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Im nördlichem Teil des Krupp-Gürtels entsteht auf einer Fläche von 52 ha ein neues Büro-, Wohn- und Geschäfts-Quartier. Der Einfachheit halber hier mal die Pressemeldung der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft:

52 Hektar neue Lebensqualität: Thelen-Gruppe entwickelt Essens größtes Stadtquartier
04.10.2016
Im Rahmen eines riesigen Flächendeals verkaufte thyssenkrupp im Mai dieses Jahres mehrere 100 ha in Essen an die Thelen-Gruppe. Im Flächenpaket enthalten ist auch ein 52 ha großes Areal im nördlichen Krupp-Gürtel. Für diese riesige Fläche stellte die Thelen-Gruppe gemeinsam mit der Stadt Essen und der EWG - Essener Wirtschaftsförderung während der Expo Real erstmals die konkreten Planungen und den Namen für das dort entstehende neue Stadtquartier vor.

Während eines Pressegespräch am Dienstag, 4. Oktober 2016, beantworteten Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Stadtdirektor und Planungsdezernent Hans-Jürgen Best, Wolfgang und Christoph Thelen, Geschäftsführer der Thelen-Gruppe und Dr. Dietmar Düdden, Geschäftsführer der EWG - Essener Wirtschaftsförderung, die Fragen der zahlreich erschienenen Journalisten.

"ESSEN 51" lautet schlicht und einprägsam der Name des neuen Viertels. Der Grund: Mit seinen 520.000 m² erreicht das Quartier fast Stadtteilgröße und ergänzt die bereits bestehenden 50 Stadtteile von Essen. Geplant ist ein lebendiges und urbanes Quartier mit einer Nutzungsmischung aus Wohnen und Arbeiten, das im Wesentlichen auf der Grundlage des vom Rat der Stadt Essen beschlossenen Masterplans "Krupp-Gürtel Nord" entstehen soll.

Das Zentrum von ESSEN 51 bildet ein Park mit offenem Wasserlauf, der den grünen Stadtraum in Richtung Südwesten mit dem Niederfeldsee vernetzt. Insgesamt entsteht eine Wasserlandschaft mit rund 3,2 ha. Das innovative Entwässerungskonzept sieht vor, diese mit dem Regenwasser der neuen Gebäude zu speisen, das folglich nicht in die Kanalisation geleitet wird. Attraktive Büroflächen und Gastronomieangebote auf einer Fläche von rund 4,5 ha säumen Wasser und Park. Weitere Gewerbeflächen sollen auf einer Fläche von rund 12,6 ha rund um eine geplante Ringstraße entstehen. Sie bieten Raum für Büronutzer, Handwerksbetriebe und Technologieunternehmen.

Zusätzlich plant die Thelen-Gruppe rund 2.500 Wohnungen, davon ca. die Hälfte südlich von ESSEN 51. Die andere Hälfte entsteht innerhalb des Stadtviertels ESSEN 51 in unmittelbarer Nähe des rund 200.000 m² großen Krupp-Parks. Auf rund 10,5 ha besticht diese Wohnadresse mit ihrer zentralen Lage und doch gleichzeitig mit einer hohen Freiraumqualität. Der Investor, die Essener Thelen-Gruppe, wird alle Flächen im Eigentum halten und zur Miete auf den Markt bringen. Bei der Vermarktung unterstützt die EWG - Essener Wirtschaftsförderung die Thelen-Gruppe.

Dabei geht das neue Stadtviertel unter günstigen Voraussetzungen an den Start, denn IKEA wird sein Einrichtungshaus vom heutigen Standort an der Altendorfer Straße an die nordöstlich von ESSEN 51 verlaufende Bottroper Straße verlegen. Mit dem Berthold-Beitz-Boulevard, dem dritten Stadtring, ist bereits eine Achse geschaffen worden, die den Krupp-Gürtel und mit ihm das neue Quartier erschließt. Das Verkehrskonzept für ESSEN 51 sieht zudem den sechsspurigen Ausbau der Bottroper Straße, den Neubau einer weiteren vierspurigen Straße innerhalb des Quartiers und eines Kreisverkehrs vor. Mit den Infrastrukturmaßnahmen wird die Thelen-Gruppe voraussichtlich Ende 2016 bzw. Anfang 2017 starten.

Kurzum: Im Norden des Krupp-Gürtels wird Stadtentwicklungsgeschichte geschrieben. In vertrauensvoller Zusammenarbeit nutzen die Stadt Essen und die Thelen-Gruppe die unvergleichliche Chance, in der Erweiterung der Essener Innenstadt ein Flächenareal mit riesigen Ausmaßen aus einem Guss zu entwickeln. Entstehen wird eine wegweisende Quartiersform mit einem lebendigen Nutzungsmix aus Büro, Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie und weiteren Dienstleistungsangeboten – ergänzt durch Erholungsflächen. Damit wird an die bereits erfolgten, qualitätsbildenden Bau- und Infrastrukturmaßnahmen im Krupp-Gürtel angeknüpft.

Bild: Stahm-Architekten


Bild: EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
 

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Ein sehr interessantes Stadtentwicklungsprojekt mit enormen Potential. Allein schon die Größe ist beeindruckend. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung und die einzelne Projekte innerhalb des neuen Quartiers :cheers:
 

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Baustart für das Stadtquartier

Im nördlichen Teil des Krupp-Gürtels beginnt die Essener Thelen-Gruppe in Kürze mit dem Bau von „Essen 51“. Der erste Spatenstich ist für den 6. März 2018 terminiert. Der Baugrund wird bereits aufbereitet. Bis zum Jahr 2020 soll das 60 Hektar große Gelände komplett erschlossen sein. In der zweiten Jahreshälfte 2018 will Thelen zudem einen Architektenwettbewerb ausloben. Man rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro.

Quelle: WAZ - Der Baustart für das Stadtquartier „Essen 51“ steht bevor
 

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Städtebau 101: What to avoid...

Also mich überzeugt es nicht. Der Pressetext klingt so, als halte man krampfhaft an der autogerechten Stadt fest. Und leider bestätigen die Visualisierungen das.

Deutlich wird das hier:

"Das Verkehrskonzept für ESSEN 51 sieht zudem den sechsspurigen Ausbau der Bottroper Straße, den Neubau einer weiteren vierspurigen Straße innerhalb des Quartiers und eines Kreisverkehrs vor. Mit den Infrastrukturmaßnahmen wird die Thelen-Gruppe voraussichtlich Ende 2016 bzw. Anfang 2017 starten."
Huch, haben die doch glatt den ÖPNV zu erwähnen vergessen. Aber dafür sind die Straßen breit, kann man schnell wegfahren.

"Geplant ist ein lebendiges und urbanes Quartier" - Das wirkt auf mich so, als sei ein totes, langweiliges Quartier geplant, mit von Parkplätzen und Alibigrün umgebenen langweiligen und anonymen Klötzen, umringt von Parkplätzen.
Gehofft wird, dass die Menschen nach 60 Jahren immer gleicher Stadtplanung diesesmal endlich begreifen, wie "urban und lebendig" dieser Ansatz sein will. Aber -Spoiler Alert- sie werden ihre Wohnungen nicht verlassen, um einen Spaziergang durch's Viertel zu machen, sich nicht spontan mit ihren Nachbarn auf der Straße unterhalten. Es wird auch kein Viertel werden, sondern eine reine Schlafstadt. Wenig verwunderlich: Die Vorbilder, Berliner "Kieze" oder, etwas näher, Kölner "Veedel" sehen anders aus.



Erbse postete vor ca. einer Woche dieses Video: http://http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=144110373&postcount=173

Die Konklusio greift vielleicht etwas kurz, aber ist deswegen nicht falsch. Die Ansätze, was eine attraktive Stadt ausmacht, sind aber richtig.

und nun darf jeder mal schauen, gegen wieviele der "Regeln" diese Planung verstößt.
Hier wird m.A.n. mitnichten "Stadtentwicklungsgeschichte geschrieben". Das ist alter Wein in neuen Schläuchen.

Schade. Das Areal ist groß, die Investitionssumme entsprechend. Essen hat bei diesem Maßstab die Chance, weit über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung zu finden, sich selbst ein Stück weit neu zu erfinden und zu definieren, sogar um eine Attraktion reicher zu werden. Man denke an die Hafencity, an den Phoenix-See. Aber Essen 51 protzt mit sechsspuringen Straßen. Und Starthilfe soll es von IKEA geben. Denn IKEA-Möbelhäuser beleben jedes Viertel?!? Echt jetzt?!?
 

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In Essen wurde jetzt der erste Spatenstich für ein neues Stadtviertel gesetzt. Das Quartier "Essen 51", das die Thelen-Gruppe entwickelt, entsteht auf einer Fläche von 520.000 Quadratmetern mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro. Das Vorhaben im nördlichen Krupp-Gürtel, das einen Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten und Freizeitangeboten vorsieht, ist nach Angaben der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft eines der größten Stadtentwicklungsgebiete in Deutschland. 1.500 bis 1.8000 Wohnungen sollen gebaut werden.

"Essen 51" ist als ein "Null-Energie-Campus" geplant. Grubenwasser aus der ehemalige Zeche Amalie soll dabei der Wärmeversorgung dienen. Auf elf Hektar entstehen Grünflächen und Gewässer. Auch die Dächer vieler Gebäude sollen begrünt werden. Zudem ist eine Radtrasse als Verbindung zwischen dem Radschnellweg Ruhr (RS1) und dem geplanten Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet vorgesehen. Die auf sieben Hektar geplanten Wohnquartiere umfassen auch Dienstleistungsangebote,
Nahversorgungsmöglichkeiten und Einrichtungen wie Kita und Schule. Die ersten Gebäude sollen Ende 2019 bezugsfertig sein. Das Quartier wird voraussichtlich in 15 bis 20 Jahre komplett fertig gestellt sein.

Quelle: idr
 
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