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"Zwischen Bottrop und Essen entsteht auf einer der größten Flächenreserven der Metropole Ruhr eine neue Stadtlandschaft. Heute stellten Vertreter der Städte Essen und Bottrop sowie der RAG Montan Immobilien erste Module des Masterplans für die Entwicklung des 1.700 Hektar großen Areals nördlich und südlich des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher vor. "Freiheit Emscher" soll das städteübergreifende Quartier heißen. Im Fokus der Machbarkeitsstudie IKEP-Mitte steht die neue infrastrukturelle Erschließung und Entwicklung fünf ehemaliger Bergbauflächen von insgesamt 150 Hektar.

Gemeinsam erarbeiten die Partner Pläne für Arbeitsplätze in attraktiver Lage am Wasser, moderne, smarte Industrieanlagen, Gewerbe und Dienstleistungen, Wohnen und Freizeitangebote. Für das weitere Vorgehen haben die Planer drei Leitbilder erarbeitet. So sollen neben neuen Verkehrsachsen und -knotenpunkten verschiedene Kerne entstehen, um die herum die neuen Quartiere wachsen können. Ende 2018 soll die Machbarkeitsstudie abgeschlossen werden; danach soll der strategische Masterplan für die "Freiheit Emscher" in die Umsetzungsphase gehen."

Quelle: idr
 

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Hier noch die vollständige Pressemitteilung dazu:
"Freiheit Emscher": Historische Chance auf ein neues Zentrum zwischen Essen und Bottrop

  • Machbarkeitsstudie IKEP_Mitte: Essen, Bottrop und RAG Montan Immobilien GmbH erarbeiten Masterplan für Neuentwicklung des 1.700 ha großen Gebietes
  • Neue Verbindungen und Entwicklungskerne für attraktive Quartiere
  • 150 Hektar Bergbauflächen können neu erschlossen und entwickelt werden
  • Historische Chance: Integrierte Stadtentwicklung über Stadtgrenzen hinweg soll Brücken über den Kanal und neuen Autobahnanschluss ermöglichen

Sie sprachen vom "spannendsten Stadtentwicklungsprojekt des Ruhrgebietes, vielleicht in ganz Nordrhein-Westfalen", von einer "einmaligen, historischen Chance" durch einen "starken Verbund" und eine "ganzheitliche, integrierte Entwicklung": Die Spitze der Städte Essen und Bottrop sowie der RAG Montan Immobilien GmbH - Thomas Kufen, Bernd Tischler und Markus Masuth - haben am Donnerstag (1.2.) auf Prosper II in Bottrop erste Module des Masterplans für das 1.700 Hektar große Gebiet nördlich und südlich des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher vorgestellt. Unter dem Namen "Freiheit Emscher" soll hier ein neues urbanes Zentrum mit Gewerbe und moderner Industrie, Wohnen, Grünflächen und Freizeitangeboten am Wasser entstehen. "Wir haben das gemeinsame Ziel, mitten im Ruhrgebiet eine neue Stadtlandschaft und attraktive Flächen für die Arbeitsplätze der Zukunft zu entwickeln", so die Projektpartner.

Dreh- und Angelpunkt ist eine grundlegend neue infrastrukturelle Erschließung des Areals und die Entwicklung fünf ehemaliger Bergbauflächen von insgesamt 150 Hektar - einer der größten Flächenreserven des Ruhrgebiets in zentraler Lage. Dafür erarbeiten die drei Projektpartner seit Anfang 2017 mit Förderung des Landes einen Interkommunalen Entwicklungsplan im Rahmen der Machbarkeitsstudie IKEP_Mitte.

Das Leitbild nimmt Konturen an

Jetzt nimmt das Leitbild für das Generationenprojekt Konturen an: Arbeitsplätze in attraktiver Lage am Wasser, viel Raum für moderne, smarte Industrieanlagen, Gewerbe und Dienstleistungen, aber auch passende Ergänzung von Wohnangeboten und attraktiven Freizeitangeboten an der renaturierten Emscher - all das soll in der "Freiheit Emscher" möglich sein. "Damit gehört die Entwicklung der Industriefläche zwischen den beiden Städten Essen und Bottrop mit zu den spannendsten Projekten der Stadtentwicklung der letzten Jahre. Zwei Kommunen, ein Wirtschaftspartner und viele weitere Akteure arbeiten zusammen, um eine gemeinsame Fläche zu entwickeln - das hat es noch nicht oft gegeben. Darüber hinaus sind auch die Bürgerinnen und Bürger gefragt, diesen neuen Lebensraum mit zu gestalten", sagt Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Von der Peripherie ins Zentrum: Neue Infrastrukturentwicklung als Schlüssel

Seit Anfang 2017 untersucht die Machbarkeitsstudie IKEP_Mitte, wie das gemeinsame Ziel eines neuen urbanen Zentrums Wirklichkeit werden kann. Im Zentrum steht dabei die infrastrukturelle Neuerschließung des riesigen Gebietes, das von beiden Seiten des Kanals bislang durch seine eher periphere Lage charakterisiert war. "Stadthafen, Emscherinsel und Kohlelager hatten über Jahrzehnte einen stark trennenden und limitierenden Charakter, der die Entwicklung verhindert hat", sagt Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH, die der größte Eigentümer gewerblicher Flächen im Gebiet ist. "Wenn die Flächen bis Mitte des nächsten Jahrzehnts aus dem Bergrecht entlassen werden, haben wir die historische Chance, diesen vielleicht letzten industriellen Dschungel des Ruhrgebiets durch neue Verkehrswege zu erschließen und zu entwickeln."

Integriertes Gesamtkonzept für ein Generationenprojekt

Eine Chance allerdings, "die nicht mit Kirchturmdenken, sondern nur in diesem starken Zusammenschluss und mit einem schlüssigen Gesamtkonzept für das ganze Gebiet zu wahren ist", ergänzt Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler. "Wir haben uns die Zeit und die planerische Freiheit genommen, dieses Generationenprojekt fundiert anzugehen." Konkret erarbeiten die drei Projektpartner gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft aus den Stahm Architekten, LAND Germany und SHP Ingenieure einen offenen strategischen Masterplan. "Unsere Idee von der Freiheit Emscher lässt sich nur durch eine ganzheitliche Betrachtung verwirklichen. Nur dadurch ist die kritische Masse für große Infrastrukturprojekte zu erreichen, für die wir dann auch auf die Unterstützung des Landes hoffen dürfen", so Tischler.

Auch die neue Benennung signalisiert die vielversprechenden Perspektiven des Raumes: Als Freiheit bezeichnet man seit dem Mittelalter Gebiete mit besonderen Rechten, an denen sich für Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürger Möglichkeiten zur freien Entfaltung bieten - "Freiheit Emscher" ist damit nicht nur ein symbolträchtiger, leicht einprägsamer Name, sondern auch eine Art Versprechen für die künftige Entwicklung, so die Projektpartner.

Herausragende Bedeutung eröffnet Perspektive für die Verwirklichung

Das Gebiet biete mit fünf potentiellen gewerblich-industriellen Quartieren immense Chancen auch für die Schaffung neuer Arbeitsplätze: Mit dem Ende der Bergbauär werden bis 2025 Schritt für Schritt auf die Restriktionen des Bergerechts entfallen. "Unsere bisherigen Erfahrungen mit der Entwicklung dieser Flächen zeigen allerdings, dass eine isolierte Betrachtung und individuelle Entwicklungsversuche nicht ausreichen", erläutert Markus Masuth. "Mit dem integrierten Gesamtkonzept erhält die Freiheit Emscher eine herausragende Bedeutung für die beiden Großstädte Essen und Bottrop, für die Wirtschaft unserer Region und nicht zuletzt für die Menschen, die in diesen Gebieten wohnen und arbeiten", ergänzt Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Flexible Anpassung an verschieden Entwicklungsszenarien

Für das weitere Vorgehen haben die Planer drei Leitbilder erarbeitet. So sollen neben neuen Verkehrsachsen und -knotenpunkten verschiedene Attraktionskerne entstehen, um die herum die neuen Quartiere wachsen können. "Der Ansatz eines offenen strategischen Masterplanes wird es ermöglichen, im Prozess der nächsten Jahre flexibel auf unterschiedliche Entwicklungsszenarien und Zukunftsbilder reagieren zu können", erläutert die Architektin Aleca Waldow-Stahm als Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft aus den drei Büros Stahm Architekten (Braunschweig), LAND Germany (Düsseldorf) und SHP Ingenieure (Hannover). Ende 2018 soll die Machbarkeitsstudie abgeschlossen werden; danach soll der strategische Masterplan für die "Freiheit Emscher" in die Umsetzungsphase gehen.
 

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Zwischen Essen und Bottrop soll grüne Zukunftsstadt entstehen

In der Freiheit Emscher zwischen Essen und Bottrop soll ein Stadtraum entstehen, in dem Natur, Wirtschaft und Leben eng miteinander verwoben sind. Diese Vision entwarfen die teils internationalen Gäste beim Zukunftskolloquium „Freiheit Emscher schafft Stadtraum“ am 25. September im Essener Bildungshotel. Vor rund 70 Fachbesuchern stellten Experten aus Architektur und Wissenschaft wegweisende Stadtentwicklungsprojekte und Landschaftsbauwerke vor und setzten sie in Beziehung zum Zielkonzept für das Projektgebiet Freiheit Emscher.

Eine grüne Allee mitten durch ein Quartier ausschließlich für Fahrräder und einen selbstfahrenden Bus - diese Idee hat Edzo Bindels vom niederländischen Architekturbüro West8 in Eindhoven bereits umgesetzt. Am 25. September stellte er sie auf dem dritten Zukunftskolloquium für die Freiheit Emscher vor. Es ist die Fortsetzung eines Grünkorridors, der vom Stadtrand an das betreffende innenstadtnahe Quartier führt und so nun einen durchgängigen Grünzug in die Innenstadt bildet.

Eine ganz ähnliche Idee hatte die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) "Freiheit Emscher" auch im Zielkonzept für das 1700 Hektar große Gebiet im Essener Norden und Bottroper Süden entwickelt: So sollen vorhandene Grünflächen vom Krupp-Gürtel nahe der Essener Innenstadt und dem zukünftigen Stadtquartier Essen 51 über den Rhein-Herne-Kanal und die Emscher-Insel bis nach Bottrop und Gladbeck miteinander verbunden werden, teils auch über eine sogenannte Umwelt-Trasse, die streckenweise ebenfalls nur für Radverkehr und alternative Mobilität geöffnet sein soll.

Grünkorridore heißen aber keineswegs nur Park oder Wald: Natur und Kultur, Landschaft und Architektur, Arbeiten, Wohnen und Freizeit sollen in der Freiheit Emscher näher zusammenrücken. "Technologie der Zukunft ist natürlich. Nach einer Woche in Manhattan vermissen Sie die Bäume. Deswegen arbeiten wir an Quartieren, in denen Natur und Architektur sehr eng miteinander verwoben sind", sagte Giovanni de Niederhäusern von Carlo Ratti Associati aus Turin. Das italienische Design- und Architekturbüro gestaltet einen Teil des Geländes der Expo 2015 in Mailand zu einem neuen Wissenschaftscampus (MIND Milano Innovation District) um, in dem Leben und Arbeiten, Wissenschaft und urbane Mikrolandwirtschaft eng beieinander stattfinden, getrennt lediglich durch öffentliche, begrünte Räume. „CoCoCo - Co-working, Coliving, Co-making“ lautet das Prinzip, dem auch die Freiheit Emscher folgen könnte.

Bis Ende 2018 entwickeln die Projektpartner der Städte Essen und Bottrop sowie der RAG Montan Immobilien einen strategischen Masterplan für das 1700 Hektar große Gebiet nördlich und südlich des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher mit fünf ehemaligen Bergbauflächen. Ziel ist, das Areal neu zu erschließen und zu einem urbanen Zentrum zwischen Essen und Bottrop zu entwickeln. Ab 2019 soll es an die Umsetzung gehen.
Pressemitteilung: https://www.rag-montan-immobilien.d...-bottrop-soll-gruene-zukunftsstadt-entstehen/
 

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Masterplan "Neue Freiheit Emscher" vorgestellt


(C) Stahm Architekten

Die "Freiheit Emscher" nimmt konkrete Formen an. Die Machbarkeitsstudie des derzeit größten Stadtentwicklungsprojekts in NRW ist beinahe abgeschlossen, das Struktur- und Nutzungskonzept steht. Läuft alles nach Plan, kann 2020 mit der Vermarktung des 1.700 Hektar großen Areals zwischen Bottrop und Essen begonnen werden.

Für die Umsetzung des Masterplans wird in den kommenden zehn bis 15 Jahren ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden müssen. Dabei setzen die Beteiligten auf zusätzliche Förderung durch Land, Bund und Europäische Union.

Kern ist die Erschließung von fünf Industrie- und Gewerberquartieren mit einer Gesamtfläche von 155 Hektar. Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Digitalisierung, neue Mobilität und auf der Verknüpfung von Arbeiten, Leben und Wohnen. Angesprochen sind vor allem wissensbasierte Dienstleistungen, Labore und Start-ups, innovatives Handwerk sowie Digitalwirtschaft.

Vor allem am Kanal, am Stadthafen und an der Emscher sieht der Plan auch Freizeitangebote vor. Uferpromenade und Gastronomie sollen das Zentrum der Freiheit Emscher zusätzlich attraktiv machen.

Wichtigster Punkt in Sachen Verkehr ist die Anbindung der Freiheit Emscher an die Autobahn 42. Innerhalb des Areals setzt das Konzept auf Verkehrsvermeidung und intelligente Bündelung des Verkehrs. Die Gewerbeflächen werden durch eine "Umwelttrasse" für Radfahrer, ÖPNV und emissionsarme Fahrzeuge verbunden, für den Schwer- und Wirtschaftsverkehr steht ein "Gewerbeboulevard" zur Verfügung.

Noch in diesem Jahr wollen die Partner eine gemeinsame Trägerschaft für das interkommunale Entwicklungsprojekt gründen - eine Voraussetzung für das Einwerben von Fördermitteln. Die ersten Sanierungsarbeiten beginnen noch in diesem Jahr.

Quelle: idr
 

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Projektfortschritt beim Stadtentwicklungsprojekt

Mit dem Sanierungsbeginn nehmen die Planungen zum neuen urbanen Zentrum Freiheit Emscher konkrete Formen an: Nur zwei Jahre nach Start der Machbarkeitsstudie beginnt die Umsetzungsphase eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Nordrhein-Westfalens. Das städtebauliche Konzept für das künftige Gewerbegebiet Emil Emscher liegt vor, sodass noch 2019 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Im Mai haben die Städte Essen und Bottrop sowie die RAG Montan Immobilien die Bürger in einer öffentlichen Informationsveranstaltung über den Projektfortschritt informiert und sie in den Planungsprozess eingebunden. So stellten die Projektpartner das Struktur- und Nutzungskonzept für das insgesamt 1.700 Hektar große Areal Freiheit Emscher, den Bebauungsplan „Freiheit Emscher: Gewerbegebiet Emil Emscher“ sowie die Pläne zum Sanierungsbeginn vor.

Ziel der „Freiheit Emscher“ ist es, das Areal mitsamt von fünf ehemaligen Bergbauflächen wie Emil Emscher neu zu erschließen und zu einem urbanen Zentrum zwischen Essen und Bottrop zu entwickeln. Dafür haben von 2017 bis Anfang 2019 die Städte Essen und Bottrop sowie die RAG Montan Immobilien als Projektpartner gemeinsam einen strategischen Masterplan für das Gebiet nördlich und südlich des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher erarbeitet.

Auf der 40 Hektar großen Fläche in Essen direkt an der B224 der ehemaligen Schachtanlage und Kokerei Emil Emscher startet die RAG Montan Immobilien im Juni mit der Sanierung. Die Arbeiten sind vorbereitende Maßnahmen zur Entwicklung der Fläche für die Ansiedlung von großflächigem Gewerbe und Logistik. Emil Emscher ist eine von fünf ehemaligen Bergbauflächen im interkommunalen Projekt Freiheit Emscher. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen.

Die Baumaßnahme hat im Wesentlichen zwei Ziele. Einerseits werden alle belasteten Böden in einem sogenannten Umlagerungsbauwerk, welches im Bereich der ehemaligen Kokerei entstehen wird, sicher eingelagert. Andererseits wird der aufgefüllte Boden flächendeckend abgetragen, Fundamente entfernt, Hohlräume verfüllt und Müll sowie grobe Bestandteile aussortiert. Anschließend wird der aufbereitete Boden verdichtet wieder eingebaut, so dass die geplante gewerbliche Nutzung möglich wird.

Pressemitteilung: Sanierung startet auf der ehemaligen Schachtanlage und Kokerei Emil Emscher
 
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