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STYRIA HAUPTQUARTIER IN GRAZ

Fakten:
Areal: Ehemaliger Strassenbahner Sportplatz gegenüber Grazer Stadthalle
Turm: 15 Stockwerke, mit je 1.200 m².(Styria Eigennutzung),
Nebengebäude: 6 Stockwerke teilweise "Fremdvermietung"
Arbeitsplätze: Rund 1000 Plätze für Styria-Mitarbeiter + weitere 300 in "Fremdvermietung".
Ausstattung: Kaffeebars, Schanigarten, Lounges, Kindergarten, Restaurants, Friseur, Skybar mit Terrasse am Dach des Turms.
Baubeginn: Juli 2008.
Fertigstellung: 2010
Gesamtinvestition: 60 Millionen Euro.

Die renderings sind leider nicht besonders informativ...
http://www.kleinezeitung.at/portal/...tem/galleries/upload/3/4/4/444132/neubau3.jpg

http://www.kleinezeitung.at/portal/...lleries/upload/3/4/4/444132/neubau1_gross.jpg
 

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Discussion Starter · #3 · (Edited)
@ Wolfi : Danke:)
Man sieht zwar leider auch nicht das ganze Gebäude aber besser als die zwei renderings die ich gepostet habe ist es auf jeden Fall ;)
Falls das Ostbahnhouse beim Ostbahnhof nicht zustande kommt ist es ein toller Trostpreis :colgate:

http://www.gbg.graz.at/cms/beitrag/10014092/254360/
 

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Offener Brief von Roger Riewe mit Antwort

Sehr geehrter Herr Frido Hütter!

Wenn Architektur in der Rubrik "Kultur" der Kleinen Zeitung zu finden ist, dann lacht bereits das Architektenherz! Wenn aber eben diese Architektur(kultur) mit Füßen getreten wird, wie in Ihrem o.g. Artikel geschehen, dann dürfen berechtigte Zweifel am dargelegten Inhalt angebracht sein.

Wenn die Styria 35.000m2 (Endausbau: 50.000m2) oder 60 Million Euro als Headquarter zu verbauen gedenkt, dann ist öffentliches Interesse angesagt! In diesem Zusammenhang einen Architekturwettbewerb auszuschreiben ist eindeutig zielführend. Die Styria hat 4 ausländische und vier inländische Teams zu diesem, von Ihnen nur am Rande erwähnten Wettbewerb eingeladen. Dies waren: Future Systems (London), UN Studio/Ben van Berkel (Rotterdam), Fuksas (Rom), Bothe Richter Teherani (Hamburg), Limit (Wien), Coop Himmelb(l)au (Wien), Eisenköck (Graz) und Riegler Riewe (Graz), also eine beachtliche, renommierte Runde. Im laufe des Wettbewerbs wurden drei Teams von einer hochkarätigen Jury unter Vorsitz von Prof. Heiner Hierzegger aufgefordert, in einer weiteren, nicht mehr anonymen Wettbewerbsstufe auf bestimmte Kritikpunkte einzugehen, was eine in Wettbewerbsverfahren nicht unübliche Vorgangsweise ist. Von einem "in die zweite Runde verweisen", wie Sie es geschrieben haben, kann nicht im geringsten die Rede sein und muß deshalb als Untergriff gesehen werden! UN Studio und Coop Himmelb(l)au haben in der ersten Wettbewerbsstufe kein Projekt abgegeben, Future Systems haben ihrerseits von einer Überarbeitung in der zweiten Runde Abstand genommen.

Die Jury bei Architekturwettbewerben wird in der Regel gebildet aus
Fach- und aus Sachjuroren. In diesem Fall waren die Fachjuroren die Architekten Hierzegger, Wetschko und Marques, die Sachjuroren die Vertreter der Styria, die Herren Pirker, Bretschko und Moik. Diese namhafte Jury hat in der zweiten Wettbewerbsrunde das Projekt Riegler Riewe einstimmig zum Sieger erklärt! Dieses kleine, jedoch wichtige Detail wird in Ihrem Bericht beachtenswerter weise nicht erwähnt. Ich wiederhole: einstimmig!

Nach einem Wettbewerbserfolg kommt es in der Regel zu Überarbeitungen, Optimierungen und das nachträgliche Integrieren von nutzerspezifischen Wünschen. Dies sollte im gegenständlichen Verfahren offensichtlich nicht erfolgen. Nach einem transparenten Wettbewerbsverfahren (siehe Protokolle) verläuft sich die Spur in der Styria-Zentrale. Die von Ihnen konstatierte einstimmige Entscheidung auf der Grundlage eines uns nicht zur Einsicht gegebenen Benchmarkings, hat offensichtlich mit der Wettbewerbsjury nichts zu tun, denn Sie schreiben in einem fast zynischen Selbstverständnis, daß die Styria entschieden habe, den Zuschlag an die Architektur Consult zu vergeben. (die doch gar nicht zum Wettbewerb geladen
war)

Ein Auslober, der sich von einem Wettbewerbsverfahren distanziert, führt immer wieder zu Irritationen, daß sich die Styria von ihrem hoch angetragenen Wettbewerb verabschiedet und ein schon zuvor erstelltes Projekt (Architektur Consult) aus der Schublade zieht, überarbeiten läßt und zum "Sieger" (wovon??) erklärt, muß zwangsläufig zu massiver Kritik führen; eine Kritik, die auch aus Ihrer Feder, sehr geehrter Herr Frido Hütter hätte kommen müssen, denn Sie sind doch der/ /schwergewichtige Kulturjournalist der Steiermark schlechthin und können sich doch nicht selbst zum Hofberichterstatter degradieren!

Es gibt kaum einen zweiten Berufsstand, der eine Qualitätsfindung derart öffentlich, diskursiv und transparent betreibt, wie jener der Architekten! Die Teilnahme an Wettbewerben ist für unseren Berufsstand selbstverständlich und zugleich ein Bekenntnis dazu, einen immanent wichtigen Beitrag zu einer gesellschaftlichen, politischen und baukünstlerischen Qualität beizutragen. Dies zu negieren, wie Sie es tun, heißt diese Kultur zu begraben und sich statt dessen für eine baukulturelle Unkultur stark zu machen. Die Provinzialität läßt grüßen!

Durch schöne Renderings soll nun das Styria-HeadquarterArchitektur-Consult-Projekt dem Publikum schmackhaft gemacht werden. Was man erkennen kann, ist eine typische Headquarter-Architektur der siebziger Jahre, mit viel Glas, wahrscheinlich vollklimatisiert, in Ost-West-Richtung verlaufend, die stadtklimatologisch wichtige Nord-Süd verlaufende Luftströmung stauend, eine Architektur, die, bevor sie gebaut wird, schon in die Jahre gekommen ist.

Es ist nicht nachzuvollziehen, warum ein direkt beauftragtes Team mit einer höheren Qualität auftrumpfen soll, als der Preisträger des bereits abgeschlossenen Wettbewerbs, noch zumal einer der beiden Geschäftsführer der Architektur Consult unter der Firmenbezeichnung Architekturbüro Eisenköck zum Wettbewerb eingeladen und aus Gründen mangelnder Qualität in der ersten Wettbewerbsphase bereits ausgeschieden wurde!

Mir ist nicht verständlich, noch habe ich das geringste Verständnis dafür, warum ein Auslober diese Vorgangsweise wählt, wo doch uns allen klar ist, welch öffentliches Interesse auf der einen Seite hier vorherrscht und auf der anderen Seite er es sich leisten kann, fast eine halbe Million Euro (!) für das Wettbewerbsverfahren zu verpulvern, ungeachtet allfälliger, nachträglicher Forderungen!

Ich freue mich schon jetzt auf die in der Wettbewerbsausschreibung angekündigte Pressekonferenz und auf die Ausstellung der Wettbewerbsprojekte! Wo und wann werden Sie uns sicherlich in der Kleinen Zeitung verkünden. Ich kann Ihnen versichern, dass diese Ausstellung auf reges Interesse stoßen wird und, ja, vielleicht werden wir uns dort treffen.
Dann können wir uns mal so richtig über Architektur unterhalten!


Roger Riewe
Prof. Arch. Dipl.-Ing.

30.05.2007

riegler riewe architekten zt-ges.m.b.h. , griesgasse 10 , a-8020 graz
tel: ++43 / 316 / 72 32 53 - 0 , fax: ++43 / 316 / 72 32 53 - 4
e: [email protected]
www.rieglerriewe.co.at .




Antwort:

Verehrter Herr Professor Riewe,

danke, dass Sie Ihren offenen Brief auch mir geschickt haben; das ist einfach fair.

Sie haben den von der Styria Medien AG ausgeschriebenen und außergewöhnlich gut bezahlten Wettbewerb gewonnen; mit meiner Stimme übrigens. Ihr Projekt war das beste unter allen im Wettbewerb eingereichten Projekten.

Nicht wenigen bei uns im Haus hat freilich ein vorwettbewerbliches Projekt der Architekturconsult deutlich besser gefallen.

Nach einer externen Evaluierung haben sich der Vorstand und der Aufsichtsrat der SAG Immobilien AG, die das Gebäude im rechtlichen Rahmen einer Projektgesellschaft errichten wird, einvernehmlich dafür entschieden, das vorwettbewerbliche Projekt der Architekturconsult zu realisieren und nicht Ihr innerhalb des Wettbewerbs erfolgreiches Projekt. Auch die dritte Variante, noch einmal einen Wettbewerb auszuschreiben, wurde mit Rücksicht auf die Verzögerungsfolgen verworfen.

Sie wissen, dass das in Einklang mit den schriftlich festgelegten und von Ihnen akzeptierten Wettbewerbsbedingungen ist.

Dass Sie Frido Hütter, der erst letztes Jahr zum österreichischen Kulturjournalisten des Jahres gekürt wurde, zu Unrecht* persönlich angreifen, dass Sie das Projekt der Architekturconsult inhaltlich herabwürdigen, liegt meiner Meinung nach unter Ihren Möglichkeiten. Ich habe Sie als einen außerordentlich professionellen Gesprächspartner kennen und schätzen gelernt, mit einem hervorragenden Team rundherum. Sie sind auch kein schlechter Verlierer, weil sie nicht verloren, sondern eben gewonnen haben. Der Errichter hat nur von seinem schriftlich vereinbarten Recht Gebrauch gemacht, jenes Projekt zu realisieren, mit dem er seiner über die Gegenwart herausreichenden Verantwortung am besten gerecht zu werden glaubt.

Meinen Respekt und meine Anerkennung haben Sie trotzt allem. Davon können Sie nichts kaufen und darauf können Sie vermutlich leichten Herzens verzichten; das weiß ich. Trotzdem ist das frei von Ironie oder gar Zynismus gesagt.

Mit besten Grüßen
Ihr
Horst Pirker
Vorstand der SAG Immobilien AG


* Frido Hütter hat die immer heikle Aufgabe auf sich genommen, in eigener Sache zu berichten. Jedes Wort in seinem Beitrag entspricht auch meinem Wissensstand. Sie zitieren ihn umgekehrt mit einem Satzteil, der in seinem ganzen Beitrag nicht vorkommt: zum "Sieger" (wovon??) erklärt
 

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Wiener Brut
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Das Hauptquartier der Styria Medien AG könnte schon bald in Wien - in der Gegend um den ehemaligen Schlachthof St. Marx entstehen. Styria-Vorstand Horst Pirker bestätigt gegenüber der APA "sehr konstruktive Gespräche mit der Stadt Wien" über den Bau der Zentrale in der Bundeshauptstadt. Einen Neubau solle es aber dennoch auch in Graz geben, "für die operativen Einheiten" der Styria-Medien.

Kleine Zeitung am 12.9.2008
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/1525725/index.do
 

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überall zuhause
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^^ [youtube ] url [ /youtube]

natürlich ohne leerschritte

btw: HOW?´s back ???
 

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Die Optimierung der Bescheidenheit beim Steirer-Bau
25. Mai 2011, 17:55vergrößern 700x399
Mit 1000 Mitarbeitern nicht mehr im Einfamilienhausbereich: Styria-Zentrale.

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Neuer Vorstand nimmt neuen Anlauf - "redimensioniert"
Graz/Wien - Einen Vorstandschef kostete das Projekt den Job. Nun nehmen seine Nachfolger einen neuen Anlauf, die Konzernzentrale für die Styria Media Group doch zu realisieren. Eine optimierte Version des für seine Optimierung ausgezeichneten Projekts.

Im Oktober verleiht die Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft alle Jahre Bauten und Projekten ihre Gütesiegel in Gold, Silber und Bronze. Dutzende Kriterien sind da zu erfüllen, für Ökologie, Wirtschaftlichkeit, Mitarbeiterfreundlichkeit. 2010 war für das Styria-Projekt bei der Grazer Messe Gold bestätigt.

Doch im September 2010 hatte Vorstandschef Horst Pirker den Mutterkonzern von Kleine Zeitung und Presse im Streit mit dem Aufsichtsrat verlassen. Im Streit auch über das Hauptquartier, geplant von Hermann Eisenköck. Der realisierte etwa mit Günther Domenig das Wiener T-Mobile-Center. Die Webseite von Eisenköcks Architektur Consult zeigt das Projekt in der Rubrik "Under Construction".

Laut Styria-Vorstand Wolfgang Bretschko soll das ursprüngliche Projekt nun "im Großen und Ganzen gleich" realisiert werden, aber "redimensioniert" und optimiert. Schaffen Firmen die "toughen Vorgaben", könnte der Bau vor Sommer entschieden sein. Auf 80 Millionen Euro, teils mit Finanzierungshilfe der Stadt, wurde das ursprüngliche Projekt taxiert.

Ein bis zwei Stockwerke des auf 60 Meter geplanten Hochhausteils könnten wegfallen. Reserveflächen (teils vorerst zur Vermietung geplant) würden herausgenommen, sagt Eisenköck, am Raumprogramm weiter eingespart. Ein deutsches Optimierungsbüro sei gerade damit befasst.

Eisenköck hörte 2010, den Aufsichtsräten des katholisch geprägten Konzerns habe der Entwurf "zu unbescheiden" gewirkt. Ein Hochhaus falle in Graz rasch auf, gibt Eisenköck zu bedenken. Und für rund 1000 Mitarbeiter brauche es "eine gewisse Baumasse", da bewegt man sich eben nicht mehr im Einfamilienhausbereich.

Red Bull soll ebenfalls an eine neue Zentrale für seine Medien denken - nicht erst seit dem Engagement Horst Pirkers als deren Geschäftsführer. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 26.5.2011)
http://derstandard.at/1304552850960...timierung-der-Bescheidenheit-beim-Steirer-Bau
 

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jetzt kann man wirklich optimistisch sein. leider habe ich kein foto davon, aber es stehen schon drei oder vier kräne am gelände :banana:
 
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