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Discussion Starter · #1 ·
Bahnhof Dresden Mitte, der Schnittpunkt der Friedrichstadt zur Innenstadt, darf sich jetzt für viele Jahre damit rumschlagen:

http://www.bausituation-dresden.de/2018/03/neubauten-weieritzstrae.html
↑ mehr Bilder

Und die Stadtzerstörung geht weiter … Wie kann man an den Bahnhofssplatz so eine Einfallslosigkeit hinsetzen? Die Friedrichstadt hat Potential und ist im Aufschwung, auch weil Sie durch den Bahnhof gut angebunden ist. Und dann setzt man sowas da hin? Genau an diese Schnittstelle? Wie kann man Dresdens Potential weiter und weiter mit Füßen treten, statt etwas grandioses aus dieser Stadt zu machen? In 5 bis 10 Jahren könnte die Umgebung des Bahnhofes dort ein gutes Subzentrum sein mit Geschäften und whatnot. Und dann so eine Belanglosigkeit dahin pflanzen? Das hat den selben „Charme“ wie ein Wohnhaus in irgendeiner Nebenstraße im Ruhrgebiet … Und obendrein, laut einem Kommentator auf der Seite, wurden dann auch noch schöne Kirschblütenbäume unnötig abgeholzt. Der Platz könnte ein perle sein, ein tolles Tor zur Friedrichstadt. Ich verstehe es einfach nicht, wie man jedes Potential zunichte macht in dieser Stadt … Unglaublich …
 

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LIBERTINED
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Das eigentlich Schlimme an dem Quartier ist der Eckbau, der Rest wäre noch irgendwie erträglich...

Leider hat Dresden immernoch nicht kapiert, wie sehr seine Ausstrahlung mit qualitätvoller, klassischer Architektur zusammenhängt. Stattdessen rotzt man weiter überall nichtssagende Klötze hin, um zu beweisen, wie vermeintlich modern und "zukunftsgewandt" man ist, während sich dadurch nur Piefigkeit und Provinzialität ausdrückt. Potsdam ist da schon weiter, Leipzig ebenso. Leipzig dürfte allein durch seine clevere Baupolitik bald deutlich vor Dresden liegen.
 

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Discussion Starter · #3 ·
Also ich finde das Eckhaus nicht schlecht, wenn es in einem Plattenbaugebiet stehen würde mit lichtem Grün davor oder zierlichen Kirschblüten eben. Kann dann ganz chic wirken. Aber in einem altstädtischen Subzentrum ist das fehl am Platz. Die anderen drei Häuser finde ich trotz Schrägdach arg schlimm, weil einfallslos flache Fassade mit ebenso flachen Baumarktfenstern und als „Auflockerung“ etwas Putz um die Fenster anders angemalt, dazu eine hässliche Quaderbunkerwarze auf dem Dach und das alles noch dazu in dreifacher Ausführung aneinander gereiht wie Soldaten in Reih und Glied, die Kinder einfallslos anders angemalt haben. Mit Sprossenfenstern, einem besseren Dachaufbau und etwas Fassadenschmuck (muss nicht viel sein) und natürlich etwas Varianz wäre das weit besser gewesen ohne viel Geld.

Deine Einschätzung Dresdens im Vergleich zu anderen Städten teile ich. Leipzig zeigt, wie es geht. Modernen Kram kann man relative hemmungslos in Chemnitz hinstellen, das tut der Industriestadt nicht so sehr weh wie Dresden und Chemnitz könnte davon durchaus profitieren. Mit Dresden (im Kerngebiet) assoziiert aber niemand Baumarkmoderne, das wollen weder Touristen sehen noch Leute, die sich in Dresden bewusst niederlassen wollen. Hier und da was qualitätvolles modernes wie den Kristallpalast ist ja okay, aber der grundtenor sollte echt nicht Baumarktputz und 0815-Nachmittags-CAD sein, erst recht nicht an so einem Knotenpunkt.
 
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