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Discussion Starter #1 (Edited)
Letzte Woche wurde der Entwurf für das neue BürgerRatHaus präsentiert. Dieser stammt vom Generalplanungsteam agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren, und überragte die anderen 13 fristgerecht eingereichten Beiträge in wesentlichen Aspekten, wie der Verwaltungsvorstand bei der Vorstellung der Ergebnisse des Wettbewerbs im Rahmen einer Pressekonferenz mitteilte. "Der Entwurf musste den verschiedenen Ansprüchen und Bedarfen aller Zielgruppen des BürgerRatHauses gerecht werden, städtebaulich und architektonisch überzeugen, vor allem aber zukunftsweisend für die Stadtverwaltung Essen sein. Dies hat aus Sicht des Preisgerichts der Entwurf von agn am besten gelöst", würdigte das Stadtoberhaupt das Generalplanungsteam aus Westfalen.

Der Beitrag von agn sieht eine dreiteilige Gebäudekombination, in deren Zentrum eine 14 Stockwerke hohe Hochhausscheibe steht, vor. Überragend ist der Entwurf folglich auch im wortwörtlichen Sinne. "Das Ensemble orientiert sich zum Burgplatz hin und nimmt das Muster der Bebauung um den Varnhorstkreisel mit dem Gildehof und den flankierenden Hochhäusern auf", erläuterte Stadtdirektor Hans-Jürgen Best die Entscheidung des Preisgerichts. Zugleich gelingt dem Entwurf dank zurückhaltender Kubatur und der wesentlich geringeren Höhe der die Hochhausscheibe umgebenden Gebäudeteile der klare Bezug zur nachbarschaftlichen Bebauung rund um die denkmalgeschütze Alte Synagoge Essen.

Überzeugt hat die Jury darüber hinaus insbesondere die klare Trennung aus Frontoffice und Backoffice, die in zwei verschiedenen Gebäudeteilen untergebracht sind, und der bewusste und gekonnte Umgang mit dem enormen Bedarf an Büro- und Besprechungsflächen auf einem aufgrund der unterschiedlichen Niveaus und der Abmessungen nicht gerade einfach zu beplanenden Grundstück.

Mit der heutigen Vorstellung der Beiträge und der Eröffnung der Ausstellung aller fristgerecht eingesandten Entwürfe endet der internationale Architektenwettbewerb zum BürgerRatHaus, womit ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Verwaltungsgebäude der Stadt Essen erreicht ist. Denn damit können das Bauvorhaben nun präzisiert und seitens der Stadt Essen gewünschte Verfeinerungen und Änderungen in den für Anfang 2020 geplanten Vorentwurf des Gebäudes eingearbeitet werden. So will es das sogenannte "Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem Planungswettbewerb", in das der Wettbewerb eingebettet ist.
Pressemitteilung: Stadt Essen - Das BürgerRatHaus will hoch hinaus





Bilder: agn Niederberghaus & Partner GmbH | Bild kann vergrößert werden durchs anklicken
 

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Discussion Starter #2
Das neue BürgerRatHaus soll hinter der Alten Synagoge und der Altkatholischen Kirche bis Ende 2024 entstehen und rund 115 Mio Euro kosten. Es werden ca. 30.000 Quadratmeter Nutzfläche auf einem knapp 10.000 Quadratmeter großen Grundstück realisiert.

Das Amt für Soziales und Wohnen soll dort einziehen, Abteilungen des Jugendamtes und Teile des Jobcenters – insgesamt 1300 städtische Mitarbeiter. Parkplätze gibt’s in der dreigeschossigen Tiefgarage, 120 davon für die Öffentlichkeit.

Quelle: WAZ - Das neue „Bürgerrathaus“ der Stadt Essen wird ein Hochhaus




Quelle: https://www.agn.de/de/artikel/news/1-preis-fuer-agn-beim-wettbewerb-buergerrathaus-essen/
 

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Auf der Seite der Stadt Essen ist der Baubeginn für 2021 angesetzt. Fertigstellung und Eröffnung sollen 2024 sein. Auch gibts dort einen Link zu einem Virtuellen Rundgang durch und um das Gebäude.

Auch interessant ist der Link zu einer Dokumentation des Architektenwettbewerbs. Dort werden auch die Beiträge anderer Teilnehmer vorgestellt. Überrascht bin ich, dass agn Niederberghaus & Partner wohl die einzigen waren die mit einem Hochhaus geplant haben und man gerade sie, in unserem hochhausfeindlichem Ländle, zum Sieger erklärt hat. Allerdings finde ich auch, dass sich das kleine Hochhaus (laut Plan 56m) gut in die Reihe der kleinen Hochhäuser am Varnhorstkreisel einreiht. Zur Fassade etc. muß man noch abwarten, allerdings ging mein erster Gedanke bei der Visualisierung an das HCC in Dortmund... aber mal abwarten.
 

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Discussion Starter #4
Ich persönlich freue mich über den Sieg des Hochhausentwurfs. Das Projekt trägt weiter zur Verdichtung der Skyline bei. Die Gestaltung der Fassade sollte man aber überarbeiten. Es wirkt ein wenig eintönig und austauschbar. Es war wohl auch ein großer Kritikpunkt der Bürger, die sich zum Teil sehr negativ im Netz über den Entwurf geäußert haben.

Das Hochhaus wird mit dem Dachaufbau/Techniktgeschoss übrigens sogar 59,40 m hoch sein. Das kann man auf dieser Visualisierung erkennen.



Bild: agn Niederberghaus & Partner GmbH | Bild kann vergrößert werden durchs anklicken
 

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Persönlich sehe ich den Entwurf auch absolut positiv, auch was die Höhe betrifft. Die 60m ergänzen die anderen kleinen Hochhäuser dort schon gut. Es ist ja doch recht nah am Rathaus. Man stelle sich jetzt mal ein 90-100m Haus dort vor, m.M.n. würde es die Solitär-Stellung des Rathauses doch sehr beeinträchtigen, zumal das Rathaus trotz seiner 50 Jahre immer noch einen guten Eindruck macht und sich mit seiner Form der Skyline hin öffnet. Trotzdem würde ich mich natürlich auch mal wieder über ein 100m+ Gebäude freuen. Aber dann bitte auf der Südseite des Hbf's (träum). Insofern bin ich mal auf die Pläne von Hochtief zum Um-/Ausbau ihrer Zentrale neben dem RWE-Turm gespannt.

Und das sich die Bürger alle negativ zu dem Entwurf und zu Hochhäusern allgemein äußern, kann ich so nicht wirklich glauben. Schaue ich in mein Umfeld, also Freunde, Familie etc. so habe ich eigentlich von noch keinem mal gehört das Hochhäuser das Stadtbild zerstören. Im Gegenteil, wenn man Essener hört, so sind die meisten doch etwas Stolz auf ihre kleine, feine Skyline. Ich denke mal das unsere Gesellschaft halt so tickt, Befürworter sehen sich bestätigt und schweigen, während Gegner immer laut schreien. Man hört sie nur besser.
 

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Discussion Starter #6
Auf jeden Fall ''Daumen hoch'' für die Stadt, die sich für die einzige Hochhausvariante im Wettbewerb entschieden hat. Da sieht man auch, dass man bestrebt ist die Skyline weiter zu entwickeln.

Anbei auch einige Visualisierungen zu den anderen Beiträgen:


2 Preis: Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart


Anerkenunng: kadawittfeldarchitektur, Aachen


Anerkennung: Max Dudler, Berlin


Anerkennung: JSWD Architekten, Köln (DE) Büroprofil


Quelle: https://www.competitionline.com/de/ergebnisse/308171
 
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