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Discussion Starter · #1 ·
hm hab mal gelesen das Hitler vor hatte ein Gebäude zu bauen das platz für 180 000 mann haben sollte!!!

Ich glaub es sollte "halle des Volkes" heißen!!!!

hat jemand infos drüber???
 

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Schau mal im Spiegel von letzter Woche(der über Speer) nach, da gibts zumindest zwei Illustrationen, die die Größe der Halle darstellen. Gegen die Halle des Volkes ist der Reichstag so groß, wie `ne Imbißbude im Vergleich zum Kölner Dom(kein Scherz).

Ansonsten google doch einfach mal nach "Halle des Volkes" oder nach "Germania".
 

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Hier noch zwei, drei Daten, die ich noch im Kopf habe.

Höhe: 320 m

Innerer Durchmesser: 250 m

Und am krassesten: Die Halle hätte aufgrund ihrer Größe ein eigenes Klima.
 

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Schade, dass man die Halle nicht gebaut hat. Wäre bestimmt eine tolle Touristenattraktion geworden.
 

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Discussion Starter · #11 ·
Wo sollte sie gebaut werden???

hätte jetzt nicht geblaubt das die so groß wird!!!

war das denn damals schom möglich ich denke man hätte heute doch noch schwierigkeiten das ding zu bauen
 

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Manu84 said:
Wo sollte sie gebaut werden???
Mitten in der West-Ost-Achse von Germania, direkt neben dem Reichstag.



Der Reichstag ist das kleine Ding mit der Spitzenkuppel auf dem obigen Bild.
 

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Discussion Starter · #16 ·
LuckyLuke said:
Ich bin froh dass nichts davon gebaut wurde. Die Entwürfe zeigen auch sehr gut wie wahnsinnig Speer und Hitler, mit ihrer Idee eine Welthauptstadt zu errichten, waren
Die umstände in dennen diese dinger gebaut worden wären wünscht sich zwar niemand aber die bauten an sich finde ich klasse dagen sieht Washington klein aus
 

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Discussion Starter · #18 ·
hab ich eben gefunden



Das prägnanteste, weil größte Bauwerk, das im Zuge der Neugestaltung Berlins entstehen sollte, wäre die sogenannte „Große Halle“ gewesen, deren Skizze von Hitler schon Mitte der Zwanziger Jahre angefertigt worden war (Abb. 7) [314] , vielleicht in Anlehnung an die romantischen Walhalla-Vorstellungen und Umsetzungen Anfang des 19. Jahrhunderts (vgl. Abb. 8).

Adolf Hitler, Skizze einer Kuppelhalle, um 1925
[Abb. 7 Quellenangabe, bearbeitet 1Bit-Schwarz-Weiss]

Friedrich von Gärtner, Kehlheim, Befreiungshalle, Vorentwurf I, 1832
[Abb. 8 Quellenangabe, bearbeitet 8Bit Graustufen, 20 Farben]

Prinzipiell war dieser geplante Koloss, der in keinem Verhältnis zu den „gegebenen“ Bauten der Stadt gestanden hätte, die konsequente Umsetzung des „virtuellen Raums“ des „Lichtdoms“. [315] Da man bei der neuen Versammlungshalle aber ein Dach brauchte, das dem „Gewölbe des Himmels“ einigermaßen gleichen sollte, entschied man sich für eine Kuppel, die „98 Meter über dem Fußboden zu ihrer leicht parabolischen Kurve“ angesetzt hätte [316]. Die Kuppelkonstruktion machte eine runde Grundfläche nötig. Der Durchmesser sollte hier 250 m betragen [317] (Abb. 9).

Albert Speer, Modell der Großen Halle an der Nord-Süd-Achse
(Aufnahme von 1941)
[Abb. 9 Quellenangabe, bearbeitet 8Bit Graustufen, 20 Farben]

Der Innenraum der Halle erschien in Speers Plänen genauso einfach, wie der des Zeppelinfeldes: „Um eine Kreisfläche von hundertvierzig Metern Durchmesser stiegen in drei Rängen Tribünen zu einer Höhe von dreißig Metern an, die sich kreisförmig um die Innenfläche erhoben. Ein Kranz von hundert rechteckigen Pfeilern aus Marmor, die mit vierundzwanzig Metern Höhe fast noch menschliches Maß besaßen, wurde dem Eingang gegenüber durch eine fünfzig Meter hohe und achtundzwanzig Meter breite Nische unterbrochen, deren Grund mit Goldmosaik ausgekleidet werden sollte. Vor ihr stand als einziger bildlicher Schmuck auf einem marmornen Sockel von vierzehn Metern Höhe ein vergoldeter Reichsadler mit dem eichenlaubumkränzten Hakenkreuz in den Fängen“ [318] (Abb.10).

Innenraum der Kuppelhalle, Blick auf die Rednertribüne
(Modell: Albert Speer)
[Abb.10 Quellenangabe, bearbeitet 8Bit Graustufen, 20 Farben]

Dieser gewaltige Bau, der bis zu 180 000 stehende Zuhörer hätte fassen können, war trotz seiner ursprünglichen Funktionszuweisung als „Kongresshalle“ auch als „Kultraum“ [319] mit innewohnender mythischer Atmosphäre erdacht [320] ; in den Plänen Hitlers und Speers tauchten aber keine „beweglichen“ Momente mehr auf. So ist weder von marschierenden Kolonnen, noch von Fahnenschmuck, Beleuchtungselementen oder akustischen Komponenten die Rede. Die Große Halle sprach in ihrer megalomanen Dimension für sich selbst. Sie erschien somit als die zu Stein gewordene „Bewegung“. In ihr, so könnte es dem Betrachter der Pläne heute vorkommen, manifestierten sich alle noch unerfüllten Sehnsüchte Hitlers. Hier sollte ein Endzustand symbolisiert werden, in dem es keinen Kampf mehr gibt, nachdem „innerer“ und „äußerer“ Feind vernichtet worden war und der „Arier“ den führenden Platz in der Welt eingenommen hat, der ihm gebührt [321] - ein Wallhall-Denkmal, das an den „Lichtdom des Kampfes“ erinnerte. Hier brauchte auch die Masse nicht mehr durch Illusionen verzaubert zu werden. Der Bau hätte nicht mehr einer Chimäre entsprochen ,sondern er wäre Realität gewesen (ebenso wie der gewonnene Krieg).

Hierbei war auch der Stil des großen Gebäudes egal. [322] Speer betonte später, dass es eine Ideologie nationalsozialistischer Architektur nicht gab. „Gefordert war lediglich das Übermaß. Hitler wollte durch riesige Proportionen das Volk beeindrucken, auch einschüchtern, und auf diese Weise seine Herrschaft und die seiner Nachfolger psychologisch sichern.“ [323] Vor allem der letzte Punkt war für Hitler wichtig: „Das sage ich Ihnen, Speer, diese Bauten sind das Wichtigste! Sie müssen alles daransetzen, sie noch zu meinen Lebzeiten zu fertigzustellen. Nur wenn ich selber noch in ihnen gesprochen und regiert habe, bekommen sie die Weihe, die sie für meine Nachfolger brauchen.“ [324]

„Hitlers Machtstreben spiegelte sich nicht zuletzt in seinen Großbauten als totales Machtstreben wider. Wenn man an die Größenordnung dieser Bauwerke denkt, dann ist in der Tat eine Ideologie mit im Spiel: die Ideologie der Gewalt. Ähnlich wie ein Gläubiger durch einen Dom, in dem er seinen Gottesdienst übt, beeindruckt wird, sollten auch die Bauten Hitlers – zum Beispiel auf dem Gelände des Reichparteitages in Nürnberg – dazu dienen, die Menschen in Bann zu schlagen. Nur sind hier zwei Dinge zu unterscheiden: Die großen katholischen Bauten des Mittelalters waren aus einer großen Gläubigkeit heraus entstanden: sie repräsentieren in ihrer Größe den Glauben. Hitlers Bauten waren ebenfalls überdimensioniert; aber diese Dimensionen waren geschaffen worden, um Macht zu repräsentieren.“ [325]

Hitler führte in seinen „Monologen“ noch einmal aus: „Die große Halle soll so werden, dass die Peterskirche mit dem Platz davor darin verschwinden kann. Wir nehmen als Baustein Granit. Selbst die ältesten Findlinge aus Urgestein in der norddeutschen Ebene zeigen kaum einen Anflug von Verwitterung. Diese Bauten werden, wenn inzwischen nicht wieder das Meer die norddeutsche Ebene überspült, unverändert noch in zehntausend Jahren stehen!“ [326] Und am Ende: „Berlin wird einmal die Hauptstadt sein der Welt.“ [327]

Das größte Gebäude in der „Welthauptstadt Germania“ sollte auf der Kuppel zunächst den Adler beheimaten, der das Hakenkreuz in den Fängen hält, wie dies auch im Innenraum vorgesehen und in dieser Kombination Standard im nationalsozialistischen Symbolsystem war. Mitte 1939 verlangte Hitler jedoch: „Das hier wird geändert. Hier soll nicht mehr der Adler über dem Hakenkreuz stehen, hier wird er die Weltkugel beherrschen! Die Bekrönung dieses größten Gebäudes der Welt muß der Adler über der Weltkugel sein.“ [328]



 
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