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Info von Moderator Erbse:

Dieser Themenstrang dient der Information und Diskussion rund um das alte Dreden.

Historische Fotos und Vorkriegsansichten, Postkarten, zerstörte oder abgerissene Gebäude, (entstellte) historische Bauten, gründerzeitliche und frühmoderne Abrisse und Durchbrüche, Bombardierung der Stadt Dresden im 2. Weltkrieg, der Wiederaufbau der Innenstadt in der Nachkriegszeit (mit Stalinismus, DDR-Moderne, Wiederaufbau von Semperoper und Zwinger etc.), Abrisse von Nachkriegsbauten, Sanierung und Rekonstruktion historischer Bauten und Ensembles.

Hier können sowohl Rekonstruktionswünsche, Abrisspläne mit anschließend historischer/historisierender Neubebauung, Visionen für das Zentrum von Dresden als auch besondere Einzelbauten und noch vorhandene oder bereits wiederaufgebaute Altstadtreste (wie am Neumarkt) besprochen werden.

Hier wird es sicher viele historische Einblicke, gute Ideen und spannende Diskussionen geben.

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Dakir sagt:
Ich habe lang überlegt, ob ich diesen Thread eröffne, ob es überhaupt Leute da draußen gibt, die sich dafür interessieren.

In diesem Thread möchte ich euch historische Gebäude vorstellen bzw. zeigen, die es mal im alten Dresden gab. Um halbwegs zu begreifen, wie schön Dresden einmal war und was uns genommen worden ist.

Aufmerksam machte mich darauf die "Sächsische Zeitung" (mal wieder - kann mich nur wiederholen, echt tolle Zeitung), die gelegentlich Artikel veröffentlicht zu diesem Thema.
 

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Discussion Starter #2
Luxus-Aufenthalt für den Kaiser beim Kayser

1. Hotel Bellevue

Aller Anfang ist schwer. Diese Erfahrungen machten im Jahre 1852 auch der 32-jährige Kellner Emil Kayser und sein Geschäftspartner Hugo Francke. Gemeinsam wollten sie in den leer stehenden Gebäuden der ehemaligen Calberlaschen Zuckerfabrik ein besonders vornehmes Hotel errichten. Ihre Investitionen orientierten sich an der Ausstattung und dem Komfort anderer Spitzenhotels europäischer Großstädte. Zu Recht stellten sie fest, dass eine solche gastronomische Einrichtung für das zahlungskräftigste Reisepublikum in Dresden fehlt.

Erste Eröffnung 1853

Zunächst galt es, die erforderlichen behördlichen Genehmigungen zu erhalten. Als besonderes Problem stellten sich die Einsprüche der bestehenden Dresdner Hotel- und Gasthofbesitzer dar. In den Akten des Stadtarchivs sind die Protestbriefe nachlesbar. Insbesondere amüsierte sich Bernhard Kayser über folgenden Vergleich: Dresden besitze 22 Gasthäuser ersten Ranges, Wien nur über etwa acht und Prag über sechs oder sieben derartiger Einrichtungen. Ein Bedürfnis sei also nicht gegeben. Er konnte sich in seinem Antwortschreiben die Frage nicht verkneifen, nach welchen Kriterien die hiesigen Hotels und Gasthöfe eingeteilt werden. Argumente, die schließlich auch die kommunalen Behörden überzeugten. 1853 konnte er das „Hotel Bellevue“ eröffnen.

Gekrönte Häupter zu Gast

Von Anfang an war Hotelgründer Emil Kayser darauf bedacht, den besonders vornehmen und reichen Gästen ein angenehmes Heim für ihren Aufenthalt zu geben. Das für damalige Zeit luxuriös ausgestattete Haus und sein international geschultes Personal zog eine Vielzahl gekrönter Häupter, Vertreter des Hochadels und andere zeitgenössische Persönlichkeiten an.

So konnte im Jahre 1866 der König Wilhelm von Preußen, der spätere deutsche Kaiser, als Gast begrüßt werden. Im August 1871 nahm hier der Kaiser von Brasilien Quartier. Zu seinen Ehren ließ der Hotelier Kayser die beiden am Portal befindlichen Gaskandelaber anzünden. Die Dresdner reagierten darauf mit ihrem ganz eigenen Humor und stellten fest: „Drüben hat ein Kaiser dem anderen ein Licht angesteckt.“ Unvergesslich war auch der Besuch des abgedankten deutschen Reichskanzlers Fürst Bismarck am 18. Juni 1892. Er nahm vom Hotelbalkon die „Huldigung der Dresdner Bürgerschaft in Gestalt eines Fackel- und Lampionumzugs“ entgegen. Zahlreiche Ansprachen und Serenaden würdigten seine Leistungen.

Bereits 1872 wurde das Hotelunternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die gute Geschäftslage gestattete 1910 die Modernisierung des gesamten Hotelkomplexes. Seit 1898 leitet Richard Ronnefeld die gastronomischen Geschicke des Hauses. Er ist es auch, der den bekannten Architekten und Professor an der Königl. Technischen Hochschule Martin Düfler (1859–1942) mit dem Umbau beauftragte. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Der Mittelbau des Hauses wurde um zwei Stockwerke erhöht. Das neue rote Ziegeldach umgab eine zierliche Galerie. Von dieser neu geschaffenen Plattform hatte man eine tolle Aussicht auf die Alt- und Neustadt. Weiterhin entstanden zahlreiche neue Balkons nach der Elbe hin. Eine weitere wesentliche äußere Änderung war die Verlegung des Haupteinganges. Ein prachtvolles Portal gegenüber der Semperoper wurde geschaffen.

Ende Mai 1911 war es dann soweit. Pünktlich zum Beginn der Ersten Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden konnten die ersten Gäste empfangen werden. Durch eine große Drehtür betraten sie die Empfangshalle. Der neue Fußboden bestand aus Marmorplatten. Die Wände und Decken waren ebenfalls mit teuren Materialien ausgestattet. „Konversation=, Schreib=, Lese=, Restaurations= und Garderobe=Räume“ befanden sich in unmittelbarer Nähe. Die frühere offene Gartenterrasse wurde zum Teil in einen „beheizbaren“ Wintergarten umgebaut.

Fahrstuhl und Feuermelder

Das neue Hotel verfügt nun auch über einen Fahrstuhl. Zentralheizung und eine stetige Warmwasserversorgung für alle Zimmer waren gesichert. Die frühere „oft störende Klingelanlage“ wurde durch eine „Lichtsignalanlage“ ersetzt. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Neubau der Kücheneinrichtungen. „Kühlräume, Kellereien und Wirtschaftsräume“ wurden neu ausgestattet. Ihre Gestaltung entsprach den neuesten Anforderungen der Hygiene. Erstmals gab es „Feuermelder“ und „Feuerlöschapparate“. Und für den Gast, der es sich leisten konnte, gab es sogar eine „Automobil-Garage“ in Einzelboxen. Das Hotel Bellevue verfügt nun über 150 Fremdenzimmer. Die Preise begannen bei fünf Mark pro Übernachtung. Für eine Vollpension in den Sommermonaten bezahlte man 16 bis 18 Mark. Billiger war es im Winter. Hier konnte man sich schon für 12,50 Mark pro Tag rundum verwöhnen lassen. Küche und Keller des Hauses boten nur das Beste. Sei es beim Gabelfrühstück, den Diners ab sechs Mark oder das Souper nach den Theatervorstellungen.

Die seit Anfang 1912 eingeführte Veranstaltung „Nachmittags-Tee“ erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Hotelgäste, die vornehme Dresdner Gesellschaft und Vertreter der Fremdenkolonien trafen sich hier. Aus dem Hintergrund hörte man die gedämpften Klänge einer „Künstlerkapelle“.

Im Frühsommer 1914 organisierte das Hotel neben Stadtrundfahrten erstmals auch Ballonfahrten. Direktor Ronnefeld begleitete die Gäste und hatte schon längst weitere derartige Rundflüge in Planung. Doch wenige Wochen später begann der Erste Weltkrieg. Nach der überstürzten Abreise vieler internationaler Gäste änderte sich auch das Hotelpublikum. In den nächsten Jahren werden hier hohe Beamte und Vertreter befreundeter Kriegsparteien übernachten. Einige Zimmer wurden auch zur Genesung verwundeter Offiziere zur Verfügung gestellt.

Mehrsprachige Werbeprospekte

Schwierige geschäftliche Zeiten für das „Hotel Bellevue“ lassen sich bis in die Mitte der 1920er-Jahre verfolgen. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass es vor einigen Dresdner Hotels Schilder gab, die darauf hinwiesen, dass „Engländer, Franzosen und Amerikaner“ unerwünscht seien. An solchen Aktionen beteiligte sich Ronnefeld nicht. Er ließ bereits mehrsprachige Werbeprospekte drucken und konnte sich bald wieder über ein internationales Gästepublikum erfreuen. Weitere erfolgreiche Jahre folgten.

Ein hundertjähriges Jubiläum konnte das „Hotel Bellevue“ nicht begehen. Das Gebäude wurde im Februar 1945 im Bombenhagel zerstört. An einen Neuaufbau war nicht zu denken. Die letzten Ruinenreste verschwanden Anfang der 1950er-Jahre.

Sächsische Zeitung vom 20. April 2009

Bilder

Der Terrassensaal des Hotels Bellevue um 1920 auf einer Postkarte.


Um 1910 suchten die Gäste des Bellevues gern die Elbterrasse auf.


Das Hotel Bellevue auf dem Theaterplatz nach dem Umbau um 1910/1911. Das Haus wurde teilweise um zwei Etagen aufgestockt, und die Dachgeschosse wurden ebenfalls ausgebaut. Ende Mai 1911 konnten pünktlich zum Beginn der Ersten Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden die ersten Gäste empfangen werden. Fotos: Postkartensammlung Holger Naumann
 

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Discussion Starter #3 (Edited)
Die schönsten historischen Ansichten aus dem sächsischen Gedächtnis

2. Belvedere auf der Brühlschen Terrasse

Es war einer der Publikumsmagnete im Dresdner Zentrum. Mit seiner unvergleichlich schönen Lage zog das Belvedere auf der Brühlschen Terrasse die Besucher magisch an. Im Parterre und in der ersten Etage gab es je einen Konzert- und Festsaal, man speiste gebackene Tauben mit Spargel, trank sächsischen Champagner aus der Niederlößnitz, die kalte Creme soll legendär gewesen sein. Das Gebäude, das der Dresdner Zeichner Wilhelm Bässler Mitte des 19. Jahrhunderts in seiner handkolorierten Lithografie verewigte, war bereits das vierte Belvedere an dieser Stelle. Wie seine Vorgänger fiel auch dieses Gebäude einem Krieg zum Opfer. Das am 5. Juni 1842 eingeweihte Haus wurde beim Bombenangriff am 13. Februar 1945 zerstört.

Sächsische Zeitung vom 22. April 2009

Bild

Historische Dresden-Ansicht aus dem Staatsarchiv: Das vierte Belvedere auf der Brühlschen Terrasse, Lithografie von Wilhelm Bässler, nach 1862. Repro: SZ

PS.: Eine Initiative zum Wiederaufbau des Belvedere Dresden ist leider vorerst im Jahr 2008 gescheitert. Vielleicht wird es in Zukunft was mit dem Projekt.
 

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Sehr interessantes Thema, da gibt es ja in Dresden Beispiele in Hülle und Fülle. Vielen Dank für die ersten "Vorstellungen", ich freue mich auf mehr.

Zum Belvedere könnte man noch einiges sagen, ich fand ja das 2. am schönsten (man kann es jetzt leider nur noch im "Panometer" in Reick bewundern...). Aber auch das 4. als kleiner Bruder der Semperoper hatte viel Charme. Schade, dass der Freistaat hier gekniffen hat, die Baywobau hätte den Bau gern übernommen und auch historisch errichtet (damals kannte man ja das Wort "Finanzkrise" noch nicht... ;-))
 

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Discussion Starter #5
Hallo Belotto33,

ich hoffe natürlich, dass meine Heimatzeitung noch weitere Beispiele so detaliert vorstellt und ich euch das dann zeigen kann.

Zum Belvedere kann man nur sagen, dass es wirklich schade ist, dass der Versuch im Jahr 2008 (ich hab das glaub ich sogar vorgestellt) gescheitert ist. Vielleicht wird es ja später irgendwann mal was.

Mir gefällt, ganz ehrlich, dass vierte und letzte Belvedere am besten. Und ich hoffe, dass wenn es mal wieder errichtet wird, dass sie das 4.te dann auch als Leitbau nehmen.
 

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Discussion Starter #6
Eine Bühne für Operette, Lustspiel und Varieté

3. Central-Theater

Das Central-Theater auf der Waisenhausstraße galt als eine der glanzvollsten Unterhaltungsstätten.

Kaum zu glauben, dass es eine Zeit gab, wo in Dresden die Operette gleich auf mehreren Bühnen zu Hause war. Neben dem populären Residenztheater in der Zirkusstraße bestimmte vor allen das Central-Theater auf der Waisenhausstraße 6 die Szene. Kurz vor der Jahrhundertwende hatte der Hofjuwelier Wilhelm Heinrich Mau das Grundstück erworben, auf dem sich seit etwa einhundert- fünfzig Jahren das Palais Boxberg befand. Dieser Mann war bei den Dresdnern kein Unbekannter. Sein 1892 errichtetes Viktoriahaus genoss wegen der prächtigen Fassade im Stil der Neorenaissance allgemeine Aufmerksamkeit und Bewunderung.

Ein pompöses Gebäude

Trotz energischer Einsprüche der Denkmalpflege wurde 1899 das Boxbergische Palais abgebrochen. In nur wenigen Monaten wuchs dort ein pompöses Gebäude in „rauschendem Neobarockstil” empor. Die Architekten William Lossow und Hermann Viehweger errichteten auf 7500 Quadratmetern Grundfläche einen viergeschossigen Theaterbau, dessen Mittelgiebel eine dominante Kuppel abschloss. Die Außenfassade war mit dekorativen Schmuckelementen überhäuft und übertraf an äußerem Pomp noch den Kaiserpalast am Pirnaischen Platz. Das Bauwerk wurde in den Zeitungen als „elegantestes und größtes Theater der Residenz“ empfohlen.

Ein Saal für 1 600 Besucher

Im riesigen Theatersaal konnten 1600 Gäste bequem sitzen. Für weniger finanzkräftige Besucher hatte man Stehplätze im Parkett und im zweiten Rang eingerichtet. Der im Neobarock gestaltete Saal besaß grüne Wandflächen und an der weiß-goldenen Decke befand sich ein mächtiges Kolossalgemälde. In kräftigen Farben gemalt waren Landschaften mit Flamingos, blühende Büsche mit Papageien und Szenen am Meer dargestellt. Auch das Weib mit dem Riesenpfau konnte man dort bewundern.

Im Blickpunkt der Zuschauer lag die 12,5 Meter breite Bühne. Über den Vorhang mit seinen nacktbusigen Damen empörten sich Teile des Dresdner Publikums. Dabei stand für Hans Unger, den Schöpfer des Werkes, hauptsächlich die Versinnbildlichung der „leichten Muse“ im Vordergrund. Während der Pausen sorgten Hunderte von Glühlampen im Foyer für festlichen Glanz und die großzügig gestalteten Wandelgänge mit den geschmackvollen Buffets luden zum Flanieren und Verweilen ein.

Die Akustik des Zuschauerraumes war weniger günstig. Sie genügte aber dem anfänglichen Vorhaben, Varietévorführungen zum Vier-Uhr-Tee zu bringen. Danach begann auch die Operette Fuß zu fassen. Im Sommer standen meist Lustspiele und Varietéveranstaltungen auf dem Programm und im Winter dominierten Operetten.

Unter Direktor Rotter, dem später Heinz Gordon folgte, gewann das Haus rasch an Profil. Stars wurden von auswärts herangezogen. Otto Reuter gastierte sowie in späterer Zeit auch Richard Tauber und Johannes Heesters. Über die Sylvesterveranstaltung am 31. Dezember 1908 konnte man im Dresdner Anzeiger lesen: „Im Central-Theater finden heute und bis einschließlich 6. Januar 1909 alltäglich zwei Vorstellungen statt. Nachmittags ½ 4 Uhr wird bei ermäßigten Preisen das Weihnachtsmärchen Peter und Paul reisen ins Schlaraffenland wiederholt. Donnerstagabend 7 Uhr wird bei gewöhnlichen Preisen zum siebenten Male Der tapfere Soldat, Operette in drei Akten, Musik Oscar Strauß, aufgeführt“.

1910 entzückte das „Schlierseer Bauern-Hundetheater“ die Dresdner. Vierzig dressierte Hunde führten in vier Akten eine „Hundecharakterposse“ auf. Als Höhepunkt im Spielplan galt stets die winterliche Operettensaison. Die Welterfolge der Komponisten Robert Stolz, Leo Fall, Franz Lehár, Oscar Strauß oder Eduard Künneke begeisterten das Publikum. „Der liebe Augustin“ von Leo Fall stand am 1. März 1913 bereits zum 67.Male auf dem Spielplan. Im Jahre 1915 machte sich der Erste Weltkrieg durch die Einberufung von Künstlern und Mitarbeitern bereits spürbar bemerkbar. Dennoch inszenierte man mit Bravour den „Florian Geyer“ von Gerhart Hauptmann. Die Nachkriegszeit verlangte dann wieder nach leichter Kost. Das Gastspiel der „Haller-Revue“ vom Berliner Admiralspalast traf 1925 den Geschmack der Zuschauer. Zeitweilig gab es ein „Nackttanzpaar“ und die jungen Damen vom Ballett des Central- Theaters waren immer eine Augenweide.

Rastelli im Central-Theater

1927 verwöhnte die Winterfeld- Truppe aus Berlin mit „Uschi“ und „Annemarie“ das Publikum. Danach standen „Die tolle Lola“ und „Lene, Lotte, Liese“ auf dem Programm. Die Eintrittspreise schwankten im Laufe der Zeit. Gewöhnliche Abendpreise, ermäßigte Nachmittagspreise und Sommerpreise bestimmten das Angebot. Anfang der Zwanzigerjahre war für die Orchesterloge als teuerste Sitzreihe ein „gewöhnlicher Abendpreis“ von 4,50 Mark zu entrichten. Nahm man dagegen die Stehgalerie im zweiten Rang in Kauf, so ermöglichten bereits 50 Pfennige den Eintritt. In den Dreißigerjahren zog Direktor Peter Sachse berühmte Artisten heran. Der italienische Meisterjongleur Enrico Rastelli kam ins Central-Theater und im Mai 1936 glänzte der unvergängliche „Grock“ mit seiner Kunst. Welterfolge wie „Die lustige Witwe“ oder „Der Vetter aus Dingsda“ bestimmten den Spielplan. Noch 1944 spielte man hier mit viel Erfolg die Operette „Hochzeitsnacht im Paradies“.

Gastronomischer Geheimtipp

Lossow und Viehweger hatten mit der „Central-Theater-Passage“ noch eine besondere Attraktion geschaffen. Gleich drei gastronomische Einrichtungen des Theaters warben hier um die Gunst der Passanten, denn die Passage konnte man von der Waisenhaus-, Prager- oder der Trompeterstraße aus erreichen. Neben einem Café mit Wintergarten und einem Weinrestaurant galt besonders das Tunnel-Bierrestaurant als Geheimtipp. Unter den mächtigen Tonnengewölben fanden bequem 1000 Gäste Platz. Vortreffliche Biere und reichhaltige Speisen verwöhnten das Publikum und zur Unterhaltung gab es täglich Konzerte bei freiem Eintritt. Zur letzten Vorstellung im Central- Theater vor dessen kriegsbedingter Schließung gab es die „Hochzeitsnacht im Paradies“. Die Eintrittskarten waren hochbegehrt. Star auf der Bühne war kein Geringerer als Johannes Heesters.

Das Gebäude brannte beim Bombenangriff im Februar 1945 aus und wurde später abgetragen.

Sächsische Zeitung vom 27. April 2009

Bilder

Das Tunnel-Bierrestaurant war sehr beliebt. Repro: Manfred Lauffer


An Stelle des 1899 abgebrochenen Palais Boxberg wurde das Central-Theater errichtet mit einer pompösen, reich verzierten Schauseite, einem Saal für 1600 Besucher und drei gastronomischen Einrichtungen. Bild von flickr.com - User Leapfrog1980
 

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Vielen Dank Dakir, super Serie :)


Über das Hotel Bellevue habe ich schon öfter nachgedacht. Wieso wird das nicht als Rekonstruktionsprojekt ausgeschrieben? Ich mein, in Dresden wird ein ums andere Hotel auf den Markt geworfen. Aber an dieser perfekten Lage, zwischen Semperoper, Elbe, Kongresszentrum und Landtag - da soll sich keiner finden? Zumal etwas mehr urbane Verdichtung der Ecke wirklich gut bekommen würde und auch schön den hässlichen Anbau der Semperoper verdecken könnte ;)

Ähnlich halte ich es mit dem Belvedere. Der Wiederaufbau war ja schon fast beschlossen, aber dann :eek:hno: Was könnte man da für ein herrliches Café oder kleines Hotel eröffnen?
Dresden sollte solche Gelegenheiten nicht verschlafen, momentan ist das Klima für solche Rekonstruktionen noch einigermaßen günstig.


Wurden der Kaiserpalast, das Viktoriahaus oder die Feuerversicherung an der Prager Straße schon vorgestellt? Da würd mich noch mal einiges zu interessieren.
Und besonders auch die Elbfront der Johannstadt, wenn da mal was auftaucht!
 

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Discussion Starter #8
Hey Erbse,...

...ich werde mich bemühen, auch zu deinen Wunschobjekten was zu finden. Auch aus dem Grund, weil es ein Thema ist, was mir selber viel bedeutet und für was ich mich sehr interessiere.

Mit dem Hotel Bellevue seh ich das genauso. Erstens würde es dort super hinpassen, zweitens wie du schon sagtest den häßlichen Anbau der Semperoper verstecken und drittens, würde der Theaterplatz (gen Landtag) etwas enger richtig Geil aussehen.

Mit dem Belvedere ist das eigentlich das gleiche. Dieses Gebäude muss eigentlich gebaut werden. Nicht nur, dass die Brühl'sche Terrasse dann einen würdigen Abschluss hätte, nein auch ein gutes Cafè würde sich dort anbieten. Mal schauen, vielleicht kommt es ja doch irgendwann mal.

Was mir aber auch wichtig wäre, dass man gegenüber vom Zwinger keinen modernen Neubau hinklatscht, sondern den Herzögin Gartin original wieder herrichtet. Zur Zeit ruht ja die Planung zum Neubau, kann man nur beten und hoffen.
 

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Discussion Starter #9
Die letzten Tage der Sophienkirche

Gudrun Groß-Hensling dokumentierte den Abriss der ältesten Dresdner Kirche in Fotografien.

Mit einer Handbewegung entfernte 1960 Walter Ulbricht, damals Vorsitzender des Staatsrates der DDR, die Sophienkirche aus dem Bild der Stadt. Die Ruine der ältesten Dresdner Kirche passte nicht in die Vorstellungen von einem sozialistischen Stadtzentrum. Den Abriss des gotischen Bauwerkes fotografierte Gudrun Groß.

Wie viele andere Dresdner war die damals 20-Jährige entsetzt über diese Entscheidung. Die gelernte Fotografin, die nach ihrer Lehre bei Heckmann in Meißen im Amt für Denkmalpflege in Dresden Arbeit fand, wollte vielmehr dokumentieren, was wieder aufgebaut werden sollte: die Katholische Hofkirche Dresden, die Thomaskirche Leipzig, das Kloster St. Mariental in Ostritz. Auf ihrem Weg als Fotografin ist der Auftrag, den Abriss der Sophienkirche zu fotografieren, wie ein Stolperstein – man weiß, dass es ihn gibt und verletzt sich doch immer wieder daran. „Bevor es richtig los ging, habe ich noch einmal ein Foto mit Blick vom Schauspielhaus gemacht“, erzählt Gudrun Groß. Ein unwiederbringliches Zeitzeugnis entstand.

Abriss hinterm Zaun

Von da an war Gudrun Groß, wie sie damals noch hieß, wöchentlich beim Abriss, hielt die Arbeiten mit ihrer Kamera bei Wind und Wetter fest. „Alles war irgendwie geheim, man durfte nicht mehr darüber reden, ein Zaun schirmte die Arbeiten vor den Augen der Dresdner ab. Ich erhielt extra einen Ausweis, um hineinzukommen“, erinnert sich Gudrun Groß-Hensling. „Auch die Zeitungen brachten nichts.“

Zwar gab es Demonstrationen gegen den Abriss und Flugblätter, verfasst und verteilt von Jürgen Schieferdecker, Gerhard Glaser, Hermann Krüger und Claudia Schrader. Die vier jungen Architekten wollten noch Anfang Juli 1962 die Sophienkirche vor dem Abriss bewahren. Doch gegen alle Widerstände begann im Oktober 1962 der Abbruch der Kirche. Am Vorabend des 1.Mai 1963 war auch der letzte Stein verschwunden.

Zurück zum Ursprung

Etwa 250 ihrer Aufnahmen vom Abriss der ältesten Dresdner Kirche werden heute im Landesamt für Denkmalpflege verwahrt. Zu DDR-Zeiten sollte die Dokumentation totgeschwiegen werden, sagt die Fotografin. Keines der Bilder sei je öffentlich gezeigt worden. Einige Fotos hat sie ganz für sich selbst gemacht, lange verwahrt und nun wieder hervorgeholt.

Den Anstoß gab eine Meldung in der Mitteldeutschen Zeitung Halle. Hier las sie im Februar, dass der Grundstein für das Mahnmal der Sophienkirche, die Busmannkapelle, gelegt wurde. Daraufhin hat sie einen Bekannten angerufen, ihm ihr Wissen mitgeteilt und schließlich wanderte die ganze Geschichte dorthin, wo sie ihren Ursprung hat – nach Dresden.

Der Liebe wegen zog Gudrun Groß 1965 nach Halle, heiratete Frank Hensling und fotografierte fortan mit Erfolg Häuser, Menschen, Tiere und Pflanzen unter anderem ganz wissenschaftlich für die Martin-Luther-Universität. Von 1994 bis 2002 war sie die Stadtfotografin in der über 1200-jährigen Händel-Stadt Halle. Besondere Erinnerungen verbindet sie mit den Jahreszahlen 1975 bis 1990. Damals war sie auch als Filmfotografin tätig und so gelegentlich wieder in „ihrem“ Dresden.

Mit Hans Nadler in der Ruine

Da ihre Schwestern noch in Weixdorf leben, zieht es sie bis heute immer wieder hierher zurück. Dann kommen Erinnerungen auf. „Eine so bewegende Geschichte wie die Dokumentation zur Sophienkirche hatte ich nie mehr vor der Kamera“, erzählt die 67-Jährige. „Mir blutete das Herz, als anstelle der Kirche der sogenannte Fresswürfel gebaut wurde. Das tut auch heute noch weh. Dann denke ich, die Kirche würde auch in das heutige Bild hineinpassen. Mehr als der heutige Postplatz.“

Gern erinnert sie sich an die Anfänge ihrer Laufbahn. Kurz bevor sie nach Halle zog, kroch sie mit Hans Nadler in der Ruine der Semperoper herum. Die ersten Aufnahmen vom zerstörten Dresdner Schloss hat sie gemacht, hat dort später für Gerhard Glasers Diplomarbeit fotografiert. Und: „Ich durfte Otto Dix bei seiner Arbeit in Dresden und für meine Meisterprüfung als Modell fotografieren.“

Sächsische Zeitung vom 14. April 2009

Bilder

Ein Blick auf die Ruine der Sophienkirche vom Schauspielhaus aus, aufgenommen im Sommer 1962. Links der Zwinger, rechts hinten eine Hauszeile der Wilsdruffer Straße. Foto: Gudrun Groß-Hensling


Weil die Sophienkirche nicht ins sozialistische Stadtbild passte, nahm der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR Walter Ulbricht (links) sie eigenhändig aus dem Modell (Kreis).Foto: Deutsche Fotothek/SLUB


Mit jedem Tag verschwand 1962/63 ein Stück der Sophienkirche aus dem Bild der Stadt. Foto: Gudrun Groß-Hensling


Als Gedenkstätte für die abgerissene Sophienkirche entsteht am Postplatz die Busmannkapelle (hier das Modell). Der Grundstein dafür wurde im Februar gelegt. Quelle: S. Lungwitz, Architekt
 

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Discussion Starter #10
Als die Sophienkirche ein Kloster war - Teil 1

Am nordwestlichen Ausgang der Großen und Kleinen Brüdergasse hatte sich um 1272 an der Dresdner Stadtmauer ein Franziskanerorden niedergelassen. Die Mönche, benannt nach ihrem Gründer Franz von Assisi, hatten das Gelübde der Armut abgelegt und lebten hauptsächlich von Spenden und milden Gaben. Innerhalb der Klosteranlage entstand eine schlichte einschiffige Saalkirche ohne Turm. Sie hatte die beachtliche Länge von dreiundvierzig Meter und war etwa elf Meter breit.

Im 14. Jahrhundert baute man das Gebäude zu einer zweischiffigen Hallenkirche mit zwei gleichartigen Chorabschlüssen aus. Markgraf Friedrich der Strenge soll diesen Umbau 1351 veranlasst haben. Die Bauarbeiten kamen jedoch nur langsam voran. Ihr Abschluss wird durch den Brand 1407 weiter verzögert. Erst 1421 sind die drei westlichen Joche mit ihren Achteckpfeilern sowie der westliche Giebel fertiggestellt. Eine um 1400 an dem Südchor angefügte kleine Kapelle bildete das architektonische Glanzstück der Dresdner Franziskanerkirche. Dieser Bau entstand durch eine Stiftung der angesehenen Familie Busmann und diente ihr als Begräbnisstätte.

Klostergut wird aufgelöst

Der 6. Juli 1539 war für die Dresdner ein denkwürdiger Tag. Mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Kreuzkirche erfolgte die Einführung der Reformation in der herzoglichen Residenz. Neben der Gottesdienstreform äußerte sich der Traditionsbruch in der rigorosen Beseitigung von Gegenständen, die der Heiligen- und Marienverehrung dienten. Nach einer Instruktion von Herzog Heinrich wurde das Klostergut erfasst. Auf Beschluss des Landtages traten Regelungen für das bewegliche Klostergut in Kraft. Die Kleinodien sollten auf das Schloss in Dresden gebracht, Wein und Fruchterträge mussten verkauft werden. Am Ende des Jahres 1539 befanden sich noch fünf Mönche und vier Laienbrüder im Kloster, die das Ordensgewand gegen die Zusicherung eines Unterhaltes auf Lebenszeit ablegten. Im Februar 1541 wurde das Franziskanerkloster von Herzog Heinrich dem Frommen der Stadt übereignet. Obwohl die Gebäude vom Rat der Stadt für wohltätige Zwecke genutzt werde sollte, beanspruchte sein Nachfolger das Areal für sich. Im Februar 1542 forderte Herzog Moritz den Rat auf, die Schlüssel zu übergeben. Danach nutzte der Landesherr die Klosterkirche als Getreidespeicher und Zeughaus. Die übrigen Klostergebäude wurden in der Folgezeit größtenteils abgetragen. Der Mangel an Begräbnisplätzen im Einzugsbereich der Frauenkirche bildete die eigentliche Ursache, das Gebäude wieder als Gotteshaus zu nutzen. Bereits 1555 bat der Rat den Kurfürsten August die „Kirche und ein Vorhöfchen“ an die Stadt zurückzugeben. Aber erst 1597 erfolgt die endgültige kurfürstliche Bestätigung, sodass auf dem ehemaligen Klostergelände wieder ein Gotteshaus eingerichtet werden konnte. Auf Betreiben von Sophie, Witwe des Kurfürsten Christian I., wird 1599 das Bauwerk instand gesetzt. 1602 weiht der Hofprediger Polycarp Leyser das ehemalige Gotteshaus der Franziskaner auf den Namen St. Sophien.

Fortan trat Sophie in sehr enge Beziehung zum Gotteshaus und mehrte das Kirchenvermögen durch reiche Stiftungen und Zuwendungen. 1603 lässt sie unter dem Altar der Kirche eine Fürstengruft anlegen, in der später Angehörige des Hauses Wettin ihre letzte Ruhestatt fanden. Drei Jahre später bekommt die Kirche von ihr einen neuen Hauptaltar aus Marmor und Alabaster gestiftet. Seitdem bildete das von Giovanni Maria Nosseni entworfene Kunstwerk bis zur Zerstörung des Gebäudes den Hauptschmuck des Gotteshauses.

Die mit Kunstwerken bald reich versehene Sophienkirche erhält 1720 die erste Silbermannorgel in Dresden mit einem Prospekt von George Bähr. An ihr spielte Johann Sebastian Bach, wenn er in Dresden weilte. Sein Sohn Wilhelm Friedemann Bach versah von 1733 bis 1747 das Amt des Organisten. Mit der Anlage des Zwingers und dem Bau des Taschenbergpalais verschwinden auch die letzten Klosterbauten um die Kirche. Das Bauwerk mit dem hohen Dach und den drei Reihen von Schleppgauben dominiert bald die Räume der Umgebung und gewinnt in städtebaulicher Hinsicht an Bedeutung. Eine weitere Aufwertung erfährt die Sophienkirche, als 1737 der protestantische Hofgottesdienst von der Schlosskapelle in sie verlegt wird. Sie ist fortan die Hauptkirche des lutherischen Sachsens.

Bauarbeiten verändern vieles

Im gleichen Jahr entwirft Johann Christoph Knöffel für die Südfront des Gebäudes einen Glockenturm, der die Glocken der Schlosskapelle aufnehmen soll. Die Ausführung übernimmt George Bähr. Knöffel besorgt auch den Umbau der inneren Einrichtung, bei der die Erweiterung der Emporen und die Umwandlung der Busmannkapelle in eine Sakristei erfolgt. Der Altar der Schlosskapelle mit dem Taufstein und den Kirchengeräten wird in die Busmannkapelle überführt.

1864 beginnen Bauarbeiten, die das Äußere der Kirche wesentlich veränderten. Der Architekt Christian Friedrich Arnold, ein Schüler Gottfried Sempers, hatte dem alten nackten Westgiebel eine Doppelturmfront vorgeblendet. Am Ende ist der ursprüngliche Bau fast vollständig umkleidet und derart verändert, dass die alten erhaltenen Reste im Außenbau kaum noch in Erscheinung treten. So ging in der Folgezeit der kunsthistorische Wert des Gebäudes im öffentlichen Bewusstsein weitgehend verloren.

Mit dem Ende der Monarchie hatte auch das Gotteshaus als Hofkirche ausgedient. Die Stadt Dresden übereignete die Sophienkirche der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Als Domkirche war sie ab 1926 Bischofskirche und damit die Wirkstätte des ersten sächsischen Landesbischofs Ludwig Ihmels. 1933 erfolgte der Umbau der witterungsanfälligen durchbrochenen Turmspitzen. Die beiden Turmspitzen wurden nun mit kupfernen Helmen versehen. Bis zur Zerstörung 1945 versah die Sophienkirche als eine der vier Hauptkirchen in der inneren Altstadt ihren Dienst.

Untergang im Bombenhagel

In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 teilte die Sophienkirche das verhängnisvolle Schicksal der Stadt und brannte nach dem Bombenangriff aus. Die fünf Brandbomben, die beim ersten Luftangriff den Dachstuhl des Gebäudes durchschlugen, hatte der Kirchner Johannes Heeger noch löschen können. Dem Feuersturm des zweiten Angriffs stand Heeger jedoch machtlos gegenüber und es grenzt fast an ein Wunder, dass er im Luftschutzkeller der Kirche überlebte.

Der erste Dresdner Aufbauplan von 1946 sah den Wiederaufbau der kulturell wertvollen Gebiete um Schloss und Zwinger vor, eingeschlossen die „Sophienkirche aus dem 13. Jahrhundert“. Bereits im März 1945 erfolgten erste Bergungsarbeiten. Unter Leitung von Landeskonservator Hentschel fand dann im August des gleichen Jahres die Sicherstellung wichtiger in der Ruine erhalten gebliebener Ausstattungsstücke statt, darunter Teile des Epitaphs des Hofbildhauers Nosseni und drei Konsolbüsten aus der Busmannkapelle.

Sächsische Zeitung vom 16. Mai 2007

Bilder

Die Konsolbüsten des Stifterehepaares Busmann.


Die Sophienkirche nach einem Kupferstich um 1800.


Das Innere der Sophienkirche mit dem Nosseni-Altar. Repros: Manfred Lauffer
 

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Discussion Starter #11
Mit dem Abriss 1962 ist das Ende des Gotteshaus besiegelt - Teil 2

Nach der Gründung der DDR im Jahre 1949 bestimmten politisch-ideologische Fragen immer mehr das Geschehen. Im August 1950 fällt der kupferne Helm des Südturmes der Sophienkirche einer Sprengung zum Opfer. Das Kupferblech wird für das Dach der Kreuzkirche benötigt. In der Auseinandersetzung um den Altmarkt als „sozialistische Magistrale“ stand die Sophienkirche am Rande der Aufmerksamkeit. In einem Entwurf des Stadtplanungsamtes vom September 1950 trat an die Stelle der Sophienkirche ein Kino. Drei Wochen später hatten die Planer dort einen großen Baublock vorgesehen.

Im März 1951 wies das Landesamt für Denkmalpflege auf noch vorhandenes Kunstgut bei einer möglichen Beräumung der Sophienkirche hin. Landeskonservator Hans Nadler machte am 22. Juni 1951 die Stadt und die Landeskirche auf die Baugeschichte und die kunsthistorische Bedeutung der Sophienkirche aufmerksam. Die Kirchenruine bleibt dann tatsächlich von der Großberäumung des Postplatzes ausgenommen.

Noch auf der Denkmalliste

Am 10. Mai 1951 wird der Antrag der CDU-Fraktion von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig angenommen, Baudenkmale erst nach ausdrücklicher Beschlussfassung durch die Stadtverordneten zum Abriss freizugeben. Zwei Monate später erschien eine vierzig Positionen umfassende Liste der unter Denkmalschutz stehenden Ruinen. An zweiter Stelle stand die Sophienkirche.

Der im November 1553 veranstaltete städtebauliche Wettbewerb zur Gestaltung der West-Ost-Magistrale empfahl „Rücksicht auf die geplante Wiederherstellung der Sophienkirche“. Obwohl Oberbürgermeister Walter Weidauer auf der Versammlung von Architekten ganz Deutschlands zur Beratung des Planes zum Neuaufbau von Dresden im Dezember 1953 versicherte, dass „der Rat der Stadt den Wiederaufbau wertvoller historischer Bauwerke jede nur mögliche Unterstützung angedeihen lassen will“, war im Entwurf zur Stadtkomposition vom 7. April 1954 die Sophienkirche nicht mehr enthalten. Die Auseinandersetzungen um Erhalt oder Abriss der Sophienkirche verschärften sich mit der Einmischung Walter Ulbrichts. Er nahm am 11.August 1956 an der Stadtleitungssitzung der SED teil, stellte die Sophienkirche zur Disposition. Mit der Parteinahme Ulbrichts geriet die Frage nach dem Bestand der Kirche zum Politikum. Ein Eintreten für deren Erhalt kam einer Kritik am Staat und seinen Funktionären gleich.

Der Abriss der Kirche beginnt

Als auf dem Parteitag der SED 1958 der Beschluss gefasst wurde, die sichtbarsten Kriegsspuren in den Städten bis 1962 zu beseitigen. Damit war auch der Abriss der Sophienkirche nicht mehr aufzuhalten. „Die Gestaltung des Postplatzes macht den Abriss der Sophienkirche notwendig“, hieß es in der Politbürovorlage vom 13. November 1958. Daraufhin verschärfte sich noch einmal der Widerstand. Denkmalschützer, Kirchenvertreter, namhafte Persönlichkeiten aus Kunst und Architektur sowie engagierte Bürger setzten sich für den Erhalt ein. Doch Walter Ulbricht entfernt 1960 eigenhändig das Modell der Sophienkirche aus dem Stadtmodell.

Das Finale im Drama um das Gotteshaus begann mit der städtischen Vorlage zum Abbruch der Sophienkirche aus dem Jahre 1962. Stadtarchitekt Ullrich informierte am 26. Juni 1962 das Landeskirchenamt, dass das Grundstück der Sophienkirche zum Aufbaugebiet für den Neubau des Hauses der Gastronomie erklärt worden sei. Im Januar 1963 hatte man die Mauern der Ruine bis zur Oberkante des Geländes abgetragen. 1964 begann man mit den Bauarbeiten zur Errichtung einer Großgaststätte, die im Volksmund der „Fresswürfel“ genannt wurde. Als beim Ausheben der Baugrube die Baggerschaufeln Reste der Gebeine Verstorbener aus den Grüften zerteilten, erhob sich erneut Empörung. Die Proteste der Dresdner bewirkten zeitweise ein Aussetzen der Bauarbeiten. Doch die älteste Kirche der Stadt war für immer verloren.

1995 organisierte die Stadt einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche. Den ersten Preis erhielt das Dresdner Büro Gustavs und Lungwitz. Der Entwurf wird von der Nachbildung der historischen Netzgewölbe sowie den aufgehenden Wand- und Fensterelementen der ehemaligen Busmannkapelle bestimmt. Die Reste der Sophienkirche sollen in einem durchsichtigen Quader präsentiert werden und ein begehbarer und belebter Gedenkort sein. Am 31. Januar 1998 gründete sich unter dem Vorsitz von Hilde Herrmann die „Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e.V.“ Als Hauptziel wurde der Bau einer Gedenkstätte formuliert.

Eine Gedenkstätte entsteht

Ursprünglich war am 24. Juni 2002 die Grundsteinlegung vorgesehen. An diesem Tag jährte sich die Weihe der einstigen Franziskanerkirche zur evangelischen St. Sophien Kirche zum 400. Mal. Doch der Termin musste mehrmals verschoben werden. Jetzt scheint wieder Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Nach den Angaben von Peter Schumann, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e.V., ist mit dem Bau der Gedenkstätte im Jahre 2009 zu rechnen (die SZ berichtete).

Von August bis Anfang Oktober 1998 fanden archäologischer Untersuchungen am ehemaligen Standort der Sophienkirche statt, bevor nach Versiegelung dort der neue Bürokomplex entstand. Dabei wurden Reste der Grundmauern des alten Franziskanerklosters, Mauerreste der Nordwand mit den einstigen Betstuben und mehrere aufgebrochene Grüfte sichtbar.

Sächsische Zeitung vom 24. Mai 2007

Bilder

Im April 1999 wurde die Gedenktafel für die Sophienkirche enthüllt.


Die Reste der Sophienkirche nach dem Einsturz der Gewölbe im Februar 1946. Repro: Manfred Lauffer
 

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Discussion Starter #12
Bei der Sophienkirche merkt man, dass die Dresdner diese Kirche nicht vergessen können und wollen. Viele Dresdner haben in den 50iger Jahren versucht, die Sophienkirche zu retten, vergebens. Und dies wird eigentlich der Grund sein, weswegen die Sophienkirche nach wie vor in Dresden so einen hohen Stellenwert besitzt.

Ich träume ja von einer Rekonstruktion der Sophienkirche, dass wäre echt fantastisch.

Bilder der Sophienkirche

Quelle: www.sonntag-sachsen.de


Quelle: www.nicole1982.de


Quelle: www.herberts-home.de


Quelle: www.herberts-home.de


Quelle: www.herberts-home.de
 

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Die Sophienkirche war für Dresden auch so untypisch, gerade deshalb muss sie rekonstruiert werden! Immerhin ein gotisches Original, von dem wir hier sprechen.
Leider absolut unwürdig durch den ollen Advanta-Riegel überbaut :eek:hno:


Wahrscheinlich wäre sie schon längst wiederaufgebaut, wäre es eine barocke Kirche gewesen :|
 

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Discussion Starter #14
Da stimme ich dir zu, durch das Schiff (Advanta-Riegel) und dem Wilsdruffer Kubus ist der Platz der Sophienkirche wirklich unmöglich bebaut wurden :wallbash:

Das glaub ich nicht, es gibt in Dresden nach wie vor eine sehr große Lobby, die sich für die Sophienkirche einsetzen und wenn das Geld da wäre, würde die Kirche sicherlich irgendwann wieder stehen. Jetzt wird ja erstmal ein Denkmal gebaut, nämlich die Busmannkapelle! Mal schauen, vielleicht finden sich dadurch auch wieder Leute.

Frauenkirche ist da das beste Beispiel, erst ein Mahnmal, dann ein Denkmal und dann viele Freunde der Kirche und jetzt steht sie wieder.
 

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Probleme der Sophienkirche ggü. der Frauenkirche:

In 1. Linie, wie gesagt, ist sie nicht barock. Das passt nicht zur Barockstadt Dresden und wird von daher weder so viel Zuspruch noch so ein großes Medienecho ernten, zumal sie architektonisch nicht unbedingt einzigartig ist, im Gegensatz zur "Fetten Henne".

Weiterhin ist keine Ruine mehr vorhanden, wie bei der FK. Die Sophienkirche ist vollständig aus dem baulichen, sichtbaren Gedächtnis der Stadt gelöscht. Da hat Uns-Ulbricht ganze Arbeit geleistet. Zudem ist der Bauplatz überbaut - und das erst vor relativ kurzer Zeit. Ein Abriss in den nächsten 10-20 Jahren ist schwer vorstellbar.
Überdies ist das Klima für Rekonstruktionen in Dresden zunehmend schlechter.

Tut mir leid, so sehr ich sonst auch Optimist bin, aber für die Sophienkirche sehe ich in den nächsten Jahrzehnten kaum eine realistische Chance :( Bei der Frauenkirche war das völlig anders, da hegte ich schon in den 80ern große Hoffnungen.
 

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Discussion Starter #16
Du sag mal, nenn die Frauenkirche nie wieder "Fette Henne", ansonsten gibt's haue aus Dresden :bash:

Leider wirst du wohl recht haben, trotzdem wäre es Traum die Sophienkirche und den ganzen Postplatz zu Rekonstruieren.
 

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Discussion Starter #18
Zwar kein historisches Gebäude, aber auch ein sehr interessantes Thema bzw. Artikel!

Vor 80 Jahren ging die „Leipzig“ auf große Fahrt

Am 12. Mai 1929 sticht der Salondampfer „Leipzig“ der Sächsisch-Böhmischen Dampfschifffahrtsgesellschaft zu seiner Jungfernfahrt in die Elbe. Das auf der Laubegaster Werft gebaute Schiff kann 1400 Personen aufnehmen und verfügt über eine Innenausstattung der Deutschen Werkstätten Hellerau. Der 70 Meter lange Dampfer wird von einer 350-PS-Maschine der Waggon- und Maschinenbau AG Übigau angetrieben. Am 3. März 1945 wird das Schiff durch einen Bombentreffer schwer beschädigt und zwei Jahre später wieder in Dienst gestellt. Bei der Generalreparatur 1976/78 werden u.a. das Maschinen- und Kesselhaus sowie der gesamte Innenausbau erneuert. Die Dampfturbinen werden durch Dieselmotoren ersetzt. 1992/93 folgen erneut Umbau und Modernisierung des Schiffes.

Sächsische Zeitung vom 11. Mai 2009

Bild

Der Dampfer „Leipzig“ wurde 1929 in Dienst gestellt. Foto: Sammlung HN
 

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Discussion Starter #19
Fremdenzimmer und bayerisches Bier

Dresden im Jahre 1841. Die Hoteliers und Gastwirte der Stadt freuten sich über zunehmende Fremdenverkehrszahlen. Das Gastgewerbe entwickelte sich zu einem lukrativen Geschäft. Nicht wenige Hauseigentümer rings um den Dresdner Neumarkt versuchten, in ihren Gebäuden ein Hotelgeschäft zu errichten. Zwei Dinge passierten: Einerseits gab es ein Überangebot. Andererseits stellten altehrwürdige Gasthöfe ihren Geschäftsbetrieb ein. Sie entsprachen nicht mehr den Anforderungen der Zeit.

Das British-Hotel entsteht

Auch Carl Friedrich Moritz Schelcher musste erst einmal den Stadtrat von seiner Idee überzeugen. Sechs Jahre zuvor hatte er das ehemalige „Fürstlich Reußische Palais“ an der inneren Pirnaischen Gasse (heute Landhausstraße) gekauft. Es verfügte über eine stattliche Anzahl herrschaftlicher Zimmer, eine große Toreinfahrt, ausreichende Stallungen und einen Festsaal. Mit dem im Oktober 1841 abgeschlossenen Kauf des benachbarten Grundstückes „Zur Goldenen Krone“ konnte er seine Hotelpläne verwirklichen. Er besaß nun das Recht zur Führung eines Gasthofes, legte beide Häuser zusammen und erhielt wenige Monate später die Erlaubnis, den Namen „Englischer Hof“ zu führen.

Oberkellner wird neuer Chef

In einem „Taschenbuch für Reisende“ aus dem Jahre 1852 wird das neue Unternehmen bereits „British-Hotel“ genannt. Ein Besuch wurde empfohlen. Sechs Jahre später übernahm Otto Adolph die gastronomische Leitung. Seine Idee zukünftig mit dem „französischen Spruch „HÔTEL D’ANGLETERRE“ zu werben, fand nur wenig Zustimmung. So überraschte es niemanden, dass im Jahre 1860 der neue Pächter J. Gambel wieder unter dem Namen „British-Hotel“ warb.

Nach gründlichem Umbau und Renovierung der Innenräume empfiehlt er auch der einheimischen Bevölkerung einen Besuch in seinem „Café-Restaurant“. Die gemeinsame Mittagstafel „Table d’hôte“ begann stets pünktlich um ein Uhr mittags. Und ein „stets vorzügliches bairisches Bier“ wurde auf Eis gelagert und kühl serviert.

Einige neue Hoteliers werden in den kommenden zwei Jahrzehnten die gastronomischen Geschicke des Hauses leiten. Durch viele neue Ideen gelang es, das „British-Hotel“ weiterhin in der Reihe der ersten Gasthäuser zu halten. Im Jahre 1885 übernahm es Richard Eduard Gerdes. Ein Fachmann, der über umfangreiche gastronomische Berufserfahrungen verfügte.

Bevor er 1865 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, war er als Oberkellner im vornehmen „Victoria-Hotel“ tätig. Später bewirtschaftete er das „Hotel de Russie“ (Wilsdruffer Straße) und über zwölf Jahre das „Hotel zum goldenen Ring“ am Postplatz. Über 15 Jahre wird die Bewirtschaftung des Hotels an der Landhausstraße mit seinem Familiennamen verbunden bleiben.

1889 warb er in der örtlichen Tagespresse für seine schönen, hohen und geräumigen Fremdenzimmer. Im Gegensatz zu den anderen Hotels sind sie mit „vortrefflich breiten Betten“ ausgestattet. Neben auserlesenen Weinen wurden beliebte Biersorten angeboten. „Echt Kulmbacher“ und „Münchner Löwenbräu“ zählten dazu. Im Jahre 1902 kam dann das „Fürstenberg-Bräu“ hinzu.

Neue Pächter folgten in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Vermutlich ist auch hier der Zeitpunkt zu suchen, dass die Vermietung von Fremdenzimmern eingestellt wurde. Die Anforderungen der Übernachtungsgäste hatten sich geändert. Die Ausstattung entsprach nicht mehr der Neuzeit. Umbauten oder Renovierungen hätten sich in dem alten Gebäude nicht mehr rentiert. In den Reiseführern jener Zeit fand es keine Erwähnung mehr. Die Restauranträume wurden mit mehr oder weniger Erfolg weiter unter dem alten Namen bewirtschaftet. Im Jahre 1907 konnte schließlich eine Erfolg versprechende Idee verwirklicht werden. Seit fast zwanzig Jahren bestand im „Palais de Saxe – das benachbarte Grundstück zur Moritzstraße – das Bierrestaurant „Münchner Löwenbräu“. Der früher zusammengehörende Gebäudekomplex wurde wieder mit den anderen Lokalitäten vereinigt. Eine Erweiterung, die sich rechnete. Das bekannte Lokal war nun von der Moritz- und der Landhausstraße erreichbar. Hier wurde das Bier noch vom Fass ausgeschenkt. Die Ausstattung der neuen Wirtschaft ermöglichte preiswerte Speisen.

Pächter bewahren Tradition

Der langjährige Pächter vom „Münchner Löwenbräu“ konnte sich nur drei Jahre über diese Erweiterung freuen. Mit 57 Jahren verstarb er im September 1910. Zahlreiche zeitgenössische Nachrufe würdigten die Leistungen von Johann Heinrich Hustedt. Seine Witwe und später die Kinder werden das gastronomische Unternehmen durch die folgenden schweren Kriegsjahre führen. Neue Pächter versuchten in den 1920er- und 1930er-Jahren die Traditionen des altehrwürdigen Bierlokals zu bewahren.

Im Februar 1945 wurden beide Stadtpalais’ beim Bombenangriff auf Dresden zerstört. Der Neuaufbau des Gebäudes des ehemaligen „British-Hotel“ hat vor wenigen Monaten begonnen. Vielleicht ist das ja der Anfang für ein neues Stück Geschichte in der Gastronomie der Elbestadt.

Sächsische Zeitung vom 18. Mai 2009

Bilder



Die Gaststätte „Löwenbräu“ im Palais de Saxe an der Moritzstraße auf einer Postkarte um 1907. Eine aufwendige Fassade und prunkvolle Räume sind ihr Markenzeichen. Die Gaststätte und ihr bayerisches Bier waren stets gefragt. Foto: Sammlung Holger Naumann
 

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Das ist wirklich eine interessante Reihe! Bin jedes Mal gespannt, was in diesem Thread diesmal für ein Gebäude dabei ist :)


Übrigens: Bei Wikipedia gibt es die Kategorie Ehemaliges Bauwerk in Dresden - ein guter Überblick zum Thema dieses Threads. Mal sehen, wie viele Gebäude aus dieser Liste die SZ noch vorstellt. Wie viele Bauten folgen denn noch in der Serie?
 
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