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Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht 2006 erstmals eine Liste der Quartiere mit hohem Ausländer-Anteil.

Basel, Rosental
Ausländeranteil 49.4%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 15.3% die Ex-Jugoslawen.


Basel, Klybeck
Ausländeranteil 49.4%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 12.1% die Ex-Jugoslawen.


La Chaux-de-Fonds
Ausländeranteil im Quartier Forges-Endroits 45.6%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 18.2% die Portugiesen.
In La Chaux-de-Fonds, Centre beträgt der Ausländeranteil 39.3%, die grösste Ausländergruppe bilden dort mit 11.3% die Italiener.


Chur, Industriequartier
Ausländeranteil 51.2%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 16.5% die Ex-Jugoslawen.


Lausanne, Sauvabelin
Ausländeranteil 46.9%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 11.6% die Ex-Jugoslawen.


Luzern, Quartier Basel-/ Bernstrasse
Ausländeranteil 59.3%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 28.9% die Ex-Jugoslawen.


Luzern, Kantonsspital/Ibach
Ausländeranteil 31.7%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 12.2% die Ex-Jugoslawen.


Neuenburg, Draizes-Vausneyon
Ausländeranteil 38.5%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 12.2% die Portugiesen.


St. Gallen, Lachen
Ausländeranteil 38.3%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 16.8% die Ex-Jugoslawen.


St. Gallen, St. Fiden
Ausländeranteil 35.4%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 16.7% die Ex-Jugoslawen.


Schaffhausen, Hochstrasse
Ausländeranteil 38.3%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 14.1% die Ex-Jugoslawen.


Winterthur-Töss
Ausländeranteil 36.8%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 11.4% die Ex-Jugoslawen.


Zürich-Altstetten
Ausländeranteil 37.2%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 11.2% die Ex-Jugoslawen.


Zürich, Hard
Ausländeranteil 48.4%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 15.8% die Ex-Jugoslawen.


Zürich-Schwamendingen
Ausländeranteil 38.1%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 11.6% die Ex-Jugoslawen.
 

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Ich habe zwar den Artikel gelesen, aber als Ghetto kann man die Quartiere nicht bezeichnen, da keine Prädominanz einer einzelnen Ausländergruppe zu erkennen ist. In der Schweiz herrscht immer noch eine gute ethische Durchmischung, auch wenn das gewisse Politiker anders sehen (wollen). In Ghetto im eigendlichem Sinne ist eine ethisch relative einheitliche Nachbarschaft, wie Chinatown in San Fran, Liberdade in Sao Paulo oder die immer noch grosse räumliche Segregation zwischen Schwarzen und Weissen in Südafrika. Ist hier NICHT der Fall!

Übrigens das Altstetten-Bild (ich wohne da!) ist vom Lochergut, und das hat nichts mit Altstetten zu tun :)

Was ist mit Schlieren und Renens? Die beiden Vorortsgemeinden haben mit ca. 50% auf dem ganzen Gemeindegebiet die höchste Ausländerdichte.
 

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In der Schweiz sehen selbst die Ghettos gut aus.
 

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Tut mir leid dich zu korrigieren:
Das Ghetto (im alten Rom) war ursprünglich ein Ort in dem bestimmte Bevölkerungsgruppen leben mußten. Es war ein Mittel der Apartheid in der Stadtplanung.

Heute nimmt man i.A. Bezug auf das rein faktische: Die Enklave einer Bevölkerungsgruppe.
 

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Discussion Starter · #6 ·
Ich finde die Zahlen äusserst interessant und vor allem sehr überraschend. Dadurch steigt mein Interesse nach den Zahlen von Gemeinden und Gebieten mit den geringsten Ausländeranteilen. Die Bildauswahl ist jedoch durch die erzwungene Dramatik sehr witzig.

Kriegt das bitte nicht in den falschen Hals, möchte mit diesem Thread keine ausländerfeindliche Parolen ins Netz stellen. Bin ja selbst nur zu 1/8 Schweizer! ,) Aber war einfach über die hohen Prozentzahlen überrascht und wollte mal einen informativen Thread starten. Mir ist schon klar, dass dies keine reinen Ghettos aufzeigen. Aber das sind halt schweizer Ghettos... ,)

Bei dem Bild von "Altstetten" war ich auch skeptisch, weil das Lochergut im Kreis 4 ist...
 

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Discussion Starter · #7 ·
Molinari said:
Tut mir leid dich zu korrigieren:
Das Ghetto (im alten Rom) war ursprünglich ein Ort in dem bestimmte Bevölkerungsgruppen leben mußten. Es war ein Mittel der Apartheid in der Stadtplanung.

Heute nimmt man i.A. Bezug auf das rein faktische: Die Enklave einer Bevölkerungsgruppe.

Das Wort Ghetto stammt aus der Bezeichnung für das jüdische Viertel in Venedik. Die Insel heisst heute übrigens immer noch so. Verschiedene italienische Autoren dieser Zeit erwähnen dieses Viertel in ihren Werken, unter anderem auch Goldoni... (Nützt mir meine Italienisch-Matur doch noch was!)
 

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^ Das habe ich auch gedacht - ich war in dem Viertel in Venedig.

Wiki sagt:
A ghetto is an area where people from a specific racial or ethnic background or united in a given culture or religion live as a group, voluntarily or involuntarily, in milder or stricter seclusion. The word historically referred specifically to the Venetian Ghetto in Venice, where Jews were required to live; it derives from the Venetian gheto (slag from Latin GLĬTTU[M] cfr. Italian ghetta (slags)), and referred to the area of the Cannaregio sestiere, the site selected for the Ghetto Nuovo where an iron foundry cooled the slags (campo gheto). It was later applied to neighborhoods in other cities where Jews were required to live. The corresponding German term was Judengasse; in Moroccan Arabic ghettos were called mellah. The term now commonly labels any poverty-stricken urban area.
 

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Übrigens - Zürich's grösste Ausländerbevölkerung nach % ist hier zu hause:
Schwammendingen Mitte (40.4)
Gewerbeschule (40.5)
Langstrasse (41.4)
Hard (47.7)


Kanton ZH:
Schlieren (41.2)
Dietikon (40.2)
Opfikon (40.0)

Hat immer noch nix mit Ghetto zu tun, aber nur um die Daten zu relativieren.

Übrigens: die Jugos machen bei weitem noch nicht dir grösste Gruppe in Zürich aus, das sind nähmlich diejenigen vom Grossen Kanton vor den Italienern. In der Agglo sieht es anders aus: da sind dann die Jugoslaven die grösste ausländische Gemeinschaft vor den Italienern.
 

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Wenn wir schon bei diesem Thema sind dann wieso steht da niergens PRATTELN LITTLE ISTANBUL genannt? Liegt bei Basel und da gibts ein Gebiet das heisst LÄNGI und da wohnen 95% Ausländer! Und zudem gibts Gebiete wie das Rankacker wie Gerenacker in der auch über 60% Ausländer leben. Ich war mal dort habe einen Verwandten dort und das war bisher mit abstand unwohlste Gefühl an diesem Ort wie niergens in der Schweiz.
 

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Schlieren wird ja auch nicht erwähnt, und das ist eine der auslandsbevölkerungsreichsten Gemeinden. Spreitenbach ist auch ähnlich.

Aber darf ich mal fragen, wieso du dich unwohl gefühlt hast? Ist da die Situation ähnlich wie in den Französischen Banlieux? Würde mich aber überraschen, bislang gab es ja keine rechtsfreien Räume in der Schweiz. Ausländer heisst ja nicht unbedingt Kriminelle, Terroristen und Sozialfälle - obwohl uns das ja gewisse Medien und Politiker seit geraumer Zeit eintrichtern wollen :( Praktisch alle meine Freunde haben entweder ausländische Wurzeln, sind mit nicht-Schweizern verheiratet (kenne nur 2 "reinrassige" CH-CH Paare) oder sind oder waren für längere Zeit emigriert (trifft beinahe alles auch auf mich zu :lol: obwohl beide meine Eltern Schweizer sind) - und darauf bin ich echt stolz.

Klar, Ethnisch einheitliche Ghettos sind zu vermeiden, aber die existieren auch nicht in dem Masse wie an anderen Orten (Asien, NA, Afrika und gewissen Europäischen Städten).
 

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Jakob said:
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Basel, Klybeck
Ausländeranteil 49.4%, die grösste Ausländergruppe bilden mit 12.1% die Ex-Jugoslawen.

Ich finde, dieses Haus sieht ganz okay aus. :) Was kosten die Wohnungen da? Übrigens, ich wusste aber net, dass es ein Volk namens "Ex-Jugoslawen" gibt. Sehr interessant. Dann ist die Schweiz "Ex-Deutschland". :hilarious
 

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Ja, das ist sie, aber wir haben wohl Napoleon schon einiges mehr zu verdanken ;)

Ex-Jugoslavien ist nicht ein spezifischer Schweizer Terminus, sondern deriviert von "Former Yugoslavia". Also so speziell ist das nicht. Ihr redet ja auch immer noch von Ossis und Wessis - obwohl diese Zeit schon ein, zwei Jahre länger her ist als das Auseinanderbrechen der Extitomonarchie ;)
 

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Kuesel said:
Also so speziell ist das nicht.
Na ja, ich möchte niemand hier angreifen- aber ich finde es hyperultraextremunverschämt, dass Europäer europäische Staaten net kennen. Von den Amerikanern hab' ich dagegen nie gehört so was wie "Ex-yugoslavians". Nie im Leben ! Das ist ganz klar eine europäische Krankheit- alles "ex", alles Vergangenheit,usw...
P.S. Ein Volk resp. einige Völker als "ex-irgendwas" zu bezeichnen, finde ich krass.
 

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Bin ich voll und ganz deiner Meinung, ich hab den Begriff ja weder erfunden noch gebrauche ich ihn, aber da es sich anscheinend sogar um einen offiziellen Begriff handelt, der auch in vielen anderen Ländern in der Statistik gebraucht wird, kann ich daran auch nichts ändern. Wenn ich jemanden aus dem Balkan treffe, frage ich auch nicht, ob er Jugoslave sei. Übrigens verwenden die Amis den Begriff "Former Yugoslavians", was ja auch keinen grossen Unterschied macht.

Aber wo du recht hast, hast du recht: speziell in Deutschland oder Österreich sind alte "Besitztümer" ja noch lange nicht vergessen - man denke nur an die deutschen Namensgebungen von Städten in ehemaligen "Reichsgebieten", die bis jetzt noch in den Medien und in der Politik verwendet werden. Oder wie ist das mit dem Auseinanderbrechen von Jugoslavien gewesen? Die "Völker" berufen sich auf Grenzziehungen und Einfussgebiet von vor hunderten von Jahren. Europa ist ein Kontinent, der sich in den letzten 1700 Jahren im ständigen Wandel befindet und nicht mit Nordamerikanischen Verhältnissen zu vergleichen (obwohl ich mich jetzt hüten werde auf Alamo und Kalifornien - oder das Tabutema Indianer zu sprechen zu kommen).

Und das alles steht im krassen Widerspruch zur ach so konstruktiv-künstlichen Vereinheitlichungsbestrebung der EU.
 

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Discussion Starter · #19 ·
Zu diesem Begriff möchte ich (als "Verursacher") nun auch Stellung nehmen. Diese Zahlen sind natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen, ich hab sie ja nur übernommen. Aber meiner Meinung nach ist diese Bezeichnung ziemlich unkorrekt, da viele Völker, Ethnien und sogar auch Religionen, die nun voneinander unabhängig sind, zusammengefasst werden und somit einen statistischen Fehler erbringen. Falls die Auslandschweizer ebenfalls als "Zentraleuropäer" irgendwo statistisch erfasst würden, wäre diese Angabe für mich absolut nutzlos.

Aber Kuesel, ist der Begriff wirklich offiziell?
 

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Hallo

Bin neu hier und aus Zürich.

Diese "Studie" hat nicht wirklich was mit Ghettos zu tun - sondern damit welche Gebiete/Stadtteile eine besonders arme/arbeitslose/ausländische Bevölkerung haben.

Hatte mal das original Dokument im Netz gefunden (100 Seiten und recht informativ) Die 20Min-Schlagzeile ist einfach effekthascherisch und völlig am Thema vorbei. An der Studie sehe ich nur ein paar Probleme. Luzern hat an die 25 Quartiere - sprich im Quartier Basel-strasse wohnen etwa gleichviele Leute wie in den 4 Hardau-Türmen. Der Vergleich mit dem Stadtteil Hard ist also ziemlich komisch...zB
 
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