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Das Frankfurter Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie. Architekturgesellschaft hat den 1.Preis des Architektenwettbewerbs für das mit 160 m derzeit höchste Wohngebäude in Deutschland gewonnen. gsp GESELLSCHAFT FÜR STÄDTEBAU UND PROJEKTENTWICKLUNG BERLIN MBH, Berlin entwickelt im Europaviertel in Frankfurt am Main den sogenannten Tower 2 als Wohngebäude. Auf dem Grundstück ist nach dem gültigen Bebauungsplan ein Hochhaus mit bis zu 160 m Höhe realisierbar. In Abstimmung mit dem Dezernat Planen und Bauen und dem Stadtplanungsamt der Stadt Frankfurt am Main hat gsp Städtebau einen Architektenwettbewerb mit den eingeladenen Architekturbüros ausgelobt.


  • ASTOC GmbH & Co. KG Architects and Planners, Köln in Zusammenarbeit mit Lorber und Paul Architekten, Köln
  • Magnus Kaminiarz & Cie. Architekturgesellschaft, Frankfurt am Main
  • nkbak Nicole Kerstin Berganski Andreas Krawczyk, Frankfurt am Main
  • nps tchoban voss GmbH & Co. KG, Hamburg
  • raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main
  • schneider + schumacher Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

Am 29.04.2014 fand die Preisgerichtsitzung statt. Das Preisgericht wurde von dem renommierten Münchner Architekt Christoph Sattler, Hilmer & Sattler und Albrecht Gesellschaft von Architekten mbH geleitet. Die Stadt Frankfurt am Main war im Preisgericht mit Bürgermeister und Dezernent für Planen und Bauen Olaf Cunitz sowie Martin Hunscher vom Stadtplanungsamt repräsentiert. Für den Städtebaubeirat der Stadt Frankfurt am Main war als weitere Fachpreisrichterin Birgit Giebel vom Büro MOW Architekten BDA vertreten.

Das Votum des Preisgerichts für den Entwurf von Magnus Kaminiarz & Cie. war einstimmig getroffen. Der Siegerentwurf hat eine BGF von ca. 44.000 qm. Das Hochhaus hat eine Höhe von 160 m. Bis auf Bereiche im Erdgeschoss sowie Funktionsflächen hat das Hochhaus eine reine Wohnnutzung mit ca. 340 Wohnungen. Der Entwurf sieht einen Mix aus ca. 30% kleineren Wohnungen, ca 55% klassischen 3- und 4- Zimmer-Wohnungen und 15% großzügigen Wohnungen bis zu ca. 280 qm Wohnfläche in den obersten Etagen vor.

Der Entwurf von Magnus Kaminiarz & Cie. bietet neben der Erfüllung der formalen Vorgaben der Auslobung des Wettbewerbs einen sehr guten energetischen Standard, der weit über die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben hinausgeht, eine hohe Wohnqualität mit erlebbarem Wohnen im Hochhaus durch die panoramaartige Glasfassade und wertvolle Außenflächen in großzügigen Loggien. In formaler Hinsicht wurden insbesondere Anforderungen des notwendigen Abstandes zur geplanten Trasse der Verlängerung der Stadtbahnlinie U5 in das Europaviertel, die hierdurch erforderliche Limitierung der Anzahl Untergeschosse und die somit bedingte Lösung für oberirdische Stellplätze hervorragend gelöst. Der Geschäftsführer von gsp Städtebau, Jürgen Blankenberg fasst das Ergebnis des Wettbewerbs für den Bauherrn zusammen: „Wir bauen für Menschen. Der Siegerentwurf erfüllt alle signifikanten Attribute an hohe architektonische Qualität und die notwendige, individuelle Wohnkultur.“

Der 2. Preis ging an den Entwurf des Büros nps tchoban voss Architekten, Hamburg und der 3. Preis an den Entwurf des Büros ASTOC GmbH & Co. KG Architects and Planners, Köln. gsp GESELLSCHAFT FÜR STÄDTEBAU UND PROJEKTENTWICKLUNG BERLIN MBH, Berlin hat mit einer Projektgesellschaft Ende Dezember 2013 den südlichen Teil des Grundstückes für den sogenannten „Tower 2“ im Europaviertel in Frankfurt am Main von CA Immo Deutschland GmbH erworben. Mit dem Ergebnis des Architektenwettbewerbes liegt die Grundlage für die Erarbeitung des Bauantrages vor. In den nächsten Schritten erfolgt die Abstimmung mit den Behörden der Stadt Frankfurt am Main bis zum fertigen Bauantrag. Der hierfür erforderliche Zeitraum sowie die Bearbeitungszeit für die Baugenehmigung sind maßgeblich für den weiteren Terminplan und den Zeitpunkt der Realisierung des Projektes.

Pressemitteilung: Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie

Anbei der Zeitungsausschnitt.

Jetzt fehlen nur noch die Entwürfe für die beiden Wohnhochhäuser gleich nebenan auf dem Güterplatz, die mit 90m (oder höher?) und 60m sicher ein gutes Ensemble bieten werden.








Quelle: Magnus Kaminiarz & Cie.
 

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Hätte ich nicht erwartet. War klar das es mehr als 60 oder 80m werden, aber so, krass.
Das erste richtige Wohnhochhaus in Frankfurt. Auch der Grundriss scheint interessant zu sein, eine Art Kleeblatt welches sich im oberen Viertel verjüngt.
Bin schon gespannt auf weitere Renderings.
 

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Absolut der Hammer. Eines der besten Hochhauser der letzten 10 Jahre. Und dann auch noch ein Wohnturm. :applause:
 

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Frankfurt | Wohnturm am Skyline Plaza | 160m | In Planung

Neben dem Einkaufszentrum Skyline Plaza im Europaviertel soll mit 160 Metern das höchste Wohnhochhaus Deutschlands entstehen.
Der Entwurf stammt vom Frankfurter Architekturbüro Magnus Kaminiarz & Cie und soll 340 Wohnungen auf einer Bruttogeschossfläche von 44.000 Quadratmetern enthalten.










Bilder von Magnus Kaminiarz & Cie.
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Generell sind alle vier bisher gezeigten Entwürfe nicht schlecht - allein das verwundert schon. Wie oft sehe ich Ergebnisse eines Architekturwettbewerbs wo ich bei allen - inkl. Sieger - Augenkrebs bekomme... Ich finde auch, dass der schneider+schumacher Entwurf wirklich toll ist und mehr als einen 4. Platz bzw. eine "Nicht-Platzierung" verdient hat. Ich finde ihn sogar fast genauso gut wie den Siegerentwurf. Und zwar mag ich dass das Hochhaus einen Sockel hat, der sich stark von dem Rest abhebt, und die auch die Höhe des Skyline Plazas aufgreift. Auch kommt es mir so vor, dass hier in den ersten beiden Geschossen Gewerbe vorgesehen ist - was ich auch für eine gute Idee halte (vllt. ein Grund, warum der Entwurf rausgeflogen ist, quasi "Thema verfehlt"). Etwas langweilig wird der Entwurf durch seinen rechteckigen Grundriss, aber sonst ist er einfach nur toll. Würde ich gerne an anderer Stelle sehen. Vielleicht direkt gegenüber auf dem alten Bosch-Areal, in einer 100m und 60m Version nebeneinander, quasi als Geschwistertürmchen im gleichen Design?! *träum*
 

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Gibt es denn beim Siegerentwurf von Magnus K (und UNStudio?) irgendeinen Nutzungsmix? Lässt sich aus den Visus schwer ableiten, was da im Erdgeschoss angesiedelt ist. Restaurant/Bar/Einzelhandel wäre sicher nicht schlecht, um nicht sämtliches Leben in die Mall nebenan abziehen zu lassen.

Vielleicht sogar eine Bar ganz oben? :)
 

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Ich halte öffentliche Aussichtplattformen/Restaurants in einem Wohnturm für nicht angemessen und auch nicht wünschenswert. Sowas kann auf Bürotürme oder Hotels oder so...
 

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Cardiac: Warum? Gibts doch auf der ganzen Welt sowas. Selbst beim kleinen Taunusturm-Wohnturm gibts doch eine Bar. Und die Bewohner freuen sich sicher auch.

Was hat denn UNStudio mit dem Entwurf von Magnus Kaminiarz & Cie. zu tun?
Na, das haben die damit zu tun. Wie wäre das sonst zu erklären? ;)
 

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LIBERTINED
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Die metallische Fassade... Das trägt doch eindeutig die Handschrift von UNStudio! Bin ja auch nicht der einzige, bei dem diese Assoziation geweckt wurde. Womöglich stellt sich ja noch heraus, dass da im Zuge der Hyatt-Planungen ein Austausch stattfand. ;)
 

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LIBERTINED
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Warum sollten die Fassadenelemente hier sonst spiegeln? Man wird wohl kaum etwaigen Beton mit reflektierender Lasur oder mit Glas überziehen. ;)
http://s1.directupload.net/images/140430/2y57bw7c.jpg

Freue mich ja auch. Für Frankfurt, vor allem aber für den Wohnungsmarkt in deutschen Metropolen, von dem wir alle profitieren können und sollten.
 

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dann streichen wir doch auch gleich den öffentlichen bereich auf dem neuen henninger, wa?
Henninger ist eine Ausnahme, weil das eben früher auch so war.

Warum? Weil Wohntürme meiner Auffassung nach private "Räume" sind und keine öffentlichen Aussichtsplattformen. Auch wenn's nur ein (seperater!) Aufzug ist der die Leute hochbefördert, würde ich nicht wollen dass fremde Leute in "meinem Haus" rumwuseln, und ein gemeinsamer Aufzug geht schon mal gar nicht. Ich finde das passt einfach nicht zusammen. Bei einer Mischnutzung - gerne. Bei Hoteltürmen - besonders gerne! Bei Bürotürmen - wenn's die Chefetage nicht stört nicht ganz oben zu sitzen - gerne! Aber bitte nicht in Wohntürmen...
 

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Warum? Weil Wohntürme meiner Auffassung nach private "Räume" sind und keine öffentlichen Aussichtsplattformen.
Weswegen die Dinger in Deutschland n schweren Stand mit ihrer Akzeptanz haben. Entweder sozialbuzze, in die niemand will (weder wohnen noch raufschauen), oder Luxuskiste, wo man nur exklusiv reinkommt als Ich-bin-besser-als-du-Phallussymbol.

Gehste in Aussiland in beinahe schon ein X-Belibiges Wohnhochhaus und fragst den Concierge, ob du mal mit Kamera rauf zum Knipsnen kannst, wirst du zum Fahrstuhl geleitet oder kriegst sogar ne Karte programmiert auf das enstprechende Stockwerk. Deswegen bilden sich in Aussiland keine Wutbürgerinitiativen gegen Hochbauprojekte, weil sie für alle Schichten erlebbar und nutzbar sind und nicht nur dafür da sind Sozialhilfeempfänger irgendwo kostengünstig per Stabelung wegsortieren zu können oder für die sich abschottende High Society.

Ich Deutschland bräuchten meiner Meinung nach besonders die derzeitigen Startschussprojekte ein offenes Konzept um die akzeptanz zu erhöhen und nachfolgeprojekte einfacher durch zu bekommen. In HH hat man gerade in kleineren Maßstab (60-80 Meter) mit u.a. Kristall, Falkenried, zum Teil Cinnamon und TangoTürmen so ziehmlich genau deine Schiene gefahren - und damit einen hier aufflackernden Trend per nachhaltiger Imageverschlechterung gleich wieder abgewürgt.
 
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