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BREMEN - BREMERHAVEN | Projekte & Meldungen - Projects & News

22508 Views 54 Replies 9 Participants Last post by  Bremennorder
Getreideverkehrsanlage wird verkauft

Lange Jahre war sie im Dornröschenschlaf, nun geschieht etwas. Der Senat der Stadt Bremen hat beschlossen, die Getreideverkehrsanlage, einen denkmalgeschützten Komplex beachtlichen Ausmaßes aus den Jahren 1914-16 (Vorderteil) und 1926-29 (hinterer, fensterloser Teil) aufgrund zunehmend hoher Instandhaltungskosten zu veräußern.

Das Ding sieht in natura so aus (Bild von der Homepage des Landesamts für Denkmalpflege Bremen):



oder so (wikimapia):



Im Vorfeld der Entwicklung des angrenzenden ehemaligen AG-Weser-Geländes (erst Space Park, jetzt Waterfront Bremen) gab es Ende der Neunziger schon einmal Planspiele für eine Umnutzung des riesigen Gebäudes (die Klinkerwand des hinteren Teils aus den Zwanziger Jahren soll zur Erbauungszeit die höchste und größte Klinkerwand der Welt gewesen sein), allerdings sind sie alle an der enormen Investitionssumme und der damals nochmals deutlich ungünstigeren Lage gescheitert. Mittlerweile hat sich nebenan sehr erfolgreich das Einkaufszentrum Waterfront mitsamt Hotel entwickelt und auch die sich gegenüber und nach Osten anschließende Überseestadt läuft ganz gut, so dass die Lage mittlerweile doch vielversprechender erscheint.

Die diesbzgl. Pressemitteilung ist im Hinblick auf mögliche Bieter und Konzepte etwas dürre, offiziell um den Prozess nicht zu stören, so dass da auch einfach eine Sanierung und Weiternutzung als Speichergebäude möglich bleibt.

Link zum Artikel des Weserkuriers:

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Bremer-Getreideanlage-zu-verkaufen-_arid,1278232.html

Gerade mit dem älteren, wasserseitigen Vorderteil des Gebäudes könnte man verdammt viel machen, auch im Hinblick auf Wohnungen oder andere Nutzungen, Problem bleibt wohl der hintere Anbau, er hat weder Wasserlage und eine zwar interessante, weil sehr sachliche, zeittypische, aber leider fensterlose Fassade - und so viele Autos gibt es in ganz Gröpelingen nicht, um daraus nun ein Parkhaus zu machen, was auch immer mal geplant war.

Mal sehen, ob da was geht in Zukunft - könnte doch ein zusätzlicher Impuls für diesen bis jetzt etwas randständigen Teil der Überseestadt werden.
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Hallo, Erbse (.... und auch an alle anderen Bremen-Fans).
Bremen ist sicher nicht die Hochhausstadt, aber zur Zeit passiert doch einiges in HB. Hier sind einige Projekte, die schon etwas konkreter sind


Bei diesen Projekten wird sich der Baustart wohl noch etwas hinziehen:


Hier sind es nicht wirklich Hochhäuser, aber zumindest simulieren sie Höhe, da sie deutlich höher sind als ihre direkte Umgebung


Hier noch zwei Projekte, die wahrscheinlich nicht mehr gebaut werden, obwohl sie mal konkret geplant waren


Sollten die Bilder zu groß sein, kurz Rückmeldung, dann mach ich sie kleiner
2018 wird sicher ein spannendes Jahr für Bremen, was große Bauprojekte betrifft.

Nachdem die Entwürfe für den Schuppen 3, für das Sparkassen-Areal und den Ellener Hof veröffentlicht wurden, sollen im Laufe des Jahres noch weitere Projekte folgen (Datum jeweils Aussage des Investors):

Die Positionen 6-9 haben noch kein Datum, ich gehe aber von ersten Plänen im Laufe diesen Jahres aus, weil alle Projekte bereits eine Vorlaufzeit hatten und von den jeweils Verantwortlichen gewollt sind. Einzig Galopprennbahn und CocaCola/Könnecke könnten sich noch herauszögern, weil hier die Stadt plant, mit Ihrer eigenen Gemütlichkeit und Gründlichkeit (was nicht heißt, das garantiert etwas Gutes dabei herauskommt).
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Als Fan von Übersichten habe ich hier mal die nächsten Baustellen auf einen Blick dargestellt
Musicon

Das Musicon ist/war eine Idee privater Musikliebhaber, die ein Konzerthaus ohne Subventionen errichten wollten. Ich hatte damals schon befürchtet:" gut gedacht, aber wird nix draus". Und so ist es ja auch gekommen. Ob das Scheitern gut ist oder bedauerlich, will ich nicht beurteilen, aber das ein Gebäude eine Stadt herausheben kann, sollte spätestens seit der Elb-Philharmonie klar sein. Siehe auch: Opernhaus Sydney, Guggenheim Bilbao, Golden gate Bridge San Francisco.

Der Standort war angedacht zwischen Nordausgang Hauptbahnhof und der Stadthalle

Als Alternativstandort waren die Wallanlagen zwischen Kunsthalle und Herdentorsteinweg im Gespräch und auch der Museumsgarten (zwischen Hochstraße und Bahnbrücke an der Weser). Das Projekt ist übrigens nicht tot, den Verein gibt es immer noch. Nur ist er nicht mehr so aktiv.

@TauriHB: das Siemenshochhaus sollte aufgestockt werden, nicht das Tivoli. Und ja, ich erinnere mich noch sehr gut. Der damalige Bauherr war glaube ich Kurt Zech. Es wurde allerdings nie bekannt, warum das Projekt nicht kam. Ich habe aber noch die alten Zeitungsauschitte, mal sehen, ob ich die noch finde, dann scan ich mal die Fotos ein. Im Netz findet sich nichts dazu.
Bremen "Coming soon 2"

Hier übrigens die aktualisierte Version von "Bremen-coming soon", mit Utbremer Tor und Umbau Gewobahochhaus


...alles bekannt und archiviert. Bei Gelegenheit scan ich die Bilder mal ein :) .
Andere Sache, kann sich noch jemand an die Pläne erinnern das Tivolihaus am Bahnhof aufzustocken? Da sollte ein nach jetziger Einschätzung hässlicher, ich meine elliptischer Anbau oben drauf mit Aussichtsterasse oder so, wäre dann um die 100m hoch geworden. Leider finde ich da bei Google gar nichts mehr zu, Bilder o.ä.. Das muss so Mitte / Ende der 90er gewesen sein.
Und ich meine es gab mal Pläne auf der Brachfläche beim Nordwestknoten bzw. dort irgendwo hinter dem Bahnhof mehrere Hochhäuser zu bauen, weiß da noch jemand was drüber? Ich meine mich zu erinnern, dass es 5-7 Gebäude, alle recht hoch und wie ein Pfeil zulaufend sein sollten. Wäre spannend, wenn da noch jemand über eine der Sachen was weiß.
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Ja, es gab auch schon Visualisierungen (sogar ziemlich coole). Scan ich mit ein :)
Gab es nicht auch Pläne direkt am Bahnhof für ein Hochhaus wo Radio Bremen einziehen sollte? Hast du da auch was zu Foggia?
Gerade das hier gefunden, gab es dafür schon Visualisierungen?
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Für Bremen geplant, aber nicht gebaut

Diesmal gibt es einen etwas aufwendigeren Post von mir. Da die Themen sich mit anderen Threads überschneiden, habe ich alles hierzusammengefasst.

Der Weser-Kurier hatte April/Mai 2001 berichtet, daß das Siemenshochhaus aufgestockt werden soll. Bauherr war Zechbau. Irgendwie hat sich das dann aber zerschlagen. Die beiden Fotos stammen aus dem Weser-Kurier und waren lange auch die einzigen, die es zum Thema gab. Das Modell war vom Stadtplanungsamt.

Siemens-Aufstockung von Architekt Thomas Klumpp

Im Zuge dieser Aufstockung kam dann die allgemeine Hochhausdiskussion auf, ob und wo und wie… In diesem Zuge wurde dann Volkwin Marg um eine Einschätzung gebeten, seinerzeit Städteplaner aus Hamburg. Er nahm dann Bezug auf einen Wettbewerb von 1994 zum Güterbahnhof, der damals schon stillgelegt war. Eines der Ergebnisse war unter anderem ein Hochhaus-Ensemble auf dem Gleisdreick.



Im Fahrwasser dieser Diskussion entstand dann auch der Entwurf zum Postamt 5 mit dem Hochhaus. Dort sollte Radio Bremen mit Radio und Fernsehen einziehen, die sich dann aber doch für das ehemalige Saturn-Gebäude in der Faulenstraße entschieden haben. Die untenstehende Visualisierung kam etwas später, es gibt noch eine bessere, die ich auf die Schnelle nicht finden konnte (mit großem Radio-Bremen-Logo). Auch an der Uni sollte ein Hochhausgebaut werden, wieder war Zechbau der Bauherr. Der E-Com-Tower scheiterte aber am Stadtplanungsamt. Zechbau versuchte es danach noch mit einem weiterenHochhaus an anderer Stelle der Uni, aber auch dieses scheiterte.







Wie man sehen kann, gab es die Diskussion um Hochhäuser, genauso wie wir sie heute führen, schon einmal, um die Zeit 2000-2003. Damals aber mit dem Ergebniss, das von alledem nichts gebaut wurde und die Diskussion auch irgendwann im Sande verlief. Dieses Mal scheint es aber etwas ertragreicher zu sein, da bei einigen schon mit dem Bau begonnen wurde.

Heinzers Vorschlag, das Buch „Für Bremen geplant, aber nicht gebaut“, kann ich auch nur empfehlen. Dort sind aus 50 Jahren Projekte zusammengetragen, die in irgendeiner Weise nicht zustande gekommen sind: U-Bahn-Pläne(die teilweise sogar umgesetzt sind), Hochhäuser an den unmöglichsten Stellen (Sedanplatz Vegesack, Brill-Kreuzung),… Nach meinen letzten Informationen ist es aber ausverkauft, ein Nachdruck nicht geplant. Ein Tip wäre, es im Buchhandelmal zu versuchen, ob der Verlag das Buch nochmal nachdruckt. Denn ich weiß von einigen Leuten, daß die das Buch auch gerne hätten. Bei meiner Suche habe ich übrigens noch ein paar Projekte gefunden, die nicht im Buch sind, wie zum Beispiel die Transrapid-Planungen für Bremen, die sich über ein paar Jahre hinzog und dann einfach verschwunden ist.




2005 hat der damalige Bausenator Jens Eckhoff eine Liste mit 10 Flusspunkten veröffentlicht, mit Stellen, die sich für eine Bebauung eignen. Das Projekt hieß „10 in 10“ (10 Projekte in 10 Jahren). Jetzt, 13 Jahre später, kann man ja mal eine Bilanz ziehen, und siehe da, es sind einige Dinge abgearbeitet.




1 Weserbahnhof… steht heute der Weser-Tower
2 Stephani-Ufer… Bau wurde gerade abgeschlossen
3 Weserspitze… fehlt! Aber dazu gab es einen Entwurf voneinem Schweizer Architekten namens Meili. Bauherr war… Zechbau.

4 Kranhaus Schlachte… fehlt total! Nicht mal Entwürfe
5 Martinipforte… Steht heute das Atlantic-Hotel, dasgerade erweitert wird.
6 Weser-Tor… Kühne und Nagel bauen dort gerade den neuenBremer Firmensitz
7 Teerhof… fast komplett. Das Belugagebäude steht, ein Wohnhaus über der Garageneinfahrt ist wohl noch in Planung (Gildehaus LankenauArchitekten), aber ich glaube, es scheitert an den Eigentumsverhältnissen der Tiefgarage sowie an bautechnischen Problemen

8 Brautbrücke… fehlt komplett
9 Alter Rettungshafen… es gab mal einen Entwurf für 2niedrige Gebäude (2-3 Geschosse), der aber aufgrund von Anwohnerprotestenwieder verschwand („als ich das Haus hier gekauft habe, habe ich auch die Aussicht auf den Fluss mitgekauft“). Bis heute nichts Neues.
10 Kaiserarkaden… fehlt komplett. Aber irgendwie glaubeich, daß dort Bewegung reinkommen wird die nächsten 2-3 Jahre.

Einiges hat sich also getan am Fluss, sodass sich die Stadtsilhouette immer wieder verändert. Was die Neubauten in der Überseestadt angeht, wird dies sicher auch eine Erweiterung und Bereicherung der Silouette sein. Von der Schlachte aus wird fast nichts zu sehen sein, aber von der BGM-Smidt-Brücke kann man schon etwas erkennen. Ich hab noch ein paar Standorte gefunden für ein schönes Foto, wenn einmal alle Gebäude stehen. Ich hab den 120m-Tower mal drin gelassen, dieses Forum ist ja nicht nur für Mitglieder sichtbar, sondern wird auch mal von Nicht-Mitgliedern besucht. Vielleicht gibt’s da irgendwie irgendjemand, dem der Vorschlag gefällt und der die Idee weitertransportieren kann an die richtigen Stellen. Diesmal mit Lageplan und dem genauen Standort des Towers, so wie er sich auch auf den vorherigen Bilden darstellt.











Ja, irgendwas hat da nicht geklappt. Ich hab die betreffenden Bilder ausgertauscht.
ahem ahem... ich möchte in Bezug zu TauriHBs Post zur Jacobs-Universität nur noch kurz an meine prophetischen Fähigkeiten erinnern :cool:
ich sag nur: “Büropark Vegesack - Zentrum für künstliche Intelligenz“ oder „Dienstleistungszentrum für das 21. Jahrhundert - Vegesack“
Oder aber es lesen hier Leute mit, von denen wir nicht ahnen, daß sie uns im Auge haben:unsure:
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