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Discussion Starter #1
Und weiter geht die Reise:


Der Weser-Kurier hat erste Ansichten für den Neubau auf dem ehemaligen Gelände der Bundesbank in der Kohlhökerstr. vorgestellt:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-neues-wohnquartier-an-der-kohlhoekerstrasse-in-bremen-geplant-_arid,1737772.html

Zur Erinnerung, das ist sehr zentral gelegen, quasi zwischen edler Contrescarpe und Rembertiring, ein echtes Sahnegrundstück.
Hier wird obenerdig das komplette Gebäude der Bundesbank abgerissen, die Tiefgaragen wird man wohl weiternutzen können.
Und jetzt der Hammer, wo ich noch nicht so richtig dran glauben kann:


Ein 14-stöckiges Wohngebäude auf dem Gelände (Ansicht von Imre-Nagy-Weg):



Andere Ansicht von der Kohlhökerstr.




Beide Bilder aus dem WK Artikel.

Warum ich noch nicht so recht an das Wohnhochhaus glauben kann? Ich hatte mir auf der Homepage von Evoreal (http://www.evoreal.de/projekte/kohlhokerstrase/) mal das Protokoll der Infoveranstltung für die Anwohner angesehen, ich meine dort wurde etwas von "Bebauung, die sich in der Höhe an der Umgebung orientiert" gesagt.

Gefunden, hier:
Zu einer Frage einer Anwohnerin das "Kunstwerk" vorm Gebäude betreffend
Eine Anwesende betont, dass das Kunstwerk für das Gebiet sehr wichtig sei. Weiter fragt sie, wie hoch das Gebäude werde.
Antwort von Herrn Stern (Anm.: Geschäftsführer Evoreal): Herr Stern antwortet, dass das Gebäude nicht höher werde als der Bestandsbau
Ausserdem passen die Visualisierungen fassadentechnisch nicht zusammen für mich.
Bleibt abzuwarten, da wird sicherlich in den nächsten Tagen noch mehr durchsickern und veröffentlicht werden. Der Weser-Kurier hat die beiden Bilder auch erst nachgeschoben, erst war der Artikel noch ohne Bilder des neuen Gebäudes.


Wobei es natürlich Sinn macht, wenn man das Gelände sehr grün und parkartig gestalten möchte, dann um die WE trotzdem zu schaffen einfach in die Höhe geht. Spannend.:cheers:
 

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Erstmal natürlich sehr gute Nachrichten und das Hochhaus könnte sogar mir gefallen, hat auch etwas von klassischer Moderne und wirkt wie eine helle/erdfarbene Klinkerfassade.

Ausserdem passen die Visualisierungen fassadentechnisch nicht zusammen für mich.
Das ist richtig, das abgebildete Eckgebäude Kohlhöker/Salvador-Allende-Straße muss man fast als Unverschämtheit werten in seiner Ödnis und WDVS-Monstrosität. Da hoffe ich doch stark auf Veränderungen der Pläne, das Ding sieht aus wie ein Neunzigerjahre-Studentenwohnheim, aber nicht wie ein Neubauprojekt 2018 in Toplage.

Im Hintergrund nach den zwei Bestandsgebäuden sieht man dann auch noch die Straßenfront des eigentlichen Projekts, das aber kaum detailliert zu erkennen ist. Sieht auch nicht gerade pfiffig/wertig aus, wie durchaus manche anderen Projekte auf der evoreal-Homepage. Diese frühmodernen Elemente wie leichtes Ornament/Klinkerzierleiste und -vorkragungen oder Risalite gefallen mir ja immer sehr gut bei Neubauten.
 

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Discussion Starter #3
Der WK Artikel wurde seit meinem Post schon wieder aktualisiert, scheint tatsächlich zu kommen das Hochhaus. Dadurch, dass die Traufhöhen der umliegenden Bestandsgebäude nun auch nicht so niedrig sind, sticht das Hochhaus auch nicht so heraus, clever gemacht. Als Anwohner würde ich mir ein bisschen verschaukelt vorkommen nach den Aussagen auf der Infoveranstaltung zu den Höhen. Wobei die Höhe des Gebäudes angrenzend zum bestand ja wirklich nicht höher ist als dieser. Da wusste wohl jemand sich geschickt auszudrücken . ;)
Die Fassade des Hochhauses gefällt mir auch deutlich besser als diese weiße Fassade am der Kohlhökerstr.
 

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Mich überzeugt auch besonders das Hochhaus. Die Idee, mehr Grünflächen und dafür höhere Bebauung einzuplanen, halte ich an dieser Stelle für passend. Bei Buten Un Binnen habe ich noch eine weitere Ansicht gefunden. Das Gebäude, das hier zu sehen ist, gefällt mir auch ganz gut und steht in schönem Einklang mit dem Hochhaus:



https://www.youtube.com/watch?v=LFp32nggnHY
 

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Discussion Starter #5
Laut Architekten ist der Entwurf geplant "nicht aus einem Guss", um den Übergang von Viertel zur Bahnhofsvorstadt zu schaffen.
Auf der Homepage der Architekten Schenk - Waiblinger aus Hamburg finden sich viele Backsteingebäude in verschiedenen Farbtönen wieder, haben auch viel in Hamburg gemacht, also durchaus passend zu Norddeutschland.
Was mir ein bisschen zu denken gibt ist folgende Aussage
Hellena Harttung, Leiterin des Ortsamts Mitte/Östliche Vorstadt, äußerte sich ebenfalls positiv über die Baupläne. Bislang biete das Grundstück „toten umbauten Raum“. Dass in einer so zentralen Lage ein neues Wohnquartier entstehe, sei „toll“. Allerdings ist sich Hellena Harttung sicher: „Über das Hochhaus wird auf jeden Fall gestritten werden.“
Die Stimmen sind durchweg positiv zu den Entwürfen, Vertreter der Anwohner waren bei der Auswahl des Siegerentwurfs dabei und haben diesen mitgetragen. Warum muss da jetzt wieder versucht werden eine Hochhausdiskussion über die Medien auslösen? Berliner Verhältnisse wo jeder Entwurf ewig diskutiertund teilweise dann gekürzt wird, wünsche ich mir nicht. Ich bin gespannt aber hoffnungsvoll, dass es auch wirklich die 14 Etagen werden und nicht auf 10-12 gekürzt wird.
Leider zieht sich der Beginn des Abrisses noch über ein Jahr hin, genug Zeit Unheil anzurichten wäre also da.
 

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:eek2:

Also ich bin baff. Vor Begeisterung. Das so etwas möglich ist in Bremen...

So könnte aus Bremen doch tatsächlich so etwas wie eine Stadt. Mir gefällt der Entwurf, so wie er ist. An der Architektur wird sicherlich noch etwas gearbeitet, ist in der Kürze der Zeit auch nicht möglich, sämtliche Details bis ins Kleinste durchzuplanen. Der Städtebau gefällt mir ebenfalls, der Imre-Nagy-Weg als Spiegelachse für die Bebauung im Nordwesten.

Hoffen wir wirklich, daß nicht mehr allzuviel daran herumgedocktert wird. Die Ortsamtsleiterin Frau Harttung hat ja schon angefangen, Zwietracht zu verbreiten. Zur Info: Eine Skyline ergibt sich auch mit diesem Hochhaus nicht so richtig. Aber immerhin: ein weiterer Baustein zu einer solchen. :cheers:
 

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Laut WK Artikel von heute sollen das sogar 400 WE werden!

Beim Hochhaus zu kürzen würde bedeuten weniger Grünfläche bei gleichen WE oder weniger WE gesamt. Das kann eigentlich beides nicht das Ziel sein, WE werden dringend benötigt und weniger Grünflächen würde auch nicht gut ankommen. Was sich Frau Harttung bei ihrem Spruch gedacht hat weiß wohl nur sie selbst. Völlig unnötig sowas.

Richtige Skyline hat in D eh nur FFM, da kommt auch in den nächsten Jahrzehnten keine andere deutsche Stadt ran. Mir würde es schon reichen, wenn man den jetzt eingeschlagenen Weg fortsetzt: Hotel am ZOB (10-11 Stockwerke), Emigholzbau am Nordwestknoten (12 Stockwerke), Sparkassengelände am Brill (10 Stockwerke am Brill, 12 Stockwerke am Ansgaritor), Kühne+Nagel (11 Stockwerke) und halt die 14 Stockwerke des Projekts hier.

Da wo es passt gerne ein bisschen in die Höhe gehen (40-60m), immer weiter nachverdichten, dann kommt immer mehr Großstadtflair auf. Gerne auch Wohnungsbau in Solitären wie bei diesem Projekt, so etwas wie Tenever wird wohl keiner ernsthaft mehr bauen wollen. Da muss man der Senatsbaudirektorin auch mal ein kleines Lob aussprechen was in so kurzer Zeit alles angeschoben wurde.

Ich bin ja gespannt, ob man das zukünftige Wohnhochhaus von der Stadteinfahrtsseite des Remebertikreisels sehen wird, ob das über das IBIS Hotel rüber lugt:
 

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3. Preis

Auf der Seite des Architektur- und Stadtplanungsbüros LRW habe ich den im Wettbewerb drittplatzierten Entwurf für dieses Projekt gefunden:







Hier der Link zur Projektseite:

https://www.lrw-architekten.de/projekte/163

Da gefällt mir der Siegerentwurf in der Tat besser, da die Gestalung der Fassade deutlich hochwertiger wirkt und er noch etwas mehr in die Höhe geht und dafür diese schöne große Freifläche zum Imre-Nagy-Weg lässt.
 

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Discussion Starter #12
Japp, das wirkt tatsächlich sehr nach sozialem Wohnungsbau, man kann leider schlecht erkennen aus was die Fassade besteht, heller Klinker??
Zudem gefällt mir die Anordnung der Gebäude beim Siegerentwurf deutlich besser, durch die große Freifläche am Imre-Nagy-Weg wirkt das alles nicht so gedrängt und voluminös. Beim Entwurf von LRW ist die Fläche fast gänzlich umschlossen und damit abgeschnitten, das wirkt trotz des etwas niedrigeren Hochhauses sehr viel gedrungener.
Alles richtig gemacht mit dem Siegerentwurf soweit.
 

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Entwurf Winking Froh

Und damit wäre das Podium komplett: Hier der Entwurf von Winking Froh, der ebenfalls auf dem dritten Platz gelandet ist. Dieser Entwurf gefällt mir auch nicht wirklich besser, eigentlich aus genau denselben Gründen wie der LRW-Entwurf: zu gedrängt, zu einfallslos und irgendwie ein zu starker Sozialer-Wohnungsbau-Look. Der Siegerentwurf gefällt mir mittlerweile immer besser...





https://www.competitionline.com/de/beitraege/162263
 

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Das Hochhaus ist beim Gewinnerentwurf mit Abstand am besten gelöst. Die Ecke zur ehem. Meinken- jetzt Salvador-Allende-Straße wie auch die Front des Hauptgebäudes zur Kohlhökerstraße sieht jedoch beim Winking-Froh zumindest nicht schlechter aus. Ich habe ja so meine Probleme v.a. mit der Eckbebauung... das sieht mir irgendwie zu billig aus bei Schenk-Waiblinger, auch wenn ich die Intention, den Teil auch gestalterisch abzusetzen durchaus nachvollziehen kann. Es bleibt ja auch das "Problem" der beiden wirklich ausnehmend freudlosen Bestandsbauten zwischen den beiden Teilen.

Dennoch werde ich nicht recht glücklich mit der Straßenseite, bei keinem der Entwürfe. Auch beim Gewinnerentwurf wirkt das so unnötig loftig, als befänden wir uns in einem Umnutzungsareal in der Überseestadt. Aufgrund der sehr hochwertig und klassisch daherkommenden Umgebung (okay, das Projekt liegt am Übergang zwischen hochwertig-klassisch und Nachkriegsstyle) hätte man da imho deutlich gediegener vorgehen dürfen...

Auch hier wieder nur eine Möglichkeit, nicht unbedingt zu Bremen passend, aber so wird heutzutage in Berlin klassisch gebaut:


(stadtpalais-nassau.de)

Wie gesagt, Höhe, Kubatur etc. nur bedingt nach Bremen passend, aber so sieht für mich Lückenbebauung in gründerzeitlich geprägten Vierteln aus.
 

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Wie gesagt, war auch nur ein Beispiel, was alles in anderen Städten geht mittlerweile. Da finde ich die gestalterischen Krumen, die uns die Architekten in Bremen an guten Tagen zuwerfen, manchmal doch etwas mager. Ich bin mir sicher, dass die Straßenfront zur Kohlhökerstraße mit ihren seltsamen Kastenbalkonen in 20 Jahren genauso kritisch gesehen wird wie heute 60er-Jahrefassaden, das ist mir einfach zu ärmlich aus gestalterischer Sicht.

Ja, das Material ist ganz gut und es ist (großenteils, s. Eckbebauung, die wirklich aussieht wie Diepholz 1994) zumindest nicht schon in 5 Jahren graugrün anlaufende WDVS-Siffe, aber es bräuchte so wenig, um daraus etwas Schönes zu machen, ich verstehe es manchmal einfach nicht. Wir reden ja hier nicht über sozialen Wohnungsbau in Marßel, sondern eine absolute TOP-Lage in Bremen.
 

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Ich bin ehrlich gesagt richtig begeistert von diesem Projekt. Ich hoffe dementsprechend dass wir bald erste Meldungen vom Abriss zu sehen/hören bekommen werden und das am Siegerentwurf nichts mehr verändert wird. Wie groß stehen eigentlich die Chancen diesbezüglich? Bzw. welche Möglichkeiten gibt es seitens der Anwohner dagegen noch vorzugehen? Die bisherigen Meldungen hören sich ja schon sehr konkret an.
 

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Discussion Starter #17
Der Abriss ist ja leider erst für Ende 2019/Anfang 2020 vorgesehen, da müssen wir uns noch mindestens ein Jahr gedulden.
Die Anwohner waren ja durch Vertreter in den Wettbewerb einbezogen und sollten daher von Anfang an in die Pläne eingeweiht sein. Da dürfte es gegen den Plan Stand jetzt keinen großen Widerstand geben.
Es war ja nur die Ortsamtsleiterin Frau Harttung, die noch einen Spruch wegen der Höhe loswerden musste. Ob Sie gehofft hat dadurch Widerstand anzuregen o.ä. keine Ahnung.

Ich gehe davon aus, dass es so umgesetzt wird wie geplant.
 

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Und die NIMBYs legen los:



Dass es Gegenwind geben wird war zwar abzusehen, aber die Art und Weise ist schon unterirdisch...
Wer wohl die armen „Vasallen“ in der Kohlhökerstraße sind? Ich würde schätzen als Prevatier im renovierten 300 qm Altbremer Haus gehört man der Unterschicht an? :nuts:
 

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Discussion Starter #20
Wasser auf die Mühlen von Frau Harttung. :gaah:
Wo waren die Vasallen und Widerstandskämpfer denn, als es die Infoveranstaltung mit Evoreal gab? Vertreter der Anwohner sollen doch bei der Auswahl des jetzigen Entwurfs dabei gewesen sein.
Allein die Machart des Flyers spricht für irgendwelche Alt-68er, die Skizze des geplanten Hochhauses ist ja auch lustig. Fetter schwarzer Klotz, more Drama Baby. :eek:hno:
 
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