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Alphaist
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Discussion Starter · #1 ·
Architektonische Wettbewerbsentscheidungen nur noch demokratisch per direkter Demokratie!!!

Praktikabel, denn so viele Wettbewerbe gibt es selbst in Großstädten nicht. Befragungen könnte man auch bündeln, schließlich vergeht meist viel Zeit, bis Baugenehmigungen vorliegen und mit dem Bau losgelegt wird. Bedarfsweise erst ab einer bestimmten Investitionssumme.

Architekten können Entwürfe einreichen, hernach bauen und gerne im Vorfeld Meinungsmache betreiben. Letzteres steht auch den Politikern offen. Warum sollten sie auch noch per Wettbewerbsjury entscheiden dürfen, Demokratie oder nicht?

Guter Nebeneffekt wäre noch die Schaffung eines ganz anderen Bewußtseins für seinen Wohnort, Identifikation sowie tendenziell intensivere Diskussionen zu diesem wichtigen Thema.

Vermutlich bedarf es hierfür eines einfachen Gesetzes, Geltungsbereich muß bundesweit sein. Ganz Europa wäre auch in Ordnung.
 

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Fänd ich nicht schlecht, wenn eine solche Idee umgesetzt werden würde.
Allerdings nur bei Entscheidungen, die die Fassadengestaltung betreffen. Denn zur räumlichen Aufteilung, die auch Bestandteil solcher Wettbewerbe sind, kann sich der gemeine Bürger (wie ich) in den meiseten Fällen wohl schätzungsweise kein Urteil erlauben.
 

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Alphaist
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Discussion Starter · #3 ·
Hast Du völlig recht, das wäre auch zuviel des Guten. Es geht nur ums Äußere, schließlich darf/muß Bürger dieses auch jahrzehntelang genießen/ertragen.
 

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Alphaist
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Discussion Starter · #5 ·
Selbst wenn sie dann grauenvoll wird, kam sie immerhin demokratisch zustande und könnte - wenngleich schweren Herzens - besser akzeptiert werden.
 

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Also wenn der gemeine Bürger darüber entscheiden dürfte, dürften so ziemlich 90% aller Bauprojekte nicht gebaut werden - "weil dann ist ja da Baustelle bei mir um die Ecke, das is so laut", wahlweise zu "ne, das versperrt mir ja dann die Sicht - also wenn ich dran vorbei lauf".
 

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Alphaist
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Discussion Starter · #7 ·
Läßt sich aber leicht mit der Konstruktion solch einer Befragung umgehen. Es stehen verschiedene Entwürfe zur Auswahl und der mit der höchsten Zustimmung gewinnt. Also immer irgendeiner. Außerdem sind die Nachbarn immer relativ wenige. Wenn diese sich nachvollziehbarerweise überproportional einbringen: völlig in Ordnung.
 

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BreitesBündnisDWF
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tendenziell guter vorschlag. in 95% aller fälle würde das volk die tatsächlich attraktivste variante wählen, glaube ich. schade nur um die restlichen 5%. manchmal ist ein architekt ja einfach seiner zeit und ästhetik voraus.
frank lloyd wrights frühe gebäude zb. sollen ja für damalige standarts tatsächlich hässlich gewirkt haben. glaubt man kaum.
was ich sagen will ist, jede kunst ist ja auch ein stück esoterisch.
 

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Alphaist
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Discussion Starter · #9 ·
Andererseits gibt es auch keine Gewähr, daß Politiker und Architekten bei den restlichen 5% mehrheitlich gute Esoterik gewählt haben werden würden. Nicht nur weil finanzielle oder persönliche Interessen/Eitelkeiten dagegen sprechen könnten, sondern weil deren Geschmack und Gespür erfahrungsgemäß keineswegs perfekt sein muß. Umgekehrt könnte sich auch bei den 95% manch positive wie negative Überraschung ergeben.
 

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BreitesBündnisDWF
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wo würden sie persönlich die trennung machen zw. mitbestimmungsbedürftigen bauvorhaben und solchen, die es nicht sind, herr großfeld? zb privater /nicht privater bauherr?
es muss auch in der großstadt flächen geben, wo sich das duo bauherr/architekt frei verwirklichen kann. damit sind wir nämlich wieder bei meinem vorigen beitrag, da der besagte wright immerhin mit eigenheimen anfangen durfte. hätte er nicht mal das gekonnt, was wäre dann aus ihm geworden.
 

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Alphaist
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Discussion Starter · #11 ·
Keep it as simple as possible. Die Trennung gibt es bisher schon. Bürgerbefragung also immer dann, wenn auch bisher einer stattfände. Alternativen:
- Abgegrenzter Bereich (Innenstadt-/Ortskernnähe)
- Investitionssumme
Natürlich müßte grundsätzlich gewährleistet sein, privaten Wohnbau oder Firmenbauten in Gewerbegebieten sowie kleine Bauvorhaben ohne großartige Befragung durchzuführen.

Bei solch einer Befragung müßten auch nicht Maßstäbe einer Bundestagswahl wie allgemeine, freie und geheime Wahl angelegt werden. Das Schweizer Marktplatz-Modell reichte völlig, schließlich wird kaum die Welt untergehen, wenn Fassade B statt Fassade A gewählt wird.

Für nötigen architektonischen Freiraum und Weiterentwicklung sind Modellgebiete oder Entwicklungsachsen vorstellbar, die nicht unter solch eine Regelung fallen. Gibt es ja heute schon.

Last but not least ist es einem privaten Investor auch nicht aufzubürden, etwaige Mehrkosten zu tragen - ganz abgesehen davon, daß er dann wohl eher woanders bauen würde. Der private Investor - in einem sensiblen Gebiet - könnte seinen Wunschvorschlag benennen, die Allgemeinheit übernimmt dann anfallende Mehrkosten, wenn sie einen anderen Entwurf wählt. Sie hat ja was davon. Naheliegender Mißbrauch wäre ebenfalls einfach auszuschließen: Nicht nur fiele eine besonders triste Entwurfsauswahl imagetechnisch auf den Privaten zurück. Vor allem weiß Bürger um die Mehrkosten und dürfte diese ins Entscheidungskalkül ziehen, hat er sie doch indirekt zu bezahlen. Ein zumindest offensichtliches Pokerspiel des Privaten könnte also schnell schief gehen. Dann darf er sich ein unansehnliches Gebäude bauen, welches noch dazu künftig mit ihm bzw. dem Unternehmen in Verbindung gebracht wird.
 

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BreitesBündnisDWF
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und wer keinen bock hat auf mehrheitsentscheidung, macht einfach keinen wettbewerb, zieht seinen lieblingsarchitekten zurate mit dem verweis, es sei keine zeit/kein geld da für eine ausschreibung und wenn das der mehrheit nicht gefalle, gäbs halt baubrache?

tut mir leid, für die miesen fragen. ist aber auch glaube ich ein mythos, dass wir kreativen in lösungen statt in problemen denken würden.
 

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Alphaist
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Discussion Starter · #13 ·
Grund der Idee war, daß die bisherigen Wettbewebsjuries vornehmlich aus Architekten und Politikern nur allzuoft den größten Rotz auswählen. Meines Erachtens signifikant oft.
Es geht also nicht um Verhinderung sondern um Qualität. Durch Ersatz gescheiterter Juries durch den Bürger. Wofür sogar noch weitere Gründe sprächen wie beschrieben. Natürlich ein Experiment, da neu, und von daher ebenfalls kritisch zu begleiten und im Mißerfolgsfall wiederum zu ersetzen/verbessern.

C.P. stehen am Ende nicht weniger oder mehr, sondern gleich viel Entscheide, da die angedachte organisatorische Änderung lediglich die Auswahl der Wahlberechtigten, nicht die der Wahlgegenstände betrifft.
 

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Alphaist
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Discussion Starter · #14 ·
Endlich einen architektonisch so gestalterischen wie zukunftsweisenden Strang gefunden. Prima Idee.
 
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