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Nächster Stopp Technologiepark

Die Handelskammer hat sich ebenfalls mit der Frage beschäftigt, wo der Halt Sinn macht. „Dabei sind wir zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen, dass die Otto-Hahn-Allee insbesondere aus der Stadtentwicklungsperspektive die deutlich vorteilhaftere Option darstellt“, äußert sich Olaf Orb, stellvertretender Leiter für Standortpolitik, Häfen und Verkehr. Durch eine Verknüpfung des Halts mit der Linie 8 könnten die übervollen Züge der Linie 6 zur Uni entlastet werden.

(...)

Allerdings gibt es beim Standort Otto-Hahn-Allee ein Problem: Der Kleingarten Kornblume ist auf der anderen Seite der Bahnstrecke angesiedelt. Auf der Homepage des Vereins findet sich seit Januar ein Aufruf des Vorstands unter der Überschrift „Rettet die Kleingärten!“. Dort heißt es, der Haltepunkt führe zu „massiven baulichen Veränderungen und dem Wegfall von Kleingärten und Erholungsfläche“. Der Vorstand bittet um Unterstützung, das zu verhindern, und darum, sich an die zuständigen Senatorinnen, Bürgerschaftsfraktionen und Beiräte in Schwachhausen und Horn zu wenden.
Da kann man nur hoffen, dass Vernunft die Oberhand gewinnt und die Haltestelle an der Otto-Hahn-Allee gebaut werden kann, womit eine Verknüpfung mit der Linie 8 möglich wäre. Davon wären täglich tausende Menschen betroffen und es würde deren Situation und die Erreichbarkeit des Areals enorm verbessern. Außerdem könnte so ein richtig urbaner Standort am Technologiepark entstehen. Die Kleingärtner könnte man vielleicht an anderer Stelle ansiedeln? Vielleicht zwischen dem Gewerbepark Horn-Lehe und Autobahnzubringer. Oder auf diesem Gelände bei der Riensberger Wendeschleife.
 

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Dass der Haltepunkt nun überhaupt kommt, ist für mich eine gute Nachricht. Allgemein aber schade, wie wenig man von den vielen anderen, irgendwann mal angedachten Haltepunkten im Stadtgebiet hört. An der Universität soll ja leider nur der Metronom halten (war nicht auch mal eine Regio-S-Bahn nach ROW diskutiert worden?), aber gerade das Regio-S-Bahn-Netz sollte meiner Meinung nach erweitert werden und langfristig besser mit der Straßenbahn verknüpft werden. Da wäre doch noch so vieles möglich...
In Planung ist im Moment meines Wissens nur die Geschichte rund um den Haltepunkt Föhrenstraße (auch lange nichts mehr gehört).

Wenn man Bahnstrecken quer durch die gesamte Stadt hat, aber kaum Halte- und Umsteigepunkte einrichtet, braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Anteil des schienengebundenen Nahverkehrs am Modal Split erschreckend gering ist.
 

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Bremennorder said:
Wenn man Bahnstrecken quer durch die gesamte Stadt hat, aber kaum Halte- und Umsteigepunkte einrichtet, braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Anteil des schienengebundenen Nahverkehrs am Modal Split erschreckend gering ist.
Gerade auch deshalb finde ich die Entscheidung für die Achterstraße richtig und vernünftig, da die Anbindung an die Straßenbahn (und weitere Linien!) so direkt möglich ist.

Die Alternative hätte bedeutet, die Haltestelle ins Grüne zu setzen. Wann und ob der Technologiepark dorthin erweitert wird, steht in den Sternen. Der direkte Straßenbahnanschluß wäre eine weitere große Hürde. Zudem erschließt sich mir die Sinnhaftigheit einer Weiterführung der Straßenbahn auf dieser Seite nicht wirklich bzw. erscheint mir absolut nicht vordringlich.

Für die Achterstraße sprechen darüber hinaus auch das vermutlich etwas höhere Sicherheitsgefühl durch die größere Nähe zur (Wohn-)Bebauung sowie die bessere Anbindung der Wohngebiete. Letzteres halte ich auch verkehrstechnisch für wichtig, da es die Akzeptanz nicht nur für Berufspendler und Studierende erhöht.
 

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Ist ne schwierige Entscheidung gewesen. In einer idealen Welt wäre die Otto-Hahn-Allee sicher geeigneter gewesen, aber in einer idealen Welt hat man es auch nicht mit bis zu Volksbegehren gehenden Kleingärtnern und Planungszeiten von 20 Jahren für 3 km Straßenbahn zu tun. Natürlich ist und bleibt eine Verlängerung der Linie 8 in die Uni sinnvoll, und natürlich läge dann der Halt an der Otto-Hahn-Allee günstiger. Allerdings muss man eben auch sagen, dass es von der Otto-Hahn-Allee bis in die hinteren Gegenden des Unigeländes Richtung Fallturm dann auch schon wieder grenzwertige Fußwege wären, da erscheint mir der Anschluss an eine alle 5 Minuten verkehrende Straßenbahn für die letzten 2 oder 3 Stationen durchaus erträglich.

Umgekehrt ist der Schwebezustand in Bezug auf den seit 40 Jahren überfälligen Unihalt so ärgerlich, dass nun jede Entscheidung gut ist. Also Achterstraße. Jetzt auch mal Gas geben. Vielleicht schafft man es ja innerhalb er nächsten 20 Jahre und es kommt etwas Dampf in die Planungen für eine Querspange von der Linie 4 zur Linie 6 entlang der Bahntrasse (die dann am Umsteigepunkt Achterstraße enden würde), auch wenn da die begüterten Anwälte und Ärzte Schwachhausens und Horn-Lehe schon präemptiv auf den Barrikaden sind, man kann sich also auf Horn-Lehe21-Slogans freuen.
 

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Man kann nur hoffen das die Verlängerung der Linie 8 deswegen nicht ewig dauert. Die andere Variante hätte den Druck auf diese Verlängerung nochmals massiv erhöht weil der neue Bahnhof diese ja als Anbindung gebraucht hätte, hoffentlich kommt sie auch so. Ebenso wichtig ist auch die Querspange von der 6 zur 4 wenn auch wohl politisch und planerisch am schwierigsten umzusetzen von allen geplanten Erweiterungen der Straßenbahn.
Die Situation an der Uni bedarf jedenfalls dringend einer Lösung, die Linie 6 ist in Stoßzeiten derart überlastet das ja schon extra Busse eingesetzt werden müssen und die Menschen die zur Uni hinkommen müssen und auch wieder weg werden ja immer mehr. Der neue Bahnhof hilft da alleine erstmal nur wenig und dürfte an diesem Standort dazu führen das alle Zugreisende in die vollkommen überlastetet 6 einsteigen müssen um in Zentralere Uni Bereiche zu kommen wirklich leerer wird die 6 ja erst ab Uni Süd. Wenigstens gäbe es mit dem Bahnhof eine alternative zum HBF zu kommen wenn die 6 einmal blockiert ist. Außerdem dürften viele vom Auto zur Bahn wechseln wenn sie aus Hamburg oder Bremen Nord kommen.
 

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Man kann nur hoffen das die Verlängerung der Linie 8 deswegen nicht ewig dauert. Die andere Variante hätte den Druck auf diese Verlängerung nochmals massiv erhöht weil der neue Bahnhof diese ja als Anbindung gebraucht hätte, hoffentlich kommt sie auch so.
Da gehe ich jetzt nicht mehr davon aus. Diese Entscheidung zeigt für mich auch mal wieder, wieviel Druck Kleingartenvereine auf die Politik ausüben können. Es muss hier um nachhaltige Stadtentwicklungsmaßnahmen gehen. Ich bin enttäuscht, dass dieser Bahnhof jetzt an der Achterstraße kommen soll, weil so erreicht man in meinen Augen nur ein Status quo für die nächsten Jahrzehnte.
 

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Da gehe ich jetzt nicht mehr davon aus. Diese Entscheidung zeigt für mich auch mal wieder, wieviel Druck Kleingartenvereine auf die Politik ausüben können. Es muss hier um nachhaltige Stadtentwicklungsmaßnahmen gehen. Ich bin enttäuscht, dass dieser Bahnhof jetzt an der Achterstraße kommen soll, weil so erreicht man in meinen Augen nur ein Status quo für die nächsten Jahrzehnte.
Die 8 muss ja nicht zwangsläufig durch die Kleingärten führen sondern kann auch über die Parkallee zur Uni gelangen.
 

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Der Haltepunkt Otto-Hahn-Allee wäre ein reiner Pendlerhalt, das kommt mir bei der Diskussion schlicht zu kurz.

Auf lange Sicht (oder sogar dauerhaft) wäre der Halt erstmal weitesgehend auf der grünen Wiese. Die jetzt beschlossene Lösung ist dagegen vergleichsweise schnell umsetzbar. Laut b&b dauert er zwar immer noch reichlich Jahre (was vor allem an der DB liegen dürfte), ist aber ohne zu erwartenden Widerstand.

Zudem schafft er auch für Einheimische schnellere Anbindungen zum Hbf. und ins Umland und kann daher ebenso ein wenig Entlastung für das innerstädtische Verkehrsnetz bringen. Das wäre in Falle (Neu-)Schwachhausen durch die größere Bahnhofsnähe deutlich weniger der Fall.

Was die Verlängerung der Linie 8 zur Uni angeht, so ist der Zeitpunkt der Machbarkeit dagegen doch wirklich völlig offen, nicht nur wegen des möglichen Widerstands gegen die Streckenführung. BSAG und Verwaltung dürften an ihre Kapazitäts- bzw. Finanzierungsgrenzen stoßen, da neben dem Bahnhaltepunkt an sich ja erstmal nun die Verlängerungen in Huchting, die Querverbindung Ost sowie wahrscheinlich die Straßenbahn Überseestadt für die konkrete Umsetzung anstehen. Auch die Anbindung des Tabakquartiers sowie z.B. die Verlängerungen der Linien 3 und 10 stehen ja noch auf der Agenda.
 

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Heinzer said:
Vielleicht schafft man es ja innerhalb er nächsten 20 Jahre und es kommt etwas Dampf in die Planungen für eine Querspange von der Linie 4 zur Linie 6 entlang der Bahntrasse (die dann am Umsteigepunkt Achterstraße enden würde)
Viele betroffene Anwohner gäbe es bei dieser Strecke ja nicht, die Trasse ist weitgehend frei gehalten. Allerdings wäre es mit der Verbindung allein nicht getan, denn es würde mindestens eine neue Linie bedeuten mit entsprechendem Fahrzeugbedarf.

Denkbar wäre z.B. eine Linie (5?) Überseestadt-Lilienthal, die zwischen Hbf. und Achterstr. der Linie 6 folgt. Das wäre nach Bau der Verbindung dann eine Sofortlösung.

Unter Nutzung vorhandener Streckenabschnitte bzw. die Querverbindung Ost sind desweiteren Linienführungen von der Uni nach Tenever/Mahndorf bzw. Sebaldsbrück (und später mal Mahndorf) möglich. Durch eine neu zu schaffende Verbindung über die Bgm.-Spitta-Allee wären diese noch zu abzukürzen.
 

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Viele betroffene Anwohner gäbe es bei dieser Strecke ja nicht, die Trasse ist weitgehend frei gehalten.
Inwiefern ist die Trasse weitgehend freigehalten? Ich wüsste jetzt spontan keinen Verlauf der einfach umsetzbar wäre. Der direkte Weg über die Straße am Herzogenkamp ist viel zu schmal und man bräuchte von sämtlichen Grundstücken an dieser Straße ein paar Meter aus den Vorgärten.
Als zweite Variante würde mir noch über die Achterstraße und anschließend über die Riensberger Straße einfallen. Doch auch diese Straße ist nicht nur viel zu schmal sondern dazu auch noch sehr verwinkelt mit denke ich zu engen Kurven. Hinzu käme eine neue Notwenige Unterführung unter die Bahntrasse.
Mann könnte natürlich auch die komplette Bahntrasse einfach untertunneln aber in Sachen Kosten dürfte das utopisch sein, hinzu kämen Jahrelange Arbeiten an der wichtigen Fernverkehrstrasse, das macht die Bahn nie mit.
Als letztes würde mir noch die Südlicherer und damit ungünstigerer Variante endlang des Riensbergers Friedhofs einfallen. Dort wird dann wider das Argument Grünraum Zerstörung kommen. Also eine einfache Trasse sehe ich jetzt nicht.
 

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Schon ein bisschen verstörend wenn da sich Menschen melden die meinen sie hätten in dem Bereich wenig Grünraum wobei sie 200m vom Bürgerpark entfernt Wohnen. Es wäre absolut sinnvoll diesen Bereich mittelfristig komplett für die Uni und den Technologiepark sowie für Wohnbebauung zu Reservieren. Anders als bei der Variante Achterstraße wäre der Bahnhof dort dann mittendrin gewesen und nicht am Arsch der Welt ohne große Entlastungswirkungen auf die 6.
Das wäre auch ökologisch die vertretbarste Lösung da es keinen neuen Flächenverbrauch für ein Wachstum der Uni gäbe. Es kann nicht immer wieder neue Flächenerschließungen auf der Grünen Wiese geben zumal alles was nördlich der Uni noch an Fläche vorhanden wäre glücklicherweise Europarechtlich geschützt ist und nie dafür Verwendet werden dürfte. Es gibt für den Technologiepark also keine Alternative.
 

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BauFuchs said:
Inwiefern ist die Trasse weitgehend freigehalten?
Zwischen Bahnlinie und Riensberger Friedhof zur Riensberger Str.. Der jetzige Fahrradweg gibt den Streckenverlauf doch quasi vor und führt bis zur Riensberger Str. entlang von Recyclinghof bzw. Hinterhöfen. Nach meinem Verständnis ist das Gebiet im Prinzip Brachfläche mit dem Radweg als Zwischennutzung und war von vornherein als Verkehrsfläche eingeplant.

An der Riensberger Str. liegen ca. 20 Häuser, zur Achterstr. sind es nur ca. 200 m. Kurvenmäßig dürfte das dort auf der Fahrbahn machbar sein, evtl. kann auch die Pferdeweide (teilweise) genutzt werden.

Wirklich problematisch wird es dort nur, wenn man da mehr als reine Strecke haben will, denn für Haltestellenum- bzw. neubauten ist an der Kreuzung Horner Heerstraße kein Platz vorhanden. Aus Richtung Lilienthal wäre jedoch ein Umsteigen an der Horner Kirche in eine angesprochene neue Linie Mahndorf-Universität m.E. vertretbar. Zwischen Horner Kirche und S-Bahn-Halt ist ansonsten jedenfalls keine weitere Haltestelle notwendig, so daß die Straßenbahn auf einer solchen Querverbindung einfach nur durchfährt.

Ungünstiger erscheint mir diese Variante jedenfalls nicht, da die Unterführung und genügend Platz für die Anbindung an die Linie 6 vorhanden sind.
 

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So, ich meld mich auch nochmal kurz dazu.
Erste Reaktion auf die Achterstr. statt Otto-Hahn-Alle war: :eek:hno:
Dann das buten un binnen Video mit der Diskussion und der Aussage, dass allein der Bau an der Achterstr. schon 7 Jahre dauern wird: :doh:

Im Endeffekt wirds wohl nicht kriegsentscheidend sein ob der Halt nun 500m weiter westlich oder nicht gebaut wird, die Entscheidung das Wohngebiet besser anzubinden und zur Zeit den Umstieg an der 6 schon zu haben macht ja auch ein bisschen Sinn.
Positiv fand ich allerdings die Aussage, dass die momentan noch freien Flächen an und um die Otto-Hahn-Allee fast alle reserviert und vergeben sind. An der Ecke wurde/wird ja gerade die neue OHB Halle und das Betriebsgebäude von materialise gebaut, der Rest liegt brach. Noch, zumindest laut Video.
Was dann in 5-10 Jahren mit den Kleingärten und einer Ausbreitung des Technologieparks sein wird, darüber macht sich dann hoffentlich eine andere Regierung Gedanken.

Wichtig ist jetzt mal zu machen und nicht wieder ewig alles zerreden und zerklagen.
 

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Zwei Beiträge zu der Planungswerkstatt Straßenbahn Überseestadt:

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-gedankenspiele-fuer-ueberseestadtbahn-_arid,1900888.html

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/ueberseestadt-bremen-strassenbahn-verkehrspolitik-104.html

Butenunbinnen auch mit Video und in diesem wohl der erste hier veröffentlichte Beleg für einen aufgebauten Turmdrehkran auf dem Areal des Europaquartiers ;)

Dem Kommentar der butenunbinnen-Redaktion kann ich mich voll anschließen. Es ist schon ein städtebauliches Versäumnis der Extraklasse, hier gar keine Vorarbeiten gemacht zu haben. Die Konsul-Smidt-Straße ist -entgegen Aussagen, die ich sogar aus Leuten, die dort die Planung mitgestaltet haben- zu schmal angelegt, um eine zweigleisige und straßenunabhängige Trasse aufnehmen zu können. Dass ein chronisch klammes Land wie Bremen nicht wie Hamburg in Vorleistung geht und mal eben eine halbe Milliarde für eine neue U-Bahnlinie verbuddelt, ok. Dass es aber nicht einmal auf Trassenfreihaltung bestanden hat, ist einfach nur peinlich. Jetzt werden -falls die Bahn überhaupt jemals kommt- da Bäume gefällt werden müssen, die gerade mal 10 Jahre alt sind und irgendwelche Trassensperenzchen wie in Lilienthal mit ständigen Verschwenkungen und einglesigen Abschnitten laufen müssen, als befände man sich in einem seit Jahrhunderten gewachsenen Gebiet.

Nee. Das ist dann tatsächlich mal ein echtes Versäumnis. Es herrschte in der Überseestadt über mindestens ein Jahrzehnt weitgehendes städtebauliches Laissez-faire, verwunderlich angesichts des seit 2007 von den Grünen mitregierten Bundeslandes. Erst seit 2015/16 hat man den Eindruck, dass Probleme zumindest mal erkannt werden.
 

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Faktisch hast Du ja recht, Heinzer, doch ob die rasante Entwicklung vor 10 Jahren wirklich absehbar war, wage ich zu bezweifeln. Ich war dort jahrelang mehrmals die Woche unterwegs und da war vor allem eins: Brache. Wohnungen gab es dort doch ohnehin praktisch nicht. In dem Tempo der damaligen Entwicklung hätten wir den heutigen Stand erst in 15-20 Jahren erreicht haben dürfen.

Dennoch stimmt Deine Kritik bezüglich der Trassenfreihaltung natürlich grundsätzlich. Ich sehe dort allerdings weiterhin keine größeren Nachteile durch Gleisverschwenkungen auf der Konsul-Smidt-Str., denn soviel ist in dem Bereich durch die Insellage nun auch wieder verkehrlich nicht los. Die Waller Heerstr. mit weitaus mehr Durchgangsverkehr macht es doch vor. Auch geschwindigkeitsmäßig erkenne ich keine sonderlichen Einbußen durch etwaige Verschwenkungen, da die Bahnen innerstädtisch ja ohnehin nur mit mäßigem Tempo fahren.

Im hinteren Bereich an der Hafenkante halte ich ohnehin eine eingleisige Blockumfahrung statt Wendeschleife für am besten, trotz der großzügigen "Boulevards", wird mit Buslinien ja auch gemacht. Ein Ausweich- bzw. Abstellgleis für Pausen etc. könnte dabei ggf. am Kommodore-Johnson-Boulevard entstehen. Wenn allerdings der Wendeplatz an der Kommodore-Ziegenbein-Allee dauerhaft ist, wird die Wendeschleife wohl dort liegen.

Was die grundsätzliche Trassenführung angeht, wird man langfristig wohl beide Alternativen (blau und orange bei b&b) machen müssen, um alle Kritiker ruhig zu stellen. auch wenn mir die Anbindung der vergleichsweise kleinen Hafenkante durch zwei Trassen dann doch etwas luxuriös erscheint.
 

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Neue Eisenbahnbrücke Vegesack

Ein weiteres Projekt aus Vegesack, das auch im Infrastruktur-Thread stehen könnte, ich mach´s aber mal hier in Nord. Die Eisenbahnbrücke über die Hermann-Fortmann-Straße soll erneuert werden, weil sie marode ist.


Quelle: WK

Die Brücke ist ein Nadelöhr, zu schmal und zu niedrig. Auf der Nordseite befindet sich ein altes Gewerbegebäude aus etwa 1900, das von außen wie ein Abriss-Kandidat aussieht. Von innen wird’s nicht besser aussehen, steht es doch wie das Möbelhaus schon seit Jahrzehnten leer. Zumindest habe ich da nie irgendwelche Tätigkeiten gesehen. Auf der Süd-West-Seite befinden sich die Ausläufer des alten Güterbahnhofs, zusammen mit einem betagten Wohngebäude, das aber noch bewohnbar ist und auch bewohnt wird. Im Südosten steht irgendeine alte Industrieanlage, von der ich nie kapiert habe, was das sein soll.

Insgesamt gute Voraussetzungen für einen größeren Umbau mit Aufwertung der umliegenden Flächen. Bremen hingegen will einen 1:1-Neubau, die Kosten würde die Bahn tragen. Eine Aufweitung müßte Bremen bezahlen.

https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-neue-eisenbahnbruecke-fuer-vegesack-_arid,1896064.html
https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-breitere-und-hoehere-durchfahrt-fuer-neue-eisenbahnbruecke-in-vegesack-_arid,1898385.html

Könnte man Beispiel nehmen, wie Bremen-Nord verkehrstechnisch als Stadtteil 2. Klasse behandelt wird. Jeder, der die Ecke kennt, fragt sich, warum die Baumaßnahme nicht gleich genutzt wird, um die Kreuzung vernünftig auszubauen. Ich meine damit nicht „Freie Fahrt für alle Autos“, sondern einen zeitgemäßen Ausbau mit Fuß- und Radwegen auf beiden Seiten und eine Straße, auf der sich zwei Busse begegnen können, so wie in den WK-Artikeln beschrieben.

Ich bin da maßlos enttäuscht von Politik und Verwaltung, vor allem, da Maike Schäfer, aktuelle Bausenatorin, angeblich aus Vegesack kommt und die Ecke eigentlich kennen sollte.

Ich verstehe einfach nicht, wie sowas immer kommt. Vor ein paar Jahren gab es einen Umbau der Kreuzung „Auf dem Krümpel“, einem Verkehrsknotenpunkt in Bremen-Nord. Parallel dazu wurde die Friedrich-Humbert-Straße umgebaut, eigentlich die Ausweichroute. Was kommt den Sachbearbeitern eigentlich in den Sinn bei solchen Sachen.

https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-keine-zeit-fuer-kontrollen-_arid,1730579.html
 
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