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Letzte Dresdner Tatra-Bahnen auf Abstellgleis

Nach mehr als 40 Jahren Dienst auf den Dresdner Straßen ist Schluss. Die Verkehrsbetriebe haben am Sonnabend ihre letzten legendären Tatra-Straßenbahnen aufs Abstellgleis geschickt. Dresden ist inzwischen vollständig auf Niederflurstraßenbahnen umgestiegen.

„Die neuen Straßenbahnen sind echte sächsische Bahnen“, sagte Verkehrsstaatssekretär Roland Werner laut einer Mitteilung. Sie seien in Bautzen entwickelt und hergestellt worden und damit ein Zeichen für die sächsische Innovation und Wirtschaftskraft. Nach Ministeriumsangaben hat der Freistaat die Landeshauptstadt seit 1991 mit 600 Millionen Euro bei der Modernisierung des Straßenbahnnetzes und dem Kauf der Niederflurwagen unterstützt.

Auf der Augustusbrücke im Stadtzentrum sollte am Abend symbolisch der Staffelstab von der alten zur neuen Bahn-Generation übergehen. Tatra ist der Name des tschechischen Herstellers, der einst die gesamte DDR und andere Ostblock-Staaten mit Straßenbahnwagen versorgt hatte.

Sächsische Zeitung vom 29. Mai 2010

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Die neuen Straßenbahnwagen (links) kamen 1996 nach Dresden. Zu dieser Zeit waren die modernisierten und gelb lackierten Tatra-Wagen noch unverzichtbar (rechts). Foto: Reiner Fäthe
 

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Die Tatrabahn fährt in Rente

Am Sonnabend war das Stadtbild von gelben und rot-weißen Tatrabahnen und fotografierenden Menschen geprägt. Es war der letzte große Auftritt der Bahnen. Mit einem Fest schickten die Verkehrsbetriebe die Tatras nach mehr als 40 Jahren in Rente. Schon morgens standen Fans an, um noch einmal auf historischer Strecke mit dem originalgetreu lackierten Tatrazug 2000 zu fahren.

Sächsische Zeitung vom 31. Mai 2010


Der Tatraprototyp mit der Nummer 2000 aus dem Jahre 1967 fuhr am Sonnabend – frisch geputzt – noch einmal mit Fahrgästen auf der historischen Strecke von Wölfnitz nach Weixdorf. 1969 wurden hier, auf der damaligen Linie 7, erstmals Tatrawagen im Liniendienst eingesetzt. Fotos: André Wirsig
 

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Derweil ist die nächste saftige Fahrpreiserhöhung schon in Sicht...

Die Tatras so schnell auszumustern ist reine Lobbypolitik für Bombardier Bautzen!
 

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Derweil ist die nächste saftige Fahrpreiserhöhung schon in Sicht...

Die Tatras so schnell auszumustern ist reine Lobbypolitik für Bombardier Bautzen!
Ich unterbreche mal kurz meine Schweigezeit, weil was du geschrieben hast Elbtaler ist absoluter unsinn (und ich glaube auch, dass du das selber weisst)!

Erstens war und ist es wichtig und richtig, dass die Öffentlichen Verkehrsmittel Behindertengerecht ausgebaut wurden.
Zweitens haben es ältere Menschen und junge Mutti's mit Kinderwagen leichter in die ÖPNV zu gelangen und wieder hinaus.
Drittens musste die Flotte nach 30 / 40 Jahren modernisiert werden, da sich definitiv irgendwann die ersten Altersmängel eingeschlichen hätten.
Viertens ist es doch aller Ehrenwert, dass die Dresdner Straßenbahnen aus Sachsen kommen, hier Arbeitsplätze erhalten blieben und nicht irgendwo im Ausland gebaut wurden.
Fünftens geb ich dir recht, die Erhöhung ist das Allerletzte. In Berlin bezahle ich 2,10 Euro für 2 Stunden, in Dresden bezahle ich 2,00 Euro für 1 Stunde!
 

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Fahr mal nach Düsseldorf oder Stuttgart. Die haben deutlich ältere Fahrzeugflotten.
Auch Leipzig und Chemnitz nutzen weiterhin ihre Tatras, obwohl die nach Modernisierung viel häßlicher sind als die Dresdner T4D-MT
Das Niederflurproblem wird dort gelöst, indem man Niederflur-Beiwagen anhängt.
Liberec hat seine Tatras auseinandergesägt und einen Niederflurbereich mittig eingefügt.

Was ich bei der DVB vermisse, ist die Suche nach sparsamen Lösungen.
Alles muß bei denen immer vom feinsten und sofort sein. Binnen weniger Jahre wurden zwei komplette Betriebshöfe neu gebaut und nun der Dritte in Trachenberge edelsaniert. Tut das Not?
Daß diese übertrieben teuren Standards auch jemand bezahlen muß, scheint denen nicht bewußt zu sein und am Ende fehlt das Geld für wirkliche Angebotsverbesserungen wie die Neubau-Linie nach Johannstadt.

Theoretisch müßte die Flottenbereinigung nun kräftige Einsparungen bringen, so daß der Stadtrat hoffentlich keine Veranlassung sieht, der überinflationären Fahrpreisanhebung zuzustimmen.
 

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Entschuldige bitte, dass ich dir jetzt so kommen muss, aber belese dich in dieser Hinsicht bitte erst einmal.

Wenn du dies getan hättest, wüsstest du, dass die DVB die Preiserhöhung mit einem Veto abgelehnt hat. Das war aber nur eine Stimme, alle anderen Mitglieder der VVO wollten diese Erhöhung. Ich versteh deine Logik in der Hinsicht nicht, ganz ehrlich. Am besten lief es doch, wo die DVB nur DVB war und kein Teil einer Zwecksgemeinschaft. Wir Dresdner bezahlen allen Kuhdörfern einen P+R und sonstige Luxusbahnhöfe.

Und was ist in der heutigen Zeit wohl preiswerter? Kleine alte Straßenbahnhöfe zu sanieren und überall in der Stadt verteilt zu haben, oder konzentriert an 3 Stellen? Ich denke, du kannst dir die Frage selber beantworten.
 

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Was ich bei der DVB vermisse, ist die Suche nach sparsamen Lösungen.
Schon mal dran gedacht, dass die Flottenerneuerung die sparsamste Lösung sein könnte. Irgendwann steigt der Wartungsaufwand auf ein Niveau, was den weiteren Betrieb deutlich verteuert und die Anschaffung von Neu-Fahrzeugen wirtschaftlicher ist. Die Triebwagen nach 40 Jahren im Betrieb auszurangieren klingt für mich jedenfalls nachvollziehbar.
 

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Neue Straßenbahn durch den Dresdner Süden

Die Strecke soll von Löbtau über die Nossener Brücke und den Zelleschen Weg bis nach Strehlen führen. Die SZ stellt die Pläne vor.


In Dresden sollen bis 2019 drei neue Straßenbahn-Strecken entstehen. Für insgesamt 220 Millionen Euro sollen 16 Kilometer neue Gleise gebaut werden. Ziel ist es, mindestens zwei Millionen zusätzliche Fahrgäste zu gewinnen und Dresdens Straßen um mehr als 5000 Autofahrten am Tag zu entlasten. Die drei Strecken sind die Verlängerung der Straßenbahnlinie 11 von Bühlau bis in das Gewerbegebiet Weißig, die Rückkehr der Linie 5 zwischen Johannstadt und Plauen sowie die Bahnverbindung von Löbtau nach Strehlen auf der Route der heutigen Buslinie 61. Die SZ stellt exklusiv die Entwürfe für die Strecke Löbtau-Strehlen vor.

Die Ausgangssituation: zu volle Busse zum Univiertel

Zwischen Löbtau und der Universität sind täglich bis zu 11000 Fahrgäste unterwegs, ein Großteil davon Studenten. In Spitzenzeiten fahren die Verkehrsbetriebe hier im Zwei-Minuten-Takt mit der Buslinie 61. „Ðie Busse sind oft trotzdem immer noch sehr voll, manchmal auch überfüllt“, sagt DVB-Chefplaner Jan Bleis.

Die Linie 61 ist die Buslinie mit den höchsten Fahrgastzahlen. Mit knapp 37000 Kunden am Tag nutzen 2000 Menschen mehr diese eine Buslinie, als die S-Bahnlinien 1, 2 und 3 zusammen in Dresden pro Tag Fahrgäste haben. „Die Nachfrage steigt weiter“, prognostiziert Bleis.

Das Ziel: Mehr Fahrgäste bequemer transportieren

Löbtau wird bei Studenten immer beliebter. Aber auch junge Familien, die gern den öffentlichen Nahverkehr nutzen, sind in dem Stadtteil zu Hause. „Wir sehen das Potenzial, mindestens 2.100 Fahrgäste mehr pro Tag auf die Strecke zwischen Löbtau und Strehlen zu locken, wenn wir unser Angebot attraktiver machen“, sagt Jan Bleis. Doch noch mehr Busse können nicht mehr eingesetzt werden.

Der Plan: Straßenbahn soll wie die Buslinie 61 fahren

Mehr Menschen können nur mit Straßenbahnen transportiert werden. „Deshalb wollen wir auf der Route der Buslinie 61 eine Straßenbahnverbindung schaffen“, sagt Bleis. Diese „Straßenbahnlinie 61“ soll von der Kesselsdorfer Straße über eine neu zu bauende Nossener Brücke zum Nürnberger Ei fahren. Dort würde die Neubaustrecke auf die vorhandenen Bahngleise anbinden. In einem weiteren Bauabschnitt soll sie vom Nürnberger Platz über den Fritz-Förster-Platz und den Zelleschen Weg verlängert werden. Ziel ist es, die Bahnstrecke dann über den Wasaplatz zu führen und an den S-Bahn-Haltepunkt Strehlen anzubinden. Die Gleise würden dann bis auf die Tiergartenstraße verlängert und schließen an der Franz-Liszt-Straße wieder ins bestehende Gleisnetz an. Die Gleise zwischen Wasaplatz und Franz-Liszt-Straße, wo heute die Bahnen 9 und 13 fahren, fallen weg.

Die Wirkung: Drei neue Linien werden möglich

Die heutige Linie 7 könnte dann von der Kesselsdorfer Straße über den Nürnberger Platz zum Hauptbahnhof fahren. Die Linie 9 würde beispielsweise zwischen Strehlen und dem Hauptbahnhof auf den Zelleschen Weg verlegt. Damit würde die Linie 8 künftig am Postplatz enden und nicht mehr bis zum Nürnberger Ei fahren. Die Buslinie 61 soll nicht wegfallen. Lediglich die zahlreichen Einrücker-Busse, liebevoll „Studenten-Taxis“ genannt, könnten eingespart werden.

Die Kosten: mit neuer Brücke sind 95 Millionen Euro geplant

Am teuersten wird der Bau der neuen Nossener Brücke. Diese wird ohnehin notwendig, da die heutige Brücke in schlechtem Zustand ist. Die Kosten für die 5,5Kilometer lange Neubaustrecke werden auf 95 Millionen Euro geschätzt. Bis zu 90 Prozent könnten Bund und Land bezahlen. 2014 könnte der Bau beginnen und 2019 fertig sein.

Der Verein Dresdner Erben fragt: „Die Stadt will neue Straßenbahnen - warum nicht endlich auch für die Linie 61? Stimmen Sie mit ab: http://straba61.de.vu/

Sächsische Zeitung vom 07. März 2011

Bild

Die Ansicht zeigt, wie die Straßenbahn von der Nossener Brücke aus Löbtau kommend über die Nürnberger Straße Richtung Nürnberger Ei fahren könnte. Es bleibt Platz genug, um vier Autospuren, Radwege und Fußwege einzuordnen. Das ist eine erste Ansicht, die eine mögliche Variante darstellt, aber noch keine beschlossene Streckenführung. Foto: Damien Jdanoff, virtual-architects.net
 

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Neue Bahnlinie von Johannstadt nach Plauen

Etwa hundert Millionen Euro soll der Neubau von knapp sieben Kilometern Strecke kosten. Es ist das dringlichste der drei Straßenbahn-Bauvorhaben.


Die neue Verbindung zwischen Johannstadt und Plauen ist für die Dresdner Verkehrsbetriebe die dringlichste der drei neuen Straßenbahnstrecken. Insgesamt sollen für 220 Millionen Euro auch Strehlen mit Löbtau und Bühlau mit Weißig per Bahnlinie verbunden werden. Die SZ stellt im zweiten Teil Johannstadt-Plauen vor.

Die Ausgangssituation: Drei Wohngebiete mit Potenzial

Die geplante Strecke verbindet zwei wachsende Wohnviertel die Johannstadt mit ihrer Elbnähe und Plauen als Studenten-Stadtteil wegen der kurzen Wege zur TU. Doch zentrale Bereiche sind nur mit dem Bus am Nahverkehr angeschlossen.

Das Ziel: Bahn soll Viertel beleben und Fahrgäste locken

Die Route der geplanten Bahnlinie entspricht weitgehend der Linienführung des Busses Nummer 62. So soll der S-Bahn-Haltepunkt Plauen über den Dr.-Külz-Ring und den Pirnaischen Platz mit der Johannstadt verbunden werden. Die Buslinie ist mit 22500 Fahrgästen täglich die zweitstärkste der Stadt. Die Bahnlinie soll das Gründerzeitviertel in der Johannstadt aufwerten und Läden, Cafés und Händler anlocken. Das soll den Vierteln noch einen Wachstumsschub verleihen.

Der Plan: Bahn soll wie die Buslinie 62 fahren

An der Kreuzung Budapester/Nürnberger Straße würde mit der ebenfalls geplanten „Straßenbahnlinie 61“ ein Umsteigepunkt entstehen. Die Buslinie 62 würde überflüssig. Die neue Linie 5 würde von der Sachsenallee über die Güntzstraße fahren, und in die Pillnitzer Straße einbiegen. Am Dippoldiswalder Platz kann die Bahn über die Budapester und die Chemnitzer Straße bis Plauen fahren.

Die Wirkung: Auf drei Strecken schneller unterwegs

Ergänzt werden soll das Vorhaben durch einen Kilometer Neubaustrecke zwischen Fetscherplatz und Pillnitzer Straße auf der Striesener Straße. Die Linien vier und zehn würden dann über die Striesener Straße fahren, die Linie 12 über den Comeniusplatz. Auf der neuen Linie fünf werden 2300 zusätzliche Fahrgäste erwartet. Nach Dölzschen soll die Buslinie 85 statt der heutigen 62 fahren. Der sechs Kilometer lange Gleisneubau soll 95 Millionen Euro kosten und spätestens bis 2019 fertig sein.

Sächsische Zeitung vom 08. März 2011

Bilder

Bönischplatz: Im Johannstädter Abschnitt, wie hier am Bönischplatz, bleibt neben den Gleisen genug Platz für Parkplätze und den Autoverkehr auf der Pfotenhauerstraße, hier mit dem Blick in Fahrtrichtung Pfeifferhannsstraße. Visualisierungen: Damien Jdanoff, virtual-architects.net


F.-C.-Weiskopf-Platz: Die Visualisierung zeigt, dass auch am Plauener Rathaus genug Platz wäre, die Straßenbahn einzuordnen. Laut Verkehrsbetrieben ist die technische Realisierbarkeit geprüft und bestätigt.


Pfeifferhannsstraße: Den knappen Platz der Pfotenhauerstraße können sich Bahnen und Autos teilen. Die Durchfahrt würde auf Anwohner und Lieferverkehr beschränkt, Durchgangsverkehr würde auf das Kollwitz-Ufer gezwungen.


Pillnitzer Straße: Diese Ansicht zeigt die Pillnitzer Straße in Richtung Rathenauplatz. Links ist das Serumwerk zu sehen. Auch hier sollen neue Gleise verlegt werden, die bis zum Fetscherplatz verlängert werden sollen.


Budapester Straße: Diese Ansicht zeigt die Verkehrsader in Höhe des Feldschlößchen-Hauses mit Blick nach Plauen.
 

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Lösung für Bahnlinie nach Weißig gefunden

Als dritte der geplanten Neubaustrecken soll die Straßenbahnlinie 11 von Bühlau nach Weißig verlängert werden. Insgesamt wollen die Verkehrsbetriebe bis 2019 220 Millionen Euro in 16 Kilometer neue Gleise investieren. Bis zu 90 Prozent davon sollen Bund und Land bezahlen. Mit dem Geld sollen auch Löbtau mit Strehlen und Plauen mit der Johannstadt (SZ berichtete) per Straßenbahn verbunden werden. Im dritten und letzten Teil stellt die SZ die Planung für die Strecke nach Weißig vor.

Die Ausgangssituation: Die Ortschaft wächst weiter

Nach der Wende erlebte Dresden eine Stadtflucht. Viele Bewohner zog es in die Vororte. Davon profitierte wie kaum eine andere Ortschaft Weißig. So entstanden mehrere neue Wohnsiedlungen am östlichen Stadtrand. Parallel entwickelte sich der Gewerbepark Weißig mit Einzelhandel und Unternehmen. Aber für die mehr als 6000 Einwohner im unmittelbaren Einzugsbereich von Weißig und mehreren Tausend in mittlerer Entfernung gestaltet sich die Anbindung an den Nahverkehr schwierig. So endet die Linie 11 heute in Bühlau am Ullersdorfer Platz. Nach Weißig fährt bisher die Buslinie 61. Außerdem bringen der Hochlandexpress und Überland-Buslinien die Anwohner zur Bahn.

Das Ziel: Weniger umsteigen soll mehr Fahrgäste bringen

Vor allem das Umsteigen hält viele Weißiger davon ab, den Nahverkehr zu nutzen. Die Folge: Über die Bautzner Landstraße rollen viele Menschen mit Autos aus dem Umland und dem Hochland bis ins Stadtzentrum zum Arbeiten.

Der Plan: Strassenbahn ersetzt die Buslinie 61

Mit dem 3,5 Kilometer langen Streckenneubau kann die Buslinie 61 nach Weißig künftig in Bühlau enden. Die Bahn soll vom Ullersdorfer Platz geradeaus auf der Bundesstraße 6 fahren. Stadtauswärts teilt sie sich die Spur mit den Autos. Stadteinwärts ist den DVB-Planern zufolge ein eigenes Gleisbett in der Fahrbahnmitte angedacht. Die heutige Busspur würde dann Autospur werden. Geprüft wird noch, ob am Ullersdorfer Platz ein Eckgebäude der Bahntrasse weichen muss. Zwischen der Rossendorfer Straße und dem Steinkreuz soll die Bahn nördlich der Bundesstraße zweigleisig verlaufen. Bis zum Gasthof geht es dann auf der Bundesstraße weiter. Die größte Engstelle befindet sich zwischen dem Gasthof Weißig und dem Einkaufszentrum. Dafür schlagen die Planer einen eingleisigen Abschnitt vor. Hinter der Tankstelle soll eine Wendeschleife mit einem Pendlerparkplatz entstehen. Der Hochlandexpress soll die Weißiger aus den Wohngebieten an den Gasthof zur Bahn bringen.

Die Wirkung: Mindestens tausend neue Fahrgäste

Die Untersuchung der Verkehrsbetriebe zeigt, das mindestens 1000 zusätzliche Fahrgäste täglich durch die Straßenbahn gewonnen werden können. Gleichzeitig soll die Bautzner Landstraße durch die Umsteiger, die auch aus dem Umland kommen sollen, spürbar vom Autoverkehr entlastet werden. Der Ullersdorfer Platz kann umgestaltet werden. Dort soll eine kleine Wendemöglichkeit und eine zentrale Haltestelle für Bus und Bahn entstehen. Das Ausfahren aus der Quohrener Straße soll leichter werden. Das Vorhaben kostet etwa 30 Millionen Euro. Es soll den Anwohnern detailliert vorgestellt und vom Stadtrat entschieden werden.

Sächsische Zeitung vom 09. März 2011

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Der Ullersdorfer Platz in Bühlau ist für Busse, Bahnen und Autofahrer ein Ärgernis, das mit der Verlängerung verschwinden soll.Foto: André Wirsig
 

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Das stimmt schon mal so überhaupt nicht, denn auf der Nossener Brücke und Nürnbergerstr. ist noch nie eine Straßenbahn gefahren und auf derm Zelleschen Weg erst recht nicht. Das wäre eine tatsächlich neue Linie. Das mit der Johannstadt ist natürlich eine ursprünglich historische Linie und was jetzt aber absolut neu für mich ist, dass doch mal schon 1927 eine Straßenbahn nach Weißig fuhr. Siehe hier:

http://www.deutschefotothek.de/obj70400020.html
 

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Weißig hatte bis nach dem 2.WK Straßenbahnanschluß nach Dresden und Eisenbahnanschluß nach Dürrröhrsdorf (von wo aus man in die Richtungen Pirna, Arnsdorf und Neustadt/Sa. weiterfahren konnte)

Beide Strecken wurden zur Materialgewinnung stillgelegt und demontiert, um andere wichtigere Strecken damit wieder aufzubauen.
 

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Verkehrsbetriebe feierten Richtfest an Messebahnbrücke

Trotz Kälte und Hochwasser liegen die Arbeiten im Plan. Am 1. Juni rollt die erste Bahn ins Messegelände.


Der Rohbau der neuen Straßenbahnbrücke über die Flutrinne steht. So konnten die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und zahlreiche Gäste dort gestern Richtfest feiern. Mit Regen zeigte sich dabei das Wetter nicht gerade von seiner freundlichen Seite. Doch die Bauleute hatten im Winter ganz andere Extreme erlebt. „Trotzdem haben sie ohne Unterbrechung gearbeitet“, lobte sie DVB-Vorstand Reiner Zieschank. So seien noch bei minus 17 Grad mit bloßen Händen Stahlbewehrungen für die Brücke geflochten worden. Selbst beim Hochwasser in der Flutrinne wurde auf der Brücke weiter gearbeitet.

Die Bauleute stehen unter enormem Termindruck. Erst im September hatte der Bau der 1,6 Kilometer langen Straßenbahnstrecke zwischen der Friedrichstraße und der Messe begonnen. Wetterbedingter Zeitverzug konnte wieder aufgeholt werden.

Geplant ist, dass am 1. Juni die erste Bahn rollt. Die Verkehrsbetriebe wollen damit die vielen tausend Gäste des Kirchentags per Bahn zu ihren Veranstaltungsorten bringen. Wie sich bei zahlreichen Großveranstaltungen zeigte, ist die heutige Verbindung mit dem Bus nicht leistungsfähig genug. Die Bahn soll dank des eigenen Gleisbetts schneller mehr Menschen zur Messe bringen.

Sächsische Zeitung vom 05. April 2011
 

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Freistaat fördert drei neue Strecken der Straßenbahn

Die Chancen für den geplanten Neubau von drei Dresdner Straßenbahnstrecken wachsen erheblich. Erstmals hat der Freistaat signalisiert, dass er sich an den Kosten beteiligen will.

Das machte Staatssekretär Roland Werner (FDP) vom Verkehrsministerium gestern beim Richtfest an der Messebahnbrücke deutlich. Seine Behörde würde diese Projekte unterstützen und die Finanzierung wohlwollend prüfen. An den Kosten von 220 Millionen Euro müsste sich das Land mit bis zu 15 Prozent beteiligen.

Die Entwürfe für das Straßenbahnprogramm „Dresden 2020“ liegen seit einigen Wochen vor. Die Linie 11 soll von Bühlau nach Weißig verlängert und die Linie 5 zwischen Johannstadt und Plauen gebaut werden. Vorgesehen ist zudem eine Verbindung von Löbtau nach Strehlen.

Sächsische Zeitung vom 05. April 2011
 

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Seit Sonntag nun rollen die Bahnen offiziell ins Ostra-Gehege


In bemerkenswert kurzer Bauzeit wurden die 1,5 km Neubaustrecke inklusive neuer Flutrinnenbrücke aus dem Boden gestampft




Museumswagen "Kleiner Hecht"




Von der neuen Gleisschleife ist es nicht weit bis zur Elbe...


Gegenüber Pieschen mit der Hafenbrücke
Früher gab es hier eine Fähre, die jetzt für den Kirchentag und den ganzen Juni vorübergehend wiederbelebt werden soll.
Eine dauerhafte Wiederinbetriebnahme lehnt die DVB derzeit noch ab.




Am Eingangsbereich der Messe Dresden




Friedrichstraße




Die Museumswagen vor der Yenidze und den neuesten Errungenschaften moderner Gegenwartsarchitektur
 
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