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Discussion Starter #1 (Edited)
Quartier M, Oberbilk (inkl. Hochhaus, 100m; Planung)





Das Gutachter-Verfahren für das "Quartier M" ist entschieden:
Im Stadteil Obrbilk wird auf dem Ex-Post-Areal an der Erkrather Straße das geplante "Quartier M" gebaut.

Der Berliner Architekt Jürgen Mayer H. setzt mit einem 100 Meter hohen Bau ein markantes Zeichen, das Wiener Büro Delugan Meissl errichtet Wohnbauten und ein Gewerbehaus.

Demnach soll das 3,8 Hektar große Areal in drei Abschnitte geteilt werden:
Mayer H. errichtet das Hochhaus, gewissermaßen als Landmarke. Den Rest gestaltet das Wiener Architektenbüro Delugan Meissl: einen Wohnblock mit acht- bis neungeschossigen Bauten sowie einem niedrigeren Hochhaus (50 bis 60 Meter). Dafür ist Gewerbe vorgesehen.

Jürgen Mayer H.( der schon einen Entwurf zum Wettbewerb Kö-Bogen I beigetragen hatte) soll demnach auf dem Areal der ehemaligen Paketpost ein ca. 100 m hohes Bürogebäude planen - das international bekannte Büro Delugan-Meissl aus Wien soll die Wohn- und Geschäftsbauten zwischen Bahntrasse, Kölner Straße und Erkrather Straße errichten.

Lage:

>>> click in google maps



Erste Entwürfe:








Quelle: Jürgen Mayer H. und Delugan Meissl via RPO

Die ersten beiden Bilder zeigen das Bürogebäude von Jürgen Mayer H., die letzten beiden die Wohn- und Geschäftsgebäude von Delugan Meissl.
Das kleinere Hochhaus auf dem ersten Bild wird nicht gebaut, ebenso wenig das größere auf dem letzten. An ihre Stelle kommen die jeweils anderen Gebäude.


Fakten zum Quartier M

Städtebauliche Werte:
Plangebiet 3,8 Hektar
Geschossflächenzahl: 2,9
Bruttogeschossfläche gesamt: 114.225 Quadratmeter
Wohneinheiten gesamt: zirca 500
davon zirka 280 hochwertiges Wohnen
davon zirka 30 bis 40 öffentlich geförderter Wohnungsbau
Hochhaus Block 1: zirka 100,00 Meter
Hochhaus Block 3: zirka 60,00 Meter

Flächenaufteilung:
Konventionelles Wohnen: 17.600 Quadratmeter
Hochwertiges Wohnen: 28.100 Quadratmeter
Wohnen und Arbeiten: 6.800 Quadratmeter
Gewerbe/Büros: 32.825 Quadratmeter
Hotel: 8.000 Quadratmeter
Gesundheit/Wellness: 4.500 Quadratmeter
Kindertagesstätte
Quartiersversorgung/Gastronomie: 4.400 Quadratmeter
Einzelhandel/tanzaffine Nutzungen:12.000 Quadratmeter
 

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Discussion Starter #2
Die Situation:

Ende der 80er wurden zwei HH (ca. 70m) im Rahmen des Strukturwandels des ehem. Thyssen Geländes hinter'm HBF errichtet - später dann weitere Bürogebäude im sog. IHZ - dabei handelt es sich um eine ehemalige Gewerbefläche der Daimler Chrysler AG, die seit Ende der 1980er Jahre neu entwickelt wird.

1970




heute






Das Plangebiet:






Hochhaussituation Düsseldorf

 

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Discussion Starter #3 (Edited)
Graphisches










Im Zuge des ganzen wird eine weitere neue verkehrsachse realisiert - die "neue" Moskauer Straße
Die aktuell bestehende wird auf 2x2 Spuren erweitert und zudem im Plangebiet umgeleitet bzw, neu gebaut.
Der Durchgangsverkehr der bestehenden Kölner Straße wird hauptsächlich dann über die neue Straße fließen und
zu zu einer höchst willkommenen Beruhigung führen.

Aktuell:

 

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Discussion Starter #4 (Edited)
Neue Ansichten:

Modell




Plangebiet mit neuer Moskauer Straße




Hauptturm (~100m)






Wohnbebauung und zweites Bürogebäude (~60m)




Quelle: Jürgen Mayer H. / Lorac
 

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Vielen Dank für die ausfürhliche Vorstellung dieses wirklich sehr guten Projekts in Düsseldorf. Das Plangebiet im Bahnhofsumfeld ist enorm wichtig für die Stadt und erfährt durch die nee Planung, endlich eine angemessene Struktur. Durch seine sehr organische Struktur, passt sich der Gebäudekomplex sehr gut in das doch relativ weitläufige Areal ein. Allerdings sollte bei der Materialwahl auf eine gewisse Hochwertigkeit geachtet werden, sonst sieht das ganze in 10 Jahren schon wieder nach "NIX" aus.
 

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Discussion Starter #7
Im Plangebiert liegend, wurde dieser Wohnkomplex fertiggestellt und wird aktuell vermarktet und bezogen.

(aktuelle Fotos in Kürze)







 

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Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung dieses wirklich sehr guten Projekts in Düsseldorf. Das Plangebiet im Bahnhofsumfeld ist enorm wichtig für die Stadt und erfährt durch die neue Planung, endlich eine angemessene Struktur. Durch seine sehr organische Struktur, passt sich der Gebäudekomplex sehr gut in das doch relativ weitläufige Areal ein. Allerdings sollte bei der Materialwahl auf eine gewisse Hochwertigkeit geachtet werden, sonst sieht das ganze in 10 Jahren schon wieder nach "NIX" aus.
Das zum Einen - zum Anderen muss sichergestellt werden, dass sich der Bahnofsnähe zum Trotz und der sich dadurch ergebenden (und z.T. bestehenden) Problematiken, kein Brennpunktcharakter aufkommt.

Klar ist: Oberbilk als Stadtteil mit bestehendem Charakter wird nie ein Image bekommen, wie andere "bevorzugte" teile Düsseldorfs (Pempelfort, Unterrath etc.) - teils zu Recht, teils zu Unrecht.

Der Strukturwandel hat hier seit den 80er Jahren immenses bewegt und bewirkt.
Abbau alter Industrien und ansiedlung neuer Gewerbe, vor allem im Dienstleistungssektor.
Umbau des HBF und öffnung des Stadteils in richtung City.
Internationales Handelszentrum.
Besonders positiv ist hier auch das neue Atmts- und Landgericht zu erwähnen, welches etwas völlig neues in das Viertel brachte.
Kultureinrichtungen wie das Tanzhaus NRW, Capitoltheater und Städtische Bühnen.

Seit einigen Jahren ist auch eine stetige Sanierung von bestehener Bausubstanz zu beobachten, was, neben dem Neubau von Wohnraum, einen interessanten Indikator darstellt.

Hoch ist - im Stadtvergleich - jedoch der Anteil derjenigen, die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind und/oder arbeitslos sind.
Auch der Migrantenanteil ist im höheren Bereich angesiedelt.
Beides sind allerdings Erscheinungen die traditionell und seit jeher bestehen.

Oberbilk erfährt dennoch eine Entwicklung die insgesamt als positiv zu bewerten ist - als Düsseldorfer kann ich dieses nur begrüßen.
Daher stellt gerade dieses Projekt etwas dar, was dem Stadteil eine besondere Aufwertung gibt.
 

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Absolut und vor allem mal wieder was mit Wiedererkennungswert! Wann genau soll denn der Baustart erfolgen?
 

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Sollte es nicht schon 2014 mit dem Hochhaus nach dem Entwurf von Jürgen Mayer H. losgehen? Wäre schön, wenn wir hier zu diesem derzeit wohl interessantesten Düsseldorfer Projekt besser auf dem Laufenden gehalten würden, zumal es ein feines Türmchen dazu gibt. :)

Etwas verworren die Berichterstattung dazu. September 2014:

Zweifel an Plänen für 100-Meter-Wohnturm

Der Entwurf von Jürgen Mayer H. für ein Hochhaus hinter dem Hauptbahnhof an der Erkrather Straße ist spektakulär und kommt entsprechend gut an. Anders sieht es mit der Idee aus, dort statt Büros Wohnraum unterzubringen.

Das 100 Meter hohe Gebäude soll gegenüber von Tanzhaus NRW und Capitol-Theater auf dem ehemaligen Postareal gebaut werden, es stünde parallel zur dort verlaufenden Bahnlinie. Zur Orientierung für Autofahrer: Wer vom Worringer Platz kommt und die Erkrather Straße hochfährt, würde den Turm, wenn er denn gebaut wird, nach dem Passieren der Unterführung auf der rechten Seite sehen. Insgesamt könnten im Quartier M, wie das Projekt heißt, in mehreren Bauten zwischen 1000 und 1200 Wohnungen entstehen.

"Ich kann mir einen 100-Meter Wohnturm direkt an den Gleisen nur schwer vorstellen", sagt SPD-Fraktionschef Markus Raub. "Schon die Wohntürme an der Toulouser Allee sehen wir als Experiment an, da würde ich gerne erst einmal wissen, wie es dort damit klappt, ehe wir direkt das nächste Abenteuer beginnen."
(...)
CDU-Planungsexperte Alexander Fils dagegen findet die Idee gut. "Sie ist für mich keine Überraschung. Wir haben damals in der Jury auch die Möglichkeit der Wohnnutzung als Option gesehen." Allerdings habe man sich gegen viele kleine Wohnungen ausgesprochen. "Das wollten wir schon wegen der Nähe zum Rotlichtviertel nicht." Gegen den Bahnlärm würde eine gläserne Doppelfassade Schutz bieten.


http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/zweifel-an-plaenen-fuer-100-meter-wohnturm-aid-1.4531965

Ein Artikel vom Januar:
Bei der Verlängerung der Toulouser Allee verweist man zum einen auf die hohen Kosten des Projekts (Keller rechnet mit 156 Millionen Euro) und auf Beeinträchtigungen für die geplante Wohnbebauung im "Quartier M", das hinter dem Hauptbahnhof entstehen soll. Außerdem könnten auf einem Grundstück an der Worringer Straße, das für einen zweispurigen Ausbau der Straße vorgesehen ist, 360 Wohneinheiten entstehen, wenn sie doch nicht gebaut würde.
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadt-will-verlaengerung-der-toulouser-allee-kippen-aid-1.4791674


Ich finde, der Turm sollte gebaut werden. Es kann ja eine Mischnutzung aus Büros und Wohnungen realisiert werden, um das Risiko gegenüber einem Turm mit Mono-Nutzung zu minimieren. In der Lage nahe dem Hauptbahnhof bietet sich sicher auch ein Hotel an, vielleicht im Mittelteil oder dem obersten Drittel des Hochhauses.
 

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"Living Central"

Wie heute bekannt wurde wird die Firma Catella auf dem Areal hinter dem Düsseldorfer Bahnhof rund 1000 Wohnungen, zwei Hotels und zwei Kitas errichten. Damit sind die Planungen von Jürgen Mayer H. vom Tisch. Geplant sind nun 195 Sozial- und 510 frei finanzierte Wohnungen (200 preisgedämpft zu 8,50 Euro pro Quadratmeter) sowie 280 Eigentumswohnungen in zwei Hochhäusern. Diese sind 60 und 100 Meter hoch. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 400 Millionen Euro.

Quelle: rp-online








Alle Bilder: Catella
 

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Die Pressemitteilung dazu ^^

Die von der Catella Corporate Finance GmbH geführten Gesellschaften Living Central 1-11haben gestern den Kaufvertrag zum Erwerb eines ca. 38.000 Quadratmeter großen Grundstücksareals am Düsseldorfer Hauptbahnhof beurkundet. Das bislang als „Quartier M“ bekannte Vorhaben wird als Teil der Catella-Produktionsschiene „Living Vision“ betrieben. Mit dem Projekt „Living Central“ entsteht ein neues Stadtquartier mit bis zu 1.000 Wohnungen sowie Hotels, Kindertagesstätten und Einzelhandel.

Das Gelände des ehemaligen Postverteilungszentrum zwischen Capitol-Theater und Hauptbahnhof soll komplett abgerissen und mit einer neuen Gesamtkonfiguration als modernes Wohnquartier das Stadtbild bereichern. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf soll noch in diesem Jahr ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren betrieben werden. Ziel der Projektentwicklung ist es, den Nachfrage-überhang an bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt von Düsseldorf zu bedienen. Auf ca. 114.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche werden zukünftig fast 1.000 neue Wohnungen nebst Nahversorgungseinrichtungen entstehen.

Wie schon bei dem Pilot-Projekt „Living Cicrle“, der spektakulären Umwidmung des langjährigen Büroleerstandes im ehemaligen Thyssen Trade Center, legt Catella den Schwerpunkt auf den Geschosswohnungsbau im mittleren Mietpreissegment. Entsprechend dem Handlungskonzept Wohnen werden 20 Prozent geförderte Wohnungen zu Mieten von 6,25 Euro/qm bzw. 7,15 Euro/qm und weitere 20 Prozent der Wohnungen mit einem Mietpreisdeckel versehen. Insgesamt soll eine Mischung von Miet- und Eigentumswohnungen entstehen, die ein breites Nutzerspektrum anspricht. Die Wohnungsgemeinschaft wird sich aus verschiedenen Generationen und Einkommensklassen zusammensetzen – ein Zusammenspiel von „Young-Professionals“, Singles, Paaren, Familien und „Best-Agern“.

Das geplante Projekt umfasst insgesamt ein Investitionsvolumen von fast 400 Millionen Euro. Das Projekt soll nicht über Jahre hinweg in Bauabschnitten, sondern „aus einem Guss“ realisiert werden. Sofern die baurechtlichen Rahmenbedingungen zeitnah geschaffen werden können, wird mit der Fertigstellung in 2017/2018 gerechnet.

Daten zum Projekt:
  • Adresse: Kölner Straße, Erkrather Straße, Moskauer Straße in Düsseldorf
  • Grundstücksgröße: ca. 38.000 Quadratemeter
  • Künftige Nutzungen: Wohnungen, überwiegend Mietwohnungen
  • 2 Hotels, 2 Kindertagesstätten, Einzelhandel
  • Baupotential: 114.000 Quadratemeter BGF
  • Kaufvertrag: Über Kaufpreis und andere Inhalte wurde Vertraulichkeit vereinbart.
  • Vorhabenträger: Living Central 1 bis 11 GmbH vertreten durch
  • Catella Corporate Finance GmbH, Düsseldorf
  • Projektname: „Living Central“
 
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Äußerst schade!

Ich verstehe den Bedarf an Wohntürmen und auch, dass sowas ohne Balkone kaum zu vermarkten ist. Im Vergleich zum alten Entwurf von Jürger Mayer H. ist der Catella-Entwurf aber ziemlich ambitions- und mutlos. :(
 

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LIBERTINED
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Der Entwurf von Jürgen Mayer H. war natürlich sehr modisch orientiert, dennoch ist die Mutlosigkeit beim neuen Entwurf ein herber Rückschlag. Die Struktur wirkt jetzt zu sehr wie eine Großwohnsiedlung und ist damit in Gefahr, vom Sozialgefüge her einmal abzurutschen. Wie kam es denn zu der Entscheidung, war der JMH-Entwurf schlicht zu unwirtschaftlich? Will nicht alles lesen da oben.

Nunja, Düsseldorf hat dennoch einige sehr vielversprechende Projekte im Köcher.
 

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Nicht schlecht, sieht ganz solide aus, hoffentlich wird der Aufzug in der Mitte des Turms sich befinden, damit unschöne Brandwände vermieden werden, beim Living Levels in Berlin ist daher eine Seite weniger schön anzusehen.
 
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