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Die Stadt hat zwei neue Interessenbekundungsverfahren gestartet.

Zum einen zum Gesundheitshaus, zum anderen für den Königswall 44/46.
Hoffentlich findet sich für das Gesundheitshaus als Perle der Nachkriegsarchitektur ein Nutzer welcher auf die Besonderheiten des Gebäudes eingeht. Die Fachgerechte Instandsetzung der Fassade würde alleine schon einiges her machen und das Gebäude gleichzeitig zu einem der absoluten IKONEN der Architektur der 1950er in ganz NRW wenn nicht sogar Deutschlands machen!




Quelle: Kaufmann
 

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Lofts und Apartments in der Hövelsstraße

Das Gesundheitshaus in der Hövelsstraße von 1958 zählt zu den schönsten und am besten im Original erhaltenden Bauwerken der Nachkriegsmoderne in Deutschland. Derzeit nutzt die Stadtverwaltung des Gesundheitsamtes noch selbst, bekanntlich ist jedoch der Umzug in die alte Postdirektion anberaumt.

Neben dem Studieninstitut Ruhr am Königswall wurde auch für das Gesundheitshaus ein Interessenbekundungsverfahren gestartet und schlug ein wie eine Bombe. In der letzten Ratssitzung im Dezember wird nun über die Zukunft des Hauses entschieden. Einen sehr interessanten Ansatz zeigen die WP-Winkler und Partner Architekten, die den Charme des Ensembles erhalten und wieder mehr zur Geltung bringen wollen. Quelle


Quelle: Mbdortmund - Wikimedia Commons

Visualisierungen zum circa 15 Millionen Euro teuren Umbau


Visualisierungen zum circa 15 Millionen Euro teuren Umbau



Quelle: wp-winkler-partner.de
 

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Umbau Gesundheitsamt

Das vom Dortmunder Architekten Wil Schwarz Ende der 1950er-Jahre konzipierte Gebäudekomplexe im Herzen der Innenstadt soll revitalisiert werden. Mit seinem mit dem Düsseldorfer Büro pinkarchitektur entwickelten Konzept hat sich die Landmarken AG im von der Stadt schon 2016 gestarteten Verfahren für den Verkauf des Gesundheitsamtes gegen 13 Mitbewerber durchgesetzt. Die Architektur des denkmalgeschützten Gesundheitsamtes soll erhalten bleiben.

Das Hauptgebäude an der Hövelstraße soll zum Hotel mit rund 155 Zimmern werden – komplett im 50er Jahre Design. Auch ein Cafè im Obergeschoss mit der offenen Dachterrasse ist vorgesehen. Daneben sind 40 bis 50 Appartements vorgesehen. In den hinteren Gebäudeteil soll eine Kita mit vier bis fünf Gruppen einziehen und den grünen Innenhof beleben, der bislang als Parkplatz genutzt wird. Außerdem ist Platz für Büroeinheiten, die etwa von Firmengründern oder Selbstständigen auch für kurze Zeit angemietet werden können.

Wenn der Rad dem Verkauf zustimmt, sollen Ende 2019 die Umbauarbeiten beginnen und bis Mitte 2021 abgeschlossen sein. Investiert werden ca. 25 Mio Euro.

Quelle: RN - Gesundheitsamt wird zum Hotel und Appartement-Haus





Bilder: Landmarken AG
 

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LIBERTINED
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Wow, ein klasse Projekt! Solche 50er-Jahre-Bauten lasse ich mir gern gefallen, zumal wenn sie mit so einem tollen Mischnutzungskonzept umgebaut werden und Leben in die Gegend bringen.

Wäre mE glatt einen eigenen Thread wert. :)
 

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Ich finde das Gebäude architektonisch schon so sehr ansprechend. Nach der Revitalisierung wird es dann sicherlich zu einem noch schöneren Schmuckstück. Außedem finde ich das neue Nutzungskonzept sehr passend. Mikroappartements scheinen zu Zeit in den Innenstädten sehr angesagt zu sein.

Besonders gespannt bin ich auf die neue Dachterrasse :cheers:
 

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Hier noch die vollständige Pressemitteilung dazu:

Die Landmarken AG hat das Interessenbekundungsverfahren für das Gesundheitshaus in Dortmund gewonnen. Der gemeinsam mit pinkarchitektur eingereichte Entwurf muss nun noch vom Rat der Stadt ratifiziert werden. In dem markanten Ensemble in der Hövelstraße entsteht ein ganz neuer urbaner Nutzungsmix.

Das Gesundheitshaus in Dortmund ist einer der bedeutendsten Zeitzeugen der Architektur der 50er Jahre in Deutschland. Der berühmte Sohn Dortmunds, der Architekt Will Schwarz, hat seinerzeit mit großer Liebe das gesamte Gelände bis ins letzte Detail auch der Innenausstattung gemäß dem bunten Zeitgeist realisiert. Die Landmarken AG wird das Gebäude für einen privaten Investor, der das ‚Neue Gesundheitshaus‘ langfristig im Bestand halten wird, im Geiste des Architekten gründlich sanieren und seine Qualitäten und Schätze freilegen. Dazu hatte sich die Landmarken AG am Interessenbekundungsverfahren der Stadt Dortmund beteiligt. „Das ‚Neue Gesundheitshaus‘ soll eine Pilgerstätte für Freunde der Architektur der 50er Jahre werden. Es gibt kaum einen vergleichbaren Schatz in unserem Land“, so Norbert Hermanns, Landmarken-Vorstand und Hauptgesellschafter der Das Neue Gesundheitshaus GmbH und Co. KG.

Nachdem bereits eine Fachjury den gemeinsam mit pinkarchitektur eingereichten Wettbewerbsbeitrag zum Sieger gekürt hatte, hat am 10. April der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund das überzeugende Ergebnis bestätigt: Ratifiziert der Rat der Stadt diesen Beschluss in seiner Sitzung am 17. Mai, dann entsteht in dem markanten Ensemble, das fünf Gebäudeteile aus den 1950er Jahren vereint, ein ganz neuer Nutzungsmix aus Hotel, Wohnen, Kita und innovativen Büros. Damit wird eine Belebung der Innenstadt auch nach Ladenschluss gewährleistet. Mikrowohnungen schaffen ein Angebot für Auszubildende, Studenten, Absolventen oder Uni-Mitarbeiter und die Kita dient Familien und Kindern mitten in der Innenstadt. Außerdem wird der Innenhof, der heute als Parkplatz ein Schattendasein führt, wieder zu einer grünen Oase – ganz so, wie es der Architekt auch ursprünglich geplant hatte.

„Wichtig war uns ein respektvoller Umgang mit dem Erbe von Will Schwarz und zugleich eine neue Interpretation dieser Ikone Dortmunder Nachkriegsarchitektur“, sagt Andrea Czaika, Wettbewerbsmanagement, die das Verfahren seitens der Landmarken AG betreut hat. Deshalb greift das Konzept der Sanierung, Revitalisierung und Umnutzung des Ensembles, in dem bisher das Dortmunder Gesundheitsamt untergebracht war, die zentralen gestalterischen Merkmale von Schwarz auf und überführt sie sensibel und verantwortungsbewusst in eine zeitgemäße Erscheinung. Zu den Besonderheiten gehört dabei die Fassade, deren blaue Glasmosaikstreifen die Klarheit sauberer Gebirgsbäche symbolisieren und nach dem Willen von Will Schwarz 1957 als frisches Symbol für Gesundheit im Neubau des Gesundheitshauses zu verstehen waren.

Klarheit verschafft einem auch der tolle Blick über Dortmund, den künftig die im obersten Stockwerk des Hotels gelegene Sky Lounge bietet, die man über die künftige Lobby des Hotels erreicht. Dieser Haupteingang, den Will Schwarz entwickelt hatte, wird als Dreh- und Angelpunkt des Ensembles wieder im alten Glanz erstrahlen – mit aufwendigem Dekor, einem Terrazzofußboden mit nierenförmig gemusterten Ornamenten und einer unbeschwert geschwungenen Haupttreppe, die wie eine abstrakte Plastik in den Raum gesetzt wirkt. Akzentuiert wird dieser Haupteingang außen von einem aus acht Betonhalbschalen gestalteten Vordach. „Besonders freuen wir uns auf einen Hotelbetreiber, der die von Will Schwarz entwickelte Farbpalette im ganzen Haus aufnehmen und in seinem Einrichtungs- und Gestaltungskonzept konsequent umsetzen wird“, so Norbert Hermanns.

Das moderne Mobilitätskonzept des Siegerbeitrags sieht vor, zur Reduzierung des Individualverkehrs in der Innenstadt und als Reaktion auf veränderte Mobilität E-Bikes zu platzieren und den Nutzern und Bewohnern Car-Sharing-Angebote zu machen. So werden einige Exemplare des in Aachen entwickelten Elektroautos eGO zur Verfügung gestellt. Der bisher als Parkplatz genutzte, triste Innenhof wird zur grünen Oase mit schöner Hotelterrasse und attraktiver Außenspielfläche für die Kita.

„Hier ist uns erneut ein toller Wettbewerbserfolg gelungen“, freut sich Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling. „Wie hier mit pinkarchitektur gehen wir das gerne mit starken Partnern an. Und Erfolge wie diese spornen uns immer wieder an.“ Für die Landmarken AG wäre die Ruhrgebietsmetropole zudem ein weiterer neuer Projektstandort. „Dortmund passt hervorragend in unsere Expansionsstrategie“, sagt Jens Kreiterling. „Wenn der Rat der Stadt zustimmt, freuen wir uns darauf, hier einen erfolgreichen Beitrag zu einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung leisten zu können.“
 

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Eigentlich eine der besten Nachrichten in letzter Zeit. Und es zeigt: wenn man will, dann geht es auch. Dass das Gebäude von hoher Bedeutung ist, ist wohl ohne Zweifel. Vor allem ist die Bedeutung sehr vielschichtig. Wie schon in den Mittelungen steht - das Gebäude ist von Bedeutung für die Architektur seiner Zeit in Deutschland und Dortmund. Und es ist wohl das Gebäude, welches man mit Will Schwarz als Erstes in Verbindung bringt. Dazu die gemischte Nutzung und das vorgesehene stilvolle Hotel. Da passt eigentlich alles.
Die geplanten Zeiträume erscheinen zwar sehr lang, aber sind wenigstens realistisch.
 

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Discussion Starter · #8 ·
Grandiose Nachricht für Dortmund, die Metropole Ruhr und alle Fans der Architektur der 1950er. Ein erstes Sahnestück bleibt erhalten und wird durch die Landmarken AG sogar noch weiter gestärkt!

Auch der gesunde Mix aus Wohnen, Co-Working Spaces, einer Kita, einem Designer Hotel mit bis zu 150 Zimmern und einem großen Café auf der Dachterasse weiß zu gefallen und kann dieser Ecke der Innenstadt nur gut tun. Es zeigt aber auch wie viel Potenzial die Stadt mit seinen bereits abgerissenen Gebäude des Wiederaufbaus verloren hat. Von den Arkaden am Hauptbahnhof, über die Bibliothek am Markt (darüber lässt sich aufgrund des alten Rathauses sicherlich streiten) bis zu den vielen kleinteiligen Gebäuden entlang der Kleppingstraße ist schon viel vernichtet worden.

Die Entwicklung des Gesundheitshause, der ehemaligen Postgiroamtes und/oder der Diskussion des Museum Ostwall zeigt aber in eine bestimmte positive Richtung. Das Sozial- und Jugendamt warten übrigens auch noch auf eine ähnliche ENTWICKLUNG! Wenn jetzt auch noch auf die Architektur vor 1945 in dieser Stadt mehr wert gelegt würde bin ich beruhigt.
 

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Erster Mieter | prizeotel | Baubeginn im März 2020

Die Landmarken AG wird das Gesundheitshaus Dortmund im Auftrag eines privaten Investors revitalisieren. Die „Das Neue 50er Jahre Gesundheitshaus Vermögensverwaltung GmbH und Co. KG“ hat dafür nun das Ensemble aus sechs Gebäudeteilen von der Stadt Dortmund erworben. Der erste Mieter steht bereits fest: Im siebenstöckigen Hauptgebäude wird die junge Kette prizeotel ein Economy Design Hotel eröffnen. Der Umbaubeginn für das denkmalgeschützte Ensemble mit einer Gesamtfläche von rund 12.900 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist für März 2020 geplant. Die Grundstücksfläche beträgt ca. 4.500 Quadratmeter. [...]

Quelle: http://www.deal-magazin.com/news/87...Revitalisierung-prizeotel-kommt-nach-Dortmund
 
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