sein.
Und ich meine es gab mal Pläne auf der Brachfläche beim Nordwestknoten bzw. dort irgendwo hinter dem Bahnhof mehrere Hochhäuser zu bauen, weiß da noch jemand was drüber? Ich meine mich zu erinnern, dass es 5-7 Gebäude, alle recht hoch und wie ein Pfeil zulaufend sein sollten. Wäre spannend, wenn da noch jemand über eine der Sachen was weiß.
...alles bekannt und archiviert. Bei Gelegenheit scan ich die Bilder mal ein :) .
 

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...alles bekannt und archiviert. Bei Gelegenheit scan ich die Bilder mal ein :) .
Ich dreh durch, das wäre fantastisch. Manchmal habe ich gedacht ich habe mir das alles nur eingebildet, da sich wirklich NICHTS im Netz finden lässt.
Siemenshaus sollte aufgestockt werden, ok das kann sein.

Wo ich gerade beim Erinnern bin. Gab es nicht auch Pläne direkt am Bahnhof für ein Hochhaus wo Radio Bremen einziehen sollte? Hast du da auch was zu Foggia?
Gerade das hier gefunden, gab es dafür schon Visualisierungen?
Pressemitteilung | 05.01.2001
Keine "bremische Lösung" für die Bebauung des Bahnhofsvorplatzes, sondern Wettbewerb und Gesamtkonzept für die Bahnhofsvorstadt

"Die derzeit diskutierten Pläne für ein 17-geschossiges Hochhaus auf dem Bahnhofsvorplatz mit Parkgaragen und Radio Bremen als großem Mieter sind städtebaulich absurd und eine typisch bremische Lösung, um die schon investierten 25 Millionen Mark für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes irgendwie wieder rein zu holen.
 

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Da mich das Ganze nicht losgelassen hat, habe ich noch weiter gesucht. Leider habe ich so gut wie keine Bilder gefunden, weder von der Aufstockung des Siemens-Hochhauses, noch von der Bebauung des Gleisdreiecks (was mal unter dem Name Promotionpark geführt wurde, Ideengeber war der Architekt Volkwin Marg).
Ich bin dennoch ganz gespannt auf die Bilder von Foggia.:)

Ganz interessant in dem Zusammenhang ein Artikel aus dem Weser-Kurier von Mitte letzten Jahres, in dem die beiden Projekte auch erwähnt wurden:
https://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-visionen-aus-nordhessen-_arid,1636336.html

Vielleicht beantwortet der Artikel zum neuen Staatsrat ja auch teilweise meine Frage aus einem anderem Thread, warum es in letzter Zeit für Bremer Verhältnisse vermehrt zu Hochbauten gekommmen ist!?
 

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